Leineweberdenkmal

Leineweberdenkmal

Das Leineweberdenkmal ist ein Denkmal in der Stadt Bielefeld im Stadtbezirk Mitte. Es befindet sich östlich der Altstädter Nicolaikirche im Altstädter Kirchpark. Geschaffen wurde es im Jahr 1909 von dem Bildhauer Hans Perathoner. Es wurde ebenso wie das Grafschaftsdenkmal in Jöllenbeck anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Grafschaft Ravensberg errichtet.

Das Denkmal besteht aus einer drei Meter hohen bronzenen Leineweberfigur, die auf einem Sockel steht, und erinnert daran, dass in Bielefeld zum Anfang des 20. Jahrhunderts die Leineweber eine große Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt bildeten. Die Figur trägt eine Kiepe und greift damit das in Westfalen verbreitete Klischee des Kiepenkerls auf.

Modell für das Denkmal stand der ehemalige Leineweber Jobst Heinrich Heienbrok aus Jöllenbeck, der drei Monate lang täglich von hier zur Sparrenburg zog. Als ein Modell der Skulptur halbtrocken bewegt wurde, brach es zusammen, wobei sich Erich Lossie, ein damaliger Schüler Perathoners, verletzte.

Zuerst stand das Denkmal an der Nordseite der Altstädter Nicolaikirche und blickte nach Westen zur Niedernstraße. Es wurde 1954 versetzt, als der kriegszerstörte Platz umgestaltet wurde. Nach Protesten von Bürgern kehrte es 1960 an seinem heutigen Standort zurück.

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Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Koordinaten: 52° 1′ 16,1″ N, 8° 31′ 58,1″ O

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