Burkhard Lischka

Burkhard Lischka (2017)

Burkhard Karl Erich Lischka (* 1. Februar 1965 in Marsberg) ist ein deutscher Politiker (SPD) und seit Oktober 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Zuvor war er von 2006 bis 2009 Staatssekretär im Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lischka wurde 1965 im nordrhein-westfälischen Marsberg als ältester Sohn einer Pfarrersfamilie geboren. Dort besuchte er das Städtische Gymnasium und engagierte sich in dieser Zeit als Klassensprecher, Schülersprecher und Stadtschülersprecher sowie Mitglied der Bezirksschülervertretung. Nach dem Abitur 1984 leistete Burkhard Lischka seinen Zivildienst in einer geschlossenen Kinder- und Jugendpsychiatrie. Anschließend nahm er das Studium der Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster auf. Nach seinem 1. Juristischen Staatsexamen, das er mit Prädikat abschloss, war Lischka zunächst als Referendar am Landgericht Paderborn tätig und arbeitete in einer Anwaltskanzlei. 1995 legte er sein Zweites Juristisches Staatsexamen beim nordrhein-westfälischen Justizprüfungsamt ebenfalls mit Prädikat ab. Anschließend zog er nach Magdeburg und arbeitete zunächst als Notarassessor in Sachsen-Anhalt. Dort wurde er 1998 Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen-Anhalt. Nach der Landtagswahl in Saschen-Anhalt 2006 wurde Lischka zum Staatssekretär im Ministerium der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt ernannt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Einzug in den Deutschen Bundestag im Oktober 2009 aus. Burkhard Lischka ist verheiratet, hat zwei Kinder und gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Abiturzeit engagierte sich Burkhard Lischka in der Friedens- und Umweltpolitik und trat 1980 zunächst den Grünen (heute Bündnis 90/Die Grünen) bei. Bereits mit 19 Jahren wurde er in den Gemeinderat der Stadt Marsberg gewählt. 1989 wechselte Lischka von den Grünen zur SPD.[1] Seit Juni 2004 ist Burkhard Lischka Mitglied des Stadtrates der Landeshauptstadt Magdeburg. Dort leitet er seit 2014 als Vorsitzender den Ausschuss für kommunale Rechts- und Bürgerangelegenheiten. Dem Vorstand der SPD Sachsen-Anhalt gehört Burkhard Lischka seit 2006 an. Am 2. April 2016 wurde er auf einem SPD-Landesparteitag zum Vorsitzenden der SPD Sachsen-Anhalt gewählt. Er erhielt 96 Ja-Stimmen der 100 Delegierten, zwei enthielten sich, zwei stimmten gegen ihn.[2]

Arbeit im Deutschen Bundestag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 wurde Burkhard Lischka von der SPD als Direktkandidat im Bundestagswahlkreis 69 Magdeburg nominiert und zog jeweils über die Landesliste in den Deutschen Bundestag ein, bei den Bundestagswahlen 2013 und 2017 zudem als Spitzenkandidat. Im Bundestag war Burkhard Lischka seit Oktober 2009 Mitglied des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz sowie des Unterausschusses Europarecht und vom 24. Mai 2011 bis 23. September 2014 Rechtspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Danach wurde er Mitglied des Innenausschusses und Innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Darüber hinaus ist Lischka seit Januar 2014 Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums und darin Obmann seiner Fraktion.[3] Er war zudem stellvertretendes Mitglied des NSA-Untersuchungsausschusses. Seit dem 25. Oktober 2011 ist Lischka zudem Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burkhard Lischka engagiert sich neben seinen beruflichen Tätigkeiten u. a. in folgenden Vereinen:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burkhard Lischka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Astrid Geisler: SPD kürt Innenexperten. Operation Profilrettung. In: taz.de, 11. September 2014. Abgerufen am 11. September 2014.
  2. Karsten Kiesant: #spdlsa Burkhart Lischka mit 96 Ja... In: twitter.cm
  3. Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums – 18. Bundestag (Memento des Originals vom 31. Juli 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundestag.de Bundestag, online, abgerufen am 19. September 2014.
Burkhard Lischka (2017)

Burkhard Karl Erich Lischka (* 1. Februar 1965 in Marsberg) ist ein deutscher Politiker (SPD) und seit Oktober 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Zuvor war er von 2006 bis 2009 Staatssekretär im Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lischka wurde 1965 im nordrhein-westfälischen Marsberg als ältester Sohn einer Pfarrersfamilie geboren. Dort besuchte er das Städtische Gymnasium und engagierte sich in dieser Zeit als Klassensprecher, Schülersprecher und Stadtschülersprecher sowie Mitglied der Bezirksschülervertretung. Nach dem Abitur 1984 leistete Burkhard Lischka seinen Zivildienst in einer geschlossenen Kinder- und Jugendpsychiatrie. Anschließend nahm er das Studium der Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster auf. Nach seinem 1. Juristischen Staatsexamen, das er mit Prädikat abschloss, war Lischka zunächst als Referendar am Landgericht Paderborn tätig und arbeitete in einer Anwaltskanzlei. 1995 legte er sein Zweites Juristisches Staatsexamen beim nordrhein-westfälischen Justizprüfungsamt ebenfalls mit Prädikat ab. Anschließend zog er nach Magdeburg und arbeitete zunächst als Notarassessor in Sachsen-Anhalt. Dort wurde er 1998 Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen-Anhalt. Nach der Landtagswahl in Saschen-Anhalt 2006 wurde Lischka zum Staatssekretär im Ministerium der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt ernannt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Einzug in den Deutschen Bundestag im Oktober 2009 aus. Burkhard Lischka ist verheiratet, hat zwei Kinder und gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Abiturzeit engagierte sich Burkhard Lischka in der Friedens- und Umweltpolitik und trat 1980 zunächst den Grünen (heute Bündnis 90/Die Grünen) bei. Bereits mit 19 Jahren wurde er in den Gemeinderat der Stadt Marsberg gewählt. 1989 wechselte Lischka von den Grünen zur SPD.[1] Seit Juni 2004 ist Burkhard Lischka Mitglied des Stadtrates der Landeshauptstadt Magdeburg. Dort leitet er seit 2014 als Vorsitzender den Ausschuss für kommunale Rechts- und Bürgerangelegenheiten. Dem Vorstand der SPD Sachsen-Anhalt gehört Burkhard Lischka seit 2006 an. Am 2. April 2016 wurde er auf einem SPD-Landesparteitag zum Vorsitzenden der SPD Sachsen-Anhalt gewählt. Er erhielt 96 Ja-Stimmen der 100 Delegierten, zwei enthielten sich, zwei stimmten gegen ihn.[2]

Arbeit im Deutschen Bundestag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 wurde Burkhard Lischka von der SPD als Direktkandidat im Bundestagswahlkreis 69 Magdeburg nominiert und zog jeweils über die Landesliste in den Deutschen Bundestag ein, bei den Bundestagswahlen 2013 und 2017 zudem als Spitzenkandidat. Im Bundestag war Burkhard Lischka seit Oktober 2009 Mitglied des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz sowie des Unterausschusses Europarecht und vom 24. Mai 2011 bis 23. September 2014 Rechtspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Danach wurde er Mitglied des Innenausschusses und Innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Darüber hinaus ist Lischka seit Januar 2014 Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums und darin Obmann seiner Fraktion.[3] Er war zudem stellvertretendes Mitglied des NSA-Untersuchungsausschusses. Seit dem 25. Oktober 2011 ist Lischka zudem Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burkhard Lischka engagiert sich neben seinen beruflichen Tätigkeiten u. a. in folgenden Vereinen:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burkhard Lischka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Astrid Geisler: SPD kürt Innenexperten. Operation Profilrettung. In: taz.de, 11. September 2014. Abgerufen am 11. September 2014.
  2. Karsten Kiesant: #spdlsa Burkhart Lischka mit 96 Ja... In: twitter.cm
  3. Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums – 18. Bundestag (Memento des Originals vom 31. Juli 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundestag.de Bundestag, online, abgerufen am 19. September 2014.
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