Römisch-katholische Kirche in Georgien

Die Römisch-katholische Kirche in Georgien gehört zur römisch-katholischen Kirche mit dem Primat des Papstes.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mehrheit der Georgier gehört der traditionellen Georgischen Orthodoxen Apostelkirche an.[1] Neben Muslimen ist die Armenische Apostolische Kirche in Georgien zu finden. Eine Minderheit von 0,8 % der Bevölkerung gehören der Armenisch-katholischen Kirche, der lateinischen Kirche sowie der Chaldäisch-katholischen Kirche an.[2]

Die Anfänge der römisch-katholischen Kirche in Georgien gehen auf das 12./13. Jahrhundert zurück. Auch während der Sowjetära bestand die lateinische Kirche mit 15 Gemeinden und die armenisch-katholische Kirche mit 7 Gemeinden fort.[3]

Durch Papst Johannes Paul II. wurde 1992 in Tiflis eine Apostolische Nuntiatur für Georgien eingerichtet. Am 30. Dezember 1993 errichtete die römische Kurie für die lateinischen Christen die Apostolische Administratur Kaukasien mit Sitz in Tiflis. 1999 gab es ca. 100.000 Katholiken des lateinischen, armenischen und syro-chaldäischen Ritus, nach Angaben der orthodoxen Kirche Georgiens höchstens 3.000 Katholiken. Giuseppe Pasotto, der Apostolischer Administrator, nannte 2000 die Zahl von 50.000 Katholiken.[3]

Der Apostolische Nuntius ist neben Georgien auch für die Nuntiaturen in Aserbaidschan und Armenien zuständig. Nuntius seit 2011 ist Marek Solczyński.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Tamcke: Religion in Georgien, S. 205–207, in: Markus Porsche-Ludwig, Jürgen Bellers (Hrsg.), Handbuch der Religionen der Welt, in 2 Bände, Nordhausen 2012

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Länderinformationen zu Georgien: Römisch-katholische Kirche, Renovabis, abgerufen am 15. Dezember 2014
  2. Religion in Georgien, Verlag Traugott Bautz GmbH/ BBKL, abgerufen am 15. Dezember 2014
  3. ab Bernd Schröder: Georgien: Gesellschaft und Religion an der Schwelle Europas, Röhrig Universitätsverlag 2005, S. 77 ff.

Die Römisch-katholische Kirche in Georgien gehört zur römisch-katholischen Kirche mit dem Primat des Papstes.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mehrheit der Georgier gehört der traditionellen Georgischen Orthodoxen Apostelkirche an.[1] Neben Muslimen ist die Armenische Apostolische Kirche in Georgien zu finden. Eine Minderheit von 0,8 % der Bevölkerung gehören der Armenisch-katholischen Kirche, der lateinischen Kirche sowie der Chaldäisch-katholischen Kirche an.[2]

Die Anfänge der römisch-katholischen Kirche in Georgien gehen auf das 12./13. Jahrhundert zurück. Auch während der Sowjetära bestand die lateinische Kirche mit 15 Gemeinden und die armenisch-katholische Kirche mit 7 Gemeinden fort.[3]

Durch Papst Johannes Paul II. wurde 1992 in Tiflis eine Apostolische Nuntiatur für Georgien eingerichtet. Am 30. Dezember 1993 errichtete die römische Kurie für die lateinischen Christen die Apostolische Administratur Kaukasien mit Sitz in Tiflis. 1999 gab es ca. 100.000 Katholiken des lateinischen, armenischen und syro-chaldäischen Ritus, nach Angaben der orthodoxen Kirche Georgiens höchstens 3.000 Katholiken. Giuseppe Pasotto, der Apostolischer Administrator, nannte 2000 die Zahl von 50.000 Katholiken.[3]

Der Apostolische Nuntius ist neben Georgien auch für die Nuntiaturen in Aserbaidschan und Armenien zuständig. Nuntius seit 2011 ist Marek Solczyński.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Tamcke: Religion in Georgien, S. 205–207, in: Markus Porsche-Ludwig, Jürgen Bellers (Hrsg.), Handbuch der Religionen der Welt, in 2 Bände, Nordhausen 2012

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Länderinformationen zu Georgien: Römisch-katholische Kirche, Renovabis, abgerufen am 15. Dezember 2014
  2. Religion in Georgien, Verlag Traugott Bautz GmbH/ BBKL, abgerufen am 15. Dezember 2014
  3. ab Bernd Schröder: Georgien: Gesellschaft und Religion an der Schwelle Europas, Röhrig Universitätsverlag 2005, S. 77 ff.
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