Die Verlegerin

Filmdaten
Deutscher Titel Die Verlegerin
Originaltitel The Post
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 116 Minuten
Stab
Regie Steven Spielberg
Drehbuch Liz Hannah,
Josh Singer
Produktion Kristie Macosko Krieger,
Steven Spielberg,
Jaco Van Dormael
Musik John Williams
Kamera Janusz Kaminski
Schnitt Sarah Broshar,
Michael Kahn
Besetzung

Die Verlegerin (Originaltitel The Post, Arbeitstitel: The Papers) ist ein Historiendrama von Steven Spielberg, das am 22. Dezember 2017 in ausgewählte US-amerikanische Kinos kam und am 22. Februar 2018 in die deutschen Kinos kommen soll. Der Film thematisiert die Geschehnisse rund um die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere im Jahr 1971.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Verschleierung über vier Präsidentschaften führt die erste weibliche Zeitungsverlegerin der USA, Kay Graham, und ihren Editor Ben Bradlee in einen Kampf zwischen Journalisten und Regierung und zur Veröffentlichung der sogenannten Pentagon-Papiere.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Pentagon-Papiere, im Film The Papers genannt, bezeichnet man ein ehemals geheimes Dokument des US-Verteidigungsministeriums, dessen teilweise Veröffentlichung 1971 durch die New York Times gegen den Widerstand der Regierung aufgrund einer Entscheidung des höchsten US-Gerichtes erfolgte und die Desinformation der US-amerikanischen Öffentlichkeit in Bezug auf den Vietnamkrieg aufdeckte. Entgegen der Beteuerungen beteiligter Politiker erfuhren die Menschen, dass dieser Krieg im Rahmen der Bekämpfung des Kommunismus schon vor dem offiziellen Eingreifen der USA geplant war, die zwar nach Beendigung des Engagements Frankreichs in Indochina zunehmend Militärberater nach Südvietnam geschickt hatten, aber über die Jahre hinweg verneinten, dort selbst Krieg führen zu wollen. Im Jahr 1964 wurde mit der Vortäuschung eines Angriffs Nordvietnams im Golf von Tonkin, bekannt als „Tonkin-Zwischenfall“, bei der US-amerikanischen Bevölkerung bewusst die Bereitschaft zum Krieg erzeugt, umgehend Truppen ins Land verlegt und ein Krieg begonnen. Das Bekanntwerden dieser Informationen / Das Aufdecken dieser Hintergründe hatte wesentlich zur Beendigung des Krieges beigetragen.[1]

Daniel Ellsberg hatte 1971 die Pentagon-Papiere kopiert

Es war Daniel Ellsberg, ein hochrangiger Mitarbeiter im Verteidigungsministerium, der an den Vorarbeiten des Bombenkrieges beteiligt war, der das 7000-seitige Dokument im Sommer 1971 unter Mithilfe seiner Kinder kopierte und nach Versuchen der US-Regierung unter Nixon, die Pressefreiheit einzuschränken[2] von der New York Times und der Washington Post in Teilen publizieren ließ. Die Pentagon-Papiere selbst waren im Auftrag des damaligen Verteidigungsministers Robert McNamara erstellt worden und der offizielle Titel des Berichtes lautete „Report of the Office of the Secretary of Defense Vietnam Task Force“.[3]

Nachdem darüber eine Gerichtsverhandlung beim Obersten Gerichtshof der USA begonnen hatte, versuchte Ellsberg die Veröffentlichung auf andere Weise herbeizuführen und versuchte diese durch ein Mitglied des Kongresses zu erreichen, wobei er den demokratischen Senator Mike Gravel dazu überreden konnte, in einer Sitzung seines Bauausschusses im Juni 1971 einen nicht unerheblichen Teil der Pentagon-Papiere vorzutragen.[4] Gravel konnte als Kongressmitglied politische Immunität in Anspruch nehmen und für seine Rede nicht strafrechtlich verfolgt werden. Am folgenden Tag wurden vom Obersten Gerichtshof die Veröffentlichungsverbote als nicht verfassungsgemäß aufgehoben, weil das Geheimhaltungsinteresse des Staates an von Whistleblowern gelieferten geheimen Regierungsdokumenten im Zweifelsfall hinter dem Interesse der Öffentlichkeit und der Pressefreiheit zurückstehen müsse. Die Pentagon-Papiere hatten die Pressefreiheit gestärkt[5] und waren nicht zuletzt Anlass für die Verabschiedung des Freedom of Information Act, der Zivilpersonen auf Anfrage Einblick in US-Regierungsdokumente ermöglicht.

Ellsberg hatte vor der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere Kontakt zur Friedensbewegung bekommen und engagierte sich später weiterhin politisch. Ein Gerichtsverfahren gegen ihn war später eingestellt worden.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stab und Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Steven Spielberg, das Drehbuch schrieben Liz Hannah und Josh Singer. Bis August 2017 sollte der Titel des Films The Papers lauten, wurde jedoch im englischen Original in The Post umbenannt.

Meryl Streep übernahm die Rolle der Verlegerin und spätere Pulitzerpreisträgerin Kay Graham. Tom Hanks spielt Ben Bradlee, einen Journalisten, der Vice President der Washington Post war und in seiner Zeit als Chefredakteur an der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere beteiligt war. Alison Brie spielt Lally Weymouth, ein Senior Associate Editor der Washington Post, Carrie Coon spielt Meg Greenfield, eine Journalistin und Pulitzer-Preisträgerin, die ebenfalls für die Washington Post tätig war. Michael Stuhlbarg spielt den Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Eugene Patterson, der 1967 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden war. Phil Geyelin wird von David Cross gespielt.

Bruce Greenwood übernahm die Rolle von Robert McNamara, einem Manager und Politiker, der 1960 der erste Präsident der Ford Motor Company wurde, der nicht aus der Familie Ford stammte und von 1961 bis 1968 US-Verteidigungsminister und von 1968 bis 1981 Präsident der Weltbank war. Tracy Letts spielt den Unternehmer und Wirtschaftsmanager Paul Ignatius, der unter anderem Secretary of the Navy war. Der Aktivist und Militäranalyst Daniel Ellsberg, der bei der RAND Corporation angestellt war und 1971 die Pentagon Papers veröffentlichte, wird von Matthew Rhys gespielt. Bob Odenkirk spielt den armenisch-US-amerikanischen Journalisten Ben Bagdikian, einen Medienkritiker, der von dem Whistleblower Teile der Pentagon Papers erhalten hatte. Sarah Paulson übernahm die Rolle von Tony Bradlee, Jesse Plemons spielt Roger Clark, und Bradley Whitford spielt Fritz Beebe. In einer kleinen Nebenrolle ist auch Spielbergs Tochter Sasha zu sehen.

Dreharbeiten und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2017 drehte man an der Columbia University in Manhattan

Die Dreharbeiten wurden am 30. Mai 2017 in New York begonnen. Im Juli 2017 drehte man an der Columbia University in Manhattan.[6] Weitere Aufnahmen entstanden am Iona College in New Rochelle und in White Plains. Im Juli 2017 wurden die Dreharbeiten beendet.[7]

Das Szenenbild schuf Rick Carter gemeinsam mit Rena DeAngelo.[8]

Filmmusik und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Juli 2017 wurde bekannt, dass John Williams die Filmmusik komponieren soll, mit dem Spielberg in der Vergangenheit schon viele Male zusammengearbeitet hatte. Williams sollte ursprünglich die Musik für Spielbergs Film Ready Player One komponieren, aufgrund von zeitlichen Überschneidungen der Produktionsprozesse beider Filme, übernahm Alan Silvestri die Arbeit an letzterem. Es handelt sich um die 28. Zusammenarbeit von Williams und Spielberg. Der Soundtrack zum Film wurde am 12. Januar 2018 von Sony Masterworks auf CD veröffentlicht.[9]

Am 7. Dezember 2017 wurde der Film in New York den Mitgliedern der Academy of Motion Picture Arts and Sciences vorgestellt.[10] Der Film kam am 22. Dezember 2017 in ausgewählte US-amerikanische Kinos und soll am 22. Februar 2018 in die deutschen Kinos kommen.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken und Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher hat der Film bei Rotten Tomatoes einen Score von 87 Prozent (Stand 6. Januar 2018).[11]

Jonathan Pile vom Filmmagazin Empire meint, auch wenn vor fast einem halben Jahrhundert angesiedelt, dennoch in den heutigen Fake-News-Zeiten bemerkenswert vorausschauend, sei The Post eine einnehmende und meisterhaft gespielte Geschichte, die sich sicher im Oscar-Rennen wiederfinden werde.[12]

Die weltweiten Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich bislang auf 32,3 Millionen US-Dollar.[13]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. Dezember 2017 gab die Academy of Motion Picture Arts and Sciences bekannt, dass sich John Williams' Arbeit auf einer Shortlist befindet, aus der die Nominierungen in der Kategorie Beste Filmmusik im Rahmen der Oscarverleihung 2018 erfolgen werden.[14] Im Folgenden eine Auswahl von Nominierungen und Auszeichnungen im Rahmen weiterer Filmpreise.

Art Directors Guild Awards 2018

  • Nominierung für den Excellence in Production Design Award in der Kategorie Period Film (Rick Carter)[15]

Critics’ Choice Movie Awards 2018

Eddie Awards 2018

  • Nominierung für den Besten Filmschnitt – Drama (Michael Kahn und Sarah Broshar)[17]

Golden Globe Awards 2018

National Board of Review Awards 2017

  • Auszeichnung als Bester Film
  • Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks)
  • Auszeichnung als Beste Hauptdarstellerin (Meryl Streep)[18]

Producers Guild of America Awards 2018

  • Nominierung als Bester Film (Amy Pascal, Steven Spielberg und Kristie Macosko Krieger)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harald Neuber: Plakate in Washington werben für Whistleblower. In: TELEPOLIS. 14. Juli 2014, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  2. Filmdokumentation: Der gefährlichste Mann in Amerika – Daniel Ellsberg und die Pentagon-Papiere. 2009, Regie: Judith Ehrlich, Rick Goldsmith.
  3. Internet & Gesellschaft <Co:llaboratory>: Menschenrechte und Internet – Zugang, Freiheit & Kontrolle. Abschlussbericht Mai 2012, 1. Auflage.
  4. Marc Pitzke: „Pentagon Papers“: Washington beichtet letzte Vietnam-Lügen In: Spiegel Online, 9. Juni 2011.
  5. Vietnamkrieg: Die Enthüllung der Pentagon-Papiere hat die Presse gestärkt In: Zeit Online, 14. Juni 2011.
  6. Overseen: Meryl Streep Shooting For New Spielberg Movie On Campus. In: BWOG. 26. Juli 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017 (englisch).
  7. Ben Pearson: 'The Post' Q&A: Streep, Hanks, and Whitford on Making Spielberg’s Latest Masterpiece In: slashfilm.com, 28. November 2017.
  8. Paul Sheehan und Zach Laws: 2018 Oscar Predictions: Best Production Design In: goldderby.com, 1. August 2017.
  9. Sony Masterworks to Release 'The Post' Soundtrack In: filmmusicreporter.com, 17. November 2017.
  10. Tom Hanks & Meryl Streep Screen 'The Post' in NYC In: justjared.co, 9. Dezember 2017.
  11. The Post In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 6. Januar 2018.
  12. s. https://www.rottentomatoes.com/source-148/ (vorläufig)
  13. The Post In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 18. Januar 2018.
  14. Zack Sharf: Oscars 2018: Best Original Score Shortlist Includes 'The Shape of Water', 'All the Money in the World' and More In: indiewire.com, 18. Dezember 2017.
  15. Carolyn Giardina: Art Directors Guild Awards: 'Dunkirk', 'Shape of Water', 'Blade Runner 2049' Among Nominees In: The Hollywood Reporter, 4. Januar 2018.
  16. Kristopher Tapley: 'Shape of Water' Leads Critics’ Choice Film Nominations In: Variety, 6. Dezember 2017.
  17. Dino-Ray Ramos: ACE Eddie Awards Announce Nominations For Annual Ceremony In: deadline.com, 3. Januar 2018.
  18. Anthony D'Alessandro: National Board Of Review Winners: 'The Post' Comes Up Strong With Best Pic, Best Actress Meryl Streep, Best Actor Tom Hanks In: deadline.com, 28. November 2017.
Filmdaten
Deutscher Titel Die Verlegerin
Originaltitel The Post
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 116 Minuten
Stab
Regie Steven Spielberg
Drehbuch Liz Hannah,
Josh Singer
Produktion Kristie Macosko Krieger,
Steven Spielberg,
Jaco Van Dormael
Musik John Williams
Kamera Janusz Kaminski
Schnitt Sarah Broshar,
Michael Kahn
Besetzung

Die Verlegerin (Originaltitel The Post, Arbeitstitel: The Papers) ist ein Historiendrama von Steven Spielberg, das am 22. Dezember 2017 in ausgewählte US-amerikanische Kinos kam und am 22. Februar 2018 in die deutschen Kinos kommen soll. Der Film thematisiert die Geschehnisse rund um die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere im Jahr 1971.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Verschleierung über vier Präsidentschaften führt die erste weibliche Zeitungsverlegerin der USA, Kay Graham, und ihren Editor Ben Bradlee in einen Kampf zwischen Journalisten und Regierung und zur Veröffentlichung der sogenannten Pentagon-Papiere.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Pentagon-Papiere, im Film The Papers genannt, bezeichnet man ein ehemals geheimes Dokument des US-Verteidigungsministeriums, dessen teilweise Veröffentlichung 1971 durch die New York Times gegen den Widerstand der Regierung aufgrund einer Entscheidung des höchsten US-Gerichtes erfolgte und die Desinformation der US-amerikanischen Öffentlichkeit in Bezug auf den Vietnamkrieg aufdeckte. Entgegen der Beteuerungen beteiligter Politiker erfuhren die Menschen, dass dieser Krieg im Rahmen der Bekämpfung des Kommunismus schon vor dem offiziellen Eingreifen der USA geplant war, die zwar nach Beendigung des Engagements Frankreichs in Indochina zunehmend Militärberater nach Südvietnam geschickt hatten, aber über die Jahre hinweg verneinten, dort selbst Krieg führen zu wollen. Im Jahr 1964 wurde mit der Vortäuschung eines Angriffs Nordvietnams im Golf von Tonkin, bekannt als „Tonkin-Zwischenfall“, bei der US-amerikanischen Bevölkerung bewusst die Bereitschaft zum Krieg erzeugt, umgehend Truppen ins Land verlegt und ein Krieg begonnen. Das Bekanntwerden dieser Informationen / Das Aufdecken dieser Hintergründe hatte wesentlich zur Beendigung des Krieges beigetragen.[1]

Daniel Ellsberg hatte 1971 die Pentagon-Papiere kopiert

Es war Daniel Ellsberg, ein hochrangiger Mitarbeiter im Verteidigungsministerium, der an den Vorarbeiten des Bombenkrieges beteiligt war, der das 7000-seitige Dokument im Sommer 1971 unter Mithilfe seiner Kinder kopierte und nach Versuchen der US-Regierung unter Nixon, die Pressefreiheit einzuschränken[2] von der New York Times und der Washington Post in Teilen publizieren ließ. Die Pentagon-Papiere selbst waren im Auftrag des damaligen Verteidigungsministers Robert McNamara erstellt worden und der offizielle Titel des Berichtes lautete „Report of the Office of the Secretary of Defense Vietnam Task Force“.[3]

Nachdem darüber eine Gerichtsverhandlung beim Obersten Gerichtshof der USA begonnen hatte, versuchte Ellsberg die Veröffentlichung auf andere Weise herbeizuführen und versuchte diese durch ein Mitglied des Kongresses zu erreichen, wobei er den demokratischen Senator Mike Gravel dazu überreden konnte, in einer Sitzung seines Bauausschusses im Juni 1971 einen nicht unerheblichen Teil der Pentagon-Papiere vorzutragen.[4] Gravel konnte als Kongressmitglied politische Immunität in Anspruch nehmen und für seine Rede nicht strafrechtlich verfolgt werden. Am folgenden Tag wurden vom Obersten Gerichtshof die Veröffentlichungsverbote als nicht verfassungsgemäß aufgehoben, weil das Geheimhaltungsinteresse des Staates an von Whistleblowern gelieferten geheimen Regierungsdokumenten im Zweifelsfall hinter dem Interesse der Öffentlichkeit und der Pressefreiheit zurückstehen müsse. Die Pentagon-Papiere hatten die Pressefreiheit gestärkt[5] und waren nicht zuletzt Anlass für die Verabschiedung des Freedom of Information Act, der Zivilpersonen auf Anfrage Einblick in US-Regierungsdokumente ermöglicht.

Ellsberg hatte vor der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere Kontakt zur Friedensbewegung bekommen und engagierte sich später weiterhin politisch. Ein Gerichtsverfahren gegen ihn war später eingestellt worden.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stab und Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Steven Spielberg, das Drehbuch schrieben Liz Hannah und Josh Singer. Bis August 2017 sollte der Titel des Films The Papers lauten, wurde jedoch im englischen Original in The Post umbenannt.

Meryl Streep übernahm die Rolle der Verlegerin und spätere Pulitzerpreisträgerin Kay Graham. Tom Hanks spielt Ben Bradlee, einen Journalisten, der Vice President der Washington Post war und in seiner Zeit als Chefredakteur an der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere beteiligt war. Alison Brie spielt Lally Weymouth, ein Senior Associate Editor der Washington Post, Carrie Coon spielt Meg Greenfield, eine Journalistin und Pulitzer-Preisträgerin, die ebenfalls für die Washington Post tätig war. Michael Stuhlbarg spielt den Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Eugene Patterson, der 1967 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden war. Phil Geyelin wird von David Cross gespielt.

Bruce Greenwood übernahm die Rolle von Robert McNamara, einem Manager und Politiker, der 1960 der erste Präsident der Ford Motor Company wurde, der nicht aus der Familie Ford stammte und von 1961 bis 1968 US-Verteidigungsminister und von 1968 bis 1981 Präsident der Weltbank war. Tracy Letts spielt den Unternehmer und Wirtschaftsmanager Paul Ignatius, der unter anderem Secretary of the Navy war. Der Aktivist und Militäranalyst Daniel Ellsberg, der bei der RAND Corporation angestellt war und 1971 die Pentagon Papers veröffentlichte, wird von Matthew Rhys gespielt. Bob Odenkirk spielt den armenisch-US-amerikanischen Journalisten Ben Bagdikian, einen Medienkritiker, der von dem Whistleblower Teile der Pentagon Papers erhalten hatte. Sarah Paulson übernahm die Rolle von Tony Bradlee, Jesse Plemons spielt Roger Clark, und Bradley Whitford spielt Fritz Beebe. In einer kleinen Nebenrolle ist auch Spielbergs Tochter Sasha zu sehen.

Dreharbeiten und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2017 drehte man an der Columbia University in Manhattan

Die Dreharbeiten wurden am 30. Mai 2017 in New York begonnen. Im Juli 2017 drehte man an der Columbia University in Manhattan.[6] Weitere Aufnahmen entstanden am Iona College in New Rochelle und in White Plains. Im Juli 2017 wurden die Dreharbeiten beendet.[7]

Das Szenenbild schuf Rick Carter gemeinsam mit Rena DeAngelo.[8]

Filmmusik und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Juli 2017 wurde bekannt, dass John Williams die Filmmusik komponieren soll, mit dem Spielberg in der Vergangenheit schon viele Male zusammengearbeitet hatte. Williams sollte ursprünglich die Musik für Spielbergs Film Ready Player One komponieren, aufgrund von zeitlichen Überschneidungen der Produktionsprozesse beider Filme, übernahm Alan Silvestri die Arbeit an letzterem. Es handelt sich um die 28. Zusammenarbeit von Williams und Spielberg. Der Soundtrack zum Film wurde am 12. Januar 2018 von Sony Masterworks auf CD veröffentlicht.[9]

Am 7. Dezember 2017 wurde der Film in New York den Mitgliedern der Academy of Motion Picture Arts and Sciences vorgestellt.[10] Der Film kam am 22. Dezember 2017 in ausgewählte US-amerikanische Kinos und soll am 22. Februar 2018 in die deutschen Kinos kommen.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken und Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher hat der Film bei Rotten Tomatoes einen Score von 87 Prozent (Stand 6. Januar 2018).[11]

Jonathan Pile vom Filmmagazin Empire meint, auch wenn vor fast einem halben Jahrhundert angesiedelt, dennoch in den heutigen Fake-News-Zeiten bemerkenswert vorausschauend, sei The Post eine einnehmende und meisterhaft gespielte Geschichte, die sich sicher im Oscar-Rennen wiederfinden werde.[12]

Die weltweiten Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich bislang auf 32,3 Millionen US-Dollar.[13]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. Dezember 2017 gab die Academy of Motion Picture Arts and Sciences bekannt, dass sich John Williams' Arbeit auf einer Shortlist befindet, aus der die Nominierungen in der Kategorie Beste Filmmusik im Rahmen der Oscarverleihung 2018 erfolgen werden.[14] Im Folgenden eine Auswahl von Nominierungen und Auszeichnungen im Rahmen weiterer Filmpreise.

Art Directors Guild Awards 2018

  • Nominierung für den Excellence in Production Design Award in der Kategorie Period Film (Rick Carter)[15]

Critics’ Choice Movie Awards 2018

Eddie Awards 2018

  • Nominierung für den Besten Filmschnitt – Drama (Michael Kahn und Sarah Broshar)[17]

Golden Globe Awards 2018

National Board of Review Awards 2017

  • Auszeichnung als Bester Film
  • Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks)
  • Auszeichnung als Beste Hauptdarstellerin (Meryl Streep)[18]

Producers Guild of America Awards 2018

  • Nominierung als Bester Film (Amy Pascal, Steven Spielberg und Kristie Macosko Krieger)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harald Neuber: Plakate in Washington werben für Whistleblower. In: TELEPOLIS. 14. Juli 2014, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  2. Filmdokumentation: Der gefährlichste Mann in Amerika – Daniel Ellsberg und die Pentagon-Papiere. 2009, Regie: Judith Ehrlich, Rick Goldsmith.
  3. Internet & Gesellschaft <Co:llaboratory>: Menschenrechte und Internet – Zugang, Freiheit & Kontrolle. Abschlussbericht Mai 2012, 1. Auflage.
  4. Marc Pitzke: „Pentagon Papers“: Washington beichtet letzte Vietnam-Lügen In: Spiegel Online, 9. Juni 2011.
  5. Vietnamkrieg: Die Enthüllung der Pentagon-Papiere hat die Presse gestärkt In: Zeit Online, 14. Juni 2011.
  6. Overseen: Meryl Streep Shooting For New Spielberg Movie On Campus. In: BWOG. 26. Juli 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017 (englisch).
  7. Ben Pearson: 'The Post' Q&A: Streep, Hanks, and Whitford on Making Spielberg’s Latest Masterpiece In: slashfilm.com, 28. November 2017.
  8. Paul Sheehan und Zach Laws: 2018 Oscar Predictions: Best Production Design In: goldderby.com, 1. August 2017.
  9. Sony Masterworks to Release 'The Post' Soundtrack In: filmmusicreporter.com, 17. November 2017.
  10. Tom Hanks & Meryl Streep Screen 'The Post' in NYC In: justjared.co, 9. Dezember 2017.
  11. The Post In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 6. Januar 2018.
  12. s. https://www.rottentomatoes.com/source-148/ (vorläufig)
  13. The Post In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 18. Januar 2018.
  14. Zack Sharf: Oscars 2018: Best Original Score Shortlist Includes 'The Shape of Water', 'All the Money in the World' and More In: indiewire.com, 18. Dezember 2017.
  15. Carolyn Giardina: Art Directors Guild Awards: 'Dunkirk', 'Shape of Water', 'Blade Runner 2049' Among Nominees In: The Hollywood Reporter, 4. Januar 2018.
  16. Kristopher Tapley: 'Shape of Water' Leads Critics’ Choice Film Nominations In: Variety, 6. Dezember 2017.
  17. Dino-Ray Ramos: ACE Eddie Awards Announce Nominations For Annual Ceremony In: deadline.com, 3. Januar 2018.
  18. Anthony D'Alessandro: National Board Of Review Winners: 'The Post' Comes Up Strong With Best Pic, Best Actress Meryl Streep, Best Actor Tom Hanks In: deadline.com, 28. November 2017.
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