Gebinde (Holzbau)

Im Zimmereiwesen bezeichnet Gebinde:

  • zwei senkrechte Ständer (Stiele, Pfosten), die wie im traditionellen Fachwerk durch waagerechte Bauteile (Riegel, Rähm, Schwelle, Pfette) zu einer konstruktiven Einheit verbunden werden. Siehe auch Pfosten-Riegelkonstruktion im Fassadenbau.
  • beim Dachtragwerk entweder
    • den Verbund eines Sparrenpaars (Gespärre) mit dem Deckenbalken oder Kehlbalken zu einem aussteifenden Dreieck
      • wenn das Sparrenpaar von außen sichtbar, frei vor dem Giebel liegt, spricht man von Freigebinde
    • Dachbinder, die das Haupttragwerk einer Dachkonstruktion bilden. Sie stehen traditionell in einem Abstand von 4,5 bis 6 m und sind als Hänge- oder Sprengwerk ausgebildet. Beim Pfettendach stützen sie die Pfetten ab (sofern diese nicht ohnehin auf inneren Trennwänden aufliegen). Beim Sparren- und speziell beim Kehlbalkendach tragen sie oft keine dauerhaften Lasten, sondern dienen der Aussteifung bei Wind- und einseitiger Schneelast, um die Durchbiegung der Dachfläche zu begrenzen.[1]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lexikon von baulichen Fachbegriffen, LKG - Ingenieurbüro für Bautechnik; abgerufen im Dez. 2016
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