Römisch-katholische Kirche in der Ukraine

Die römisch-katholische Kirche in Ukraine zählt ca. 1,1 Millionen römisch-katholische Christen (Stand: 2007). In der Ukraine sind drei Rituskirchen vertreten, die Lateinische Kirche (Westkirche) sowie die Ukrainische griechisch-katholische Kirche und die Ruthenische griechisch-katholische Kirche, beides katholische Ostkirchen byzantinischer Tradition.

Mit 8 % der Bevölkerung gehört der Großteil der Katholiken der ukrainisch-katholischen Kirche an, etwa 2 % der Bevölkerung gehören zur lateinischen Kirche und 0,8 % zur ruthenischen Kirche.[1]

Apostolischer Nuntius ist seit 2004 Erzbischof Iwan Jurkowytsch.

Die römisch-katholische Kirche war während der Stalin-Ära in ihrem Wirken sehr eingeschränkt, die Ukrainische griechisch-katholische Kirche war verboten worden und konnte nur als Untergrundkirche und im Exil überleben.

Lateinische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die lateinische Kirche gliedert sich in der Kirchenprovinz Lemberg in 7 Diözesen: Erzbistum Lemberg, Bistum Charkiw-Saporischschja, Bistum Kamjanez-Podilskyj, Bistum Luzk, Bistum Mukatschewe, Bistum Odessa-Simferopol und Bistum Schytomyr-Kiew.

Mieczyslaw Mokrzycki ist Erzbischof von Lemberg und Metropolit in der Ukraine und Vorsitzender der ukrainischen Bischofskonferenz.

Ukrainisch-katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ukrainisch-katholische Kirche entstand 1596 als katholische Ostkirche, die der byzantinischen Tradition folgt, aber die Suprematie des Papstes anerkennt und mit Rom uniert ist. Sie hat eine eigene Bischofskonferenz, die Bischofssynode der ukrainisch-katholischen Kirche.

Diözesen der ukrainisch-katholischen Kirche in der Ukraine:

  1. Großerzbistum Kiew-Halytsch: Erzbischöfliches Exarchat Charkiw, Erzbischöfliches Exarchat Donezk, Erzbischöfliches Exarchat Luzk, Erzbischöfliches Exarchat Krim, Erzbischöfliches Exarchat Odessa
  2. Erzeparchie Kiew
  3. Erzeparchie Lemberg: Eparchie Sambir-Drohobytsch, Eparchie Sokal-Schowkwa, Eparchie Stryj
  4. Erzeparchie Ternopil-Sboriw: Eparchie Butschatsch
  5. Erzeparchie Iwano-Frankiwsk: Eparchie Kolomyia-Tscherniwzi

Ruthenische griechisch-katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur ruthenischen Kirche gehören etwa 374.000 Katholiken in der Eparchie Mukatschewe im äußersten Westen der Ukraine. Der Bischof der Eparchie Mukatschewe mit Sitz in Uschhorod ist zugleich Oberhaupt der ruthenischen griechisch-katholischen Kirche. Liturgiesprache ist vornehmlich kirchenslawisch.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Länderinfo Ukraine“, Renovabis, eingesehen am 3. Juli 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die römisch-katholische Kirche in Ukraine zählt ca. 1,1 Millionen römisch-katholische Christen (Stand: 2007). In der Ukraine sind drei Rituskirchen vertreten, die Lateinische Kirche (Westkirche) sowie die Ukrainische griechisch-katholische Kirche und die Ruthenische griechisch-katholische Kirche, beides katholische Ostkirchen byzantinischer Tradition.

Mit 8 % der Bevölkerung gehört der Großteil der Katholiken der ukrainisch-katholischen Kirche an, etwa 2 % der Bevölkerung gehören zur lateinischen Kirche und 0,8 % zur ruthenischen Kirche.[1]

Apostolischer Nuntius ist seit 2004 Erzbischof Iwan Jurkowytsch.

Die römisch-katholische Kirche war während der Stalin-Ära in ihrem Wirken sehr eingeschränkt, die Ukrainische griechisch-katholische Kirche war verboten worden und konnte nur als Untergrundkirche und im Exil überleben.

Lateinische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die lateinische Kirche gliedert sich in der Kirchenprovinz Lemberg in 7 Diözesen: Erzbistum Lemberg, Bistum Charkiw-Saporischschja, Bistum Kamjanez-Podilskyj, Bistum Luzk, Bistum Mukatschewe, Bistum Odessa-Simferopol und Bistum Schytomyr-Kiew.

Mieczyslaw Mokrzycki ist Erzbischof von Lemberg und Metropolit in der Ukraine und Vorsitzender der ukrainischen Bischofskonferenz.

Ukrainisch-katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ukrainisch-katholische Kirche entstand 1596 als katholische Ostkirche, die der byzantinischen Tradition folgt, aber die Suprematie des Papstes anerkennt und mit Rom uniert ist. Sie hat eine eigene Bischofskonferenz, die Bischofssynode der ukrainisch-katholischen Kirche.

Diözesen der ukrainisch-katholischen Kirche in der Ukraine:

  1. Großerzbistum Kiew-Halytsch: Erzbischöfliches Exarchat Charkiw, Erzbischöfliches Exarchat Donezk, Erzbischöfliches Exarchat Luzk, Erzbischöfliches Exarchat Krim, Erzbischöfliches Exarchat Odessa
  2. Erzeparchie Kiew
  3. Erzeparchie Lemberg: Eparchie Sambir-Drohobytsch, Eparchie Sokal-Schowkwa, Eparchie Stryj
  4. Erzeparchie Ternopil-Sboriw: Eparchie Butschatsch
  5. Erzeparchie Iwano-Frankiwsk: Eparchie Kolomyia-Tscherniwzi

Ruthenische griechisch-katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur ruthenischen Kirche gehören etwa 374.000 Katholiken in der Eparchie Mukatschewe im äußersten Westen der Ukraine. Der Bischof der Eparchie Mukatschewe mit Sitz in Uschhorod ist zugleich Oberhaupt der ruthenischen griechisch-katholischen Kirche. Liturgiesprache ist vornehmlich kirchenslawisch.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Länderinfo Ukraine“, Renovabis, eingesehen am 3. Juli 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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