Olympische Winterspiele 2018

XXIII. Olympische Winterspiele
하나된 열정
(Passion. Connected.)
Austragungsort: Pyeongchang, Südkorea
Stadion: PyeongChang Olympic Stadium
Eröffnungsfeier: 9. Februar 2018
Schlussfeier: 25. Februar 2018
Disziplinen: 15
Wettkämpfe: 102
Länder: 91 + 2
Athleten: 2.920
Sotschi 2014
Peking 2022
Medaillenspiegel[1]
Platz Land G S B Σ
1 Norwegen Norwegen 14 14 11 39
2 Deutschland Deutschland 14 10 7 31
3 Kanada Kanada 11 8 10 29
4 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 9 8 6 23
5 Niederlande Niederlande 8 6 6 20
6 Schweden Schweden 7 6 1 14
7 Korea Sud Südkorea 5 8 4 17
8 Schweiz Schweiz 5 6 4 15
9 Frankreich Frankreich 5 4 6 15
10 Osterreich Österreich 5 3 6 14
Vollständiger Medaillenspiegel

Die XXIII. Olympischen Winterspiele fanden vom 8. bis 25. Februar 2018 in der südkoreanischen Region Pyeongchang statt. Es sind nach den Sommerspielen 1988 in Seoul die zweiten Olympischen Spiele in Südkorea. Damit wurden nach den Winterspielen 1972 in Sapporo und 1998 in Nagano zum dritten Mal Olympische Winterspiele in Ostasien veranstaltet. Im Zuge des systematischen Dopings Russlands in den vergangenen Jahren schloss das Internationale Olympische Komitee im Vorhinein das Nationale Olympische Komitee Russlands von den Olympischen Winterspielen 2018 aus; unverdächtige russische Athleten durften aber unter neutraler Flagge starten. Außerdem traten zum ersten Mal seit 30 Jahren Nord- und Südkorea in einer Disziplin zusammen unter einer gemeinsamen Flagge an.

Die Olympiamannschaft aus Norwegen war mit 14 Gold- und Silbermedaillen und elf Bronzemedaillen die erfolgreichste Nation. Mit ebenfalls 14 Goldmedaillen fuhr die deutsche Mannschaft ihr bestes Ergebnis bei olympischen Winterspielen ein.

Wahl des Austragungsortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur festgelegten Frist am 15. Oktober 2009[2] reichten drei Städte ihre Bewerbung zur Durchführung der Olympischen Winterspiele 2018 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein: Annecy (Frankreich), München (Deutschland), und Pyeongchang (Südkorea). Aus den drei vorliegenden Bewerbungen ernannte das IOC am 22. Juni 2010 München und Pyeongchang als offizielle Kandidaten. Annecy, ebenfalls im Status eines offiziellen Kandidaten, musste eine Überarbeitung des Sportstättenkonzeptes nachreichen.[3]

Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort der Spiele fiel am 6. Juli 2011 in Durban. 110 stimmberechtigte Mitglieder des IOC waren zur Abstimmung zugelassen, wobei die Mitglieder der Bewerberländer ihr Stimmrecht nicht ausüben durften. Vor der Wahl hatten die drei Kandidaten noch einmal Gelegenheit, die Vorzüge ihrer Bewerbung zu präsentieren. 95 der stimmberechtigten 110 Mitglieder nahmen an der Wahl teil. Pyeongchang wurde direkt im ersten Wahlgang mit 63 der insgesamt 95 Stimmen zum Ausrichter gewählt, wobei 48 Stimmen für den Sieg im ersten Wahlgang erforderlich waren.[4][5]

Wahlergebnis
Stadt Land Stimmen
Pyeongchang Korea Sud Südkorea 63
München Deutschland Deutschland 25
Annecy Frankreich Frankreich 07

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das PyeongChang Olympic Stadium bei der Eröffnungsfeier
Im Alpensia Jumping Park fanden Wettkämpfe im Skispringen und der Nordischen Kombination statt.
Das Olympic Sliding Centre war Austragungsort für die Rodel-, Skeleton- und Bobwettkämpfe.
Im Kwandong Hockey Centre wurden die Eishockeyspiele ausgetragen.

Die Sportstätten konnten in das „PyeongChang Mountain Cluster“ und in das „Gangneung Coastal Cluster“ gegliedert werden:[6]

Sportstätten der Olympischen Winterspiele 2018
PyeongChang Mountain Cluster Gangneung Costal Cluster

Zeitplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem wegen starken Windes mehrere Wettkämpfe verschoben worden waren, ergab sich schließlich folgender Zeitplan:[7]

Zeitplan der Olympischen Winterspiele 2018
Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Gesamt
Februar 08. 09. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. je Disziplin
Eröffnungsfeier
Biathlon 1 1 2 2 1 1 1 1 1 11
Bob 1 1 1 3
Curling 1 1 1 3
Eishockey 1 1 2
Eiskunstlauf 1 1 1 1 1 5
Eisschnelllauf 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 2 14
Freestyle-Skiing 1 1 1 1 2 1 1 1 1 10
Nordische Kombination 1 1 1 3
Rennrodeln 1 1 1 1 4
Shorttrack 1 1 2 1 3 8
Skeleton 1 1 2
Ski Alpin 1 2 2 1 1 1 2 1 11
Skilanglauf 1 1 2 1 1 1 1 2 1 1 12
Skispringen 1 1 1 1 4
Snowboard 1 1 1 1 1 1 1 3 10
Schlussfeier
Medaillenentscheidungen 5 6 7 8 4 9 7 9 6 3 5 7 10 4 8 4 102
Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Gesamt
Februar 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.
Farblegende
00 Eröffnungs- und Abschlusszeremonie00 00 Show-Veranstaltung00 00 Qualifikationswettkämpfe00 0x0 Finalentscheidungen und Anzahl

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es fanden 102 Wettkämpfe in 15 Disziplinen statt.

Folgende Wettkämpfe wurden im Vergleich zu Sotschi 2014 aus dem Programm gestrichen:

Folgende Wettkämpfe wurden im Vergleich zu Sotschi 2014 in das Programm aufgenommen:

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es traten 2.914 Athleten aus 91 Nationalen Olympischen Komitees, für Korea oder als Olympische Athleten aus Russland an. Davon waren 1208 Frauen und 1706 Männer.

Russland wurde wegen des durch den McLaren-Report bekannt gewordenen Staatsdopings von den Spielen ausgeschlossen; einzelne Sportler durften jedoch unter neutraler Flagge starten, sofern sie nachweisen konnten, nicht in die Dopingaffäre verwickelt gewesen zu sein.[8]

Mitte Januar wurde nach Gesprächen zwischen Nord- und Südkorea beschlossen, dass die beiden Länder bei der Eröffnungsfeier unter einer gesamtkoreanischen Flagge einlaufen werden, wie bereits bei den Olympischen Sommerspielen 2000 und 2004. Zum ersten Mal in der olympischen Geschichte wurde eine gesamtkoreanische Mannschaft im Damen-Eishockey gebildet, das unter dem neugeschaffenen IOC-Code COR an den Start ging.[9][10]

Ecuador, Eritrea, Kosovo, Malaysia, Nigeria und Singapur nahmen zum ersten Mal an Olympischen Winterspielen teil.

Europa (1875 Athleten aus 49 + 1 Ländern)
Asien (450 Athleten aus 19 + 1 Ländern)
Amerika (507 Athleten aus 12 Ländern)
Afrika (11 Athleten aus 8 Ländern)
Ozeanien (73 Athleten aus 3 Ländern)
(Anzahl der Athleten)
* erstmalige Teilnahme an Winterspielen

Zeremonien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eröffnungsfeier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eröffnungsfeier fand am 9. Februar 2018 um 20 Uhr (KST) / 12 Uhr (CET) im PyeongChang Olympic Stadium statt. Das Staatsoberhaupt von Südkorea, Präsident Moon Jae-in, erklärte die XXIII. Olympischen Winterspiele für eröffnet. Der Athlet Mo Tae-bum (Eisschnelllauf), der Kampfrichter Kim Woosik (Freestyle-Skiing und Snowboard) und der Trainer Park Ki-ho (nordische Kombination) leisteten den olympischen Eid. Die letzte Fackelträgerin in der olympischen Staffel war Kim Yuna (Eiskunstlauf).

Schlussfeier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schlussfeier fand am 25. Februar 2018 um 20 Uhr (KST) / 12 Uhr (CET) im PyeongChang Olympic Stadium statt. Der Bürgermeister von Pyeongchang, Shim Jae-kook, gab die olympische Flagge weiter; sein Amtskollege aus Peking, Chen Jining, nahm die olympische Flagge entgegen.

Symbolik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsentation der Fackeln
Präsentation der Medaillen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das offizielle Logo wurde am 3. Mai 2013 vorgestellt.[11] Es ist angelehnt an das koreanische Alphabet. Dargestellt sind die Anfangsbuchstaben des Austragungsortes Pyeongchang: , der erste Buchstabe der Silbe Pyeong, und , der erste Buchstabe der Silbe Chang. Die Farben sind die der olympischen Ringe, repräsentieren aber auch die traditionellen Farben Koreas.

Motto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

New horizons („Neue Horizonte“) war der während der Kandidatur verwendete Bewerbungsslogan Pyeongchangs. Er sollte Koreas Vision darstellen, die Popularität von Wintersport sowohl in Südkorea als auch in ganz Kontinentalasien zu erhöhen. Am 16. Mai 2015 gab das Organisationskommittee für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang (POCOG) den offiziellen Slogan bekannt, Passion. Connected. „Passion“ (Leidenschaft) steht hier für ein Fest, das Menschen aus aller Welt im Rahmen des Sports feiern, während sie sich gegenseitig zu Höchstleistungen motivieren, die Gastfreundschaft der Südkoreaner genießen und den Geist der Olympischen Spiele in sich aufnehmen. „Connected“ (Verbunden) steht hier für die Offenheit Pyeongchangs gegenüber allen Gästen sämtlicher Generationen und Herkünfte sowie den Versuch, den Wintersport in Asien noch beliebter zu machen.[12]

Fackeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die olympischen Fackeln sind 700 mm hoch, was auf die Lage des Austragungsorts in 700 m Höhe hinweisen soll. Während die weiße Farbe die schneebedeckte Landschaft Pyeongchangs symbolisiert, versinnbildlicht das kurvige Design das traditionelle Porzellan Südkoreas.[13]

Medaillen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die eigentlichen olympischen Medaillen vom koreanischen Alphabet Hangeul inspiriert sind, spiegeln die Bänder die koreanische Tracht Hanbok und die Hüllen das traditionelle koreanische Haus Hanok wider.[14]

Maskottchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Soohorang und Bandabi

Am 27. Juni 2014 wurden die beiden Maskottchen für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele vorgestellt, Soohorang, ein weißer Tiger, und Bandabi, ein asiatischer Schwarzbär.[15]Soohorang steht als Maskottchen der Olympischen Winterspiele und eng mit der koreanischen Mythologie verwurzeltes Tier für Vertrauen, Stärke sowie Schutz, Bandabi für eisernen Willen und Mut.

Doping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. Dezember 2017 schloss das Internationale Olympische Komitee das Nationale Olympische Komitee Russlands wegen systematischen Dopings von den Olympischen Winterspielen 2018 aus. Einzelne russische Athletinnen und Athleten dürfen aber unter neutraler Flagge starten.[16] Am 1. Februar 2018 hob der Internationale Sportgerichtshof 28 von 43 lebenslangen Olympia-Sperren gegen russische Athleten auf, weil ihnen keine individuelle Schuld nachgewiesen werden konnte. Die betroffenen Athleten werden wieder in die Ergebnislisten der Olympischen Winterspiele 2014 aufgenommen, erhalten aber kein automatisches Startrecht für die Olympischen Winterspiele 2018.[17]

Testflaschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Januar 2018 veröffentlichte die ARD-Dopingredaktion einen Bericht, laut dem die bei Dopingkontrollen eingesetzten Testflaschen relativ einfach zu kopieren sind. Dies sei eine weitere Möglichkeit, Dopingproben zu manipulieren, wie es bereits bei den Olympischen Winterspielen 2014 geschehen ist.[18]

Skilanglauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Februar 2018 veröffentlichte ein Netzwerk aus ARD (deutsches Fernsehen), SVT (schwedisches Fernsehen), Sunday Times (britische Zeitung) und Republik (schweizerisches Onlinemagazin) einen Bericht, laut dem mindestens ein Drittel aller Medaillen im Skilanglauf bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften zwischen 2001 und 2017 von Athleten gewonnen wurden, die verdächtige Blutwerte aufwiesen. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 seien mehr als 50 Skilangläufer qualifiziert, die in der Vergangenheit bereits verdächtige Blutwerte aufgewiesen hätten.[19]

Dopingfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 19. Februar 2018 wurde der slowenische Eishockeyspieler Žiga Jeglič positiv auf das Asthmamittel Fenoterol getestet, vom restlichen Turnier gesperrt und musste das olympische Dorf verlassen. Der CAS will erst nach Ende der Olympischen Spiele ein Urteil fällen.[25]
  • Am 23. Februar 2018 wurde in der A-Probe der russischen Bobfahrerin Nadeschda Sergejewa eine auf der Dopingliste stehende Substanz gefunden – laut Medienberichten handelt es sich um das Stimulans Trimetazidin. Die Dopingprobe fand am 18. Februar statt. Der russische Bobverband bestätigte gegenüber russischen Medien die positive A-Probe. Die B-Probe sollte am nächsten Tag geprüft werden[26], doch Sergejewa hat darauf verzichtet und verließ freiwillig die Olympischen Spiele. Sergejewa und der russische Bobverband bestätigten dadurch einen Dopingverstoß. Sie ist von den Olympischen Winterspielen disqualifiziert worden, ihr zwölfter Platz im Zweierbob mit Teamkollegin Anastassija Kotscherschowa wurde annulliert.[27]

Konflikt mit Nordkorea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund militärischer Drohungen aus Nordkorea gab es Forderungen bzw. Vorschläge, die Spiele zu verlegen, falls der Konflikt eskalieren sollte. Das IOC sah jedoch kein unmittelbares Risiko und hielt an den Spielen in Pyeongchang fest.

In seiner Neujahrsansprache 2018 wünschte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un dem Süden „erfolgreiche Wettbewerbe“ und kündigte an, eine Delegation zu den Spielen zu entsenden, was der Süden begrüßte.[28]

Rund einen Monat vor Beginn der Veranstaltung verständigten sich Südkorea und Nordkorea darauf, bei der Eröffnungsfeier und der Abschlussfeier unter gemeinsamer Flagge einzulaufen und beim Frauen-Eishockey ein gemeinsames Team zu stellen.

Kritik an den Baumaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Erschließung des Jeongseon Alpine Centre am Gariwangsan wurden rund 58.000 bis zu 500 Jahre alte Wangsasrebäume gefällt.[29] Nach Protesten wurden der Birkenurwald am Gipfel des Berges und ein „Magic Tree“ im Mittelteil der Strecke erhalten.[30]

Eintrittskarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Oktober 2016 war es möglich, Tickets für die Spiele zu erhalten. Diese kosteten zwischen 20.000  (etwa 15 €) und 900.000 ₩ (etwa 681 €). Mit Preisen zwischen 300.000 ₩ (etwa 227 €) und 900.000 ₩ (etwa 681 €) waren die Eintrittskarten für das Finale im Eishockey die mit Abstand teuersten, wohingegen jene für Biathlon- oder Rennrodel-Wettbewerbe günstiger waren, da diese Sportarten im asiatischen Raum relativ unbekannt sind.[31]

Berichterstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die europäischen Fernseh- und Multiplattform-Übertragungsrechte für die Olympischen Spiele von 2018 bis 2024 verkaufte das IOC für 1,3 Mrd. Euro[32] an Discovery Communications, die Mutter von Eurosport.[33]

Discovery wird die Spiele auf seinen Free-TV-Sendern Eurosport 1 und TLC (mit Fokus auf Snowboard, Eiskunstlauf und Curling), dem Pay-TV-Sender Eurosport 2 und in seinem kostenpflichtigen Web-Angebot Eurosport Player ausstrahlen. Eurosport 1 und TLC sind während der Spiele auch in HD-Auflösung über Astra 1L und DVB-T2 HD (nur Eurosport 1) frei empfangbar.

Am 11. August 2017 einigten sich der Medienkonzern sowie ARD und ZDF nach langen Verhandlungen auf den Erwerb von Sublizenzen im Wert von mehr als 200 Mio. Euro.[32] Die beiden deutschen Sender dürfen nun „Livestrecken“ von den kommenden vier Olympischen Spielen in Funk, Fernsehen und auch in ihren Mediatheken ausstrahlen. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 werden von den Eiskunstlauf-, Shorttrack- und Snowboard-Wettbewerben jedoch lediglich „umfangreiche Highlights“ gesendet.[34]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der öffentlich-rechtliche Österreichische Rundfunk (ORF) sicherte sich nach Verhandlungen mit Discovery Communications die Rechte für die Übertragung der Spiele 2018 in Fernsehen, Radio und Internet.[35]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz berichtet das Schweizer Fernsehen von den Olympischen Spielen.[36]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Olympische Winterspiele 2018 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Medal Standings. In: PyeongChang2018.com. 23. Februar 2018, abgerufen am 25. Februar 2018 (englisch).
  2. 2018 Candidature Acceptance Procedure. IOC, 30. Juli 2009, abgerufen am 3. Januar 2018 (PDF; 3,7 MB, englisch).
  3. Munich, Annecy and PyeongChang move to next level of competition to host 2018 Olympic Winter Games. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 22. Juni 2010, abgerufen am 3. Januar 2018 (englisch).
  4. Three Applicant Cities for the 2018 Olympic Winter Games. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 16. Oktober 2009, abgerufen am 3. Januar 2018 (englisch).
  5. Vergabe für 2018: Münchens Olympia-Traum ist geplatzt. In: spiegel.de. Spiegel Online, 6. Juli 2011, abgerufen am 3. Januar 2018.
  6. Venues. Abgerufen am 7. November 2017.
  7. {{Internetquelle |url=https://www.pyeongchang2018.com/en/game-time/results/OWG2018/en/general/competition-schedule.htm |titel=Competition Schedule |zugriff=2018-02-25
  8. Russische Athleten dürfen nur unter neutraler Flagge starten Die Welt online, 5. Dezember 2017
  9. UNIFIED KOREAN OLYMPIC TEAM TO MARCH AT OLYMPIC WINTER GAMES PYEONGCHANG 2018. olympic.org, abgerufen am 22. Januar 2018 (englisch).
  10. Pyeongchang 2018: Nordkorea stimmt gemeinsamem Team mit Südkorea zu – SPIEGEL ONLINE. In: spiegel.de. Abgerufen am 17. Januar 2018.
  11. PyeongChang 2018 Launches Official Emblem. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 3. Mai 2013, abgerufen am 7. Mai 2013 (englisch).
  12. New Slogan “Passion.Connected.” is unveiled. In: pyeongchang2018.com. PyeongChang Organizing Committee for the 2018 Olympic & Paralympic Winter Games, 16. Mai 2015, abgerufen am 9. Februar 2018 (englisch).
  13. The Olympic flame will let everyone shine. In: pyeongchang2018.com. PyeongChang Organizing Committee for the 2018 Olympic & Paralympic Winter Games, abgerufen am 12. Februar 2018.
  14. Olympic Winter Games PyeongChang 2018 Medals. In: pyeongchang2018.com. PyeongChang Organizing Committee for the 2018 Olympic & Paralympic Winter Games, abgerufen am 11. Februar 2018.
  15. Weißer Tiger „Soohorang“ ist Maskottchen für Pyeongchang 2018. In: zeit.de. Die Zeit, 2. Juni 2016, abgerufen am 25. September 2016.
  16. Nach Dopingskandal in Russland: IOC schließt Russland aus - Athleten dürfen starten. In: sportschau.de. 5. Dezember 2018, abgerufen am 7. Februar 2018.
  17. Doping-Skandal: CAS hebt Olympia-Sperren von 28 Russen auf. In: sportschau.de. 1. Februar 2018, abgerufen am 7. Februar 2018.
  18. Manipulierbare Doping-Proben. ARD-Experiment zeigt: Doping-Testflaschen kopierbar. In: sportschau.de. 29. Januar 2018, abgerufen am 7. Februar 2018.
  19. Hajo Seppelt, Edmund Willison: Geheimsache Doping: Skilanglauf - Medaillengewinner unter Manipulationsverdacht. In: sportschau.de. 4. Februar 2018, abgerufen am 7. Februar 2018.
  20. Shorttrack bei Olympia 2018: Erster Doping-Fall Kei Saito aus Japan positiv getestet. Abgerufen am 13. Februar 2018.
  21. Neuer Doping-Verdacht gegen Sportler aus Russland. In: faz.net. 18. Februar 2018, abgerufen am 18. Februar 2018.
  22. Trotz positiver B-Probe – Russischer Curler Kruschelnizki bestreitet Doping. In: spiegel.de. 20. Februar 2018, abgerufen am 21. Februar 2018.
  23. Dopingfall offiziell - Kruschelnizki von Olympia ausgeschlossen. In: spiegel.de. 19. Februar 2018, abgerufen am 22. Februar 2018 (deutsch).
  24. James Ellingworth | AP: Russian curler stripped of Olympic medal, country pays fee. In: Washington Post. 22. Februar 2018, ISSN 0190-8286 (englisch, washingtonpost.com [abgerufen am 22. Februar 2018]).
  25. Slowenischer Eishockeyspieler wegen positiver Probe suspendiert. In: zeit.de. 20. Februar 2018, abgerufen am 20. Februar 2018.
  26. Russischer Bobverband bestätigt positive Doping-Probe. In: sportschau.de. 23. Februar 2018, abgerufen am 23. Februar 2018.
  27. Russische Bob-Pilotin verzichtet auf B-Probe. In: sportschau.de. 24. Februar 2018, abgerufen am 24. Februar 2018.
  28. Dirk Godder, dpa: Kim Jong Un: «Atomwaffen-Knopf» immer auf dem Schreibtisch. Hrsg.: Allgemeine Zeitung. (allgemeine-zeitung.de [abgerufen am 2. Januar 2018]).
  29. Zwischen Tradition und Kunstschnee. Abgerufen am 22. Februar 2018.
  30. Bernhard Russi und der magische Baum. Abgerufen am 22. Februar 2018.
  31. Liam Morgan: Pyeongchang 2018 reveal ticket prices for Winter Olympic Games. In: insidethegames.biz. Dunsar Media Company Limited, 16. April 2016, abgerufen am 9. Februar 2018 (englisch).
  32. ab Übertragungsrechte: ARD und ZDF geben Milliarden für den Sport aus, auf deutschlandfunk.de, vom 14. August 2017. Abgerufen am 18. Februar 2018.
  33. IOC vergibt sämtliche TV- und Multiplattform-Übertragungsrechte in Europa für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 an Discovery und Eurosport. In: presseportal.de. news aktuell, 29. Juni 2015, abgerufen am 6. April 2016.
  34. Olympia jetzt doch live bei ARD und ZDF. In: tagesschau.de. Abgerufen am 11. August 2017.
  35. Olympia 2018 und 2020 im ORF. Abgerufen am 30. August 2017.
  36. Olympia 2018 live im TV bei Eurosport: Das ändert sich für die Zuschauer. Abgerufen am 4. Januar 2018.
XXIII. Olympische Winterspiele
하나된 열정
(Passion. Connected.)
Austragungsort: Pyeongchang, Südkorea
Stadion: PyeongChang Olympic Stadium
Eröffnungsfeier: 9. Februar 2018
Schlussfeier: 25. Februar 2018
Disziplinen: 15
Wettkämpfe: 102
Länder: 91 + 2
Athleten: 2.920
Sotschi 2014
Peking 2022
Medaillenspiegel[1]
Platz Land G S B Σ
1 Norwegen Norwegen 14 14 11 39
2 Deutschland Deutschland 14 10 7 31
3 Kanada Kanada 11 8 10 29
4 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 9 8 6 23
5 Niederlande Niederlande 8 6 6 20
6 Schweden Schweden 7 6 1 14
7 Korea Sud Südkorea 5 8 4 17
8 Schweiz Schweiz 5 6 4 15
9 Frankreich Frankreich 5 4 6 15
10 Osterreich Österreich 5 3 6 14
Vollständiger Medaillenspiegel

Die XXIII. Olympischen Winterspiele fanden vom 8. bis 25. Februar 2018 in der südkoreanischen Region Pyeongchang statt. Es sind nach den Sommerspielen 1988 in Seoul die zweiten Olympischen Spiele in Südkorea. Damit wurden nach den Winterspielen 1972 in Sapporo und 1998 in Nagano zum dritten Mal Olympische Winterspiele in Ostasien veranstaltet. Im Zuge des systematischen Dopings Russlands in den vergangenen Jahren schloss das Internationale Olympische Komitee im Vorhinein das Nationale Olympische Komitee Russlands von den Olympischen Winterspielen 2018 aus; unverdächtige russische Athleten durften aber unter neutraler Flagge starten. Außerdem traten zum ersten Mal seit 30 Jahren Nord- und Südkorea in einer Disziplin zusammen unter einer gemeinsamen Flagge an.

Die Olympiamannschaft aus Norwegen war mit 14 Gold- und Silbermedaillen und elf Bronzemedaillen die erfolgreichste Nation. Mit ebenfalls 14 Goldmedaillen fuhr die deutsche Mannschaft ihr bestes Ergebnis bei olympischen Winterspielen ein.

Wahl des Austragungsortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur festgelegten Frist am 15. Oktober 2009[2] reichten drei Städte ihre Bewerbung zur Durchführung der Olympischen Winterspiele 2018 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein: Annecy (Frankreich), München (Deutschland), und Pyeongchang (Südkorea). Aus den drei vorliegenden Bewerbungen ernannte das IOC am 22. Juni 2010 München und Pyeongchang als offizielle Kandidaten. Annecy, ebenfalls im Status eines offiziellen Kandidaten, musste eine Überarbeitung des Sportstättenkonzeptes nachreichen.[3]

Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort der Spiele fiel am 6. Juli 2011 in Durban. 110 stimmberechtigte Mitglieder des IOC waren zur Abstimmung zugelassen, wobei die Mitglieder der Bewerberländer ihr Stimmrecht nicht ausüben durften. Vor der Wahl hatten die drei Kandidaten noch einmal Gelegenheit, die Vorzüge ihrer Bewerbung zu präsentieren. 95 der stimmberechtigten 110 Mitglieder nahmen an der Wahl teil. Pyeongchang wurde direkt im ersten Wahlgang mit 63 der insgesamt 95 Stimmen zum Ausrichter gewählt, wobei 48 Stimmen für den Sieg im ersten Wahlgang erforderlich waren.[4][5]

Wahlergebnis
Stadt Land Stimmen
Pyeongchang Korea Sud Südkorea 63
München Deutschland Deutschland 25
Annecy Frankreich Frankreich 07

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das PyeongChang Olympic Stadium bei der Eröffnungsfeier
Im Alpensia Jumping Park fanden Wettkämpfe im Skispringen und der Nordischen Kombination statt.
Das Olympic Sliding Centre war Austragungsort für die Rodel-, Skeleton- und Bobwettkämpfe.
Im Kwandong Hockey Centre wurden die Eishockeyspiele ausgetragen.

Die Sportstätten konnten in das „PyeongChang Mountain Cluster“ und in das „Gangneung Coastal Cluster“ gegliedert werden:[6]

Sportstätten der Olympischen Winterspiele 2018
PyeongChang Mountain Cluster Gangneung Costal Cluster

Zeitplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem wegen starken Windes mehrere Wettkämpfe verschoben worden waren, ergab sich schließlich folgender Zeitplan:[7]

Zeitplan der Olympischen Winterspiele 2018
Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Gesamt
Februar 08. 09. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. je Disziplin
Eröffnungsfeier
Biathlon 1 1 2 2 1 1 1 1 1 11
Bob 1 1 1 3
Curling 1 1 1 3
Eishockey 1 1 2
Eiskunstlauf 1 1 1 1 1 5
Eisschnelllauf 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 2 14
Freestyle-Skiing 1 1 1 1 2 1 1 1 1 10
Nordische Kombination 1 1 1 3
Rennrodeln 1 1 1 1 4
Shorttrack 1 1 2 1 3 8
Skeleton 1 1 2
Ski Alpin 1 2 2 1 1 1 2 1 11
Skilanglauf 1 1 2 1 1 1 1 2 1 1 12
Skispringen 1 1 1 1 4
Snowboard 1 1 1 1 1 1 1 3 10
Schlussfeier
Medaillenentscheidungen 5 6 7 8 4 9 7 9 6 3 5 7 10 4 8 4 102
Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Gesamt
Februar 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.
Farblegende
00 Eröffnungs- und Abschlusszeremonie00 00 Show-Veranstaltung00 00 Qualifikationswettkämpfe00 0x0 Finalentscheidungen und Anzahl

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es fanden 102 Wettkämpfe in 15 Disziplinen statt.

Folgende Wettkämpfe wurden im Vergleich zu Sotschi 2014 aus dem Programm gestrichen:

Folgende Wettkämpfe wurden im Vergleich zu Sotschi 2014 in das Programm aufgenommen:

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es traten 2.914 Athleten aus 91 Nationalen Olympischen Komitees, für Korea oder als Olympische Athleten aus Russland an. Davon waren 1208 Frauen und 1706 Männer.

Russland wurde wegen des durch den McLaren-Report bekannt gewordenen Staatsdopings von den Spielen ausgeschlossen; einzelne Sportler durften jedoch unter neutraler Flagge starten, sofern sie nachweisen konnten, nicht in die Dopingaffäre verwickelt gewesen zu sein.[8]

Mitte Januar wurde nach Gesprächen zwischen Nord- und Südkorea beschlossen, dass die beiden Länder bei der Eröffnungsfeier unter einer gesamtkoreanischen Flagge einlaufen werden, wie bereits bei den Olympischen Sommerspielen 2000 und 2004. Zum ersten Mal in der olympischen Geschichte wurde eine gesamtkoreanische Mannschaft im Damen-Eishockey gebildet, das unter dem neugeschaffenen IOC-Code COR an den Start ging.[9][10]

Ecuador, Eritrea, Kosovo, Malaysia, Nigeria und Singapur nahmen zum ersten Mal an Olympischen Winterspielen teil.

Europa (1875 Athleten aus 49 + 1 Ländern)
Asien (450 Athleten aus 19 + 1 Ländern)
Amerika (507 Athleten aus 12 Ländern)
Afrika (11 Athleten aus 8 Ländern)
Ozeanien (73 Athleten aus 3 Ländern)
(Anzahl der Athleten)
* erstmalige Teilnahme an Winterspielen

Zeremonien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eröffnungsfeier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eröffnungsfeier fand am 9. Februar 2018 um 20 Uhr (KST) / 12 Uhr (CET) im PyeongChang Olympic Stadium statt. Das Staatsoberhaupt von Südkorea, Präsident Moon Jae-in, erklärte die XXIII. Olympischen Winterspiele für eröffnet. Der Athlet Mo Tae-bum (Eisschnelllauf), der Kampfrichter Kim Woosik (Freestyle-Skiing und Snowboard) und der Trainer Park Ki-ho (nordische Kombination) leisteten den olympischen Eid. Die letzte Fackelträgerin in der olympischen Staffel war Kim Yuna (Eiskunstlauf).

Schlussfeier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schlussfeier fand am 25. Februar 2018 um 20 Uhr (KST) / 12 Uhr (CET) im PyeongChang Olympic Stadium statt. Der Bürgermeister von Pyeongchang, Shim Jae-kook, gab die olympische Flagge weiter; sein Amtskollege aus Peking, Chen Jining, nahm die olympische Flagge entgegen.

Symbolik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsentation der Fackeln
Präsentation der Medaillen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das offizielle Logo wurde am 3. Mai 2013 vorgestellt.[11] Es ist angelehnt an das koreanische Alphabet. Dargestellt sind die Anfangsbuchstaben des Austragungsortes Pyeongchang: , der erste Buchstabe der Silbe Pyeong, und , der erste Buchstabe der Silbe Chang. Die Farben sind die der olympischen Ringe, repräsentieren aber auch die traditionellen Farben Koreas.

Motto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

New horizons („Neue Horizonte“) war der während der Kandidatur verwendete Bewerbungsslogan Pyeongchangs. Er sollte Koreas Vision darstellen, die Popularität von Wintersport sowohl in Südkorea als auch in ganz Kontinentalasien zu erhöhen. Am 16. Mai 2015 gab das Organisationskommittee für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang (POCOG) den offiziellen Slogan bekannt, Passion. Connected. „Passion“ (Leidenschaft) steht hier für ein Fest, das Menschen aus aller Welt im Rahmen des Sports feiern, während sie sich gegenseitig zu Höchstleistungen motivieren, die Gastfreundschaft der Südkoreaner genießen und den Geist der Olympischen Spiele in sich aufnehmen. „Connected“ (Verbunden) steht hier für die Offenheit Pyeongchangs gegenüber allen Gästen sämtlicher Generationen und Herkünfte sowie den Versuch, den Wintersport in Asien noch beliebter zu machen.[12]

Fackeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die olympischen Fackeln sind 700 mm hoch, was auf die Lage des Austragungsorts in 700 m Höhe hinweisen soll. Während die weiße Farbe die schneebedeckte Landschaft Pyeongchangs symbolisiert, versinnbildlicht das kurvige Design das traditionelle Porzellan Südkoreas.[13]

Medaillen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die eigentlichen olympischen Medaillen vom koreanischen Alphabet Hangeul inspiriert sind, spiegeln die Bänder die koreanische Tracht Hanbok und die Hüllen das traditionelle koreanische Haus Hanok wider.[14]

Maskottchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Soohorang und Bandabi

Am 27. Juni 2014 wurden die beiden Maskottchen für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele vorgestellt, Soohorang, ein weißer Tiger, und Bandabi, ein asiatischer Schwarzbär.[15]Soohorang steht als Maskottchen der Olympischen Winterspiele und eng mit der koreanischen Mythologie verwurzeltes Tier für Vertrauen, Stärke sowie Schutz, Bandabi für eisernen Willen und Mut.

Doping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. Dezember 2017 schloss das Internationale Olympische Komitee das Nationale Olympische Komitee Russlands wegen systematischen Dopings von den Olympischen Winterspielen 2018 aus. Einzelne russische Athletinnen und Athleten dürfen aber unter neutraler Flagge starten.[16] Am 1. Februar 2018 hob der Internationale Sportgerichtshof 28 von 43 lebenslangen Olympia-Sperren gegen russische Athleten auf, weil ihnen keine individuelle Schuld nachgewiesen werden konnte. Die betroffenen Athleten werden wieder in die Ergebnislisten der Olympischen Winterspiele 2014 aufgenommen, erhalten aber kein automatisches Startrecht für die Olympischen Winterspiele 2018.[17]

Testflaschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Januar 2018 veröffentlichte die ARD-Dopingredaktion einen Bericht, laut dem die bei Dopingkontrollen eingesetzten Testflaschen relativ einfach zu kopieren sind. Dies sei eine weitere Möglichkeit, Dopingproben zu manipulieren, wie es bereits bei den Olympischen Winterspielen 2014 geschehen ist.[18]

Skilanglauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Februar 2018 veröffentlichte ein Netzwerk aus ARD (deutsches Fernsehen), SVT (schwedisches Fernsehen), Sunday Times (britische Zeitung) und Republik (schweizerisches Onlinemagazin) einen Bericht, laut dem mindestens ein Drittel aller Medaillen im Skilanglauf bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften zwischen 2001 und 2017 von Athleten gewonnen wurden, die verdächtige Blutwerte aufwiesen. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 seien mehr als 50 Skilangläufer qualifiziert, die in der Vergangenheit bereits verdächtige Blutwerte aufgewiesen hätten.[19]

Dopingfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 19. Februar 2018 wurde der slowenische Eishockeyspieler Žiga Jeglič positiv auf das Asthmamittel Fenoterol getestet, vom restlichen Turnier gesperrt und musste das olympische Dorf verlassen. Der CAS will erst nach Ende der Olympischen Spiele ein Urteil fällen.[25]
  • Am 23. Februar 2018 wurde in der A-Probe der russischen Bobfahrerin Nadeschda Sergejewa eine auf der Dopingliste stehende Substanz gefunden – laut Medienberichten handelt es sich um das Stimulans Trimetazidin. Die Dopingprobe fand am 18. Februar statt. Der russische Bobverband bestätigte gegenüber russischen Medien die positive A-Probe. Die B-Probe sollte am nächsten Tag geprüft werden[26], doch Sergejewa hat darauf verzichtet und verließ freiwillig die Olympischen Spiele. Sergejewa und der russische Bobverband bestätigten dadurch einen Dopingverstoß. Sie ist von den Olympischen Winterspielen disqualifiziert worden, ihr zwölfter Platz im Zweierbob mit Teamkollegin Anastassija Kotscherschowa wurde annulliert.[27]

Konflikt mit Nordkorea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund militärischer Drohungen aus Nordkorea gab es Forderungen bzw. Vorschläge, die Spiele zu verlegen, falls der Konflikt eskalieren sollte. Das IOC sah jedoch kein unmittelbares Risiko und hielt an den Spielen in Pyeongchang fest.

In seiner Neujahrsansprache 2018 wünschte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un dem Süden „erfolgreiche Wettbewerbe“ und kündigte an, eine Delegation zu den Spielen zu entsenden, was der Süden begrüßte.[28]

Rund einen Monat vor Beginn der Veranstaltung verständigten sich Südkorea und Nordkorea darauf, bei der Eröffnungsfeier und der Abschlussfeier unter gemeinsamer Flagge einzulaufen und beim Frauen-Eishockey ein gemeinsames Team zu stellen.

Kritik an den Baumaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Erschließung des Jeongseon Alpine Centre am Gariwangsan wurden rund 58.000 bis zu 500 Jahre alte Wangsasrebäume gefällt.[29] Nach Protesten wurden der Birkenurwald am Gipfel des Berges und ein „Magic Tree“ im Mittelteil der Strecke erhalten.[30]

Eintrittskarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Oktober 2016 war es möglich, Tickets für die Spiele zu erhalten. Diese kosteten zwischen 20.000  (etwa 15 €) und 900.000 ₩ (etwa 681 €). Mit Preisen zwischen 300.000 ₩ (etwa 227 €) und 900.000 ₩ (etwa 681 €) waren die Eintrittskarten für das Finale im Eishockey die mit Abstand teuersten, wohingegen jene für Biathlon- oder Rennrodel-Wettbewerbe günstiger waren, da diese Sportarten im asiatischen Raum relativ unbekannt sind.[31]

Berichterstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die europäischen Fernseh- und Multiplattform-Übertragungsrechte für die Olympischen Spiele von 2018 bis 2024 verkaufte das IOC für 1,3 Mrd. Euro[32] an Discovery Communications, die Mutter von Eurosport.[33]

Discovery wird die Spiele auf seinen Free-TV-Sendern Eurosport 1 und TLC (mit Fokus auf Snowboard, Eiskunstlauf und Curling), dem Pay-TV-Sender Eurosport 2 und in seinem kostenpflichtigen Web-Angebot Eurosport Player ausstrahlen. Eurosport 1 und TLC sind während der Spiele auch in HD-Auflösung über Astra 1L und DVB-T2 HD (nur Eurosport 1) frei empfangbar.

Am 11. August 2017 einigten sich der Medienkonzern sowie ARD und ZDF nach langen Verhandlungen auf den Erwerb von Sublizenzen im Wert von mehr als 200 Mio. Euro.[32] Die beiden deutschen Sender dürfen nun „Livestrecken“ von den kommenden vier Olympischen Spielen in Funk, Fernsehen und auch in ihren Mediatheken ausstrahlen. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 werden von den Eiskunstlauf-, Shorttrack- und Snowboard-Wettbewerben jedoch lediglich „umfangreiche Highlights“ gesendet.[34]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der öffentlich-rechtliche Österreichische Rundfunk (ORF) sicherte sich nach Verhandlungen mit Discovery Communications die Rechte für die Übertragung der Spiele 2018 in Fernsehen, Radio und Internet.[35]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz berichtet das Schweizer Fernsehen von den Olympischen Spielen.[36]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Olympische Winterspiele 2018 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Medal Standings. In: PyeongChang2018.com. 23. Februar 2018, abgerufen am 25. Februar 2018 (englisch).
  2. 2018 Candidature Acceptance Procedure. IOC, 30. Juli 2009, abgerufen am 3. Januar 2018 (PDF; 3,7 MB, englisch).
  3. Munich, Annecy and PyeongChang move to next level of competition to host 2018 Olympic Winter Games. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 22. Juni 2010, abgerufen am 3. Januar 2018 (englisch).
  4. Three Applicant Cities for the 2018 Olympic Winter Games. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 16. Oktober 2009, abgerufen am 3. Januar 2018 (englisch).
  5. Vergabe für 2018: Münchens Olympia-Traum ist geplatzt. In: spiegel.de. Spiegel Online, 6. Juli 2011, abgerufen am 3. Januar 2018.
  6. Venues. Abgerufen am 7. November 2017.
  7. {{Internetquelle |url=https://www.pyeongchang2018.com/en/game-time/results/OWG2018/en/general/competition-schedule.htm |titel=Competition Schedule |zugriff=2018-02-25
  8. Russische Athleten dürfen nur unter neutraler Flagge starten Die Welt online, 5. Dezember 2017
  9. UNIFIED KOREAN OLYMPIC TEAM TO MARCH AT OLYMPIC WINTER GAMES PYEONGCHANG 2018. olympic.org, abgerufen am 22. Januar 2018 (englisch).
  10. Pyeongchang 2018: Nordkorea stimmt gemeinsamem Team mit Südkorea zu – SPIEGEL ONLINE. In: spiegel.de. Abgerufen am 17. Januar 2018.
  11. PyeongChang 2018 Launches Official Emblem. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 3. Mai 2013, abgerufen am 7. Mai 2013 (englisch).
  12. New Slogan “Passion.Connected.” is unveiled. In: pyeongchang2018.com. PyeongChang Organizing Committee for the 2018 Olympic & Paralympic Winter Games, 16. Mai 2015, abgerufen am 9. Februar 2018 (englisch).
  13. The Olympic flame will let everyone shine. In: pyeongchang2018.com. PyeongChang Organizing Committee for the 2018 Olympic & Paralympic Winter Games, abgerufen am 12. Februar 2018.
  14. Olympic Winter Games PyeongChang 2018 Medals. In: pyeongchang2018.com. PyeongChang Organizing Committee for the 2018 Olympic & Paralympic Winter Games, abgerufen am 11. Februar 2018.
  15. Weißer Tiger „Soohorang“ ist Maskottchen für Pyeongchang 2018. In: zeit.de. Die Zeit, 2. Juni 2016, abgerufen am 25. September 2016.
  16. Nach Dopingskandal in Russland: IOC schließt Russland aus - Athleten dürfen starten. In: sportschau.de. 5. Dezember 2018, abgerufen am 7. Februar 2018.
  17. Doping-Skandal: CAS hebt Olympia-Sperren von 28 Russen auf. In: sportschau.de. 1. Februar 2018, abgerufen am 7. Februar 2018.
  18. Manipulierbare Doping-Proben. ARD-Experiment zeigt: Doping-Testflaschen kopierbar. In: sportschau.de. 29. Januar 2018, abgerufen am 7. Februar 2018.
  19. Hajo Seppelt, Edmund Willison: Geheimsache Doping: Skilanglauf - Medaillengewinner unter Manipulationsverdacht. In: sportschau.de. 4. Februar 2018, abgerufen am 7. Februar 2018.
  20. Shorttrack bei Olympia 2018: Erster Doping-Fall Kei Saito aus Japan positiv getestet. Abgerufen am 13. Februar 2018.
  21. Neuer Doping-Verdacht gegen Sportler aus Russland. In: faz.net. 18. Februar 2018, abgerufen am 18. Februar 2018.
  22. Trotz positiver B-Probe – Russischer Curler Kruschelnizki bestreitet Doping. In: spiegel.de. 20. Februar 2018, abgerufen am 21. Februar 2018.
  23. Dopingfall offiziell - Kruschelnizki von Olympia ausgeschlossen. In: spiegel.de. 19. Februar 2018, abgerufen am 22. Februar 2018 (deutsch).
  24. James Ellingworth | AP: Russian curler stripped of Olympic medal, country pays fee. In: Washington Post. 22. Februar 2018, ISSN 0190-8286 (englisch, washingtonpost.com [abgerufen am 22. Februar 2018]).
  25. Slowenischer Eishockeyspieler wegen positiver Probe suspendiert. In: zeit.de. 20. Februar 2018, abgerufen am 20. Februar 2018.
  26. Russischer Bobverband bestätigt positive Doping-Probe. In: sportschau.de. 23. Februar 2018, abgerufen am 23. Februar 2018.
  27. Russische Bob-Pilotin verzichtet auf B-Probe. In: sportschau.de. 24. Februar 2018, abgerufen am 24. Februar 2018.
  28. Dirk Godder, dpa: Kim Jong Un: «Atomwaffen-Knopf» immer auf dem Schreibtisch. Hrsg.: Allgemeine Zeitung. (allgemeine-zeitung.de [abgerufen am 2. Januar 2018]).
  29. Zwischen Tradition und Kunstschnee. Abgerufen am 22. Februar 2018.
  30. Bernhard Russi und der magische Baum. Abgerufen am 22. Februar 2018.
  31. Liam Morgan: Pyeongchang 2018 reveal ticket prices for Winter Olympic Games. In: insidethegames.biz. Dunsar Media Company Limited, 16. April 2016, abgerufen am 9. Februar 2018 (englisch).
  32. ab Übertragungsrechte: ARD und ZDF geben Milliarden für den Sport aus, auf deutschlandfunk.de, vom 14. August 2017. Abgerufen am 18. Februar 2018.
  33. IOC vergibt sämtliche TV- und Multiplattform-Übertragungsrechte in Europa für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 an Discovery und Eurosport. In: presseportal.de. news aktuell, 29. Juni 2015, abgerufen am 6. April 2016.
  34. Olympia jetzt doch live bei ARD und ZDF. In: tagesschau.de. Abgerufen am 11. August 2017.
  35. Olympia 2018 und 2020 im ORF. Abgerufen am 30. August 2017.
  36. Olympia 2018 live im TV bei Eurosport: Das ändert sich für die Zuschauer. Abgerufen am 4. Januar 2018.
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