Godsstråket genom Bergslagen

Godsstråket genom Bergslagen
Bahnhof Skinnskatteberg
Streckenlänge: 311 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 15 kV 16⅔ Hz ~
Maximale Neigung: 20,3 
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Zugsicherungssysteme: ATC
Zweigleisigkeit: Degerön–Mjölby
Frövi–Hallsberg
Betriebsstellen und Strecken[1][2][3][4][5]
Bahnstrecke Falun–Gävle von Gävle
309 Storvik (1858–1875, Övre Storvik bis 1963)[6]
Norra stambanan von Ånge
311 Storvik (ab 6. Sept. 1875)
Bahnstrecke Falun–Gävle nach Falun
Toretorp (1889–1985)
Ältebo (1944–1970)
302 Torsåker
Ältebo (1929–1979, Wasserstelle)
294 Hästbo (früher Pers.-Halt)
291 Bodåsgruvan (1959–1970)
Bagghyttan (1943–1967)
Baggå (1897–1920)
286 Dalgränsen (früher Pers.-Halt)
282 Byvalla (früher Pers.-Halt)
Bahnstrecke Byvalla–Långshyttan (bis 1964)
277 Horndal (früher Pers.-Halt)
276 Horndals Bruk (ab 1995)
Näs–Horndals Järnväg (bis 1953)[7]
Tyskbo (1931–1970)
271 Morshyttan
Näs–Horndals Järnväg nach Näs
263 Fors
Bahnstrecke Fors–Gruvgården (bis 1967)
Dicka
257 Jularbo (früher Pers.-Halt)
Bahnstrecke Jularbo–Månsbo (bis 1977)
Dalälven
Bahnstrecke Mora–Uppsala von Mora
253 Avesta Krylbo
Bahnstrecke Mora–Uppsala nach Uppsala
243 Hökmora (früher Pers.-Halt)
237 Karbenning
Bahnstrecke Ängelsberg–Kärrgruvan von Kärrgruvan
231 Snyten (früher Pers.-Halt)
Ombenning
Bahnstrecke Ängelsberg–Kärrgruvan nach Ängelsberg
Bahnstrecke Kolbäck–Ludvika von Hallstahammar
218 Fagersta C (bis 1947 Västanfors)
Bahnstrecke Kolbäck–Ludvika nach Ludvika
Kolbäcksån
Hedkärra
Skrikbo
Mortorp
Moren
206 Dagarn (früher Pers.-Halt)
Kalvänge
nach Hultebo (etwa 1915 bis 1930)
Långviksbyn
196 Skinnskatteberg
Hedströmmen
Bahnstr. Köping–Uttersberg–Riddarhyttan (bis 1968)
184 Krampen (bis 1952 Pers.-Halt, bis 1968 Güterverkehr)
174 Näverkärret (früher Pers.-Halt)
163 Spannarboda (früher Pers.-Halt)
von Rockhammars bruk
156 Sällinge (früher Pers.-Halt)
Blixterboda
Mälarbanan von Stockholm
Bahnstrecke Frövi–Ludvika von Ludvika
146 Frövi
Frövibro
Nybyslätt
Avdala
Bahnstrecke Nora–Ervalla (bis 1981, jetzt Museumsbahn)
137 Ervalla station (bis 1881 Dylta)
Dylta bruk
Damsäter
Kvinnerstatorp
Axberg
Mälarbanan von Stockholm (seit 1997)
129 Hovsta
Yxstaby
Lillån
EuroMaint
121 Örebro C
120 Örebro S
Svartåbanan (bis 1985)
Bahnstrecke Örebro–Skebäck (bis 2010)
Adolfsberg
Närkes Marieberg
112 Mosås
Säbylund
103 Kumla
Bahnstrecke Kumla–Yxhult
99 Sannahed
Anschluss Betriebswerk Hallsberg
Västra stambanan von Stockholm
96 Hallsberg
Hallsbergs rangerbangård
Skallerud
Västra stambanan nach Göteborg
88 Skymossen
Tisarbaden
85 Åsbro (früher Pers.-Halt)
79 Lerbäck (früher Pers.-Halt)
Askersund-Skyllberg-Lerbäcks Järnväg (bis 1955)
76 Rönneshytta (früher Pers.-Halt, Skyllberg)
Dunsjö (1933–1974)
66 Mariedamm (früher Pers.-Halt)
59 Jakobshyttan
54 Godegård (früher Pers.-Halt)
Hälla (1931–1967)
48 Degerön (früher Pers.-Halt)
alte Streckenführung bis Oktober 2000
39 Önaskogen
Karlsby
Salstern (1949–1967)
Björken
alte Streckenführung bis Oktober 2000
Lindgården (1997–2000)
Kohagsmosse (1996–1997)
Motala Verkstad
29 Motala verkstad (1873–1979)
27 Motala C
MÖJ nach Holmsbruk/Fornåsa (bis 1997/1955)[8]
Göta-Kanal
Motala ström
MÖJ von Vadstena (bis 1978)[8]
17 Fågelsta (früher Pers.-Halt)
MÖJ nach Bränninge (bis 1955)[8]
MÖJ von Bränninge (bis 1959)[8]
9 Skänninge
MÖJ nach Väderstad (bis 1955)[8]
Svartån
Lycketorp
Södra stambanan von Katrineholm
0 Mjölby
Bahnstrecke Mjölby–Väderstad (bis 1989)
Södra stambanan nach Göteborg

Godsstråket genom Bergslagen (schwed. für: „Güterstrecke durch Bergslagen“) ist eine normalspurige, elektrifizierte, größtenteils eingleisige Eisenbahnstrecke in Schweden, die von Mjölby nach Storvik durch die Region Bergslagen führt. Anders als der Name vermuten ließe, findet auf allen Streckenteilen nicht nur Güter-, sondern auch Personenverkehr statt. Der Name Godsstråket genom Bergslagen wurde im Zuge der Umbenennung sämtlicher Bahnstrecken durch die damalige Eisenbahnbehörde Banverket im Jahr 1990 vergeben. Er ist ein Kunstbegriff, der verschiedene zu unterschiedlichen Zeiten und von unterschiedlichen Betreibern erbaute Streckenabschnitte zusammenfasst.

Streckenabschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Godsstråket genom Bergslagen setzt sich von Nord nach Süd aus folgenden Streckenabschnitten zusammen:

Abschnitt Länge Inbetriebnahme Ursprüngl. Betreiber Anmerkungen
Storvik – Krylbo 58 km 6. Sept. 1875 Statens Järnvägar[9] (SJ) Teil der ursprünglichen Norra stambana
Krylbo – Frövi 107 km 12. Dez. 1900 Statens Järnvägar[10] (SJ) Ehemalige Staatsbahn Krylbo–Frövi
Frövi – Ervalla 9 km 26. Aug. 1857 Köping–Hults Järnväg (KJH)[11] Vom Staat gekauft am 1. Januar 1900
Ervalla – Örebro 16 km 5. Juni 1856 Köping–Hults Järnväg (KJH)[11] Vom Staat gekauft am 1. Januar 1900
Örebro – Hallsberg 25 km 1. Aug. 1862 Statens Järnvägar (SJ)[12] Ehemalige Staatsbahn Hallsberg–Örebro
Hallsberg – Mjölby 96 km 15. Dez. 1873 Hallsberg–Motala–Mjölby Järnväg (HMMJ)[13] Verstaatlicht 1. Nov. 1879

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwischen 1856 und 1892 erbauten staatlichen schwedischen Stammbahnen waren alle auf die Hauptstadt Stockholm ausgerichtet. Für Transporte zwischen Nord- und Südschweden bedeutete die Fahrt über Stockholm jedoch einen zeitraubenden Umweg. Deshalb erhielt die damalige Eisenbahnbehörde Järnvägsstyrelsen 1896 den Auftrag, einen Vorschlag für eine Direktverbindung zwischen Krylbo an der damaligen Norra stambanan und Örebro zu erarbeiten. Von Örebro aus bestand bereits seit 1862 eine Staatsbahnverbindung nach Hallsberg an der Västra stambanan.

Järnvägstyrelsen schlug eine Streckenführung vor, die bei Ullersäter die seit 1857 bestehende, private Eisenbahnstrecke Örebro–Köping der Köping–Hults Järnväg (KUJ) kreuzen und östlich des Sees Väringen nach Örebro verlaufen sollte. Dies hätte zwischen Ullersäter und Örebro zu einer Parallelführung der staatlichen und der KUJ-Strecke in nur wenigen Kilometern Abstand geführt. Die Aktionäre der KUJ beschlossen daher 1897, den Abschnitt Örebro–Frövi dem Staat zum Kauf anzubieten. Das schwedische Parlament beschloss 1899, das Kaufangebot der KUJ anzunehmen. Zum 1. Januar 1900 wurde der Kauf vollzogen. [14]

Der Streckenneubau in südlicher Richtung ab Krylbo hatte bereits 1898 begonnen. Am 1. Juni 1899 wurde der 35 Kilometer lange Abschnitt Krylbo–Västanfors für den allgemeinen Verkehr eröffnet. Die Eröffnung der Strecke Västanfors–Frövi erfolgte am 12. Dezember 1999.[10]

Die private Eisenbahngesellschaft Hallsberg–Motala–Mjölby Järnväg (HMMJ) war 1871 auf Initiative der Maschinenfabrik Motala Verkstad gegründet worden, um Fabrik und die Stadt Motala sowohl an die Västra stambanan als auch an die damals als Östra stambanan (heute: Södra stambanan) bezeichnete Strecke anzuschließen. Die Bauarbeiten gingen schnell voran und am 15. Dezember 1873 wurde die Strecke eröffnet. Die wirtschaftliche Situation der Bahn war von Anfang an schlecht. Die schwedische Regierung betrachtete die Strecke jedoch als so wichtig, dass sie zum 1. November 1879 die Verstaatlichung der Strecke veranlasste.[13]

Zwischen 1932 und 1935 wurden sämtliche Streckenabschnitte elektrifiziert.[9][15]

Zwischen 1955 und 1968 wurden nach und nach sämtliche anschließenden Schmalspurstrecken stillgelegt und abgebaut. Lediglich der seit 1960 mit Dreischienengleis ausgestattete Abschnitt Motala C–Holmsbruk wurde noch bis 1997 mit normalspurigen Zügen befahren.

Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus zwischen Degerön und Mjölby wurde der kurvenreiche Abschnitt Degerön–Motala über Karlsby und Björken im Oktober 2000 durch eine begradigte Streckenführung ersetzt.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus mehreren Gründen hat Godsstråket genom Bergslagen eine große Bedeutung für den Schienengüterverkehr in Schweden:

  • Die Strecke verbindet mehrere Hauptstrecken, darunter die Södra, Västra und Norra stambanan, sowie Neben- und Anschlussstrecken
  • Güterzüge von und nach Nordschweden können auf ihr die Stadt Stockholm umfahren
  • Beim Bahnknotenpunkt Hallsberg befindet sich einer der größten Rangierbahnhöfe Schwedens
  • Bis zu deren Stilllegung verfügten auch zahlreiche Schmalspurbahnen, insbesondere das umfangreiche Netz der Mellersta Östergötlands Järnväg (MÖJ), über Anschlüsse an die Strecke.

Um trotz überwiegender Eingleisigkeit den umfangreichen Güterverkehr bewältigen zu können, ist ein großer Teil der mittlerweile für den Personenverkehr stillgelegten Bahnhöfe nach wie vor für Zugkreuzungen und Überholungen in Betrieb.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Godsstråket genom Bergslagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Avesta/Krylbo–Jularbo–Fors–Morshyttan–Horndal–Byvalla–Storvik. Bandel 165. In: banvakt.se. Abgerufen am 2. Januar 2018 (schwedisch).
  2. Avesta/Krylbo–Snyten–Fagersta/Västanfors–Dagarn–Krampen–Frövi. Bandel 243. In: banvakt.se. Abgerufen am 2. Januar 2018 (schwedisch).
  3. Frövi–Ervalla–Hovsta–Örebro C. Bandel 245. In: banvakt.se. Abgerufen am 2. Januar 2018 (schwedisch).
  4. Örebro C–Örebro S–Kumla–Hallsberg. Bandel 247. In: banvakt.se. Abgerufen am 2. Januar 2018 (schwedisch).
  5. Hallsberg–Lerbäck–Motala. Bandel 249. In: banvakt.se. Abgerufen am 2. Januar 2018 (schwedisch).
  6. Rolf Sten: Storvik–Falun. In: historiskt.nu. 23. September 2013; abgerufen am 10. Januar 2018 (schwedisch).
  7. Rolf Sten: Näs–Horndals Järnväg. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 15. April 2012; abgerufen am 4. Januar 2018 (schwedisch).
  8. abcde Rolf Sten: Mellersta Östergötlands Järnvägar. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 5. Februar 2009; abgerufen am 3. Januar 2018 (schwedisch).
  9. ab Rolf Sten: Norra stambanan. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 11. November 2007; abgerufen am 1. Januar 2018 (schwedisch).
  10. ab Rolf Sten: Statsbanan Krylbo–Örebro. Bandelen Krylbo–Frövi. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 27. August 2004; abgerufen am 1. Januar 2018 (schwedisch).
  11. ab Svenska Järnvägsföreningen: Örebro–Köpings Järnväg. Före detta Köping–Hults Järnväg. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 19. Dezember 2003; abgerufen am 1. Januar 2018 (schwedisch).
  12. Rolf Sten: Statsbanan Hallsberg–Örebro. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 27. August 2004; abgerufen am 1. Januar 2018 (schwedisch).
  13. ab Rolf Sten: Hallsberg–Motala–Mjölby Järnväg. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 27. August 2004; abgerufen am 1. Januar 2018 (schwedisch).
  14. Rolf Sten: Statsbanan Krylbo–Örebro. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 27. August 2004; abgerufen am 6. Januar 2018 (schwedisch).
  15. Rolf Sten: Stambanan Krylbo–Mjölby. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 27. August 2004; abgerufen am 9. Januar 2018 (schwedisch).
Godsstråket genom Bergslagen
Bahnhof Skinnskatteberg
Streckenlänge: 311 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 15 kV 16⅔ Hz ~
Maximale Neigung: 20,3 
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Zugsicherungssysteme: ATC
Zweigleisigkeit: Degerön–Mjölby
Frövi–Hallsberg
Betriebsstellen und Strecken[1][2][3][4][5]
Bahnstrecke Falun–Gävle von Gävle
309 Storvik (1858–1875, Övre Storvik bis 1963)[6]
Norra stambanan von Ånge
311 Storvik (ab 6. Sept. 1875)
Bahnstrecke Falun–Gävle nach Falun
Toretorp (1889–1985)
Ältebo (1944–1970)
302 Torsåker
Ältebo (1929–1979, Wasserstelle)
294 Hästbo (früher Pers.-Halt)
291 Bodåsgruvan (1959–1970)
Bagghyttan (1943–1967)
Baggå (1897–1920)
286 Dalgränsen (früher Pers.-Halt)
282 Byvalla (früher Pers.-Halt)
Bahnstrecke Byvalla–Långshyttan (bis 1964)
277 Horndal (früher Pers.-Halt)
276 Horndals Bruk (ab 1995)
Näs–Horndals Järnväg (bis 1953)[7]
Tyskbo (1931–1970)
271 Morshyttan
Näs–Horndals Järnväg nach Näs
263 Fors
Bahnstrecke Fors–Gruvgården (bis 1967)
Dicka
257 Jularbo (früher Pers.-Halt)
Bahnstrecke Jularbo–Månsbo (bis 1977)
Dalälven
Bahnstrecke Mora–Uppsala von Mora
253 Avesta Krylbo
Bahnstrecke Mora–Uppsala nach Uppsala
243 Hökmora (früher Pers.-Halt)
237 Karbenning
Bahnstrecke Ängelsberg–Kärrgruvan von Kärrgruvan
231 Snyten (früher Pers.-Halt)
Ombenning
Bahnstrecke Ängelsberg–Kärrgruvan nach Ängelsberg
Bahnstrecke Kolbäck–Ludvika von Hallstahammar
218 Fagersta C (bis 1947 Västanfors)
Bahnstrecke Kolbäck–Ludvika nach Ludvika
Kolbäcksån
Hedkärra
Skrikbo
Mortorp
Moren
206 Dagarn (früher Pers.-Halt)
Kalvänge
nach Hultebo (etwa 1915 bis 1930)
Långviksbyn
196 Skinnskatteberg
Hedströmmen
Bahnstr. Köping–Uttersberg–Riddarhyttan (bis 1968)
184 Krampen (bis 1952 Pers.-Halt, bis 1968 Güterverkehr)
174 Näverkärret (früher Pers.-Halt)
163 Spannarboda (früher Pers.-Halt)
von Rockhammars bruk
156 Sällinge (früher Pers.-Halt)
Blixterboda
Mälarbanan von Stockholm
Bahnstrecke Frövi–Ludvika von Ludvika
146 Frövi
Frövibro
Nybyslätt
Avdala
Bahnstrecke Nora–Ervalla (bis 1981, jetzt Museumsbahn)
137 Ervalla station (bis 1881 Dylta)
Dylta bruk
Damsäter
Kvinnerstatorp
Axberg
Mälarbanan von Stockholm (seit 1997)
129 Hovsta
Yxstaby
Lillån
EuroMaint
121 Örebro C
120 Örebro S
Svartåbanan (bis 1985)
Bahnstrecke Örebro–Skebäck (bis 2010)
Adolfsberg
Närkes Marieberg
112 Mosås
Säbylund
103 Kumla
Bahnstrecke Kumla–Yxhult
99 Sannahed
Anschluss Betriebswerk Hallsberg
Västra stambanan von Stockholm
96 Hallsberg
Hallsbergs rangerbangård
Skallerud
Västra stambanan nach Göteborg
88 Skymossen
Tisarbaden
85 Åsbro (früher Pers.-Halt)
79 Lerbäck (früher Pers.-Halt)
Askersund-Skyllberg-Lerbäcks Järnväg (bis 1955)
76 Rönneshytta (früher Pers.-Halt, Skyllberg)
Dunsjö (1933–1974)
66 Mariedamm (früher Pers.-Halt)
59 Jakobshyttan
54 Godegård (früher Pers.-Halt)
Hälla (1931–1967)
48 Degerön (früher Pers.-Halt)
alte Streckenführung bis Oktober 2000
39 Önaskogen
Karlsby
Salstern (1949–1967)
Björken
alte Streckenführung bis Oktober 2000
Lindgården (1997–2000)
Kohagsmosse (1996–1997)
Motala Verkstad
29 Motala verkstad (1873–1979)
27 Motala C
MÖJ nach Holmsbruk/Fornåsa (bis 1997/1955)[8]
Göta-Kanal
Motala ström
MÖJ von Vadstena (bis 1978)[8]
17 Fågelsta (früher Pers.-Halt)
MÖJ nach Bränninge (bis 1955)[8]
MÖJ von Bränninge (bis 1959)[8]
9 Skänninge
MÖJ nach Väderstad (bis 1955)[8]
Svartån
Lycketorp
Södra stambanan von Katrineholm
0 Mjölby
Bahnstrecke Mjölby–Väderstad (bis 1989)
Södra stambanan nach Göteborg

Godsstråket genom Bergslagen (schwed. für: „Güterstrecke durch Bergslagen“) ist eine normalspurige, elektrifizierte, größtenteils eingleisige Eisenbahnstrecke in Schweden, die von Mjölby nach Storvik durch die Region Bergslagen führt. Anders als der Name vermuten ließe, findet auf allen Streckenteilen nicht nur Güter-, sondern auch Personenverkehr statt. Der Name Godsstråket genom Bergslagen wurde im Zuge der Umbenennung sämtlicher Bahnstrecken durch die damalige Eisenbahnbehörde Banverket im Jahr 1990 vergeben. Er ist ein Kunstbegriff, der verschiedene zu unterschiedlichen Zeiten und von unterschiedlichen Betreibern erbaute Streckenabschnitte zusammenfasst.

Streckenabschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Godsstråket genom Bergslagen setzt sich von Nord nach Süd aus folgenden Streckenabschnitten zusammen:

Abschnitt Länge Inbetriebnahme Ursprüngl. Betreiber Anmerkungen
Storvik – Krylbo 58 km 6. Sept. 1875 Statens Järnvägar[9] (SJ) Teil der ursprünglichen Norra stambana
Krylbo – Frövi 107 km 12. Dez. 1900 Statens Järnvägar[10] (SJ) Ehemalige Staatsbahn Krylbo–Frövi
Frövi – Ervalla 9 km 26. Aug. 1857 Köping–Hults Järnväg (KJH)[11] Vom Staat gekauft am 1. Januar 1900
Ervalla – Örebro 16 km 5. Juni 1856 Köping–Hults Järnväg (KJH)[11] Vom Staat gekauft am 1. Januar 1900
Örebro – Hallsberg 25 km 1. Aug. 1862 Statens Järnvägar (SJ)[12] Ehemalige Staatsbahn Hallsberg–Örebro
Hallsberg – Mjölby 96 km 15. Dez. 1873 Hallsberg–Motala–Mjölby Järnväg (HMMJ)[13] Verstaatlicht 1. Nov. 1879

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwischen 1856 und 1892 erbauten staatlichen schwedischen Stammbahnen waren alle auf die Hauptstadt Stockholm ausgerichtet. Für Transporte zwischen Nord- und Südschweden bedeutete die Fahrt über Stockholm jedoch einen zeitraubenden Umweg. Deshalb erhielt die damalige Eisenbahnbehörde Järnvägsstyrelsen 1896 den Auftrag, einen Vorschlag für eine Direktverbindung zwischen Krylbo an der damaligen Norra stambanan und Örebro zu erarbeiten. Von Örebro aus bestand bereits seit 1862 eine Staatsbahnverbindung nach Hallsberg an der Västra stambanan.

Järnvägstyrelsen schlug eine Streckenführung vor, die bei Ullersäter die seit 1857 bestehende, private Eisenbahnstrecke Örebro–Köping der Köping–Hults Järnväg (KUJ) kreuzen und östlich des Sees Väringen nach Örebro verlaufen sollte. Dies hätte zwischen Ullersäter und Örebro zu einer Parallelführung der staatlichen und der KUJ-Strecke in nur wenigen Kilometern Abstand geführt. Die Aktionäre der KUJ beschlossen daher 1897, den Abschnitt Örebro–Frövi dem Staat zum Kauf anzubieten. Das schwedische Parlament beschloss 1899, das Kaufangebot der KUJ anzunehmen. Zum 1. Januar 1900 wurde der Kauf vollzogen. [14]

Der Streckenneubau in südlicher Richtung ab Krylbo hatte bereits 1898 begonnen. Am 1. Juni 1899 wurde der 35 Kilometer lange Abschnitt Krylbo–Västanfors für den allgemeinen Verkehr eröffnet. Die Eröffnung der Strecke Västanfors–Frövi erfolgte am 12. Dezember 1999.[10]

Die private Eisenbahngesellschaft Hallsberg–Motala–Mjölby Järnväg (HMMJ) war 1871 auf Initiative der Maschinenfabrik Motala Verkstad gegründet worden, um Fabrik und die Stadt Motala sowohl an die Västra stambanan als auch an die damals als Östra stambanan (heute: Södra stambanan) bezeichnete Strecke anzuschließen. Die Bauarbeiten gingen schnell voran und am 15. Dezember 1873 wurde die Strecke eröffnet. Die wirtschaftliche Situation der Bahn war von Anfang an schlecht. Die schwedische Regierung betrachtete die Strecke jedoch als so wichtig, dass sie zum 1. November 1879 die Verstaatlichung der Strecke veranlasste.[13]

Zwischen 1932 und 1935 wurden sämtliche Streckenabschnitte elektrifiziert.[9][15]

Zwischen 1955 und 1968 wurden nach und nach sämtliche anschließenden Schmalspurstrecken stillgelegt und abgebaut. Lediglich der seit 1960 mit Dreischienengleis ausgestattete Abschnitt Motala C–Holmsbruk wurde noch bis 1997 mit normalspurigen Zügen befahren.

Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus zwischen Degerön und Mjölby wurde der kurvenreiche Abschnitt Degerön–Motala über Karlsby und Björken im Oktober 2000 durch eine begradigte Streckenführung ersetzt.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus mehreren Gründen hat Godsstråket genom Bergslagen eine große Bedeutung für den Schienengüterverkehr in Schweden:

  • Die Strecke verbindet mehrere Hauptstrecken, darunter die Södra, Västra und Norra stambanan, sowie Neben- und Anschlussstrecken
  • Güterzüge von und nach Nordschweden können auf ihr die Stadt Stockholm umfahren
  • Beim Bahnknotenpunkt Hallsberg befindet sich einer der größten Rangierbahnhöfe Schwedens
  • Bis zu deren Stilllegung verfügten auch zahlreiche Schmalspurbahnen, insbesondere das umfangreiche Netz der Mellersta Östergötlands Järnväg (MÖJ), über Anschlüsse an die Strecke.

Um trotz überwiegender Eingleisigkeit den umfangreichen Güterverkehr bewältigen zu können, ist ein großer Teil der mittlerweile für den Personenverkehr stillgelegten Bahnhöfe nach wie vor für Zugkreuzungen und Überholungen in Betrieb.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Godsstråket genom Bergslagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Avesta/Krylbo–Jularbo–Fors–Morshyttan–Horndal–Byvalla–Storvik. Bandel 165. In: banvakt.se. Abgerufen am 2. Januar 2018 (schwedisch).
  2. Avesta/Krylbo–Snyten–Fagersta/Västanfors–Dagarn–Krampen–Frövi. Bandel 243. In: banvakt.se. Abgerufen am 2. Januar 2018 (schwedisch).
  3. Frövi–Ervalla–Hovsta–Örebro C. Bandel 245. In: banvakt.se. Abgerufen am 2. Januar 2018 (schwedisch).
  4. Örebro C–Örebro S–Kumla–Hallsberg. Bandel 247. In: banvakt.se. Abgerufen am 2. Januar 2018 (schwedisch).
  5. Hallsberg–Lerbäck–Motala. Bandel 249. In: banvakt.se. Abgerufen am 2. Januar 2018 (schwedisch).
  6. Rolf Sten: Storvik–Falun. In: historiskt.nu. 23. September 2013; abgerufen am 10. Januar 2018 (schwedisch).
  7. Rolf Sten: Näs–Horndals Järnväg. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 15. April 2012; abgerufen am 4. Januar 2018 (schwedisch).
  8. abcde Rolf Sten: Mellersta Östergötlands Järnvägar. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 5. Februar 2009; abgerufen am 3. Januar 2018 (schwedisch).
  9. ab Rolf Sten: Norra stambanan. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 11. November 2007; abgerufen am 1. Januar 2018 (schwedisch).
  10. ab Rolf Sten: Statsbanan Krylbo–Örebro. Bandelen Krylbo–Frövi. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 27. August 2004; abgerufen am 1. Januar 2018 (schwedisch).
  11. ab Svenska Järnvägsföreningen: Örebro–Köpings Järnväg. Före detta Köping–Hults Järnväg. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 19. Dezember 2003; abgerufen am 1. Januar 2018 (schwedisch).
  12. Rolf Sten: Statsbanan Hallsberg–Örebro. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 27. August 2004; abgerufen am 1. Januar 2018 (schwedisch).
  13. ab Rolf Sten: Hallsberg–Motala–Mjölby Järnväg. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 27. August 2004; abgerufen am 1. Januar 2018 (schwedisch).
  14. Rolf Sten: Statsbanan Krylbo–Örebro. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 27. August 2004; abgerufen am 6. Januar 2018 (schwedisch).
  15. Rolf Sten: Stambanan Krylbo–Mjölby. In: historiskt.nu. Rolf Sten, 27. August 2004; abgerufen am 9. Januar 2018 (schwedisch).
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