Peter Immanuel Dahn

Peter Immanuel Dahn (* um 1735 in Sobernheim; † nach 1802 vermutlich in Kreuznach) war ein Jurist im Dienst der Geistlichen Güterverwaltung der Kurpfalz. Er verfasste 1772 eine General Beschreibung des kurpfälzischen Oberamts Kreuznach.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Immanuel Dahn wurde in Sobernheim in der Kurpfalz geboren. Dieser Zweig der Familie Dahn, der in Meisenheim,[1] Sobernheim, Kreuznach,[2]Heidelberg[2][3] und Mannheim[2] ansässig war, geht zurück auf Johann Henrich Dahn (1647–1708) aus Edesheim, gräflich Nassau-Diezischer und freiherrlich Boos von Waldeckscher gemeinschaftlicher Amtmann der Ämter Boos und Abtweiler, Amtskeller zu Meisenheim.[4] Peter Immanuel Dahn war dessen Urenkel und wahrscheinlich ein Sohn von Philipp Julius Dahn (* um 1705; † nach 1784),[3] gräflich Löwenhauptscher Rat[5] und Keller des Florent-Joseph de Lâtre de Feignies (1677–1762) zu Gonnesweiler auf Marienpfort.[6]

Philipp Julius Dahn besaß in Sobernheim das freiadelige Pfalz-Simmernsche Hofgut[6] und erwarb 1770 den benachbarten freiadeligen Rittersitz der Familie Latre de Feignies.[7][8] 1753 beglaubigte er in Sobernheim als Notar Zeugenaussagen zur Erschießung des Christian Fuchs in Gemünden durch Bauern aus Laufersweiler,[9] 1754 ergriff er als Notar im Namen von Marie Catherine Heeser von Lilienthal[10] und der Baronin Maria Eva von Metzenhausen (* um 1707; † 1781)[11] Besitz von der Herrschaft Linster aus dem Erbe der Boos von Waldeck.[12] 1772 war er in Merxheim unter den erbetenen Testamentszeugen des Freiherrn Philipp Henrich von und zu Stein-Kallenfels († 1778).[13]

Peter Immanuel Dahn, Sobernheimensis immatrikulierte sich 1753 an der Universität Jena und studierte Rechtswissenschaften. Bei seiner Abreise aus Jena im Mai 1757 widmeten ihm 42 „Freunde und Landesleute“ – Studenten der Theologie, der Rechtswissenschaften und der Medizin –[14] eine gedruckte Ode. Unter den Unterzeichnern waren aus der sponheimischen Kurpfalz Bernhard Georg Buhl aus Kreuznach, ein Jurist, und Johann Friedrich Schreiner (1737–1791) aus Allenbach, später Pfarrer in Hennweiler, aus der Grafschaft Falkenstein Johann Andreas Böhmer aus Framersheim, später Pfarrer in der Pfalz, sowie aus dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken Johann Friedrich Gervinus (* um 1735; † 1826) aus Zweibrücken, später Hofmeister von Karl August von Hardenberg, dann preußischer Gesandter,[15] Bernhard Ludwig Klick aus Bergzabern, später pfalz-zweibrückischer Regierungsrat, und Karl Philipp Koch, später Kirchschaffner, Notar und Friedensrichter in Kusel. 1761 hat sich Peter Emanuel Dahn, Palatino-Sobernheimensis zusammen mit Philipp Henrich Dahn – wohl seinem Bruder – an der Universität Heidelberg immatrikuliert.

Nach dem Studium trat Peter Emmanuel Dahn als Renovator in die Chur-Pfältzische Geistliche Administration in Heidelberg ein.[16] Seine Aufgabe in der Güterverwaltung war es, Erbpachtverträge in regelmäßigen Abständen oder bei einem Wechsel der Pächter zu erneuern („Renovation“), damit die Rechtsverhältnisse auch über längere Zeiträume hinweg gesichert blieben.[17] Darüber hinaus war der Renovator, der vor allem im Außendienst eingesetzt wurde,[18] auch als Landvermesser und Bauträger tätig.

Dahn wurde insbesondere mit der Renovation der auf kurpfälzischem Gebiet liegenden Güter und Gefälle des ehemaligen Klosters Disibodenberg bei Odernheim am Glan im Oberamt Kreuznach beauftragt.[19] Bereits 1570 hatte die Kurpfalz die auf ihrem Territorium gelegenen Disibodenberger Höfe in Sobernheim und Kreuznach eingezogen.[20] Durch den „Seltz- und Hagenbacher Austausch“ von 1768 zwischen der Kurpfalz und Pfalz-Zweibrücken kam mit einigen anderen Gebieten auch die Ruine des ehemaligen Klosters Disibodenberg selbst zur Kurpfalz; die auf Pfalz-Zweibrückener Territorium liegenden geistlichen Gefälle des ehemaligen Klosters waren jedoch ausdrücklich von der Übertragung ausgenommen.[21] Von der kurpfälzischen Kellerei Disibodenberg mit Sitz in Kreuznach mitverwaltet wurden die Schaffnereien der ehemaligen Klöster Kumbd bei Simmern,[22]St. Marienpfort bei Waldböckelheim[23] und Ravengiersburg.[24] In einigen Fällen wurde Dahn auch für andere Schaffnereien tätig wie die der Stifte St. Katharinen zu Oppenheim[25] oder St. Peter zu Kreuznach.[26]

Dahns Vorgänger als Renovator für den Bereich der Disibodenberger Kellerei war Ludwig Conrad Gruber († 1785),[27] der um 1765 Oeconomus und Provisor fisci der Universität Heidelberg wurde.[28] Peter Immanuel Dahn wird zwischen 1764 und 1802 urkundlich als Renovator erwähnt.[29] Nach der Annexion der linken Rheinseite durch die Erste Französische Republik wurde der Disibodenberg 1797 zum Nationaleigentum erklärt.

Belegt sind Renovationen durch Peter Emmanuel Dahn in Bockenau (1765),[30] im Münchwald zwischen Bockenau und Auen (1765),[31] in Lonsheim (1766),[32] zur Münchwiese in Weinsheim (nach 1766),[33] in Monzingen (1782, 1802),[34] zur gräflich von Bretzenheimischen Boßeler Wieß in der Kloster Sponheimer Gemarkung zwischen Sponheim, Braunweiler und Mandel (1788),[35] zum Hinterwald zwischen der Kreuznacher Saline Thedorshalle und Münster am Stein[36] oder zur Heimel-Wiese in der Waldböckelheimer und Nußbaumer Gemarkung (1789).[37]

Als nach einer Naheüberschwemmung ein neu entstandenes Feldstück im Mittelsten Brückes bei der städtischen Pfingstweide (Pfingstwiese), das an 20 Morgen Erbbestand der Disibodenberger Kellerei angrenzte, vom Kreuznacher Stadtrat als Landzuwachs versteigert wurde, führte Dahn ab etwa 1774 einen Prozess gegen den Erbbeständer Christian Prinz, einen Ratsverwandten in Kreuznach, und fertigte Lagepläne an.[38] Die strittige Grenze durch den Herrenwald (Heer-Wald) zwischen „Uden Capplen“ und Sien-Hoppstädten hat Dahn 1776 „nach älteren Gräntz-Beschreibungen, sichtbahrn Mählern und Nachrichten alter Leute gestellet“.[39]

Zum Schutz der Felder und Saaten vor Überschwemmungen setzte sich Dahn für Maßnahmen des Flussbaus wie die Eindeichung von sogenannten Wallbächen (schnell aufwallenden Bächen) ein.[40]

„Hr. Renov. Dhan“ gehörte 1786 in Kreuznach zu den Subskribenten der erstem Gedichtsammlung von Isaak Maus, dem „Bauersmann in Badenheim“.[41]Philippus Julius Dahn Crucenacensis, der sich 1788 in Heidelberg immatrikulierte, verheiratet seit 1796 mit Anna Elisabetha Kuß aus Weinsheim, war ein Sohn von Peter Immanuel Dahn.

Der Oberamts-Renovator im Oberamt Kreuznach Dahn ließ 1791/92 an der Stelle des eingestürzten Kilianstors das Kreuznacher Mühlentor (am Ende der heutigen Mühlenstraße) errichteten, das 1877 niedergelegt wurde.[42]

General Beschreibung des Churpfälzischen OberAmts Creuznach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Immanuel Dahn verfasste 1772 als Manuskript eine General Beschreibung des kurpfälzischen Oberamts Kreuznach, die zahlreiche Angaben zur Topographie, zur politischen und religiösen Struktur und Geschichte, zum aktuellen und früheren Gebäudebestand oder zur Wirtschafts- und Sozialstruktur der Region enthält. Den kurpfälzischen Oberämtern war durch Erlass vom 16. Januar 1772 „gnädigst aufgegeben“ worden, Amtsbeschreibungen vorzulegen.[43] Auch im benachbarten badisch-sponheimischen Oberamt Kirchberg wurde 1772 eine Amtsbeschreibung angefertigt.[44]

Der Abschnitt Geographische Beschreibung der Stadt und Gemark Kreuznach ins besondere[45] der Handschrift weist in Aufbau und Formulierungen deutliche Parallelen zu der in lateinischer Sprache verfassten Schrift Crucenacum Palatinum von Johann Heinrich Andreä (1728–1793)[46] auf, die 1780–1784 in Teilbänden erschien.[47] Dahns Manuskript von 1772 diente Andreä, der aus Kreuznach stammte und 1758 bis 1789 Rektor des Reformierten Gymnasiums in Heidelberg war, als Quelle.[48]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ode, Dem HochwohlEdlen und Wohlgelahrten Herrn, HERR Peter Immanuel Dahn aus Sobernheim in der Unterpfalz der Rechten rühmlichst Beflissenem bey dessen Abreise von der ienaischen hohen Schule gewidmet von nachstenden Landesleuten und Freunden. Andreas Michael Meyer, Jena 1757 (Digitalisat der Universitätsbibliothek Tübingen)

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kolorierte bzw. lavierte Federzeichnungen, grün-gelb-rot oder grün-rot-braun-blau, 1765, 1781, 1788, 1789; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Karte 2555, S. 41/42 (Hinterwald bei Münster am Stein); Bestand 702 Karten und Pläne, Karten 530 (Boßeler Wieß in der Gemarkung Kloster Sponheim), 532–534 (Kreuznach, Brückes und Pfingstwiese), 11911 (Heimel-Wiese in der Waldböckelheimer und Nußbaumer Gemarkung), 11912 (Münchwiese in Weinsheim), (11930–11933 (Bockenau)?), 11935 (Münchwald zwischen Bockenau und Auen) und 14368 (Herrenwald zwischen Sien-Hoppstädten und Kappeln)) (Digitalisate des Landeshauptarchivs Koblenz bei www.archivdatenbank.lha-rlp.de)
  • Gnädigst aufgegebene General Beschreibung des Churpfälzischen OberAmts Creuznach. Gestellt von P. I. Dahn et[iam][49] Renovat[or] E[ius]d[em] (= auch Renovator desselben) Anno 1.7.7.2., Handschrift 1772; Bayerische Staatsbibliothek München (Cgm 2654) (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Bemerkungen und wirthschaftliche Gedanken über das Anlaufen der Wallbäche, in Rücksicht ihrer Leitung und ihrer Uferbaue, zur Bewahrung der anliegenden Felder. In: Physikalisch-ökonomische Monathsschrift 2, Heft 3 (1786, 7–9), S. 123–130[50]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Theodor von Traitteur: Ueber die Größe und Bevölkerung der Rheinischen Pfalz. Hof- und akademische Buchhandlung, Mannheim 1789, S. 29 (Google-Books)
  • Peter Brommer (Bearb.): An der Nahe und auf dem Hunsrück. Edition und Kommentierung der Beschreibungen des pfälzischen Oberamtes Kreuznach (1601 und 1772/ca. 1775) und badischen Oberamtes Kirchberg (1766 und 1772). (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz 120). Verlag der Landesarchivverwaltung, Koblenz 2015, bes. S. 408–495

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Als Studenten der Rechtswissenschaften Meisenheimio (= aus Meisenheim) sind Ludwig Konrad Dahn (Jena 1699) und Christoph Henrich Dahn (Jena 1706, 1707) belegt.
  2. abc Als Student der Rechtswissenschaften aus Creutzenach ist Philipp Jakob Dahn († vor 1740) belegt (Frankfurt an der Oder 1695, Jena 1698, 1699). Er war kurpfälzischer Regierungs- und Hofgerichtsadvokat in Heidelberg, ab 1720 in Mannheim.
  3. ab Philippus Julius Dahn, Heydelbergensis, stud. jur., 1724 immatrikuliert in Heidelberg.
  4. Vgl. Ludwig Hepding: Quentell, eine niederhessische Familie in der Lutherstadt Worms. In: Archiv für Sippenforschung 107 (1987), S. 208–229, bes. S. 216f.
  5. Die Grafen von Manderscheid-Kail und die Grafen von Lewenhaupt-Raasepori, Herren von Reipoldskirchen, erhoben in der Region territoriale Ansprüche aus der Grafschaft Falkenstein unter anderem in Bretzenheim, Biebelsheim und Ippesheim, Harxheim oder Hillesheim und ließen sich durch örtliche Amtleute vertreten, die von ihnen eine Nebenbestallung erhielten; vgl. Der Evangelischen Neue Religions-Beschwehrden. Regensburg 1719, bes. S. 1016 und 1022 (Google-Books).
  6. ab Aufstellung der Freihöfe in Sobernheim durch den Oberamtmann Franz Philipp von Hundheim vom 22. Juni 1746; vgl. H. Fligel: Urkundliche Geschichte des churpfälzischen Amtes Böckelheim, Bd. II bis zum Jahre 1801. Wilhelm Wildt, Sobernheim 1869, S. 17 (Digitalisat des Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz Koblenz).
  7. Vgl. Urkunde vom 18. Januar 1770, ausgestellt in Sobernheim. Verkäufer waren die Brüder Franz Karl Johann Adolf und Christian Wilhelm Franz von Latre zu Feignies und Gonnesweiler; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 54F Familie de Latre de Freignies, Urkunde 31) u. a.
  8. Vgl. Mannheimer Zeitung, Nr. LXXXIV vom 14. Juli 1784, S. 356 (Google-Books).
  9. Vgl. Friedrich K. Abicht: Kirchengeschichte des Fleckens Gemünden und seines Filials Schlierschied auf dem Hunnsrück. Kehr, Kreuznach 1845, S. 57f.
  10. Geborene Winckelmann, verheiratet mit dem Reichskammergerichts-Prokurator und Hohenlohe-Bartensteinischen Rat Johann Conrad Maria Joseph Heeser († 1752) aus einer Siegerländer Juristenfamilie, der 1733 mit dem Prädikat „von Lilienthal“ nobilitiert wurde; vgl. Grosses vollständiges Universal Lexicon Aller Wissenschaften und Künste, Bd. LVII. Johann Heinrich Zedler, Leipzig / Halle 1748, S. 465.
  11. Verheiratet mit Peter Georg von Zitzewitz (1714–1787).
  12. Vgl. Antoine Namur: Rapport … pendant l′année 1862. In: Publications de la Société pour la Recherche et la Conservation des Monuments Historiques dans le Grand-Duché de Luxembourg 19 (1864=1863), S. xxviii.
  13. Vgl. Friedrich Toepfer (Bearb.): Urkundenbuch für die Geschichte des graeflichen und freiherrlichen Hauses der Voegte von Hunolstein, Bd. III. Campe, Nürnberg 1872, Nr. CCXXIII, S. 178–181, bes. S. 180.
  14. d. h. G. G. B. = der heiligen GottesGelahrtheit Beflissener, B. R. B. = Beider Rechte Beflissener, d. M. B. = der Medizin Beflissener bzw. d. M. W. B. = der Medizinischen Wissenschaften Beflissener.
  15. Vgl. Elke Richter, Georg Kurscheidt (Hrsg.): Johann Wolfgang Goethe Briefe, Bd. I/2 Briefe 23. Mai 1764 – 30. Dezember 1772. Kommentar. Akademie, Berlin 2008, S. 133, 152, 169, 171, bes. S. 220, 247, 271 und 509.
  16. Vgl. Churpfältzischer Hoff- und Staats-Calender, Auf das Jahr … MDCCLXIV. Churfürstl. Hof-Buchdruckerey Pierron / Spies, Mannheim 1764, S. 115 (Google-Books); Churfürstlich-Pfalzbaierischer Hof- und Staatskalender auf das Jahr 1800. Franz, München 1800, S. 280 (Google-Books) u. a.
  17. Vgl. etwa Urkunde über das Rüdesheimer Hofgut des Disibodenberger Hofes zu Kreuznach von 1698, Heidelberg: „Alle 15 Jahre ist der Vertrag vor dem Gericht zu Rüdesheim zu erneuern“; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Urkunde 16675).
  18. Vgl. Meinrad Schaab: Geschichte der Kurpfalz, Bd. II. Kohlhammer, Stuttgart 1992, S. 88.
  19. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Kurpfälzische geistliche Administration, Kellerei Disibodenberg).
  20. Vgl. Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des kön. bayer. Rheinkreises, Bd. III. F. C. Neidhard, Speyer 1837, S. 360 (Google-Books).
  21. Vertrag vom 30. Januar 1768, Mannheim; Landesarchiv Speyer (Bestand A 1 Kurpfalz, Urkunde 76); vgl. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 24 Fürstentum (Herzogtum) Pfalz-Zweibrücken, Amt Meisenheim, Kirchenschaffnei, Kloster Disibodenberg).
  22. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2245).
  23. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2247)
  24. Akten, 1726–1771; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2266).
  25. Vgl. Urkunde vom Januar 1766: „Renovation … durch Renovator Peter Immanuel Dahn vor Schultheiß Reinhard Freund und vier genannte Schöffen des Gerichts Lonsheim“; Hauptstaatsarchiv Darmstadt (Bestand C 2  Salbücher, Nr. 369/5 und 6).
  26. Vgl. Zeichnung des St. Peter-Hinterwalds bei Münster am Stein, 1788; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702, Karte 2555 S. 41/42).
  27. Vgl. Renovationsakte, 1756; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2225 III); Karl Henning Wolf: Die Heidelberger Universitätsangehörigen im 18. Jahrhundert. (Heidelberger Abhandlungen zur mittleren und neueren Geschichte NF 4). Winter, Heidelberg 1991, S. 74f.
  28. Vgl. Churpfältzischer Hoff- und Staats-Kalender, Auf das Jahr … MDCCLXVI. Churfürstl. Hof-Buchdruckerey, Mannheim 1766, S. 69 und S. 120.
  29. Meist als „P. I. Dahn“ oder „P. J. Dahn“, vgl. aber bes. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 530): „Pet. Im. Dahn“; Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Bestand C 2, Nr. 369/5 und 6): „Renovator Peter Immanuel Dahn“.
  30. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2225 IV).
  31. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 11935).
  32. Hauptstaatsarchiv Darmstadt (Bestand C 2 Salbücher, Nr. 369/5–6).
  33. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2263; Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 11912).
  34. Berechnung des Renovators Dahn über seine Forderung für das Renovieren, 1782, 1802; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2301).
  35. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 530).
  36. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Karte 2555, S. 41/42; vgl. Sachakten 2053 I–II und 2555).
  37. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 11911).
  38. Akten 1774–1779 und drei Zeichnungen 1781; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakten 2248 und 2249; Bestand 702 Karten und Pläne, Karten 532–534).
  39. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 14368).
  40. Vgl. P. I. Dahn: Bemerkungen und wirthschaftliche Gedanken über das Anlaufen der Wallbäche (a. a. O.); General Beschreibung (a. a. O.), Blatt 17 verso; vgl. Blatt 9 verso (WallWässer).
  41. Vgl. Isaak Maus: Gedichte und Briefe. Johann Benjamin Wailandt, Mainz 1786, zwischen S. X und S. 1 (Google-Books).
  42. Vgl. Walther Zimmermann: Die Kunstdenkmäler des Kreises Kreuznach. (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz 18/1). Schwann, Düsseldorf 1935 (Nachdruck Deutscher Kunstverlag, München 1972), S. 95f mit Abbildung 85.
  43. Vgl. Achim R. Baumgarten: 1000 Jahre Altweidelbach. Gemeinde Altweidelbach, Altweidelbach 2006, S. 116; Peter Brommer (Bearb.): Beschreibungen des pfälzischen Oberamtes Simmern im Hunsrück aus den Jahren 1599 und 1772. Hunsrücker Geschichtsverein e.V, Simmern 2016.
  44. Beschreibung des Oberamtes Kirchberg vom 26. August 1772. In: P. Brommer (Bearb.): An der Nahe und auf dem Hunsrück (a. a. O.), S. 587–596.
  45. Blätter 23ff.
  46. Philipp Walther: Andreae, Johann Heinrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 447.
  47. Vgl. Johann Heinrich Andreä: Crvcenacvm Palatinvm Cvm Ipsivs Archisatrapia, Ex Historia, Potissimvm Politica & Litteraria. Johann Baptist Wiesen, Heidelberg (1780–1784 =) 1784, bes. S. 108ff (Digitalisat der Herzogin Amalia Bibliothek Weimar), (Google Books).
  48. Vgl. z. B. die Zahlenangaben bei J. H. Andreä: Crucenacum (a. a. O.), Teilband IV, 1782, S. 204 Anm. y: „Talis erat status 1772. (= So war der Stand 1772.)“ mit P. I. Dahn: General Beschreibung (a. a. O.), Blatt 38; vgl. auch Teilband III, 1781, S. 126 „architectus Sengerus anno 1772.“ mit Blatt 27 „Baumeister Senger“ oder S. 193 „anno 1772.“ mit Blatt 32.
  49. Karl Halm, Johann Andreas Schmeller (Bearb.): Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Regiae Monacensis, Bd. V/VI Die deutschen Pergament-Handschriften. Palm, München 1866, S. 300, lesen als Namen des Autors: „P. J. Jahnet:“
  50. Von „P[eter] J[mmanuel] Dahn, im Amte Creuzenach in der Unterpfalz“; vgl. Neue Leipziger gelehrte Anzeigen, 113. Stück vom 26. September 1786, S. 1806.

Peter Immanuel Dahn (* um 1735 in Sobernheim; † nach 1802 vermutlich in Kreuznach) war ein Jurist im Dienst der Geistlichen Güterverwaltung der Kurpfalz. Er verfasste 1772 eine General Beschreibung des kurpfälzischen Oberamts Kreuznach.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Immanuel Dahn wurde in Sobernheim in der Kurpfalz geboren. Dieser Zweig der Familie Dahn, der in Meisenheim,[1] Sobernheim, Kreuznach,[2]Heidelberg[2][3] und Mannheim[2] ansässig war, geht zurück auf Johann Henrich Dahn (1647–1708) aus Edesheim, gräflich Nassau-Diezischer und freiherrlich Boos von Waldeckscher gemeinschaftlicher Amtmann der Ämter Boos und Abtweiler, Amtskeller zu Meisenheim.[4] Peter Immanuel Dahn war dessen Urenkel und wahrscheinlich ein Sohn von Philipp Julius Dahn (* um 1705; † nach 1784),[3] gräflich Löwenhauptscher Rat[5] und Keller des Florent-Joseph de Lâtre de Feignies (1677–1762) zu Gonnesweiler auf Marienpfort.[6]

Philipp Julius Dahn besaß in Sobernheim das freiadelige Pfalz-Simmernsche Hofgut[6] und erwarb 1770 den benachbarten freiadeligen Rittersitz der Familie Latre de Feignies.[7][8] 1753 beglaubigte er in Sobernheim als Notar Zeugenaussagen zur Erschießung des Christian Fuchs in Gemünden durch Bauern aus Laufersweiler,[9] 1754 ergriff er als Notar im Namen von Marie Catherine Heeser von Lilienthal[10] und der Baronin Maria Eva von Metzenhausen (* um 1707; † 1781)[11] Besitz von der Herrschaft Linster aus dem Erbe der Boos von Waldeck.[12] 1772 war er in Merxheim unter den erbetenen Testamentszeugen des Freiherrn Philipp Henrich von und zu Stein-Kallenfels († 1778).[13]

Peter Immanuel Dahn, Sobernheimensis immatrikulierte sich 1753 an der Universität Jena und studierte Rechtswissenschaften. Bei seiner Abreise aus Jena im Mai 1757 widmeten ihm 42 „Freunde und Landesleute“ – Studenten der Theologie, der Rechtswissenschaften und der Medizin –[14] eine gedruckte Ode. Unter den Unterzeichnern waren aus der sponheimischen Kurpfalz Bernhard Georg Buhl aus Kreuznach, ein Jurist, und Johann Friedrich Schreiner (1737–1791) aus Allenbach, später Pfarrer in Hennweiler, aus der Grafschaft Falkenstein Johann Andreas Böhmer aus Framersheim, später Pfarrer in der Pfalz, sowie aus dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken Johann Friedrich Gervinus (* um 1735; † 1826) aus Zweibrücken, später Hofmeister von Karl August von Hardenberg, dann preußischer Gesandter,[15] Bernhard Ludwig Klick aus Bergzabern, später pfalz-zweibrückischer Regierungsrat, und Karl Philipp Koch, später Kirchschaffner, Notar und Friedensrichter in Kusel. 1761 hat sich Peter Emanuel Dahn, Palatino-Sobernheimensis zusammen mit Philipp Henrich Dahn – wohl seinem Bruder – an der Universität Heidelberg immatrikuliert.

Nach dem Studium trat Peter Emmanuel Dahn als Renovator in die Chur-Pfältzische Geistliche Administration in Heidelberg ein.[16] Seine Aufgabe in der Güterverwaltung war es, Erbpachtverträge in regelmäßigen Abständen oder bei einem Wechsel der Pächter zu erneuern („Renovation“), damit die Rechtsverhältnisse auch über längere Zeiträume hinweg gesichert blieben.[17] Darüber hinaus war der Renovator, der vor allem im Außendienst eingesetzt wurde,[18] auch als Landvermesser und Bauträger tätig.

Dahn wurde insbesondere mit der Renovation der auf kurpfälzischem Gebiet liegenden Güter und Gefälle des ehemaligen Klosters Disibodenberg bei Odernheim am Glan im Oberamt Kreuznach beauftragt.[19] Bereits 1570 hatte die Kurpfalz die auf ihrem Territorium gelegenen Disibodenberger Höfe in Sobernheim und Kreuznach eingezogen.[20] Durch den „Seltz- und Hagenbacher Austausch“ von 1768 zwischen der Kurpfalz und Pfalz-Zweibrücken kam mit einigen anderen Gebieten auch die Ruine des ehemaligen Klosters Disibodenberg selbst zur Kurpfalz; die auf Pfalz-Zweibrückener Territorium liegenden geistlichen Gefälle des ehemaligen Klosters waren jedoch ausdrücklich von der Übertragung ausgenommen.[21] Von der kurpfälzischen Kellerei Disibodenberg mit Sitz in Kreuznach mitverwaltet wurden die Schaffnereien der ehemaligen Klöster Kumbd bei Simmern,[22]St. Marienpfort bei Waldböckelheim[23] und Ravengiersburg.[24] In einigen Fällen wurde Dahn auch für andere Schaffnereien tätig wie die der Stifte St. Katharinen zu Oppenheim[25] oder St. Peter zu Kreuznach.[26]

Dahns Vorgänger als Renovator für den Bereich der Disibodenberger Kellerei war Ludwig Conrad Gruber († 1785),[27] der um 1765 Oeconomus und Provisor fisci der Universität Heidelberg wurde.[28] Peter Immanuel Dahn wird zwischen 1764 und 1802 urkundlich als Renovator erwähnt.[29] Nach der Annexion der linken Rheinseite durch die Erste Französische Republik wurde der Disibodenberg 1797 zum Nationaleigentum erklärt.

Belegt sind Renovationen durch Peter Emmanuel Dahn in Bockenau (1765),[30] im Münchwald zwischen Bockenau und Auen (1765),[31] in Lonsheim (1766),[32] zur Münchwiese in Weinsheim (nach 1766),[33] in Monzingen (1782, 1802),[34] zur gräflich von Bretzenheimischen Boßeler Wieß in der Kloster Sponheimer Gemarkung zwischen Sponheim, Braunweiler und Mandel (1788),[35] zum Hinterwald zwischen der Kreuznacher Saline Thedorshalle und Münster am Stein[36] oder zur Heimel-Wiese in der Waldböckelheimer und Nußbaumer Gemarkung (1789).[37]

Als nach einer Naheüberschwemmung ein neu entstandenes Feldstück im Mittelsten Brückes bei der städtischen Pfingstweide (Pfingstwiese), das an 20 Morgen Erbbestand der Disibodenberger Kellerei angrenzte, vom Kreuznacher Stadtrat als Landzuwachs versteigert wurde, führte Dahn ab etwa 1774 einen Prozess gegen den Erbbeständer Christian Prinz, einen Ratsverwandten in Kreuznach, und fertigte Lagepläne an.[38] Die strittige Grenze durch den Herrenwald (Heer-Wald) zwischen „Uden Capplen“ und Sien-Hoppstädten hat Dahn 1776 „nach älteren Gräntz-Beschreibungen, sichtbahrn Mählern und Nachrichten alter Leute gestellet“.[39]

Zum Schutz der Felder und Saaten vor Überschwemmungen setzte sich Dahn für Maßnahmen des Flussbaus wie die Eindeichung von sogenannten Wallbächen (schnell aufwallenden Bächen) ein.[40]

„Hr. Renov. Dhan“ gehörte 1786 in Kreuznach zu den Subskribenten der erstem Gedichtsammlung von Isaak Maus, dem „Bauersmann in Badenheim“.[41]Philippus Julius Dahn Crucenacensis, der sich 1788 in Heidelberg immatrikulierte, verheiratet seit 1796 mit Anna Elisabetha Kuß aus Weinsheim, war ein Sohn von Peter Immanuel Dahn.

Der Oberamts-Renovator im Oberamt Kreuznach Dahn ließ 1791/92 an der Stelle des eingestürzten Kilianstors das Kreuznacher Mühlentor (am Ende der heutigen Mühlenstraße) errichteten, das 1877 niedergelegt wurde.[42]

General Beschreibung des Churpfälzischen OberAmts Creuznach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Immanuel Dahn verfasste 1772 als Manuskript eine General Beschreibung des kurpfälzischen Oberamts Kreuznach, die zahlreiche Angaben zur Topographie, zur politischen und religiösen Struktur und Geschichte, zum aktuellen und früheren Gebäudebestand oder zur Wirtschafts- und Sozialstruktur der Region enthält. Den kurpfälzischen Oberämtern war durch Erlass vom 16. Januar 1772 „gnädigst aufgegeben“ worden, Amtsbeschreibungen vorzulegen.[43] Auch im benachbarten badisch-sponheimischen Oberamt Kirchberg wurde 1772 eine Amtsbeschreibung angefertigt.[44]

Der Abschnitt Geographische Beschreibung der Stadt und Gemark Kreuznach ins besondere[45] der Handschrift weist in Aufbau und Formulierungen deutliche Parallelen zu der in lateinischer Sprache verfassten Schrift Crucenacum Palatinum von Johann Heinrich Andreä (1728–1793)[46] auf, die 1780–1784 in Teilbänden erschien.[47] Dahns Manuskript von 1772 diente Andreä, der aus Kreuznach stammte und 1758 bis 1789 Rektor des Reformierten Gymnasiums in Heidelberg war, als Quelle.[48]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ode, Dem HochwohlEdlen und Wohlgelahrten Herrn, HERR Peter Immanuel Dahn aus Sobernheim in der Unterpfalz der Rechten rühmlichst Beflissenem bey dessen Abreise von der ienaischen hohen Schule gewidmet von nachstenden Landesleuten und Freunden. Andreas Michael Meyer, Jena 1757 (Digitalisat der Universitätsbibliothek Tübingen)

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kolorierte bzw. lavierte Federzeichnungen, grün-gelb-rot oder grün-rot-braun-blau, 1765, 1781, 1788, 1789; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Karte 2555, S. 41/42 (Hinterwald bei Münster am Stein); Bestand 702 Karten und Pläne, Karten 530 (Boßeler Wieß in der Gemarkung Kloster Sponheim), 532–534 (Kreuznach, Brückes und Pfingstwiese), 11911 (Heimel-Wiese in der Waldböckelheimer und Nußbaumer Gemarkung), 11912 (Münchwiese in Weinsheim), (11930–11933 (Bockenau)?), 11935 (Münchwald zwischen Bockenau und Auen) und 14368 (Herrenwald zwischen Sien-Hoppstädten und Kappeln)) (Digitalisate des Landeshauptarchivs Koblenz bei www.archivdatenbank.lha-rlp.de)
  • Gnädigst aufgegebene General Beschreibung des Churpfälzischen OberAmts Creuznach. Gestellt von P. I. Dahn et[iam][49] Renovat[or] E[ius]d[em] (= auch Renovator desselben) Anno 1.7.7.2., Handschrift 1772; Bayerische Staatsbibliothek München (Cgm 2654) (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Bemerkungen und wirthschaftliche Gedanken über das Anlaufen der Wallbäche, in Rücksicht ihrer Leitung und ihrer Uferbaue, zur Bewahrung der anliegenden Felder. In: Physikalisch-ökonomische Monathsschrift 2, Heft 3 (1786, 7–9), S. 123–130[50]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Theodor von Traitteur: Ueber die Größe und Bevölkerung der Rheinischen Pfalz. Hof- und akademische Buchhandlung, Mannheim 1789, S. 29 (Google-Books)
  • Peter Brommer (Bearb.): An der Nahe und auf dem Hunsrück. Edition und Kommentierung der Beschreibungen des pfälzischen Oberamtes Kreuznach (1601 und 1772/ca. 1775) und badischen Oberamtes Kirchberg (1766 und 1772). (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz 120). Verlag der Landesarchivverwaltung, Koblenz 2015, bes. S. 408–495

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Als Studenten der Rechtswissenschaften Meisenheimio (= aus Meisenheim) sind Ludwig Konrad Dahn (Jena 1699) und Christoph Henrich Dahn (Jena 1706, 1707) belegt.
  2. abc Als Student der Rechtswissenschaften aus Creutzenach ist Philipp Jakob Dahn († vor 1740) belegt (Frankfurt an der Oder 1695, Jena 1698, 1699). Er war kurpfälzischer Regierungs- und Hofgerichtsadvokat in Heidelberg, ab 1720 in Mannheim.
  3. ab Philippus Julius Dahn, Heydelbergensis, stud. jur., 1724 immatrikuliert in Heidelberg.
  4. Vgl. Ludwig Hepding: Quentell, eine niederhessische Familie in der Lutherstadt Worms. In: Archiv für Sippenforschung 107 (1987), S. 208–229, bes. S. 216f.
  5. Die Grafen von Manderscheid-Kail und die Grafen von Lewenhaupt-Raasepori, Herren von Reipoldskirchen, erhoben in der Region territoriale Ansprüche aus der Grafschaft Falkenstein unter anderem in Bretzenheim, Biebelsheim und Ippesheim, Harxheim oder Hillesheim und ließen sich durch örtliche Amtleute vertreten, die von ihnen eine Nebenbestallung erhielten; vgl. Der Evangelischen Neue Religions-Beschwehrden. Regensburg 1719, bes. S. 1016 und 1022 (Google-Books).
  6. ab Aufstellung der Freihöfe in Sobernheim durch den Oberamtmann Franz Philipp von Hundheim vom 22. Juni 1746; vgl. H. Fligel: Urkundliche Geschichte des churpfälzischen Amtes Böckelheim, Bd. II bis zum Jahre 1801. Wilhelm Wildt, Sobernheim 1869, S. 17 (Digitalisat des Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz Koblenz).
  7. Vgl. Urkunde vom 18. Januar 1770, ausgestellt in Sobernheim. Verkäufer waren die Brüder Franz Karl Johann Adolf und Christian Wilhelm Franz von Latre zu Feignies und Gonnesweiler; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 54F Familie de Latre de Freignies, Urkunde 31) u. a.
  8. Vgl. Mannheimer Zeitung, Nr. LXXXIV vom 14. Juli 1784, S. 356 (Google-Books).
  9. Vgl. Friedrich K. Abicht: Kirchengeschichte des Fleckens Gemünden und seines Filials Schlierschied auf dem Hunnsrück. Kehr, Kreuznach 1845, S. 57f.
  10. Geborene Winckelmann, verheiratet mit dem Reichskammergerichts-Prokurator und Hohenlohe-Bartensteinischen Rat Johann Conrad Maria Joseph Heeser († 1752) aus einer Siegerländer Juristenfamilie, der 1733 mit dem Prädikat „von Lilienthal“ nobilitiert wurde; vgl. Grosses vollständiges Universal Lexicon Aller Wissenschaften und Künste, Bd. LVII. Johann Heinrich Zedler, Leipzig / Halle 1748, S. 465.
  11. Verheiratet mit Peter Georg von Zitzewitz (1714–1787).
  12. Vgl. Antoine Namur: Rapport … pendant l′année 1862. In: Publications de la Société pour la Recherche et la Conservation des Monuments Historiques dans le Grand-Duché de Luxembourg 19 (1864=1863), S. xxviii.
  13. Vgl. Friedrich Toepfer (Bearb.): Urkundenbuch für die Geschichte des graeflichen und freiherrlichen Hauses der Voegte von Hunolstein, Bd. III. Campe, Nürnberg 1872, Nr. CCXXIII, S. 178–181, bes. S. 180.
  14. d. h. G. G. B. = der heiligen GottesGelahrtheit Beflissener, B. R. B. = Beider Rechte Beflissener, d. M. B. = der Medizin Beflissener bzw. d. M. W. B. = der Medizinischen Wissenschaften Beflissener.
  15. Vgl. Elke Richter, Georg Kurscheidt (Hrsg.): Johann Wolfgang Goethe Briefe, Bd. I/2 Briefe 23. Mai 1764 – 30. Dezember 1772. Kommentar. Akademie, Berlin 2008, S. 133, 152, 169, 171, bes. S. 220, 247, 271 und 509.
  16. Vgl. Churpfältzischer Hoff- und Staats-Calender, Auf das Jahr … MDCCLXIV. Churfürstl. Hof-Buchdruckerey Pierron / Spies, Mannheim 1764, S. 115 (Google-Books); Churfürstlich-Pfalzbaierischer Hof- und Staatskalender auf das Jahr 1800. Franz, München 1800, S. 280 (Google-Books) u. a.
  17. Vgl. etwa Urkunde über das Rüdesheimer Hofgut des Disibodenberger Hofes zu Kreuznach von 1698, Heidelberg: „Alle 15 Jahre ist der Vertrag vor dem Gericht zu Rüdesheim zu erneuern“; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Urkunde 16675).
  18. Vgl. Meinrad Schaab: Geschichte der Kurpfalz, Bd. II. Kohlhammer, Stuttgart 1992, S. 88.
  19. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Kurpfälzische geistliche Administration, Kellerei Disibodenberg).
  20. Vgl. Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des kön. bayer. Rheinkreises, Bd. III. F. C. Neidhard, Speyer 1837, S. 360 (Google-Books).
  21. Vertrag vom 30. Januar 1768, Mannheim; Landesarchiv Speyer (Bestand A 1 Kurpfalz, Urkunde 76); vgl. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 24 Fürstentum (Herzogtum) Pfalz-Zweibrücken, Amt Meisenheim, Kirchenschaffnei, Kloster Disibodenberg).
  22. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2245).
  23. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2247)
  24. Akten, 1726–1771; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2266).
  25. Vgl. Urkunde vom Januar 1766: „Renovation … durch Renovator Peter Immanuel Dahn vor Schultheiß Reinhard Freund und vier genannte Schöffen des Gerichts Lonsheim“; Hauptstaatsarchiv Darmstadt (Bestand C 2  Salbücher, Nr. 369/5 und 6).
  26. Vgl. Zeichnung des St. Peter-Hinterwalds bei Münster am Stein, 1788; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702, Karte 2555 S. 41/42).
  27. Vgl. Renovationsakte, 1756; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2225 III); Karl Henning Wolf: Die Heidelberger Universitätsangehörigen im 18. Jahrhundert. (Heidelberger Abhandlungen zur mittleren und neueren Geschichte NF 4). Winter, Heidelberg 1991, S. 74f.
  28. Vgl. Churpfältzischer Hoff- und Staats-Kalender, Auf das Jahr … MDCCLXVI. Churfürstl. Hof-Buchdruckerey, Mannheim 1766, S. 69 und S. 120.
  29. Meist als „P. I. Dahn“ oder „P. J. Dahn“, vgl. aber bes. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 530): „Pet. Im. Dahn“; Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Bestand C 2, Nr. 369/5 und 6): „Renovator Peter Immanuel Dahn“.
  30. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2225 IV).
  31. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 11935).
  32. Hauptstaatsarchiv Darmstadt (Bestand C 2 Salbücher, Nr. 369/5–6).
  33. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2263; Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 11912).
  34. Berechnung des Renovators Dahn über seine Forderung für das Renovieren, 1782, 1802; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakte 2301).
  35. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 530).
  36. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Karte 2555, S. 41/42; vgl. Sachakten 2053 I–II und 2555).
  37. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 11911).
  38. Akten 1774–1779 und drei Zeichnungen 1781; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Sachakten 2248 und 2249; Bestand 702 Karten und Pläne, Karten 532–534).
  39. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 702 Karten und Pläne, Karte 14368).
  40. Vgl. P. I. Dahn: Bemerkungen und wirthschaftliche Gedanken über das Anlaufen der Wallbäche (a. a. O.); General Beschreibung (a. a. O.), Blatt 17 verso; vgl. Blatt 9 verso (WallWässer).
  41. Vgl. Isaak Maus: Gedichte und Briefe. Johann Benjamin Wailandt, Mainz 1786, zwischen S. X und S. 1 (Google-Books).
  42. Vgl. Walther Zimmermann: Die Kunstdenkmäler des Kreises Kreuznach. (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz 18/1). Schwann, Düsseldorf 1935 (Nachdruck Deutscher Kunstverlag, München 1972), S. 95f mit Abbildung 85.
  43. Vgl. Achim R. Baumgarten: 1000 Jahre Altweidelbach. Gemeinde Altweidelbach, Altweidelbach 2006, S. 116; Peter Brommer (Bearb.): Beschreibungen des pfälzischen Oberamtes Simmern im Hunsrück aus den Jahren 1599 und 1772. Hunsrücker Geschichtsverein e.V, Simmern 2016.
  44. Beschreibung des Oberamtes Kirchberg vom 26. August 1772. In: P. Brommer (Bearb.): An der Nahe und auf dem Hunsrück (a. a. O.), S. 587–596.
  45. Blätter 23ff.
  46. Philipp Walther: Andreae, Johann Heinrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 447.
  47. Vgl. Johann Heinrich Andreä: Crvcenacvm Palatinvm Cvm Ipsivs Archisatrapia, Ex Historia, Potissimvm Politica & Litteraria. Johann Baptist Wiesen, Heidelberg (1780–1784 =) 1784, bes. S. 108ff (Digitalisat der Herzogin Amalia Bibliothek Weimar), (Google Books).
  48. Vgl. z. B. die Zahlenangaben bei J. H. Andreä: Crucenacum (a. a. O.), Teilband IV, 1782, S. 204 Anm. y: „Talis erat status 1772. (= So war der Stand 1772.)“ mit P. I. Dahn: General Beschreibung (a. a. O.), Blatt 38; vgl. auch Teilband III, 1781, S. 126 „architectus Sengerus anno 1772.“ mit Blatt 27 „Baumeister Senger“ oder S. 193 „anno 1772.“ mit Blatt 32.
  49. Karl Halm, Johann Andreas Schmeller (Bearb.): Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Regiae Monacensis, Bd. V/VI Die deutschen Pergament-Handschriften. Palm, München 1866, S. 300, lesen als Namen des Autors: „P. J. Jahnet:“
  50. Von „P[eter] J[mmanuel] Dahn, im Amte Creuzenach in der Unterpfalz“; vgl. Neue Leipziger gelehrte Anzeigen, 113. Stück vom 26. September 1786, S. 1806.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Peter Immanuel Dahn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.