Norbert Vojta

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Norbert Vojta, 2016

Norbert „Max-Josef“ Vojta (* 9. November 1953 in Hamburg) ist ein deutscher Journalist, Fernsehproduzent, Geschäftsführer und Honorarprofessor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vojtas Vater war Chefmaskenbildner an der Hamburgischen Staatsoper. Seine Mutter Käthe war Schauspielerin. So wuchs er in der Opernwelt auf und war an der Oper fast 30 Jahre Statist. Sein Vater starb am 1. April 1973. Seine Mutter heiratete 1985 den ehemaligen Verteidigungsminister Georg Leber.

Vojta machte 1971 als 18-Jähriger sein erstes Tonbandinterview im Herrensolo der Hamburgischen Staatsoper mit dem französischen Pantomimen Marcel Marceau, der dort Candide (französisch Candide ou l’optimisme) nach Voltaire inszenierte. 1977 folgte eine zweijährige Ausbildung zum Musikverlagskaufmann bei den Hamburger Musikverlagen Dr. Hans Sikorski. Dort bekam er Kontakt mit Künstlern wie Rolf Zuckowski, Les Humphries und Jürgen Drews. 1979 folgte eine Ausbildung zum Aufnahmeleiter Fernsehen beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg. Als gehobener Aufnahmeleiter Fernsehen war er mitverantwortlich für ARD-Tatorte, TV-Unterhaltungsshows und die Zollfahnder-Fernsehserie Schwarz Rot Gold unter der Regie von Dieter Wedel sowie für diverse Livesendungen der Aktuellen Schaubude. 1982 wechselte er als Redakteur in die Hauptabteilung Politik Hörfunk des Norddeutschen Rundfunks. Dort war er als Journalist und Moderator aktiv, unter anderem im NDR-Verkehrsstudio. Während dieser Zeit war er darüber hinaus Betriebsrat des Norddeutschen Rundfunks. 1984 folgte ein Wechsel zum NDR-Fernsehen. In dessen Regionalmagazin Hamburger Journal moderierte er als TV-Reporter, drehte TV-Reportagen und war unter anderem Mitte der 1980er Jahre der NDR-„Wetterfrosch“.

1988 folgte er einem Ruf als „Redakteur m. b. s. A.“ (mit besonders schwierigen Aufgaben) und Hauptabteilungsleiter nach Berlin zur dortigen Rundfunkanstalt[1]RIAS. Er moderierte den Vorläufer des ARD/ZDF-Frühstücksfernsehens bei RIAS-TV mit den Moderatorinnen Claudia Schreiner-Seip und Nina Ruge. An seinem Geburtstag 1989 öffneten sich die Grenzen und er war am Grenzübergang Invalidenstraße im Einsatz.

1990 wechselte er als leitender Redakteur zu Sat.1, wo er das Regionalmagazin Wir in Berlin moderierte und Reportagen produzierte. Als Sat.1-Korrespondent führte er TV-Interviews mit Ministern und Abgeordneten des ersten frei gewählten Parlaments der DDR und mit dem Ministerpräsidenten Lothar de Maizière. In diesem Zusammenhang lernte er in der Ost-Berliner Geschäftsstelle der Partei Demokratischer Aufbruch (DA) Angela Merkel kennen, die als Pressesprecherin des Vorstandsvorsitzenden des DA, Wolfgang Schnur, wirkte. 1991 folgte ein Ruf zum Axel Springer Verlag nach Hamburg und Berlin. Vojta wurde Chefreporter in der Chefredaktion der Bild-Zeitung und persönlicher Beauftragter des Chefredakteurs Bild-Gesamt Hans-Hermann Tiedje. Hier schrieb er diverse Seite-1-Storys über Politiker und TV-Künstler. Ebenso war er für das „Bild-Frühstück“ verantwortlich.

Für die Bild-Zeitung interviewte Vojta den Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nach dem 1990 auf diesen verübten Attentat. Ebenso begleitete er mit Schlagzeilen und Reportagen das Krebsleiden des Chefsprechers der Tagesschau, Karl-Heinz Köpcke bis zu Köpckes Tod am 30. September 1991.

Danach war er Senior Consultant bei der Beratungsagentur WMP Eurocom in Berlin.

1993 folgte ein Wechsel als Mitglied der Redaktionsleitung zum RTL-Fernsehen nach München zur Gottschalk Late Night-Show. Dort lud er Politiker, Vorstandsvorsitzende und Schauspieler ein und begleitete sie, unter anderem Heinz Rühmann, O. W. Fischer, Lauren Bacall, Ferdinand Piëch, Werner Michael Bahlsen und Dieter Zetsche.

1995 ging er zurück zum NDR-Fernsehen in die Hauptabteilung Show, Fernsehen und fiktionale Unterhaltung, wo er als verantwortlicher Redakteur agierte. Er leitete TV-Sendungen wie Wunderschöner Norden oder die Aktuelle Schaubude. Im Jahr 2001 wurde er Chefredakteur bei der Filmreif TV GmbH und German Media Consult GmbH in Hamburg. Danach gründete er sein erstes eigenes Unternehmen, die Business Communications Group, erst als GbR, dann als GmbH. Daraus wurde die Vojta & Partner GmbH und Co. KG Verwaltungs- und Mediengesellschaft mit Norbert Vojta als Geschäftsführer gegründet. Hauptaufgabe war es, für die interne Kommunikation großer Unternehmen (wie Tchibo) informative TV-Sendungen für das Internet zu entwickeln und zu leiten.

Am 9. Juni 2008 stürzte er im Bahnhof Hamburg Dammtor in das Gleisbett und wurde von einem ICE überfahren. Es folgte eine Amputation des linken Oberschenkels und des rechten Fußes.[2] Nach Krankenhaus-Aufenthalten in St. Georg und dem Unfallkrankenhaus Boberg lebte er auf seinen Wunsch ein halbes Jahr in einem Hamburger Altenheim. Er nahm im Jahr 2010 wieder seinen Job als Geschäftsführer in seinem Medienunternehmen auf. Es folgten diverse Auftritte in TV-Talkshows.

Am 31. Mai 2010 wurde er vom Präsidenten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Elmar Lampson, gemäß § 17 des Hamburgischen Hochschulgesetzes zum Honorarprofessor ernannt und sein Medien-Unternehmen änderte seinen Namen in Prof. Vojta & Partner GmbH und Co. KG.[3]

Er ist seit dem 10. Juli 2010 für den Axel Springer Verlag als Autor und Kolumnist tätig.[4] Alle zwei Wochen führte er bis 20. August 2011 für die Norddeutschlandausgaben der Bild-Zeitung Interviews mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Unterhaltung und Sport.[5] Seit dem 18. September 2011 führt er Interviews für die Norddeutschlandausgabe der Welt und Welt am Sonntag, seit 23. Juli 2017 auch für die Bundesausgabe der Welt am Sonntag.

Er ist verheiratet und hat einen Sohn.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert Kundler: RIAS Berlin, Eine Radiostation in einer geteilten Stadt. In: Herbert Kundler (Hrsg.): ISBN 978-3-496-02536-8.
  2. Mark Bittner, Marco Zitzow: ICE fährt Norbert Vojta Bein ab. In: Bild.de. 10. Juli 2008, abgerufen am 29. Oktober 2016.
  3. Professorentitel für Norbert Vojta. In: welt.de. 1. Juni 2010, abgerufen am 29. Oktober 2016.
  4. Norbert Vojta: DIE WELT "Vojta fragt nach". Axel Springer Verlag, 28. Januar 2017, abgerufen am 7. Februar 2017.
  5. Norbert Vojta: WELT am Sonntag. Vojta fragt nach. Axel Springer Verlag, 2. März 2013, abgerufen am 2. Juli 2017 (deutsch).
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