Bahnstrecke Alzey–Mainz

Alzey–Mainz
Streckennummer: 3523
Kursbuchstrecke (DB): 661
Streckenlänge: 41,1 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Rheinhessenbahn von Worms
Donnersbergbahn von Kirchheimbolanden
9,0 Alzey 192 m
Strecke zum Industriegebiet Alzey
11,4 Albig
Wiesbachtalbahn von Wendelsheim
16,7 Armsheim 141 m
Rheinhessenbahn nach Bingen
22,6 Wörrstadt 190 m
27,1 Saulheim 155 m
Selz
32,4 Nieder Olm 135 m
36,4 Klein Winternheim-Ober Olm 169 m
Klein Winternheimer Tunnel (378 m)
39,9 Mainz-Marienborn 163 m
44,5 Mainz-Gonsenheim
46,5 Anst Mainz Kleiner Sand
47,6 Mainz Waggonfabrik
linksrheinische Strecke von Koblenz
50,1 Mainz Hbf
Strecke nach Ludwigshafen und Frankfurt (Main)

Die Bahnstrecke Alzey–Mainz verbindet die beiden rheinland-pfälzischen Städte Alzey und Mainz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zug der Hessischen Ludwigsbahn im Bahnhof Alzey

Die Strecke wurde am 18. Dezember 1871 von der Hessischen Ludwigsbahn eröffnet. Die Bahnhöfe der Strecke zwischen Mainz-Gonsenheim und Wörrstadt erhielten 1906 Ausfahrsignale.[1] 1907 erhielt die Strecke zwischen Mainz und Armsheim Streckenfernsprecher.[2]

Am 9. März 1923 verunglückte auf der Strecke ein Zug während der Alliierten Rheinlandbesetzung. In dieser Zeit war auch die Strecke Alzey–Worms dem französischen Regiebetrieb unterworfen. Es kam im gesamten besetzten Gebiet zu zahlreichen Sabotageakten deutschen Bahnpersonals und Dritter gegen die von der französischen Besatzungsmacht in ihrem Bereich betriebene Eisenbahn. Oft fehlen dazu detaillierte Angaben, da die Besatzung bei solchen Vorfällen grundsätzlich verhinderte, dass Informationen nach außen drangen.[3] Oft lässt sich im Einzelfall nicht mehr entscheiden, ob der Vorfall auf einem Anschlag, Mängel an den Fahrzeugen und der Infrastruktur oder dem unsachgemäßen Umgang französischen Militärpersonals mit Fahrzeugen und Vorschriften beruhte.[4]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RE 13 bei Mainz-Gonsenheim

Die Strecke ist nicht elektrifiziert. In Alzey schließt die Donnersbergbahn nach Kirchheimbolanden an, die seit Dezember 2014 von den Linien RB 31 und RE 13 befahren wird. Der Streckenabschnitt zwischen Alzey und Armsheim wird gleichzeitig auch von der Rheinhessenbahn von Bingen (Rhein) nach Worms genutzt.

Ab Armsheim ist die Strecke in nördliche Richtung nach Mainz nur eingleisig ausgebaut. Sie kann deshalb maximal in halbstündigem Takt bedient werden. Die planmäßigen Zugkreuzungen fanden bis Dezember 2014 in der Regel in Saulheim und Mainz-Marienborn (RB) oder Mainz-Gonsenheim (RE) statt, seit Dezember 2014 in der Regel nur noch in Nieder-Olm. Um eine höhere Zugfrequenz zu erreichen, wurde der Haltepunkt Wörrstadt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 mit einem zweiten Gleis versehen und so zu einem Bahnhof. Seitdem ist es im Rheinland-Pfalz-Takt möglich, werktags direkt von Kirchheimbolanden über die Donnersbergbahn, die Bahnstrecke Alzey–Mainz und die Mainbahn nach Frankfurt am Main zu fahren.[5]

Bahnhöfe und Haltepunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alzey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Alzey
Hauptartikel: Bahnhof Alzey

(Streckenkilometer 9,0)

Albig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Albig (Streckenkilometer 11,4) bedient die gleichnamige Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms, die zur Verbandsgemeinde Alzey-Land gehört.

Armsheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Armsheim

(Streckenkilometer 16,7)

Wörrstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Wörrstadt

(Streckenkilometer 22,6)

Saulheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Saulheim, Regional-Express (Elsass-Express) aus Mainz kommend, nach Wissembourg (2011)

Der Bahnhof Saulheim (Streckenkilometer 27,1) bedient die gleichnamige Ortsgemeinde, die zur Verbandsgemeinde Wörrstadt gehört. Er gehört der Bahnhofskategorie 6 an. 2015 wurde ein neuer, zusätzlicher Haltepunkt Obersaulheim angekündigt.[6]

Nieder Olm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Nieder Olm (Streckenkilometer 32,4) liegt im Osten des Ortskerns der Stadt Nieder-Olm. Aufgrund der Anwendung der preußischen Rechtschreibregeln von 1910 bei den Bahnen im Großherzogtum Hessen, die der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft unterstanden, schreibt sich die Bahnhofsbezeichnung ohne Bindestrich.[7] Der Bahnhof gehört zur Bahnhofskategorie 6.[8]

Klein Winternheim-Ober Olm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klein Winternheim-Ober Olm (Streckenkilometer 36,4) ist die Bezeichnung des Haltepunkts, der die beiden namensgebenden Gemeinden bedient. Aufgrund der Anwendung der preußischen Rechtschreibregeln von 1910 bei den Bahnen im Großherzogtum Hessen, die der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft unterstanden, schreibt sich die Bahnhofsbezeichnung – im Gegensatz zum Ortsnahmen Ober-Olm – ohne Bindestrich. Der Haltepunkt liegt am nordwestlichen Ortsrand von Klein-Winternheim. Das Empfangsgebäude brannte am 12. Juni 1985 kurz nach einer Renovierung vollständig ab[9] und wurde nicht mehr ersetzt.

Mainz-Marienborn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Mainz-Marienborn

Der Bahnhof Mainz-Marienborn (Streckenkilometer 39,9) stellt den Eisenbahnanschluss für den Mainzer Stadtteil Marienborn her.

Mainz-Gonsenheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Mainz-Gonsenheim

(Streckenkilometer 44,5)

Mainz Waggonfabrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Mainz Waggonfabrik (Streckenkilometer 47,6) wurde nachträglich errichtet und 1901 eröffnet. Anfangs durften ihn nur Arbeiter nutzen, „die in der Richtung Alzey–Mombach mit Arbeiter-Wochenkarten oder Arbeiter-Rückfahrkarten versehen sind.“ [10] Er bediente vor allem die namensgebende Waggonfabrik Gebrüder Gastell. Bis 2011 wurde der Haltepunkt aus Mitteln des Konjunkturpakets II barrierefrei umgebaut. Auf einer Länge von 170 Metern und auf einer Breite von 2,75 Metern wurde der Bahnsteig um 50 Zentimeter erhöht.

Mainz Hbf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Mainz Hauptbahnhof

(Streckenkilometer 50,1)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wird heute von der Regionalbahnlinie RB 31 und der Regional-Express-Linie RE 13 bedient. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 wurde die Strecke von der DB Regio betrieben, danach übernahm die vlexx GmbH[11] von Mainz bis Kirchheimbolanden die Strecke. Das Unternehmen hatte die Ausschreibung des Personenverkehrs gewonnen. Über die Strecke verkehrt am Wochenende und an Feiertagen auch der Elsass-Express von Mainz nach Wissembourg sowie der Donnersberg-Express von Mainz nach Kirchheimbolanden.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DB Regio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionalbahn im Mainzer Hauptbahnhof auf dem Weg nach Alzey (2009)

Die Strecke wurde sowohl mit drei Doppelstockwagen und einer Diesellokomotive der Baureihe 218 als auch mit Dieseltriebwagen der Baureihe 628, zuweilen auch in Doppeltraktion, bedient. Eigens für diese Strecke wurde im Übrigen auch die Baureihe 629, eine Abwandlung der Baureihe 628, zum Einsatz auf dieser sehr steigungsreichen Strecke ins Leben gerufen.

vlexx[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triebwagen vom Typ LINT 81 bei Testfahrten in Mainz, Juli 2014

Die vlexx GmbH setzt seit Dezember 2014 Fahrzeuge vom Typ Alstom Coradia LINT ein. Zum einen Coradia LINT 54 als zweiteilige Dieseltriebwagen mit 162 Sitzplätzen und dreiteilige Dieseltriebwagen vom Typ Coradia LINT 81 mit 264 Sitzplätzen.[12]

Literaturhinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Holzamer: Vor Jahr und Tag, Mainz 1997 (Erstauflage: Berlin 1908)
  • Peter Weisrock: Fenster klirrten und der Boden zitterte: 120 Jahre Eisenbahnstrecke Mainz – Alzey. – Ill. In: Lokalanzeiger für die Verbandsgemeinde Nieder-Olm. – 15 (1991), 50, S. 1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 1. Dezember 1906, Nr. 64. Bekanntmachung Nr. 660, S. 552.
  2. Eisenbahn-Directionsbezirk Mainz (Hg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 9. März 1907, Nr. 11. Bekanntmachung Nr. 131, S. 128.
  3. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd. 1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 84.
  4. Klaus Kemp: Regiebahn. Reparationen, Besetzung, Ruhrkampf, Reichsbahn. Die Eisenbahnen im Rheinland und im Ruhrgebiet 1918–1930. EK-Verlag, Freiburg 2016, ISBN 978-3-8446-6404-1, S. 138.
  5. 6,8 Millionen Euro für Kreuzungsbahnhof Wörrstadt (Memento des Originals vom 23. März 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/isim.rlp.de auf isim.rlp.de vom 19. März 2014
  6. Rheinland-Pfalz-Takt 2015 (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spnv-nord.de, S. 14 (PDF)
  7. Bahnhofsverzeichnis
  8. Bahnhofskategorieliste 2017
  9. Freiwillige Feuerwehr Klein-Winternheim (Memento des Originals vom 26. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ff-kleinwinternheim.de
  10. Eisenbahndirektion Mainz (Hrsg.): Sammlung der herausgegebenen Amtsblätter vom 13. April 1901. 5. Jahrgang, Nr. 16, Bekanntmachung Nr. 174, S. 100.
  11. vlexx GmbH
  12. vlexx: Fahrzeuge - Coradia Lint. In: Fahrzeuge - Coradia Lint. Abgerufen am 4. März 2016.
Alzey–Mainz
Streckennummer: 3523
Kursbuchstrecke (DB): 661
Streckenlänge: 41,1 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Rheinhessenbahn von Worms
Donnersbergbahn von Kirchheimbolanden
9,0 Alzey 192 m
Strecke zum Industriegebiet Alzey
11,4 Albig
Wiesbachtalbahn von Wendelsheim
16,7 Armsheim 141 m
Rheinhessenbahn nach Bingen
22,6 Wörrstadt 190 m
27,1 Saulheim 155 m
Selz
32,4 Nieder Olm 135 m
36,4 Klein Winternheim-Ober Olm 169 m
Klein Winternheimer Tunnel (378 m)
39,9 Mainz-Marienborn 163 m
44,5 Mainz-Gonsenheim
46,5 Anst Mainz Kleiner Sand
47,6 Mainz Waggonfabrik
linksrheinische Strecke von Koblenz
50,1 Mainz Hbf
Strecke nach Ludwigshafen und Frankfurt (Main)

Die Bahnstrecke Alzey–Mainz verbindet die beiden rheinland-pfälzischen Städte Alzey und Mainz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zug der Hessischen Ludwigsbahn im Bahnhof Alzey

Die Strecke wurde am 18. Dezember 1871 von der Hessischen Ludwigsbahn eröffnet. Die Bahnhöfe der Strecke zwischen Mainz-Gonsenheim und Wörrstadt erhielten 1906 Ausfahrsignale.[1] 1907 erhielt die Strecke zwischen Mainz und Armsheim Streckenfernsprecher.[2]

Am 9. März 1923 verunglückte auf der Strecke ein Zug während der Alliierten Rheinlandbesetzung. In dieser Zeit war auch die Strecke Alzey–Worms dem französischen Regiebetrieb unterworfen. Es kam im gesamten besetzten Gebiet zu zahlreichen Sabotageakten deutschen Bahnpersonals und Dritter gegen die von der französischen Besatzungsmacht in ihrem Bereich betriebene Eisenbahn. Oft fehlen dazu detaillierte Angaben, da die Besatzung bei solchen Vorfällen grundsätzlich verhinderte, dass Informationen nach außen drangen.[3] Oft lässt sich im Einzelfall nicht mehr entscheiden, ob der Vorfall auf einem Anschlag, Mängel an den Fahrzeugen und der Infrastruktur oder dem unsachgemäßen Umgang französischen Militärpersonals mit Fahrzeugen und Vorschriften beruhte.[4]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RE 13 bei Mainz-Gonsenheim

Die Strecke ist nicht elektrifiziert. In Alzey schließt die Donnersbergbahn nach Kirchheimbolanden an, die seit Dezember 2014 von den Linien RB 31 und RE 13 befahren wird. Der Streckenabschnitt zwischen Alzey und Armsheim wird gleichzeitig auch von der Rheinhessenbahn von Bingen (Rhein) nach Worms genutzt.

Ab Armsheim ist die Strecke in nördliche Richtung nach Mainz nur eingleisig ausgebaut. Sie kann deshalb maximal in halbstündigem Takt bedient werden. Die planmäßigen Zugkreuzungen fanden bis Dezember 2014 in der Regel in Saulheim und Mainz-Marienborn (RB) oder Mainz-Gonsenheim (RE) statt, seit Dezember 2014 in der Regel nur noch in Nieder-Olm. Um eine höhere Zugfrequenz zu erreichen, wurde der Haltepunkt Wörrstadt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 mit einem zweiten Gleis versehen und so zu einem Bahnhof. Seitdem ist es im Rheinland-Pfalz-Takt möglich, werktags direkt von Kirchheimbolanden über die Donnersbergbahn, die Bahnstrecke Alzey–Mainz und die Mainbahn nach Frankfurt am Main zu fahren.[5]

Bahnhöfe und Haltepunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alzey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Alzey
Hauptartikel: Bahnhof Alzey

(Streckenkilometer 9,0)

Albig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Albig (Streckenkilometer 11,4) bedient die gleichnamige Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms, die zur Verbandsgemeinde Alzey-Land gehört.

Armsheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Armsheim

(Streckenkilometer 16,7)

Wörrstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Wörrstadt

(Streckenkilometer 22,6)

Saulheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Saulheim, Regional-Express (Elsass-Express) aus Mainz kommend, nach Wissembourg (2011)

Der Bahnhof Saulheim (Streckenkilometer 27,1) bedient die gleichnamige Ortsgemeinde, die zur Verbandsgemeinde Wörrstadt gehört. Er gehört der Bahnhofskategorie 6 an. 2015 wurde ein neuer, zusätzlicher Haltepunkt Obersaulheim angekündigt.[6]

Nieder Olm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Nieder Olm (Streckenkilometer 32,4) liegt im Osten des Ortskerns der Stadt Nieder-Olm. Aufgrund der Anwendung der preußischen Rechtschreibregeln von 1910 bei den Bahnen im Großherzogtum Hessen, die der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft unterstanden, schreibt sich die Bahnhofsbezeichnung ohne Bindestrich.[7] Der Bahnhof gehört zur Bahnhofskategorie 6.[8]

Klein Winternheim-Ober Olm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klein Winternheim-Ober Olm (Streckenkilometer 36,4) ist die Bezeichnung des Haltepunkts, der die beiden namensgebenden Gemeinden bedient. Aufgrund der Anwendung der preußischen Rechtschreibregeln von 1910 bei den Bahnen im Großherzogtum Hessen, die der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft unterstanden, schreibt sich die Bahnhofsbezeichnung – im Gegensatz zum Ortsnahmen Ober-Olm – ohne Bindestrich. Der Haltepunkt liegt am nordwestlichen Ortsrand von Klein-Winternheim. Das Empfangsgebäude brannte am 12. Juni 1985 kurz nach einer Renovierung vollständig ab[9] und wurde nicht mehr ersetzt.

Mainz-Marienborn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Mainz-Marienborn

Der Bahnhof Mainz-Marienborn (Streckenkilometer 39,9) stellt den Eisenbahnanschluss für den Mainzer Stadtteil Marienborn her.

Mainz-Gonsenheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Mainz-Gonsenheim

(Streckenkilometer 44,5)

Mainz Waggonfabrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Mainz Waggonfabrik (Streckenkilometer 47,6) wurde nachträglich errichtet und 1901 eröffnet. Anfangs durften ihn nur Arbeiter nutzen, „die in der Richtung Alzey–Mombach mit Arbeiter-Wochenkarten oder Arbeiter-Rückfahrkarten versehen sind.“ [10] Er bediente vor allem die namensgebende Waggonfabrik Gebrüder Gastell. Bis 2011 wurde der Haltepunkt aus Mitteln des Konjunkturpakets II barrierefrei umgebaut. Auf einer Länge von 170 Metern und auf einer Breite von 2,75 Metern wurde der Bahnsteig um 50 Zentimeter erhöht.

Mainz Hbf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Mainz Hauptbahnhof

(Streckenkilometer 50,1)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wird heute von der Regionalbahnlinie RB 31 und der Regional-Express-Linie RE 13 bedient. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 wurde die Strecke von der DB Regio betrieben, danach übernahm die vlexx GmbH[11] von Mainz bis Kirchheimbolanden die Strecke. Das Unternehmen hatte die Ausschreibung des Personenverkehrs gewonnen. Über die Strecke verkehrt am Wochenende und an Feiertagen auch der Elsass-Express von Mainz nach Wissembourg sowie der Donnersberg-Express von Mainz nach Kirchheimbolanden.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DB Regio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionalbahn im Mainzer Hauptbahnhof auf dem Weg nach Alzey (2009)

Die Strecke wurde sowohl mit drei Doppelstockwagen und einer Diesellokomotive der Baureihe 218 als auch mit Dieseltriebwagen der Baureihe 628, zuweilen auch in Doppeltraktion, bedient. Eigens für diese Strecke wurde im Übrigen auch die Baureihe 629, eine Abwandlung der Baureihe 628, zum Einsatz auf dieser sehr steigungsreichen Strecke ins Leben gerufen.

vlexx[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triebwagen vom Typ LINT 81 bei Testfahrten in Mainz, Juli 2014

Die vlexx GmbH setzt seit Dezember 2014 Fahrzeuge vom Typ Alstom Coradia LINT ein. Zum einen Coradia LINT 54 als zweiteilige Dieseltriebwagen mit 162 Sitzplätzen und dreiteilige Dieseltriebwagen vom Typ Coradia LINT 81 mit 264 Sitzplätzen.[12]

Literaturhinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Holzamer: Vor Jahr und Tag, Mainz 1997 (Erstauflage: Berlin 1908)
  • Peter Weisrock: Fenster klirrten und der Boden zitterte: 120 Jahre Eisenbahnstrecke Mainz – Alzey. – Ill. In: Lokalanzeiger für die Verbandsgemeinde Nieder-Olm. – 15 (1991), 50, S. 1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 1. Dezember 1906, Nr. 64. Bekanntmachung Nr. 660, S. 552.
  2. Eisenbahn-Directionsbezirk Mainz (Hg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 9. März 1907, Nr. 11. Bekanntmachung Nr. 131, S. 128.
  3. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd. 1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 84.
  4. Klaus Kemp: Regiebahn. Reparationen, Besetzung, Ruhrkampf, Reichsbahn. Die Eisenbahnen im Rheinland und im Ruhrgebiet 1918–1930. EK-Verlag, Freiburg 2016, ISBN 978-3-8446-6404-1, S. 138.
  5. 6,8 Millionen Euro für Kreuzungsbahnhof Wörrstadt (Memento des Originals vom 23. März 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/isim.rlp.de auf isim.rlp.de vom 19. März 2014
  6. Rheinland-Pfalz-Takt 2015 (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spnv-nord.de, S. 14 (PDF)
  7. Bahnhofsverzeichnis
  8. Bahnhofskategorieliste 2017
  9. Freiwillige Feuerwehr Klein-Winternheim (Memento des Originals vom 26. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ff-kleinwinternheim.de
  10. Eisenbahndirektion Mainz (Hrsg.): Sammlung der herausgegebenen Amtsblätter vom 13. April 1901. 5. Jahrgang, Nr. 16, Bekanntmachung Nr. 174, S. 100.
  11. vlexx GmbH
  12. vlexx: Fahrzeuge - Coradia Lint. In: Fahrzeuge - Coradia Lint. Abgerufen am 4. März 2016.
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