Everything Louder than Everyone Else

Everything Louder than Everyone Else
Livealbum von Motörhead
Veröffentlichung 9. März 1999
Label Steamhammer, SPV
Format 2CD
Genre Heavy Metal
Anzahl der Titel 25
Laufzeit 110:22

Besetzung

Produktion Charlie Bauerfeind, Rainer Hänsel
Studio Live am 21. Mai 1998 im Docks, Hamburg
Chronologie
Snake Bite Love
(1998)
Everything Louder than Everyone Else We Are Motörhead
(2000)

Everything Louder than Everyone Else ist ein Live-Doppelalbum der britischen Band Motörhead. es erschien am 9. März 1999 über das Label Steamhammer (Vertrieb: SPV).

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Michael Burston 1995 Motörhead verlassen hatte, machte die Band wie zu ihrer Anfangszeit als Trio weiter. Das erste Album Overnight Sensation kam beim Publikum ganz gut an, aber besonders live lief es für die Band sehr gut. Man beschloss nach No Sleep ’til Hammersmith (1981) und Nö Sleep at All (1988) das dritte offizielle, von der Band legitimierte Livealbum herauszubringen. Doch zunächst veröffentlichte man 1998 das Studioalbum Snake Bite Love, verlor den Plan aber nicht aus den Augen. Man beschloss außerdem erstmals einen kompletten Gig mitzuschneiden, was vorher wegen der beschränkten Laufzeit einer Schallplatte eine kostspielige Angelegenheit gewesen wäre. Lemmy Kilmister favorisierte Deutschland als Auftrittsort, weil das Publikum dort auch während der eher verkaufsschwachen Jahre hinter der Band gestanden hatte. Er wählte den Hamburger Liveclub Docks unter anderem auch, weil es wie Liverpool eine Hafenstadt war. Lemmy dazu: „Du weißt woran du bei einem Matrosen bist!“[1] Das Album wurde ohne Overdubs live am 21. Mai 1998 eingespielt. Lemmy Kilmister bezeichnete es einmal als besser als ihr legendäres Livedebüt No Sleep ’til Hammersmith.[2]

Die Songauswahl konzentriert sich vor allem auf die späteren Jahre, wobei natürlich auch Klassiker wie Ace of Spades, Iron Fist und Overkill auf dem Album vertreten sind. Die Setlist wurde extra für das Album zusammengefasst. So wurden beispielsweise Burner und On Your Feet or on Your Knees in das Set aufgenommen. Auf Born to Raise Hell ist Nina C. Alice von der deutschen Band Skew Siskin zu hören. Das Lied, im Original eine Kooperation mit Ice-T und Whitfield Crane hatte Lemmy ursprünglich für die Band geschrieben.[3] Den Mix, der sehr laut und roh belassen wurde, übernahmen Charlie Bauerfeind und Rainer Hänsel.[4]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CD 1:

  1. Iron Fist (Eddie Clarke, Lemmy Kilmister, Phil Taylor) – 4:08
  2. Stay Clean (Clarke, Lemmy, Taylor) – 2:48
  3. On Your Feet or on Your Knees (Würzel, Phil Campbell, Mikkey Dee, Lemmy) – 3:20
  4. Over Your Shoulder (Würzel, Campbell, Dee, Lemmy) – 3:45
  5. Civil War (Campbell, Dee, Lemmy, Max Ax) – 3:29
  6. Burner (Würzel, Campbell, Dee, Lemmy) – 3:23
  7. Metropolis (Clarke, Lemmy, Taylor) – 4:00
  8. Nothing Up My Sleeve (Würzel, Campbell, Pete Gill, Lemmy) – 3:41
  9. I’m So Bad (Baby I Don’t Care) (Würzel, Campbell, Lemmy, Taylor) – 3:21
  10. The Chase Is Better than the Catch (Clarke, Lemmy, Taylor) – 5:28
  11. Take the Blame (Campbell, Dee, Würzel) – 4:20
  12. No Class (Clarke, Lemmy, Taylor) – 3:22
  13. Overnight Sensation (Campbell, Dee, Lemmy) – 4:38
  14. Sacrifice (Würzel, Campbell, Dee, Lemmy) – 3:40

CD 2:

  1. Born to Raise Hell (Lemmy) – 5:41
  2. Lost in the Ozone (Würzel, Campbell, Dee, Lemmy) – 3:43
  3. The One to Sing the Blues (Würzel, Campbell, Lemmy, Taylor) – 3:25
  4. Capricorn (Clarke, Lemmy, Taylor) – 4:58
  5. Love for Sale (Campbell, Dee, Lemmy) – 5:04
  6. Orgasmatron (Würzel, Campbell, Gill, Lemmy) – 6:36
  7. Going to Brazil (Würzel, Campbell, Lemmy, Taylor) – 2:52
  8. Killed by Death (Würzel, Campbell, Gill, Lemmy) – 6:27
  9. Bomber (Clarke, Lemmy, Taylor) - 5:50
  10. Ace of Spades (Clarke, Lemmy, Taylor) – 4:49
  11. Overkill (Clarke, Lemmy, Taylor) – 7:34

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lemmy Kilmister mit Janiss Garza: White Line Fever. Die Autobiographie. Heyne Hardcore, München 2006, ISBN 3-453-67525-8, S. 287.
  2. Matthias Weckmann: Motörhead. Die Dröhnung. In: Metal Hammer (Hrsg.): Motörhead. Metal Hammer Sonderheft. Nr. 1, 2016, S. 18.
  3. R. Scott Bolton: Lemmy Describes Motorhead’s Everything Louder than Everyone Else. Roughedge.com, 1999, abgerufen am 17. Januar 2016.
  4. Andy Hinds: Motörhead – Everything Louder Than Everyone Else bei Allmusic (englisch)
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