Jellhaugen

Jellhaugen

Der Jellhaugen ist ein großer Grabhügel in Gjellestad, östlich der E6, sechs Kilometer nördlich vom Svinesund in der Gemeinde Halden, im Østfold in Norwegen, nahe der Grenze zu Schweden.

Der Grabhügel ist neun Meter hoch und hat einen ovalen Grundriss von etwa 85 auf 70 Metern, was ihn neben dem Raknehaugen bei Jessheim zum nördlichsten der "großen Grabhügel" Skandinaviens macht. Der Hügel dominiert das ansonsten flache Umland.

Nach der lokalen Überlieferung soll der Hügel über einem König Jell und seinem Schiff errichtet worden sein. Der Jellhaugen ist nicht vollständig archäologisch untersucht, aber in den Jahren 1968/69 grub der Archäologe Erling Johansen (1919–2000) einen Suchgraben zur Mitte des Hügels. Hier fand er einen Steinkern und Spuren einer Brandbestattung sowie Bernstein. Das Grab datiert nach der 14C-Datierung zwischen 426 und 598 n. Chr. in die nordische Eisenzeit. E. Johansen fand Spuren einer gravierenden Umgestaltung, die er auf 692–896 n. Chr. datieren konnte. Es ist somit kein Hügel der Wikingerzeit (800–1050 n. Chr.) und er enthält kein Schiffsgrab.

Die Untersuchung ergab, dass der Hügel aus Grassoden besteht. E. Johansen schätzte das Volumen auf etwa 20.000 Kubikmeter und die Errichtung auf 100 Mannjahre, aber das muss als Mindestschätzung gelten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joakim Goldhahn: Om döda och efterlevande med exempel från Bredrör, Skelhøj, Sagaholm och Mjeltehaugen, Bergen: Arkeologiske Skrifter 2006 S. 283–303

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jellhaugen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 59° 8′ 49,2″ N, 11° 15′ 4,3″ O

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