Körper und Seele

Filmdaten
Deutscher Titel Körper und Seele
Originaltitel Testről és lélekről
Produktionsland Ungarn
Originalsprache Ungarisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Ildikó Enyedi
Drehbuch Ildikó Enyedi
Produktion Monika Mécs,
András Muhi,
Ernő Mesterházy
Musik Ádám Balázs
Kamera Máté Herbai
Schnitt Károly Szalai
Besetzung

Körper und Seele (Originaltitel: Testről és lélekről, englischsprachiger Festivaltitel: On Body and Soul) ist ein ungarischer Spielfilm von Ildikó Enyedi aus dem Jahr 2017. Das Melodram, für das Enyedi auch das Drehbuch schrieb, stellt den introvertierten Finanzdirektor eines Schlachthofs (dargestellt von Géza Morcsányi) und die neue, autistisch wirkende Qualitätsprüferin (Alexandra Borbély) in den Mittelpunkt. Als die zwei zufällig bemerken, dass sie beide nachts dieselben Träume haben, werden sie sich ihrer Seelenverwandtschaft bewusst[1] und beginnen sich daraufhin unbeholfen einander anzunähern.

Der Film wurde am 10. Februar 2017 im Wettbewerb der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin uraufgeführt und dort mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Der deutsche Kinostart war am 21. September 2017.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Hauptdarsteller Alexandra Borbély und Géza Morcsányi bei der Berlinale 2017

Ungarn, in der Gegenwart: Der ältere, introvertierte Endre ist als Finanzdirektor in einem Schlachthof tätig. Er meidet die Schlachthalle, hat einen gelähmten linken Arm mit verkrüppelter Hand und verkriecht sich meistens in seinem Büro. Als die neue Fleischkontrolleurin Mária ihre Arbeit im Betrieb aufnimmt, gilt sie bei ihren Arbeitskollegen schon bald als eingebildet und seltsam. Die blasse, junge Frau beharrt übertrieben auf die Einhaltung der Vorschriften, hat ein phänomenales Gedächtnis und kann als Autistin mit sozialen Beziehungen nichts anfangen. So bleiben auch Endres erste, unvoreingenommene Annäherungsversuche zu Mária zunächst erfolglos.

Als jemand im Betrieb Potenzmittel für Rinderbullen stiehlt, um sie als Partydroge für Rentner zu missbrauchen, werden die Ermittlungen der Polizei durch eine Psychologin unterstützt. Sie versucht den Schuldigen ausfindig zu machen, indem sie die Mitarbeiter des Schlachthofs anhand eines standardisierten Fragenkatalogs zu ihrem Sexualverhalten befragt. Dabei beantworten Endre und Mária eine Frage nach ihren Träumen identisch. Beide träumen immer wieder davon, als stattlicher Hirsch (Endre) bzw. zarte Hirschkuh (Mária) in einem friedlichen, winterlichen Wald aufeinanderzutreffen. Dabei streifen sie unbehelligt von Menschen und anderen Tieren zwischen den Bäumen umher, suchen unter der Schneedecke nach essbaren Pflanzen oder trinken nebeneinander aus einem Bach, wobei sich ihre Nasen berühren. Sie paaren sich jedoch nicht.

Überrascht von ihrer Seelenverwandtschaft, wenden sich die beiden Außenseiter nun auch im wirklichen Leben einander zu. Unbeholfen versuchen sie sich an einer realen Liebe. Endre, der bereits mit den Frauen abgeschlossen hatte, steht vor der Herausforderung, vergessene Gefühlsregungen wieder wachzurufen. Mária versucht dagegen akribisch der selbstauferlegten Verpflichtung, sich auf Endre einzulassen, gerecht zu werden. Abends spielt sie die geführten Gespräche mit Endre noch einmal nach. Sie kauft sich ein Mobiltelefon, studiert aufmerksam „Liebesmusik“-CDs und Pornofilme und löchert ihren Therapeuten aus Kindertagen mit neuen Fragen über Liebe und Beziehungen.

Mária fürchtet sich auch vor Berührungen, was Endre nach einer gemeinsam mit Gesprächen und Kartenspiel verbrachten Nacht als Ablehnung missversteht. Sie versucht daraufhin auf Anraten ihres Therapeuten ihre Angst zu bekämpfen. So beobachtet sie das Verhalten von Liebespaaren im Park und setzt sich bewusst sinnlichen Eindrücken aus. Mit einem Stofftier und später an einem Schlachtrind übt sie, um sich an die bevorstehende Intimität mit Endre zu gewöhnen. Doch er kann sich keine gemeinsame Zukunft mehr mit ihr vorstellen. Nachdem Endre mit einer früheren Geliebten die Nacht verbracht hat, erteilt er Mária in der Betriebskantine eine Abfuhr. Sie beschließt daraufhin, sich das Leben zu nehmen. Ihr Suizidversuch in der heimischen Badewanne misslingt aber – der CD-Spieler mit ihrer „Liebesmusik“ bricht ab und Endre ruft sie an und erkundigt sich nach ihr. Beide gestehen sich daraufhin am Telefon ihre Liebe füreinander. Nachdem Mária ihre Verletzung im Krankenhaus hat behandeln lassen, verbringen Endre und sie die Nacht miteinander und Mária kann sich nun auf die körperliche Liebe einlassen. Am nächsten Morgen frühstücken beide glücklich und ausgelassen miteinander. Sie machen die überraschende Entdeckung, dass der wiederkehrende gemeinsame Traum ausgeblieben ist.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der „Liebesmusik“, die Mária auf Empfehlung der Verkäuferin im Musikladen kauft und die sie auch später bei ihrem Selbstmordversuch einsetzt, handelt es sich um den Song What He Wrote aus dem 2010 veröffentlichten Album I Speak Because I Can der britischen Sängerin Laura Marling.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Berlinale-Premiere wurde Körper und Seele von der internationalen Fachkritik gemischt aufgenommen und wurde nicht als Mitfavorit auf den Hauptpreis gehandelt. Der Film schnitt im internationalen Kritikenspiegel der britischen Fachzeitschrift Screen International von allen Wettbewerbsfilmen gemeinsam mit Colo von Teresa Villaverde und Félicité von Alain Gomis am siebtbesten ab (jeweils 2,7 von vier möglichen Sternen), während Die andere Seite der Hoffnung von Aki Kaurismäki die Rangliste mit 3,7 Sternen anführte.[2]

Zu den positiven Berlinale-Pressestimmen gehörte Katja Nicodemus (Die Zeit), die Enyedis Regiearbeit als eine der eindrücklichsten Filme des Festivals lobte und als ein wundersames „Filmgebilde“ beschrieb. Körper und Seele sei einer von vielen Wettbewerbsbeiträgen, „um das fundamentale Unvermögen der Sprache vorzuführen“. Der Film zeige die „Diskrepanz zwischen der Sehnsucht und ihrem Ausdruck“. Nicodemus nannte die beiden Liebenden in ihrem Verhalten autistisch. Der Film handle letztlich „vom Kino selbst: von Empfindungen, Sehnsüchten, Fantasien, die in Körpern eingesperrt sind und nur durch Bilder das Licht der Welt erblicken können“.[3]

Nach den ersten Vorführungen in Ungarn gab Enyedi an, dass Eltern autistischer Kinder zu ihr gekommen seien, um sich für den Film zu bedanken. „Sie [die Eltern] sagten, sie seien glücklich, weil dieser Film Mária so zeigt, wie sie ihre Kinder sehen. Zuallererst mal als wunderbare menschliche Wesen, die zufällig nebenbei auch das Asperger-Syndrom tragen, also autistisch sind“, so die Regisseurin.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ildikó Enyedi mit der gewonnenen Berlinale-Preistrophäe für Körper und Seele

Körper und Seele konkurrierte im Wettbewerb der Berlinale 2017, wo der Film mit dem Goldenen Bären den Hauptpreis des Festivals gewann. Weitere Berlinale-Auszeichnungen waren der FIPRESCI-Preis, der Preis der Ökumenischen Jury und der Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost. Im Juni 2017 gewann Enyedis Regiearbeit den Hauptpreis des Sydney Film Festival.[5] Im selben Jahr folgte der Goldene Frosch für Kameramann Máté Herbai auf dem polnischen Camerimage-Festival sowie der Publikumspreis des Mumbai Film Festivals.

Der Film erhielt vier Nominierungen für den Europäischen Filmpreis 2017 (Film, Regie, Darstellerin, Drehbuch), Hauptdarstellerin Alexandra Borbély gewann den Preis. Im September 2017 wurde Körper und Seele als ungarischer Kandidat auf eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film ausgewählt[6] und gelangte unter die fünf nominierten Filmproduktionen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: On Body and Soul – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nobach, Marius: Körper und Seele. In: Filmdienst 19/2017 (abgerufen via Munzinger Online)
  2. Grater, Tom: Berlin: ‘The Other Side Of Hope’ tops Screen’s final jury grid. In: Screen Daily, 20. Februar 2017 (abgerufen am 24. September 2017).
  3. Nicodemus, Katja: Das Festival der schweigsamen Filme. In: Die Zeit, 16. Februar 2017, Nr. 8, S. 46.
  4. Mitteldeutscher Rundfunk: ‚Körper und Seele‘: eine seltsam schöne Liebesgeschichte (Video). In: ardmediathek.de, 16. September 2017, 1:38 min ff. (abgerufen am 24. September 2017).
  5. Bulbeck, Pip: Sydney Festival: Ildiko Enyedi’s ‘On Body and Soul’ Wins Film Prize. In: The Hollywood Reporter, 19. Juni 2017 (abgerufen am 24. September 2017).
  6. Clarke, Stewart: Hungary Selects Golden Bear Winner ‘On Body and Soul’ as Foreign Language Oscar Entry. In: Variety, 5. September 2017 (abgerufen am 24. September 2017).
Filmdaten
Deutscher Titel Körper und Seele
Originaltitel Testről és lélekről
Produktionsland Ungarn
Originalsprache Ungarisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Ildikó Enyedi
Drehbuch Ildikó Enyedi
Produktion Monika Mécs,
András Muhi,
Ernő Mesterházy
Musik Ádám Balázs
Kamera Máté Herbai
Schnitt Károly Szalai
Besetzung

Körper und Seele (Originaltitel: Testről és lélekről, englischsprachiger Festivaltitel: On Body and Soul) ist ein ungarischer Spielfilm von Ildikó Enyedi aus dem Jahr 2017. Das Melodram, für das Enyedi auch das Drehbuch schrieb, stellt den introvertierten Finanzdirektor eines Schlachthofs (dargestellt von Géza Morcsányi) und die neue, autistisch wirkende Qualitätsprüferin (Alexandra Borbély) in den Mittelpunkt. Als die zwei zufällig bemerken, dass sie beide nachts dieselben Träume haben, werden sie sich ihrer Seelenverwandtschaft bewusst[1] und beginnen sich daraufhin unbeholfen einander anzunähern.

Der Film wurde am 10. Februar 2017 im Wettbewerb der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin uraufgeführt und dort mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Der deutsche Kinostart war am 21. September 2017.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Hauptdarsteller Alexandra Borbély und Géza Morcsányi bei der Berlinale 2017

Ungarn, in der Gegenwart: Der ältere, introvertierte Endre ist als Finanzdirektor in einem Schlachthof tätig. Er meidet die Schlachthalle, hat einen gelähmten linken Arm mit verkrüppelter Hand und verkriecht sich meistens in seinem Büro. Als die neue Fleischkontrolleurin Mária ihre Arbeit im Betrieb aufnimmt, gilt sie bei ihren Arbeitskollegen schon bald als eingebildet und seltsam. Die blasse, junge Frau beharrt übertrieben auf die Einhaltung der Vorschriften, hat ein phänomenales Gedächtnis und kann als Autistin mit sozialen Beziehungen nichts anfangen. So bleiben auch Endres erste, unvoreingenommene Annäherungsversuche zu Mária zunächst erfolglos.

Als jemand im Betrieb Potenzmittel für Rinderbullen stiehlt, um sie als Partydroge für Rentner zu missbrauchen, werden die Ermittlungen der Polizei durch eine Psychologin unterstützt. Sie versucht den Schuldigen ausfindig zu machen, indem sie die Mitarbeiter des Schlachthofs anhand eines standardisierten Fragenkatalogs zu ihrem Sexualverhalten befragt. Dabei beantworten Endre und Mária eine Frage nach ihren Träumen identisch. Beide träumen immer wieder davon, als stattlicher Hirsch (Endre) bzw. zarte Hirschkuh (Mária) in einem friedlichen, winterlichen Wald aufeinanderzutreffen. Dabei streifen sie unbehelligt von Menschen und anderen Tieren zwischen den Bäumen umher, suchen unter der Schneedecke nach essbaren Pflanzen oder trinken nebeneinander aus einem Bach, wobei sich ihre Nasen berühren. Sie paaren sich jedoch nicht.

Überrascht von ihrer Seelenverwandtschaft, wenden sich die beiden Außenseiter nun auch im wirklichen Leben einander zu. Unbeholfen versuchen sie sich an einer realen Liebe. Endre, der bereits mit den Frauen abgeschlossen hatte, steht vor der Herausforderung, vergessene Gefühlsregungen wieder wachzurufen. Mária versucht dagegen akribisch der selbstauferlegten Verpflichtung, sich auf Endre einzulassen, gerecht zu werden. Abends spielt sie die geführten Gespräche mit Endre noch einmal nach. Sie kauft sich ein Mobiltelefon, studiert aufmerksam „Liebesmusik“-CDs und Pornofilme und löchert ihren Therapeuten aus Kindertagen mit neuen Fragen über Liebe und Beziehungen.

Mária fürchtet sich auch vor Berührungen, was Endre nach einer gemeinsam mit Gesprächen und Kartenspiel verbrachten Nacht als Ablehnung missversteht. Sie versucht daraufhin auf Anraten ihres Therapeuten ihre Angst zu bekämpfen. So beobachtet sie das Verhalten von Liebespaaren im Park und setzt sich bewusst sinnlichen Eindrücken aus. Mit einem Stofftier und später an einem Schlachtrind übt sie, um sich an die bevorstehende Intimität mit Endre zu gewöhnen. Doch er kann sich keine gemeinsame Zukunft mehr mit ihr vorstellen. Nachdem Endre mit einer früheren Geliebten die Nacht verbracht hat, erteilt er Mária in der Betriebskantine eine Abfuhr. Sie beschließt daraufhin, sich das Leben zu nehmen. Ihr Suizidversuch in der heimischen Badewanne misslingt aber – der CD-Spieler mit ihrer „Liebesmusik“ bricht ab und Endre ruft sie an und erkundigt sich nach ihr. Beide gestehen sich daraufhin am Telefon ihre Liebe füreinander. Nachdem Mária ihre Verletzung im Krankenhaus hat behandeln lassen, verbringen Endre und sie die Nacht miteinander und Mária kann sich nun auf die körperliche Liebe einlassen. Am nächsten Morgen frühstücken beide glücklich und ausgelassen miteinander. Sie machen die überraschende Entdeckung, dass der wiederkehrende gemeinsame Traum ausgeblieben ist.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der „Liebesmusik“, die Mária auf Empfehlung der Verkäuferin im Musikladen kauft und die sie auch später bei ihrem Selbstmordversuch einsetzt, handelt es sich um den Song What He Wrote aus dem 2010 veröffentlichten Album I Speak Because I Can der britischen Sängerin Laura Marling.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Berlinale-Premiere wurde Körper und Seele von der internationalen Fachkritik gemischt aufgenommen und wurde nicht als Mitfavorit auf den Hauptpreis gehandelt. Der Film schnitt im internationalen Kritikenspiegel der britischen Fachzeitschrift Screen International von allen Wettbewerbsfilmen gemeinsam mit Colo von Teresa Villaverde und Félicité von Alain Gomis am siebtbesten ab (jeweils 2,7 von vier möglichen Sternen), während Die andere Seite der Hoffnung von Aki Kaurismäki die Rangliste mit 3,7 Sternen anführte.[2]

Zu den positiven Berlinale-Pressestimmen gehörte Katja Nicodemus (Die Zeit), die Enyedis Regiearbeit als eine der eindrücklichsten Filme des Festivals lobte und als ein wundersames „Filmgebilde“ beschrieb. Körper und Seele sei einer von vielen Wettbewerbsbeiträgen, „um das fundamentale Unvermögen der Sprache vorzuführen“. Der Film zeige die „Diskrepanz zwischen der Sehnsucht und ihrem Ausdruck“. Nicodemus nannte die beiden Liebenden in ihrem Verhalten autistisch. Der Film handle letztlich „vom Kino selbst: von Empfindungen, Sehnsüchten, Fantasien, die in Körpern eingesperrt sind und nur durch Bilder das Licht der Welt erblicken können“.[3]

Nach den ersten Vorführungen in Ungarn gab Enyedi an, dass Eltern autistischer Kinder zu ihr gekommen seien, um sich für den Film zu bedanken. „Sie [die Eltern] sagten, sie seien glücklich, weil dieser Film Mária so zeigt, wie sie ihre Kinder sehen. Zuallererst mal als wunderbare menschliche Wesen, die zufällig nebenbei auch das Asperger-Syndrom tragen, also autistisch sind“, so die Regisseurin.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ildikó Enyedi mit der gewonnenen Berlinale-Preistrophäe für Körper und Seele

Körper und Seele konkurrierte im Wettbewerb der Berlinale 2017, wo der Film mit dem Goldenen Bären den Hauptpreis des Festivals gewann. Weitere Berlinale-Auszeichnungen waren der FIPRESCI-Preis, der Preis der Ökumenischen Jury und der Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost. Im Juni 2017 gewann Enyedis Regiearbeit den Hauptpreis des Sydney Film Festival.[5] Im selben Jahr folgte der Goldene Frosch für Kameramann Máté Herbai auf dem polnischen Camerimage-Festival sowie der Publikumspreis des Mumbai Film Festivals.

Der Film erhielt vier Nominierungen für den Europäischen Filmpreis 2017 (Film, Regie, Darstellerin, Drehbuch), Hauptdarstellerin Alexandra Borbély gewann den Preis. Im September 2017 wurde Körper und Seele als ungarischer Kandidat auf eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film ausgewählt[6] und gelangte unter die fünf nominierten Filmproduktionen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: On Body and Soul – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nobach, Marius: Körper und Seele. In: Filmdienst 19/2017 (abgerufen via Munzinger Online)
  2. Grater, Tom: Berlin: ‘The Other Side Of Hope’ tops Screen’s final jury grid. In: Screen Daily, 20. Februar 2017 (abgerufen am 24. September 2017).
  3. Nicodemus, Katja: Das Festival der schweigsamen Filme. In: Die Zeit, 16. Februar 2017, Nr. 8, S. 46.
  4. Mitteldeutscher Rundfunk: ‚Körper und Seele‘: eine seltsam schöne Liebesgeschichte (Video). In: ardmediathek.de, 16. September 2017, 1:38 min ff. (abgerufen am 24. September 2017).
  5. Bulbeck, Pip: Sydney Festival: Ildiko Enyedi’s ‘On Body and Soul’ Wins Film Prize. In: The Hollywood Reporter, 19. Juni 2017 (abgerufen am 24. September 2017).
  6. Clarke, Stewart: Hungary Selects Golden Bear Winner ‘On Body and Soul’ as Foreign Language Oscar Entry. In: Variety, 5. September 2017 (abgerufen am 24. September 2017).
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