Claude Lelouch

Claude Lelouch (2014)

Claude Lelouch [ˈklod ləˈluʃ] (* 30. Oktober 1937 in Paris) ist ein französischer Filmregisseur, Kameramann, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler. Sein Markenzeichen sind betont ästhetische Kameraeinstellungen.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lelouch, Sohn eines jüdischen Maßschneiders, bezeichnete sich selbst als „Kinojournalist“, als er Mitte der 1950er Jahre erste kurze Dokumentarfilme drehte. 1960 gründete er die Produktionsgesellschaft „Les Films 13“, mit der er über 200 „Scopiotones“ fertigte – kurze Musikfilme für den Einsatz in Musikboxen. Im nämlichen Jahr drehte er auch den ersten seiner zahlreichen Spielfilme, in denen er meist Geschichten von Liebe, Abschieden und Enttäuschungen erzählte; von manchen als altmodische Romanzen bezeichnet, sahen andere Kritiker subtextuelle Bedeutungen in seinen meist einfachen, mit Warmherzigkeit inszenierten Geschichten.

Sein erster internationaler Erfolg, für den er 1967 den Oscar für das beste Originaldrehbuch erhielt, war der Film Ein Mann und eine Frau. Eine zweite Nominierung erhielt er als bester Regisseur und er gewann mit dem Film 1966 die Goldene Palme beim Filmfestival von Cannes. Eine weitere Oscarnominierung in der Kategorie Drehbuch erhielt er 1975 für den Film Ein Leben lang.

Lelouch war dreimal verheiratet, zuletzt mit der italienischen Filmschauspielerin Alessandra Martines, von der er sich 2009 trennte. Er hat sieben Kinder.

Diebstahl von Taschen mit Drehbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Januar 2018 berichtete die Zeitung Le Parisien vom Diebstahl mehrerer Taschen beim Ausladen aus dem Auto nach seiner Rückkehr vom Urlaub eine Woche zuvor. Damit fehlt das einzige Exemplar des Drehbuchs zum geplanten Film „Oui et Non“ sowie Notizen aus Jahrzehnten in „magischen Koffern“. Der Regisseur hofft auf eine Rückgabe und „wartet auf ein Wunder“.[2]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Claude Lelouch beim Dreh des Films Ein Mann und eine Frau (1966)
Claude Lelouch (2006)

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Claude Lelouch und Jean-Philippe Chatrier: Itinéraire d'un enfant très gâté, Robert Laffont, Coll. «Vécu».
  • 2008: Claude Lelouch, Claude Baignères und Sylvie Perez: Ces années-là, Fayard. Conversations avec Claude Baignères et Sylvie Perez
  • 2005: Yves Alion, Jean Ollé-Laprune: Claude Lelouch: Mode d'emploi, Calmann-Lévy.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Claude Lelouch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeitlexikon, Band 8, S. 575, ISBN 3-411-17568-0
  2. Einziges Drehbuch zu neuem Lelouch-Film gestohlen orf.at, 14. Januar 2018, abgerufen 14. Januar 2018.
Claude Lelouch (2014)

Claude Lelouch [ˈklod ləˈluʃ] (* 30. Oktober 1937 in Paris) ist ein französischer Filmregisseur, Kameramann, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler. Sein Markenzeichen sind betont ästhetische Kameraeinstellungen.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lelouch, Sohn eines jüdischen Maßschneiders, bezeichnete sich selbst als „Kinojournalist“, als er Mitte der 1950er Jahre erste kurze Dokumentarfilme drehte. 1960 gründete er die Produktionsgesellschaft „Les Films 13“, mit der er über 200 „Scopiotones“ fertigte – kurze Musikfilme für den Einsatz in Musikboxen. Im nämlichen Jahr drehte er auch den ersten seiner zahlreichen Spielfilme, in denen er meist Geschichten von Liebe, Abschieden und Enttäuschungen erzählte; von manchen als altmodische Romanzen bezeichnet, sahen andere Kritiker subtextuelle Bedeutungen in seinen meist einfachen, mit Warmherzigkeit inszenierten Geschichten.

Sein erster internationaler Erfolg, für den er 1967 den Oscar für das beste Originaldrehbuch erhielt, war der Film Ein Mann und eine Frau. Eine zweite Nominierung erhielt er als bester Regisseur und er gewann mit dem Film 1966 die Goldene Palme beim Filmfestival von Cannes. Eine weitere Oscarnominierung in der Kategorie Drehbuch erhielt er 1975 für den Film Ein Leben lang.

Lelouch war dreimal verheiratet, zuletzt mit der italienischen Filmschauspielerin Alessandra Martines, von der er sich 2009 trennte. Er hat sieben Kinder.

Diebstahl von Taschen mit Drehbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Januar 2018 berichtete die Zeitung Le Parisien vom Diebstahl mehrerer Taschen beim Ausladen aus dem Auto nach seiner Rückkehr vom Urlaub eine Woche zuvor. Damit fehlt das einzige Exemplar des Drehbuchs zum geplanten Film „Oui et Non“ sowie Notizen aus Jahrzehnten in „magischen Koffern“. Der Regisseur hofft auf eine Rückgabe und „wartet auf ein Wunder“.[2]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Claude Lelouch beim Dreh des Films Ein Mann und eine Frau (1966)
Claude Lelouch (2006)

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Claude Lelouch und Jean-Philippe Chatrier: Itinéraire d'un enfant très gâté, Robert Laffont, Coll. «Vécu».
  • 2008: Claude Lelouch, Claude Baignères und Sylvie Perez: Ces années-là, Fayard. Conversations avec Claude Baignères et Sylvie Perez
  • 2005: Yves Alion, Jean Ollé-Laprune: Claude Lelouch: Mode d'emploi, Calmann-Lévy.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Claude Lelouch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeitlexikon, Band 8, S. 575, ISBN 3-411-17568-0
  2. Einziges Drehbuch zu neuem Lelouch-Film gestohlen orf.at, 14. Januar 2018, abgerufen 14. Januar 2018.
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