Pontius-Pilatus-Inschrift von Caesarea

Kopie der Inschrift mit der Erwähnung des Pontius Pilatus in Caesarea Maritima
Ausschnitt mit der Inschrift, Kopie in Mailand
Die Fundstätte: Das römische Theater in Caesarea Maritima

Die Pontius-Pilatus-Inschrift von Caesarea befindet sich auf einer Spolie, die bei einer archäologischen Ausgrabung 1961 in Caesarea Maritima gefunden wurde. Die Inschrift zählt zu den berühmtesten in Israel gefundenen Inschriften und ist der einzige epigrafische Nachweis für Pontius Pilatus, in den Jahren von 26 bis 36 n. Chr. Präfekt des römischen Kaisers Tiberius in Judäa und prominenter Akteur in der Passionsgeschichte.

Fundort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inschrift wurde 1961 während der dritten Ausgrabungskampagne der italienischen archäologischen Mission im römischen Theater von Caesarea Maritima gefunden. Sie befindet sich auf einem Stein, der in den unteren Absatz des nördlichsten Treppenaufgangs im Zuschauerrund, der Cavea, mit der Inschrift nach oben eingelassen war. Um ihn dem etwas tieferen Niveau des westlich anstoßenden Trittsteins anzupassen, wurde ein guter Teil seiner linken Hälfte schräg abgearbeitet, die in diesem Bereich eingemeißelten Buchstaben gingen verloren. Seine Verwendung im Rahmen der Treppengestaltung fand der Stein während der Umbauphase des 4. Jahrhunderts, in deren Verlauf das Theater für Wasserspiele umgerüstet wurde. Der Inschriftenfund wurde noch 1961 durch den Ausgrabungsleiter Antonio Frova vorläufig veröffentlicht.[1]

Inschriftenträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Inschriftenträger ist ein ehemals hochrechteckiger Quader aus Kalkstein. Der vor allem in seinem unteren Bereich beschädigte Block ist 66 cm breit und 82 cm hoch bei einer Tiefe von 20–21 cm. Lediglich die Fläche, die der Aufnahme der Inschrift diente, wurde geglättet, die übrigen Seiten waren nur grob gepickt. Klammerspuren besitzt der Stein nicht. Aufgrund seiner Zubereitung ist er einem Mauerverband zuzuordnen, die eingelassene Inschrift diente als Bauinschrift.

Neben der Abarbeitung der Buchstaben auf der linken Seite, mit deren Hilfe er den Anforderungen für seine Nutzung im Theater angepasst wurde, weist der Stein auf seiner rechten Seite, etwa in halber Höhe, eine halbrunde Ausarbeitung auf. Sie wurde von der Rückseite des Steins in ganzer Tiefe durchgetrieben und verjüngt sich zur Front von 30 auf 27 cm Durchmesser. Die letzten Buchstaben der dritten Inschriftenzeile wurden bei dieser Bearbeitung beschädigt. Für die hiermit verbundene Nutzung muss der Stein in einer Lage verwandt worden sein, in der die Inschrift nicht sichtbar die Unterseite des Blocks bildete. Der Stein wurde demnach in mindestens zwei unterschiedlichen Zusammenhängen genutzt, bevor er als Spolie seinen Platz im Theater fand.

Heute befindet sich der Stein unter der Inventarnummer 61-529 im Israel-Museum in Jerusalem.[2]

Inschrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inschrift umfasst noch folgende lesbare Buchstaben:[3]

[…]S · TIBERIÉVM
[…]ṆTIVS · PÌLATVS
[…]ECTUS · IVDAE[.]E
[…]ÉCỊ[…]

Die Buchstabenhöhe nimmt von oben nach unten ab und beträgt in der ersten Zeile 5,8 cm, in der zweiten 5,5 cm, in der dritten 4,5 cm. Für die stark zerstörte vierte Zeile verbleibt Raum für etwa 4,0 cm hohe Buchstaben. Lange Vokale werden gesondert ausgezeichnet, im Fall des -E- durch einen Apex, im Fall des -I- durch ein Iota longa. Der Querbalken des -T- sitzt immer oberhalb der Zeile, so dass die Buchstabenhöhe der ersten Zeile hier 6 cm erreicht. Ein in der vierten Zeile erhaltener Apex bezeugt an dieser Stelle ein -E-, das in frühen Lesungen der Inschrift bisweilen nicht erkannt wurde.[4] Zuletzt wurden zudem das folgende -C- als sicher, das sich anschließende -I- als zwar erkennbar, aber ohne Erwartungshaltung nicht erschließbar erkannt.[5] Der Worttrennung dienten kleine Dreiecke. Auf der linken Seite lassen sich maximal 5–6 Buchstaben ergänzen.[6]

Lesung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaftlich bearbeitet wurde die Inschrift erstmals von Attilio Degrassi, der 1964 folgende Lesung vorschlug:[7]

[Dis Augusti]s Tiberieum / [Po]ntius Pilatus / [praef]ectus Iuda[ea]e / [fecit d]e[dicavit]
„Pontius Pilatus, Präfekt von Judäa, erbaute (und) weihte das Tiberieum den seligen Göttern“.

Dieser Lesung folgte auch Carla Brusa Gerra in der abschließenden Grabungspublikation, ergänzte allerdings an der Stelle von [Dis Augusti]s wie zuvor Frova [Caesarien]s(ibus) („den Einwohnern von Caesarea“).[8] Während die Lesung der Zeilen 2 und 3 als gesichert gelten kann, wurden für die Ergänzungen der Zeilen 1 und 4 zahlreiche Vorschläge unterbreitet.[9]

Géza Alföldy schlug 1999 eine neue Lesung vor, die er in mehreren Aufsätzen verteidigte und die auf große Akzeptanz traf:[10]

[nauti]s Tiberieum / [Po]ntius Pilatus / [praef]ectus Iudae[a]e / [ref]e[cit]
„Für die Seeleute hat Pontius Pilatus, Präfekt von Iudaea, das Tiberieum erneuert“.

Ihm schlossen sich unter anderem Werner Eck[11] und Alexander Demandt[12] an. Widersprochen wurde Alföldy zunächst von Tibor Grüll, der munus („Festspiele“) statt nautis („Seeleute“) und de suo edidit („veranstaltete auf seine Kosten“) statt refecit („hat erneuert“) ergänzte,[13] dies aber später zurücknahm und ebenfalls Alföldy folgte.[14]Karl Jaroš las in der ersten Zeile abweichend incolis („den Einwohnern“).[15]Monika Bernett äußerte sich skeptisch über Alföldys Vorschlag, ohne einen eigenen zu unterbreiten.[16]

Interpretation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unabhängig von der detaillierten Lesung und der sich hieraus ergebenden Interpretation liegt der besondere Wert der Inschrift in der namentlichen Nennung des Pontius Pilatus. Aufgrund der schlechten Quellenlage zu dessen Biografie wurde gelegentlich bezweifelt, dass er eine historische Person gewesen sei. Die Inschrift belegt nicht nur seine Historizität, sondern auch, dass die korrekte Bezeichnung für das von Pilatus ausgeübte Amt Präfekt war und nicht, wie bei den Statthaltern von Judäa ab der Mitte des 1. Jahrhunderts üblich, Prokurator, eine Bezeichnung, die Tacitus verwendet.[17] Werner Eck zufolge belegt die Titulatur zudem, dass Pontius Pilatus nicht Statthalter einer unabhängigen römischen Provinz Iudaea, sondern ein untergeordneter Legat des Statthalters der Provinz Syria war.[18] Zur Frage nach dem unbekannten Praenomen des Pontius Pilatus bietet die Inschrift keinen Hinweis, lediglich die Länge des -i- im Cognomen Pilatus wird bezeugt, was für die Herleitung gewisse Aufschlüsse bietet.[19]

Ergänzung und Interpretation der Inschrift konzentrieren sich vor allem auf die Deutung des sonst nicht überlieferten Tiberieum. Da die Wortbildung ähnlichen Begriffen aus dem Bereich des Kaiserkultes, etwa Caesareum, Augusteum, Sebasteum, nachgebildet scheint, wurde bereits von Degrassi ein sakraler Bezug hergestellt, der zu seiner Ergänzung der ersten Zeile führte. Er glaubte in den Di Augusti die Kultempfänger Augustus und Livia eines Tiberieum genannten Tempels erkennen zu können.[20] Da die Ergänzung zu lang für den zur Verfügung stehenden Raum und unklar ist, warum ein Tiberieum genannter Tempel den Eltern des Tiberius geweiht sein sollte, kam man von dieser konkreten Deutung ab. Dennoch wird nicht ausgeschlossen, dass das Tiberieum als Teil einer sakralen Baustruktur, sei es ein Tempel, sei es etwa eine Portikus im Rahmen eines größeren Komplexes, aufzufassen ist.[21]

Einen gänzlich abweichenden Ansatz verfolgte Géza Alföldy. Bei seiner ausführlichen Beschreibung der Stadt Caesarea erwähnt Flavius Josephus die kolossalen, von Herodes errichteten Leuchttürme des Hafens, deren prächtigster und größter nach Drusus – Bruder des Tiberius und wie dieser Stiefsohn des Augustus – Drusion genannt wurde und die westliche Einfahrt der Doppelhafenanlage markierte.[22] Das Tiberieum ist in der Deutung Alföldys ein sonst nicht namentlich überliefertes Gegenstück der östlichen Einfahrt, der Inschriftenblock die zugehörige Bauinschrift.[23] Geehrt wurde auf diese Weise das Brüderpaar aus dem Herrscherhause des Augustus. Dieser Ansatz wurde von Alexander Demandt[24] und Werner Eck[25] unterstützt und weiter untermauert. Die Widmung der Inschrift und des Baus an die nautae, die Seeleute, fügt sich in diese Lesung ebenso wie das refecit, da der Bau bereits von Herodes spätestens 4 v. Chr. fertiggestellt worden wäre und eine bis dahin notwendige Wiederherstellung unter Pontius Pilatus denkbar wäre. Die skeptischen Äußerungen von Bernett[26] veranlassten Alföldy zu einer letzten Replik.[27] Die Deutung Alföldys fand zuletzt Eingang in das Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae.[28]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Antonio Frova: L’iscrizione di Ponzio Pilato a Cesarea. In: Rendiconti dell’Istituto Lombardo, Accademia di Scienze e Lettere. Band 95, 1961, S. 419–434.
  • Attilio Degrassi: Sull’iscrizione di Ponzio Pilato. In: Atti della Accademia nazionale dei Lincei. Classe di scienze morali, storiche e filologiche. Rendiconti. 8. Serie, 19. Jahrgang, 1964, S. 59–65.
  • Carla Brusa Gerra: Le Iscrizioni. In: Antonio Frova (Hrsg.): Scavi di Caesarea Maritima. L’Erma di Bretschneider, Rom 1966, S. 217–228.
  • Jean-Pierre Lémonon: Pilate et le gouvernement de la Judée. Textes et monuments (= Etudes bibliques). J. Gibalda, Paris 1981, ISBN 2-85021-003-X, S. 23–32.
  • Clayton Miles Lehmann, Kenneth G. Holum: The Greek and Latin Inscriptions of Caesarea Maritima (= The Joint Expedition to Caesarea Maritima. Excavation Reports. Band 5). American Schools of Oriental Research, Boston 2000, ISBN 0-89757-028-6, S. 67–70, Nr. 43 Taf. XXXVI.
  • Karl Jaroš: In Sachen Pontius Pilatus (= Kulturgeschichte der Antiken Welt. Band 93). Philipp von Zabern, Mainz 2002, ISBN 3-8053-2876-1, S. 38–40.
  • Monika Bernett: Der Kaiserkult in Judäa unter den Herodiern und Römern. Untersuchungen zur politischen und religiösen Geschichte Judäas von 30 v. Chr.–66 n. Chr. (= Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament. Band 203). Mohr Siebeck, Tübingen 2007, ISBN 3-16-148446-0, S. 205–214.
  • Alexander Demandt: Pontius Pilatus. C.H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63362-1, S. 40–43.
  • Walter Ameling, Hannah M. Cotton, Werner Eck u. a. (Hrsg.): Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae. A Multi-lingual Corpus of the Inscriptions from Alexander to Muhammad. Band 2: Caesarea and the Middle Coast. 1121–2160. De Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-11-022218-0, S. 228–230 Nr. 1277 (Werner Eck).
  • Géza Alföldy: L’iscrizione di Ponzio Pilato: una discussione senza fine? In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): Iudaea socia – Iudaea capta (= I Convegni della Fondazione Niccolò Canussio. Band 11). Edizioni ETS, Pisa 2012, ISBN 978-88-467-3390-0, S. 137–150 (PDF; 11,8 MB).

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Antonio Frova: L’iscrizione di Ponzio Pilato a Cesarea. In: Rendiconti dell’Istituto Lombardo, Accademia di Scienze e Lettere. Band 95, 1961, S. 419–434.
  2. Technische Beschreibung und Inventarnummer bei Walter Ameling, Hannah M. Cotton, Werner Eck u. a. (Hrsg.): Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae. A Multi-lingual Corpus of the Inscriptions from Alexander to Muhammad. Band 2: Caesarea and the Middle Coast. 1121–2160. De Gruyter, Berlin 2011, S. 228, siehe auch Géza Alföldy: L’iscrizione di Ponzio Pilato: una discussione senza fine? In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): Iudaea socia – Iudaea capta (= I Convegni della Fondazione Niccolò Canussio. Band 11). Edizioni ETS, Pisa 2012, S. 137–150, hier: S. 138.
  3. AE 1963, 00104 (= AE 1964, 39; AE 1964, 187; AE 1971, 477; AE 1981, 850; AE 1991, 1578; AE 1997, 166; AE 1999, 1681; AE 2002, 1556; AE 2005, 1583; AE 2008, 1542).
  4. Noch Clayton Miles Lehmann, Kenneth G. Holum: The Greek and Latin Inscriptions of Caesarea Maritima (= The Joint Expedition to Caesarea Maritima. Excavation Reports. Band 5). American Schools of Oriental Research, Boston 2000, S. 68, lesen: … S TIBERIÉVM / .[PO]ṆTIVS PÌLATVS / [PRAEF]ECTUS IVDA[EA]E / …
  5. Walter Ameling, Hannah M. Cotton, Werner Eck u. a. (Hrsg.): Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae. A Multi-lingual Corpus of the Inscriptions from Alexander to Muhammad. Band 2: Caesarea and the Middle Coast. 1121–2160. De Gruyter, Berlin 2011, S. 229.
  6. Clayton Miles Lehmann, Kenneth G. Holum: The Greek and Latin Inscriptions of Caesarea Maritima (= The Joint Expedition to Caesarea Maritima. Excavation Reports. Band 5). American Schools of Oriental Research, Boston 2000, S. 68; Hans Volkmann: Die Pilatusinschrift von Caesarea Maritima. In: Gymnasium. Band 75, 1968, S. 124–135, hier: S. 129 f. hält die Ergänzung von 7 Buchstaben für möglich.
  7. Attilio Degrassi: Sull’iscrizione di Ponzio Pilato. In: Atti della Accademia nazionale dei Lincei. Classe di scienze morali, storiche e filologiche. Rendiconti. 8. Ser., 19. Jg., 1964, S. 59–65 (= AE 1964, 39).
  8. Carla Brusa Gerra: Le Iscrizioni. In: Antonio Frova (Hrsg.): Scavi di Caesarea Maritima. L’Erma di Bretschneider, Rom 1966, S. 217–228.
  9. Géza Alföldy: L’iscrizione di Ponzio Pilato: una discussione senza fine? In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): Iudaea socia – Iudaea capta (= I Convegni della Fondazione Niccolò Canussio. Band 11). Edizioni ETS, Pisa 2012, S. 150, bietet eine Zusammenstellung aller Ergänzungsvorschläge.
  10. Géza Alföldy: Pontius Pilatus und das Tiberieum von Caesarea Maritima. In: Scripta Classica Israelica. Band 18, 1999, S. 85–108; zuletzt Géza Alföldy: L’iscrizione di Ponzio Pilato: una discussione senza fine? In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): Iudaea socia – Iudaea capta (= I Convegni della Fondazione Niccolò Canussio. Band 11). Edizioni ETS, Pisa 2012, S. 137–150, hier: S. 143–145 zur Lesung nautis.
  11. Werner Eck: Die Inschriften Iudäas im 1. und frühen 2. Jh. n. Chr. als Zeugnisse der römischen Herrschaft. In: Michael Labahn, Jürgen Zangenberg (Hrsg.): Zwischen den Reichen: Neues Testament und Römische Herrschaft (= Texte und Arbeiten zum neutestamentlichen Zeitalter. Band 36). Francke, Tübingen 2002, S. 29–50, hier: S. 32–34; Werner Eck: Rom und Judaea: fünf Vorträge zur römischen Herrschaft in Palaestina (= Tria corda. Band 2). Mohr Siebeck, Tübingen 2007, ISBN 978-3-16-149460-4, S. 16 f. mit Anm. 30.
  12. Alexander Demandt: Pontius Pilatus. Beck, München 2012, S. 40–43.
  13. Tibor Grüll: Pilats Tiberiéum: A New Approach. In: Acta Antiqua. Academiae Scientiarum Hungaricae. Band 41, 2001, S. 267–278 (AE 2002, 1556).
  14. Tibor Grüll: Pontius Pilatus, egy karrier története (Geschichte einer Karriere). Szent Pál Akadémia Kiadó, Budapest 2002, S. 98–108.
  15. Karl Jaroš: In Sachen Pontius Pilatus (= Kulturgeschichte der Antiken Welt. Band 93). Philipp von Zabern, Mainz 2002, S. 38–40.
  16. Monika Bernett: Der Kaiserkult in Judäa unter den Herodiern und Römern. Untersuchungen zur politischen und religiösen Geschichte Judäas von 30 v. Chr.–66 n. Chr. Mohr Siebeck, Tübingen 2007, S. 205–214.
  17. Tacitus, Annalen 15,44.
  18. Werner Eck: Die Benennung von römischen Amtsträgern und politisch-militärisch-administrativen Funktionen bei Flavius Iosephus – Probleme der korrekten Identifizierung. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik. Band 166, 2008, S. 218–226; Walter Ameling, Hannah M. Cotton, Werner Eck u. a. (Hrsg.): Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae. A Multi-lingual Corpus of the Inscriptions from Alexander to Muhammad. Band 2: Caesarea and the Middle Coast. 1121–2160. De Gruyter, Berlin 2011, S. 229.
  19. Alexander Demandt: Pontius Pilatus. C.H. Beck, München 2012, S. 46–48.
  20. Attilio Degrassi: Sull’iscrizione di Ponzio Pilato. In: Atti della Accademia nazionale dei Lincei. Classe di scienze morali, storiche e filologiche. Rendiconti. Ser. 8, 19 Jg., 1964, S. 62 f.
  21. Jean-Pierre Lémonon: Pilate et le gouvernement de la Judée. Textes et monuments. Gibalda, Paris 1981, S. 27–31; Clayton Miles Lehmann, Kenneth G. Holum: The Greek and Latin Inscriptions of Caesarea Maritima (= The Joint Expedition to Caesarea Maritima. Excavation Reports. Band 5). American Schools of Oriental Research, Boston 2000, S. 31. 69; vorsichtig zustimmend auch Monika Bernett: Der Kaiserkult in Judäa unter den Herodiern und Römern. Untersuchungen zur politischen und religiösen Geschichte Judäas von 30 v. Chr.–66 n. Chr. Mohr Siebeck, Tübingen 2007, S. 211, 214.
  22. Flavius Josephus, Geschichte des jüdischen Krieges 1,412; Jüdische Altertümer 15,336.
  23. Zuletzt Géza Alföldy: Pontius Pilatus und das Tiberieum von Caesarea Maritima. In: Scripta Classica Israelica. Band 18, 1999, S. 85–108.
  24. Alexander Demandt: Pontius Pilatus. Beck, München 2012, S. 41 f.
  25. Werner Eck: Rom und Judaea: fünf Vorträge zur römischen Herrschaft in Palaestina. Mohr Siebeck, Tübingen 2007, S. 16–18.
  26. Monika Bernett: Der Kaiserkult in Judäa unter den Herodiern und Römern. Untersuchungen zur politischen und religiösen Geschichte Judäas von 30 v. Chr.–66 n. Chr. Mohr Siebeck, Tübingen 2007, S. 211–214.
  27. Géza Alföldy: L’iscrizione di Ponzio Pilato: una discussione senza fine? In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): Iudaea socia – Iudaea capta (= I Convegni della Fondazione Niccolò Canussio. Band 11). Edizioni ETS, Pisa 2012, S. 137–150.
  28. Walter Ameling, Hannah M. Cotton, Werner Eck u. a. (Hrsg.): Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae. A Multi-lingual Corpus of the Inscriptions from Alexander to Muhammad. Band 2: Caesarea and the Middle Coast. 1121–2160. De Gruyter, Berlin 2011, S. 228–230 Nr. 1277.
Dieser Artikel wurde am 23. Februar 2017 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.
Kopie der Inschrift mit der Erwähnung des Pontius Pilatus in Caesarea Maritima
Ausschnitt mit der Inschrift, Kopie in Mailand
Die Fundstätte: Das römische Theater in Caesarea Maritima

Die Pontius-Pilatus-Inschrift von Caesarea befindet sich auf einer Spolie, die bei einer archäologischen Ausgrabung 1961 in Caesarea Maritima gefunden wurde. Die Inschrift zählt zu den berühmtesten in Israel gefundenen Inschriften und ist der einzige epigrafische Nachweis für Pontius Pilatus, in den Jahren von 26 bis 36 n. Chr. Präfekt des römischen Kaisers Tiberius in Judäa und prominenter Akteur in der Passionsgeschichte.

Fundort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inschrift wurde 1961 während der dritten Ausgrabungskampagne der italienischen archäologischen Mission im römischen Theater von Caesarea Maritima gefunden. Sie befindet sich auf einem Stein, der in den unteren Absatz des nördlichsten Treppenaufgangs im Zuschauerrund, der Cavea, mit der Inschrift nach oben eingelassen war. Um ihn dem etwas tieferen Niveau des westlich anstoßenden Trittsteins anzupassen, wurde ein guter Teil seiner linken Hälfte schräg abgearbeitet, die in diesem Bereich eingemeißelten Buchstaben gingen verloren. Seine Verwendung im Rahmen der Treppengestaltung fand der Stein während der Umbauphase des 4. Jahrhunderts, in deren Verlauf das Theater für Wasserspiele umgerüstet wurde. Der Inschriftenfund wurde noch 1961 durch den Ausgrabungsleiter Antonio Frova vorläufig veröffentlicht.[1]

Inschriftenträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Inschriftenträger ist ein ehemals hochrechteckiger Quader aus Kalkstein. Der vor allem in seinem unteren Bereich beschädigte Block ist 66 cm breit und 82 cm hoch bei einer Tiefe von 20–21 cm. Lediglich die Fläche, die der Aufnahme der Inschrift diente, wurde geglättet, die übrigen Seiten waren nur grob gepickt. Klammerspuren besitzt der Stein nicht. Aufgrund seiner Zubereitung ist er einem Mauerverband zuzuordnen, die eingelassene Inschrift diente als Bauinschrift.

Neben der Abarbeitung der Buchstaben auf der linken Seite, mit deren Hilfe er den Anforderungen für seine Nutzung im Theater angepasst wurde, weist der Stein auf seiner rechten Seite, etwa in halber Höhe, eine halbrunde Ausarbeitung auf. Sie wurde von der Rückseite des Steins in ganzer Tiefe durchgetrieben und verjüngt sich zur Front von 30 auf 27 cm Durchmesser. Die letzten Buchstaben der dritten Inschriftenzeile wurden bei dieser Bearbeitung beschädigt. Für die hiermit verbundene Nutzung muss der Stein in einer Lage verwandt worden sein, in der die Inschrift nicht sichtbar die Unterseite des Blocks bildete. Der Stein wurde demnach in mindestens zwei unterschiedlichen Zusammenhängen genutzt, bevor er als Spolie seinen Platz im Theater fand.

Heute befindet sich der Stein unter der Inventarnummer 61-529 im Israel-Museum in Jerusalem.[2]

Inschrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inschrift umfasst noch folgende lesbare Buchstaben:[3]

[…]S · TIBERIÉVM
[…]ṆTIVS · PÌLATVS
[…]ECTUS · IVDAE[.]E
[…]ÉCỊ[…]

Die Buchstabenhöhe nimmt von oben nach unten ab und beträgt in der ersten Zeile 5,8 cm, in der zweiten 5,5 cm, in der dritten 4,5 cm. Für die stark zerstörte vierte Zeile verbleibt Raum für etwa 4,0 cm hohe Buchstaben. Lange Vokale werden gesondert ausgezeichnet, im Fall des -E- durch einen Apex, im Fall des -I- durch ein Iota longa. Der Querbalken des -T- sitzt immer oberhalb der Zeile, so dass die Buchstabenhöhe der ersten Zeile hier 6 cm erreicht. Ein in der vierten Zeile erhaltener Apex bezeugt an dieser Stelle ein -E-, das in frühen Lesungen der Inschrift bisweilen nicht erkannt wurde.[4] Zuletzt wurden zudem das folgende -C- als sicher, das sich anschließende -I- als zwar erkennbar, aber ohne Erwartungshaltung nicht erschließbar erkannt.[5] Der Worttrennung dienten kleine Dreiecke. Auf der linken Seite lassen sich maximal 5–6 Buchstaben ergänzen.[6]

Lesung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaftlich bearbeitet wurde die Inschrift erstmals von Attilio Degrassi, der 1964 folgende Lesung vorschlug:[7]

[Dis Augusti]s Tiberieum / [Po]ntius Pilatus / [praef]ectus Iuda[ea]e / [fecit d]e[dicavit]
„Pontius Pilatus, Präfekt von Judäa, erbaute (und) weihte das Tiberieum den seligen Göttern“.

Dieser Lesung folgte auch Carla Brusa Gerra in der abschließenden Grabungspublikation, ergänzte allerdings an der Stelle von [Dis Augusti]s wie zuvor Frova [Caesarien]s(ibus) („den Einwohnern von Caesarea“).[8] Während die Lesung der Zeilen 2 und 3 als gesichert gelten kann, wurden für die Ergänzungen der Zeilen 1 und 4 zahlreiche Vorschläge unterbreitet.[9]

Géza Alföldy schlug 1999 eine neue Lesung vor, die er in mehreren Aufsätzen verteidigte und die auf große Akzeptanz traf:[10]

[nauti]s Tiberieum / [Po]ntius Pilatus / [praef]ectus Iudae[a]e / [ref]e[cit]
„Für die Seeleute hat Pontius Pilatus, Präfekt von Iudaea, das Tiberieum erneuert“.

Ihm schlossen sich unter anderem Werner Eck[11] und Alexander Demandt[12] an. Widersprochen wurde Alföldy zunächst von Tibor Grüll, der munus („Festspiele“) statt nautis („Seeleute“) und de suo edidit („veranstaltete auf seine Kosten“) statt refecit („hat erneuert“) ergänzte,[13] dies aber später zurücknahm und ebenfalls Alföldy folgte.[14]Karl Jaroš las in der ersten Zeile abweichend incolis („den Einwohnern“).[15]Monika Bernett äußerte sich skeptisch über Alföldys Vorschlag, ohne einen eigenen zu unterbreiten.[16]

Interpretation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unabhängig von der detaillierten Lesung und der sich hieraus ergebenden Interpretation liegt der besondere Wert der Inschrift in der namentlichen Nennung des Pontius Pilatus. Aufgrund der schlechten Quellenlage zu dessen Biografie wurde gelegentlich bezweifelt, dass er eine historische Person gewesen sei. Die Inschrift belegt nicht nur seine Historizität, sondern auch, dass die korrekte Bezeichnung für das von Pilatus ausgeübte Amt Präfekt war und nicht, wie bei den Statthaltern von Judäa ab der Mitte des 1. Jahrhunderts üblich, Prokurator, eine Bezeichnung, die Tacitus verwendet.[17] Werner Eck zufolge belegt die Titulatur zudem, dass Pontius Pilatus nicht Statthalter einer unabhängigen römischen Provinz Iudaea, sondern ein untergeordneter Legat des Statthalters der Provinz Syria war.[18] Zur Frage nach dem unbekannten Praenomen des Pontius Pilatus bietet die Inschrift keinen Hinweis, lediglich die Länge des -i- im Cognomen Pilatus wird bezeugt, was für die Herleitung gewisse Aufschlüsse bietet.[19]

Ergänzung und Interpretation der Inschrift konzentrieren sich vor allem auf die Deutung des sonst nicht überlieferten Tiberieum. Da die Wortbildung ähnlichen Begriffen aus dem Bereich des Kaiserkultes, etwa Caesareum, Augusteum, Sebasteum, nachgebildet scheint, wurde bereits von Degrassi ein sakraler Bezug hergestellt, der zu seiner Ergänzung der ersten Zeile führte. Er glaubte in den Di Augusti die Kultempfänger Augustus und Livia eines Tiberieum genannten Tempels erkennen zu können.[20] Da die Ergänzung zu lang für den zur Verfügung stehenden Raum und unklar ist, warum ein Tiberieum genannter Tempel den Eltern des Tiberius geweiht sein sollte, kam man von dieser konkreten Deutung ab. Dennoch wird nicht ausgeschlossen, dass das Tiberieum als Teil einer sakralen Baustruktur, sei es ein Tempel, sei es etwa eine Portikus im Rahmen eines größeren Komplexes, aufzufassen ist.[21]

Einen gänzlich abweichenden Ansatz verfolgte Géza Alföldy. Bei seiner ausführlichen Beschreibung der Stadt Caesarea erwähnt Flavius Josephus die kolossalen, von Herodes errichteten Leuchttürme des Hafens, deren prächtigster und größter nach Drusus – Bruder des Tiberius und wie dieser Stiefsohn des Augustus – Drusion genannt wurde und die westliche Einfahrt der Doppelhafenanlage markierte.[22] Das Tiberieum ist in der Deutung Alföldys ein sonst nicht namentlich überliefertes Gegenstück der östlichen Einfahrt, der Inschriftenblock die zugehörige Bauinschrift.[23] Geehrt wurde auf diese Weise das Brüderpaar aus dem Herrscherhause des Augustus. Dieser Ansatz wurde von Alexander Demandt[24] und Werner Eck[25] unterstützt und weiter untermauert. Die Widmung der Inschrift und des Baus an die nautae, die Seeleute, fügt sich in diese Lesung ebenso wie das refecit, da der Bau bereits von Herodes spätestens 4 v. Chr. fertiggestellt worden wäre und eine bis dahin notwendige Wiederherstellung unter Pontius Pilatus denkbar wäre. Die skeptischen Äußerungen von Bernett[26] veranlassten Alföldy zu einer letzten Replik.[27] Die Deutung Alföldys fand zuletzt Eingang in das Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae.[28]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Antonio Frova: L’iscrizione di Ponzio Pilato a Cesarea. In: Rendiconti dell’Istituto Lombardo, Accademia di Scienze e Lettere. Band 95, 1961, S. 419–434.
  • Attilio Degrassi: Sull’iscrizione di Ponzio Pilato. In: Atti della Accademia nazionale dei Lincei. Classe di scienze morali, storiche e filologiche. Rendiconti. 8. Serie, 19. Jahrgang, 1964, S. 59–65.
  • Carla Brusa Gerra: Le Iscrizioni. In: Antonio Frova (Hrsg.): Scavi di Caesarea Maritima. L’Erma di Bretschneider, Rom 1966, S. 217–228.
  • Jean-Pierre Lémonon: Pilate et le gouvernement de la Judée. Textes et monuments (= Etudes bibliques). J. Gibalda, Paris 1981, ISBN 2-85021-003-X, S. 23–32.
  • Clayton Miles Lehmann, Kenneth G. Holum: The Greek and Latin Inscriptions of Caesarea Maritima (= The Joint Expedition to Caesarea Maritima. Excavation Reports. Band 5). American Schools of Oriental Research, Boston 2000, ISBN 0-89757-028-6, S. 67–70, Nr. 43 Taf. XXXVI.
  • Karl Jaroš: In Sachen Pontius Pilatus (= Kulturgeschichte der Antiken Welt. Band 93). Philipp von Zabern, Mainz 2002, ISBN 3-8053-2876-1, S. 38–40.
  • Monika Bernett: Der Kaiserkult in Judäa unter den Herodiern und Römern. Untersuchungen zur politischen und religiösen Geschichte Judäas von 30 v. Chr.–66 n. Chr. (= Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament. Band 203). Mohr Siebeck, Tübingen 2007, ISBN 3-16-148446-0, S. 205–214.
  • Alexander Demandt: Pontius Pilatus. C.H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63362-1, S. 40–43.
  • Walter Ameling, Hannah M. Cotton, Werner Eck u. a. (Hrsg.): Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae. A Multi-lingual Corpus of the Inscriptions from Alexander to Muhammad. Band 2: Caesarea and the Middle Coast. 1121–2160. De Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-11-022218-0, S. 228–230 Nr. 1277 (Werner Eck).
  • Géza Alföldy: L’iscrizione di Ponzio Pilato: una discussione senza fine? In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): Iudaea socia – Iudaea capta (= I Convegni della Fondazione Niccolò Canussio. Band 11). Edizioni ETS, Pisa 2012, ISBN 978-88-467-3390-0, S. 137–150 (PDF; 11,8 MB).

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Antonio Frova: L’iscrizione di Ponzio Pilato a Cesarea. In: Rendiconti dell’Istituto Lombardo, Accademia di Scienze e Lettere. Band 95, 1961, S. 419–434.
  2. Technische Beschreibung und Inventarnummer bei Walter Ameling, Hannah M. Cotton, Werner Eck u. a. (Hrsg.): Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae. A Multi-lingual Corpus of the Inscriptions from Alexander to Muhammad. Band 2: Caesarea and the Middle Coast. 1121–2160. De Gruyter, Berlin 2011, S. 228, siehe auch Géza Alföldy: L’iscrizione di Ponzio Pilato: una discussione senza fine? In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): Iudaea socia – Iudaea capta (= I Convegni della Fondazione Niccolò Canussio. Band 11). Edizioni ETS, Pisa 2012, S. 137–150, hier: S. 138.
  3. AE 1963, 00104 (= AE 1964, 39; AE 1964, 187; AE 1971, 477; AE 1981, 850; AE 1991, 1578; AE 1997, 166; AE 1999, 1681; AE 2002, 1556; AE 2005, 1583; AE 2008, 1542).
  4. Noch Clayton Miles Lehmann, Kenneth G. Holum: The Greek and Latin Inscriptions of Caesarea Maritima (= The Joint Expedition to Caesarea Maritima. Excavation Reports. Band 5). American Schools of Oriental Research, Boston 2000, S. 68, lesen: … S TIBERIÉVM / .[PO]ṆTIVS PÌLATVS / [PRAEF]ECTUS IVDA[EA]E / …
  5. Walter Ameling, Hannah M. Cotton, Werner Eck u. a. (Hrsg.): Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae. A Multi-lingual Corpus of the Inscriptions from Alexander to Muhammad. Band 2: Caesarea and the Middle Coast. 1121–2160. De Gruyter, Berlin 2011, S. 229.
  6. Clayton Miles Lehmann, Kenneth G. Holum: The Greek and Latin Inscriptions of Caesarea Maritima (= The Joint Expedition to Caesarea Maritima. Excavation Reports. Band 5). American Schools of Oriental Research, Boston 2000, S. 68; Hans Volkmann: Die Pilatusinschrift von Caesarea Maritima. In: Gymnasium. Band 75, 1968, S. 124–135, hier: S. 129 f. hält die Ergänzung von 7 Buchstaben für möglich.
  7. Attilio Degrassi: Sull’iscrizione di Ponzio Pilato. In: Atti della Accademia nazionale dei Lincei. Classe di scienze morali, storiche e filologiche. Rendiconti. 8. Ser., 19. Jg., 1964, S. 59–65 (= AE 1964, 39).
  8. Carla Brusa Gerra: Le Iscrizioni. In: Antonio Frova (Hrsg.): Scavi di Caesarea Maritima. L’Erma di Bretschneider, Rom 1966, S. 217–228.
  9. Géza Alföldy: L’iscrizione di Ponzio Pilato: una discussione senza fine? In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): Iudaea socia – Iudaea capta (= I Convegni della Fondazione Niccolò Canussio. Band 11). Edizioni ETS, Pisa 2012, S. 150, bietet eine Zusammenstellung aller Ergänzungsvorschläge.
  10. Géza Alföldy: Pontius Pilatus und das Tiberieum von Caesarea Maritima. In: Scripta Classica Israelica. Band 18, 1999, S. 85–108; zuletzt Géza Alföldy: L’iscrizione di Ponzio Pilato: una discussione senza fine? In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): Iudaea socia – Iudaea capta (= I Convegni della Fondazione Niccolò Canussio. Band 11). Edizioni ETS, Pisa 2012, S. 137–150, hier: S. 143–145 zur Lesung nautis.
  11. Werner Eck: Die Inschriften Iudäas im 1. und frühen 2. Jh. n. Chr. als Zeugnisse der römischen Herrschaft. In: Michael Labahn, Jürgen Zangenberg (Hrsg.): Zwischen den Reichen: Neues Testament und Römische Herrschaft (= Texte und Arbeiten zum neutestamentlichen Zeitalter. Band 36). Francke, Tübingen 2002, S. 29–50, hier: S. 32–34; Werner Eck: Rom und Judaea: fünf Vorträge zur römischen Herrschaft in Palaestina (= Tria corda. Band 2). Mohr Siebeck, Tübingen 2007, ISBN 978-3-16-149460-4, S. 16 f. mit Anm. 30.
  12. Alexander Demandt: Pontius Pilatus. Beck, München 2012, S. 40–43.
  13. Tibor Grüll: Pilats Tiberiéum: A New Approach. In: Acta Antiqua. Academiae Scientiarum Hungaricae. Band 41, 2001, S. 267–278 (AE 2002, 1556).
  14. Tibor Grüll: Pontius Pilatus, egy karrier története (Geschichte einer Karriere). Szent Pál Akadémia Kiadó, Budapest 2002, S. 98–108.
  15. Karl Jaroš: In Sachen Pontius Pilatus (= Kulturgeschichte der Antiken Welt. Band 93). Philipp von Zabern, Mainz 2002, S. 38–40.
  16. Monika Bernett: Der Kaiserkult in Judäa unter den Herodiern und Römern. Untersuchungen zur politischen und religiösen Geschichte Judäas von 30 v. Chr.–66 n. Chr. Mohr Siebeck, Tübingen 2007, S. 205–214.
  17. Tacitus, Annalen 15,44.
  18. Werner Eck: Die Benennung von römischen Amtsträgern und politisch-militärisch-administrativen Funktionen bei Flavius Iosephus – Probleme der korrekten Identifizierung. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik. Band 166, 2008, S. 218–226; Walter Ameling, Hannah M. Cotton, Werner Eck u. a. (Hrsg.): Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae. A Multi-lingual Corpus of the Inscriptions from Alexander to Muhammad. Band 2: Caesarea and the Middle Coast. 1121–2160. De Gruyter, Berlin 2011, S. 229.
  19. Alexander Demandt: Pontius Pilatus. C.H. Beck, München 2012, S. 46–48.
  20. Attilio Degrassi: Sull’iscrizione di Ponzio Pilato. In: Atti della Accademia nazionale dei Lincei. Classe di scienze morali, storiche e filologiche. Rendiconti. Ser. 8, 19 Jg., 1964, S. 62 f.
  21. Jean-Pierre Lémonon: Pilate et le gouvernement de la Judée. Textes et monuments. Gibalda, Paris 1981, S. 27–31; Clayton Miles Lehmann, Kenneth G. Holum: The Greek and Latin Inscriptions of Caesarea Maritima (= The Joint Expedition to Caesarea Maritima. Excavation Reports. Band 5). American Schools of Oriental Research, Boston 2000, S. 31. 69; vorsichtig zustimmend auch Monika Bernett: Der Kaiserkult in Judäa unter den Herodiern und Römern. Untersuchungen zur politischen und religiösen Geschichte Judäas von 30 v. Chr.–66 n. Chr. Mohr Siebeck, Tübingen 2007, S. 211, 214.
  22. Flavius Josephus, Geschichte des jüdischen Krieges 1,412; Jüdische Altertümer 15,336.
  23. Zuletzt Géza Alföldy: Pontius Pilatus und das Tiberieum von Caesarea Maritima. In: Scripta Classica Israelica. Band 18, 1999, S. 85–108.
  24. Alexander Demandt: Pontius Pilatus. Beck, München 2012, S. 41 f.
  25. Werner Eck: Rom und Judaea: fünf Vorträge zur römischen Herrschaft in Palaestina. Mohr Siebeck, Tübingen 2007, S. 16–18.
  26. Monika Bernett: Der Kaiserkult in Judäa unter den Herodiern und Römern. Untersuchungen zur politischen und religiösen Geschichte Judäas von 30 v. Chr.–66 n. Chr. Mohr Siebeck, Tübingen 2007, S. 211–214.
  27. Géza Alföldy: L’iscrizione di Ponzio Pilato: una discussione senza fine? In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): Iudaea socia – Iudaea capta (= I Convegni della Fondazione Niccolò Canussio. Band 11). Edizioni ETS, Pisa 2012, S. 137–150.
  28. Walter Ameling, Hannah M. Cotton, Werner Eck u. a. (Hrsg.): Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae. A Multi-lingual Corpus of the Inscriptions from Alexander to Muhammad. Band 2: Caesarea and the Middle Coast. 1121–2160. De Gruyter, Berlin 2011, S. 228–230 Nr. 1277.
Dieser Artikel wurde am 23. Februar 2017 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Pontius-Pilatus-Inschrift von Caesarea aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.