Römisch-katholische Kirche in Kamerun

Übersichtskarte Kamerun

Die Römisch-katholische Kirche in Kamerun ist Teil der weltweiten römisch-katholischen Kirche, unter der geistlichen Führung des Papstes und der Kurie in Rom.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1884 wurde Kamerun deutsche Kolonie. Im Jahre 1890 begann die katholische Pallottinermission in Kamerun. Papst Leo XIII. errichtete im selben Jahr die Apostolische Präfektur Kamerun, die 1904 zum Apostolischen Vikariat erhoben wurde. Der deutsche Pallotinermissionar Heinrich Vieter SAC wurde Apostolischer Präfekt bzw. Vikar und 1905 in Limburg an der Lahn zum Bischof geweiht. Sein Nachfolger als Apostolischer Vikar wurde 1914 Franziskus Hennemann SAC. Infolge des Ersten Weltkriegs wurden jedoch 1916 alle deutschen Missionare aus Kamerun ausgewiesen. Französische Spiritaner übernahmen 1923 den französischsprachigen Teil Kameruns, Mill-Hill-Missionare den englischsprachigen Teil als Missionsgebiet.

Papst Johannes Paul II. besuchte Kamerun in den Jahren 1985 und 1995. Papst Benedikt XVI. hat im März 2009 Kamerun und Angola besucht.[1][2]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kamerun sind circa 25 % der Gesamtbevölkerung Angehörige der katholischen Kirche, mithin 4,65 Millionen Katholiken. [3] Es gibt 24 Diözesen und Erzdiözesen, die in der Bischofskonferenz von Kamerun („Conférence Episcopale Nationale du Cameroun“ CENC) zusammengeschlossen sind. Vorsitzender der CENC ist seit 2013 der Erzbischof von Douala Samuel Kleda.

Vertreter des Heiligen Stuhls in Kamerun – der Apostolische Nuntius – ist seit März 2018 Erzbischof Julio Murat. Sein Amtsbereich umfasst neben Kamerun auch Äquatorialguinea.

Liturgiesprache ist Französisch (2/3) und Englisch (1/3).

Kirchenprovinzen und Bistümer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Vieter, bearbeitet von Norbert Hannappel: Die Jugend ist unsere Zukunft. Chronik der katholischen Mission Kamerun 1890–1913, Band 1.1 (Original-Chronik Vieters mit historischen Fotos und Karten). Pallotti-Verlag, Friedberg 2011, ISBN 978-3-87614-075-9.
  • Heinrich Vieter, bearbeitet von Norbert Hannappel: Die Jugend ist unsere Zukunft. Chronik der katholischen Mission Kamerun 1890–1913, Band 1.2 (zeitkritische Kommentierung, Zeittafel und Stichwort- & Personenverzeichnis). Pallotti-Verlag, Friedberg 2011, ISBN 978-3-87614-076-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Papst besucht im März Kamerun und Angola“, Deutsche Welle, 26. Oktober 2008
  2. „Papst beendet Bischofssynode – „Werde im März nach Afrika reisen““, Radio Vatikan, 26. Oktober 2008
  3. Länderinformation Kamerun im Ausländischen Amt
Übersichtskarte Kamerun

Die Römisch-katholische Kirche in Kamerun ist Teil der weltweiten römisch-katholischen Kirche, unter der geistlichen Führung des Papstes und der Kurie in Rom.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1884 wurde Kamerun deutsche Kolonie. Im Jahre 1890 begann die katholische Pallottinermission in Kamerun. Papst Leo XIII. errichtete im selben Jahr die Apostolische Präfektur Kamerun, die 1904 zum Apostolischen Vikariat erhoben wurde. Der deutsche Pallotinermissionar Heinrich Vieter SAC wurde Apostolischer Präfekt bzw. Vikar und 1905 in Limburg an der Lahn zum Bischof geweiht. Sein Nachfolger als Apostolischer Vikar wurde 1914 Franziskus Hennemann SAC. Infolge des Ersten Weltkriegs wurden jedoch 1916 alle deutschen Missionare aus Kamerun ausgewiesen. Französische Spiritaner übernahmen 1923 den französischsprachigen Teil Kameruns, Mill-Hill-Missionare den englischsprachigen Teil als Missionsgebiet.

Papst Johannes Paul II. besuchte Kamerun in den Jahren 1985 und 1995. Papst Benedikt XVI. hat im März 2009 Kamerun und Angola besucht.[1][2]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kamerun sind circa 25 % der Gesamtbevölkerung Angehörige der katholischen Kirche, mithin 4,65 Millionen Katholiken. [3] Es gibt 24 Diözesen und Erzdiözesen, die in der Bischofskonferenz von Kamerun („Conférence Episcopale Nationale du Cameroun“ CENC) zusammengeschlossen sind. Vorsitzender der CENC ist seit 2013 der Erzbischof von Douala Samuel Kleda.

Vertreter des Heiligen Stuhls in Kamerun – der Apostolische Nuntius – ist seit März 2018 Erzbischof Julio Murat. Sein Amtsbereich umfasst neben Kamerun auch Äquatorialguinea.

Liturgiesprache ist Französisch (2/3) und Englisch (1/3).

Kirchenprovinzen und Bistümer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Vieter, bearbeitet von Norbert Hannappel: Die Jugend ist unsere Zukunft. Chronik der katholischen Mission Kamerun 1890–1913, Band 1.1 (Original-Chronik Vieters mit historischen Fotos und Karten). Pallotti-Verlag, Friedberg 2011, ISBN 978-3-87614-075-9.
  • Heinrich Vieter, bearbeitet von Norbert Hannappel: Die Jugend ist unsere Zukunft. Chronik der katholischen Mission Kamerun 1890–1913, Band 1.2 (zeitkritische Kommentierung, Zeittafel und Stichwort- & Personenverzeichnis). Pallotti-Verlag, Friedberg 2011, ISBN 978-3-87614-076-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Papst besucht im März Kamerun und Angola“, Deutsche Welle, 26. Oktober 2008
  2. „Papst beendet Bischofssynode – „Werde im März nach Afrika reisen““, Radio Vatikan, 26. Oktober 2008
  3. Länderinformation Kamerun im Ausländischen Amt
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