Pont de l’Artuby

Koordinaten: 43° 43′ 48″ N, 6° 23′ 15″ O

Pont de l’Artuby
Nutzung Straßenbrücke
Überführt D 71
Querung von Artuby
Ort AiguinesTrigance
Konstruktion Beton-Bogenbrücke
Gesamtlänge ca. 180 m
Breite 6 m
Anzahl der Öffnungen eine
Längste Stützweite 110 m
Pfeilhöhe 24 m
Höhe 137 m
Baubeginn 1938
Fertigstellung 1940
Planer Pelnard-Considère et Caquot
Lage

Die Pont de l’Artuby, auch pont sur l’Artuby oder pont de Chaulière genannt, ist eine zweispurige Straßenbrücke, die die Route départementale D 71 über die Schlucht des Artuby im Département Var in der französischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur führt. Die nächsten Orte sind das 22 km entfernte Aiguines und das 13 km entfernte Trigance.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pont de l'Artuby besteht aus einem großen Stahlbetonbogen mit einer Stützweite von 110 m, auf dem die Fahrbahnplatte mit schlanken, schmucklosen Stützen ausgeständert ist. Die Pfeilhöhe des Bogens beträgt 24 m. Der Bogen ist von vergleichsweise schlanken Pfeilern eingerahmt; kurze, auf ebenso schmucklose Stützen aufgeständerte Plattenbalkenbrücken über den seitlichen Hängen stellen den Anschluss an die Straßen her.[1]

Die Brücke wird zum Bungeespringen benutzt. Als Höhe der Brücke über dem Talgrund werden meist 180 m angegeben. Aufgrund der Höhenangaben in einer topographischen Karte sind es wohl nur 137 m.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende der 1930er Jahre begann man, die Corniche Sublime (die heutige D 71) zu bauen, um die abgelegene Gegend um die Gorges du Verdon touristisch zu erschließen.[3] Die dazu notwendige Brücke über den Artuby wurde in den Jahren 1938 bis 1940 weitgehend fertiggestellt. Allerdings mussten die Arbeiten wegen des Zweiten Weltkrieges abgebrochen werden, so dass die Route erst 1946 eröffnet werden konnte.

Die Brücke wurde vom Büro Pelnard-Considère et Caquot geplant und von Thorrand et Cie. aus Nizza gebaut. Das Lehrgerüst wurde aus zwei je 60 Tonnen wiegenden Fachwerksegmenten gebildet, die zunächst auf den Kämpfern in senkrechter Position montiert und am 17. April 1939 mit Seilen in die Bogenlage über der Schlucht abgesenkt wurden.[3][4][5][6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pont de l’Artuby – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. L.: Sur la Corniche Sublime. Artikel vom 25. Juli 1939 in Le Matin (Digitalisat auf Gallica)
  2. Carte topographique IGN des Institut national de l’information géographique et forestière im französischen Geoportal: 735 m - 598 m = 137 m
  3. ab Raoul Bérenguier: Du nouveau aux gorges du Verdon. In: La Revue du Touring-club de France, 1939, S. 237 (Digitalisat auf Gallica)
  4. Au moyen de câbles, deux cintres de 60 tonnes chacun sont descendus dans une gorge du Var. Artikel vom 17. April 1939 in Le Petit journal (Digitalisat auf Gallica)
  5. Fotoserie über das Einsetzen der beiden Hälften des Lehrgerüsts
  6. Beim Bau der Paul Sauer Bridge (Storms River Bridge) in Südafrika 1954 bis 1956 entwickelte Riccardo Morandi die Idee weiter, indem er die fertigen Bogenhälften absenkte. Das Verfahren wurde von BUNG-Ingenieure bei der Argentobelbrücke wiederholt und wird heute in China häufig angewendet.

Koordinaten: 43° 43′ 48″ N, 6° 23′ 15″ O

Pont de l’Artuby
Nutzung Straßenbrücke
Überführt D 71
Querung von Artuby
Ort AiguinesTrigance
Konstruktion Beton-Bogenbrücke
Gesamtlänge ca. 180 m
Breite 6 m
Anzahl der Öffnungen eine
Längste Stützweite 110 m
Pfeilhöhe 24 m
Höhe 137 m
Baubeginn 1938
Fertigstellung 1940
Planer Pelnard-Considère et Caquot
Lage

Die Pont de l’Artuby, auch pont sur l’Artuby oder pont de Chaulière genannt, ist eine zweispurige Straßenbrücke, die die Route départementale D 71 über die Schlucht des Artuby im Département Var in der französischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur führt. Die nächsten Orte sind das 22 km entfernte Aiguines und das 13 km entfernte Trigance.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pont de l'Artuby besteht aus einem großen Stahlbetonbogen mit einer Stützweite von 110 m, auf dem die Fahrbahnplatte mit schlanken, schmucklosen Stützen ausgeständert ist. Die Pfeilhöhe des Bogens beträgt 24 m. Der Bogen ist von vergleichsweise schlanken Pfeilern eingerahmt; kurze, auf ebenso schmucklose Stützen aufgeständerte Plattenbalkenbrücken über den seitlichen Hängen stellen den Anschluss an die Straßen her.[1]

Die Brücke wird zum Bungeespringen benutzt. Als Höhe der Brücke über dem Talgrund werden meist 180 m angegeben. Aufgrund der Höhenangaben in einer topographischen Karte sind es wohl nur 137 m.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende der 1930er Jahre begann man, die Corniche Sublime (die heutige D 71) zu bauen, um die abgelegene Gegend um die Gorges du Verdon touristisch zu erschließen.[3] Die dazu notwendige Brücke über den Artuby wurde in den Jahren 1938 bis 1940 weitgehend fertiggestellt. Allerdings mussten die Arbeiten wegen des Zweiten Weltkrieges abgebrochen werden, so dass die Route erst 1946 eröffnet werden konnte.

Die Brücke wurde vom Büro Pelnard-Considère et Caquot geplant und von Thorrand et Cie. aus Nizza gebaut. Das Lehrgerüst wurde aus zwei je 60 Tonnen wiegenden Fachwerksegmenten gebildet, die zunächst auf den Kämpfern in senkrechter Position montiert und am 17. April 1939 mit Seilen in die Bogenlage über der Schlucht abgesenkt wurden.[3][4][5][6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pont de l’Artuby – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. L.: Sur la Corniche Sublime. Artikel vom 25. Juli 1939 in Le Matin (Digitalisat auf Gallica)
  2. Carte topographique IGN des Institut national de l’information géographique et forestière im französischen Geoportal: 735 m - 598 m = 137 m
  3. ab Raoul Bérenguier: Du nouveau aux gorges du Verdon. In: La Revue du Touring-club de France, 1939, S. 237 (Digitalisat auf Gallica)
  4. Au moyen de câbles, deux cintres de 60 tonnes chacun sont descendus dans une gorge du Var. Artikel vom 17. April 1939 in Le Petit journal (Digitalisat auf Gallica)
  5. Fotoserie über das Einsetzen der beiden Hälften des Lehrgerüsts
  6. Beim Bau der Paul Sauer Bridge (Storms River Bridge) in Südafrika 1954 bis 1956 entwickelte Riccardo Morandi die Idee weiter, indem er die fertigen Bogenhälften absenkte. Das Verfahren wurde von BUNG-Ingenieure bei der Argentobelbrücke wiederholt und wird heute in China häufig angewendet.
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