Jonas Balys

Jonas Balys (* 2. Juli 1909 in Krasnava, Wolost Kupiškis; † 9. September 2011) war ein litauischer Ethnologe, Folklorist und Professor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1924 absolvierte Jonas Balys das Progymnasium Kupiškis und 1928 das Lehrerseminar in Panevėžys. Ab 1928 studierte er Geschichte, Ethnologie und Folklore an der Lietuvos universitetas in Kaunas. Balys war Mitglied der Jugendorganisation Tautinio jaunimo sąjunga „Jaunoji Lietuva“ und 1929–1930 Redakteur von „Jaunoji Lietuva“. Danach studierte er an der Universität Graz. 1933 absolvierte er das Studium an der Universität Wien. Balys promovierte mit der Arbeit „Der Schamanismus in Malakka und Indonesien“. Dann bildete er sich weiter in Finnland. Mit der Arbeit „Griaustinis ir velnias Baltoskandijos kraštų tautosakoje“ wurde er an der Vytauto Didžiojo universitetas (VDU) in der Geschichte habilitiert.1934–1935 lehrte er an der VDU und 1942–1943 an der Vilniaus universitetas in Vilnius.

1944 emigrierte Balys nach Freiburg im Breisgau und arbeitete im Deutschen Volksliedarchiv unter der Leitung von John Meier. Er hatte Abschriften der litauischen Volkserzählungen aus Litauen mitgenommen und verfasste einige Studien indeutscher Sprache wie „Litauische Hochzeitsbräuche“ und „Fastnachtsbräuche in Litauen“. Er veröffentlichte „Volkscharakter und Volksbräuche der Litauer“ und „Litauische Volksbräuche: Volkskundliche Skizzen“.

1946–1948 lehrte er an der Baltischen Universität in Hamburg.Ab 1948 lebte er in den USA. 1956–1981 arbeitete er bei Library of Congress.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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