Olympische Winterspiele 2018

XXIII. Olympische Winterspiele
Motto Passion. Connected.
(하나된 열정)
[1]
Austragungsort Pyeongchang, Südkorea
Wettbewerbe 102[2] in 7 Sportarten
Eröffnung 9. Februar 2018
Schlussfeier 25. Februar 2018
Stadion PyeongChang Olympic Stadium
Präsentation der Silber-, Gold- und Bronzemedaillen, die in Pyeongchang zu gewinnen sind.

Die XXIII. Olympischen Winterspiele sollen vom 9. bis 25. Februar 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang stattfinden. Es sind nach den Sommerspielen 1988 in Seoul die zweiten Olympischen Spiele in Südkorea. Damit finden, die beiden japanischen Winterspiele 1972 in Sapporo und 1998 in Nagano eingerechnet, insgesamt zum dritten Mal Olympische Winterspiele in Ostasien statt. Für Pyeongchang war es nach den knapp gescheiterten Bewerbungen 2010 und 2014 der dritte Anlauf einer Bewerbung.

Wahl des Austragungsortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur festgelegten Frist am 15. Oktober 2009[3] reichten drei Städte ihre Bewerbung zur Durchführung der Olympischen Winterspiele 2018 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein: Annecy (Frankreich), München (Deutschland), und Pyeongchang (Südkorea). Aus den drei vorliegenden Bewerbungen ernannte das IOC am 22. Juni 2010 München und Pyeongchang als offizielle Kandidaten. Annecy, ebenfalls im Status eines offiziellen Kandidaten, musste eine Überarbeitung des Sportstättenkonzeptes nachreichen.[4]

Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort der Spiele fiel am 6. Juli 2011 in Durban. 110 stimmberechtigte Mitglieder des IOC waren zur Abstimmung zugelassen, wobei die Mitglieder der Bewerberländer ihr Stimmrecht nicht ausüben durften. Vor der Wahl hatten die drei Kandidaten noch einmal Gelegenheit, die Vorzüge ihrer Bewerbung zu präsentieren. Von den 110 stimmberechtigten Mitgliedern, nahmen 95 Mitglieder an der Wahl teil. Pyeongchang wurde direkt im ersten Wahlgang mit 63 der insgesamt 95 Stimmen zum Ausrichter gewählt – 48 Stimmen waren für den Sieg im ersten Wahlgang erforderlich.[5][6]

Ergebnisse der Wahl in der Übersicht:

Wahlresultate
Stadt Land Wahlergebnis
Pyeongchang Korea Sud Südkorea 63
München Deutschland Deutschland 25
Annecy Frankreich Frankreich 7

Wettkampfstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Austragungsorte der Olympischen Winterspiele 2018

Die Eröffnungsfeier und die Schlussfeier sollen im PyeongChang Olympic Stadium stattfinden. Die eigentlichen Wettkämpfe sollen im PyeongChang Mountain Cluster und im Gangneung Coastal Cluster stattfinden.[7]

PyeongChang Mountain Cluster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gangneung Coastal Cluster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher haben sich Athleten aus 94 Ländern für die Olympischen Winterspiele qualifiziert. Ecuador, Eritrea, Kosovo, Malaysia, Nigeria und Singapur wollen zum ersten Mal an Olympischen Winterspielen teilnehmen. Wegen des durch den McLaren-Report bekannt gewordenen Staatsdopings wurde Russland von den Spielen ausgeschlossen, einzelne Sportler dürfen unter neutraler Flagge starten, sofern sie nachweisen können, nicht in die Dopingaffäre verwickelt zu sein.[8]

Des Weiteren wurde Mitte Januar nach Gesprächen zwischen Nord- und Südkorea bekannt, dass die beiden Länder bei der Eröffnungsfeier unter einer gesamtkoreanischen Flagge einlaufen werden, wie bereits bei den Olympischen Sommerspielen 2000 und 2004. Darüberhinaus wird zum ersten Mal in der Olympischen Geschichte ein gesamtkoreanisches Team im Damen-Eishockey gebildet, das unter dem neugeschaffenen IOC-Code COR an den Start gehen wird.[9][10]

Europa (49 Länder + 1 Mannschaft)
Amerika (14 Länder)
Asien (19 Länder + 1 Mannschaft)
Afrika (8 Länder)
Ozeanien (3 Länder)

Stand: 22. Januar 2018

Doping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das IOC hat am 5. Dezember 2017 Russland wegen systematischen Dopings von der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2018 ausgeschlossen. Einzelne saubere russische Athleten dürfen aber starten.[11] Dies ist die bisher schärfste Maßnahme des IOC gegen Doping. Aufgrund des im McLaren-Report nachgewiesenen systematischen staatlichen Dopings russischer Athleten bei den Winterspielen 2014 in Sotschi und der Erkenntnisse wurde erstmals eine ganze Nation von den Olympischen Spielen ausgeschlossen.

Symbolik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bewerberlogo Pyeongchangs zeigte stilisiert die Silhouette des Taebaeks sowie einige Schneekristalle, was die Schönheit der dortigen Landschaft im Winter darstellen sollte.

Das offizielle Logo wurde am 3. Mai 2013 vorgestellt.[12] Es ist angelehnt an das koreanische Alphabet. Dargestellt sind die Anfangsbuchstaben des Austragungsortes Pyeongchang: , der erste Buchstaben der Silbe Pyeong, und , der erste Buchstabe der Silbe Chang. Die Farben sind die der olympischen Ringe, repräsentieren aber auch die traditionellen Farben Koreas.

Motto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

New horizons (dt. „Neue Horizonte“) war der während der Kandidatur verwendete Bewerbungsslogan Pyeongchangs. Er sollte Koreas Vision darstellen, die Popularität von Wintersport sowohl in Südkorea als auch in ganz Kontinentalasien zu erhöhen. Am 16. Mai 2015 gab das Organisationskommittee für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang (POCOG) den offiziellen Slogan bekannt, Passion. Connected. „Passion“ (dt. Leidenschaft) steht hier für ein Fest, das Menschen aus aller Welt im Rahmen des Sports feiern, während sie sich gegenseitig zu Höchstleistungen motivieren, die Gastfreundschaft der Südkoreaner genießen und den Geist der olympischen Spiele in sich aufnehmen. „Connected“ (dt. verbunden) steht hier für die Offenheit Pyeongchangs gegenüber allen Gästen sämtlicher Generationen und Herkünfte sowie den Versuch, den Wintersport in Asien noch beliebter zu machen.

Maskottchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Soohorang und Bandabi

Am 27. Juni 2014 wurden die beiden Maskottchen für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele vorgestellt, Soohorang, ein weißer Tiger, und Bandabi, ein asiatischer Schwarzbär.[13]Soohorang steht als Maskottchen der Olympischen Winterspiele und eng mit der koreanischen Mythologie verwurzeltes Tier für Vertrauen, Stärke sowie Schutz, Bandabi für eisernen Willen und Mut.

Zeremonien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eröffnungsfeier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eröffnungsfeier findet am 9. Februar um 20:00 Uhr (Ortszeit) bzw. 12:00 Uhr (Mitteleuropäische Zeit) im PyeongChang Olympic Stadium statt.

Sportarten, Zeitplan und Resultate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi wurden 98 Wettbewerbe in sieben Sportarten und 15 Disziplinen ausgetragen. Das Programm wurde für die Winterspiele 2018 auf 102 Wettbewerbe bei unveränderter Anzahl der Sportarten und Disziplinen erweitert. Nachfolgend sind die neuen Wettbewerbe im olympischen Programm aufgelistet, der Parallelslalom im Snowboard wurde, um Platz zu schaffen, gestrichen.[14]

Legende zum nachfolgend dargestellten Wettkampfprogramm:

    Eröffnungs- und Abschlusszeremonie         Show-Veranstaltung         Qualifikationswettkämpfe      x  Finalentscheidungen

Letzte Spalte: Gesamtanzahl der Entscheidungen in den einzelnen Sportarten

Zeitplan der Olympischen Winterspiele 2018 (mit Anzahl der Entscheidungen)
Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Gesamt
Februar  8.  9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.
Eröffnung
Biathlon 1 1 2 1 1 1 1 1 1 1 11
Bobsport 1 1 1 3
Curling 1 1 1 3
Eishockey 1 1 2
Eiskunstlauf 1 1 1 1 1 5
Eisschnelllauf 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 2 14
Freestyle-Skiing 1 1 1 1 2 1 1 1 1 10
Nordische Kombination 1 1 1 3
Rennrodeln 1 1 1 1 4
Shorttrack 1 1 2 1 3 8
Skeleton 1 1 2
Ski Alpin 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 11
Skilanglauf 1 1 2 1 1 1 1 2 1 1 12
Skispringen 1 1 1 1 4
Snowboard 1 1 1 1 1 1 1 3 10
Abschluss
Medaillenentscheidungen     5 7 8 8 6 7 5 9 6 3 5 7 8 6 8 4 102
Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Gesamt
Februar 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die europäischen Fernseh- und Multiplattform-Übertragungsrechte verkaufte das IOC an Discovery Communications, die Mutter von Eurosport.[15] Am 11. August 2017 einigten sich der Medienkonzern sowie die Sender ARD und ZDF nach langen Verhandlungen auf den Erwerb von Sublizenzen. Die beiden deutschen Sender dürfen nun „Livestrecken“ von den kommenden vier Olympischen Spielen in Funk, Fernsehen und auch in ihren Mediatheken ausstrahlen. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 werden von den Eiskunstlauf-, Shorttrack- und Snowboard-Wettbewerben jedoch lediglich „umfangreiche Highlights“ gesendet.[16]

Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Großbritannien strahlt die British Broadcasting Corporation bewegte Bilder von den Spielen aus.[17]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der öffentlich-rechtliche Österreichische Rundfunk (ORF) sicherte sich nach Verhandlungen mit Discovery Communications die Rechte für die Übertragung der Spiele 2018 in Fernsehen, Radio und Internet.[18]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz wird das Schweizer Fernsehen von den Olympischen Spielen berichten.[17]

Umweltschäden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 2014 wurde im Auftrag der Provinzregierung Gangwon mit einer Waldrodung für die Abfahrtsstrecke auf dem Mount Gariwang begonnen. Dazu wurden ca. 58.000 bis zu 500 Jahre alte Bäume gefällt, darunter der Wangsasre-Baum, eine seltene Birke.[19]

Konflikt mit Nordkorea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der anhaltenden militärischen Drohungen aus Nordkorea gibt es Forderungen bzw. Vorschläge die Spiele zu verlegen, falls der Konflikt eskalieren sollte. Als Alternativen werden das russische Sotschi, welches die Winterspiele 2014 austrug, sowie München, das gegen Pyeongchang in der Bewerbung scheiterte, in Erwägung gezogen. Das IOC sieht allerdings zur Zeit kein direktes Risiko. Man werde aber die Lage genau beobachten. Fünf Monate vor Beginn der Olympischen Spiele waren nur 4,8 Prozent der Eintrittskarten verkauft.[20]

In seiner Neujahrsansprache 2018 wünschte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un dem Süden „erfolgreiche Wettbewerbe“ und kündigte an, eine Delegation zu den Spielen zu entsenden, was der Süden begrüßte.[21]

Eintrittskarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Oktober 2016 ist es möglich, Tickets für die Spiele zu erhalten. Diese kosten zwischen 20.000 (etwa 16 €) und 900.000 ₩ (etwa 726 €). Mit Preisen zwischen 300.000 ₩ (etwa 242 €) und 900.000 ₩ (etwa 726 €) sind die Eintrittskarten für das Finale im Eishockey die mit Abstand teuersten, wohingegen Biathlon- oder Rennrodel-Wettbewerbe günstiger sind, da diese Sportarten im asiatischen Raum relativ unbekannt sind.

Paralympische Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Winter-Paralympics 2018

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Olympische Winterspiele 2018 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. New Slogan “Passion.Connected.” is unveiled. In: pyeonchang2018.com. 16. Mai 2015, abgerufen am 24. September 2016.
  2. Deutsche Presse-Agentur: IOC-Reformen: Winter-Olympia 2018 soll richtig cool werden. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Juni 2015, abgerufen am 23. Februar 2016.
  3. 2018 Candidature Acceptance Procedure. IOC, 30. Juli 2009, abgerufen am 3. Januar 2018 (pdf; 3,7 MB, englisch).
  4. Munich, Annecy and PyeongChang move to next level of competition to host 2018 Olympic Winter Games. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 22. Juni 2010, abgerufen am 3. Januar 2018 (englisch).
  5. Three Applicant Cities for the 2018 Olympic Winter Games. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 16. Oktober 2009, abgerufen am 3. Januar 2018 (englisch).
  6. Vergabe für 2018: Münchens Olympia-Traum ist geplatzt. In: spiegel.de. Spiegel Online, 6. Juli 2011, abgerufen am 3. Januar 2018.
  7. Venues. Abgerufen am 7. November 2017.
  8. Russische Athleten dürfen nur unter neutraler Flagge starten Die Welt online, 5. Dezember 2017
  9. UNIFIED KOREAN OLYMPIC TEAM TO MARCH AT OLYMPIC WINTER GAMES PYEONGCHANG 2018. olympic.org, abgerufen am 22. Januar 2018 (englisch).
  10. Pyeongchang 2018: Nordkorea stimmt gemeinsamem Team mit Südkorea zu - SPIEGEL ONLINE. In: spiegel.de. Abgerufen am 17. Januar 2018.
  11. ARD: Brennpunkt (5.11.2017)
  12. PyeongChang 2018 Launches Official Emblem. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 3. Mai 2013, abgerufen am 7. Mai 2013 (englisch).
  13. Weißer Tiger „Soohorang“ ist Maskottchen für Pyeongchang 2018. In: zeit.de. Die Zeit, 2. Juni 2016, abgerufen am 25. September 2016.
  14. Andreas Sten-Ziemons: IOC: 2018 vier neue Winterdisziplinen. In: dw.com. Deutsche Welle, 8. Juni 2015, abgerufen am 8. November 2016.
  15. IOC vergibt sämtliche TV- und Multiplattform-Übertragungsrechte in Europa für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 an Discovery und Eurosport. In: presseportal.de. news aktuell, 29. Juni 2015, abgerufen am 6. April 2016.
  16. Olympia jetzt doch live bei ARD und ZDF. In: tagesschau.de. Abgerufen am 11. August 2017.
  17. ab Olympia 2018 live im TV bei Eurosport: Das ändert sich für die Zuschauer. Abgerufen am 4. Januar 2018.
  18. Olympia 2018 und 2020 im ORF. Abgerufen am 30. August 2017.
  19. Olympia: „Massaker mit der Kettensäge“. In: spiegel.de. Der Spiegel, 8. Dezember 2014, abgerufen am 1. August 2016.
  20. Wird Olympia 2018 in Pyeongchang verlegt? Sotschi und München als Alternativen. Abgerufen am 2. September 2017.
  21. Dirk Godder, dpa: Kim Jong Un: «Atomwaffen-Knopf» immer auf dem Schreibtisch. Hrsg.: Allgemeine Zeitung. (allgemeine-zeitung.de [abgerufen am 2. Januar 2018]).
XXIII. Olympische Winterspiele
Motto Passion. Connected.
(하나된 열정)
[1]
Austragungsort Pyeongchang, Südkorea
Wettbewerbe 102[2] in 7 Sportarten
Eröffnung 9. Februar 2018
Schlussfeier 25. Februar 2018
Stadion PyeongChang Olympic Stadium
Präsentation der Silber-, Gold- und Bronzemedaillen, die in Pyeongchang zu gewinnen sind.

Die XXIII. Olympischen Winterspiele sollen vom 9. bis 25. Februar 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang stattfinden. Es sind nach den Sommerspielen 1988 in Seoul die zweiten Olympischen Spiele in Südkorea. Damit finden, die beiden japanischen Winterspiele 1972 in Sapporo und 1998 in Nagano eingerechnet, insgesamt zum dritten Mal Olympische Winterspiele in Ostasien statt. Für Pyeongchang war es nach den knapp gescheiterten Bewerbungen 2010 und 2014 der dritte Anlauf einer Bewerbung.

Wahl des Austragungsortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur festgelegten Frist am 15. Oktober 2009[3] reichten drei Städte ihre Bewerbung zur Durchführung der Olympischen Winterspiele 2018 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein: Annecy (Frankreich), München (Deutschland), und Pyeongchang (Südkorea). Aus den drei vorliegenden Bewerbungen ernannte das IOC am 22. Juni 2010 München und Pyeongchang als offizielle Kandidaten. Annecy, ebenfalls im Status eines offiziellen Kandidaten, musste eine Überarbeitung des Sportstättenkonzeptes nachreichen.[4]

Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort der Spiele fiel am 6. Juli 2011 in Durban. 110 stimmberechtigte Mitglieder des IOC waren zur Abstimmung zugelassen, wobei die Mitglieder der Bewerberländer ihr Stimmrecht nicht ausüben durften. Vor der Wahl hatten die drei Kandidaten noch einmal Gelegenheit, die Vorzüge ihrer Bewerbung zu präsentieren. Von den 110 stimmberechtigten Mitgliedern, nahmen 95 Mitglieder an der Wahl teil. Pyeongchang wurde direkt im ersten Wahlgang mit 63 der insgesamt 95 Stimmen zum Ausrichter gewählt – 48 Stimmen waren für den Sieg im ersten Wahlgang erforderlich.[5][6]

Ergebnisse der Wahl in der Übersicht:

Wahlresultate
Stadt Land Wahlergebnis
Pyeongchang Korea Sud Südkorea 63
München Deutschland Deutschland 25
Annecy Frankreich Frankreich 7

Wettkampfstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Austragungsorte der Olympischen Winterspiele 2018

Die Eröffnungsfeier und die Schlussfeier sollen im PyeongChang Olympic Stadium stattfinden. Die eigentlichen Wettkämpfe sollen im PyeongChang Mountain Cluster und im Gangneung Coastal Cluster stattfinden.[7]

PyeongChang Mountain Cluster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gangneung Coastal Cluster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher haben sich Athleten aus 94 Ländern für die Olympischen Winterspiele qualifiziert. Ecuador, Eritrea, Kosovo, Malaysia, Nigeria und Singapur wollen zum ersten Mal an Olympischen Winterspielen teilnehmen. Wegen des durch den McLaren-Report bekannt gewordenen Staatsdopings wurde Russland von den Spielen ausgeschlossen, einzelne Sportler dürfen unter neutraler Flagge starten, sofern sie nachweisen können, nicht in die Dopingaffäre verwickelt zu sein.[8]

Des Weiteren wurde Mitte Januar nach Gesprächen zwischen Nord- und Südkorea bekannt, dass die beiden Länder bei der Eröffnungsfeier unter einer gesamtkoreanischen Flagge einlaufen werden, wie bereits bei den Olympischen Sommerspielen 2000 und 2004. Darüberhinaus wird zum ersten Mal in der Olympischen Geschichte ein gesamtkoreanisches Team im Damen-Eishockey gebildet, das unter dem neugeschaffenen IOC-Code COR an den Start gehen wird.[9][10]

Europa (49 Länder + 1 Mannschaft)
Amerika (14 Länder)
Asien (19 Länder + 1 Mannschaft)
Afrika (8 Länder)
Ozeanien (3 Länder)

Stand: 22. Januar 2018

Doping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das IOC hat am 5. Dezember 2017 Russland wegen systematischen Dopings von der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2018 ausgeschlossen. Einzelne saubere russische Athleten dürfen aber starten.[11] Dies ist die bisher schärfste Maßnahme des IOC gegen Doping. Aufgrund des im McLaren-Report nachgewiesenen systematischen staatlichen Dopings russischer Athleten bei den Winterspielen 2014 in Sotschi und der Erkenntnisse wurde erstmals eine ganze Nation von den Olympischen Spielen ausgeschlossen.

Symbolik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bewerberlogo Pyeongchangs zeigte stilisiert die Silhouette des Taebaeks sowie einige Schneekristalle, was die Schönheit der dortigen Landschaft im Winter darstellen sollte.

Das offizielle Logo wurde am 3. Mai 2013 vorgestellt.[12] Es ist angelehnt an das koreanische Alphabet. Dargestellt sind die Anfangsbuchstaben des Austragungsortes Pyeongchang: , der erste Buchstaben der Silbe Pyeong, und , der erste Buchstabe der Silbe Chang. Die Farben sind die der olympischen Ringe, repräsentieren aber auch die traditionellen Farben Koreas.

Motto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

New horizons (dt. „Neue Horizonte“) war der während der Kandidatur verwendete Bewerbungsslogan Pyeongchangs. Er sollte Koreas Vision darstellen, die Popularität von Wintersport sowohl in Südkorea als auch in ganz Kontinentalasien zu erhöhen. Am 16. Mai 2015 gab das Organisationskommittee für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang (POCOG) den offiziellen Slogan bekannt, Passion. Connected. „Passion“ (dt. Leidenschaft) steht hier für ein Fest, das Menschen aus aller Welt im Rahmen des Sports feiern, während sie sich gegenseitig zu Höchstleistungen motivieren, die Gastfreundschaft der Südkoreaner genießen und den Geist der olympischen Spiele in sich aufnehmen. „Connected“ (dt. verbunden) steht hier für die Offenheit Pyeongchangs gegenüber allen Gästen sämtlicher Generationen und Herkünfte sowie den Versuch, den Wintersport in Asien noch beliebter zu machen.

Maskottchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Soohorang und Bandabi

Am 27. Juni 2014 wurden die beiden Maskottchen für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele vorgestellt, Soohorang, ein weißer Tiger, und Bandabi, ein asiatischer Schwarzbär.[13]Soohorang steht als Maskottchen der Olympischen Winterspiele und eng mit der koreanischen Mythologie verwurzeltes Tier für Vertrauen, Stärke sowie Schutz, Bandabi für eisernen Willen und Mut.

Zeremonien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eröffnungsfeier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eröffnungsfeier findet am 9. Februar um 20:00 Uhr (Ortszeit) bzw. 12:00 Uhr (Mitteleuropäische Zeit) im PyeongChang Olympic Stadium statt.

Sportarten, Zeitplan und Resultate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi wurden 98 Wettbewerbe in sieben Sportarten und 15 Disziplinen ausgetragen. Das Programm wurde für die Winterspiele 2018 auf 102 Wettbewerbe bei unveränderter Anzahl der Sportarten und Disziplinen erweitert. Nachfolgend sind die neuen Wettbewerbe im olympischen Programm aufgelistet, der Parallelslalom im Snowboard wurde, um Platz zu schaffen, gestrichen.[14]

Legende zum nachfolgend dargestellten Wettkampfprogramm:

    Eröffnungs- und Abschlusszeremonie         Show-Veranstaltung         Qualifikationswettkämpfe      x  Finalentscheidungen

Letzte Spalte: Gesamtanzahl der Entscheidungen in den einzelnen Sportarten

Zeitplan der Olympischen Winterspiele 2018 (mit Anzahl der Entscheidungen)
Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Gesamt
Februar  8.  9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.
Eröffnung
Biathlon 1 1 2 1 1 1 1 1 1 1 11
Bobsport 1 1 1 3
Curling 1 1 1 3
Eishockey 1 1 2
Eiskunstlauf 1 1 1 1 1 5
Eisschnelllauf 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 2 14
Freestyle-Skiing 1 1 1 1 2 1 1 1 1 10
Nordische Kombination 1 1 1 3
Rennrodeln 1 1 1 1 4
Shorttrack 1 1 2 1 3 8
Skeleton 1 1 2
Ski Alpin 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 11
Skilanglauf 1 1 2 1 1 1 1 2 1 1 12
Skispringen 1 1 1 1 4
Snowboard 1 1 1 1 1 1 1 3 10
Abschluss
Medaillenentscheidungen     5 7 8 8 6 7 5 9 6 3 5 7 8 6 8 4 102
Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Gesamt
Februar 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die europäischen Fernseh- und Multiplattform-Übertragungsrechte verkaufte das IOC an Discovery Communications, die Mutter von Eurosport.[15] Am 11. August 2017 einigten sich der Medienkonzern sowie die Sender ARD und ZDF nach langen Verhandlungen auf den Erwerb von Sublizenzen. Die beiden deutschen Sender dürfen nun „Livestrecken“ von den kommenden vier Olympischen Spielen in Funk, Fernsehen und auch in ihren Mediatheken ausstrahlen. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 werden von den Eiskunstlauf-, Shorttrack- und Snowboard-Wettbewerben jedoch lediglich „umfangreiche Highlights“ gesendet.[16]

Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Großbritannien strahlt die British Broadcasting Corporation bewegte Bilder von den Spielen aus.[17]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der öffentlich-rechtliche Österreichische Rundfunk (ORF) sicherte sich nach Verhandlungen mit Discovery Communications die Rechte für die Übertragung der Spiele 2018 in Fernsehen, Radio und Internet.[18]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz wird das Schweizer Fernsehen von den Olympischen Spielen berichten.[17]

Umweltschäden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 2014 wurde im Auftrag der Provinzregierung Gangwon mit einer Waldrodung für die Abfahrtsstrecke auf dem Mount Gariwang begonnen. Dazu wurden ca. 58.000 bis zu 500 Jahre alte Bäume gefällt, darunter der Wangsasre-Baum, eine seltene Birke.[19]

Konflikt mit Nordkorea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der anhaltenden militärischen Drohungen aus Nordkorea gibt es Forderungen bzw. Vorschläge die Spiele zu verlegen, falls der Konflikt eskalieren sollte. Als Alternativen werden das russische Sotschi, welches die Winterspiele 2014 austrug, sowie München, das gegen Pyeongchang in der Bewerbung scheiterte, in Erwägung gezogen. Das IOC sieht allerdings zur Zeit kein direktes Risiko. Man werde aber die Lage genau beobachten. Fünf Monate vor Beginn der Olympischen Spiele waren nur 4,8 Prozent der Eintrittskarten verkauft.[20]

In seiner Neujahrsansprache 2018 wünschte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un dem Süden „erfolgreiche Wettbewerbe“ und kündigte an, eine Delegation zu den Spielen zu entsenden, was der Süden begrüßte.[21]

Eintrittskarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Oktober 2016 ist es möglich, Tickets für die Spiele zu erhalten. Diese kosten zwischen 20.000 (etwa 16 €) und 900.000 ₩ (etwa 726 €). Mit Preisen zwischen 300.000 ₩ (etwa 242 €) und 900.000 ₩ (etwa 726 €) sind die Eintrittskarten für das Finale im Eishockey die mit Abstand teuersten, wohingegen Biathlon- oder Rennrodel-Wettbewerbe günstiger sind, da diese Sportarten im asiatischen Raum relativ unbekannt sind.

Paralympische Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Winter-Paralympics 2018

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Olympische Winterspiele 2018 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. New Slogan “Passion.Connected.” is unveiled. In: pyeonchang2018.com. 16. Mai 2015, abgerufen am 24. September 2016.
  2. Deutsche Presse-Agentur: IOC-Reformen: Winter-Olympia 2018 soll richtig cool werden. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Juni 2015, abgerufen am 23. Februar 2016.
  3. 2018 Candidature Acceptance Procedure. IOC, 30. Juli 2009, abgerufen am 3. Januar 2018 (pdf; 3,7 MB, englisch).
  4. Munich, Annecy and PyeongChang move to next level of competition to host 2018 Olympic Winter Games. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 22. Juni 2010, abgerufen am 3. Januar 2018 (englisch).
  5. Three Applicant Cities for the 2018 Olympic Winter Games. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 16. Oktober 2009, abgerufen am 3. Januar 2018 (englisch).
  6. Vergabe für 2018: Münchens Olympia-Traum ist geplatzt. In: spiegel.de. Spiegel Online, 6. Juli 2011, abgerufen am 3. Januar 2018.
  7. Venues. Abgerufen am 7. November 2017.
  8. Russische Athleten dürfen nur unter neutraler Flagge starten Die Welt online, 5. Dezember 2017
  9. UNIFIED KOREAN OLYMPIC TEAM TO MARCH AT OLYMPIC WINTER GAMES PYEONGCHANG 2018. olympic.org, abgerufen am 22. Januar 2018 (englisch).
  10. Pyeongchang 2018: Nordkorea stimmt gemeinsamem Team mit Südkorea zu - SPIEGEL ONLINE. In: spiegel.de. Abgerufen am 17. Januar 2018.
  11. ARD: Brennpunkt (5.11.2017)
  12. PyeongChang 2018 Launches Official Emblem. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 3. Mai 2013, abgerufen am 7. Mai 2013 (englisch).
  13. Weißer Tiger „Soohorang“ ist Maskottchen für Pyeongchang 2018. In: zeit.de. Die Zeit, 2. Juni 2016, abgerufen am 25. September 2016.
  14. Andreas Sten-Ziemons: IOC: 2018 vier neue Winterdisziplinen. In: dw.com. Deutsche Welle, 8. Juni 2015, abgerufen am 8. November 2016.
  15. IOC vergibt sämtliche TV- und Multiplattform-Übertragungsrechte in Europa für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 an Discovery und Eurosport. In: presseportal.de. news aktuell, 29. Juni 2015, abgerufen am 6. April 2016.
  16. Olympia jetzt doch live bei ARD und ZDF. In: tagesschau.de. Abgerufen am 11. August 2017.
  17. ab Olympia 2018 live im TV bei Eurosport: Das ändert sich für die Zuschauer. Abgerufen am 4. Januar 2018.
  18. Olympia 2018 und 2020 im ORF. Abgerufen am 30. August 2017.
  19. Olympia: „Massaker mit der Kettensäge“. In: spiegel.de. Der Spiegel, 8. Dezember 2014, abgerufen am 1. August 2016.
  20. Wird Olympia 2018 in Pyeongchang verlegt? Sotschi und München als Alternativen. Abgerufen am 2. September 2017.
  21. Dirk Godder, dpa: Kim Jong Un: «Atomwaffen-Knopf» immer auf dem Schreibtisch. Hrsg.: Allgemeine Zeitung. (allgemeine-zeitung.de [abgerufen am 2. Januar 2018]).
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