Reichstagswahl 1893

1890Wahl zum 9. Deutschen Reichstag 18931898
(Stimmenanteile in Prozent)
 %
30
20
10
0
23,3
19,1
13,5
13,0
8,7
5,7
3,4
3,4
9,9
DKP
FVp
DRP
Antisem.
FVg
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1890
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
+3,6
+0,5
+1,1
-3,3
+8,7
-1,0
+2,7
+3,4
-15,7
DKP
FVp
DRP
Antisem.
FVg
Sonst.
Die Ergebnisse der Reichstagswahl nach Wahlkreisen, einschließlich späterer Nachwahlen. Die Nummerierung der Wahlkreise entspricht der der Tabelle.
Ergebnisse der Reichstagswahl 1893 in einer historischen Karte (einschließlich später erfolgter Nachwahlen)
Auflistung der 397 gewählten Abgeordneten nach Wahlkreisen
Druckfrische vorläufige Wahlergebnisse von Köln: 48 Centrum, 5 elsässische Protestler, 3 Antisemiten, 1 Däne...
Vorläufige Ergebnisse im Deutschen Reich, u. a. Bamberg: Wenzel (ultr.), Halberstadt: Stichwahl, Prenzlau: Winterfeldt (cons.) - Kölnische Zeitung 17. Juni 1893

Die Reichstagswahl 1893 war die Wahl zum 9. Deutschen Reichstag. Sie fand am 15. Juni 1893 statt.

Die Wahlbeteiligung lag bei etwas über 72 % und damit unwesentlich höher als bei der Reichstagswahl 1890.

Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der Reichstag auf Wunsch von Reichskanzler Leo von Caprivi am 6. Mai 1893 aufgelöst worden war. Wie schon bei der Reichstagsauflösung 1887 war eine Heeresvorlage der Regierung der Anlass für die Auflösung. Caprivi hatte eine erneute Erhöhung der Heeresstärke auf rund 500.000 Mann geplant und war damit im Reichstag gescheitert: Sozialdemokraten, eine Mehrheit des Zentrums und ein Teil der Freisinnigen Partei lehnten die Vorlage ab. Die Freisinnigen spalteten sich daraufhin in die Freisinnige Volkspartei und die Freisinnige Vereinigung auf.

Die Wahl endete mit einem knappen Sieg für die regierungstreuen sogenannten „Kartellparteien“ (Deutschkonservative, Freikonservative und Nationalliberale). Erneut zulegen konnten die inzwischen vom Sozialistengesetz befreiten Sozialdemokraten, die nach Stimmenanteil nun deutlich stärkste Partei waren, und die Antisemiten. Letztere konnten vor allem in der preußischen Provinz Hessen-Nassau, im Großherzogtum Hessen, in Ost- und Mittel-Sachsen und vereinzelt in der Neumark und Hinterpommern Mandate gewinnen. In Niederbayern und Mittelfranken konnte der Bayerische Bauernbund, der als Interessenvertretung der bayerischen Landwirtschaft in Reaktion auf die durch Reichskanzler Caprivi initiierte Niedrigzoll-Politik gegründet worden war, vier Wahlkreise gewinnen. Verluste mussten die gespaltenen Liberalen hinnehmen. Insgesamt war der Reichstag zunehmend zersplittert. Durch das weitere Ausbleiben einer Wahlkreisreform führte das Mehrheitswahlrecht zu starken Verzerrungen zwischen tatsächlichem Stimmenanteil und Fraktionsgröße.Erst- und einmalig war auch ein nationalpolnischer Kandidat, Anton von Wolszlegier in einem ostpreußischen Wahlkreis (Allenstein) erfolgreich.

Der neue Reichstag nahm die Heeresvorlage der Regierung schließlich mit knapper Mehrheit (201 Stimmen) an.

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politische Richtung Parteien Wählerstimmen Gewonnene Wahlkreise[1]
in Mio. Anteil ggüb. 1890 absolut Anteil ggüb. 1890
Konservative Deutschkonservative Partei (DKP) 1,038 13,5 % +1,1 %  72 18,1 %   −1
Deutsche Reichspartei (DRP) 0,438   5,7 % −1,0 %  28   7,1 %   +8
Liberale Rechts- Nationalliberale Partei (NLP) 0,997 13,0 % −3,3 %  52 13,2 % +11
Unabhängige Liberale n/a   n/a n/a   2   0,5 %   −1
gemäßigt Freisinnige Vereinigung (FVg) 0,258   3,4 % (−3,9 %)  13   3,3 % (−29)
Links- Freisinnige Volkspartei (FVp) 0,666   8,7 %  241)   6,0 %
Deutsche Volkspartei (DtVP) 0,167   2,2 % +0,2 %  11   2,8 %   +1
Katholiken Zentrumspartei 1,469 19,1 % +0,5 %   96 24,2 % −10
Sozialisten Sozialdemokraten (SPD) 1,787 23,3 % +3,6 %   442) 11,1 %   +9
Regionalparteien,
Minderheiten
Deutsch-Hannoversche Partei (DHP) 0,102   1,3 % −0,3 %    7   1,8 %   −4
Polen 0,230   3,0 % −0,4 %   19   4,8 %   +3
Dänen 0,014   0,2 % ±0,0 %    1   0,3 %   ±0
Elsaß-Lothringer 0,115   1,5 % ±0,1 %    8   2,0 %   −2
Bayerischer Bauernbund (BB) 0,081   1,1 % +1,1 %    4   1,0 %   +4
Antisemiten Deutsche Reformpartei (Ref) 0,264   3,4 % +2,7 %   123)   2,8 %   +8
Deutschsoziale Partei (DSP)    2   1,0 %   +1
parteilos    24)   0,3 %   +2
Sonstige 0,048   0,6 % +0,7 %   - -   ±0
Gesamt 7,674  100 % 397 100 %

Anmerkungen

In fünf Fällen gewann ein Kandidat gleichzeitig zwei Wahlkreise. In einem solchen Fall konnte das Mandat nur für einen der beiden Wahlkreise angenommen werden und in dem anderen Wahlkreis wurde eine Nachwahl durchgeführt.

  • 1)Albert Traeger gewann sowohl den hessischen Wahlkreis Bingen als auch den oldenburgischen Wahlkreis Jever. Er nahm das Mandat in Jever an.
  • 2)August Bebel gewann sowohl den Wahlkreis Hamburg I als auch den Wahlkreis Straßburg-Stadt. Er nahm das Mandat in Straßburg an.
  • 3)Oswald Zimmermann gewann sowohl den Wahlkreis Dresden links der Elbe als auch den hessischen Wahlkreis Lauterbach. Er nahm das Mandat in Dresden an. Ludwig Werner gewann in der Provinz Hessen-Nassau sowohl den Wahlkreis Hofgeismar als auch den Wahlkreis Hersfeld. Er nahm das Mandat in Hersfeld an.
  • 4)Hermann Ahlwardt gewann sowohl den brandenburgischen Wahlkreis Arnswalde als auch den pommerschen Wahlkreis Neustettin. Er nahm das Mandat in Arnswalde an.

Gewählte Abgeordnete nach Wahlkreisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jedem der insgesamt 397 Wahlkreise wurde nach absolutem Mehrheitswahlrecht ein Abgeordneter gewählt. Wenn kein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte, wurde eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten durchgeführt. In den folgenden Tabellen werden die Wahlkreissieger und ihre im amtlichen Endergebnis genannte Parteistellung angegeben.[1]

Preußen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Preußen
Provinz OstpreußenRegierungsbezirk Königsberg
1 Memel, Heydekrug Heinrich Ancker FVp
2 Labiau, Wehlau Werner von Gustedt-Lablacken DKP
3 Königsberg-Stadt Carl Schultze SPD
4 Fischhausen, Königsberg-Land August von Dönhoff DKP
5 Heiligenbeil, Preußisch-Eylau Louis von der Gröben DKP
6 Braunsberg, Heilsberg Cölestin Krebs Zentrum
7 Preußisch-Holland, Mohrungen Adolf zu Dohna-Schlodien DKP
8 Osterode i. Opr., Neidenburg Georg von Stein DKP
9 Allenstein, Rößel Anton von Wolszlegier Pole
10 Rastenburg, Friedland, Gerdauen Hermann Steppuhn DKP
Provinz Ostpreußen – Regierungsbezirk Gumbinnen
1 Tilsit, Niederung Hans von Reibnitz FVp
2 Ragnit, Pillkallen Hans von Kanitz DKP
3 Gumbinnen, Insterburg Julius Mentz DKP
4 Stallupönen, Goldap, Darkehmen Emil Victor von Sperber DKP
5 Angerburg, Lötzen Ludwig von Staudy DKP
6 Oletzko, Lyck, Johannisburg Otto Steinmann DKP
7 Sensburg, Ortelsburg Julius von Mirbach DKP
Provinz WestpreußenRegierungsbezirk Danzig
1 Marienburg, Elbing Bernhard von Puttkamer DKP
2 Danzig Land Paul Meyer DRP
3 Danzig Stadt Heinrich Rickert FVg
4 Neustadt (Westpr.), Putzig, Karthaus Roman von Janta-Polczynski Pole
5 Berent, Preußisch Stargard, Dirschau Michael von Kalkstein Pole
Provinz Westpreußen – Regierungsbezirk Marienwerder
1 Marienwerder, Stuhm Arthur von Buddenbrock DKP
2 Rosenberg (Westpr.), Löbau Theophil Rzepnikowski Pole
3 Graudenz, Strasburg (Westpr.) Wladyslaw Rozycki Pole
4 Thorn, Kulm, Briesen Ludwig Mauritius von Slaski Pole
5 Schwetz Otto Holtz DRP
6 Konitz, Tuchel Wladislaus von Wolszlegier Pole
7 Schlochau, Flatow Georg von Kanitz DKP
8 Deutsch-Krone Karl von Gamp-Massaunen DRP
Berlin
1 Alt-Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt, Friedrichstadt-Nord Paul Langerhans FVp
2 Schöneberger Vorstadt, Friedrichsvorstadt, Tempelhofer Vorstadt, Friedrichstadt-Süd Richard Fischer SPD
3 Luisenstadt diesseits des Kanals, Neu-Cölln Ewald Vogtherr SPD
4 Luisenstadt jenseits des Kanals, Stralauer Vorstadt, Königsstadt-Ost Paul Singer SPD
5 Spandauer Vorstadt, Friedrich-Wilhelm-Stadt, Königsstadt-West Robert Schmidt SPD
6 Wedding, Gesundbrunnen, Moabit, Oranienburger Vorstadt, Rosenthaler Vorstadt Wilhelm Liebknecht SPD
Provinz BrandenburgRegierungsbezirk Potsdam
1 Westprignitz Victor von Podbielski DKP
2 Ostprignitz Sigismund von Dallwitz DKP
3 Ruppin, Templin Bernhard Bohm FVp
4 Prenzlau, Angermünde Ulrich von Winterfeldt DKP
5 Oberbarnim Moritz Pauli DRP
6 Niederbarnim, Lichtenberg Arthur Stadthagen SPD
7 Potsdam, Osthavelland, Spandau Martin Schall DKP
8 Brandenburg an der Havel, Westhavelland Hermann Wiesike NLP
9 Zauch-Belzig, Jüterbog-Luckenwalde Hermann Kropatscheck DKP
10 Teltow, Beeskow-Storkow, Charlottenburg, Schöneberg, Neukölln, Wilmersdorf Fritz Zubeil SPD
Provinz Brandenburg – Regierungsbezirk Frankfurt
1 Arnswalde, Friedeberg Hermann Ahlwardt Antisemit (parteilos)
2 Landsberg (Warthe), Soldin Hugo Schroeder FVg
3 Königsberg (Neumark) Albert von Levetzow DKP
4 Frankfurt (Oder), Lebus Gustav Haake DRP
5 Oststernberg, Weststernberg Bernhard Bohtz DKP
6 Züllichau-Schwiebus, Crossen Otto Uhden DKP
7 Guben, Lübben Heinrich zu Schoenaich-Carolath unbestimmt liberal
8 Sorau, Forst Berthold von Ploetz DKP
9 Cottbus, Spremberg Ernst von Werdeck DKP
10 Calau, Luckau Otto von Manteuffel DKP
Provinz PommernRegierungsbezirk Stettin
1 Demmin, Anklam Hans von Schwerin-Löwitz DKP
2 Ueckermünde, Usedom-Wollin Max Gaulke FVg
3 Randow, Greifenhagen Alexander von der Osten DKP
4 Stettin Fritz Herbert SPD
5 Pyritz, Saatzig Hermann von Schöning DKP
6 Naugard, Regenwalde Hermann von Dewitz DKP
7 Greifenberg, Kammin Oskar von Normann DKP
Provinz Pommern – Regierungsbezirk Köslin
1 Stolp, Lauenburg in Pommern Arthur Will DKP
2 Bütow, Rummelsburg, Schlawe Adolf von Massow DKP
3 Köslin, Kolberg-Körlin, Bublitz August von Gerlach DKP
4 Belgard, Schivelbein, Dramburg Hugo von Kleist-Retzow DKP
5 Neustettin Hermann Ahlwardt Antisemit (parteilos)
Provinz Pommern – Regierungsbezirk Stralsund
1 Rügen, Stralsund, Franzburg Friedrich von Langen DKP
2 Greifswald, Grimmen Friedrich von Loesewitz DRP
Provinz PosenRegierungsbezirk Posen
1 Posen Stephan Cegielski Pole
2 Samter, Birnbaum, Obornik, Schwerin (Warthe) Hektor von Kwilecki Pole
3 Meseritz, Bomst Hans Wilhelm von Unruhe-Bomst DRP
4 Buk, Schmiegel, Kosten Idzizlaw Prinz Czartoryski Pole
5 Gostyn, Rawitsch Adam Fürst Czartoryski Pole
6 Fraustadt, Lissa Stanislaus von Chlapowski Pole
7 Schrimm, Schroda Karl Kubicki Pole
8 Wreschen, Pleschen, Jarotschin Sigismund von Dziembowski-Pomian Pole
9 Krotoschin, Koschmin Ludwig von Jazdzewski Pole
10 Adelnau, Schildberg, Ostrowo, Kempen in Posen Ferdinand von Radziwill Pole
Provinz Posen – Regierungsbezirk Bromberg
1 Czarnikau, Filehne, Kolmar in Posen Axel von Colmar DKP
2 Wirsitz, Schubin, Znin Julius Ritter DRP
3 Bromberg Leon von Czarlinski Pole
4 Inowrazlaw, Mogilno, Strelno Joseph von Kosciol-Koscielski Pole
5 Gnesen, Wongrowitz, Witkowo Roman von Komierowski Pole
Provinz SchlesienRegierungsbezirk Breslau
1 Guhrau, Steinau, Wohlau Friedrich von Carmer-Osten DKP
2 Militsch, Trebnitz Heinrich von Salisch DKP
3 Groß Wartenberg, Oels Wilhelm von Kardorff DRP
4 Namslau, Brieg Johann Georg von Saurma-Jeltsch DKP
5 Ohlau, Strehlen, Nimptsch Robert Rother DKP
6 Breslau-Ost Franz Tutzauer SPD
7 Breslau-West Bruno Schönlank SPD
8 Neumarkt, Breslau-Land Friedrich zu Limburg-Stirum DKP
9 Striegau, Schweidnitz Emil Göllner FVp
10 Waldenburg Heinrich Möller SPD
11 Reichenbach, Neurode August Kühn SPD
12 Glatz, Habelschwerdt Franz Hartmann Zentrum
13 Frankenstein, Münsterberg Bernhard Nadbyl Zentrum
Provinz Schlesien – Regierungsbezirk Oppeln
1 Kreuzburg, Rosenberg O.S. Christian Kraft zu Hohenlohe-Öhringen DKP
2 Oppeln Joseph Wolny Zentrum
3 Groß Strehlitz, Kosel Bernhard Karl Stephan Zentrum
4 Lublinitz, Tost-Gleiwitz Carl Metzner Zentrum
5 Beuthen, Tarnowitz Julius Szmula Zentrum
6 Kattowitz, Zabrze Paul Letocha Zentrum
7 Pleß, Rybnik Thaddäus Conrad Zentrum
8 Ratibor Wilhelm Frank Zentrum
9 Leobschütz Florian Klose Zentrum
10 Neustadt O.S. Joseph Cytronowski Zentrum
11 Falkenberg O.S., Grottkau Alfred Hubrich Zentrum
12 Neisse Albert Horn Zentrum
Provinz Schlesien – Regierungsbezirk Liegnitz
1 Grünberg, Freystadt August Munckel FVp
2 Sagan, Sprottau Hermann Müller FVp
3 Glogau August Maager FVg
4 Lüben, Bunzlau Philipp Schmieder FVp
5 Löwenberg Hans Dietrich von Holleuffer DKP
6 Liegnitz, Goldberg-Haynau Gustav Kauffmann FVp
7 Landeshut, Jauer, Bolkenhain Otto Hermes FVp
8 Schönau, Hirschberg Theodor Barth FVg
9 Görlitz, Lauban Erwin Lüders FVp
10 Rothenburg (Oberlausitz), Hoyerswerda Traugott von Arnim DRP
Provinz SachsenRegierungsbezirk Magdeburg
1 Salzwedel, Gardelegen Albert Schultz DRP
2 Stendal, Osterburg Hermann von Jagow DKP
3 Jerichow I, Jerichow II Herbert von Bismarck DRP
4 Magdeburg Wilhelm Klees SPD
5 Neuhaldensleben, Wolmirstedt Jacob Hosang NLP
6 Wanzleben Robert von Benda NLP
7 Aschersleben, Quedlinburg, Calbe an der Saale Georg Placke NLP
8 Halberstadt, Oschersleben, Wernigerode Hans Rimpau NLP
Provinz Sachsen – Regierungsbezirk Merseburg
1 Liebenwerda, Torgau Ernst Stephann DRP
2 Schweinitz, Wittenberg Karl von Leipziger DKP
3 Bitterfeld, Delitzsch Louis Bauermeister DRP
4 Halle (Saale), Saalkreis Alexander Meyer FVg
5 Mansfelder Seekreis, Mansfelder Gebirgskreis Ernst Leuschner DRP
6 Sangerhausen, Eckartsberga Karl Scherre DRP
7 Querfurt, Merseburg Franz Carl Ritter FVp
8 Naumburg, Weißenfels, Zeitz Julius Günther NLP
Provinz Sachsen – Regierungsbezirk Erfurt
1 Nordhausen, Hohenstein Fritz Schneider FVp
2 Heiligenstadt, Worbis Josef von Strombeck Zentrum
3 Mühlhausen, Langensalza, Weißensee Eduard Klemm DRP
4 Erfurt, Schleusingen, Ziegenrück Johannes Jacobskötter DKP
Provinz Schleswig-Holstein
1 Hadersleben, Sonderburg Gustav Johannsen Däne
2 Apenrade, Flensburg Michael Jebsen NLP
3 Schleswig, Eckernförde Asmus Lorenzen FVg
4 Tondern, Husum, Eiderstedt Theodor Feddersen NLP
5 Dithmarschen, Steinburg Gustav Thomsen FVg
6 Pinneberg, Segeberg Otto von Moltke DRP
7 Kiel, Rendsburg Carl Legien SPD
8 Altona, Stormarn Karl Frohme SPD
9 Oldenburg in Holstein, Plön Conrad von Holstein DKP
10 Herzogtum Lauenburg Andreas von Bernstorff DRP
Provinz Hannover
1 Emden, Norden, Weener Edzard zu Innhausen und Knyphausen DKP
2 Aurich, Wittmund, Leer Ernst Kruse NLP
3 Meppen, Lingen, Bentheim, Aschendorf, Hümmling Carl Brandenburg Zentrum
4 Osnabrück, Bersenbrück, Iburg Hermann Wamhoff NLP
5 Melle, Diepholz, Wittlage, Sulingen, Stolzenau Werner von Arnswaldt-Böhme DHP
6 Syke, Verden Hermann von Arnswaldt DHP
7 Nienburg, Neustadt am Rübenberge, Fallingbostel Georg von der Decken DHP
8 Hannover Heinrich Meister SPD
9 Hameln, Linden, Springe Heinrich Hische NLP
10 Hildesheim, Marienburg, Alfeld (Leine), Gronau Hermann von Hodenberg DHP
11 Einbeck, Northeim, Osterode am Harz, Uslar Fritz Jorns NLP
12 Göttingen, Duderstadt, Münden Karl Götz von Olenhusen DHP
13 Goslar, Zellerfeld, Ilfeld Ernst Engels DRP
14 Gifhorn, Celle, Peine, Burgdorf Gustav Rothbarth NLP
15 Lüchow, Uelzen, Dannenberg, Bleckede Berthold von Bernstorff DHP
16 Lüneburg, Soltau, Winsen (Luhe) Adolf von Wangenheim-Wake DHP
17 Harburg, Rotenburg in Hannover, Zeven Wilhelm Müller DRP
18 Stade, Geestemünde, Bremervörde, Osterholz Rudolf von Bennigsen NLP
19 Neuhaus (Oste), Hadeln, Lehe, Kehdingen, Jork Diederich Hahn NLP
Provinz WestfalenRegierungsbezirk Münster
1 Tecklenburg, Steinfurt, Ahaus Carl Timmerman Zentrum
2 Münster, Coesfeld Clemens Heereman von Zuydwyck Zentrum
3 Borken, Recklinghausen Jakob Euler Zentrum
4 Lüdinghausen, Beckum, Warendorf Heinrich Wattendorff Zentrum
Provinz Westfalen – Regierungsbezirk Minden
1 Minden, Lübbecke Waldemar von Roon DKP
2 Herford, Halle (Westfalen) Wilhelm Joachim von Hammerstein DKP
3 Bielefeld, Wiedenbrück Heinrich Humann Zentrum
4 Paderborn, Büren Heinrich Hesse Zentrum
5 Höxter, Warburg Otto Schmidt Zentrum
Provinz Westfalen – Regierungsbezirk Arnsberg
1 Wittgenstein, Siegen, Biedenkopf Heinrich Adolf Dresler NLP
2 Olpe, Arnsberg, Meschede Johannes Fusangel Zentrum
3 Altena, Iserlohn, Lüdenscheid Julius Lenzmann FVp
4 Hagen, Schwelm, Witten Eugen Richter FVp
5 Bochum, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne Eduard Fuchs Zentrum
6 Dortmund, Hörde Theodor Möller NLP
7 Hamm, Soest Andreas Schulze-Henne NLP
8 Lippstadt, Brilon Wilhelm Schwarze Zentrum
Provinz Hessen-NassauRegierungsbezirk Wiesbaden
1 Obertaunus, Höchst, Usingen Friedrich Brühne SPD
2 Wiesbaden, Rheingau, Untertaunus Rudolph Koepp FVg
3 St. Goarshausen, Unterwesterwald Ernst Lieber Zentrum
4 Limburg, Oberlahnkreis, Unterlahnkreis Philipp Fink NLP
5 Dillkreis, Oberwesterwald Heinrich Hofmann NLP
6 Frankfurt am Main Wilhelm Schmidt SPD
Provinz Hessen-Nassau – Regierungsbezirk Kassel
1 Rinteln, Hofgeismar, Wolfhagen Ludwig Werner Antisemiten (Ref)
2 Kassel, Melsungen Gustav Hüpeden DKP
3 Fritzlar, Homberg, Ziegenhain Max Liebermann von Sonnenberg Antisemiten (DSP)
4 Eschwege, Schmalkalden, Witzenhausen Hans Leuß Antisemiten (DSP)
5 Marburg, Frankenberg, Kirchhain Otto Böckel Antisemit (parteilos)
6 Hersfeld, Rotenburg (Fulda), Hünfeld Ludwig Werner Antisemiten (Ref)
7 Fulda, Schlüchtern, Gersfeld Richard Müller Zentrum
8 Hanau, Gelnhausen Wilhelm Stroh DKP
RheinprovinzRegierungsbezirk Köln
1 Köln-Stadt Adolf Greiß Zentrum
2 Köln-Land Theodor Pingen Zentrum
3 Bergheim (Erft), Euskirchen Wilhelm Rudolphi Zentrum
4 Rheinbach, Bonn Peter Spahn Zentrum
5 Siegkreis, Waldbröl Joseph Lingens Zentrum
6 Mülheim am Rhein, Gummersbach, Wipperfürth Hermann de Witt Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Düsseldorf
1 Remscheid, Lennep, Mettmann Carl Meist SPD
2 Elberfeld, Barmen Friedrich Harm SPD
3 Solingen Georg Schumacher SPD
4 Düsseldorf Karl Wenders Zentrum
5 Essen Friedrich Alfred Krupp DRP
6 Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Ruhrort, Oberhausen Friedrich Hammacher NLP
7 Moers, Rees Alfred Gescher DKP
8 Kleve, Geldern Eduard Marcour Zentrum
9 Kempen Aloys Fritzen Zentrum
10 Gladbach Friedrich von Kehler Zentrum
11 Krefeld Karl Bachem Zentrum
12 Neuss, Grevenbroich Franz Weidenfeld Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Koblenz
1 Wetzlar, Altenkirchen Heinrich Kraemer NLP
2 Neuwied Hermann Joseph Bender Zentrum
3 Koblenz, St. Goar Georg Wellstein Zentrum
4 Kreuznach, Simmern Ludwig von Cuny NLP
5 Mayen, Ahrweiler Romanus Braubach Zentrum
6 Adenau, Cochem, Zell Andreas von Grand-Ry Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Trier
1 Daun, Bitburg, Prüm Wilhelm Broekmann Zentrum
2 Wittlich, Bernkastel Christian Dieden Zentrum
3 Trier Victor Rintelen Zentrum
4 Saarlouis, Merzig, Saarburg Hermann Roeren Zentrum
5 Saarbrücken Heinrich Boltz NLP
6 Ottweiler, St. Wendel, Meisenheim Carl Ferdinand von Stumm-Halberg DRP
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Aachen
1 Schleiden, Malmedy, Montjoie Franz von Arenberg Zentrum
2 Eupen, Aachen-Land Adam Bock Zentrum
3 Aachen-Stadt Theodor Mooren Zentrum
4 Düren, Jülich Alfred von Hompesch Zentrum
5 Geilenkirchen, Heinsberg, Erkelenz Franz Hitze Zentrum
Hohenzollernsche Lande – Regierungsbezirk Sigmaringen
1 Sigmaringen, Hechingen Lambert Bumiller Zentrum

Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Bayern
Oberbayern
1 München I (Altstadt, Lehel, Maxvorstadt) Georg Birk SPD
2 München II (Isarvorstadt, Ludwigsvorstadt, Au, Haidhausen, Giesing), München-Land, Starnberg, Wolfratshausen Georg von Vollmar SPD
3 Aichach, Friedberg, Dachau, Schrobenhausen Jakob Bäurle Zentrum
4 Ingolstadt, Freising, Pfaffenhofen Josef Aichbichler Zentrum
5 Wasserburg, Erding, Mühldorf Christian Harl Zentrum
6 Weilheim, Werdenfels, Bruck, Landsberg, Schongau Franz Weber Zentrum
7 Rosenheim, Ebersberg, Miesbach, Tölz Joseph Steininger Zentrum
8 Traunstein, Laufen, Berchtesgaden, Altötting Anton Lehemeir Zentrum
Niederbayern
1 Landshut, Dingolfing, Vilsbiburg Michael Mayer Zentrum
2 Straubing, Bogen, Landau, Vilshofen Josef Bruckmaier BB
3 Passau, Wegscheid, Wolfstein, Grafenau Franz Seraph Pichler Zentrum
4 Pfarrkirchen, Eggenfelden, Griesbach Benedikt Bachmeier BB
5 Deggendorf, Regen, Viechtach, Kötzting Franz Xaver Leonhard Zentrum
6 Kelheim, Rottenburg, Mallersdorf Johann Baptist Sigl BB
Pfalz
1 Speyer, Ludwigshafen am Rhein, Frankenthal Carl Clemm NLP
2 Landau, Neustadt an der Haardt Albert Bürklin NLP
3 Germersheim, Bergzabern Theodor Brünings NLP
4 Zweibrücken, Pirmasens Eduard Adt NLP
5 Homburg, Kusel Heinrich von Marquardsen NLP
6 Kaiserslautern, Kirchheimbolanden Ulrich Brunck NLP
Oberpfalz
1 Regensburg, Burglengenfeld, Stadtamhof Karl Ritter von Lama Zentrum
2 Amberg, Nabburg, Sulzbach, Eschenbach Franz Xaver Lerno Zentrum
3 Neumarkt, Velburg, Hemau Johann Lerzer Zentrum
4 Neunburg, Waldmünchen, Cham, Roding Josef Witzlsperger Zentrum
5 Neustadt a. d. Waldnaab, Vohenstrauß, Tirschenreuth Johann Lehner Zentrum
Oberfranken
1 Hof, Naila, Rehau, Münchberg Walther Münch-Ferber NLP
2 Bayreuth, Wunsiedel, Berneck Julius Bayerlein NLP
3 Forchheim, Kulmbach, Pegnitz, Ebermannstadt Friedrich Pezold Zentrum
4 Kronach, Staffelstein, Lichtenfels, Stadtsteinach, Teuschnitz Johann Stöcker Zentrum
5 Bamberg, Höchstadt Johannes Wenzel Zentrum
Mittelfranken
1 Nürnberg Karl Grillenberger SPD
2 Erlangen, Fürth, Hersbruck Konrad Eduard Weiß FVp
3 Ansbach, Schwabach, Heilsbronn Adolf Kröber DtVP
4 Eichstätt, Beilngries, Weissenburg Franz Schaedler Zentrum
5 Dinkelsbühl, Gunzenhausen, Feuchtwangen Friedrich Lutz DKP
6 Rothenburg ob der Tauber, Neustadt an der Aisch Leonhard Hilpert BB
Unterfranken
1 Aschaffenburg, Alzenau, Obernburg, Miltenberg Adam Haus Zentrum
2 Kitzingen, Gerolzhofen, Ochsenfurt, Volkach Johann Eck Zentrum
3 Lohr, Karlstadt, Hammelburg, Marktheidenfeld, Gemünden Franz Joseph Keßler Zentrum
4 Neustadt an der Saale, Brückenau, Mellrichstadt, Königshofen, Kissingen Josef Moritz Zentrum
5 Schweinfurt, Haßfurt, Ebern Franz Burger Zentrum
6 Würzburg Peter Neckermann Zentrum
Schwaben
1 Augsburg, Wertingen Michael Deuringer Zentrum
2 Donauwörth, Nördlingen, Neuburg Michael Wildegger Zentrum
3 Dillingen, Günzburg, Zusmarshausen Martin Zott Zentrum
4 Illertissen, Neu-Ulm, Memmingen, Krumbach Magnus Anton Reindl Zentrum
5 Kaufbeuren, Mindelheim, Oberdorf, Füssen Ludwig Schöpf Zentrum
6 Immenstadt, Sonthofen, Kempten (Allgäu), Lindau Alois Schmid Zentrum

Sachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Sachsen
1 Zittau Louis Heinrich Buddeberg FVp
2 Löbau Hermann Herzog FVp
3 Bautzen, Kamenz, Bischofswerda Heinrich Gräfe Antisemiten (Ref)
4 Dresden rechts der Elbe, Radeberg, Radeburg Friedrich Alfred Klemm Antisemiten (Ref)
5 Dresden links der Elbe Oswald Zimmermann Antisemiten (Ref)
6 Dresden-Land links der Elbe, Dippoldiswalde Felix Oskar Hänichen Antisemiten (Ref)
7 Meißen, Großenhain, Riesa Heinrich Lieber Antisemiten (Ref)
8 Pirna, Sebnitz Carl Friedrich Lotze Antisemiten (Ref)
9 Freiberg, Hainichen Kurt Merbach DRP
10 Döbeln, Nossen, Leisnig Bernhard Sachsse DKP
11 Oschatz, Wurzen, Grimma Friedrich Wilhelm Hauffe DKP
12 Leipzig-Stadt Ernst Hasse NLP
13 Leipzig-Land, Taucha, Markranstädt, Zwenkau Friedrich Geyer SPD
14 Borna, Geithain, Rochlitz Arnold Woldemar von Frege-Weltzien DKP
15 Mittweida, Frankenberg, Augustusburg Albert Schmidt SPD
16 Chemnitz Max Schippel SPD
17 Glauchau, Meerane, Hohenstein-Ernstthal Ignaz Auer SPD
18 Zwickau, Crimmitschau, Werdau Karl Wilhelm Stolle SPD
19 Stollberg, Schneeberg Julius Seifert SPD
20 Marienberg, Zschopau Gottfried von Herder DKP
21 Annaberg, Schwarzenberg, Johanngeorgenstadt Carl Böhme NLP
22 Auerbach, Reichenbach Franz Hofmann SPD
23 Plauen, Oelsnitz, Klingenthal Maximilian von Polenz DKP

Württemberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Württemberg
1 Stuttgart Gustav Siegle NLP
2 Cannstatt, Ludwigsburg, Marbach, Waiblingen Ferdinand Schnaidt DtVP
3 Heilbronn, Besigheim, Brackenheim, Neckarsulm Martin Haag DtVP
4 Böblingen, Vaihingen, Leonberg, Maulbronn Friedrich Kercher DtVP
5 Esslingen, Nürtingen, Kirchheim, Urach Georg Ehni DtVP
6 Reutlingen, Tübingen, Rottenburg Friedrich von Payer DtVP
7 Nagold, Calw, Neuenbürg, Herrenberg Wilhelm von Gültlingen DRP
8 Freudenstadt, Horb, Oberndorf, Sulz Julius Oskar Galler DtVP
9 Balingen, Rottweil, Spaichingen, Tuttlingen Conrad Haußmann DtVP
10 Gmünd, Göppingen, Welzheim, Schorndorf Wilhelm Speiser DtVP
11 Hall, Backnang, Öhringen, Weinsberg Friedrich Hartmann DtVP
12 Gerabronn, Crailsheim, Mergentheim, Künzelsau Georg Pflüger DtVP
13 Aalen, Gaildorf, Neresheim, Ellwangen Joseph Wengert Zentrum
14 Ulm, Heidenheim, Geislingen Nikolaus Bantleon NLP
15 Ehingen, Blaubeuren, Laupheim, Münsingen Adolf Gröber Zentrum
16 Biberach, Leutkirch, Waldsee, Wangen Gebhard Braun Zentrum
17 Ravensburg, Tettnang, Saulgau, Riedlingen Alfred Rembold Zentrum

Baden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großherzogtum Baden
1 Konstanz, Überlingen, Stockach Friedrich Hug Zentrum
2 Donaueschingen, Villingen Hermann von Hornstein DKP
3 Waldshut, Säckingen, Neustadt im Schwarzwald Joseph Schuler Zentrum
4 Lörrach, Müllheim Ernst Blankenhorn NLP
5 Freiburg, Emmendingen Ludwig Marbe Zentrum
6 Lahr, Wolfach Friedrich Schaettgen Zentrum
7 Offenburg, Kehl Maximilian Wilhelm Reichert Zentrum
8 Rastatt, Bühl, Baden-Baden Franz Xaver Lender Zentrum
9 Pforzheim, Ettlingen Georg Frank NLP
10 Karlsruhe, Bruchsal Markus Pflüger FVp
11 Mannheim Ernst Bassermann NLP
12 Heidelberg, Mosbach Carl Emil Weber NLP
13 Bretten, Sinsheim Wilhelm von Douglas DKP
14 Tauberbischofsheim, Buchen Rudolf von Buol-Berenberg Zentrum

Hessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großherzogtum Hessen
1 Gießen, Grünberg, Nidda Philipp Köhler Antisemiten (Ref)
2 Friedberg, Büdingen, Vilbel Waldemar von Oriola NLP
3 Lauterbach, Alsfeld, Schotten Oswald Zimmermann Antisemiten (Ref)
4 Darmstadt, Groß-Gerau Arthur Osann NLP
5 Offenbach, Dieburg Carl Ulrich SPD
6 Erbach, Bensheim, Lindenfels, Neustadt im Odenwald Otto Hirschel Antisemiten (Ref)
7 Worms, Heppenheim, Wimpfen Cornelius von Heyl zu Herrnsheim NLP
8 Bingen, Alzey Albert Traeger FVp
9 Mainz, Oppenheim Franz Jöst SPD

Kleinstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin
1 Hagenow, Grevesmühlen Meno Rettich DKP
2 Schwerin, Wismar Gustav von Viereck DKP
3 Parchim, Ludwigslust Hermann Pachnicke FVp
4 Waren, Malchin Wilhelm von Maltzan-Wartenberg DKP
5 Rostock, Doberan Gerhard von Buchka DKP
6 Güstrow, Ribnitz Wilhelm von Schlieffen DKP
Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach
1 Weimar, Apolda Gottfried Kalmring DRP
2 Eisenach, Dermbach Wilhelm Casselmann FVp
3 Jena, Neustadt an der Orla Richard Walter NLP
Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz
1 Neustrelitz, Neubrandenburg, Schönberg Rudolf Nauck DKP
Großherzogtum Oldenburg
1 Oldenburg, Eutin, Birkenfeld Ludwig Enneccerus NLP
2 Jever, Brake, Westerstede, Varel, Elsfleth, Landwürden Albert Traeger FVp
3 Vechta, Delmenhorst, Cloppenburg, Wildeshausen, Berne, Friesoythe Ferdinand Heribert von Galen Zentrum
Herzogtum Braunschweig
1 Braunschweig, Blankenburg Wilhelm Blos SPD
2 Helmstedt, Wolfenbüttel Albert Schwerdtfeger NLP
3 Holzminden, Gandersheim Hugo Krüger NLP
Herzogtum Sachsen-Meiningen
1 Meiningen, Hildburghausen Hermann Paasche NLP
2 Sonneberg, Saalfeld Hermann Reißhaus SPD
Herzogtum Sachsen-Altenburg
1 Altenburg, Roda Iwan Baumbach DRP
Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha
1 Coburg Hermann Beckh FVp
2 Gotha Wilhelm Bock SPD
Herzogtum Anhalt
1 Dessau, Zerbst Richard Roesicke unbestimmt liberal
2 Bernburg, Köthen, Ballenstedt Robert Friedberg NLP
Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt
1 Königsee, Frankenhausen Friedrich Lüttich FVg
Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen
1 Sondershausen, Arnstadt, Gehren, Ebeleben Theodor Pieschel NLP
Fürstentum Waldeck-Pyrmont
1 Waldeck, Pyrmont Friedrich Boettcher NLP
Fürstentum Reuß älterer Linie
1 Greiz, Burgk Karl Hermann Förster SPD
Fürstentum Reuß jüngerer Linie
1 Gera, Schleiz Emanuel Wurm SPD
Fürstentum Schaumburg-Lippe
1 Bückeburg, Stadthagen Georg Langerfeldt FVg
Fürstentum Lippe
1 Detmold, Lemgo August Riekehof-Böhmer DKP
Hansestadt Lübeck
1 Lübeck Heinrich Görtz FVg
Freie Hansestadt Bremen
1 Bremen, Bremerhaven Hermann Frese FVg
Freie und Hansestadt Hamburg
1 Neustadt, St. Pauli August Bebel SPD
2 Altstadt, St. Georg, Hammerbrook Johann Heinrich Wilhelm Dietz SPD
3 Vororte und Landherrenschaften Wilhelm Metzger SPD

Elsaß-Lothringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die parteipolitische Zuordnung der Abgeordneten folgt den Ausführungen von Hermann Hiery[2] sowie C.-W. Reibel.

Reichsland Elsaß-Lothringen
1 Altkirch, Thann Landolin Winterer Individualkandidat d. polit. Katholizismus
2 Mülhausen Fernand Bueb SPD
3 Kolmar Jacques Preiß E.-L. Protestpartei
4 Gebweiler Joseph Guerber Individualkandidat d. polit. Katholizismus
5 Rappoltsweiler Ignatius Simonis Individualkandidat d. polit. Katholizismus
6 Schlettstadt Otto Pöhlmann DKP
7 Molsheim, Erstein Hugo Zorn von Bulach DKP
8 Straßburg-Stadt August Bebel SPD
9 Straßburg-Land August Bostetter NLP
10 Hagenau, Weißenburg Alexander zu Hohenlohe-Schillingsfürst DKP
11 Zabern Johannes Hoeffel DRP
12 Saargemünd, Forbach Jean Colbus Individualkandidat d. polit. Katholizismus
13 Bolchen, Diedenhofen Julius Joseph Neumann Individualkandidat d. polit. Katholizismus
14 Metz Marie Bernhard Haas Individualkandidat d. polit. Katholizismus
15 Saarburg, Château-Salins Peter Küchly Individualkandidat d. polit. Katholizismus

Die Fraktionen des 9. Reichstags[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 9. Reichstag schlossen sich mehrere Abgeordnete nicht der Fraktion ihrer eigentlichen Partei an und blieben zum Teil fraktionslos. Vier DHP-Abgeordnete traten der Zentrumsfraktion bei. Da in fünf Fällen Abgeordnete ein Doppelmandat gewonnen hatten, jedoch nur das Mandat für einen Wahlkreis annehmen konnten, umfasste der Reichstag am Beginn der 9. Legislaturperiode nur 392 Mitglieder. Zunächst besaßen die Reichstagsfraktionen die folgende Stärke:[3]

Zentrum 99
Deutschkonservative 68
Nationalliberale 52
Sozialdemokraten 43
Deutsche Reichspartei 27
Freisinnige Volkspartei 22
Polen 19
Freisinnige Vereinigung 13
Deutsche Volkspartei 11
Deutsche Reformpartei 10
Fraktionslose 28

Im weiteren Verlauf der Legislaturperiode änderte sich aufgrund von Nachwahlen und Fraktionswechseln mehrfach die Stärke der einzelnen Fraktionen.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl-Wilhelm Reibel: Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Droste Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ab Kaiserliches Statistisches Amt (Hrsg.): Vierteljahreshefte zur Statistik des Deutschen Reichs, Zweiter Jahrgang, Heft 4. Berlin 1893.
  2. Hermann Hiery: Reichstagswahlen im Reichsland. Ein Beitrag zur Landesgeschichte von Elsaß-Lothringen und zur Wahlgeschichte des Deutschen Reiches 1871–1918. Droste Verlag Düsseldorf. 1986, S. 446–448 ff Tabelle 50: Politische Gruppierungen und Parteien in Elsaß-Lothringen und S. 449 ff: Anhang: Biographisches Verzeichnis der im Reichsland Elsaß-Lothringen gewählten Abgeordneten des Deutschen Reichstages 1874–1918. ISBN 3770051327.
  3. Reichstagshandbuch 1893. Münchener Digitalisierungszentrum, S. 266, abgerufen am 20. November 2009 (pdf).
  4. Reichstagshandbuch 1893, Nachtragsband 1896. Münchener Digitalisierungszentrum, abgerufen am 20. November 2009 (pdf).
1890Wahl zum 9. Deutschen Reichstag 18931898
(Stimmenanteile in Prozent)
 %
30
20
10
0
23,3
19,1
13,5
13,0
8,7
5,7
3,4
3,4
9,9
DKP
FVp
DRP
Antisem.
FVg
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1890
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
+3,6
+0,5
+1,1
-3,3
+8,7
-1,0
+2,7
+3,4
-15,7
DKP
FVp
DRP
Antisem.
FVg
Sonst.
Die Ergebnisse der Reichstagswahl nach Wahlkreisen, einschließlich späterer Nachwahlen. Die Nummerierung der Wahlkreise entspricht der der Tabelle.
Ergebnisse der Reichstagswahl 1893 in einer historischen Karte (einschließlich später erfolgter Nachwahlen)
Auflistung der 397 gewählten Abgeordneten nach Wahlkreisen
Druckfrische vorläufige Wahlergebnisse von Köln: 48 Centrum, 5 elsässische Protestler, 3 Antisemiten, 1 Däne...
Vorläufige Ergebnisse im Deutschen Reich, u. a. Bamberg: Wenzel (ultr.), Halberstadt: Stichwahl, Prenzlau: Winterfeldt (cons.) - Kölnische Zeitung 17. Juni 1893

Die Reichstagswahl 1893 war die Wahl zum 9. Deutschen Reichstag. Sie fand am 15. Juni 1893 statt.

Die Wahlbeteiligung lag bei etwas über 72 % und damit unwesentlich höher als bei der Reichstagswahl 1890.

Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der Reichstag auf Wunsch von Reichskanzler Leo von Caprivi am 6. Mai 1893 aufgelöst worden war. Wie schon bei der Reichstagsauflösung 1887 war eine Heeresvorlage der Regierung der Anlass für die Auflösung. Caprivi hatte eine erneute Erhöhung der Heeresstärke auf rund 500.000 Mann geplant und war damit im Reichstag gescheitert: Sozialdemokraten, eine Mehrheit des Zentrums und ein Teil der Freisinnigen Partei lehnten die Vorlage ab. Die Freisinnigen spalteten sich daraufhin in die Freisinnige Volkspartei und die Freisinnige Vereinigung auf.

Die Wahl endete mit einem knappen Sieg für die regierungstreuen sogenannten „Kartellparteien“ (Deutschkonservative, Freikonservative und Nationalliberale). Erneut zulegen konnten die inzwischen vom Sozialistengesetz befreiten Sozialdemokraten, die nach Stimmenanteil nun deutlich stärkste Partei waren, und die Antisemiten. Letztere konnten vor allem in der preußischen Provinz Hessen-Nassau, im Großherzogtum Hessen, in Ost- und Mittel-Sachsen und vereinzelt in der Neumark und Hinterpommern Mandate gewinnen. In Niederbayern und Mittelfranken konnte der Bayerische Bauernbund, der als Interessenvertretung der bayerischen Landwirtschaft in Reaktion auf die durch Reichskanzler Caprivi initiierte Niedrigzoll-Politik gegründet worden war, vier Wahlkreise gewinnen. Verluste mussten die gespaltenen Liberalen hinnehmen. Insgesamt war der Reichstag zunehmend zersplittert. Durch das weitere Ausbleiben einer Wahlkreisreform führte das Mehrheitswahlrecht zu starken Verzerrungen zwischen tatsächlichem Stimmenanteil und Fraktionsgröße.Erst- und einmalig war auch ein nationalpolnischer Kandidat, Anton von Wolszlegier in einem ostpreußischen Wahlkreis (Allenstein) erfolgreich.

Der neue Reichstag nahm die Heeresvorlage der Regierung schließlich mit knapper Mehrheit (201 Stimmen) an.

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politische Richtung Parteien Wählerstimmen Gewonnene Wahlkreise[1]
in Mio. Anteil ggüb. 1890 absolut Anteil ggüb. 1890
Konservative Deutschkonservative Partei (DKP) 1,038 13,5 % +1,1 %  72 18,1 %   −1
Deutsche Reichspartei (DRP) 0,438   5,7 % −1,0 %  28   7,1 %   +8
Liberale Rechts- Nationalliberale Partei (NLP) 0,997 13,0 % −3,3 %  52 13,2 % +11
Unabhängige Liberale n/a   n/a n/a   2   0,5 %   −1
gemäßigt Freisinnige Vereinigung (FVg) 0,258   3,4 % (−3,9 %)  13   3,3 % (−29)
Links- Freisinnige Volkspartei (FVp) 0,666   8,7 %  241)   6,0 %
Deutsche Volkspartei (DtVP) 0,167   2,2 % +0,2 %  11   2,8 %   +1
Katholiken Zentrumspartei 1,469 19,1 % +0,5 %   96 24,2 % −10
Sozialisten Sozialdemokraten (SPD) 1,787 23,3 % +3,6 %   442) 11,1 %   +9
Regionalparteien,
Minderheiten
Deutsch-Hannoversche Partei (DHP) 0,102   1,3 % −0,3 %    7   1,8 %   −4
Polen 0,230   3,0 % −0,4 %   19   4,8 %   +3
Dänen 0,014   0,2 % ±0,0 %    1   0,3 %   ±0
Elsaß-Lothringer 0,115   1,5 % ±0,1 %    8   2,0 %   −2
Bayerischer Bauernbund (BB) 0,081   1,1 % +1,1 %    4   1,0 %   +4
Antisemiten Deutsche Reformpartei (Ref) 0,264   3,4 % +2,7 %   123)   2,8 %   +8
Deutschsoziale Partei (DSP)    2   1,0 %   +1
parteilos    24)   0,3 %   +2
Sonstige 0,048   0,6 % +0,7 %   - -   ±0
Gesamt 7,674  100 % 397 100 %

Anmerkungen

In fünf Fällen gewann ein Kandidat gleichzeitig zwei Wahlkreise. In einem solchen Fall konnte das Mandat nur für einen der beiden Wahlkreise angenommen werden und in dem anderen Wahlkreis wurde eine Nachwahl durchgeführt.

  • 1)Albert Traeger gewann sowohl den hessischen Wahlkreis Bingen als auch den oldenburgischen Wahlkreis Jever. Er nahm das Mandat in Jever an.
  • 2)August Bebel gewann sowohl den Wahlkreis Hamburg I als auch den Wahlkreis Straßburg-Stadt. Er nahm das Mandat in Straßburg an.
  • 3)Oswald Zimmermann gewann sowohl den Wahlkreis Dresden links der Elbe als auch den hessischen Wahlkreis Lauterbach. Er nahm das Mandat in Dresden an. Ludwig Werner gewann in der Provinz Hessen-Nassau sowohl den Wahlkreis Hofgeismar als auch den Wahlkreis Hersfeld. Er nahm das Mandat in Hersfeld an.
  • 4)Hermann Ahlwardt gewann sowohl den brandenburgischen Wahlkreis Arnswalde als auch den pommerschen Wahlkreis Neustettin. Er nahm das Mandat in Arnswalde an.

Gewählte Abgeordnete nach Wahlkreisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jedem der insgesamt 397 Wahlkreise wurde nach absolutem Mehrheitswahlrecht ein Abgeordneter gewählt. Wenn kein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte, wurde eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten durchgeführt. In den folgenden Tabellen werden die Wahlkreissieger und ihre im amtlichen Endergebnis genannte Parteistellung angegeben.[1]

Preußen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Preußen
Provinz OstpreußenRegierungsbezirk Königsberg
1 Memel, Heydekrug Heinrich Ancker FVp
2 Labiau, Wehlau Werner von Gustedt-Lablacken DKP
3 Königsberg-Stadt Carl Schultze SPD
4 Fischhausen, Königsberg-Land August von Dönhoff DKP
5 Heiligenbeil, Preußisch-Eylau Louis von der Gröben DKP
6 Braunsberg, Heilsberg Cölestin Krebs Zentrum
7 Preußisch-Holland, Mohrungen Adolf zu Dohna-Schlodien DKP
8 Osterode i. Opr., Neidenburg Georg von Stein DKP
9 Allenstein, Rößel Anton von Wolszlegier Pole
10 Rastenburg, Friedland, Gerdauen Hermann Steppuhn DKP
Provinz Ostpreußen – Regierungsbezirk Gumbinnen
1 Tilsit, Niederung Hans von Reibnitz FVp
2 Ragnit, Pillkallen Hans von Kanitz DKP
3 Gumbinnen, Insterburg Julius Mentz DKP
4 Stallupönen, Goldap, Darkehmen Emil Victor von Sperber DKP
5 Angerburg, Lötzen Ludwig von Staudy DKP
6 Oletzko, Lyck, Johannisburg Otto Steinmann DKP
7 Sensburg, Ortelsburg Julius von Mirbach DKP
Provinz WestpreußenRegierungsbezirk Danzig
1 Marienburg, Elbing Bernhard von Puttkamer DKP
2 Danzig Land Paul Meyer DRP
3 Danzig Stadt Heinrich Rickert FVg
4 Neustadt (Westpr.), Putzig, Karthaus Roman von Janta-Polczynski Pole
5 Berent, Preußisch Stargard, Dirschau Michael von Kalkstein Pole
Provinz Westpreußen – Regierungsbezirk Marienwerder
1 Marienwerder, Stuhm Arthur von Buddenbrock DKP
2 Rosenberg (Westpr.), Löbau Theophil Rzepnikowski Pole
3 Graudenz, Strasburg (Westpr.) Wladyslaw Rozycki Pole
4 Thorn, Kulm, Briesen Ludwig Mauritius von Slaski Pole
5 Schwetz Otto Holtz DRP
6 Konitz, Tuchel Wladislaus von Wolszlegier Pole
7 Schlochau, Flatow Georg von Kanitz DKP
8 Deutsch-Krone Karl von Gamp-Massaunen DRP
Berlin
1 Alt-Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt, Friedrichstadt-Nord Paul Langerhans FVp
2 Schöneberger Vorstadt, Friedrichsvorstadt, Tempelhofer Vorstadt, Friedrichstadt-Süd Richard Fischer SPD
3 Luisenstadt diesseits des Kanals, Neu-Cölln Ewald Vogtherr SPD
4 Luisenstadt jenseits des Kanals, Stralauer Vorstadt, Königsstadt-Ost Paul Singer SPD
5 Spandauer Vorstadt, Friedrich-Wilhelm-Stadt, Königsstadt-West Robert Schmidt SPD
6 Wedding, Gesundbrunnen, Moabit, Oranienburger Vorstadt, Rosenthaler Vorstadt Wilhelm Liebknecht SPD
Provinz BrandenburgRegierungsbezirk Potsdam
1 Westprignitz Victor von Podbielski DKP
2 Ostprignitz Sigismund von Dallwitz DKP
3 Ruppin, Templin Bernhard Bohm FVp
4 Prenzlau, Angermünde Ulrich von Winterfeldt DKP
5 Oberbarnim Moritz Pauli DRP
6 Niederbarnim, Lichtenberg Arthur Stadthagen SPD
7 Potsdam, Osthavelland, Spandau Martin Schall DKP
8 Brandenburg an der Havel, Westhavelland Hermann Wiesike NLP
9 Zauch-Belzig, Jüterbog-Luckenwalde Hermann Kropatscheck DKP
10 Teltow, Beeskow-Storkow, Charlottenburg, Schöneberg, Neukölln, Wilmersdorf Fritz Zubeil SPD
Provinz Brandenburg – Regierungsbezirk Frankfurt
1 Arnswalde, Friedeberg Hermann Ahlwardt Antisemit (parteilos)
2 Landsberg (Warthe), Soldin Hugo Schroeder FVg
3 Königsberg (Neumark) Albert von Levetzow DKP
4 Frankfurt (Oder), Lebus Gustav Haake DRP
5 Oststernberg, Weststernberg Bernhard Bohtz DKP
6 Züllichau-Schwiebus, Crossen Otto Uhden DKP
7 Guben, Lübben Heinrich zu Schoenaich-Carolath unbestimmt liberal
8 Sorau, Forst Berthold von Ploetz DKP
9 Cottbus, Spremberg Ernst von Werdeck DKP
10 Calau, Luckau Otto von Manteuffel DKP
Provinz PommernRegierungsbezirk Stettin
1 Demmin, Anklam Hans von Schwerin-Löwitz DKP
2 Ueckermünde, Usedom-Wollin Max Gaulke FVg
3 Randow, Greifenhagen Alexander von der Osten DKP
4 Stettin Fritz Herbert SPD
5 Pyritz, Saatzig Hermann von Schöning DKP
6 Naugard, Regenwalde Hermann von Dewitz DKP
7 Greifenberg, Kammin Oskar von Normann DKP
Provinz Pommern – Regierungsbezirk Köslin
1 Stolp, Lauenburg in Pommern Arthur Will DKP
2 Bütow, Rummelsburg, Schlawe Adolf von Massow DKP
3 Köslin, Kolberg-Körlin, Bublitz August von Gerlach DKP
4 Belgard, Schivelbein, Dramburg Hugo von Kleist-Retzow DKP
5 Neustettin Hermann Ahlwardt Antisemit (parteilos)
Provinz Pommern – Regierungsbezirk Stralsund
1 Rügen, Stralsund, Franzburg Friedrich von Langen DKP
2 Greifswald, Grimmen Friedrich von Loesewitz DRP
Provinz PosenRegierungsbezirk Posen
1 Posen Stephan Cegielski Pole
2 Samter, Birnbaum, Obornik, Schwerin (Warthe) Hektor von Kwilecki Pole
3 Meseritz, Bomst Hans Wilhelm von Unruhe-Bomst DRP
4 Buk, Schmiegel, Kosten Idzizlaw Prinz Czartoryski Pole
5 Gostyn, Rawitsch Adam Fürst Czartoryski Pole
6 Fraustadt, Lissa Stanislaus von Chlapowski Pole
7 Schrimm, Schroda Karl Kubicki Pole
8 Wreschen, Pleschen, Jarotschin Sigismund von Dziembowski-Pomian Pole
9 Krotoschin, Koschmin Ludwig von Jazdzewski Pole
10 Adelnau, Schildberg, Ostrowo, Kempen in Posen Ferdinand von Radziwill Pole
Provinz Posen – Regierungsbezirk Bromberg
1 Czarnikau, Filehne, Kolmar in Posen Axel von Colmar DKP
2 Wirsitz, Schubin, Znin Julius Ritter DRP
3 Bromberg Leon von Czarlinski Pole
4 Inowrazlaw, Mogilno, Strelno Joseph von Kosciol-Koscielski Pole
5 Gnesen, Wongrowitz, Witkowo Roman von Komierowski Pole
Provinz SchlesienRegierungsbezirk Breslau
1 Guhrau, Steinau, Wohlau Friedrich von Carmer-Osten DKP
2 Militsch, Trebnitz Heinrich von Salisch DKP
3 Groß Wartenberg, Oels Wilhelm von Kardorff DRP
4 Namslau, Brieg Johann Georg von Saurma-Jeltsch DKP
5 Ohlau, Strehlen, Nimptsch Robert Rother DKP
6 Breslau-Ost Franz Tutzauer SPD
7 Breslau-West Bruno Schönlank SPD
8 Neumarkt, Breslau-Land Friedrich zu Limburg-Stirum DKP
9 Striegau, Schweidnitz Emil Göllner FVp
10 Waldenburg Heinrich Möller SPD
11 Reichenbach, Neurode August Kühn SPD
12 Glatz, Habelschwerdt Franz Hartmann Zentrum
13 Frankenstein, Münsterberg Bernhard Nadbyl Zentrum
Provinz Schlesien – Regierungsbezirk Oppeln
1 Kreuzburg, Rosenberg O.S. Christian Kraft zu Hohenlohe-Öhringen DKP
2 Oppeln Joseph Wolny Zentrum
3 Groß Strehlitz, Kosel Bernhard Karl Stephan Zentrum
4 Lublinitz, Tost-Gleiwitz Carl Metzner Zentrum
5 Beuthen, Tarnowitz Julius Szmula Zentrum
6 Kattowitz, Zabrze Paul Letocha Zentrum
7 Pleß, Rybnik Thaddäus Conrad Zentrum
8 Ratibor Wilhelm Frank Zentrum
9 Leobschütz Florian Klose Zentrum
10 Neustadt O.S. Joseph Cytronowski Zentrum
11 Falkenberg O.S., Grottkau Alfred Hubrich Zentrum
12 Neisse Albert Horn Zentrum
Provinz Schlesien – Regierungsbezirk Liegnitz
1 Grünberg, Freystadt August Munckel FVp
2 Sagan, Sprottau Hermann Müller FVp
3 Glogau August Maager FVg
4 Lüben, Bunzlau Philipp Schmieder FVp
5 Löwenberg Hans Dietrich von Holleuffer DKP
6 Liegnitz, Goldberg-Haynau Gustav Kauffmann FVp
7 Landeshut, Jauer, Bolkenhain Otto Hermes FVp
8 Schönau, Hirschberg Theodor Barth FVg
9 Görlitz, Lauban Erwin Lüders FVp
10 Rothenburg (Oberlausitz), Hoyerswerda Traugott von Arnim DRP
Provinz SachsenRegierungsbezirk Magdeburg
1 Salzwedel, Gardelegen Albert Schultz DRP
2 Stendal, Osterburg Hermann von Jagow DKP
3 Jerichow I, Jerichow II Herbert von Bismarck DRP
4 Magdeburg Wilhelm Klees SPD
5 Neuhaldensleben, Wolmirstedt Jacob Hosang NLP
6 Wanzleben Robert von Benda NLP
7 Aschersleben, Quedlinburg, Calbe an der Saale Georg Placke NLP
8 Halberstadt, Oschersleben, Wernigerode Hans Rimpau NLP
Provinz Sachsen – Regierungsbezirk Merseburg
1 Liebenwerda, Torgau Ernst Stephann DRP
2 Schweinitz, Wittenberg Karl von Leipziger DKP
3 Bitterfeld, Delitzsch Louis Bauermeister DRP
4 Halle (Saale), Saalkreis Alexander Meyer FVg
5 Mansfelder Seekreis, Mansfelder Gebirgskreis Ernst Leuschner DRP
6 Sangerhausen, Eckartsberga Karl Scherre DRP
7 Querfurt, Merseburg Franz Carl Ritter FVp
8 Naumburg, Weißenfels, Zeitz Julius Günther NLP
Provinz Sachsen – Regierungsbezirk Erfurt
1 Nordhausen, Hohenstein Fritz Schneider FVp
2 Heiligenstadt, Worbis Josef von Strombeck Zentrum
3 Mühlhausen, Langensalza, Weißensee Eduard Klemm DRP
4 Erfurt, Schleusingen, Ziegenrück Johannes Jacobskötter DKP
Provinz Schleswig-Holstein
1 Hadersleben, Sonderburg Gustav Johannsen Däne
2 Apenrade, Flensburg Michael Jebsen NLP
3 Schleswig, Eckernförde Asmus Lorenzen FVg
4 Tondern, Husum, Eiderstedt Theodor Feddersen NLP
5 Dithmarschen, Steinburg Gustav Thomsen FVg
6 Pinneberg, Segeberg Otto von Moltke DRP
7 Kiel, Rendsburg Carl Legien SPD
8 Altona, Stormarn Karl Frohme SPD
9 Oldenburg in Holstein, Plön Conrad von Holstein DKP
10 Herzogtum Lauenburg Andreas von Bernstorff DRP
Provinz Hannover
1 Emden, Norden, Weener Edzard zu Innhausen und Knyphausen DKP
2 Aurich, Wittmund, Leer Ernst Kruse NLP
3 Meppen, Lingen, Bentheim, Aschendorf, Hümmling Carl Brandenburg Zentrum
4 Osnabrück, Bersenbrück, Iburg Hermann Wamhoff NLP
5 Melle, Diepholz, Wittlage, Sulingen, Stolzenau Werner von Arnswaldt-Böhme DHP
6 Syke, Verden Hermann von Arnswaldt DHP
7 Nienburg, Neustadt am Rübenberge, Fallingbostel Georg von der Decken DHP
8 Hannover Heinrich Meister SPD
9 Hameln, Linden, Springe Heinrich Hische NLP
10 Hildesheim, Marienburg, Alfeld (Leine), Gronau Hermann von Hodenberg DHP
11 Einbeck, Northeim, Osterode am Harz, Uslar Fritz Jorns NLP
12 Göttingen, Duderstadt, Münden Karl Götz von Olenhusen DHP
13 Goslar, Zellerfeld, Ilfeld Ernst Engels DRP
14 Gifhorn, Celle, Peine, Burgdorf Gustav Rothbarth NLP
15 Lüchow, Uelzen, Dannenberg, Bleckede Berthold von Bernstorff DHP
16 Lüneburg, Soltau, Winsen (Luhe) Adolf von Wangenheim-Wake DHP
17 Harburg, Rotenburg in Hannover, Zeven Wilhelm Müller DRP
18 Stade, Geestemünde, Bremervörde, Osterholz Rudolf von Bennigsen NLP
19 Neuhaus (Oste), Hadeln, Lehe, Kehdingen, Jork Diederich Hahn NLP
Provinz WestfalenRegierungsbezirk Münster
1 Tecklenburg, Steinfurt, Ahaus Carl Timmerman Zentrum
2 Münster, Coesfeld Clemens Heereman von Zuydwyck Zentrum
3 Borken, Recklinghausen Jakob Euler Zentrum
4 Lüdinghausen, Beckum, Warendorf Heinrich Wattendorff Zentrum
Provinz Westfalen – Regierungsbezirk Minden
1 Minden, Lübbecke Waldemar von Roon DKP
2 Herford, Halle (Westfalen) Wilhelm Joachim von Hammerstein DKP
3 Bielefeld, Wiedenbrück Heinrich Humann Zentrum
4 Paderborn, Büren Heinrich Hesse Zentrum
5 Höxter, Warburg Otto Schmidt Zentrum
Provinz Westfalen – Regierungsbezirk Arnsberg
1 Wittgenstein, Siegen, Biedenkopf Heinrich Adolf Dresler NLP
2 Olpe, Arnsberg, Meschede Johannes Fusangel Zentrum
3 Altena, Iserlohn, Lüdenscheid Julius Lenzmann FVp
4 Hagen, Schwelm, Witten Eugen Richter FVp
5 Bochum, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne Eduard Fuchs Zentrum
6 Dortmund, Hörde Theodor Möller NLP
7 Hamm, Soest Andreas Schulze-Henne NLP
8 Lippstadt, Brilon Wilhelm Schwarze Zentrum
Provinz Hessen-NassauRegierungsbezirk Wiesbaden
1 Obertaunus, Höchst, Usingen Friedrich Brühne SPD
2 Wiesbaden, Rheingau, Untertaunus Rudolph Koepp FVg
3 St. Goarshausen, Unterwesterwald Ernst Lieber Zentrum
4 Limburg, Oberlahnkreis, Unterlahnkreis Philipp Fink NLP
5 Dillkreis, Oberwesterwald Heinrich Hofmann NLP
6 Frankfurt am Main Wilhelm Schmidt SPD
Provinz Hessen-Nassau – Regierungsbezirk Kassel
1 Rinteln, Hofgeismar, Wolfhagen Ludwig Werner Antisemiten (Ref)
2 Kassel, Melsungen Gustav Hüpeden DKP
3 Fritzlar, Homberg, Ziegenhain Max Liebermann von Sonnenberg Antisemiten (DSP)
4 Eschwege, Schmalkalden, Witzenhausen Hans Leuß Antisemiten (DSP)
5 Marburg, Frankenberg, Kirchhain Otto Böckel Antisemit (parteilos)
6 Hersfeld, Rotenburg (Fulda), Hünfeld Ludwig Werner Antisemiten (Ref)
7 Fulda, Schlüchtern, Gersfeld Richard Müller Zentrum
8 Hanau, Gelnhausen Wilhelm Stroh DKP
RheinprovinzRegierungsbezirk Köln
1 Köln-Stadt Adolf Greiß Zentrum
2 Köln-Land Theodor Pingen Zentrum
3 Bergheim (Erft), Euskirchen Wilhelm Rudolphi Zentrum
4 Rheinbach, Bonn Peter Spahn Zentrum
5 Siegkreis, Waldbröl Joseph Lingens Zentrum
6 Mülheim am Rhein, Gummersbach, Wipperfürth Hermann de Witt Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Düsseldorf
1 Remscheid, Lennep, Mettmann Carl Meist SPD
2 Elberfeld, Barmen Friedrich Harm SPD
3 Solingen Georg Schumacher SPD
4 Düsseldorf Karl Wenders Zentrum
5 Essen Friedrich Alfred Krupp DRP
6 Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Ruhrort, Oberhausen Friedrich Hammacher NLP
7 Moers, Rees Alfred Gescher DKP
8 Kleve, Geldern Eduard Marcour Zentrum
9 Kempen Aloys Fritzen Zentrum
10 Gladbach Friedrich von Kehler Zentrum
11 Krefeld Karl Bachem Zentrum
12 Neuss, Grevenbroich Franz Weidenfeld Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Koblenz
1 Wetzlar, Altenkirchen Heinrich Kraemer NLP
2 Neuwied Hermann Joseph Bender Zentrum
3 Koblenz, St. Goar Georg Wellstein Zentrum
4 Kreuznach, Simmern Ludwig von Cuny NLP
5 Mayen, Ahrweiler Romanus Braubach Zentrum
6 Adenau, Cochem, Zell Andreas von Grand-Ry Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Trier
1 Daun, Bitburg, Prüm Wilhelm Broekmann Zentrum
2 Wittlich, Bernkastel Christian Dieden Zentrum
3 Trier Victor Rintelen Zentrum
4 Saarlouis, Merzig, Saarburg Hermann Roeren Zentrum
5 Saarbrücken Heinrich Boltz NLP
6 Ottweiler, St. Wendel, Meisenheim Carl Ferdinand von Stumm-Halberg DRP
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Aachen
1 Schleiden, Malmedy, Montjoie Franz von Arenberg Zentrum
2 Eupen, Aachen-Land Adam Bock Zentrum
3 Aachen-Stadt Theodor Mooren Zentrum
4 Düren, Jülich Alfred von Hompesch Zentrum
5 Geilenkirchen, Heinsberg, Erkelenz Franz Hitze Zentrum
Hohenzollernsche Lande – Regierungsbezirk Sigmaringen
1 Sigmaringen, Hechingen Lambert Bumiller Zentrum

Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Bayern
Oberbayern
1 München I (Altstadt, Lehel, Maxvorstadt) Georg Birk SPD
2 München II (Isarvorstadt, Ludwigsvorstadt, Au, Haidhausen, Giesing), München-Land, Starnberg, Wolfratshausen Georg von Vollmar SPD
3 Aichach, Friedberg, Dachau, Schrobenhausen Jakob Bäurle Zentrum
4 Ingolstadt, Freising, Pfaffenhofen Josef Aichbichler Zentrum
5 Wasserburg, Erding, Mühldorf Christian Harl Zentrum
6 Weilheim, Werdenfels, Bruck, Landsberg, Schongau Franz Weber Zentrum
7 Rosenheim, Ebersberg, Miesbach, Tölz Joseph Steininger Zentrum
8 Traunstein, Laufen, Berchtesgaden, Altötting Anton Lehemeir Zentrum
Niederbayern
1 Landshut, Dingolfing, Vilsbiburg Michael Mayer Zentrum
2 Straubing, Bogen, Landau, Vilshofen Josef Bruckmaier BB
3 Passau, Wegscheid, Wolfstein, Grafenau Franz Seraph Pichler Zentrum
4 Pfarrkirchen, Eggenfelden, Griesbach Benedikt Bachmeier BB
5 Deggendorf, Regen, Viechtach, Kötzting Franz Xaver Leonhard Zentrum
6 Kelheim, Rottenburg, Mallersdorf Johann Baptist Sigl BB
Pfalz
1 Speyer, Ludwigshafen am Rhein, Frankenthal Carl Clemm NLP
2 Landau, Neustadt an der Haardt Albert Bürklin NLP
3 Germersheim, Bergzabern Theodor Brünings NLP
4 Zweibrücken, Pirmasens Eduard Adt NLP
5 Homburg, Kusel Heinrich von Marquardsen NLP
6 Kaiserslautern, Kirchheimbolanden Ulrich Brunck NLP
Oberpfalz
1 Regensburg, Burglengenfeld, Stadtamhof Karl Ritter von Lama Zentrum
2 Amberg, Nabburg, Sulzbach, Eschenbach Franz Xaver Lerno Zentrum
3 Neumarkt, Velburg, Hemau Johann Lerzer Zentrum
4 Neunburg, Waldmünchen, Cham, Roding Josef Witzlsperger Zentrum
5 Neustadt a. d. Waldnaab, Vohenstrauß, Tirschenreuth Johann Lehner Zentrum
Oberfranken
1 Hof, Naila, Rehau, Münchberg Walther Münch-Ferber NLP
2 Bayreuth, Wunsiedel, Berneck Julius Bayerlein NLP
3 Forchheim, Kulmbach, Pegnitz, Ebermannstadt Friedrich Pezold Zentrum
4 Kronach, Staffelstein, Lichtenfels, Stadtsteinach, Teuschnitz Johann Stöcker Zentrum
5 Bamberg, Höchstadt Johannes Wenzel Zentrum
Mittelfranken
1 Nürnberg Karl Grillenberger SPD
2 Erlangen, Fürth, Hersbruck Konrad Eduard Weiß FVp
3 Ansbach, Schwabach, Heilsbronn Adolf Kröber DtVP
4 Eichstätt, Beilngries, Weissenburg Franz Schaedler Zentrum
5 Dinkelsbühl, Gunzenhausen, Feuchtwangen Friedrich Lutz DKP
6 Rothenburg ob der Tauber, Neustadt an der Aisch Leonhard Hilpert BB
Unterfranken
1 Aschaffenburg, Alzenau, Obernburg, Miltenberg Adam Haus Zentrum
2 Kitzingen, Gerolzhofen, Ochsenfurt, Volkach Johann Eck Zentrum
3 Lohr, Karlstadt, Hammelburg, Marktheidenfeld, Gemünden Franz Joseph Keßler Zentrum
4 Neustadt an der Saale, Brückenau, Mellrichstadt, Königshofen, Kissingen Josef Moritz Zentrum
5 Schweinfurt, Haßfurt, Ebern Franz Burger Zentrum
6 Würzburg Peter Neckermann Zentrum
Schwaben
1 Augsburg, Wertingen Michael Deuringer Zentrum
2 Donauwörth, Nördlingen, Neuburg Michael Wildegger Zentrum
3 Dillingen, Günzburg, Zusmarshausen Martin Zott Zentrum
4 Illertissen, Neu-Ulm, Memmingen, Krumbach Magnus Anton Reindl Zentrum
5 Kaufbeuren, Mindelheim, Oberdorf, Füssen Ludwig Schöpf Zentrum
6 Immenstadt, Sonthofen, Kempten (Allgäu), Lindau Alois Schmid Zentrum

Sachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Sachsen
1 Zittau Louis Heinrich Buddeberg FVp
2 Löbau Hermann Herzog FVp
3 Bautzen, Kamenz, Bischofswerda Heinrich Gräfe Antisemiten (Ref)
4 Dresden rechts der Elbe, Radeberg, Radeburg Friedrich Alfred Klemm Antisemiten (Ref)
5 Dresden links der Elbe Oswald Zimmermann Antisemiten (Ref)
6 Dresden-Land links der Elbe, Dippoldiswalde Felix Oskar Hänichen Antisemiten (Ref)
7 Meißen, Großenhain, Riesa Heinrich Lieber Antisemiten (Ref)
8 Pirna, Sebnitz Carl Friedrich Lotze Antisemiten (Ref)
9 Freiberg, Hainichen Kurt Merbach DRP
10 Döbeln, Nossen, Leisnig Bernhard Sachsse DKP
11 Oschatz, Wurzen, Grimma Friedrich Wilhelm Hauffe DKP
12 Leipzig-Stadt Ernst Hasse NLP
13 Leipzig-Land, Taucha, Markranstädt, Zwenkau Friedrich Geyer SPD
14 Borna, Geithain, Rochlitz Arnold Woldemar von Frege-Weltzien DKP
15 Mittweida, Frankenberg, Augustusburg Albert Schmidt SPD
16 Chemnitz Max Schippel SPD
17 Glauchau, Meerane, Hohenstein-Ernstthal Ignaz Auer SPD
18 Zwickau, Crimmitschau, Werdau Karl Wilhelm Stolle SPD
19 Stollberg, Schneeberg Julius Seifert SPD
20 Marienberg, Zschopau Gottfried von Herder DKP
21 Annaberg, Schwarzenberg, Johanngeorgenstadt Carl Böhme NLP
22 Auerbach, Reichenbach Franz Hofmann SPD
23 Plauen, Oelsnitz, Klingenthal Maximilian von Polenz DKP

Württemberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Württemberg
1 Stuttgart Gustav Siegle NLP
2 Cannstatt, Ludwigsburg, Marbach, Waiblingen Ferdinand Schnaidt DtVP
3 Heilbronn, Besigheim, Brackenheim, Neckarsulm Martin Haag DtVP
4 Böblingen, Vaihingen, Leonberg, Maulbronn Friedrich Kercher DtVP
5 Esslingen, Nürtingen, Kirchheim, Urach Georg Ehni DtVP
6 Reutlingen, Tübingen, Rottenburg Friedrich von Payer DtVP
7 Nagold, Calw, Neuenbürg, Herrenberg Wilhelm von Gültlingen DRP
8 Freudenstadt, Horb, Oberndorf, Sulz Julius Oskar Galler DtVP
9 Balingen, Rottweil, Spaichingen, Tuttlingen Conrad Haußmann DtVP
10 Gmünd, Göppingen, Welzheim, Schorndorf Wilhelm Speiser DtVP
11 Hall, Backnang, Öhringen, Weinsberg Friedrich Hartmann DtVP
12 Gerabronn, Crailsheim, Mergentheim, Künzelsau Georg Pflüger DtVP
13 Aalen, Gaildorf, Neresheim, Ellwangen Joseph Wengert Zentrum
14 Ulm, Heidenheim, Geislingen Nikolaus Bantleon NLP
15 Ehingen, Blaubeuren, Laupheim, Münsingen Adolf Gröber Zentrum
16 Biberach, Leutkirch, Waldsee, Wangen Gebhard Braun Zentrum
17 Ravensburg, Tettnang, Saulgau, Riedlingen Alfred Rembold Zentrum

Baden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großherzogtum Baden
1 Konstanz, Überlingen, Stockach Friedrich Hug Zentrum
2 Donaueschingen, Villingen Hermann von Hornstein DKP
3 Waldshut, Säckingen, Neustadt im Schwarzwald Joseph Schuler Zentrum
4 Lörrach, Müllheim Ernst Blankenhorn NLP
5 Freiburg, Emmendingen Ludwig Marbe Zentrum
6 Lahr, Wolfach Friedrich Schaettgen Zentrum
7 Offenburg, Kehl Maximilian Wilhelm Reichert Zentrum
8 Rastatt, Bühl, Baden-Baden Franz Xaver Lender Zentrum
9 Pforzheim, Ettlingen Georg Frank NLP
10 Karlsruhe, Bruchsal Markus Pflüger FVp
11 Mannheim Ernst Bassermann NLP
12 Heidelberg, Mosbach Carl Emil Weber NLP
13 Bretten, Sinsheim Wilhelm von Douglas DKP
14 Tauberbischofsheim, Buchen Rudolf von Buol-Berenberg Zentrum

Hessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großherzogtum Hessen
1 Gießen, Grünberg, Nidda Philipp Köhler Antisemiten (Ref)
2 Friedberg, Büdingen, Vilbel Waldemar von Oriola NLP
3 Lauterbach, Alsfeld, Schotten Oswald Zimmermann Antisemiten (Ref)
4 Darmstadt, Groß-Gerau Arthur Osann NLP
5 Offenbach, Dieburg Carl Ulrich SPD
6 Erbach, Bensheim, Lindenfels, Neustadt im Odenwald Otto Hirschel Antisemiten (Ref)
7 Worms, Heppenheim, Wimpfen Cornelius von Heyl zu Herrnsheim NLP
8 Bingen, Alzey Albert Traeger FVp
9 Mainz, Oppenheim Franz Jöst SPD

Kleinstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin
1 Hagenow, Grevesmühlen Meno Rettich DKP
2 Schwerin, Wismar Gustav von Viereck DKP
3 Parchim, Ludwigslust Hermann Pachnicke FVp
4 Waren, Malchin Wilhelm von Maltzan-Wartenberg DKP
5 Rostock, Doberan Gerhard von Buchka DKP
6 Güstrow, Ribnitz Wilhelm von Schlieffen DKP
Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach
1 Weimar, Apolda Gottfried Kalmring DRP
2 Eisenach, Dermbach Wilhelm Casselmann FVp
3 Jena, Neustadt an der Orla Richard Walter NLP
Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz
1 Neustrelitz, Neubrandenburg, Schönberg Rudolf Nauck DKP
Großherzogtum Oldenburg
1 Oldenburg, Eutin, Birkenfeld Ludwig Enneccerus NLP
2 Jever, Brake, Westerstede, Varel, Elsfleth, Landwürden Albert Traeger FVp
3 Vechta, Delmenhorst, Cloppenburg, Wildeshausen, Berne, Friesoythe Ferdinand Heribert von Galen Zentrum
Herzogtum Braunschweig
1 Braunschweig, Blankenburg Wilhelm Blos SPD
2 Helmstedt, Wolfenbüttel Albert Schwerdtfeger NLP
3 Holzminden, Gandersheim Hugo Krüger NLP
Herzogtum Sachsen-Meiningen
1 Meiningen, Hildburghausen Hermann Paasche NLP
2 Sonneberg, Saalfeld Hermann Reißhaus SPD
Herzogtum Sachsen-Altenburg
1 Altenburg, Roda Iwan Baumbach DRP
Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha
1 Coburg Hermann Beckh FVp
2 Gotha Wilhelm Bock SPD
Herzogtum Anhalt
1 Dessau, Zerbst Richard Roesicke unbestimmt liberal
2 Bernburg, Köthen, Ballenstedt Robert Friedberg NLP
Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt
1 Königsee, Frankenhausen Friedrich Lüttich FVg
Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen
1 Sondershausen, Arnstadt, Gehren, Ebeleben Theodor Pieschel NLP
Fürstentum Waldeck-Pyrmont
1 Waldeck, Pyrmont Friedrich Boettcher NLP
Fürstentum Reuß älterer Linie
1 Greiz, Burgk Karl Hermann Förster SPD
Fürstentum Reuß jüngerer Linie
1 Gera, Schleiz Emanuel Wurm SPD
Fürstentum Schaumburg-Lippe
1 Bückeburg, Stadthagen Georg Langerfeldt FVg
Fürstentum Lippe
1 Detmold, Lemgo August Riekehof-Böhmer DKP
Hansestadt Lübeck
1 Lübeck Heinrich Görtz FVg
Freie Hansestadt Bremen
1 Bremen, Bremerhaven Hermann Frese FVg
Freie und Hansestadt Hamburg
1 Neustadt, St. Pauli August Bebel SPD
2 Altstadt, St. Georg, Hammerbrook Johann Heinrich Wilhelm Dietz SPD
3 Vororte und Landherrenschaften Wilhelm Metzger SPD

Elsaß-Lothringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die parteipolitische Zuordnung der Abgeordneten folgt den Ausführungen von Hermann Hiery[2] sowie C.-W. Reibel.

Reichsland Elsaß-Lothringen
1 Altkirch, Thann Landolin Winterer Individualkandidat d. polit. Katholizismus
2 Mülhausen Fernand Bueb SPD
3 Kolmar Jacques Preiß E.-L. Protestpartei
4 Gebweiler Joseph Guerber Individualkandidat d. polit. Katholizismus
5 Rappoltsweiler Ignatius Simonis Individualkandidat d. polit. Katholizismus
6 Schlettstadt Otto Pöhlmann DKP
7 Molsheim, Erstein Hugo Zorn von Bulach DKP
8 Straßburg-Stadt August Bebel SPD
9 Straßburg-Land August Bostetter NLP
10 Hagenau, Weißenburg Alexander zu Hohenlohe-Schillingsfürst DKP
11 Zabern Johannes Hoeffel DRP
12 Saargemünd, Forbach Jean Colbus Individualkandidat d. polit. Katholizismus
13 Bolchen, Diedenhofen Julius Joseph Neumann Individualkandidat d. polit. Katholizismus
14 Metz Marie Bernhard Haas Individualkandidat d. polit. Katholizismus
15 Saarburg, Château-Salins Peter Küchly Individualkandidat d. polit. Katholizismus

Die Fraktionen des 9. Reichstags[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 9. Reichstag schlossen sich mehrere Abgeordnete nicht der Fraktion ihrer eigentlichen Partei an und blieben zum Teil fraktionslos. Vier DHP-Abgeordnete traten der Zentrumsfraktion bei. Da in fünf Fällen Abgeordnete ein Doppelmandat gewonnen hatten, jedoch nur das Mandat für einen Wahlkreis annehmen konnten, umfasste der Reichstag am Beginn der 9. Legislaturperiode nur 392 Mitglieder. Zunächst besaßen die Reichstagsfraktionen die folgende Stärke:[3]

Zentrum 99
Deutschkonservative 68
Nationalliberale 52
Sozialdemokraten 43
Deutsche Reichspartei 27
Freisinnige Volkspartei 22
Polen 19
Freisinnige Vereinigung 13
Deutsche Volkspartei 11
Deutsche Reformpartei 10
Fraktionslose 28

Im weiteren Verlauf der Legislaturperiode änderte sich aufgrund von Nachwahlen und Fraktionswechseln mehrfach die Stärke der einzelnen Fraktionen.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl-Wilhelm Reibel: Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Droste Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ab Kaiserliches Statistisches Amt (Hrsg.): Vierteljahreshefte zur Statistik des Deutschen Reichs, Zweiter Jahrgang, Heft 4. Berlin 1893.
  2. Hermann Hiery: Reichstagswahlen im Reichsland. Ein Beitrag zur Landesgeschichte von Elsaß-Lothringen und zur Wahlgeschichte des Deutschen Reiches 1871–1918. Droste Verlag Düsseldorf. 1986, S. 446–448 ff Tabelle 50: Politische Gruppierungen und Parteien in Elsaß-Lothringen und S. 449 ff: Anhang: Biographisches Verzeichnis der im Reichsland Elsaß-Lothringen gewählten Abgeordneten des Deutschen Reichstages 1874–1918. ISBN 3770051327.
  3. Reichstagshandbuch 1893. Münchener Digitalisierungszentrum, S. 266, abgerufen am 20. November 2009 (pdf).
  4. Reichstagshandbuch 1893, Nachtragsband 1896. Münchener Digitalisierungszentrum, abgerufen am 20. November 2009 (pdf).
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