Bahnstrecke Mendrisio–Varese

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Mendrisio–Stabio
Bahnhof Arcisate
Fahrplanfeld: 630 Schweiz
Streckenlänge: 8,5 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 3 kV (Italien)
15 kV, 16 2/3 Hz (Schweiz) =
Maximale Neigung: 22 
Höchstgeschwindigkeit: 105 (Schweiz)
100 (Italien) km/h
Zweigleisigkeit: überwiegend
vom Gotthard S 10 S 50
0,000 Mendrisio
nach Chiasso S 10 S 40
A2
1,970 Ligornetto-Genestrerio
3,579 Stabio
Schweiz / Italien
Rodero-Valmorea
Museumsbahn nach Malnate
6,549
11,058
Schweiz / Italien
10,680 Cantello-Gaggiolo
Galleria della Bevera 970 m
Bevera-Brücke 438 m
7,525 P.M. Bevera von Porto Ceresio
6,187 Arcisate
3,507 Induno Olona
2,717 P.P. Induno Ende Doppelspur
von Saronno
Varese Nord
0,000 Varese Endstation S 40 S 50
nach Laveno / nach Gallarate

Die Bahnstrecke Mendrisio–Varese ist eine internationale Bahnstrecke, die die Schweiz und Italien verbindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt von Mendrisio nach Stabio wurde 1926 als schweizerischer Teil der internationalen Valmoreabahn in Betrieb genommen. Schon 1928 wurde der grenzüberschreitende Verkehr aber wegen mangelnder Rentabilität eingestellt und die Strecke nur noch für lokalen Güterverkehr zu den Industrie- und Gewerbebetrieben rund um Stabio genutzt. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 wurde das Teilstück von Mendrisio nach Stabio im Personenverkehr wieder in Betrieb genommen.[1]

Auf italienischer Seite besteht eine Bahnstrecke von Gallarate nach Varese, an die eine Bahnstrecke von Varese nach Porto Ceresio anschliesst, die seit 2009 ausser Betrieb war, in den letzten Jahren ausgebaut und am 7. Januar 2018 wieder in voller Länge in Betrieb genommen wurde. Zwischen dem an dieser Strecke gelegenen Bahnhof Arcisate und dem Bahnhof Stabio wurde als Neubaustrecke eine Verbindung errichtet, die am 22. Dezember 2017 – mit mehrjähriger Verspätung gegenüber der ursprünglichen Planung – eröffnet wurde.[1]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die etwa fünf Kilometer lange Neubaustrecke zweigt kurz hinter Stabio von der Bestandsstrecke ab, quert die Staatsgrenze unmittelbar vor dem nächsten Halt, Cantello Gaggiolo, ab dem die Strecke bis kurz vor Varese zweigleisig verläuft. Neben den Haltepunkten ist dieser Wechsel von Zwei- auf Eingleisigkeit eine weitere Betriebsstelle der Strecke. Die zweite befindet sich östlich des Haltepunkts Arcisate, wo die Strecke nach Porto Ceresio abzweigt. Sowohl die Neu- als auch die Ausbaustrecke weisen je einen Tunnel auf.

Auf Schweizer Seite fahren die Züge mit 15.000 Volt Wechselspannung bei 16 2/3 Hertz, auf italienischer Seite unter 3000 Volt Gleichspannung. Die Systemwechselstelle liegt östlich des Halts Cantello Gaggiolo und der Grenze auf Schweizer Gebiet.[1]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Betrieb wird auf Schweizer Seite von Pollegio, von Italienischer Seite aus Milano Greco Pirelli ferngesteuert. Der Zugverkehr wird von TILO (Treni Regionali Ticino Lombardia) durchgeführt, einer gemeinsamen Tochter der Schweizerischen Bundesbahnen und Trenord. Die Züge fahren im Halbstundentakt. Güterverkehr gibt es nur auf der Schweizer Seite.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • fsch: Neu- und Ausbaustrecke Mendrisio–Varese un Betrieb. In: Eisenbahn-Revue International 2/2018, S. 69.
  • Paolo Ladavas, Fabio Mentesana: Valle Olona Valmorea. Due nomi, una storia. La ferrovia Castellanza-Mendrisio. Editoriale del Garda, Desenzano del Garda (Brescia) 2000. ISBN 88-85105-08-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Mendrisio–Stabio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. abcd fsch: Neu- und Ausbaustrecke Mendrisio–Varese un Betrieb. In: Eisenbahn-Revue International 2/2018, S. 69.
Die Artikel Bahnstrecke Mendrisio–Varese und Bahnstrecke Mendrisio–Stabio überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. L. aus W. (Diskussion) 22:34, 15. Feb. 2018 (CET)
Mendrisio–Stabio
Bahnhof Arcisate
Fahrplanfeld: 630 Schweiz
Streckenlänge: 8,5 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 3 kV (Italien)
15 kV, 16 2/3 Hz (Schweiz) =
Maximale Neigung: 22 
Höchstgeschwindigkeit: 105 (Schweiz)
100 (Italien) km/h
Zweigleisigkeit: überwiegend
vom Gotthard S 10 S 50
0,000 Mendrisio
nach Chiasso S 10 S 40
A2
1,970 Ligornetto-Genestrerio
3,579 Stabio
Schweiz / Italien
Rodero-Valmorea
Museumsbahn nach Malnate
6,549
11,058
Schweiz / Italien
10,680 Cantello-Gaggiolo
Galleria della Bevera 970 m
Bevera-Brücke 438 m
7,525 P.M. Bevera von Porto Ceresio
6,187 Arcisate
3,507 Induno Olona
2,717 P.P. Induno Ende Doppelspur
von Saronno
Varese Nord
0,000 Varese Endstation S 40 S 50
nach Laveno / nach Gallarate

Die Bahnstrecke Mendrisio–Varese ist eine internationale Bahnstrecke, die die Schweiz und Italien verbindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt von Mendrisio nach Stabio wurde 1926 als schweizerischer Teil der internationalen Valmoreabahn in Betrieb genommen. Schon 1928 wurde der grenzüberschreitende Verkehr aber wegen mangelnder Rentabilität eingestellt und die Strecke nur noch für lokalen Güterverkehr zu den Industrie- und Gewerbebetrieben rund um Stabio genutzt. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 wurde das Teilstück von Mendrisio nach Stabio im Personenverkehr wieder in Betrieb genommen.[1]

Auf italienischer Seite besteht eine Bahnstrecke von Gallarate nach Varese, an die eine Bahnstrecke von Varese nach Porto Ceresio anschliesst, die seit 2009 ausser Betrieb war, in den letzten Jahren ausgebaut und am 7. Januar 2018 wieder in voller Länge in Betrieb genommen wurde. Zwischen dem an dieser Strecke gelegenen Bahnhof Arcisate und dem Bahnhof Stabio wurde als Neubaustrecke eine Verbindung errichtet, die am 22. Dezember 2017 – mit mehrjähriger Verspätung gegenüber der ursprünglichen Planung – eröffnet wurde.[1]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die etwa fünf Kilometer lange Neubaustrecke zweigt kurz hinter Stabio von der Bestandsstrecke ab, quert die Staatsgrenze unmittelbar vor dem nächsten Halt, Cantello Gaggiolo, ab dem die Strecke bis kurz vor Varese zweigleisig verläuft. Neben den Haltepunkten ist dieser Wechsel von Zwei- auf Eingleisigkeit eine weitere Betriebsstelle der Strecke. Die zweite befindet sich östlich des Haltepunkts Arcisate, wo die Strecke nach Porto Ceresio abzweigt. Sowohl die Neu- als auch die Ausbaustrecke weisen je einen Tunnel auf.

Auf Schweizer Seite fahren die Züge mit 15.000 Volt Wechselspannung bei 16 2/3 Hertz, auf italienischer Seite unter 3000 Volt Gleichspannung. Die Systemwechselstelle liegt östlich des Halts Cantello Gaggiolo und der Grenze auf Schweizer Gebiet.[1]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Betrieb wird auf Schweizer Seite von Pollegio, von Italienischer Seite aus Milano Greco Pirelli ferngesteuert. Der Zugverkehr wird von TILO (Treni Regionali Ticino Lombardia) durchgeführt, einer gemeinsamen Tochter der Schweizerischen Bundesbahnen und Trenord. Die Züge fahren im Halbstundentakt. Güterverkehr gibt es nur auf der Schweizer Seite.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • fsch: Neu- und Ausbaustrecke Mendrisio–Varese un Betrieb. In: Eisenbahn-Revue International 2/2018, S. 69.
  • Paolo Ladavas, Fabio Mentesana: Valle Olona Valmorea. Due nomi, una storia. La ferrovia Castellanza-Mendrisio. Editoriale del Garda, Desenzano del Garda (Brescia) 2000. ISBN 88-85105-08-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Mendrisio–Stabio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. abcd fsch: Neu- und Ausbaustrecke Mendrisio–Varese un Betrieb. In: Eisenbahn-Revue International 2/2018, S. 69.
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