Lofa (Fluss)

Lofa
Little Cape Mount River
Daten
Lage Guinea, Liberia, Westafrika
Flusssystem Lofa
Mündung Atlantischer OzeanKoordinaten: 6° 34′ 6″ N, 11° 2′ 55″ W
6° 34′ 6″ N, 11° 2′ 55″ W
Mündungshöhe m
Einzugsgebiet 9194 km²

Linke Nebenflüsse Mahe River, Lawa
Schiffbar nicht schiffbar

Der Lofa (englisch: Lofa River), auch bekannt als Little Cape Mount River, ist ein Fluss in Westafrika, Anrainer sind die Republiken Liberia und Guinea (nur Quellgebiet). Der Lofa ist wegen zahlloser Stromschnellen und Untiefen nicht schiffbar, wird aber seit Jahrhunderten von den Afrikanern mit Booten und Einbäumen als Transportweg genutzt.

Der Lofa hat ein Einzugsgebiet von 9 194 km², er entspringt in der Präfektur Macenta im Südosten der Republik Guinea, durchfließt den westlichen Landesteil der Republik Liberia (Lofa-, Gbarpolu- und Bomi-County) und mündet südlich von Bomboja in den Atlantik.[1]Im Mittellauf trifft der Fluss auf die Bergkette Wonegizi Range und durchfließt den Kpelle National Forest. Die Wasserführung des Flusses wechselt im jahreszeitlichen Verlauf beständig:

  • am Oberlauf, an der hydrographischen Station Dougami, Liberia, Einzugsgebiet 236 km², wird das Maximum im Monat September erreicht, es beträgt 123,9 m³/s, das Minimum wird im Februar mit 4,6 m³/s registriert.[2]

Am Oberlauf des Lofa befindet sich ein Verbreitungsgebiet des Zwergflusspferdes, dort wurde 1911 im Auftrag der New York Zoological Society ein Paar dieser seltenen Tiere vom deutschen Afrikaforscher Hans Schomburgk gefangen und auf abenteuerlichen Wegen in die USA gebracht.[3]

Am Lofa wurden schon im 19. Jahrhundert Diamanten und Goldvorkommen entdeckt, diese werden von einheimischen Goldsuchern und Abenteurern ohne den Einsatz moderner Bergbautechnik betrieben.Am Unterlauf befinden sich ausgedehnte Kautschuk-Plantagen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J.W. Lugenbeel: The republic of Liberia: its geography, climate, soil and productions, witha a history of its early settlements. G.S. Stockwell, New York 1868, S. 299. (Digitalisat bei Google-Books)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The State of the Environment (SOE) Report 2006. United Nations Development Programme, 2006, S. 37, abgerufen am 30. Januar 2011 (PDF; 2,8 MB, englisch).
  2. Lofa River (1186). In: River Discharged Database, Gaylord Nelson Institut, University of Wisconsin–Madison. Abgerufen am 30. Januar 2011.
  3. At last New York has a pair of Pygmy Hippos. New York Times, 14. Dezember 1912, abgerufen am 30. Januar 2011 (englisch).
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