F. A. Schumann Berlin

Die Porzellanfabrik F. A. Schumann befand sich in Berlin.

Johann Friedrich Ferdinand Schumann gründete 1827 auf seinem Rittergut Kehnert und Uetz bei Magdeburg eine Porzellanfabrik.

Firmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porzellan-Manufaktur Johann Friedrich Ferdinand Schumann (1827–1841)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1832 kaufte Johann Schumann eine Brachfläche in Alt-Moabit und zog nach Berlin um. Er errichtete eine Porzellanfabrik in der Straße Alt-Moabit 103–105 und auf dem Nachbargrundstück Alt-Moabit 99–102 entstand die Villa Adolph Schumann. Die Fabrik war damit die erste private Porzellanfabrik in Berlin.

Schumann verkaufte von Beginn auch Ware, welche er als Weißware von KPM bezogen hatte, und welche er bemalen ließ.[1] Die Firma produzierte nach einem vom damaligen Standard abweichenden Prozess, sodass die Produktionseinrichtungen und -gebäude in Alt-Moabit anders aufgebaut waren als vergleichbare Porzellanfabriken dieser Zeit. Er konzentrierte sich auf die Herstellung von Gebrauchsporzellan,[2] welche als erste private und nicht staatliche Firma der Luxusqualität nahekamen[3] und künstlerisch hochwertige, aber erschwingliche Produkte anbot. Dies brachte ein gewisses Monopol, da die staatliche KPM es zu diesem Zeitpunkt noch ablehnte billiges Haushaltsporzellan herzustellen.

Ab 1835 übernahm bis zu seinem Tode der Sohn Friedrich Adolph Schumann (1808–1851) die Firma. 1837 brannte ein Seitengebäude der Fabrik ab und vernichtet die darin enthaltenen Waren.[4]

Porzellan-Manufaktur von F. Schumann & Sohn (1841–1871)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1841 firmierte die Fabrik unter einem neuen Namen, hat ca. 40 Mitarbeiter und wurde zur ernsthaften Konkurrenz der KPM gezählt.[1] 1844 besaß die Firma 443 Beschäftigte, die größte Belegschaft einer Porzellanfabrik in ihrer Zeit.[5] Innerbetriebliche, soziale Maßnahmen, wie höhere Löhne, eine eigens gegründete Betriebskrankenkasse und Körperschaften zur Personalvertretung, lieferten ihren Teil zur Sicherung der Beschäftigten. Dies führte zumindest in dieser Zeit dazu, dass die Firma keinen, wie bei den anderen Porzellanfabriken zu verzeichnenden, Arbeitermangel hinnehmen musste. Im gleichen Jahr entstand eine Niederlassung in der Breitestraße.[6]

In dieser Zeit übergab auch Karl Schomburg, ein späterer Konkurrent, seine Erfindung des Glanzgolds auf Porzellan an Friedrich Schumann und verpflichtete sich diese nicht weiter zu verwenden. Bis zum Tode von Schumann jr. war Schomburg mit seiner eigenen Malerei ausschließlich für Schumann tätig. Dieses Glanzgold zeichnete die Produkte besonders aus, war im Verbrauch günstiger als herkömmliche Auftragsverfahren und führte zu einer weiteren Bekanntheit des Porzellans aus der Manufaktur.

Im Zuge der Gewerbeausstellung 1844 wurden die vorgestellten Waren den Arbeiten aus den königlichen Manufakturen gleichgestellt. Besonders hervorgehoben wird dabei die ausgezeichnete Technik, das geschmackvolle Dekor in Farbe, Malerei und Vergoldung. In der Ausstellung waren Barock-Vasen, Tee-Service, Tafel-Aufsätze und Kabarets. Ebenso werden Teller mit eingelegten Edelsteinen ausgestellt, wobei bei diesen die Zweckmäßigkeit angezweifelt wird.[7]

1847 schreibt Schumann an den König, dass seine Manufaktur „die größte auf dem Continent“ sei.[1]

Schumann begann ein geschicktes Filialnetz aufzubauen. So entstanden Niederlassungen in Hamburg auch für den Überseehandel und bis 1852 in Köln, Magdeburg, Danzig, Stettin und Breslau.[2] Mit dem Tod von Schumann 1851 übernehmen wechselnde Direktoren die Führung der Fabrik mit mäßigem Erfolg.

Mit der Revolution 1848 änderten sich aber trotzdem die Verhältnisse. Schumann stieg in die Diskussion zu der Kassengesetzgebung ein[8] und trotz aller vermeintlichen Absicherungen kam es zur Krise mit Mitarbeiterentlassungen.[1][2] Ebensoschnell, wie der Abbau erfolgte, erfolgte um 1851 wieder der Aufbau.[1]

Ab 1850 wuchs die Konkurrenz von weiteren Porzellanfabriken in Alt-Moabit. 1851 durch die Fabrik der Gebrüder Schmidt, zwei ehemalige Mitarbeiter von Schumann, und 1853 durch die Porzellanmanufaktur Schomburg.[9]

Berliner Porzellan-Manufaktur AG (1871–1880)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1868 wurde die Fabrik von Erhard Appelhans und H. O. A. Zepernick gekauft und besaß nur noch mehrere hundert Arbeiter.[10] Auch sie schafften trotz großen Anstrengungen nicht den Rückkehr zum ursprünglichen Glanz der Fabrik.[9] Zu dieser Zeit wird auch der Name in Berliner Porzellan-Manufaktur AG geändert.

Eine Aktiengesellschaft wird 1872 gebildet.[2] Von 1875 bis zur Auflösung 1880 ist Max Ludloff Direktor der Porzellanfabrik. Es wird berichtet, dass die Fabrik unter Ludloff "in Masse wie Decor" einen bedeutenden Aufschwung genommen hat.[11]

Auch die neuen Besitzer schufen weitere soziale Vorteile für die Angestellten, wie z. B. die um 1877 eingerichtete betriebseigene Sozialversicherung. Um diese Zeit kam es aber auch zu Protesten der Wanderarbeiter, welche im Vergleich zu den Vorort lebenden Arbeiter Reisegeld zahlen mussten.

1879 mussten Konkurs angemeldet werden. 1880 erfolgten die Auflösung der AG und die kurzzeitige Einstellung der Porzellanherstellung.

Berliner Porzellan-Manufaktur M. Ludloff & Co. (1880–1889)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1880 gründete Max Ludloff aus der konkursen Berliner Porzellan-Manufaktur A. G. heraus mit seinem Bruder Fritz eine eigene Porzellanfabrik in Berlin, die Berliner Porzellan-Manufaktur M. Ludloff & Co..[12] Max Ludloff schied 1888 wieder aus der Firma aus, 1899 wurde die Berliner Porzellan-Manufaktur M. Ludloff & Co. aufgelöst und das Prokura von Bruder Fritzens Sohnes Robert gelöscht. Fritz Ludloff hatte bereits mit seine Söhnen in Berlin eine eigene Maschinenbaufirma F. Ludloff & Söhne gegründet und daher kein Interesse an der Fortführung des ihm eigentlich unbekannten Gewerbes.

Ende des Firmenstandortes Alt-Moabit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fabrik mitsamt der Villa wurde 1889 in das Firmengelände der benachbarten Meierei C. Bolle aufgenommen.

Ausstellungen und Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1844: Deutsche Gewerbeausstellung in Berlin mit goldener Staatsmedaille (Beispiele für Ausstellungstücke[13])
  • im Stadtmuseum Berlin[14]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Kochbuch von 1913 werden Porzellanformen und eine Räuchertrommel der Firma F. A. Schumann verwendet. [15]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingrid Thienel: Städtewachstum im Industrialisierungsprozess des 19. Jahrhunderts: Das Berliner Beispiel, Walter de Gruyter, 1973
  • Dietmar Jürgen Ponert, Marion Webers-Tschiskle: Die Porzellanmanufaktur F. A. Schumann in Moabit bei Berlin, Helmut Scherer Verlag, 1993
  • Marion Webers-Tschiskle: Die Preisverzeichnisse und Fabrikationsmarken der Porzellanmanufaktur F.A. Schumann in Moabit bei Berlin, Scherer, 1997

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. abcde Arnulf Siebeneicker: Offizianten und Ouvriers: Sozialgeschichte der Königlichen Porzellan-Manufaktur und der Königlichen Gesundheitsgeschirr-Manufaktur in Berlin 1763-1880. Walter de Gruyter, 2002, ISBN 978-3-11-088914-7 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  2. abcd Helmut Engel, Volker Koop: Der Spree-Bogen: Carl Bolle und sein Vermächtnis. Brandenburgisches Verlagshaus, 1995, ISBN 978-3-89488-088-0 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  3. Die Weltkunst. Juli 2003 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  4. Berlin: Chronik der Königl. Haupt- und Residenzstadt Berlin: 1837 (1840). Gropius, 1840 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  5. Amtlicher Bericht über die Allgemeine Deutsche Gewerbe-Ausstellung zu Berlin im Jahre 1844. K. Reimarus, 1846 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  6. Allgemeiner Wohnungsanzeiger für Berlin, Charlottenburg und Umgebungen. 1844 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  7. Amand Ferd Neukrantz: Ausführlicher Bericht über die große, allgemeine deutsche Gewerbe-Ausstellung in Berlin 1844. M. Simon, 1845 (google.de [abgerufen am 14. Januar 2018]).
  8. Schumann, Hänel: Plan zur Versorgung der Arbeitsunfähigen im Preußischen Staate durch Gründung einer National-Invaliden-Casse. Berlin.
  9. ab Verein für die Geschichte Berlins: Zeitschrift ...: neue folge der "Mitteilungen" ... Verein für die geschichte Berlins, 1913 (google.de [abgerufen am 9. Januar 2018]).
  10. Christoph Sandler: Handbuch der Leistungsfähigkeit der gesammten Industrie Deutschlands, Oesterreichs Elsass-Lothringens und der Schweiz. Hermann Wölfert, 1873 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  11. Friedrich Jaennicke: Grundriss der keramik in bezug auf das kunstgewerbe: Eine historische darstellung ihres entwickelungsganges in Europa, dem Orient und Ostasien von den ältesten zeiten bis auf die gegenwart. Ein zuverlässiger führer für kunstfreunde, sammler, fabrikanten, modelleure und gewerbeschulen wie auch als ergänzung zur kunstgeschichte. P. Neff, 1879 (google.de [abgerufen am 9. Januar 2018]).
  12. Elektrotechnische Zeitschrift. Julius Springer, 1894 (google.de [abgerufen am 9. Januar 2018]).
  13. Illustrirte Zeitung: Leipzig, Berlin, Wien, Budapest, New York. Weber, 1845 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  14. Keramiksammlung. In: Stiftung Stadtmuseum Berlin. (stadtmuseum.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  15. A. Steimann: Die t?chtige Hausfrau. Рипол Классик, ISBN 978-5-87283-138-9 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).

Die Porzellanfabrik F. A. Schumann befand sich in Berlin.

Johann Friedrich Ferdinand Schumann gründete 1827 auf seinem Rittergut Kehnert und Uetz bei Magdeburg eine Porzellanfabrik.

Firmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porzellan-Manufaktur Johann Friedrich Ferdinand Schumann (1827–1841)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1832 kaufte Johann Schumann eine Brachfläche in Alt-Moabit und zog nach Berlin um. Er errichtete eine Porzellanfabrik in der Straße Alt-Moabit 103–105 und auf dem Nachbargrundstück Alt-Moabit 99–102 entstand die Villa Adolph Schumann. Die Fabrik war damit die erste private Porzellanfabrik in Berlin.

Schumann verkaufte von Beginn auch Ware, welche er als Weißware von KPM bezogen hatte, und welche er bemalen ließ.[1] Die Firma produzierte nach einem vom damaligen Standard abweichenden Prozess, sodass die Produktionseinrichtungen und -gebäude in Alt-Moabit anders aufgebaut waren als vergleichbare Porzellanfabriken dieser Zeit. Er konzentrierte sich auf die Herstellung von Gebrauchsporzellan,[2] welche als erste private und nicht staatliche Firma der Luxusqualität nahekamen[3] und künstlerisch hochwertige, aber erschwingliche Produkte anbot. Dies brachte ein gewisses Monopol, da die staatliche KPM es zu diesem Zeitpunkt noch ablehnte billiges Haushaltsporzellan herzustellen.

Ab 1835 übernahm bis zu seinem Tode der Sohn Friedrich Adolph Schumann (1808–1851) die Firma. 1837 brannte ein Seitengebäude der Fabrik ab und vernichtet die darin enthaltenen Waren.[4]

Porzellan-Manufaktur von F. Schumann & Sohn (1841–1871)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1841 firmierte die Fabrik unter einem neuen Namen, hat ca. 40 Mitarbeiter und wurde zur ernsthaften Konkurrenz der KPM gezählt.[1] 1844 besaß die Firma 443 Beschäftigte, die größte Belegschaft einer Porzellanfabrik in ihrer Zeit.[5] Innerbetriebliche, soziale Maßnahmen, wie höhere Löhne, eine eigens gegründete Betriebskrankenkasse und Körperschaften zur Personalvertretung, lieferten ihren Teil zur Sicherung der Beschäftigten. Dies führte zumindest in dieser Zeit dazu, dass die Firma keinen, wie bei den anderen Porzellanfabriken zu verzeichnenden, Arbeitermangel hinnehmen musste. Im gleichen Jahr entstand eine Niederlassung in der Breitestraße.[6]

In dieser Zeit übergab auch Karl Schomburg, ein späterer Konkurrent, seine Erfindung des Glanzgolds auf Porzellan an Friedrich Schumann und verpflichtete sich diese nicht weiter zu verwenden. Bis zum Tode von Schumann jr. war Schomburg mit seiner eigenen Malerei ausschließlich für Schumann tätig. Dieses Glanzgold zeichnete die Produkte besonders aus, war im Verbrauch günstiger als herkömmliche Auftragsverfahren und führte zu einer weiteren Bekanntheit des Porzellans aus der Manufaktur.

Im Zuge der Gewerbeausstellung 1844 wurden die vorgestellten Waren den Arbeiten aus den königlichen Manufakturen gleichgestellt. Besonders hervorgehoben wird dabei die ausgezeichnete Technik, das geschmackvolle Dekor in Farbe, Malerei und Vergoldung. In der Ausstellung waren Barock-Vasen, Tee-Service, Tafel-Aufsätze und Kabarets. Ebenso werden Teller mit eingelegten Edelsteinen ausgestellt, wobei bei diesen die Zweckmäßigkeit angezweifelt wird.[7]

1847 schreibt Schumann an den König, dass seine Manufaktur „die größte auf dem Continent“ sei.[1]

Schumann begann ein geschicktes Filialnetz aufzubauen. So entstanden Niederlassungen in Hamburg auch für den Überseehandel und bis 1852 in Köln, Magdeburg, Danzig, Stettin und Breslau.[2] Mit dem Tod von Schumann 1851 übernehmen wechselnde Direktoren die Führung der Fabrik mit mäßigem Erfolg.

Mit der Revolution 1848 änderten sich aber trotzdem die Verhältnisse. Schumann stieg in die Diskussion zu der Kassengesetzgebung ein[8] und trotz aller vermeintlichen Absicherungen kam es zur Krise mit Mitarbeiterentlassungen.[1][2] Ebensoschnell, wie der Abbau erfolgte, erfolgte um 1851 wieder der Aufbau.[1]

Ab 1850 wuchs die Konkurrenz von weiteren Porzellanfabriken in Alt-Moabit. 1851 durch die Fabrik der Gebrüder Schmidt, zwei ehemalige Mitarbeiter von Schumann, und 1853 durch die Porzellanmanufaktur Schomburg.[9]

Berliner Porzellan-Manufaktur AG (1871–1880)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1868 wurde die Fabrik von Erhard Appelhans und H. O. A. Zepernick gekauft und besaß nur noch mehrere hundert Arbeiter.[10] Auch sie schafften trotz großen Anstrengungen nicht den Rückkehr zum ursprünglichen Glanz der Fabrik.[9] Zu dieser Zeit wird auch der Name in Berliner Porzellan-Manufaktur AG geändert.

Eine Aktiengesellschaft wird 1872 gebildet.[2] Von 1875 bis zur Auflösung 1880 ist Max Ludloff Direktor der Porzellanfabrik. Es wird berichtet, dass die Fabrik unter Ludloff "in Masse wie Decor" einen bedeutenden Aufschwung genommen hat.[11]

Auch die neuen Besitzer schufen weitere soziale Vorteile für die Angestellten, wie z. B. die um 1877 eingerichtete betriebseigene Sozialversicherung. Um diese Zeit kam es aber auch zu Protesten der Wanderarbeiter, welche im Vergleich zu den Vorort lebenden Arbeiter Reisegeld zahlen mussten.

1879 mussten Konkurs angemeldet werden. 1880 erfolgten die Auflösung der AG und die kurzzeitige Einstellung der Porzellanherstellung.

Berliner Porzellan-Manufaktur M. Ludloff & Co. (1880–1889)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1880 gründete Max Ludloff aus der konkursen Berliner Porzellan-Manufaktur A. G. heraus mit seinem Bruder Fritz eine eigene Porzellanfabrik in Berlin, die Berliner Porzellan-Manufaktur M. Ludloff & Co..[12] Max Ludloff schied 1888 wieder aus der Firma aus, 1899 wurde die Berliner Porzellan-Manufaktur M. Ludloff & Co. aufgelöst und das Prokura von Bruder Fritzens Sohnes Robert gelöscht. Fritz Ludloff hatte bereits mit seine Söhnen in Berlin eine eigene Maschinenbaufirma F. Ludloff & Söhne gegründet und daher kein Interesse an der Fortführung des ihm eigentlich unbekannten Gewerbes.

Ende des Firmenstandortes Alt-Moabit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fabrik mitsamt der Villa wurde 1889 in das Firmengelände der benachbarten Meierei C. Bolle aufgenommen.

Ausstellungen und Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1844: Deutsche Gewerbeausstellung in Berlin mit goldener Staatsmedaille (Beispiele für Ausstellungstücke[13])
  • im Stadtmuseum Berlin[14]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Kochbuch von 1913 werden Porzellanformen und eine Räuchertrommel der Firma F. A. Schumann verwendet. [15]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingrid Thienel: Städtewachstum im Industrialisierungsprozess des 19. Jahrhunderts: Das Berliner Beispiel, Walter de Gruyter, 1973
  • Dietmar Jürgen Ponert, Marion Webers-Tschiskle: Die Porzellanmanufaktur F. A. Schumann in Moabit bei Berlin, Helmut Scherer Verlag, 1993
  • Marion Webers-Tschiskle: Die Preisverzeichnisse und Fabrikationsmarken der Porzellanmanufaktur F.A. Schumann in Moabit bei Berlin, Scherer, 1997

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. abcde Arnulf Siebeneicker: Offizianten und Ouvriers: Sozialgeschichte der Königlichen Porzellan-Manufaktur und der Königlichen Gesundheitsgeschirr-Manufaktur in Berlin 1763-1880. Walter de Gruyter, 2002, ISBN 978-3-11-088914-7 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  2. abcd Helmut Engel, Volker Koop: Der Spree-Bogen: Carl Bolle und sein Vermächtnis. Brandenburgisches Verlagshaus, 1995, ISBN 978-3-89488-088-0 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  3. Die Weltkunst. Juli 2003 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  4. Berlin: Chronik der Königl. Haupt- und Residenzstadt Berlin: 1837 (1840). Gropius, 1840 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  5. Amtlicher Bericht über die Allgemeine Deutsche Gewerbe-Ausstellung zu Berlin im Jahre 1844. K. Reimarus, 1846 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  6. Allgemeiner Wohnungsanzeiger für Berlin, Charlottenburg und Umgebungen. 1844 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  7. Amand Ferd Neukrantz: Ausführlicher Bericht über die große, allgemeine deutsche Gewerbe-Ausstellung in Berlin 1844. M. Simon, 1845 (google.de [abgerufen am 14. Januar 2018]).
  8. Schumann, Hänel: Plan zur Versorgung der Arbeitsunfähigen im Preußischen Staate durch Gründung einer National-Invaliden-Casse. Berlin.
  9. ab Verein für die Geschichte Berlins: Zeitschrift ...: neue folge der "Mitteilungen" ... Verein für die geschichte Berlins, 1913 (google.de [abgerufen am 9. Januar 2018]).
  10. Christoph Sandler: Handbuch der Leistungsfähigkeit der gesammten Industrie Deutschlands, Oesterreichs Elsass-Lothringens und der Schweiz. Hermann Wölfert, 1873 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  11. Friedrich Jaennicke: Grundriss der keramik in bezug auf das kunstgewerbe: Eine historische darstellung ihres entwickelungsganges in Europa, dem Orient und Ostasien von den ältesten zeiten bis auf die gegenwart. Ein zuverlässiger führer für kunstfreunde, sammler, fabrikanten, modelleure und gewerbeschulen wie auch als ergänzung zur kunstgeschichte. P. Neff, 1879 (google.de [abgerufen am 9. Januar 2018]).
  12. Elektrotechnische Zeitschrift. Julius Springer, 1894 (google.de [abgerufen am 9. Januar 2018]).
  13. Illustrirte Zeitung: Leipzig, Berlin, Wien, Budapest, New York. Weber, 1845 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  14. Keramiksammlung. In: Stiftung Stadtmuseum Berlin. (stadtmuseum.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
  15. A. Steimann: Die t?chtige Hausfrau. Рипол Классик, ISBN 978-5-87283-138-9 (google.de [abgerufen am 8. Januar 2018]).
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