Oxo-abbaubarer Kunststoff

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Ablauf eines Oxo-Abbaus mit anschließendem biologischen Abbau

Oxo-abbaubare Kunststoffe (englisch oxo-degradable plastics) sind Kunststoffe, welche die gewünschte Eigenschaft aufweisen, dass sie nach ihrer Nutzung schnell fragmentieren. Erreicht wird dies, indem konventionellen Polymer wie bspw. LDPE Metallionen - Cobalt, Mangan, Eisen usw. - beigefügt werden. Bei Anwesenheit von UV-Licht bzw. Wärme sowie Sauerstoff wird die Oxidation und der Kettenabbau, also der Fragmentierungsprozess ausgelöst.[1][2] Dies führt zu einer Bildung von kleinen - mit bloßem Auge nicht erkennbaren - Fragmenten, welche kaum mehr weiter abgebaut werden.

Der „Oxo-Abbau“ ist nicht zu verwechseln mit einem biologischen Abbau. Ein fragmentierbarer Kunststoff ist ein Kunststoff, der zwar abbaubar ist, aber nicht gemäß den geltenden Normen zur organischen Verwertung oder biologischen Abbaubarkeit von Kunststoffen und Verpackungen vollständig von Mikroorganismen zersetzt werden kann bzw. kompostierbar oder biologisch abbaubar ist.[3]

In der Landwirtschaft werden bestimmte fragmentierbare Mulchfolien verwendet. Diese werden nach der Anwendung vor Ort liegengelassen. Weiters gibt es auch umhüllten Dünger (Düngeperlen) mit sogenannter „kontrollierter Freisetzung“ (langsame Freisetzung der Nährstoffe in den Boden), wo ebenfalls fragmentierbare Kunststoffe zum Einsatz kommen. Stattdessen sollen entweder recycelbare oder vollständig biologisch abbaubare Kunststoffe verwendet werden.[3]

Ab dem 1. Januar 2019 gibt es in Frankreich ein Verwendungsverbot von Produkten bzw. Materialien, die ganz oder teilweise aus fragmentierbarem Kunststoff hergestellt wurden, in der Landwirtschaft, im Gemüseanbau, in der Forstwirtschaft, im Landschaftsbau und im Gartenbau.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Case Study: Compostable vs Oxo Degradable [3]
  • TIMESCALES FOR DEGRADATION [4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. OXO-DEGRADABLE PLASTIC PACKAGING IS NOT A SOLUTION TO PLASTIC POLLUTION, AND DOES NOT FIT IN A CIRCULAR ECONOMY [1]
  2. A EUROPEAN STRATEGY FOR PLASTICS IN A CIRCULAR ECONOMY [2], Seite 14
  3. abc Verbot von fragmentierbaren Kunststoffen in der Landwirtschaft (Entwurf)
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