Blow Forward

Vergleich Blow Forward (links) und Rückstoßlader (rechts); beim Blow-Forward-Prinzip gleitet das Rohr (türkis) vor, der Verschluss (gelb) ist fixiert

Blow Forward ist die englischsprachige Bezeichnung für ein Funktionsprinzip automatischer oder halbautomatischer Schusswaffen. Es handelt sich dabei um das Gegenprinzip zum Rückstoßlader, der sehr viel weiter verbreitet ist. Im Englischen werden diese als „blowback action“ bezeichnet, daher die umgekehrte Bezeichnung „blow forward action“.

Während bei einem Rückstoßlader das Rohr fixiert ist und der Verschluss durch den Rückstoß des Schusses (verzögert oder unverzögert) zurückgleitet, ist bei nach dem Blow-Forward-Prinzip funktionierenden Waffen das Rohr beweglich gelagert. Nach Auslösen des Schusses drücken das sich durch den Lauf bewegende Geschoss und die Verbrennungsgase der Treibladung das Rohr nach vorne und trennen dadurch Rohr von Verschluss. So wird der automatische Ladevorgang ermöglicht. Bei den meisten nach diesem Prinzip arbeitenden Waffen sind Rohr und die zugehörige Hauptfeder die einzigen durch die Schussenergie bewegten Teile, was den Aufbau des Mechanismus im Vergleich zu den üblichen Rückstoßladern deutlich einfacher gestaltet.

Das Blow-Forward-Prinzip ist historisch nur sehr begrenzt verwendet worden. Es sind nur wenige nach diesem Prinzip arbeitende Schusswaffen bekannt:

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