Amstel Gold Race

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Strecke 2012

Das Amstel Gold Race ist ein Straßenradrennen, das seit 1966 jährlich in der Nähe von Maastricht in den Niederlanden stattfindet. Das klassische Eintagesrennen, welches nach der niederländischen Biersorte Amstel benannt ist, war bis 2004 Teil des zehn Rennen umfassenden Rad-Weltcups. Nach dessen Abschaffung gehörte es seit 2005 zur neu eingeführten UCI ProTour, einer Serie der wichtigsten Radrennen des Jahres. Seit 2011 gehört das Rennen zur Nachfolgeserie UCI World Tour.

Der rund 250 km lange niederländische Klassiker galt aufgrund seiner eher einfachen Topographie lange Zeit eher als Radrennen für Sprinter. In den letzten Jahren wurden dagegen immer mehr neue Hügel in den Parcours des Rennens eingebaut. Als entscheidend hat sich vor allem die Verlegung des Ziels erwiesen: Seit dem Jahr 2003 endet das Amstel Gold Race nicht mehr in Maastricht, sondern auf dem Cauberg in Valkenburg, einem relativ kurzen, aber steilen Anstieg, der auch schon viermal Schauplatz der Straßenweltmeisterschaften war. 2013 wurde das Ziel erneut verlegt. Es befindet sich nun 1,8 Kilometer hinter dem Cauberg, an derselben Stelle an der 2012 auch schon die Weltmeisterschaft endete.[1]

Bis Anfang der 1990er Jahre wurde das Amstel Gold Race weitgehend von Belgiern und Niederländern dominiert. Seit das Rennen Teil von Rad-Weltcup bzw. der UCI ProTour ist, hat sich das Palmarès deutlich internationalisiert. Rekordsieger des Amstel Gold Race ist der Niederländer Jan Raas, der das Rennen zwischen 1977 und 1982 fünfmal gewinnen konnte, gefolgt von Philippe Gilbert, der von 2010 bis 2017 viermal siegte. Deutsche Sieger waren Olaf Ludwig 1992, Erik Zabel 2000 und Stefan Schumacher im Jahr 2007. 1993 gewann der Schweizer Rolf Järmann.

Für Frauen wurde das Rennen bisher nur viermal durchgeführt, von 2001 bis 2003 und 2017. 2003 war das Amstel Gold Race Teil des Rad-Weltcups. 2017 wurde das Rennen für die Frauen wieder aufgenommen, als Teil der UCI Women’s WorldTour.

Seit einigen Jahren wird das Amstel Gold Race auch als Jedermannrennen am Tage vor dem Eliterennen durchgeführt. Die vorherige „Touristik-Version“ des Amstel Gold Race, die Radtour „Limburgs Mooiste“ wird aber weiterhin durchgeführt.

Anstiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anstiege des Amstel Gold Race sind meist nur kurz, dafür aber steil. Aktuell müssen die Fahrer 32 Heuvel (deutsch: Hügel), wie die Anstiege in Limburg genannt werden, mit einer Gesamtlänge von 46,7 km und einem Höhengewinn von 2318 m absolvieren. Sechs Anstiege werden zweimal befahren, lediglich der Zielort Cauberg wird dreimal befahren (Zahlen in Klammern).

Nr. km Name Gipfel Höhe Länge Steigung
01 010,7 Maasberg 062 m 22 m 500 m 4,4 %
02 032,5 Adsteeg 112 m 27 m 500 m 5,4 %
03 040,2 Lange Raarberg 124 m 59 m 1300 m 4,5 %
04 055,5 Bergseweg 180 m 90 m 2700 m 3,3 %
05 067,4 Sibbergrubbe (1) 145 m 87 m 2100 m 4,1 %
06 072,8 Cauberg (1) 137 m 69 m 1200 m 5,8 %
07 076,3 Geulhemmerweg (1) 126 m 62 m 1000 m 6,2 %
08 095,7 Wolfsberg (1) 191 m 35 m 800 m 4,4 %
09 101,3 Loorberg (1) 225 m 83 m 1500 m 5,5 %
10 111,4 Schweibergerweg 220 m 114 m 2900 m 3,9 %
11 117,8 Camerig 281 m 163 m 4300 m 3,8 %
12 130,8 Drielandenpunt 321 m 142 m 3700 m 3,8 %
13 133,6 Gemmenich 273 m 58 m 900 m 6,4 %
14 137,1 Vijlenerbos 269 m 92 m 1800 m 5,1 %
15 146,9 Eperheide 225 m 103 m 2300 m 4,5 %
16 154,9 Gulperberg (1) 153 m 57 m 700 m 8,1 %
17 158,5 van Plettenbergweg 141 m 42 m 1000 m 4,2 %
18 160,4 Eyserweg 205 m 95 m 2200 m 4,3 %
19 165,3 Huls 214 m 77 m 1000 m 7,7 %
20 170,7 Vrakelberg 178 m 55 m 700 m 7,9 %
21 178,6 Sibbergrubbe (2) 145 m 87 m 2100 m 4,1 %
22 184,1 Cauberg (2) 137 m 69 m 1200 m 5,8 %
23 187,6 Geulhemmerweg (2) 126 m 62 m 1000 m 6,2 %
24 201,3 Bemelerberg 127 m 45 m 900 m 5,0 %
25 218,4 Wolfsberg (2) 191 m 35 m 800 m 4,4 %
26 224,0 Loorberg (2) 225 m 83 m 1500 m 5,5 %
27 232,3 Gulperberg (2) 153 m 57 m 700 m 8,1 %
28 237,8 Kruisberg 162 m 60 m 800 m 7,5 %
29 239,9 Eyserbosweg 187 m 89 m 1100 m 8,1 %
30 243,6 Fromberg 166 m 64 m 1600 m 4,0 %
31 248,1 Keutenberg 136 m 66 m 700 m 9,4 %
32 260,4 Cauberg (3) 137 m 69 m 1200 m 5,8 %

Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1966 Frankreich Jean Stablinski
1967 Niederlande Arie den Hartog
1968 Niederlande Harry Steevens
1969 Belgien Guido Reybrouck
1970 Belgien Georges Pintens
1971 Belgien Frans Verbeeck
1972 Belgien Walter Planckaert
1973 Belgien Eddie Merckx
1974 Niederlande Gerrie Knetemann
1975 Belgien Eddie Merckx
1976 Belgien Freddy Maertens
1977 Niederlande Jan Raas
1978 Niederlande Jan Raas
1979 Niederlande Jan Raas
1980 Niederlande Jan Raas
1981 Frankreich Bernard Hinault
1982 Niederlande Jan Raas
1983 Australien Phil Anderson
1984 Niederlande Jacques Hanegraaf
1985 Niederlande Gerrie Knetemann
1986 Niederlande Steven Rooks
1987 Niederlande Joop Zoetemelk
1988 Niederlande Jelle Nijdam
1989 Belgien Eric Van Lancker
1990 Niederlande Adrie van der Poel
1991 Niederlande Frans Maassen
1992 Deutschland Olaf Ludwig
1993 Schweiz Rolf Järmann
1994 Belgien Johan Museeuw
1995 Schweiz Mauro Gianetti
1996 Italien Stefano Zanini
1997 Danemark Bjarne Riis
1998 Schweiz Rolf Järmann
1999 Niederlande Michael Boogerd
2000 Deutschland Erik Zabel
2001 Niederlande Erik Dekker
2002 Italien Michele Bartoli
2003 Kasachstan Alexander Winokurow
2004 Italien Davide Rebellin
2005 Italien Danilo di Luca
2006 Luxemburg Fränk Schleck
2007 Deutschland Stefan Schumacher
2008 Italien Damiano Cunego
2009 Russland Sergei Iwanow
2010 Belgien Philippe Gilbert
2011 Belgien Philippe Gilbert
2012 Italien Enrico Gasparotto
2013 Tschechien Roman Kreuziger
2014 Belgien Philippe Gilbert
2015 Polen Michał Kwiatkowski
2016 Italien Enrico Gasparotto
2017 Belgien Philippe Gilbert
2018 Danemark Michael Valgren

Siegerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Amstel Gold Race – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Organisatoren übernehmen Ziel des WM-Rennens - Amstel Gold Race endet künftig hinter dem Cauberg. radsport-news.com. 16. Januar 2013. Abgerufen am 21. April 2014.
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Das Amstel Gold Race ist ein Straßenradrennen, das seit 1966 jährlich in der Nähe von Maastricht in den Niederlanden stattfindet. Das klassische Eintagesrennen, welches nach der niederländischen Biersorte Amstel benannt ist, war bis 2004 Teil des zehn Rennen umfassenden Rad-Weltcups. Nach dessen Abschaffung gehörte es seit 2005 zur neu eingeführten UCI ProTour, einer Serie der wichtigsten Radrennen des Jahres. Seit 2011 gehört das Rennen zur Nachfolgeserie UCI World Tour.

Der rund 250 km lange niederländische Klassiker galt aufgrund seiner eher einfachen Topographie lange Zeit eher als Radrennen für Sprinter. In den letzten Jahren wurden dagegen immer mehr neue Hügel in den Parcours des Rennens eingebaut. Als entscheidend hat sich vor allem die Verlegung des Ziels erwiesen: Seit dem Jahr 2003 endet das Amstel Gold Race nicht mehr in Maastricht, sondern auf dem Cauberg in Valkenburg, einem relativ kurzen, aber steilen Anstieg, der auch schon viermal Schauplatz der Straßenweltmeisterschaften war. 2013 wurde das Ziel erneut verlegt. Es befindet sich nun 1,8 Kilometer hinter dem Cauberg, an derselben Stelle an der 2012 auch schon die Weltmeisterschaft endete.[1]

Bis Anfang der 1990er Jahre wurde das Amstel Gold Race weitgehend von Belgiern und Niederländern dominiert. Seit das Rennen Teil von Rad-Weltcup bzw. der UCI ProTour ist, hat sich das Palmarès deutlich internationalisiert. Rekordsieger des Amstel Gold Race ist der Niederländer Jan Raas, der das Rennen zwischen 1977 und 1982 fünfmal gewinnen konnte, gefolgt von Philippe Gilbert, der von 2010 bis 2017 viermal siegte. Deutsche Sieger waren Olaf Ludwig 1992, Erik Zabel 2000 und Stefan Schumacher im Jahr 2007. 1993 gewann der Schweizer Rolf Järmann.

Für Frauen wurde das Rennen bisher nur viermal durchgeführt, von 2001 bis 2003 und 2017. 2003 war das Amstel Gold Race Teil des Rad-Weltcups. 2017 wurde das Rennen für die Frauen wieder aufgenommen, als Teil der UCI Women’s WorldTour.

Seit einigen Jahren wird das Amstel Gold Race auch als Jedermannrennen am Tage vor dem Eliterennen durchgeführt. Die vorherige „Touristik-Version“ des Amstel Gold Race, die Radtour „Limburgs Mooiste“ wird aber weiterhin durchgeführt.

Anstiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anstiege des Amstel Gold Race sind meist nur kurz, dafür aber steil. Aktuell müssen die Fahrer 32 Heuvel (deutsch: Hügel), wie die Anstiege in Limburg genannt werden, mit einer Gesamtlänge von 46,7 km und einem Höhengewinn von 2318 m absolvieren. Sechs Anstiege werden zweimal befahren, lediglich der Zielort Cauberg wird dreimal befahren (Zahlen in Klammern).

Nr. km Name Gipfel Höhe Länge Steigung
01 010,7 Maasberg 062 m 22 m 500 m 4,4 %
02 032,5 Adsteeg 112 m 27 m 500 m 5,4 %
03 040,2 Lange Raarberg 124 m 59 m 1300 m 4,5 %
04 055,5 Bergseweg 180 m 90 m 2700 m 3,3 %
05 067,4 Sibbergrubbe (1) 145 m 87 m 2100 m 4,1 %
06 072,8 Cauberg (1) 137 m 69 m 1200 m 5,8 %
07 076,3 Geulhemmerweg (1) 126 m 62 m 1000 m 6,2 %
08 095,7 Wolfsberg (1) 191 m 35 m 800 m 4,4 %
09 101,3 Loorberg (1) 225 m 83 m 1500 m 5,5 %
10 111,4 Schweibergerweg 220 m 114 m 2900 m 3,9 %
11 117,8 Camerig 281 m 163 m 4300 m 3,8 %
12 130,8 Drielandenpunt 321 m 142 m 3700 m 3,8 %
13 133,6 Gemmenich 273 m 58 m 900 m 6,4 %
14 137,1 Vijlenerbos 269 m 92 m 1800 m 5,1 %
15 146,9 Eperheide 225 m 103 m 2300 m 4,5 %
16 154,9 Gulperberg (1) 153 m 57 m 700 m 8,1 %
17 158,5 van Plettenbergweg 141 m 42 m 1000 m 4,2 %
18 160,4 Eyserweg 205 m 95 m 2200 m 4,3 %
19 165,3 Huls 214 m 77 m 1000 m 7,7 %
20 170,7 Vrakelberg 178 m 55 m 700 m 7,9 %
21 178,6 Sibbergrubbe (2) 145 m 87 m 2100 m 4,1 %
22 184,1 Cauberg (2) 137 m 69 m 1200 m 5,8 %
23 187,6 Geulhemmerweg (2) 126 m 62 m 1000 m 6,2 %
24 201,3 Bemelerberg 127 m 45 m 900 m 5,0 %
25 218,4 Wolfsberg (2) 191 m 35 m 800 m 4,4 %
26 224,0 Loorberg (2) 225 m 83 m 1500 m 5,5 %
27 232,3 Gulperberg (2) 153 m 57 m 700 m 8,1 %
28 237,8 Kruisberg 162 m 60 m 800 m 7,5 %
29 239,9 Eyserbosweg 187 m 89 m 1100 m 8,1 %
30 243,6 Fromberg 166 m 64 m 1600 m 4,0 %
31 248,1 Keutenberg 136 m 66 m 700 m 9,4 %
32 260,4 Cauberg (3) 137 m 69 m 1200 m 5,8 %

Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1966 Frankreich Jean Stablinski
1967 Niederlande Arie den Hartog
1968 Niederlande Harry Steevens
1969 Belgien Guido Reybrouck
1970 Belgien Georges Pintens
1971 Belgien Frans Verbeeck
1972 Belgien Walter Planckaert
1973 Belgien Eddie Merckx
1974 Niederlande Gerrie Knetemann
1975 Belgien Eddie Merckx
1976 Belgien Freddy Maertens
1977 Niederlande Jan Raas
1978 Niederlande Jan Raas
1979 Niederlande Jan Raas
1980 Niederlande Jan Raas
1981 Frankreich Bernard Hinault
1982 Niederlande Jan Raas
1983 Australien Phil Anderson
1984 Niederlande Jacques Hanegraaf
1985 Niederlande Gerrie Knetemann
1986 Niederlande Steven Rooks
1987 Niederlande Joop Zoetemelk
1988 Niederlande Jelle Nijdam
1989 Belgien Eric Van Lancker
1990 Niederlande Adrie van der Poel
1991 Niederlande Frans Maassen
1992 Deutschland Olaf Ludwig
1993 Schweiz Rolf Järmann
1994 Belgien Johan Museeuw
1995 Schweiz Mauro Gianetti
1996 Italien Stefano Zanini
1997 Danemark Bjarne Riis
1998 Schweiz Rolf Järmann
1999 Niederlande Michael Boogerd
2000 Deutschland Erik Zabel
2001 Niederlande Erik Dekker
2002 Italien Michele Bartoli
2003 Kasachstan Alexander Winokurow
2004 Italien Davide Rebellin
2005 Italien Danilo di Luca
2006 Luxemburg Fränk Schleck
2007 Deutschland Stefan Schumacher
2008 Italien Damiano Cunego
2009 Russland Sergei Iwanow
2010 Belgien Philippe Gilbert
2011 Belgien Philippe Gilbert
2012 Italien Enrico Gasparotto
2013 Tschechien Roman Kreuziger
2014 Belgien Philippe Gilbert
2015 Polen Michał Kwiatkowski
2016 Italien Enrico Gasparotto
2017 Belgien Philippe Gilbert
2018 Danemark Michael Valgren

Siegerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Amstel Gold Race – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Organisatoren übernehmen Ziel des WM-Rennens - Amstel Gold Race endet künftig hinter dem Cauberg. radsport-news.com. 16. Januar 2013. Abgerufen am 21. April 2014.
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