Kasachische Griechisch-katholische Kirche

Die Kasachische Griechisch-katholische Kirche ist eine mit der römisch-katholischen Kirche in voller Kirchengemeinschaft befindliche unierte Ostkirche in Kasachstan.

Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entstehung der unierten katholischen Kirche in Kasachstan gründet auf der, durch den Stalinismus verursachten, Christenverfolgung in der ehemaligen Sowjetunion. Die Mehrheit der heutigen kasachisch griechisch-katholischen Christen ist überwiegend ukrainischer Herkunft und war kirchenrechtlich ein Teil der Ukrainischen Griechisch-katholischen Kirche. Ab dem Jahr 1939 wurden tausende Ukrainer, vorwiegend aus katholischen Gebieten der Westukraine, nach Kasachstan deportiert, die kirchliche Hierarchie ab dem Jahre 1946 entweder durch eine staatlich angeordnete systematische Gezielte Tötung, oder Verhaftungen und Verbringungen in den Gulag annähernd vernichtet.[1][2]

Das Überleben der griechisch-katholischen Christen in Kasachstan wurde in den 1950er Jahren durch die Untergrundtätigkeit griechisch-katholischer Priester mehr oder weniger gewährleistet. Ihre pastorale Tätigkeit war vorwiegend auf die kasachische Stadt Qaraghandy beschränkt, welche die größte griechisch-katholische ukrainisch geprägte Kirchengemeinde vorzuweisen hatte. Die pastorale Leitung der griechisch-katholischen Kirche in Kasachstan oblag dem griechisch-katholisch ukrainischen Bischof Oleksandr Khyra. Die erste offizielle Feier einer Gemeindemesse im Byzantinischen Ritus wurde im Jahre 1979, in der römisch-katholischen Kirchengemeinde von Karaganda, abgehalten.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den 1990er Jahren wird das kirchliche Gemeindeleben weiterhin durch vorwiegend aus der Ukraine stammende griechisch-katholische Priester bestimmt. Erster, durch Papst Johannes Paul II. ernannter, Apostolischer Visitator für die griechisch-katholischen Christen in Kasachstan und Zentralasien wurde im Jahre 1996 der aus der Ordensgemeinschaft der Basilianer hervorkommende Bischof Wassylij Medwit.

Die griechisch-katholische Kirche in Kasachstan ist kirchenrechtlich in sieben Kirchengemeindengegliedert, die sich in den Städten Karaganda (die Verwaltungseinheit von Karaganda), in Astana und Pavlodar befinden.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1], Kirchengeschichte auf Seiten der „www.risu.org.ua“, aufgerufen am 15. August 2009
  2. [2] (PDF; 179 kB), Glaubensache Kirche und Politik im Osten Europas, OSTEUROPA 6/2009, S. 7–27, Gott und die Welt Kirche und Religion in Osteuropa, von Thomas Bremer und Jennifer Wasmuth, „uni-muenster.de.“ aufgerufen am 15. August 2009
  3. [3] (PDF; 331 kB), Länderinformation Mittelasiatische Republiken aufgerufen auf Seiten der „www.ekd.de“ am 15. August 2009

Die Kasachische Griechisch-katholische Kirche ist eine mit der römisch-katholischen Kirche in voller Kirchengemeinschaft befindliche unierte Ostkirche in Kasachstan.

Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entstehung der unierten katholischen Kirche in Kasachstan gründet auf der, durch den Stalinismus verursachten, Christenverfolgung in der ehemaligen Sowjetunion. Die Mehrheit der heutigen kasachisch griechisch-katholischen Christen ist überwiegend ukrainischer Herkunft und war kirchenrechtlich ein Teil der Ukrainischen Griechisch-katholischen Kirche. Ab dem Jahr 1939 wurden tausende Ukrainer, vorwiegend aus katholischen Gebieten der Westukraine, nach Kasachstan deportiert, die kirchliche Hierarchie ab dem Jahre 1946 entweder durch eine staatlich angeordnete systematische Gezielte Tötung, oder Verhaftungen und Verbringungen in den Gulag annähernd vernichtet.[1][2]

Das Überleben der griechisch-katholischen Christen in Kasachstan wurde in den 1950er Jahren durch die Untergrundtätigkeit griechisch-katholischer Priester mehr oder weniger gewährleistet. Ihre pastorale Tätigkeit war vorwiegend auf die kasachische Stadt Qaraghandy beschränkt, welche die größte griechisch-katholische ukrainisch geprägte Kirchengemeinde vorzuweisen hatte. Die pastorale Leitung der griechisch-katholischen Kirche in Kasachstan oblag dem griechisch-katholisch ukrainischen Bischof Oleksandr Khyra. Die erste offizielle Feier einer Gemeindemesse im Byzantinischen Ritus wurde im Jahre 1979, in der römisch-katholischen Kirchengemeinde von Karaganda, abgehalten.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den 1990er Jahren wird das kirchliche Gemeindeleben weiterhin durch vorwiegend aus der Ukraine stammende griechisch-katholische Priester bestimmt. Erster, durch Papst Johannes Paul II. ernannter, Apostolischer Visitator für die griechisch-katholischen Christen in Kasachstan und Zentralasien wurde im Jahre 1996 der aus der Ordensgemeinschaft der Basilianer hervorkommende Bischof Wassylij Medwit.

Die griechisch-katholische Kirche in Kasachstan ist kirchenrechtlich in sieben Kirchengemeindengegliedert, die sich in den Städten Karaganda (die Verwaltungseinheit von Karaganda), in Astana und Pavlodar befinden.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1], Kirchengeschichte auf Seiten der „www.risu.org.ua“, aufgerufen am 15. August 2009
  2. [2] (PDF; 179 kB), Glaubensache Kirche und Politik im Osten Europas, OSTEUROPA 6/2009, S. 7–27, Gott und die Welt Kirche und Religion in Osteuropa, von Thomas Bremer und Jennifer Wasmuth, „uni-muenster.de.“ aufgerufen am 15. August 2009
  3. [3] (PDF; 331 kB), Länderinformation Mittelasiatische Republiken aufgerufen auf Seiten der „www.ekd.de“ am 15. August 2009
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