Römisch-katholische Kirche im Senegal

Kathedralkirche von Dakar

Die römisch-katholische Kirche in Senegal ist Teil der weltweiten römisch-katholischen Kirche unter der geistlichen Führung des Papstes und der Kurie in Rom.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1482 errichteten Portugiesen auf Gorée, der Insel vor Senegal, eine Kapelle. 1763 wurde durch Papst Clemens XIII. die Apostolische Präfektur Senegal errichtet. 1857 wurde das Priesterseminar von Sebikhotane (heute Libermann-Seminar) gegründet.

Katholische Kirche im Senegal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Kirche hat im Senegal das Erzbistum Dakar (1955) sowie die Suffraganbistümer Kaolack (1965), Kolda (1999), Saint-Louis du Sénégal (1966), Tambacounda (1989), Thiès (1969) und Ziguinchor (1955) eingerichtet. Vorläufer war das 1863 eingerichtete Apostolische Vikariat Senegambia, dem 1936 das Apostolische Vikariat Dakar folgte. Zuständige Bischofskonferenz ist die Conérence des Evêques du Sénégal, de la Mauritanie, du Cap-Vert et de Guinée-Bissau.[1] 1992 erfolgte durch Papst Johannes Paul II. ein Besuch in Dakar.

Die katholische Kirche betreibt in Senegal 38 Kollegien für mittlere und höhere Schulbildung, sowie 6 Ausbildungsstätten für technische und andere Berufe. 54000 Schüler und Schülerinnen werden dort ausgebildet, das entspricht circa 10 % des Landes.[2]

Seit Jahren engagiert sich die katholische Kirche im konstruktiven Dialog zwischen Christen und Muslimen. Eine Staatsreligion gibt es nicht. Über 90 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam. [3]

Die katholische Kirche ist Träger der Niederlassungen der Université Catholique de l'Afrique de l'Ouest (UCAO) (Catholic University of West African) in Dakar und Ziguinchor.

Den Heiligen Stuhl vertritt der Apostolische Nuntius; seit 2016 übt Erzbischof Michael Wallace Banach dieses Amt aus.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Senegal“, catholic-hierarchy.org, abgerufen am 2. Januar 2011
  2. „Daten aus der Geschichte der katholischen Kirche in Senegal“, NAD, abgerufen am 2. Januar 2011
  3. „Verlautbarungen und Stellungnahmen der katholischen Kirche in Senegal“, NAD, abgerufen am 2. Januar 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kathedralkirche von Dakar

Die römisch-katholische Kirche in Senegal ist Teil der weltweiten römisch-katholischen Kirche unter der geistlichen Führung des Papstes und der Kurie in Rom.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1482 errichteten Portugiesen auf Gorée, der Insel vor Senegal, eine Kapelle. 1763 wurde durch Papst Clemens XIII. die Apostolische Präfektur Senegal errichtet. 1857 wurde das Priesterseminar von Sebikhotane (heute Libermann-Seminar) gegründet.

Katholische Kirche im Senegal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Kirche hat im Senegal das Erzbistum Dakar (1955) sowie die Suffraganbistümer Kaolack (1965), Kolda (1999), Saint-Louis du Sénégal (1966), Tambacounda (1989), Thiès (1969) und Ziguinchor (1955) eingerichtet. Vorläufer war das 1863 eingerichtete Apostolische Vikariat Senegambia, dem 1936 das Apostolische Vikariat Dakar folgte. Zuständige Bischofskonferenz ist die Conérence des Evêques du Sénégal, de la Mauritanie, du Cap-Vert et de Guinée-Bissau.[1] 1992 erfolgte durch Papst Johannes Paul II. ein Besuch in Dakar.

Die katholische Kirche betreibt in Senegal 38 Kollegien für mittlere und höhere Schulbildung, sowie 6 Ausbildungsstätten für technische und andere Berufe. 54000 Schüler und Schülerinnen werden dort ausgebildet, das entspricht circa 10 % des Landes.[2]

Seit Jahren engagiert sich die katholische Kirche im konstruktiven Dialog zwischen Christen und Muslimen. Eine Staatsreligion gibt es nicht. Über 90 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam. [3]

Die katholische Kirche ist Träger der Niederlassungen der Université Catholique de l'Afrique de l'Ouest (UCAO) (Catholic University of West African) in Dakar und Ziguinchor.

Den Heiligen Stuhl vertritt der Apostolische Nuntius; seit 2016 übt Erzbischof Michael Wallace Banach dieses Amt aus.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Senegal“, catholic-hierarchy.org, abgerufen am 2. Januar 2011
  2. „Daten aus der Geschichte der katholischen Kirche in Senegal“, NAD, abgerufen am 2. Januar 2011
  3. „Verlautbarungen und Stellungnahmen der katholischen Kirche in Senegal“, NAD, abgerufen am 2. Januar 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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