Bernhard II. Colonia

Bernhard II. Colonia (* 1713 in Koblenz; † 20. August 1770 in Rheinbrohl-Arienheller) war der 43. Abt der Abtei Marienstatt.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernhard Colonia wuchs in Koblenz auf und trat 1734 im Zisterzienserkloster Marienstatt ein. Zum Subdiakon wurde er am 24. September 1735 ernannt, drei Jahre später (am 20. September 1738) wurde er zum Diakon und am 19. September 1739 zum Priester geweiht. Er fungierte in der Folge als Vizekurat in der westerwälder Pfarrei Höhn. Nachdem Abt Petrus Emons abtrat, wurde er am 12. März 1751 zum Abt der Abtei Marienstatt gewählt. Gilbert Wellstein datiert die Wahl auf den 10. März Vorsitzender der Abtswahl war Abt Augustin Mengelberg vom Kloster Heisterbach, dem Mutterkloster Marienstatts. Die Benedizierung fand am 23. Mai 1751 von Weihbischof Franz Kaspar von Franken-Siersdorf statt.

Er übernahm in der Folge neben seiner Tätigkeit als Abt von Marienstatt weitere Aufgaben:

„1753 wurde er für fünf Jahre approbiert und erhielt 1754 für drei Jahre die Erlaubnis, verbotene Bücher zu lesen. 1755 erhielt er die Verlängerung der Approbation für namentlich nicht genannte Mönche des Klosters. Im selben Jahr erhielt er die Vollmacht, sieben Altarsteine zu benedizieren, zwei für seine eigene Klosterkirche und fünf für Kirchen der Umgebung. Außerdem gaben er und der Konvent dem Kloster Heisterbach (Abt Augustinus Mengelberg) im Siebengebirge einen Kredit über 3000 Reichstaler. Als Bauherr führte er die Bauarbeiten an der Abtei zuende (Pfortenhaus 1754) und ließ das barocke schmiedeeiserne Geländer (mit seinem Wappen) an der Treppe zum Dormitorium anbringen.“

– Biographia Cisterciensis[1]

Es ist belegt, dass er 1765 im Definitorium des Generalkapitels des Zisterzienserordens mitarbeitete. „Auf der Rückreise zog er sich eine Krankheit zu, von der er sich nie wieder vollständig erholte. Aus gesundheitlichen Gründen resignierte Bernhard Colonia am 12. Juli 1770 (Wellstein: 9. Juli) in Metternich und bat um die Wahl eines Koadjutors, zu dem zwei Tage danach der Cellerar Edmund Leser gewählt wurde.“[2] Leser wurde nach Abt Bernhards Tod am 20. August 1770 auch sein Nachfolger als Abt von Marienstatt. Colonia wurde im Zisterzienserinnenkloster Sankt Katharinen bei Linz beigesetzt. Vor dem Hochaltar befindet sich noch heute seine Grabplatte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurzbiographien vom Mittelrhein und Moselland, 1968
  • Hillen, Christian: Die Zisterzienserabtei Marienstatt. Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Erzbistum Köln 7. Walter de Gruyter, 2017, S. 404f.
  • Ditscheid, Jörg: Die Äbte des Zisterzienserklosters Marienstatt, in: Acht Jahrhunderte Abtei Marienstatt (= Marienstatter Aufsätze VII). Marienstatt, Buch- und Kunstverlag, 2014, S. 75–76
  • Wellstein, Gilbert: Die Cistercienserabtei Marienstatt im Westerwald. Limburg: Steffen, 1955, S. 320.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. LESER, Edmund OCist (1729–1786). Abgerufen am 17. Dezember 2017 (englisch).
  2. COLONIA, Bernhard OCist (1713–1770) – Biographia Cisterciensis. Abgerufen am 20. Dezember 2017 (englisch).
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