Hirth HM 60

Hirth HM 60 R

Der Hirth HM 60 ist ein deutscher Flugmotor.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Ausführung des HM 60 wurde von der Hirth Motoren GmbH 1931 vorgestellt. Die leistungsgesteigerten Ausführungen HM 60 R und HM 60 R 2 erschienen 1933 bzw. 1934. Der Motor kam vor allem bei Leichtflugzeugen der 1920er und 1930er Jahre, etwa der Klemm L 25, zum Einsatz.[1]

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der HM 60 ist ein luftgekühlter Vierzylinder-Viertakt-Einreihenmotor mit hängend angeordneten Zylindern und Trockensumpf-Frischölschmierung. Die Zylinder bestehen aus Grauguß mit aufgesetzten Köpfen aus Leichtmetall und sind mit durchgehenden Bolzen auf dem zweiteiligen, innenbelüfteten Kurbelgehäuse aus Elektron befestigt. Jeder Zylinder ist mit je einem Ein- und Auslaßventil ausgestattet, das über Winkelhebel, Stoßstangen und Stößeln von zwei zwischen den Zylindern 1 und 2 sowie 3 und 4 gelagerten Nockenwellen angesteuert wird. Die Zylinderkolben sind aus Leichtmetall gearbeitet, die Pleuel mit H-förmigen Querschnitt bestehen aus Chromnickelstahl und sind mit Rollenlagern ausgerüstet. Die Kurbelwelle ist ebenfalls rollengelagert und besitzt eine Hirth-Stirnverzahnung. Die Zündung erfolgt gemischt per Batterie und Magnet und zwei Zündkerzen je Zylinder.

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Hirth HM 60 R 2
Länge 878 mm
Breite 392 mm
Höhe 722 mm
Bohrung 102 mm
Hub 110 mm
Zylinderhubraum 0,899 l
Gesamthubraum 3,595 l
Verdichtung 5,8
Dauerleistung
in Bodennähe
72 PS (53 kW) bei 2320/min
Reiseleistung
in Bodennähe
66 PS (49 kW) bei 2240/min
Kurzleistung
in Bodennähe
80 PS (59 kW) bei 2400/min
Trockengewicht 84 kg ohne Ausrüstung
97 kg mit Ausrüstung
Leistungsgewicht 1,05 kg/PS
Hubraumleistung 22,2 PS/l
Kraftstoffverbrauch
bei Dauerleistung
230 g/PSh
Schmierstoffverbrauch
bei Dauerleistung
1,5 g/PSh
Oktanzahl 80

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner von Langsdorff: Handbuch der Luftfahrt. Jahrgang 1939. 2., unveränderte Auflage. J. F. Lehmann, München 1937, S. 526 und 559.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hirth HM 60 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marton Szigeti: Klemm L 25. In: Klassiker der Luftfahrt. Nr. 05/2017. Motor Presse, Stuttgart, S. 24.
Hirth HM 60 R

Der Hirth HM 60 ist ein deutscher Flugmotor.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Ausführung des HM 60 wurde von der Hirth Motoren GmbH 1931 vorgestellt. Die leistungsgesteigerten Ausführungen HM 60 R und HM 60 R 2 erschienen 1933 bzw. 1934. Der Motor kam vor allem bei Leichtflugzeugen der 1920er und 1930er Jahre, etwa der Klemm L 25, zum Einsatz.[1]

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der HM 60 ist ein luftgekühlter Vierzylinder-Viertakt-Einreihenmotor mit hängend angeordneten Zylindern und Trockensumpf-Frischölschmierung. Die Zylinder bestehen aus Grauguß mit aufgesetzten Köpfen aus Leichtmetall und sind mit durchgehenden Bolzen auf dem zweiteiligen, innenbelüfteten Kurbelgehäuse aus Elektron befestigt. Jeder Zylinder ist mit je einem Ein- und Auslaßventil ausgestattet, das über Winkelhebel, Stoßstangen und Stößeln von zwei zwischen den Zylindern 1 und 2 sowie 3 und 4 gelagerten Nockenwellen angesteuert wird. Die Zylinderkolben sind aus Leichtmetall gearbeitet, die Pleuel mit H-förmigen Querschnitt bestehen aus Chromnickelstahl und sind mit Rollenlagern ausgerüstet. Die Kurbelwelle ist ebenfalls rollengelagert und besitzt eine Hirth-Stirnverzahnung. Die Zündung erfolgt gemischt per Batterie und Magnet und zwei Zündkerzen je Zylinder.

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Hirth HM 60 R 2
Länge 878 mm
Breite 392 mm
Höhe 722 mm
Bohrung 102 mm
Hub 110 mm
Zylinderhubraum 0,899 l
Gesamthubraum 3,595 l
Verdichtung 5,8
Dauerleistung
in Bodennähe
72 PS (53 kW) bei 2320/min
Reiseleistung
in Bodennähe
66 PS (49 kW) bei 2240/min
Kurzleistung
in Bodennähe
80 PS (59 kW) bei 2400/min
Trockengewicht 84 kg ohne Ausrüstung
97 kg mit Ausrüstung
Leistungsgewicht 1,05 kg/PS
Hubraumleistung 22,2 PS/l
Kraftstoffverbrauch
bei Dauerleistung
230 g/PSh
Schmierstoffverbrauch
bei Dauerleistung
1,5 g/PSh
Oktanzahl 80

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner von Langsdorff: Handbuch der Luftfahrt. Jahrgang 1939. 2., unveränderte Auflage. J. F. Lehmann, München 1937, S. 526 und 559.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hirth HM 60 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marton Szigeti: Klemm L 25. In: Klassiker der Luftfahrt. Nr. 05/2017. Motor Presse, Stuttgart, S. 24.
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