Ganggrab Lille Selle

Ganggrab Lille Selle
Ganggrab Lille Selle

Das Ganggrab Lille Selle (auch Egeløkke oder Egelykke genannt) liegt westlich von Bøstrup, auf der dänischen Insel Langeland. Die Megalithanlage der Trichterbecherkultur (TBK) entstanden zwischen 3500 und 2800 v. Chr.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Langdysse[1] hat zwei West-Ost orientierte, rechteckige Ganggrabkammern. Die Südseite des Hünenbettes ist durch fünf kleine Randsteine in gerader Linie bestimmt. Die übrigen Konturen des Erdhügel sind nicht nachweisbar. Auf der Hügeloberfläche liegen mehrere größere, verlagerte Steine.

Die östliche Kammer besteht aus zehn in situ befindlichen Tragsteinen und misst innen etwa 5,0 × 1,7 m. Alle drei Decksteine fehlen. Der nach Süden öffnende Gang ist ohne große Steine, aber durch Fliesen des Trockenmauerwerks auf eine Größe von 3,0 × 1,2 m rekonstruierbar.

Die westliche Kammer besteht ebenfalls aus zehn Tragsteinen in situ und misst innen etwa 5,0 × 1,9 m. Der Endstein der Ostseite fehlt, ebenso wie die Decksteine. Im nach Süden öffnenden Gang liegt ein größerer Stein auf der Westseite, der aber kaum original ist. Zusätzlich ist auf der Westseite des Ganges wie bei der Ostkammer eine Steinplattenlage erkennbar. Auf der Ostseite ist keine lithische Markierung erhalten, aber nach der Geländeform kann die Gangbreite etwa 1,1 m betragen haben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingrid Falktoft Anderson: Vejviser til Danmarks oldtid. 2. Auflage. Gads Forlag, Århus 1994, ISBN 87-89531-10-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Langdysse ist die in Dänemark gebräuchliche Bezeichnung für Dolmen, die in einem rechteckigen oder trapezoiden Hünenbett liegen, im Gegensatz dazu sind Runddolmen bzw. Runddysser jene Dolmen, die im Rundhügel liegen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 55° 2′ 29″ N, 10° 52′ 6″ O

Ganggrab Lille Selle
Ganggrab Lille Selle

Das Ganggrab Lille Selle (auch Egeløkke oder Egelykke genannt) liegt westlich von Bøstrup, auf der dänischen Insel Langeland. Die Megalithanlage der Trichterbecherkultur (TBK) entstanden zwischen 3500 und 2800 v. Chr.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Langdysse[1] hat zwei West-Ost orientierte, rechteckige Ganggrabkammern. Die Südseite des Hünenbettes ist durch fünf kleine Randsteine in gerader Linie bestimmt. Die übrigen Konturen des Erdhügel sind nicht nachweisbar. Auf der Hügeloberfläche liegen mehrere größere, verlagerte Steine.

Die östliche Kammer besteht aus zehn in situ befindlichen Tragsteinen und misst innen etwa 5,0 × 1,7 m. Alle drei Decksteine fehlen. Der nach Süden öffnende Gang ist ohne große Steine, aber durch Fliesen des Trockenmauerwerks auf eine Größe von 3,0 × 1,2 m rekonstruierbar.

Die westliche Kammer besteht ebenfalls aus zehn Tragsteinen in situ und misst innen etwa 5,0 × 1,9 m. Der Endstein der Ostseite fehlt, ebenso wie die Decksteine. Im nach Süden öffnenden Gang liegt ein größerer Stein auf der Westseite, der aber kaum original ist. Zusätzlich ist auf der Westseite des Ganges wie bei der Ostkammer eine Steinplattenlage erkennbar. Auf der Ostseite ist keine lithische Markierung erhalten, aber nach der Geländeform kann die Gangbreite etwa 1,1 m betragen haben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingrid Falktoft Anderson: Vejviser til Danmarks oldtid. 2. Auflage. Gads Forlag, Århus 1994, ISBN 87-89531-10-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Langdysse ist die in Dänemark gebräuchliche Bezeichnung für Dolmen, die in einem rechteckigen oder trapezoiden Hünenbett liegen, im Gegensatz dazu sind Runddolmen bzw. Runddysser jene Dolmen, die im Rundhügel liegen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 55° 2′ 29″ N, 10° 52′ 6″ O

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