Annekatrin Thiele

Annekatrin Thiele, 2017

Annekatrin Thiele (* 18. Oktober 1984 in Sangerhausen) ist eine deutsche Skull-Ruderin und Olympiasiegerin. Sie gewann 2016 in Rio de Janeiro olympisches Gold im Doppelvierer. Bei den Spielen zuvor hatte sie jeweils eine olympische Silbermedaille 2008 im Doppelzweier sowie 2012 im Doppelvierer gewonnen.

Annekatrin Thiele begann beim Ruderclub Roßleben, wo sie auch bis zur 10. Klasse die Klosterschule Roßleben besuchte, startet aber mittlerweile für die RG Wiking Leipzig im SC DHfK Leipzig und trainiert bei Angelika Noack. Nach Medaillenerfolgen in der Altersklasse der Unter-23-Jährigen fuhr sie 2006 als Ersatzskullerin mit zu den Weltmeisterschaften. Bei den Olympischen Spielen 2008 trat Annekatrin Thiele zusammen mit Christiane Huth im Doppelzweier an. Die beiden qualifizierten sich durch einen dritten Platz beim Weltcup in München und einen zweiten Platz auf dem Rotsee bei Luzern.[1] Nach einem Foto-Finish unterlagen die beiden in Peking mit einer Hundertstelsekunde den neuseeländischen Titelverteidigerinnen Georgina und Caroline Evers-Swindell. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London gewann sie gemeinsam mit Britta Oppelt, Carina Bär und Julia Richter im Doppelvierer die Silbermedaille. Ein Jahr später, bei den Ruder-Weltmeisterschaften 2013 in Chungju, gewannen sie Gold. 2014 konnten Annekatrin Thiele und Carina Bär zusammen mit Julia Lier und Lisa Schmidla erneut Gold im Doppelvierer gewinnen. 2015 gewann der deutsche Doppelvierer mit Annekatrin Thiele, Carina Bär, Marie-Cathérine Arnold und Lisa Schmidla den Titel bei den Europameisterschaften, bei den Weltmeisterschaften erhielten sie die Silbermedaille hinter dem US-Doppelvierer. Zum Auftakt der Olympiasaison 2016 verteidigten Thiele, Bär, Arnold und Schmidla den Titel bei den Europameisterschaften in Brandenburg an der Havel. Bei den Olympischen Spielen ruderten Thiele, Bär, Julia Lier und Schmidla im deutschen Doppelvierer und gewannen den Titel vor den Niederländerinnen.

2017 trat Thiele im Einer an und gewann die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften.

Für ihre sportlichen Leistungen wurde ihr am 1. November 2016 das Silberne Lorbeerblatt verliehen.[2]

Marie-Cathérine Arnold und Annekatrin Thiele (rechts) 2015

Internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: 2. Platz U23-Weltmeisterschaften im Doppelzweier
  • 2005: 2. Platz U23-Weltmeisterschaften im Doppelvierer
  • 2008: 2. Platz Olympische Spiele im Doppelzweier (Silbermedaille)
  • 2009: 3. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer
  • 2010: 1. Platz Europameisterschaften im Doppelzweier
  • 2011: 6. Platz Weltmeisterschaften im Einer
  • 2012: 2. Platz Olympische Spiele im Doppelvierer (Silbermedaille)
  • 2013: 1. Platz Europameisterschaften im Doppelvierer
  • 2013: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer
  • 2014: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer
  • 2015: 1. Platz Europameisterschaften im Doppelvierer
  • 2015: 2. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer
  • 2016: 1. Platz Europameisterschaften im Doppelvierer
  • 2016: 1. Platz Olympische Spiele im Doppelvierer (Goldmedaille)
  • 2017: 3. Platz Europameisterschaften im Einer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meldung beim Ruderclub Rossleben. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 2. Januar 2016.@1@2Vorlage:Toter Link/www.ruderclub-rossleben.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  2. Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes. In: www.bundespraesident.de. Bundespräsidialamt, 1. November 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
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