Festzug

Ein Festzug bezeichnet einen großen zivilen Umzug, auch Defilee genannt, der zu bestimmten Anlässen durchgeführt wird. Ein Festzug oder Umzug zum Auftakt eines Volksfestes wird auch Auszug genannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditioneller Salatkirmes-Festzug in Schwalmstadt

Umzüge, Paraden und Aufmärsche zu Feiern von Siegen oder religiösen Ereignissen hat es seit der Antike gegeben. So wurden die Siege der römischen Legionen häufig mit Triumphzügen gefeiert. Im Mittelalter gab es eine eher religiöse Tendenz.

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So wurde mit Prozessionen am Gründonnerstag das Ende der Fastenzeit zelebriert. Daraus entwickelte sich der Karneval. Der Rosenmontagszug ist ein Überbleibsel dieser Tradition. In katholischen Gegenden wird die Gründonnerstags-Prozession aber immer noch durchgeführt. Schützenmärsche sind teilweise auf alte soldatische Traditionen zurückzuführen. Die Landjäger, vornehmlich bewaffnete Bauern marschierten aus der Stadt, um ihrem Landesherren im Kriegsfall Dienst zu leisten. Die Angehörigen winkten und feierten die tapferen Soldaten. Mitte 19. Jahrhundert kamen einige Umzüge in historischen Kostüme dazu, da man sich durch den Historismus vermehrt an vergangenem interessierte.

Heute haben die Festumzüge einen Volksfestcharakter. Religiöse oder politische Hintergründe sucht man – vielleicht außerhalb des Karnevals – eher selten.

Bekannte Vertreter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Vertreter solcher Festzüge sind Karnevalsumzüge und Schützenausmärsche. Der längste Festumzug Europas ist der rund 10 Kilometer lange Schützenausmarsch in Hannover mit rund 10.000 Teilnehmern, über 100 nationalen und internationalen Kapellen und rund 60 Festwagen und Kutschen. Der Ausmarsch findet während des Schützenfest Hannover statt, welches das größte der Welt ist. Die bekanntesten Festzüge sind die Rosenmontagszüge in Köln und Düsseldorf. Ein weiterer bekannter Festzug ist der Trachtenumzug während des Münchner Oktoberfestes.

Startreihenfolge beim Festzug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zugnummer beim Festzug gibt darüber Auskunft, in welcher Reihenfolge (Aufstellung) die Verbände sich in ihrer Verkehrsart fortbewegen. Möglich ist marschieren, fahren oder reiten. Ebenso kommt mitunter das passive gezogen werden durch Zugmaschinen oder Zugtiere vor. Zugnummern werden immer bei mindestens einer Person, welche die Zugnummer an einer Fahne oder ähnlichem mit sich führt, gezeigt, wenn diese nicht an der Frontseite des Zugfahrzeuges angebracht ist.Die seitliche Zugsicherung wird von Ordnungskräften und Verkehrshelfern wahrgenommen.

Grosse historische Umzüge in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Festumzug – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Boos: Historisches Festbuch zur Basler Vereinigungsfeier 1892. Basel 1892
  2. http://www.fetedesvignerons.ch/

Ein Festzug bezeichnet einen großen zivilen Umzug, auch Defilee genannt, der zu bestimmten Anlässen durchgeführt wird. Ein Festzug oder Umzug zum Auftakt eines Volksfestes wird auch Auszug genannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditioneller Salatkirmes-Festzug in Schwalmstadt

Umzüge, Paraden und Aufmärsche zu Feiern von Siegen oder religiösen Ereignissen hat es seit der Antike gegeben. So wurden die Siege der römischen Legionen häufig mit Triumphzügen gefeiert. Im Mittelalter gab es eine eher religiöse Tendenz.

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So wurde mit Prozessionen am Gründonnerstag das Ende der Fastenzeit zelebriert. Daraus entwickelte sich der Karneval. Der Rosenmontagszug ist ein Überbleibsel dieser Tradition. In katholischen Gegenden wird die Gründonnerstags-Prozession aber immer noch durchgeführt. Schützenmärsche sind teilweise auf alte soldatische Traditionen zurückzuführen. Die Landjäger, vornehmlich bewaffnete Bauern marschierten aus der Stadt, um ihrem Landesherren im Kriegsfall Dienst zu leisten. Die Angehörigen winkten und feierten die tapferen Soldaten. Mitte 19. Jahrhundert kamen einige Umzüge in historischen Kostüme dazu, da man sich durch den Historismus vermehrt an vergangenem interessierte.

Heute haben die Festumzüge einen Volksfestcharakter. Religiöse oder politische Hintergründe sucht man – vielleicht außerhalb des Karnevals – eher selten.

Bekannte Vertreter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Vertreter solcher Festzüge sind Karnevalsumzüge und Schützenausmärsche. Der längste Festumzug Europas ist der rund 10 Kilometer lange Schützenausmarsch in Hannover mit rund 10.000 Teilnehmern, über 100 nationalen und internationalen Kapellen und rund 60 Festwagen und Kutschen. Der Ausmarsch findet während des Schützenfest Hannover statt, welches das größte der Welt ist. Die bekanntesten Festzüge sind die Rosenmontagszüge in Köln und Düsseldorf. Ein weiterer bekannter Festzug ist der Trachtenumzug während des Münchner Oktoberfestes.

Startreihenfolge beim Festzug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zugnummer beim Festzug gibt darüber Auskunft, in welcher Reihenfolge (Aufstellung) die Verbände sich in ihrer Verkehrsart fortbewegen. Möglich ist marschieren, fahren oder reiten. Ebenso kommt mitunter das passive gezogen werden durch Zugmaschinen oder Zugtiere vor. Zugnummern werden immer bei mindestens einer Person, welche die Zugnummer an einer Fahne oder ähnlichem mit sich führt, gezeigt, wenn diese nicht an der Frontseite des Zugfahrzeuges angebracht ist.Die seitliche Zugsicherung wird von Ordnungskräften und Verkehrshelfern wahrgenommen.

Grosse historische Umzüge in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Festumzug – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Boos: Historisches Festbuch zur Basler Vereinigungsfeier 1892. Basel 1892
  2. http://www.fetedesvignerons.ch/
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