Kinije

Kinije (englisch Qiniyeh, kurmandschi Kînîçê) ist ein jesidisches Dorf im Norden des Iraks. Es liegt im Distrikt Sindschar, südlich des Dschabal Sindschar und südöstlich der gleichnamigen Hauptstadt (Sindschar) des Distriktes im Gouvernement Ninawa.[1] Internationale Bekanntheit erlangte das Dorf 2014 durch den Völkermord des Islamischen Staates an den Jesiden.[2][3][4]

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Kinije
Lage
Kinije
Koordinaten 36° 13′ N, 41° 58′ OKoordinaten: 36° 13′ N, 41° 58′ O
Staat Irak
Gouvernement Ninawa
Distrikt Sindschar
Basisdaten

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. August 2014 wurden 85 bis 90 Jesiden (darunter auch zwölfjährige Jungen) von IS-Terroristen in Kinije erschossen. Diese Jesiden waren in einer Gruppe von mindestens 300 weiteren Jesiden unterwegs, die in die Berge vor den IS-Terroristen flüchten wollten.[5][6][7] Auch im Nachbardorf Kocho wurden am 15. August 2014 über 600 Jesiden auf barbarischer Weise getötet.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DIE WELT: Nordirak: Amnesty wirft IS-Milizen massive Gräueltaten vor. In: DIE WELT. 2. September 2014 (welt.de [abgerufen am 21. Januar 2018]).
  2. SPIEGEL ONLINE, Hamburg, Germany: Islamischer Staat: Amnesty wirft IS ethnische Säuberung vor - SPIEGEL ONLINE. Abgerufen am 21. Januar 2018.
  3. FOCUS Online: Amnesty: IS führt systematische Säuberungen durch. In: FOCUS Online. (focus.de [abgerufen am 21. Januar 2018]).
  4. IS führt Massenhinrichtungen durch: Amnesty sieht "systematische Säuberungen" - n-tv.de. In: n-tv.de. (n-tv.de [abgerufen am 21. Januar 2018]).
  5. Südwest Presse Online-Dienste GmbH: London: Amnesty: Massenmord durch IS im Irak - Debatte um Waffen. In: swp.de. 3. September 2014 (swp.de [abgerufen am 21. Januar 2018]).
  6. Frankfurter Rundschau: Irak: Völkermord mit System | Frankfurter Rundschau. Abgerufen am 21. Januar 2018.
  7. Erschütternde Beweise für ethnische Säuberungen im Nordirak durch IS | Amnesty International. Abgerufen am 21. Januar 2018.
  8. Das Massaker von Kocho: Ein Überlebender berichtet | ÊzîdîPress. Abgerufen am 21. Januar 2018 (deutsch).
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