Reuschenberg (Adelsgeschlecht)

Stammwappen der Familie von Reuschenberg

von Reuschenberg (Ruischenberg oder Rauschenberg) war der Familienname eines rheinländischen Landadelsgeschlechts, welches seinen Stammsitz ursprünglich bei Elsdorf auf Burg Reuschenberg hatte. Die Herren von Reuschenberg etablierten sich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Seitenlinie derer von Esch und gründeten ihrerseits mehrere Nebenlinien. Im Einklang mit der Tradition der bisherigen genealogischen Forschung wird die Linie von und zu Reuschenberg nicht als Seiten-, sondern als Hauptlinie bezeichnet. Ab dem 15. Jahrhundert gehörte das Geschlecht zu den führenden landadeligen Familien des Herzogtums Jülich.

Die Herren von Reuschenberg, welche ursprünglich aus dem Bereich von Elsdorf stammen, sind laut dem Genealogen Ernst von Oidtman nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Familie mit Stammsitz auf Burg Reuschenberg an der Wupper.[1] Die von ihm verwendeten Quellen sind allerdings nicht bekannt, daher konnte diese These bislang noch nicht belegt werden.

Namenskunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Setterich
Rurich
Eicks
Selikum
Overbach
Reuschenberg
Luppenau
Ehemalige Stammsitze im Regierungsbezirk Köln

Der erster Herr von Burg Reuschenberg war ein Ritter aus der Familie von Esch. Wahrscheinlich nannte sich bereits dieser auch nach seinem neuen Stammsitz. Spätestens Anfang des 14. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem ursprünglichen Beinamen ein Familienname. Die Schreibweise Reuschenberg entwickelte sich erst ab dem 17. Jahrhundert, zuvor dominierten zahlreiche Varianten der Schreibweise Ruischenberg. Es handelt sich hierbei um eine Komposition von „Reuschen“ und dem Grundwort „-berg“. Reuschen ist eine Weiterentwicklung der früheren Schreibweise Rusen oder Ruischen und lässt sich vermutlich auf das niederdeutsche Wort „Rusch“ (= Binsen) zurückführen.[2] Für diese Deutung würde die Anlage der Wasserburg in einer ehemals feuchten Senke sprechen. Morphologisch war diese Senke aufgrund des sehr flachen Reliefs kaum wahrnehmbar und fiel vermutlich eher durch den für einen feuchten Standort typischen Binsenbestand auf.[3] Der Begriff „-berg“ erschließt sich für die Namensgebung nicht unmittelbar, da die Festungsanlage nicht in Berglage errichtet wurde. Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Namensübertragung, da die Festung ursprünglich als Motte errichtet wurde, deren zentrales Element ein Gebäude auf einem künstlichen Hügel (= Berg) war. Im deutschsprachigen Raum lassen sich weitere Wasserburgen mit einer vergleichbaren Wortzusammensetzung nachweisen (siehe auch Burg Warberg oder Burg Wellberg). Die Begriffe „Berg“ und „Burg“ wurden früher auch synonym verwendet. So lässt sich beispielsweise für die ehemalige Burg Neuerburg bei Rosellen belegen, dass diese im 18. Jahrhundert auch „Neuenberg“ genannt wurde.[4]Etymologisch entwickelten sich beide Begriffe offenbar aus derselben sprachlichen Wurzel.[5]

Entsprechend der Zugehörigkeit zu einer der Linien wurde der Familiennamen oft mit einem Namenszusatz versehen. Diese Ergänzungen beziehen sich meist auf das jeweilige Stammhaus, wie beispielsweise zu Setterich oder zu Selikum.[Anmerkung 1]

Über Generationen verwendete Vornamen innerhalb einer Familie werden als Leitnamen bezeichnet. Neben dem damals allgemein recht häufigen Vornamen Johannes (Johann) lassen sich die Leitnamen Konrad (Cuno), Wilhelm und Heinrich nachweisen.

Geschichte und Genealogie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammbaum der Familie Reuschenberg (vor 1450)

Erstmals erwähnt wurde die von Reuschenberg im Jahr 1278 mit Cuno de Rusenberg. Dieser entstammte der Familie von Esch, deren Stammsitz sich im Bereich der heutigen Stadt Elsdorf befand. Bereits 1248 lässt sich mit Udo von Esch erstmals ein Ritter dieser Sippe nachweisen.[6] Dieser Ritter wurde neben Heinrich von Desdorf und Johann von Reifferscheid als Zeuge erwähnt, was eine sichere Zuordnung zu der Familie von Esch möglich macht. Möglicherweise war er der erste Burgherr der Burg Reuschenberg. Bis Ende des 14. Jahrhunderts ist bislang vergleichsweise wenig über die Herren von Reuschenberg bekannt. Zu dieser Zeit war die Burg Reuschenberg bereits verfallen, und über den damaligen Rittersitz der Herren von Reuschenberg zu Reuschenberg ist nichts bekannt.

Mit Beginn des 15. Jahrhunderts werden die Herren von Reuschenberg historisch konkreter greifbar. Cuno von Reuschenberg, Sohn von Gerard, und seine Frau Nesa von Setterich begründeten mit ihren Kindern nach 1360 die erste Seitenlinie des Geschlechts.[Anmerkung 2]

Bis Mitte des 16. Jahrhunderts bildeten sich durch Heirat und Erbschaft weitere Seitenlinien aus:

Die Zeit bis zum Ewigen Landfrieden im Jahre 1495 war geprägt von Fehden. Dabei zeugen die überlieferten Streitigkeiten mit der Reichsstadt Köln von einem ausgeprägten Selbstbewusstsein der Herren von Reuschenberg. Nach der Verkündung des Landfriedens lassen sich zumindest für dieses Geschlecht keine weiteren Fehden nachweisen.

Die Familien aus dem Hause Reuschenberg waren offenbar bis Ende des 16. Jahrhunderts finanziell gut aufgestellt, denn zu ihren Gläubigern zählten auch die Herzöge von Jülich. Johann von und zu Reuschenberg lieh beispielsweise im Jahr 1499 dem Herzog Wilhelm IV. eine größere Summe. Dieser überschrieb ihm im Gegenzug als Pfand das Dorf Grouven.[7]

Ab dem frühen 16. Jahrhundert bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts besetzten die Herren von Reuschenberg aus den Linien zu Setterich, zu Selikum und zu Overbach wichtige Positionen innerhalb des Deutschen Ordens. Gemeinsam mit verwandten Ordensrittern, wie dem Landkomtur Caspar Christian von Neuhoff, sowie dem Komtur Wilhelm von Neuhoff, bildeten sie ein Netzwerk verwandtschaftlicher Beziehungen, insbesondere innerhalb der Ballei Alden Biesen. Der katholische Landkomtur Johann Heinrich von Reuschenberg aus dem Hause Setterich setzt sich ganz im Sinne der Gegenreformation für eine bessere Bildung innerhalb des Ordens ein und restrukturierte diesen innerhalb seines Herrschaftsbereiches.[8]

Entwicklung der Haupt- und Seitenlinien

Der Einfluss der Familie innerhalb des Herzogtums Jülich erreichte einen Höhepunkt Ende des 16. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit lag die Regierungsgewalt praktisch in den Händen der katholischen Räte, da der Herzog Johann Wilhelm III. durch seine psychischen Erkrankungen stark geschwächt war. Seine Ehefrau Jakobe von Baden wollte die Staatsgeschäfte im Namen ihres Mannes führen und stellte sich damit gegen die Interessen der katholischen Räte. Diese waren offenbar nicht gewillt die Gewalt über die Regierungsgeschäfte wieder abzugeben und verweigerten sich den Anweisungen der Herzogin.[9]Der katholische Hofmarschall Johann von Reuschenberg zu Setterich unterstützte ab 1585 den „schwermütig“ gewordenen Herzog. Als dessen ehemaliger Erzieher gehörte er zweifellos zu den engsten Vertrauten von Johann Wilhelm III. Ob und wieweit er den Komplott der katholischen Räte unterstützte, konnte bislang nicht geklärt werden. Nachweisbar ist hingegen die Präsenz von weiteren Mitgliedern der Reuschenberg’schen Sippe am herzoglichen Hof. So nahm der gleichnamige Johann von Reuschenberg zu Reuschenberg als Hofmeister ebenfalls eine zentrale Position am Hof ein. Angeführt wurde der Widerstand von der Schwägerin Jacobes, der Herzogin Sybille von Burgau. Diese klagte Jacobe im Jahr 1595 an, weil diese sich einem Liebhaber zugewendet hat. Als Zeugen berief sie den Oberstleutnant Johann von Reuschenberg zu Overbach, welcher für diesen Zweck nach Düsseldorf zurückbeordert wurde. Er war bereits mit seinem Regiment „Schwarzenberg“ auf dem Weg nach Ungarn (→ Langer Türkenkrieg).[10] Im September 1597 verstarb Jacobe unter ungeklärten Umständen. In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass zu dieser Zeit Anna von Reuschenberg und ihre Schwester Margarethe Staatsjungfrauen der Herzogin Sybille waren.[11]

1639 wurden die Brüder Johannes Ernst und Heinrich Friedrich von Reuschenberg zu Setterich für ihre Verdienste vom Kaiser Ferdinand III. in den Reichsfreiherrenstand erhoben.[12] Die Standeserhebung galt ebenfalls für deren Geschwister und Nachkommen, allerdings nicht für die anderen Linien des Geschlechts. Nichtsdestotrotz übernahmen alle anderen Linien den Titel Freiherr oder Freifrau – nur die entsprechende „Wappenverbesserung“, das freiherrliche Wappen, blieb den Herren zu Setterich vorbehalten.

Vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts starb mit dem letzten männlichen Nachkommen der Seitenlinie zu Selikum das Adelsgeschlecht von Reuschenberg aus.

Reuschenberg zu Reuschenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Reuschenberg (ältere Linie)
  1. Gerard von Reuschenberg ∞ N.N.[13]
    1. Cuno von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Setterich)
    2. Johann von Reuschenberg ∞ N.N.[14]
      1. Johann von Reuschenberg [15]
Stammliste von Reuschenberg zu Reuschenberg (jüngere Linie)
  1. Konrad von Reuschenberg ∞ Gertrud von Wailhuysen [16]
    1. Johann von Reuschenberg ∞ 1. Aleid Hurt von Schöneck [17], 2. ∞ Elisabeth Vels von Wevelinghoven [17]
      1. Conrad von Reuschenberg [17]
      2. Otto von Reuschenberg [18]
      3. Stephan von Reuschenberg [18]
      4. Wilhelm von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Selikum)
      5. Johann Wilhelm von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Luppenau)
      6. Hillaria von Reuschenberg ∞ Herman von Bemmelsberg gen. Hoinstein [18][19]
      7. Jakob von Reuschenberg ∞ Agnes von Eynatten [17]
        1. Elisabeth von Reuschenberg ∞ Godart von Harff zu Harff [17]
        2. Jacob von Reuschenberg [17]
        3. Franz von Reuschenberg ∞ Hermana von Steprath zu Höngen und Erp [17]
          1. Johann von Reuschenberg ∞ Agnes von Bremt zu Vlassrath[17]
          2. Anna von Reuschenberg ∞ Johann Carl Josef Freiherr Kolff von Vettelhoven zu Hausen [17]
          3. Margarethe von Reuschenberg ∞ Jobst von Werminghausen [20]
          4. Agnes von Reuschenberg ∞ Ludbert von Wendt zu Holtfeldt [18]
          5. Maria Sophia von Reuschenberg ∞ Heinrich Spies von Büllesheim zu Bubenheim [18]
          6. Elisabeth Maria von Reuschenberg [17]
          7. Heinrich von Reuschenberg [17]
13. Jahrhundert

Archäologische Untersuchungen belegen, dass die Burg Reuschenberg nach ihrer Erbauung um 1250 nur relativ kurz bewohnt war. Die Gebäude verfielen anschließend und wurden erst im Laufe des 15. Jahrhunderts wieder errichtet.[21] Aus welchen Gründen an dieser Stelle eine Festungsanlage errichtet wurde, konnte bislang nicht zufriedenstellend geklärt werden. Möglicherweise sollte der Schutz der Handelsstraße Köln–Aachen verbessert werden, welche ungefähr einen Kilometer von dieser entfernt verlief.

Erstmals wird 1278 mit Cuno de Rusenberg ein Mitglied der Familie erwähnt. Wahrscheinlich ist er identisch mit dem Vogt zu Esch, welcher 1287 als „Ritter C.“ erwähnt wurde. In diesem Jahr verpachtete Abt Godfried vom Kloster Pantaleon den Hof Esch dem zuvor erwähnten Ritter und seiner Frau.[22] Es gibt Hinweise, dass im Rheinland Vögte für die Hohe Gerichtbarkeit zuständig waren und somit Todesurteile fällen konnten.[23] Sollte das ebenfalls für die Herren von Reuschenberg zutreffen, wäre die Deutung ihrer Wappensymbole (Raben und Querbalken) als Zeichen der Hohen Gerichtsbarkeit wahrscheinlich (→ Wappen).

Entwicklung der Linie zu Reuschenberg
14. Jahrhundert

Um 1314 lässt sich Wolter von Esch gnt. Reuschenberg als Schultheiß zu Esch nachweisen.[24] Den klösterlichen Fronhof zu Esch erbte nach seinem Tod sein ältester Sohn Theoderich Runhard von Esch. Dessen Bruder Gerard von Reuschenberg versuchte 1337 vergeblich ihm das Erbe streitig zu machen.[13] Gerard kann insofern als Begründer der Linie zu Reuschenberg gelten, als dass er als erster mit dem Reuschenberg’schen Stammwappen ohne die Darstellung einer Lilie im Querbalken siegelte (→ von Esch). Gerard hatte wahrscheinlich mindestens zwei Söhne: Johann und der nachgeborene Cuno von Reuschenberg.

15. Jahrhundert

Johann, Sohn von Johann, wurde 1412 als Knappe und Burgmann zu Bergheim erwähnt.[15] Die Hauptlinie zu Reuschenberg endete mit seinem Tod vor 1435. Dessen Erbe ging zunächst an seinen gleichnamigen Verwandten Johann von Reuschenberg zu Setterich, welcher seinerseits vor 1436 verstarb. Wiederum dessen Sohn Conrad erbte die Güter zu Reuschenberg und begründete so erneut eine Linie zu Reuschenberg. Die Hauptlinie lässt sich folglich in eine ältere Linie und eine jüngere Linie unterteilen. Diese Unterteilung ist zu unterscheiden von der seit dem 17. Jahrhundert in vielen Publikationen erwähnte „jüngeren“ oder „älteren Linie“. Dessen Definition bezieht sich darauf, dass die Linien zu Reuschenberg und zu Setterich bereits vor 1400 unabhängig voneinander entwickelten.[14] Nicht berücksichtig wurde bei dieser These allerdings, dass sich die Adelssitze Reuschenberg und Setterich zeitweise im Besitz von einer Person (namentlich Johann von Reuschenberg zu Setterich) befanden.

Johann, Sohn von Conrad, war einer der Erben seines Onkels Harper von Reuschenberg. Von diesem erbte er 1482 die Burg Laufenburg (Louvenberg), beziehungsweise wurde damit belehnt. Harper selbst wurde 1469 erstmals als Herr zu Louvenberg erwähnt.[25] Die weiteren Besitzverhältnisse der Höhenburg bei Langerwehe konnten bislang nicht geklärt werden. Vermutlich blieb der Rittersitz für einige Generationen im Besitz der Herren zu Reuschenberg. Erst 1560 wurde mit Johann von Reuschenberg zu Luppenau wieder ein Herr von Louvenberg erwähnt (→ Reuschenberg zu Luppenau).

16. Jahrhundert

Die Brüder Conrad und Otto von Reuschenberg, beides Söhne von Johann, fielen 1552 während der Belagerung von Metz. In dieser kriegerischen Auseinandersetzung versuchte die kaiserlichen Truppen in den Jahren 1552 und 1553 vergeblich die französische Festung zu erobern.[18] 1570 wurde deren Neffe Franz von Reuschenberg, Sohn von Jacob, mit dem Burghof zu Erb belehnt.[17]

Heinrich, Sohn von Franz von Reuschenberg, war Oberstleutnant im Regiment von Oberst la Barotte unter der Führung von Moritz von Oranien. Er fiel in der Schlacht bei Turnhout (→ Spanisch-Niederländischer Krieg).[26]

17. Jahrhundert

1608 wurde der Burghof mit Haus und Hofgebäuden usw. an den Abt des Klosters von Siegburg verkauft.[27]

Die jüngere Linie zu Reuschenberg endete 1622 mit dem Tod von Johann, Sohn von Franz. Die Burg Reuschenberg ging als Teil des Erbes in den Besitz seiner Töchter, beziehungsweise deren Ehemänner über. Nach Erbstreitigkeiten übernahm 1635 Dietrich von Zweibrüggen den ehemaligen Stammsitz und verkaufte diesen einige Jahre später an die Familie von Hanxler.[28] 1670 überlässt der schwer kranke Hermann von Hanxler die Burg Reuschenberg seinem Halbbruder Jobst Edmund von Reuschenberg zu Setterich.[29]

Reuschenberg zu Setterich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Setterich
  1. Konrad (Cuno) von Reuschenberg ∞ Agnes (Nesa) von Setterich [30]
    1. Adelheid (Aleid) von Reuschenberg [31]
    2. Annegret (Grietgin) von Reuschenberg [31]
    3. Johann von Reuschenberg ∞ Catharina von Heinsberg [32][Anmerkung 3]
      1. Elisabeth von Reuschenberg ∞ Dietrich von Betgenhausen zu Betgenhausen [33]
      2. Barbara von Reuschenberg ∞ Gerhard von der Linden gnt. van den Eychoultz [34]
      3. Catharina von Reuschenberg [35]
      4. Grietgin von Reuschenberg [35]
      5. Harper von Reuschenberg ∞ Mechtild (Mettel) von der Horst [35]
        1. Christine (Styng) von Reuschenberg [35]
      6. Conrad von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Reuschenberg)
      7. Heinrich von Reuschenberg ∞ 1. Heilwich von Horrich [36], 2. ∞ Gertrud Ketge von Ringsheim [36]
        1. Conrad von Reuschenberg [36]
        2. Heinrich von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Eicks und Rurich)
        3. Johann von Reuschenberg ∞ Maria Margarethe von Grein zu Overbach und Hasenfeld[37]
          1. Maria von Reuschenberg [36]
          2. Katharina von Reuschenberg [36]
          3. Franz von Reuschenberg [37]
          4. Johann Wilhelm von Reuschenberg [37]
          5. Johann Wilhelm von Reuschenberg [36]
          6. Anna von Reuschenberg [36]
          7. Margaretha von Reuschenberg ∞ Johann von Holtorf zu Bollendorf [36]
          8. Katharina von Reuschenberg ∞ Gillis von Eynatten zur Neuerburg [36]
          9. Maria Katharina von Reuschenberg [36]
          10. N.N. von Reuschenberg [36]
          11. Edmund von Reuschenberg ∞ Philippina von Nesselrode zu Holtrop [37]
            1. Gertrud von Reuschenberg [38]
            2. Winand von Reuschenberg [36]
            3. Wilhelm von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Overbach und Rochette)
            4. Maria Agnes von Reuschenberg ∞ Caspar Huyn van Amstenrade zu Hausen [36]
            5. Johann Heinrich von Reuschenberg [37]
            6. Johann von Reuschenberg ∞ 1. Maria von Gülpen [37], ∞ 2. Julante Huyn von Amstenrath zu Rivieren [37]
              1. Catharina von Reuschenberg [37]
              2. Maria von Reuschenberg [37]
              3. Edmund von Reuschenberg ∞ Anna von Schwarzenberg zu Hohenlandsberg [37]
                1. Agnes von Reuschenberg [12]
                2. Claudia von Reuschenberg [12]
                3. Anna Maria von Reuschenberg ∞ 1. Johann Wilhelm von Wittenhorst zu Endt und Holtum [39], 2. ∞ Alexander von Cortenbach [40]
                4. Johannes Ernst von Reuschenberg [41]
                5. Heinrich Friedrich von Reuschenberg [42]
                6. Franz von Reuschenberg [42]
                7. Edmund von Reuschenberg ∞ Anna Maria von Werminghausen [20]
                  1. Anna Margaretha von Reuschenberg ∞ Johann Bernhard von dem Bongart und Rickolt [43]
                  2. Johannes Franz von Reuschenberg [32]
                  3. Philippina Agnes von Reuschenberg ∞ Degenhard von Wolff-Metternich zu Gracht, Rath und Vorst [44]
                  4. Johannes von Reuschenberg [45]
                  5. Jobst Edmund von Reuschenberg ∞ 1. Catharina Maria Antoinette von Virmond [46]
                    1. Johann Severinus von Reuschenberg [45]
                    2. Anna Margaretha Agnes von Reuschenberg [45]
                    3. Maria Odilia Godfrieda von Reuschenberg ∞ 1. Franz Damian Wilhelm von Bourscheid zu Burgbrohl [47], ∞ 2. Ferdinand Waldbott von Bassenheim zu Bornheim und Olbrück [48]
                    4. Anna Maria von Reuschenberg ∞ Leonhard Maximilian Cleuter (bürgerlich) [46]
                    5. Philippa von Reuschenberg [45]
                    6. Olympia von Reuschenberg [45]
                    7. Anna Gertrud Maria von Reuschenberg [32]
                    8. Alexander Ambrosius Johannes von Reuschenberg ∞ Maria Elisabeth Raitz von Frentz zu Kendenich [46]
                      1. Johannes Sigismund Wilhelm von Reuschenberg [32]
                      2. Jobst Edmund Franz Christoph von Reuschenberg ∞ 1. Maria Agnes Odilia Therese von Goltstein zu Breil [32]
                        1. Maria Elisabeth Theresia Alexandra von Reuschenberg ∞ N. N. von Hoen zu Neuchâteau [49]
                      3. Jobst Edmund Franz Christoph von Reuschenberg ∞ 2. Maria Klara Emerentia Sofia von Virmond zu Neersen [50]
                        1. Maria Luise Anna Franziska von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Selikum) [49]
                        2. Maria Theresia Odilia Ambrosia von Reuschenberg ∞ Johann Maximilian Franz von Coudenhove zu Fraiteur und Setterich [49]
                        3. Maria Felicitas Odilia Franziska von Reuschenberg [45]
                        4. Maria Adolphina Theresa Catharina Sophia von Reuschenberg ∞ Franz Karl von Forstmeister zu Gelnhausen [49][45]
                  6. Jobst Edmund von Reuschenberg ∞ 2. Maria Cleuter (bürgerlich) [51]
                    1. Maria Philippine Ernestina von Reuschenberg ∞ 1. Franz Friedrich von Andler [50], 2. ∞ Rudolf Christoph Graf von Witten [50]
14. Jahrhundert

Die Seitenlinie zu Setterich wurde von Cuno von Reuschenberg und dessen Ehefrau Nesa von Setterich vermutlich um 1360 begründet. Nesa brachte nach dem Tod ihres Vaters Johann von Louvenberg Setterich mit in die Ehe. Diese Nebenlinie war nicht nur die älteste, sondern auch die einflussreichste Linie innerhalb der Sippe. Macht und Einfluss des Hauses Setterich lassen sich auf die Tatsache zurückführen, dass Setterich eine jülich’sche Unterherrschaft war. Damit einher ging das Recht der Besitzer an den sogenannten Unterherrentagen teilzunehmen. Das wiederum erhöhte die Chance die Politik des Herzogs beeinflussen zu können, sowie sich attraktive Positionen am Hof oder der Landesherrlichen Verwaltung zu sichern. Mit dem Tod von Johann von Louvenberg wurde dessen Erbe unter seinen zwei Töchtern aufgeteilt. Nesa erhielt das Dorf und die Unterherrschaft Setterich, während Elisabeth Eicks und Louvenberg erhielt. Offenbar verstarb ihre Schwester und deren Ehemann kinderlos, denn Harper von Reuschenberg aus dem Hause Setterich wurde ab Mitte des 15. Jahrhunderts als Herr von Eicks und Louvenberg erwähnt. Weniger bekannt war bislang, dass Cuno und Nesa neben ihrem Sohn Johann auch noch zwei Töchter hatten.[52] Kurz nach dem Sturz der Patrizier im Jahr 1396 (→ Kölner Verbundbrief) erklärte ihr Sohn gemeinsam mit anderen landadeligen Ritter der Reichsstadt Köln die Fehde.[53]

15. Jahrhundert

Knapp vier Jahre nach Beginn der Fehde schloss Johann von Reuschenberg mit den Ratsherren der Stadt Köln einen Waffenstillstand.[54] Um 1432 wurde er von Johann von Pallandt entführt und über längere Zeit gefangen gehalten. Herzog Adolf VII. von Jülich forderte im Jahr 1434 den Herrn von Pallandt zum wiederholten Mal auf den von ihm entführten Reuschenberg wieder frei zu lassen.[55] Wann dieser letztlich wieder frei kam, ist nicht überliefert. Johann verstarb jedoch noch vor 1436 und hinterließ seinem Sohn Heinrich die Unterherrschaft Setterich.

Heinrich von Reuschenberg erbte 1446 die Burg Streversdorp von seinem verstorbenen Schwiegervater Johann von Horrich. Erst 1475 verkaufte er die Festung wieder an seinem Schwager Johann, dem gleichnamigen Sohn seines Schwiegervaters.[56] Spätestens 1469 erklärte er der Reichsstadt Köln die Fehde. Seine Worte an den Boten der Stadt sind schriftlich überliefert und zeugen von einem überraschend robusten Selbstbewusstsein: [57][58]

„Ich heyssche Heynrich Ruysschenberg, Herre zo Setterich, die kerle schryvent sich boyven an, off weren sy eyn hertzogh van Bourgondien ind synt doch wever, schroeder, smede ind schoenmecher ind alreleye luyde ind dartzo duwent sy mich in yren brieven ind trotzent myr mit etlichen worden.“

Offensichtlich war der Unterhändler trotz der schwierigen Ausgangslage erfolgreich, denn Heinrich legte noch im selben Jahr vor dem Rat der Stadt Köln die Urfehde ab.[59] Die Herrschaft Setterich wurde 1470, unabhängig von der Fehde mit der Stadt Köln, im Auftrag des Kölner Erzbischofs Ruprecht angegriffen. Angeblich hatte ein Einwohner Setterichs im Erzbistum einen Raub durchgeführt. Der Erzbischof kündigte Heinrich eine Fehde mit „rouffe, brant ind doitslach“ an.[60]

Johann von Reuschenberg, der älteste Sohn von Heinrich, erbte 1484 von seinem Onkel Harper das freiadelige Haus Eicks und Ländereien.[61] Im Jahr 1500 wurde sein Bruder Heinrich von Reuschenberg als Herr zu Eicks erwähnt, dem späteren Gründer der Seitenlinie zu Eicks und Rurich. Offenbar hat Johann noch vor 1500 ihm die Güter zu Eicks überlassen.[62]

16. Jahrhundert

Maria Grein von Aldenhoven, Ehefrau von Johann, brachte Haus Overbach mit in ihre Ehe ein. Nach einem Vertrag von 1535 erbte offenbar der Artilleriemeister und spätere jülich’sche Rat Johann von Reuschenberg, Sohn von Johann, diesen Adelssitz von seinen Eltern.[37][Anmerkung 4]

Die herausgehobene Stellung des Hauses Setterich unter den jülich’schen Landadel lässt sich dadurch belegen, dass Edmund von Reuschenberg, ebenfalls ein Sohn von Johann, spätestens 1525 zum Vertreter des niederländisch-westfälischen Kreises im Rahmen des Reichsregimentes unter Kaiser Karl V. ernannt wurde.[63] Edmunds Ehefrau Philippina von Nesselrode erbte die Burg Holtrop von ihren Eltern und brachte somit den Rittersitz mit in die Ehe ein. Nach ihrem Tod ging der Rittersitz an ihren Sohn den Erbmarschall Wilhelm von Reuschenberg und damit an die Seitenlinie zu Overbach und Rochette.

Nach dem Ewigen Landfrieden lässt sich zumindest für die Familie von Reuschenberg keine Fehde mehr nachweisen. Sie wurden offenbar ab dem 16. Jahrhundert in erster Linie von überregionalen Konflikten konfrontiert. So wurde 1542/43 die Burg Setterich während des 3. Geldrischen Erbfolgekrieg überfallen und niedergebrannt.[64] Mit der Reformation veränderten sich die politischen Rahmenbedingungen für das Herzogtum Jülich-Berg. Als Mitglied der herzoglichen Gesandtschaft nahm der jülich’sche Rat (Johann) Wilhelm von Reuschenberg im Jahr 1555 am Reichstag zu Augsburg teil und gehörten damit zu den Gründungsvätern des Augsburger Religionsfrieden.[65] Obwohl Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg versuchte sich konfessionell neutral zu verhalten, befand sich das Herzogtum, insbesondere ab Mitte des 16. Jahrhunderts, zunehmend im Spannungsfeld der machtpolitischen Interessen der katholischen Dynastie der Habsburger (Spanische Niederlande und Österreich) einerseits und der protestantischen Fürsten andererseits. Die Ernennung eines Erziehers für den ältesten Sohn Wilhelms V. war insofern eine Angelegenheit auf höchster politischer Ebene. So bat der spanische Gesandte Luis de Requesens im Jahr 1575 den bayrischen Herzog Albrecht V. seinem Schwager Herzog Wilhelm V. dem Marschall Johann von Reuschenberg zu Setterich, Sohn von Edmund, als künftigen Hoffmeister zu empfehlen. Ziel war es dem zukünftigen Erbfolger Wilhelms V. einen katholischen Erzieher zur Seite zu stellen.[66]

Edmund von Reuschenberg, Sohn von Johann, heiratete um 1590 Anna von Schwarzenberg zu Hohenlandsberg. Annas Stiefmutter Margarethe T’Serclaes war die Schwester des katholischen Feldmarschalls Graf von Tilly.[67] Diese verwandtschaftlichen Beziehungen trugen wahrscheinlich mit dazu bei, dass Johannes Ernst, Sohn von Edmund von Reuschenberg und Anna von Schwarzenberg, später als als junger Offizier im Regiment „Geleen“ dienen durfte. Bei diesem Regiment handelt es sich um das ehemalige Eliteregiment „Anholt“. Dieses galt insbesondere in den frühen 1620er Jahren als Kaderschmiede der Bayrischen Armada.[68]

17. Jahrhundert
Setterich
Kendenich
Vienenburg
Saal
Neuerburg
Klusenstein
Ehemalige Adelssitze der Familie Reuschenberg zu Setterich

Edmund von Reuschenberg, ebenfalls ein Sohn von Edmund, kam 1629 durch eine Erbschaft seiner Frau Anna Maria von Werminghausen in den Besitz von Burg Klusenstein bei Hemer. Anna Marias Mutter war Margarethe von Reuschenberg zu Reuschenberg, eine Tochter von Franz.[20]

Die Brüder Johannes Ernst und Heinrich Friedrich von Reuschenberg zu Setterich, beides Söhne von Edmund und seiner Frau Anna, wurden 1639 für ihre Verdienste während des Dreißigjährigen Krieges vom Kaiser Ferdinand  III. in den Reichsfreiherrenstand erhoben. 1648 übernahm für kurze Zeit der Feldmarschall Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg als stellvertretender kaiserlicher Generalfeldmarschall das Oberkommando über die vereinigte kaiserlich-bayerische Armee.[69] Für seine Verdienste für das Hildesheimer Stift wurde ihm im Jahr darauf das Amt Vienenburg bei Goslar, übertragen.[70]

Hermann Adrian Theodor von Hanxler verkauft 1670 seinem Halbbruder Jobst Edmund von Reuschenberg, Sohn von Edmund, die Burg und Güter zu Reuschenberg, welche bis zum Erlöschen dieser Linie Mitte des 18. Jahrhunderts in deren Besitz blieb.[29] Jobst Edmund berichtete im Jahr 1684, dass jülich’sche Soldaten das Haus Setterich überfallen haben.[71] In welchem Zusammenhang dieser Überfall stand, ist bislang noch unklar.

Alexander Ambrosius Johannes Freiherr von Reuschenberg, Sohn von Jobst Edmund, heiratete 1671 Maria Elisabeth Freiin Raitz von Frentz. Diese brachte als Erbin der Burg Neuerburg bei Neuss- Rosellen den Rittersitz mit in die Ehe ein.[72]

1691 erbte Johann Sigismund Wilhelm Freiherr von Reuschenberg, Sohn von Alexander Ambrosius, von seiner Tante Amalie Agatha von der Leyen geb. von Frentz das Haus Saal südwestlich von Lückerath. Nach 1745 wurde das Haus an den kölnischen Bürgermeister Melchior Rutger von Kerich verkauft.[73] Ein Jahr später übernahmen Johann Sigismund Wilhelm und dessen Bruder Jost Edmund mit der Burg und Herrlichkeit von Kendenich in Hürth-Kenedich einen weiteren Erbteil ihrer Tante.[74]

Burg Klusenstein wurde schließlich 1694 an den Hildesheimer Domkapitular Jobst Edmund Freiherr von Brabeck weiterverkauft.[75]

18. Jahrhundert

Spätestens mit Beginn des 18. Jahrhunderts standen die Schulden der Familie in keinem ausgeglichenen Verhältnis zu den Einnahmen mehr. Insbesondere der katholische Domherr zu Trier und Hildesheim Johann Sigismund Wilhelm Freiherr von Reuschenberg gab sprichwörtlich ein Vermögen für seine langjährigen Reisen durch Europa, sowie den Ankauf von zum Teil seltenen Büchern aus.[76] Er setzte sich später in einer Reihe von Briefen mit dem Philosophen Leibniz über konfessionelle Differenzen auseinander.[77] Offenbar schätzte der protestantische Gelehrte den streitbaren Domherren, denn er schrieb 1702, dass der Freiherr von Reuschenberg zum großen Verlust für das öffentliche Wohl von einem frühen Tod hinweggerafft wurde.[78] Das der Freiherr zu einer strikten Haltung neigte, zeigte sich bereits in seinem Buch „Abbrege De Devoir D’Un Jeune Cavalier Voyageur“ aus dem Jahr 1698. In diesem plädierte er nachdrücklich für eine klare Abgrenzung und Distanz zu den niederen Ständen.[79]

Die uneheliche geborene Maria Philippine Ernestina Freiin von Reuschenberg zu Setterich, Tochter von Jobst Edmund, wurde 1717 in den Sternkreuzorden für hochadelige Damen aufgenommen.[80] Ihre adelige Halbschwester Odilia Godefrieda Freifrau von Reuschenberg zu Setterich war wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt bereits Mitglied in diesem hochadeligen Orden.[81] Ermöglicht wurde die Aufnahme durch deren gräfliche Ehemänner. Damit befanden sie sich die beiden Halbschwestern im direkten Umfeld der österreichischen Kaiserin. Eine sehr ungewöhnliche Karriere für landadelige Damen aus dem Rheinland. Offenbar hielten sich nicht nur die beiden Schwestern in Wien auf, denn ein junger Freiherr von Reuschenberg schaffte es am Wiener Hoftheater als Hauptdarsteller einer Komödie die besondere Aufmerksamkeit der Kaiserin Maria Theresia auf sich zu ziehen.[82]

Aufgrund der finanziellen Belastungen, musste schließlich der gesamte Besitz 1746 versteigert werden.[83]

Reuschenberg zu Eicks und Rurich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Eicks und Rurich
  1. Heinrich von Reuschenberg ∞ Sophie von Rurich [84]
    1. Adam (Daem) von Reuschenberg [84]
    2. Heilwig von Reuschenberg [84]
    3. Margaretha von Reuschenberg ∞ Stefan von Stommel zu Stockem [84]
    4. Heinrich von Reuschenberg ∞ 1. Agnes von Boedberg [84]
      1. Heilwig von Reuschenberg [84]
      2. Heinrich von Reuschenberg [84]
    5. Heinrich von Reuschenberg ∞ 2. Anna von Gymnich zu Vischel [84]
      1. Margaretha von Reuschenberg ∞ Adolf von Merfeldt zu Merveldt [84]
      2. Anna Maria von Reuschenberg ∞ Hermann von Hompesch zu Tetz, Eicks, Frauenberg und Bolheim [84]
      3. Johann von Reuschenberg [84]
      4. Maria von Reuschenberg [84]
      5. Adolpha von Reuschenberg [84]
      6. Heinrich von Reuschenberg ∞ Barbara Scheiffart von Merode zu Nörvenich [84]
        1. Reinhard Dietrich von Reuschenberg [84]
Siegel Heinrichs von Reuschenberg zu Eicks (1521)
16. Jahrhundert

Diese Seitenlinie entwickelte sich Anfang des 16. Jahrhunderts durch die Heirat von Heinrich, dem Sohn von Heinrich von Reuschenberg zu Setterich, und Sophie von Rurich, welche als Erbin das Haus Rurich mit in die Ehe einbringt.Heinrich erhält noch vor 1500 die Güter zu Eicks von seinem Bruder Johann von Reuschenberg zu Setterich.[85] Um den Besitz der Herrlichkeit Eicks mussten die Herren von Reuschenberg bereits seit langen gestritten. So führte bereits Harper von Reuschenberg zu Setterich im Jahr 1450 eine Fehde mit den Grafen von Virnenburg und Saffenburg.[86] Die Tatsache, dass die Herrlichkeit Eicks nur zu einem Teil den Herren von Reuschenberg gehörte, führte in Folge zu Streitigkeiten mit den Herren von Pallandt. Diese zogen sich über viele Jahrzehnte bis in das Jahr 1576, als Johann von Pallandt zu Issem schließlich seinen Anteil an die Witwe Anna von Reuschenberg, geb. von Gymnich verkaufte.[87]

Vermutlich in den 1530er Jahren trat Heinrich von Reuschenberg (der Ältere) zum Calvinismus über. Bei einem Verhör um 1535 gab der Priester Giesbert van Breberen an, dass er das heilige Sakrament bei dem von Reuschenberg zu Rurich in beiderlei Formen empfangen habe (und damit evangelisch war). Van Breberen fiel vor allem durch seine Reise zu den Wiedertäufer nach Münster auf.[88] Der Augustinermönch und spätere Wiedertäufer Johann Clopreisgab ebenfalls an einem Reuschenberg gekannt zu haben. Angeblich hatte er bei diesem übernachtet.[89]

Heinrich der Ältere erbt 1534 die Burg Stockem bei Eupen, überlässt diese aber 1545 Johann von Groesbeek, dem Ehemann seiner Nichte Sophie von Stommel.[90]

Heinrich, der Sohn von Heinrich (der Jüngere) und seiner ersten Frau Agnes von Boedberg, entführte 1567 die Nonne Elisabeth von Horrich und heiratete diese anschließend. Sehr wahrscheinlich war er psychisch krank, denn er wurde auch als „irrsinnig“ bezeichnet. Seine Familie hatte offenbar wenig Verständnis für seine Lage und verstieß ihn.[91]

Johann von Reuschenberg zu Eicks und Rurich, Sohn von Heinrich (der Jüngere) und seiner zweiten Frau Anna von Gymnich, war zunächst Domherr zu Trier, bevor er 1582 resignierte. Noch im Frühjahr desselben Jahres wurde er zum Procurator der Universität Orléans gewählt.[92] Er ertrank allerdings nur wenige Monate später beim Baden in der Loire bei Orléans. [93]

1594 wird Heinrich von Reuschenberg, Sohn von Heinrich (der Jüngere) und seiner zweiten Frau Anna von Gymnich, als Besitzer der Unterherrschaft Neurath erwähnt. Seine Ehefrau Barbara Scheiffart von Merode brachte als Erbin der halben Herrlichkeit Neurath dieser Güter mit in die Ehe ein.[94] Ihr einziger gemeinsamer Sohn und Erbe Reinhard Dietrich verstarb 1612 in Düsseldorf. Mit seinem Tod erlosch die männliche Erbfolge der Linie zu Eicks und Rurich.

17. Jahrhundert

Im Jahr 1648, wurde Anna von Reuschenberg, geb. von Gymnich und ihrer Tochter Anna Maria wegen ihre „unkatholischen“ Religionsausübung verhört.[95]

Reuschenberg zu Overbach und Rochette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Overbach und Rochette
  1. Wilhelm von Reuschenberg ∞ Margarethe von Gülpen zu Roschette [36]
    1. Emund von Reuschenberg [37]
    2. Johann von Reuschenberg ∞ 1. Margarethe von Loë zu Palsterkamp [36], 2. ∞ Maria Sibylle von Plettenberg zu Schwarzenberg [36]
      1. Constance von Reuschenberg ∞ Jodocus von Kerckhoven [36]
      2. Edmund von Reuschenberg [36]
    3. Philippine von Reuschenberg ∞ Adolf von Cortenbach zu Helmont und Oeckene [36]
    4. Adam von Reuschenberg [96]
    5. Gertrud von Reuschenberg [96]
    6. Wilhelm von Reuschenberg [96]
    7. Johanna von Reuschenberg [37]
    8. Franz von Reuschenberg [96]
    9. Elisabeth von Reuschenberg [96]
    10. Anna von Reuschenberg [37]
    11. Catharina von Reuschenberg [96]
    12. Florenz von Reuschenberg [96]
    13. Agnes von Reuschenberg [96]
    14. Heinrich von Reuschenberg [37]
    15. Maria von Reuschenberg [96]
    16. Catharina von Reuschenberg [96]
    17. Margarethe von Reuschenberg [96]
Epitaph des Johann von Reuschenberg zu Overbach
16. Jahrhundert

Wilhelm von Reuschenberg begründete Mitte des 16. Jahrhunderts mit seiner Frau Margarethe von Gülpen die Seitenlinie zu Overbach und Rochette. Margarethe war die Erbin von Rochette und brachte diesen Adelssitz mit in die Ehe. Nach dem Tod ihres Vaters erbte Wilhelm auch dessen Titel „Erbmarschall von Limburg“ und konnte so seinen Einfluss in zwei Herzogtümern gelten zu machen. Es konnte bislang weder das Datum seines Todes, bzw. seines Begräbnisses, noch der Ort seiner Grabstätte eindeutig belegt werden. Die verfügbaren Quellen widersprechen sich und geben die Jahre 1585, 1586 oder 1587 als Todesjahr an.[97][98][99] Darüber hinaus existieren von ihm zwei Grabsteine: einer in der Kirche St. Martinus im Jülicher Stadtteil Barmen und der andere in der belgischen Ortschaft Fonds de Forêt.[100][101]

Während des Truchsessischen Krieges entführten „Freibeuter“ Edmund von Reuschenberg zu Overbach, dem ältesten Sohn von Wilhelm. Dieser war der Komtur der Deutschordenskommende Ramersdorf. Bauern aus der Umgebung stellten die Entführer und befreiten ihn anschließend.[102]

17. Jahrhundert

Der Domherr zu Lüttich und Münster Heinrich von Reuschenberg zu Overbach, ein weiterer Sohn von Wilhelm, wurde 1605 des Landesfriedensbruchs angeklagt. Zuvor überfielen der Dekan des Stiftes Lüttich mit seinen Verbündeten Burg Horn. Heinrich wurde als Verwalter eingesetzt und ließ den zu Verhandlungen angereisten Burgherren Rene de Cerclair einkerkern. Er wurde anschließend wegen seiner Vorgehensweise kritisiert und zur Rechtfertigung zum Landtag geladen. Als studierter Jurist war es ihm allerdings offenbar möglich sein Vorgehen weitestgehend zu rechtfertigen.[103]

Die Witwe Philippine von Reuschenberg zu Overbach, Tochter von Wilhelm, verhandelte während des niederländischen-spanischen Krieges mit Moritz von Oranien und erreichte für die Stadt Helmond einen neutralen Status.[104]

Ein weitere Tochter Wilhelms war die Äbtissin und Zisterzienserin Anna von Reuschenberg zu Overbach. Diese wehrte sich nachhaltig gegen die strengen Vorschriften ihres Ordens und wurde aufgrund dessen 1626 zu einer Kerkerhaft verurteilt.[105] Wenige Jahre später besuchte sie die Heilquellen in Aachen, wo sie vermutlich an den Folgen der Haft verstarb.

Johann von Reuschenberg zu Overbach, Sohn von Wilhelm, wurde ab 1602 im Zusammenhang mit den Aachener Religionsunruhen mehrfach des Landfriedensbruch angeklagt.[106] Während des während des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits sicherte er 1610 vergeblich die Festungsstadt Jülich im Auftrag von Erzherzog Leopold gegen eine Allianz protestantischer Truppen unter Führung von Moritz von Oranien (siehe Belagerung von Jülich). In den folgenden Jahren rekrutierte in Lothringen bei Straßburg Soldaten und stellte diesen den bestehenden Regimentern des Erzherzog Leopold zur Verfügung. Im Jahr 1619, ein Jahr nach Beginn des Dreißigjährigen Krieges, wurde dem Oberst Reuschenberg ein Patent erteilt aus fünf Fähnlein das kaiserliche Regiment zu Fuß „Ruischenberg“ zu bilden. Dieses Regiment ist nicht zu verwechseln mit dem 1635 nach dem Oberst Johannes Ernst von Reuschenberg zu Setterich benannten Regiment „Ruischenberg“ (ehemals Regiment „Anholt“, später Regiment „Geleen“). Während des „Großen Krieges“ gab es zwei Obristen mit Namen Johann von Reuschenberg mit entsprechen gleichnamigen Regimentern. Mit seinem Tode im Jahr 1638 erlosch die männliche Erbfolge dieser Seitenlinie.

Reuschenberg zu Selikum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Selikum
  1. Johann Wilhelm von Reuschenberg ∞ Maria Margarethe Spies von Büllesheim [107]
    1. Johann von Reuschenberg [107]
    2. Margarethe von Reuschenberg ∞ Gerhard von Elmp zu Elmp [107]
    3. Wilhelm Heinrich von Reuschenberg ∞ Elisabeth Staël von Holstein [107]
      1. Dietrich Stephan von Reuschenberg [107]
      2. Mechtild von Reuschenberg ∞ 1. Georg von Neuhoff zu Elbroich [107], ∞ 2. Otto Ludwig von Blanckart zu Ahrweiler [107]
      3. Anna von Reuschenberg [107]
      4. Maria von Reuschenberg [107]
      5. Elisabeth von Reuschenberg [107]
      6. Mechtild von Reuschenberg [107]
      7. Guda von Reuschenberg [107]
      8. Johann Wilhelm von Reuschenberg ∞ Anna Maria von Bentinck zu Obbicht und Papenhoven [108]
        1. Johann Dietrich Theodor von Reuschenberg ∞ 1. Maria Barbara von Wendt zu Holtfeld [109], ∞ 2. Margarethe Christine Elise Gogreve zu Langewische [109]
          1. Johann Christian Arnold von Reuschenberg [109]
        2. Wilhelm Constantin von Reuschenberg [109]
        3. Mechtild Petronella von Reuschenberg [109]
        4. Johanna Maria Elisabeth von Reuschenberg [109]
        5. Heinrich Wilhelm von Reuschenberg ∞ 1. Maria Elisabeth Freifrau von Harff zu Alsdorf [108], ∞ 2. Agnes Antonetta von Claw [110]
          1. Maria Anna von Reuschenberg [108]
          2. Philipp Wilhelm von Reuschenberg [108]
          3. Carl Philipp von Reuschenberg [108]
          4. Goswin von Reuschenberg [108]
          5. Maria Walburga von Reuschenberg [108]
          6. Clara Anna Maria Ursula von Reuschenberg [111]
          7. Johann Theodor Ernst von Reuschenberg [112]
          8. Catharina Agnes von Reuschenberg ∞ N.N. de Castelli [109]
          9. Maria Theodora von Reuschenberg [108]
          10. Balduin Philipp Friedrich von Reuschenberg ∞ Maria Anna von Brünninghausen zu Hamm und Schimmelhof [108]
            1. Maria Alexandrina von Reuschenberg [109]
            2. Carolina von Reuschenberg [113]
            3. Maria Theresa von Reuschenberg [108]
            4. Johann Maria Georg von Reuschenberg ∞ Maria Alexandrina von Cölln [109]
            5. Karl von Reuschenberg [114]
            6. Franz Carl Philipp von Reuschenberg ∞ Maria Luise Anna Franziska von Reuschenberg zu Setterich [114]
              1. Carl Ambrosius von Reuschenberg ∞ Maria Helena Tassier [109]
                1. Maria Johanna Leopoldine Ambrosia Helena von Reuschenberg ∞ Lorenz de L'Eau [109]
                2. Franz Carl Ambrosius von Reuschenberg [109]
              2. Franz Edmund Joseph Johannes von Reuschenberg ∞ Antonetta Francoise D' Alverado y Bracamonte, Frau zu Beaulieu [114]
              3. Maria Elisabeth Josephine Clementina Godfrieda von Reuschenberg [109]
              4. Ferdinand Franz Xaver Joseph von Reuschenberg [109]
              5. Eugen Theodor Franz Joseph von Reuschenberg [109]
              6. Johann Jakob Philipp Joseph von Reuschenberg [109]
              7. Maria Theresa Ambrosia Jakobina von Reuschenberg ∞ Ernst Franz Freiherr von Bottlenberg gnt. Schirp gnt. Schirp zu Dürwiss [109]
        6. Heinrich Wilhelm von Reuschenberg ∞ 2. Agnes Antonetta von Claw [115]

Das Stammhaus derer zu Selikum befand sich im Gegensatz zu den der anderen Linien im Bereich des Kurfürstentums Köln nahe der Stadt Neuss.

Schloss Selikum
Burg Juntersdorf
Burg Mittelheiligenhoven
Schloss Berensberg
Burg Hürth
Burg Dorp
Ehemalige Adelssitze der Familie Reuschenberg zu Selikum
16. Jahrhundert

Johann Wilhelm von Reuschenberg wurde 1549 mit Haus und Gütern zu Selikum belehnt.[107] Der Rittersitz wurde 1583 während des Truchsessischen Krieges schwer beschädigt.[116] Zwei Jahre später wurde das zum Besitz der Familie gehörige Haus in der Stadt Neuss ebenfalls ausgeplündert und 1586 niedergebrannt.[117]

17. Jahrhundert

Von den wirtschaftlichen Schäden erholte sich die Familie längerfristig nicht mehr, so dass der Adelssitz 1699 schließlich versteigert wurde.[108] Der Verlust ihres Stammhauses hatte sehr wahrscheinlich auch einen negativen Einfluss auf die soziale Stellung der Familie. Es ist daher wenig verwunderlich, dass „Selikum“ weiterhin als Zuname geführt wurde.

Vergleichsweise viele Töchter der Familie machten Karriere innerhalb einer Ordensgemeinschaft. So wurden gleich drei Töchter von Wilhelm Heinrich von Reuschenberg und Elisabeth Staël von Holstein Äbtissinnen. Anna in der Abtei Susteren bei Roermond, Maria im adeligen Frauenstift St. Hippolyt in Gerresheim und Guda im Kloster St. Maria im Kapitol zu Köln. Ihr Bruder Dietrich Stephan von Reuschenberg wurde Komtur des Deutschen Ordens.[108]

18. Jahrhundert

Die Bedeutung des verwandtschaftlichen Netzwerks für den Familienverband von Reuschenberg lässt sich an folgender Begebenheit gut darstellen: In dem Religionsrezess von 1672 wurde festgelegt, dass in trikonfessionellen Stiften jede Konfession zu einem Drittel vertreten sein muss. Die Äbtissin des ostwestfälischen Stifts Schildesche verlieh dennoch entgegen den Bestimmungen eine frei werdende Präbande nicht einer katholischen Dame, sondern ihrer evangelische Nichte. Mehrere katholische Stiftsdamen beschwerten sich daraufhin beim Paderborner Bischof von Wolff-Metternich, einem Sohn Degenhards und seiner Frau Philippina Agnes von Reuschenberg zu Overbach. Der Bischof intervenierte erfolgreich bei dem preußischen König Friedrich I. und ernannte 1706 Maria (Walburga?) von Reuschenberg zu Selikum zur Kanonisse.[118][119]

Der Benediktiner und Domkapitular Carl von Reuschenberg zu Selikum, vermutlich ein Sohn von Franz Carl Philipp, übernahm während des Siebenjährigen Krieges im Jahr 1760 die Pfarrei von Höxter-Ovenhausen. Er versuchte während seiner dreijährigen Tätigkeit der notleidenden Bevölkerung mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen. Für seine aufopferungsvolle Art wurde von dieser von den Dorfbewohnern verehrt.[120]

Die Herren zu Selikum konnten ab spätestens Mitte des 18. Jahrhunderts landesherrliche Posten besetzen. Das kostspielige Leben am Hof führte allerdings zu einer Schuldenlast, welche die Familie zum wiederholten Mal in den finanziellen Ruin trieb. Insbesondere Franz Edmund Joseph von Reuschenberg, Sohn von Franz Carl Philipp, scheint diesbezüglich eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt zu haben. Es ist bemerkenswert, dass er 1761 vor dem Reichskammergericht wegen Wechselbriefschulden, sowie um unbezahlte Schuhe und Strümpfe angeklagt wurde.[121] Bis 1778 hat sich die Situation offenbar soweit verschlechtert, dass Franz Edmund Joseph insgesamt dreimal an Benjamin Franklin, einen der Gründungsväter der Vereinigten Staaten schrieb und diesem (vergeblich) seine Dienste als Offizier anbot.[122] Dagegen vermittelte Benjamin Franklin nur ein Jahr zuvor dem preußischen Adeligen von Steuben einen Posten als Offizier in der amerikanischen Kontinentalarmee.

Im Jahre 1782 trafen sich in Aachen der Generalleutnant Toll, ein Abgesandter des schwedischen Königs Gustav III., sowie der Baron von Reuschenberg. Toll versuchte in dem Gespräch mehr über die Situation der Rosenkreuzer in Norditalien zu erfahren. Der Baron selbst war ein führendes Mitglied dieser Geheimgesellschaft.[123] Vermutlich handelte es sich bei dem Baron um Franz Edmund Joseph, denn eine Mitgliedschaft in einer Geheimgesellschaft würde gut zu seiner Persönlichkeit passen. Immerhin besaß der adelige Herr zu Selikum Bücher des Philosophen Étienne-Gabriel Morelly.[124] Dessen Werk „Code de la Nature“ wird als frühsozialistisches Werk bezeichnet, da er in diesem Privatbesitz als Grund allen Übels beschrieb. Dessen ungeachtet hinterließ von Reuschenberg in dem Einband eines der Werke von Morelly ein Gedicht zu Ehren des Kurfürsten Carl Theodor folgendes Gedicht:[125]

„Das vierzig sechste jahr hat schier den lauf beschräncket,
seith dem der Menschen Lust uns golde blicke schencket;
die Neu-Begierde frägt: wo blickt sie denn hervor?
Gülich und Berge rufft: Es ist Carl Theodor.“

Als einer der letzten männlichen Nachkommen seiner Sippe führte 1795 der bereits verwundete Oberstleutnant Edmund Franz von Reuschenberg, Sohn von Carl Ambrosius, während des Ersten Koalitionskriegs von der Festung Ehrenbreitstein aus einen Ausfall gegen die französischen Belagerer an und fiel. Er wurde als sehr fähiger Offizier bezeichnet und wurde von der Mannschaft verehrt. Die Hälfte der Besatzung wurde nach seinem Tod zusammengerufen, um ihn mit militärischen Ehren zu verabschieden.[126]

Im Jahr 1779 verkaufte Antonetta Francoise von Reuschenberg, geb. D' Alverado y Bracamonte, das Haus Dorp an Anselm Freiherr Spies von Büllesheim.[127] Diese Burg war der letzte bekannte Adelssitz der Familie. Soweit bekannt, wurden alle anderen zuvor verkauft. Wann genau der letzte männliche Nachkomme und Erbe der zu Selikum verstarb ist nicht bekannt.

Reuschenberg zu Luppenau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Luppenau
  1. Johann von Reuschenberg ∞ Barbara von Berg gnt. Blens [18]
    1. Johann von Reuschenberg ∞ Elisabeth von Rolshausen [18]
    2. Agnes von Reuschenberg ∞ Johann von Randerath zu Horrich [18]
    3. Maria Elisabeth von Reuschenberg ∞ Johann von Friemersheim zu Berg [18]
16. Jahrhundert

Der Besitz der Herren zu Luppenau umfasste unter anderem die kleine Unterherrschaft Hetzingen, welche sich in unmittelbarer Nähe des landtagsfähigen Rittersitzes befand. Das Ehewappen der Begründer dieser Seitenlinie Johann von Reuschenberg und Barbara von Berg zu Hetzingen befindet sich auf einer Kaminplatte im Haus Rath bei Düren-Arnoldsweiler.[18] Über welchen Zeitraum diese im Besitz des Hauses waren ist bislang noch nicht geklärt.Ihr gemeinsamer Sohn Johann, beziehungsweise dessen Vormund Johann Kolff von Vettelhoven wurde 1563 stellvertretend für diesen mit Burg Laufenburg belehnt.

17. Jahrhundert

Die Seitenlinie zu Luppenau erlosch 1624 mit dem Tod von Johann von Reuschenberg, dem Sohn von Johann (also bereits in der 2. Generation).

Kirche und Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnenprobe von Wilhelm Constantin von Reuschenberg zu Selikum

Die Familie von Reuschenberg bekannte sich nach der Reformation ausdrücklich zum Katholizismus. Einzig Heinrich von Reuschenberg der Ältere, Herr zu Eicks und Rurich trat zum Calvinismus über.[128]

Unabhängig von der konfessionellen Zugehörigkeit war es üblich, dass bereits Kinder oder Jugendliche einem Kloster oder Stift übergeben wurden. Stiftsdamen konnten jedoch im Gegensatz zu Nonnen jederzeit resignieren und heiraten. Offenbar traten weit mehr Töchter in eine christliche Ordensgemeinschaft ein als Söhne, was sicherlich auch an der Verpflichtung der Eltern lag, einer Tochter zu ihrer Hochzeit eine Mitgift mitzugeben.Einige von Ihnen machten innerhalb der Ordensgemeinschaften Karriere, wie beispielsweise Anna von Reuschenberg zu Overbach, der Äbtissin des Zisterzienserinnenkloster Roermond. Wie hart das Leben für eine Nonne dieses Ordens sein konnte, zeigt der hartnäckige Widerstand der erwähnten Äbtissin gegen die Regeln. Ihr wurden von ihren Vorgesetzten vorgeworfen, die Vorschriften zu vernachlässigen. Die Äbtissin Anna von Reuschenberg, sowie einige Stiftsdamen, widersetzten sich der Visitation durch den Abt van Kamp. Ihrer Ansicht nach seien die Vorschriften des Ordens mit seinen strengen Regeln ein Grund dafür, warum sich nur wenige geeignete Personen um die Aufnahme in den Orden bemühten. Am 2. Juni 1626 beantragten sie die Genehmigung des Erzherzogs, um den Papst davon zu überzeugen, das Kloster zu einem adeligen Stift umzuwandeln. Der Plan scheiterte und der Äbtissin wurde die Führung entzogen. Als die abgesetzte Äbtissin sich anschließend ihrer Nachfolgerin widersetzte, wurde vom Visitator zu einer Haftstrafe in einem Klosterkerker verurteilt. Ein Appell ihrer Verwandten an das Generalkapitel des Klosters Cîteau, sowie an den Papst änderte nichts an dieser Entscheidung. Anna erkrankte vermutlich an den Folgen der Kerkerhaft und verstarb nur wenige Jahre später am 15. August 1629 in Aachen, wo sie die Heilbäder der Stadt besuchte.[129]

Für die nachgeborenen Söhne war grundsätzlich die Stellung als Domherr begehrt, da durch diese ein weiterer sozialer Aufstieg möglich war. Nicht selten war ein Bischof zuvor Mitglied des Domkapitels. Der Domkapitular Carl von Reuschenberg zu Selikum, vermutlich ein Sohn von Franz Carl Philipp, unterlag 1758 bei der Wahl zum Fürstabt des Stifts Corvey nur knapp seinem Kontrahenten.[130] Als Abt hätte er einen Sitz und Stimme im Reichsfürstenrat des Reichstages innegehabt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiherrliches Wappen um 1690

Das Wappen war für den Adel identitätsstiftend und sollte die Zugehörigkeit zu einem Sippenverband beweisen. Das Familienwappen des Hauses von Reuschenberg veränderte sich über die Jahrhunderte nur geringfügig. Die drei Raben auf dem Querbalken deuten vermutlich auf das Recht der Besitzer auf die Hohe Gerichtsbarkeit hin.[131]Mit der Standeserhebung der Familie zu Setterich wurde ausschließlich dieser Mitte des 17. Jahrhunderts ein freiherrliches Wappen vergeben.

Stamm- oder Familienwappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stammwappen stellt drei schwarze Raben über einen schwarzen Querbalken auf weißem (= silbernen) Feld dar, wobei die Raben oft durch Merletten ersetzt wurden. Bis zum Tod des Ritters Wolter von Esch gnt. Reuschenberg war der Querbalken im Wappenschild mit einer heraldischen Lilie versehen. Erst dessen Sohn Gerard siegelte ohne Lilie und kann damit als Stifter des Reuschenberg’schen Wappens gelten. Dieses Stammwappen blieb in dieser Form bis zum Aussterben des letzten männlichen Nachkommen um 1800 erhalten. Das Vollwappen mit Helm, welcher mit einer schwarz-weißen Helmdecke bedeckt war, wurde spätestens 1530 durch einen schwarzen, gestulpten Turnierhut ergänzt. Als Helmzier entspringt ein weißer Windhund mit einem schwarzen Halsband an dem ein goldener Ring befestigt ist, dem Turnierhut (vor 1530 entsprang dieser direkt der Helmdecke).

Freiherrliches Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Erhebung in den Reichsfreiherrenstand wurde Johannes Ernst von Reuschenberg zu Setterich und seinen Geschwistern ein freiherrliches Wappen verliehen („Wappenverbesserung“), in dem neben dem Stammwappen der Settericher Löwe dargestellt wird. Dieser war ursprünglich das Wappentier der Adelsfamilie von Louvenberg gen. Setterich und ist damit ein Hinweis auf den Ursprung der Linie von Reuschenberg zu Setterich. Das quadrierte Wappenschild zeigt in Feld 1 und 4 das Wappen des Hauses Reuschenberg mit den drei Raben über dem Querbalken. Feld 2 und 3 stellt in Schwarz einen silbernen, aufrecht schreitenden Löwen dar. Das Feld ist mit fünf silbernen Herzen belegt. Auf dem Wappenschild zwei gekrönte Helme, welche mit einer schwarz-weißen Helmdecke bedeckt sind. Dem (aus heraldischer Sicht) rechten Helm entspringt ein weißer Windhund mit schwarzem Halsband und einem goldenen Ring. Auf dem linken Helm ein weißer oder silberner, goldgekrönter Löwe, welcher in der rechten Pranke ein Schwert und in der linken einen goldenen Reichsapfel hält. Die silbernen Herzen auf dem Wappenschild wurden spätestens ab 1690 durch Ringe ersetzt oder teilweise ganz weggelassen.

Komturwappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bastardwappen

Die Komture und Landkomture belegten ihre Zugehörigkeit zum Deutschen Orden durch die Zusammenlegung des Familien- und des Deutschordenswappens. Das Wappen von Johann Heinrich von Reuschenberg zu Setterich zeigt das Deutschordens-Kreuz, welches mit dem Familienwappen als Mittelschild belegt wurde. Spätestens im 17. Jahrhundert führten die Landkomture ein quadriertes Schild. Das Deutschordenswappen von Heinrich Friedrich Freiherr von Reuschenberg zu Setterich zeigt in Feld 1 und 4 ein schwarzes Kreuz und in Feld 2 und 3 das Stammwappen mit den 3 Raben über einen Querbalken (→ Adelsarchive).

Bastardwappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Linie zu Setterich entstammen vermutlich zwei „Bastardlinien“ (→ Reuschenberg). Für die ältere, welche um 1500 begründet wurde, ist kein Wappen bekannt. Die jüngere Bastardlinie muss dagegen nach 1639 entstanden sein, da sich deren Wappen an das freiherrliche Wappen der adeligen Herren zu Setterich orientiert.

Auf blauen Grund sind im 2. und 3. Feld drei rote Merlen auf einem braunen Querbalken abgebildet. Dagegen zeigt das 1. und 4. Feld einen schwarzen Löwen auf gelben Grund. Eine Krone scheint über dem Ritterhelm zu „schweben“ und ein darüber angeordneter schwarzer Windhund entspringt dem erwähnten Helm. Der stark stilisierte Helmdecke ist in rot und gelb gehalten. Dem Bastardwappen fehlt der sogenannte Bastardfaden, dass ansonsten hierfür oft verwendet wurde. Insgesamt fällt es durch eine Tinktur und Anordnung auf, welche zumindest teilweise durch die heraldischen Regeln untersagte wurde.[132]

Adelsarchive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Hilfe von Urkunden und Dokumente konnten Besitz- und Machtansprüche belegten werden und wurden daher sorgfältig aufbewahrt. Als Aufbewahrungsort kamen neben den Familienarchiven Archive verschiedener Organisationen in Fragen, wie beispielsweise die Archive des Deutschen Ordens (→ Bibliographie).

Jede Linie der Familie von Reuschenberg besaß zweifellos ein eigenes Familienarchiv. Diese wurden nach dem Tod des letzten männlichen Erben vermutlich von den Schwiegersöhnen übernommen und in deren Archiv mit eingegliedert. Ein vollständiges Familienarchiv der von Reuschenberg existiert vermutlich nicht mehr. Soweit es das Haus Setterich betrifft, ging dieses bei einem Brand verloren.[133] 38 Urkunden wurden jedoch im Familienarchivs Coudenhove wiederentdeckt. Dieses Archiv ist heute Teil des Staatlichen Gebietsarchives Pilsen. Unter den Urkunden befindet sich beispielsweise das Diplom zur Erhebung in den Reichsfreiherrenstand. Umfangreicher ist das Archiv der Herren zu Eicks und Rurich überliefert worden. Die zahlreichen Unterlagen werden heute zum einen im Mährischen Landesarchiv Brünn und zum anderem im Archiv des Schlosses Eicks aufbewahrt.

Gemälde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Ahnengalerie diente dem Adel zu repräsentativen Zwecken und war im Hochadel weitverbreitet. Der Niederadel übernahm diese Art der Selbstdarstellung und erstellte selbst Bildergalerien ihrer Vorfahren. Die Familie von Reuschenberg besaß vermutlich zu keinem Zeitpunkt eine Ahnengalerie. Immerhin konnten bislang acht Gemälde nachgewiesen werden, auf denen ein Familienmitglied der Sippe abgebildet wurde. Diese Bilder wurden jedoch an verschiedenen Orten erstellt und aufbewahrt, etwa in einem Kloster oder einer Dombibliothek. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die bislang bekannten Gemälde und deren aktueller Aufbewahrungsort.

Dargestellte Person Entstehung Ort der Aufbewahrung
Johann „Heinrich“ von Reuschenberg zu Setterich um 1599 Schloss Alden Biesen in Bilzen.[134]
Johann „Heinrich“ von Reuschenberg zu Setterich vor 1595 ehem. DO-Haus in Köln.[135] Das Werk gilt als verschollen.
Anna Maria Freiin von Reuschenberg zu Setterich nach 1628 Gemeentemuseum Helmond.[136]
Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich um 1650 Dombibliothek Hildesheim.[40]
Gudar von Reuschenberg zu Selikum nach 1650 Sammlung Dieter Bogs in Bielefeld.[134]
Johannes Sigismund Wilhelm Freiherr von Reuschenberg zu Setterich um 1700 Dombibliothek Hildesheim.[137]
Maria Theresia von Reuschenberg zu Selikum 1730 Kloster Saarn in Mülheim an der Ruhr.[138]
Johann Heinrich von Reuschenberg zu Setterich 1762 Kirche St. Johannes in Siersdorf.[139]

Genealogische Forschungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegel des Landkomturs Heinrich Freiherr von Reuschenberg zu Setterich

Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde eine Übersicht über die verwandtschaftlichen Beziehungen der Familie von Reuschenberg erstellt. Seit dieser Zeit wurden zahlreiche Beiträge unterschiedlicher Qualität zu diesem Thema publiziert. Die Ergebnisse folgender Genealogen bildeten oft entweder direkt oder indirekt die Basis für die Forschungen nachfolgender Generationen:

Die Familien von Cortenbach und von Reuschenberg waren miteinander verwandt, so dass Wilhelm von Cortenbach vermutlich seine Informationen aus erster Hand bezog (→ Reuschenberg zu Overbach und Rochette und Reuschenberg zu Setterich). Seine ursprünglichen Unterlagen sind, zumindest soweit bekannt, nicht erhalten geblieben. Johann Gottfried von Redinghoven kopierte dessen Aufzeichnungen, so dass seine Aufzeichnungen in Form einer Abschrift Verfügbar sind (→ Bibliographie). Die Darstellungen des Ursprungs der Familie von Reuschenberg der beiden erwähnten Genealogen widersprechen deutlich den Forschungsergebnissen von Ernst von Oidtman. Dieser weist verweist im Gegensatz zu seinen Vorgängern auf die Blutsverwandtschaft der männlichen Linien der beiden Familien von Reuschenberg und von Esch hin. Darüber hinaus korrigierte und ergänzte Oidtman die Forschungsergebnisse von Redinghoven erstmals auf wissenschaftlicher Basis. Teile seiner Unterlagen galten über Jahrzehnte als verschollen. Seit 2006 stehen Kopien der verlorengegangenen Blätter der Universitäts-Bibliothek Köln wieder zur Verfügung.

Die Veröffentlichungen der im folgendem aufgeführten Autoren widersprechen weitestgehend dem aktuellen Stand der Forschung und sollten nur nach eingehender Prüfung übernommen werden:

Heinz Marx (1978)

In dem Artikel „Das Geschlecht derer von Reuschenberg“ versucht Heinz Marx die bislang bekannte Genealogie zu aktualisieren und ergänzen.[140] Seine Arbeit beinhaltet keine Quellenangaben und widersprechen teilweise eklatant den Forschungen Oidtmans oder anderer Genealogen. So übernimmt er beispielsweise eine fehlerhafte Darstellung aus dem frühen 18. Jahrhundert und beschreibt einem Herrn von Reuschenberg das Bischofsamt von Hildesheim und Köln zu. Diese Fehlinterpretation wurde allerdings bereits 1755 als solche erkannt.[141]Hanns Merckens schreibt bezüglich der Datenqualität „(…) in vielen Teilen auch noch unrichtige Angaben enthält, mit großer Vorsicht zur Kenntnis zu nehmen.“ und „(…) insbesondere die Angaben in der Sippentafel, nicht ungeprüft übernehmen“.[142]

Johann Seifert (1729)

Der Regensburger Genealoge Johann Seifert veröffentlichte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine Stammtafel der Familie von Reuschenberg zu Setterich.[143] Nach dieser Darstellung war der Vater der Maria Philippine Ernestina Freifrau von Reuschenberg der Feldmarschall Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich. Der Feldmarschall war jedoch der Bruder ihres Großvaters. Als Mitglied des Deutschordens lebte er darüber hinaus (zumindest soweit bekannt) zölibatär. Eine Heirat und damit offizielle Nachkommen war für ihn undenkbar.[144] Maria selbst war ein uneheliches Kind ihres adeligen Vaters Edmund Jobst mit seiner „Haushälterin“ Maria Cleuter. Trotz ihrer Herkunft gelang es ihrer Familie sie mit dem Reichshofrat Franz Friedrich Freiherr von Andlern zu verheiraten. Ihr neuer Lebensmittelpunkt wurde Wien, wo Sie nach dem Tod ihres Mannes den späteren Graf Rudolf Christoph von Witten heiratete. Im Jahr 1717 wurde sie als Mitglied in den hochadeligen Sternkreuzorden zu Wien aufgenommen.[145] Damit gehörte sie dem Hofstaat der Kaiserin Eleonore Magdalene an.[146]

Die von dem Regensburger Genealogen veröffentlichte Stammtafel war daher vermutlich eine Auftragsarbeit der Familie von Reuschenberg zu Setterich. Ziel war es offenbar die illegitime Herkunft von Maria Philippine Ernestina Freifrau von Reuschenberg zu verheimlichen und zugleich aufzuwerten. Ernst von Oidtman bezeichnete diese Stammtafel als Fälschung und hielt diese darüber hinaus für „unverschämt“.[147]

Bibliographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz-Josef Bender: Georg v. Neuhoff und Mechtildt v. Reuschenberg zu Haus Elbroich, Düsseldorf, ihre Familien, ihre Kinder und ihre Vorfahren. In: Düsseldorfer Familienkunde. Heft 3, Düsseldorf 1996, S. 95–113.
  • Rudolf Brandts: Haus Selikum. In: Schriftreihe des Stadtarchivs Neuss. Band 1, Neuss 1962, ISBN 3-922980-00-7.
  • Michel van der Eycken, et al. (Hrsg.): Leden van de Duitse orde in de Balije Biesen. In: Bijdragen tot de geschiedenis van de Duitse orde in de balije Biesen. Bilzen 1994, ISBN 90-802208-1-7.
  • Benno Hilliger (Hrsg.): Rheinische Urbare: Sammlung von Urbaren und anderen Quellen zur rheinischen Wirtschaftsgeschichte: Die Urbare von St. Pantaleon in Köln, Band 1. In: Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 20/1, Bonn 1902.
  • Bernd Reuschenberg: Aufstieg der Familie von Reuschenberg – die Vorgeschichte. In: Mitteilungen des Baesweiler Geschichtsvereins e. V. Nr. 42/2012.
  • Bernd Reuschenberg: Aufstieg der Familie von Reuschenberg – die Vorgeschichte (Fortsetzung). In: Mitteilungen des Baesweiler Geschichtsvereins e. V. Nr. 43/2013.
  • Bernd Reuschenberg: Von Reuschenberg: Die heraldische Entwicklung des Familienwappens. In: Mitteilungen des Baesweiler Geschichtsvereins e. V. Nr. 44/2013.
  • Bernd Reuschenberg: Bastarde der Familie von Reuschenberg – Eine Spurensuche. In: Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V., Band 3/2013–14, S. 94–101.
  • Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12, Köln 1997, ISBN 3-933364-09-4, S. 692–753.
  • Engelhart Freiherr von Weichs (Bearb.): Inventar des Archivs von Schloss Eicks. In: Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 29, Köln 1985, ISBN 3-7927-0550-8.

Quellen, gedruckte Inventare, Ahnenproben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Theodor Oppenhoff: Nachtrag zu dem Aufsatz über die Aachener Sternzunft. Aachen 1896 (= Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Band 18), S. 348.
  2. Deutsche Nachnamen. Website von Edwin Großgoerge. Abgerufen am 04. Januar 2018.
  3. Timo Bremer: Die Burganlage Reuschenberg, Rhein-Erft-Kreis, vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit. Universität Bonn, Dissertation, 2015, S. 96–97.
  4. Landesarchiv NRW: Abteilung Rheinland, 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.4. Reichsbehörden, 1.4.1. Reichskammergericht, Reichskammergericht AA 0627, 115.05.02 Reichskammergericht, Teil II, C-D, C 890/2000. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
  5. Heinrich Boxler: Die Burgnamengebung in der Nordostschweiz und in Graubünden. Frauenfeld / Stuttgart 1976 (= Studia Linguistica alemmanica. Forschungen zum alemannischen Sprachraum. Band 6), S. 46.
  6. Thomas Bohn: Gräfin Mechthild von Sayn (1200/03–1285). Eine Studie zur rheinischen Geschichte und Kultur. Köln 2002 (= Rheinisches Archiv. Band 140), S. 598.
  7. Heinrich Ferber: Geschichte der Familie Schenck von Nydeggen: insbesondere des Kriegsobristen Martin Schenk von Nydeggen. Köln / Neuß 1860, S. 102.
  8. Gudrun Gersmann, Hans-Werner Langbrandtner (Hrsg.): Adlige Lebenswelten im Rheinland: kommentierte Quellen der Frühen Neuzeit. Köln 2009 (= Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e. V. Band 3), S. 237.
  9. E. Kühlwetter und F. Custodis (Hrsg.): Chronik des Beer von Lahr. 1594–1609. In: Original-Denkwürdigkeiten eines Zeitgenossen am Hofe Joh. Wilhelms III., Herzogs von Jüllich, Cleve, Berg. Nebst einem Anhange von Original-Briefen und Verhandlungen betreffend den Proceß der Herzogin Jakobe. Düsseldorf 1834, S. 5.
  10. Theodor von Haupt: Jacobe, Herzogin von Jülich, geborene Markgräfin von Baden. Biographische Skizze. Coblenz 1820, S. 49–52.
  11. Brigitte Kasten (Bearb.): Die jülich-kleve-bergischen Hof-, Hofämter- und Regimentsordnungen 1456/1521 bis 1609. Ostfildern 2015 (= Residenzenforschung. Band 26), S. 519.
  12. abc Reuschenberg, Bernd: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Aachen 2012 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2), S. 32.
  13. ab Landesarchiv NRW: Historisches Archiv der Stadt Köln, 2 Nichtstädtische amtliche und geistliche Überlieferung, 2.2 Geistliche Provenienzen, 2.2.2 Einzelne Stifte und Klöster Pantaleon, Bestand 259 Pantaleon, U 1/160. Abgerufen am 06. Dezember 2017.
  14. ab Johann Gottfried von Redinghoven: Jülich’scher Adel. L bis Z, s.l., S. 224.
  15. ab Landesarchiv NRW: Abteilung Rheinland, 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.1. Landesarchive, 1.1.2. Jülich-Berg, 1.1.2.1. Urkunden, Jülich, Urkunden AA 0021, 102.02.01-02 Jülich, Urkunden, U 626. Abgerufen am 09. Oktober 2017.
  16. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 694.
  17. abcdefghijkl Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 696.
  18. abcdefghijk Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 697.
  19. Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe: Haus Hameren, Urkunde 1577. Abgerufen am 03. Dezember 2017.
  20. abc David Gropp und Kurt Röckener und Thomas Spohn: Das Viehhaus von 1749/50 auf Burg Klusenstein bei Hemer. In: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe. Erster Westfälischer Tag für Denkmalpflege 2004. Heft 1/04, Münster 2004, S. 4.
  21. Timo Bremer: Burg Reuschenberg bei Elsdorf. Archäologischer Befund und Schriftquellen im Vergleich. In:Die Burg in der Ebene Petersberg 2016, S. 155.
  22. Landesarchiv NRW: Historisches Archiv der Stadt Köln, 2 Nichtstädtische amtliche und geistliche Überlieferung, 2.2 Geistliche Provenienzen, 2.2.2 Einzelne Stifte und Klöster, U 1/79. Abgerufen am 04. September 2017.
  23. Reinhard Steger: Die Gerichtsbarkeit im Amt Oedt. In: Genealogische Zusammenstellung der Familie Steger vom linken Niederrhein. Abgerufen am 05. September 2017.
  24. Benno Hilliger (Hrsg.): Rheinische Urbare: Sammlung von Urbaren und anderen Quellen zur rheinischen Wirtschaftsgeschichte: Die Urbare von St. Pantaleon in Köln, Band 1. In: Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 20/1, Bonn 1902, S. 72.
  25. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 695.
  26. O. V.: Eigentliche Erzehlung Welcher gestalt S. Excellentie Moritz von Nassav das Spanische Kriegsvolk auff der Tielschen Heyden Bey Turnhout geschlagen unnd einen herrlichen Sieg erobert. Geschehen in dem Jahr Anno 1597 in: Der Nassavische Lorbeerkranz oder Triumphwagen. Wahrhaftige Beschreibung und eigentliche Abbildung aller Züge und Victorian zu Wasser unnd zu Landt die Gott der Allmechtige den Hochmögenden Herrn Staten der Vereinigten Niderlendischen Provintzen verliehen hat, durch Raht und That des hochgebornen Fürsten und Herrn Mavrits von Nassav & c. Mit besondern Fleiß versamlet unnd mit vielen Kupfferstucken geziert. s. l. 1612, S. 132 online Website der Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Abgerufen am 30. Oktober 2017.
  27. Landesarchiv NRW: 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.2. Geistliche Institute, 1.2.5. O– U, 940. Abgerufen am 24. August 2017.
  28. Landesarchiv NRW: Abteilung Rheinland: 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.4. Reichsbehörden, 1.4.1. Reichskammergericht, 3230 - K 809/2186. Abgerufen am 24. August 2017.
  29. ab Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 736.
  30. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 699.
  31. ab Gelders Archive: 0370 Heren en graven van Culemborg, Inventaris, 4. Regesten, 4.2.05. 401-500, Urkunde 423. Abgerufen am 23. Oktober 2017.
  32. abcde Sammlung Ernst von Oidtman: Mappe 993 Reuschenberg. Blatt 1, s.l.
  33. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 2: Mappe 86–147 (Bet–Bre). Köln 1992, S. 10.
  34. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 716.
  35. abcd Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 717.
  36. abcdefghijklmnopqrs Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 701.
  37. abcdefghijklmno Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 700.
  38. Heinrich Candels: Das Zisterzienserinnenkloster St. Jöris in Eschweiler (1274-1802). Mönchengladbach 1982 (= Veröffentlichungen des Bischöflichen Diözesanarchivs Aachen. Band 24), S. 102.
  39. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1607-1852. Band 5: Regesten Nr. 2251 bis 3507. Köln 1988 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 31), S. 72.
  40. ab Reuschenberg, Bernd: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Aachen 2012 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2), S. 30.
  41. Reuschenberg, Bernd: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Aachen 2012 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2), S. 29.
  42. ab Reuschenberg, Bernd: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Aachen 2012 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2), S. 31.
  43. Regionaal Historisch Centrum Limburg: Archief van de heerlijkheid, Familie von Bongart, 01.193 Vrije Rijksheerlijkheid Wijnandsrade, 248. Abgerufen am 30. Oktober 2017.
  44. Gudrun Gersmann, Hans-Werner Langbrandtner (Hrsg.): Adlige Lebenswelten im Rheinland: kommentierte Quellen der Frühen Neuzeit. Köln 2009 (= Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e. V. Band 3), S. 73.
  45. abcdefg Genealogische Werkgroep Waubach: GWW-2. CD-ROM Nr. 2: Familienbuch Setterich, s.l. 2009.
  46. abc Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 727.
  47. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1607-1852. Band 5: Regesten Nr. 2251 bis 3507. Köln 1988 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 31), S. 329.
  48. Landeshauptarchiv Koblenz: Bestand 54,032 - Waldbott v. Bassenheim, Sachakte 464. Abgerufen am 27. Oktober 2017.
  49. abcd Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 734.
  50. abc Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 739.
  51. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 735.
  52. Gelders Archive: 0370 Heren en graven van Culemborg, Inventaris, 4. Regesten, 4.2.05. 401-500, Urkunde 423. Abgerufen am 08. September 2017.
  53. Leonard Ennen (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Stadt Köln. Band 6: Urkunden (1390–1397), Köln 1879, S. 478.
  54. Landesarchiv NRW: Historisches Archiv der Stadt Köln, 1 Stadt Köln, 1.1 Reichsstädtische Überlieferung, 1.1.2. Urkundliche Überlieferung, Haupturkundenarchiv (HUA), Best. 1 (HUA) 5926-6669 (1397-1400), U 6508A. Abgerufen am 25. September 2017.
  55. Georg von Below (Hrsg.): Die Landtagsakten von Jülich-Berg 1400–1610. Band 1: 1400–1562, Düsseldorf 1895 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 11), S. 227.
  56. Wolf D. Pfennig: Vom Pagen am kurkölnischen Hof zum Komtur des Deutschen Ordens. Zur Jugend- und Familiengeschichte Caspar Antons von Belderbusch. Köln 2008 (= Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein. Band 211), S. 107.
  57. Goswin Freiherr von der Ropp (Bearb.): Hanserecesse: 1431–1476. Abteilung 2, Band 6, Leipzig 1890, S. 238.
  58. Friedrich-Arnold Lassotta: Formen der Armut im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit: Untersuchungen vornehmlich an Kölner Quellen des 14. bis 17. Jahrhunderts. Band 2, Köln 1993, S. 57.
  59. Historisches Archiv der Stadt Köln: Stadt Köln/Reichsstädtische Überlieferung, Urkundliche Überlieferung, Best. 2 Urkundenkopiare (HUA Kop.) - 1157-1788, Kopiare, B 7 - Urfehdebuch - 1441-1474. Abgerufen am 06. Dezember 2017.
  60. Klaus Peschke: 1470: Erzbischof Ruprecht kündigt Setterich die Fehde an mit rouffe, brant ind doitslach. Baesweiler 2012 (= Mitteilungen des Geschichtsvereins Baesweiler. Nr. 39), S. 8.
  61. Armin Tille (Bearb.): Übersicht über den Inhalt der kleineren Archive der Rheinprovinz. Band 1, Bonn 1899 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 19), S. 23.
  62. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1467-1536. Band 2: Regesten 451-1050. Köln 1979 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 22), S. 190.
  63. Jürgen Arndt (Bearb.): Das Wappenbuch des Reichsherolds Caspar Sturm. Mit Beiträgen von Heinz Angermeier, Albert Barthelmeß, Heinz Duchhardt, Gerhard Hirschmann und Irmgard Höß, Neustadt/Aisch 1984 (= Wappenbücher des Mittelalters. Band 1), S. 58.
  64. A. Jürgens und W. Krüger: Archäologische Untersuchungen der mittelalterlichen Burganlage Baesweiler-Setterich, Kreis Aachen. In: Ausgrabungen im Rheinland 1981/82. Bonn 1983, S. 216.
  65. Alois Schröer: Die Reformation in Westfalen. Der Glaubenskampf einer Landschaft. Band 1, Münster 1979, S. 577.
  66. Max Lossen: Der Kölnische Krieg. Vorgeschichte 1565–1581. Band 1, München 1882, S. 268.
  67. Historischer Verein Alt-Tilly e.  V.(Hrsg): Die Grafen und Fürsten von Tilly a. d. H. der Herren T´Serclaes. Abgerufen am 30. November 2017.
  68. Edmund Strutz (Hrsg.): Rheinische Lebensbilder. Band. 1, Düsseldorf 1971, S. 67.
  69. Ernst Höfer: Vilshofen und das letzte Jahr des Dreißigjährigen Krieges. Vilshofen 1998 (= Vilshofener Jahrbuch. Band 6), S. 16.
  70. Niedersächsisches Hauptstaatsarchiv Hannover: NLA HA, Hild. Br. 12, Nr. 349. Abgerufen am 06. September 2017.
  71. Margarete Bruckhaus und Roland Rölker (Bearb.): Reichskammergericht P-R. In: Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen. Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände. Band 9, Teil 8, Siegburg 1998, S. 454.
  72. Wolfgang Antweiler und Brigitte Kasten (Bearb.): Reichskammergericht C–D. In: Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen. Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände. Band 9, Teil 2, Siegburg 1988, S. 406.
  73. Willi Ommer: Lückerath, ein Ortsteil in Bergisch Gladbach und seine Geschichte bis zur Zeit der Uraufnahme um 1830. Bergisch Gladbach 2006 (= Schriftenreihe des Bergischen Geschichtsvereins. Band 48), S. 127.
  74. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1607-1852. Band 5: Regesten Nr. 2251 bis 3507. Köln 1988 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 31), S. 297.
  75. David Gropp und Kurt Röckener und Thomas Spohn: Das Viehhaus von 1749/50 auf Burg Klusenstein bei Hemer. In: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe. Erster Westfälischer Tag für Denkmalpflege 2004. Heft 1/04, Münster 2004, S. 4. online Website des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Abgerufen am 14. Juli 2017.
  76. Jochen Bepler: Johannes Sigismund Wilhelm von Reuschenberg († 1703). In: Kirche und Adel in Norddeutschland, Das Aufschwörungsbuch des Hildesheimer Domkapitels. Regensburg 2009 (= Quellen und Studien zur Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim. Band 3), S. 95.
  77. Richard Henry Popkin, Charles B. Schmitt (Hrsg.): Scepticism from the Renaissance to the Enlightenment. Wiesbaden 1987 (= Wolfenbütteler Forschungen. Band 35), S. 164–165.
  78. Gottfried Wilhelm Leibniz: Der Briefwechsel mit Des Bosses. Hrsg. v. Cornelius Zehetner. Hamburg 2007 (= Philosophische Bibliothek. Band 585), S. 10.
  79. Johannes Sigismund von Reuschenberg: Abbrege De Devoir D’Un Jeune Cavalier Voyageur, s.l. 1698, o.S. online Website der Staatsbibliothek Berlin. Abgerufen am 14. Juli 2017.
  80. Bernd Reuschenberg: Bastarde der Familie von Reuschenberg – Eine Spurensuche. Aachen 2014 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 3), S. 95.
  81. Michael Ranft: Der genealogische Archivarius. Band 5, Leipzig 1733, S. 214.
  82. Johann J. von Khevenhüller-Metsch: Zur Geschichte des Theaters am Wiener Hofe. Wien 1896, S. 4.
  83. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 729.
  84. abcdefghijklmno Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 702.
  85. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg. 1467-1536, Band 2: Regesten 451-1050. Köln 1979 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 22), S. 190.
  86. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 715.
  87. Engelhart von Weichs (Bearb.): Inventar des Archivs von Schloß Eicks., Köln 1985 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 29), S. 136.
  88. Otto Reinhard Redlich: Jülich-Bergische Kirchenpolitik am Ausgange des Mittelalters und in der Reformationszeit. Band 2: Visitationsprotokolle und Berichte. Teil 1: Jülich 1533 – 1589. Bonn 1911 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 28), S. 856.
  89. Joseph Niesert: Urkunden zur Geschichte der Münsterschen Wiedertäufer. Coesfeld 1826 (= Münstersche Urkundensammlung. Band 1), S. 109.
  90. Bulletin de la Société d'art et d'histoire du diocèse de Liège. Band 9, Liège 1895, S. 342.
  91. Ernst von Oidtman: Boltheim bei Zülpich und seine Besitzer insbesondere die Herren von Hompesch. Aachen 1884 (= Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Band 6), S. 158–159 (online Internet Archive. Abgerufen am 30. Oktober 2017.).
  92. Cornelia M. Ridderikhoff (Hrsg.): Troisième Livre des procurateurs de la nation germanique de l'ancienne Université d'Orléans 1567–1587. Leiden 2013 (= Education and Society in the Middle Ages and Renaissance. Vol. 45), S. 444.
  93. Cornelia M. Ridderikhoff (Hrsg.): Troisième Livre des procurateurs de la nation germanique de l'ancienne Université d'Orléans 1567–1587. Leiden 2013 (= Education and Society in the Middle Ages and Renaissance. Vol. 45), S. 457.
  94. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 11: Mappe 832–915 (Mo–Pal). Köln 1996, S. 670.
  95. Engelhart von Weichs (Bearb.): Inventar des Archivs von Schloß Eicks., Köln 1985 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 29), S. 244.
  96. abcdefghijk O. V.: Bulletin de l'Institut archéologique liégeois. Tome XXII, Liège 1891, S. 130 (online Internet Archive. Abgerufen am 30. Oktober 2017.).
  97. Theodor Oppenhoff: Die Aachener Sternzunft. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Band 15, Aachen 1893, S. 237.
  98. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 720.
  99. Georg von Below: Landtagsakten von Jülich-Berg: 1400-1610. Band 2. Düsseldorf 1907 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 11), S. 635–929.
  100. Uwe Cormann: Die katholische Pfarrkirche St. Martinus in Barmen. In: Jülich, Stadt - Territorium - Geschichte: Festschrift zum 75jährigen Jubiläum des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e. V. Jülich 2000, S. 643.
  101. O. V.: Bulletin de l'Institut archéologique liégeois. Tome XXII, Liège 1891, S. 130–131.
  102. Helmut Holtz: Die Deutschordenskommende Ramersdorf: Geschichte eines rheinischen Hauses des Deutschen Ritter-Ordens. Bonn 1961, S. 54.
  103. O. V.: Neueste Sammlung auserlesener Deductionen: worinn allerhand wichtige Fragen aus dem Staats- Lehen- und Privat-Recht, in verschiedenen bey denen höchsten Reichs-Gerichten anhängigen Rechts-Sachen, ausgeführt werden. Band 2, Wetzlar 1765, S. 40–44.
  104. Roosenboom, Henk: Philippine van Ruyschenberg († 1618 of 1619), vrouwe van Helmond. In: Brabantse biografieën van bekende en onbekende Noord-Brabanders. Vol. 5, 's-Hertogenbosch 1999, S. 116.
  105. P. C. Molhuysen, P. J. Blok (Hrsg.): Ruissenbergh, Anna. In: Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Abgerufen am 03. Januar 2017.
  106. Hugo Altmann und Paul Hoffmann (Bearb.): Reichskammergericht A–B. In: Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände. Band 9, Teil 1, Siegburg 2003, S. 49–51.
  107. abcdefghijklm Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 698.
  108. abcdefghijkl Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 704.
  109. abcdefghijklmnopq Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 705.
  110. Hermann Deitmer (Bearb.): Generalvikariatsprotokolle des Erzbistums Köln. Band 1/I: Aus der Zeit vor 1700, A-L. Köln 1970, S. 122.
  111. [1] Website von FamilySearch. Abgerufen am 26. Oktober 2017.
  112. [2] Website von FamilySearch. Abgerufen am 26. Oktober 2017.
  113. Hermann Keussen: Das adelige Frauenkloster Meer bei Neuss. Zur Erinnerung an die vor 700 Jahren vollzogene Stiftung dieses Klosters. Krefeld 1866, S. 41 online Website der Universitätsbibliothek Düsseldorf. Abgerufen am 26. Oktober 2017.
  114. abc Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 742.
  115. Hermann Deitmer (Bearb.): Generalvikariatsprotokolle des Erzbistums Köln. Band 1/I: Aus der Zeit vor 1700, A-L. Köln 1970, S. 122.
  116. Rudolf Brandts: Haus Selikum. Neuss 1962 (= Schriftreihe des Stadtarchivs Neuss. Band 1), S. 59.
  117. Franz-Josef Bender: Georg v. Neuhoff und Mechtildt v. Reuschenberg zu Haus Elbroich, Düsseldorf, ihre Familien, ihre Kinder und ihre Vorfahren. In: Düsseldorfer Familienkunde. Heft 3, Düsseldorf 1996, S. 101.
  118. Hermann Nottarp: Das katholische Kirchenwesen der Grafschaft Ravensberg im 17. und 18. Jahrhundert. Paderborn 1961 (= Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte. Band 2), S. 158.
  119. Peter Ringenberg: Dotumentum, Installationis und was dabei vorgefallen, Ihrer hochwohlgeboren Fräulein von Reuschenberg ins hochadelige Stift Schildesche. In: Ravensberger Blätter. Organ des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e. V. Bielefeld 1917, S. 49–50.
  120. Joseph Redegeld: Geschichte des Dorfes und der Pfarre Ovenhausen : mit Beiträgen zur Geschichte der Abtei Corvey und der Hauptstadt Höxter. Paderborn 1895, S. 159.
  121. Wolfgang Antweiler und Brigitte Kasten (Bearb.): Reichskammergericht E–G. In: Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände. Band 9, Teil 3, Siegburg 1989, S. 469.
  122. Hays, Isaac Minis: The record of the celebration of the two hundredth anniversary of the birth of Benjamin Franklin. Philadelphia 1908, S. 473.
  123. Marie Mulvey Roberts und ‎Hugh Ormsby-Lennon: Secret Texts: The Literature of Secret Societies. New York 1995, S. 150.
  124. Gerhard Kurz (Hrsg): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte (1750-1850). Düsseldorf 1984, S. 41.
  125. Manfred von Stosch: Düsseldorfs "öffentliche Bibliotheque". 1770-1809. In: Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte, 1750-1850. Düsseldorf 1984, S. 41.
  126. Christian von Stramberg: Denkwürdiger und nützlicher Rheinischer Antiquarius, welcher die wichtigsten und angenehmsten geographischen, historischen und politischen Merkwürdigkeiten des ganzen Rheinstroms, von seinem Ausflusse in das Meer bis zu seinem Ursprunge darstellt. Mittelrhein. Abteilung 2, Band 1, Coblenz 1845, S. 702–703.
  127. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1607-1852. Band 5: Regesten Nr. 2251 bis 3507. Köln 1988 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 31), S. 440.
  128. Otto Reinhard Redlich (Bearb.): Jülich-Bergische Kirchenpolitik am Ausgange des Mittelalters und in der Reformationszeit. Band 2/1: Visitationsprotokolle und Berichte, Jülich 1533–1589, Bonn 1911 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 28), S. 856.
  129. P. C. Molhuysen, P. J. Blok (Hrsg.): Ruissenbergh, Anna. In: Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Abgerufen am 03. Januar 2017.
  130. Ulrich Faust (Bearb.): Die Benediktinerklöster in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen. Erzabtei St. Ottilien 1979 (= Germania Benedictina. Band 6), S. 359.
  131. Edmund von Wecus: Der Rog. In: Blätter für Mosel, Hochwald und Hunsrück. Jahrgang 4, Nr. 1 und 2), Trier 1913, S. 3.
  132. Bernd Reuschenberg: Bastarde der Familie Reuschenberg – Eine Spurensuche. Aachen 2014 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 3), S. 96.
  133. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 711.
  134. ab Website des Rheinischen Bilderarchivs. Abgerufen am 18. September 2017.
  135. Friedrich Lau (Hrsg.): Das Buch Weinsberg. Kölner Denkwürdigkeiten aus dem 16. Jahrhundert. Bonn 1898 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 16/4), S. 230.
  136. Website des Gemeentemuseums Helmond. Abgerufen am 18. September 2017.
  137. Website der Dombibliothek Hildesheim. Abgerufen am 18. September 2017.
  138. Website des Klosters Saarn. Abgerufen am 18. September 2017.
  139. Adi Zantis: Baron von Reuschenberg wandert ein letztes Mal. In: Aachener Zeitung. Abgerufen am 18. September 2017.
  140. Heinz Marx: Das Geschlecht derer von Reuschenberg: nach einer Aufstellung verschiedener Genealogen und dem Material aus Archiven und Bibliotheken. Neustadt 1978 (= Deutsches Familienarchiv. Band 70), S. 14–18.
  141. Reuschenberg, Bernd: Der Ursprung der Familie von Reuschenberg. In: Elsdorfer Ge-schichte. Jahrbuch des Geschichtsvereins Elsdorf, Band 5 /2012, Kreuzau 2012, S. 37.
  142. Hanns Merckens: Beitrag zur Geschichte der Familie Reuschenberg. Düsseldorf 1983 (= Düsseldorfer Familienkunde. Jahrgang 19, Heft 1), S. 2.
  143. Johann Seifert: Hoch-Adeliche Stam[m]-Taffeln : Nach Ordnung des Alphabets ; ... ; Durch lange und kostbahre Correspondentz Mit unermüdeten Fleieß zusammen getragen und ausgefertiget. Band 4, Regensburg 1732, Blatt 17.
  144. Reuschenberg, Bernd: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben (Jahrbuch Nr. 2 / 2011-12 des Geschichtsverein Baesweiler), s.l. 2012, S. 29–31.
  145. Bernd Reuschenberg: Bastarde der Familie von Reuschenberg – Eine Spurensuche. Aachen 2014 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 3), S. 95–97.
  146. O. V.: Erneuerte vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat Band 2, Ausgabe 2, Wien 1817, S. 210.
  147. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 741.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Als Stammhaus wird ein Wohnsitz bezeichnet, welcher über Generationen von einer Familie bewohnt wurde. Im Gegensatz dazu kann jede Burg oder Schloss als Adelssitz bezeichnet werden – unabhängig von der Dauer der Nutzung als Wohnsitz.
  2. Zwischen 1350 und 1380 wird mehrfach ein Ritter namens Cuno von Giesendorf erwähnt, dessen Zuordnung unter Genealogen umstritten ist. Offenbar handelte es sich hier um zwei unterschiedliche Personen. Der eine Ritter war vermutlich Cuno von Reuschenberg, Herr zu Giesendorf (Historisches Archiv der Stadt Köln: 1 Stadt Köln, 1.1 Reichsstädtische Überlieferung, 1.1.2. Urkundliche Überlieferung, Haupturkundenarchiv (HUA), Best 1 HUA 1990-2963 (1350-1375), U1 2810. Abgerufen am 07.Dezember 2017.) In einer Urkunde von 1373 wurde offenbar der Beiname Giesendorf statt des Familiennamens verwendet, denn er siegelte mit dem Reuschenberg’schen Wappen. Es lässt sich darüber hinaus ein weiterer Ritter namens Cuno von Giesendorf nachweisen, welcher allerdings ein anderes Siegel verwendete. Da dieses identisch mit dem der Herren von Esch war, entstammten beide demselben Sippenverband (Heinrich Schläger: Geschichte von Giesendorf. Abgerufen am 25.09.2017.) Darüber hinaus lässt sich gegen Ende des 14. Jahrhunderts neben Cuno von Reuschenberg zu Setterich noch ein weiterer Cuno von Reuschenberg nachweisen. Dieser ließ sich im Jahr 1393 von der Stadt Köln als Söldner anwerben Historisches Archiv der Stadt Köln: 1 Stadt Köln, 1.1 Reichsstädtische Überlieferung, 1.1.2 Urkundliche Überlieferung, Haupturkundenarchiv Bestand 1, 4001-5925 (1388-1396), U K/4887. Abgerufen am 08. Dezember 2017.
  3. Die Genealogische Sammlung von Oidtman wurde durch Herbert Schleicher transkribiert, geordnet und veröffentlicht (Herbert M. Schleicher: Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung. 18 Bände, Köln 1992-1999). Zu diesem Zeitpunkt fehlten zwei von insgesamt fünf Blätter. Diese wurde später der Universitätsbibliothek Köln übergeben und stehen seit dem der Öffentlichkeit zur Verfügung.
  4. Der Artilleriemeister und jülich’sche Rat Johann von Reuschenberg wurde auch Wilhelm von Reuschenberg genannt. Die jeweilige Verwendung des Vornamens Johann oder Wilhelm lässt sich auch für dessen Bruder, dem Pastor von Barmen (heute Jülich-Barmen), nachweisen (Otto Reinhard Redlich (Bearb.): Jülich-Bergische Kirchenpolitik am Ausgange des Mittelalters und in der Reformationszeit. Band 2/1: Visitationsprotokolle und Berichte, Jülich 1533–1589, Bonn 1911 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 28), S. 341.) Darüber hinaus hieß ein Neffe der beiden Brüder ebenfalls Wilhelm von Reuschenberg. Er war der Begründer der Seitenlinie zu Overbach und Rochette.
Stammwappen der Familie von Reuschenberg

von Reuschenberg (Ruischenberg oder Rauschenberg) war der Familienname eines rheinländischen Landadelsgeschlechts, welches seinen Stammsitz ursprünglich bei Elsdorf auf Burg Reuschenberg hatte. Die Herren von Reuschenberg etablierten sich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Seitenlinie derer von Esch und gründeten ihrerseits mehrere Nebenlinien. Im Einklang mit der Tradition der bisherigen genealogischen Forschung wird die Linie von und zu Reuschenberg nicht als Seiten-, sondern als Hauptlinie bezeichnet. Ab dem 15. Jahrhundert gehörte das Geschlecht zu den führenden landadeligen Familien des Herzogtums Jülich.

Die Herren von Reuschenberg, welche ursprünglich aus dem Bereich von Elsdorf stammen, sind laut dem Genealogen Ernst von Oidtman nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Familie mit Stammsitz auf Burg Reuschenberg an der Wupper.[1] Die von ihm verwendeten Quellen sind allerdings nicht bekannt, daher konnte diese These bislang noch nicht belegt werden.

Namenskunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Setterich
Rurich
Eicks
Selikum
Overbach
Reuschenberg
Luppenau
Ehemalige Stammsitze im Regierungsbezirk Köln

Der erster Herr von Burg Reuschenberg war ein Ritter aus der Familie von Esch. Wahrscheinlich nannte sich bereits dieser auch nach seinem neuen Stammsitz. Spätestens Anfang des 14. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem ursprünglichen Beinamen ein Familienname. Die Schreibweise Reuschenberg entwickelte sich erst ab dem 17. Jahrhundert, zuvor dominierten zahlreiche Varianten der Schreibweise Ruischenberg. Es handelt sich hierbei um eine Komposition von „Reuschen“ und dem Grundwort „-berg“. Reuschen ist eine Weiterentwicklung der früheren Schreibweise Rusen oder Ruischen und lässt sich vermutlich auf das niederdeutsche Wort „Rusch“ (= Binsen) zurückführen.[2] Für diese Deutung würde die Anlage der Wasserburg in einer ehemals feuchten Senke sprechen. Morphologisch war diese Senke aufgrund des sehr flachen Reliefs kaum wahrnehmbar und fiel vermutlich eher durch den für einen feuchten Standort typischen Binsenbestand auf.[3] Der Begriff „-berg“ erschließt sich für die Namensgebung nicht unmittelbar, da die Festungsanlage nicht in Berglage errichtet wurde. Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Namensübertragung, da die Festung ursprünglich als Motte errichtet wurde, deren zentrales Element ein Gebäude auf einem künstlichen Hügel (= Berg) war. Im deutschsprachigen Raum lassen sich weitere Wasserburgen mit einer vergleichbaren Wortzusammensetzung nachweisen (siehe auch Burg Warberg oder Burg Wellberg). Die Begriffe „Berg“ und „Burg“ wurden früher auch synonym verwendet. So lässt sich beispielsweise für die ehemalige Burg Neuerburg bei Rosellen belegen, dass diese im 18. Jahrhundert auch „Neuenberg“ genannt wurde.[4]Etymologisch entwickelten sich beide Begriffe offenbar aus derselben sprachlichen Wurzel.[5]

Entsprechend der Zugehörigkeit zu einer der Linien wurde der Familiennamen oft mit einem Namenszusatz versehen. Diese Ergänzungen beziehen sich meist auf das jeweilige Stammhaus, wie beispielsweise zu Setterich oder zu Selikum.[Anmerkung 1]

Über Generationen verwendete Vornamen innerhalb einer Familie werden als Leitnamen bezeichnet. Neben dem damals allgemein recht häufigen Vornamen Johannes (Johann) lassen sich die Leitnamen Konrad (Cuno), Wilhelm und Heinrich nachweisen.

Geschichte und Genealogie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammbaum der Familie Reuschenberg (vor 1450)

Erstmals erwähnt wurde die von Reuschenberg im Jahr 1278 mit Cuno de Rusenberg. Dieser entstammte der Familie von Esch, deren Stammsitz sich im Bereich der heutigen Stadt Elsdorf befand. Bereits 1248 lässt sich mit Udo von Esch erstmals ein Ritter dieser Sippe nachweisen.[6] Dieser Ritter wurde neben Heinrich von Desdorf und Johann von Reifferscheid als Zeuge erwähnt, was eine sichere Zuordnung zu der Familie von Esch möglich macht. Möglicherweise war er der erste Burgherr der Burg Reuschenberg. Bis Ende des 14. Jahrhunderts ist bislang vergleichsweise wenig über die Herren von Reuschenberg bekannt. Zu dieser Zeit war die Burg Reuschenberg bereits verfallen, und über den damaligen Rittersitz der Herren von Reuschenberg zu Reuschenberg ist nichts bekannt.

Mit Beginn des 15. Jahrhunderts werden die Herren von Reuschenberg historisch konkreter greifbar. Cuno von Reuschenberg, Sohn von Gerard, und seine Frau Nesa von Setterich begründeten mit ihren Kindern nach 1360 die erste Seitenlinie des Geschlechts.[Anmerkung 2]

Bis Mitte des 16. Jahrhunderts bildeten sich durch Heirat und Erbschaft weitere Seitenlinien aus:

Die Zeit bis zum Ewigen Landfrieden im Jahre 1495 war geprägt von Fehden. Dabei zeugen die überlieferten Streitigkeiten mit der Reichsstadt Köln von einem ausgeprägten Selbstbewusstsein der Herren von Reuschenberg. Nach der Verkündung des Landfriedens lassen sich zumindest für dieses Geschlecht keine weiteren Fehden nachweisen.

Die Familien aus dem Hause Reuschenberg waren offenbar bis Ende des 16. Jahrhunderts finanziell gut aufgestellt, denn zu ihren Gläubigern zählten auch die Herzöge von Jülich. Johann von und zu Reuschenberg lieh beispielsweise im Jahr 1499 dem Herzog Wilhelm IV. eine größere Summe. Dieser überschrieb ihm im Gegenzug als Pfand das Dorf Grouven.[7]

Ab dem frühen 16. Jahrhundert bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts besetzten die Herren von Reuschenberg aus den Linien zu Setterich, zu Selikum und zu Overbach wichtige Positionen innerhalb des Deutschen Ordens. Gemeinsam mit verwandten Ordensrittern, wie dem Landkomtur Caspar Christian von Neuhoff, sowie dem Komtur Wilhelm von Neuhoff, bildeten sie ein Netzwerk verwandtschaftlicher Beziehungen, insbesondere innerhalb der Ballei Alden Biesen. Der katholische Landkomtur Johann Heinrich von Reuschenberg aus dem Hause Setterich setzt sich ganz im Sinne der Gegenreformation für eine bessere Bildung innerhalb des Ordens ein und restrukturierte diesen innerhalb seines Herrschaftsbereiches.[8]

Entwicklung der Haupt- und Seitenlinien

Der Einfluss der Familie innerhalb des Herzogtums Jülich erreichte einen Höhepunkt Ende des 16. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit lag die Regierungsgewalt praktisch in den Händen der katholischen Räte, da der Herzog Johann Wilhelm III. durch seine psychischen Erkrankungen stark geschwächt war. Seine Ehefrau Jakobe von Baden wollte die Staatsgeschäfte im Namen ihres Mannes führen und stellte sich damit gegen die Interessen der katholischen Räte. Diese waren offenbar nicht gewillt die Gewalt über die Regierungsgeschäfte wieder abzugeben und verweigerten sich den Anweisungen der Herzogin.[9]Der katholische Hofmarschall Johann von Reuschenberg zu Setterich unterstützte ab 1585 den „schwermütig“ gewordenen Herzog. Als dessen ehemaliger Erzieher gehörte er zweifellos zu den engsten Vertrauten von Johann Wilhelm III. Ob und wieweit er den Komplott der katholischen Räte unterstützte, konnte bislang nicht geklärt werden. Nachweisbar ist hingegen die Präsenz von weiteren Mitgliedern der Reuschenberg’schen Sippe am herzoglichen Hof. So nahm der gleichnamige Johann von Reuschenberg zu Reuschenberg als Hofmeister ebenfalls eine zentrale Position am Hof ein. Angeführt wurde der Widerstand von der Schwägerin Jacobes, der Herzogin Sybille von Burgau. Diese klagte Jacobe im Jahr 1595 an, weil diese sich einem Liebhaber zugewendet hat. Als Zeugen berief sie den Oberstleutnant Johann von Reuschenberg zu Overbach, welcher für diesen Zweck nach Düsseldorf zurückbeordert wurde. Er war bereits mit seinem Regiment „Schwarzenberg“ auf dem Weg nach Ungarn (→ Langer Türkenkrieg).[10] Im September 1597 verstarb Jacobe unter ungeklärten Umständen. In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass zu dieser Zeit Anna von Reuschenberg und ihre Schwester Margarethe Staatsjungfrauen der Herzogin Sybille waren.[11]

1639 wurden die Brüder Johannes Ernst und Heinrich Friedrich von Reuschenberg zu Setterich für ihre Verdienste vom Kaiser Ferdinand III. in den Reichsfreiherrenstand erhoben.[12] Die Standeserhebung galt ebenfalls für deren Geschwister und Nachkommen, allerdings nicht für die anderen Linien des Geschlechts. Nichtsdestotrotz übernahmen alle anderen Linien den Titel Freiherr oder Freifrau – nur die entsprechende „Wappenverbesserung“, das freiherrliche Wappen, blieb den Herren zu Setterich vorbehalten.

Vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts starb mit dem letzten männlichen Nachkommen der Seitenlinie zu Selikum das Adelsgeschlecht von Reuschenberg aus.

Reuschenberg zu Reuschenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Reuschenberg (ältere Linie)
  1. Gerard von Reuschenberg ∞ N.N.[13]
    1. Cuno von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Setterich)
    2. Johann von Reuschenberg ∞ N.N.[14]
      1. Johann von Reuschenberg [15]
Stammliste von Reuschenberg zu Reuschenberg (jüngere Linie)
  1. Konrad von Reuschenberg ∞ Gertrud von Wailhuysen [16]
    1. Johann von Reuschenberg ∞ 1. Aleid Hurt von Schöneck [17], 2. ∞ Elisabeth Vels von Wevelinghoven [17]
      1. Conrad von Reuschenberg [17]
      2. Otto von Reuschenberg [18]
      3. Stephan von Reuschenberg [18]
      4. Wilhelm von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Selikum)
      5. Johann Wilhelm von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Luppenau)
      6. Hillaria von Reuschenberg ∞ Herman von Bemmelsberg gen. Hoinstein [18][19]
      7. Jakob von Reuschenberg ∞ Agnes von Eynatten [17]
        1. Elisabeth von Reuschenberg ∞ Godart von Harff zu Harff [17]
        2. Jacob von Reuschenberg [17]
        3. Franz von Reuschenberg ∞ Hermana von Steprath zu Höngen und Erp [17]
          1. Johann von Reuschenberg ∞ Agnes von Bremt zu Vlassrath[17]
          2. Anna von Reuschenberg ∞ Johann Carl Josef Freiherr Kolff von Vettelhoven zu Hausen [17]
          3. Margarethe von Reuschenberg ∞ Jobst von Werminghausen [20]
          4. Agnes von Reuschenberg ∞ Ludbert von Wendt zu Holtfeldt [18]
          5. Maria Sophia von Reuschenberg ∞ Heinrich Spies von Büllesheim zu Bubenheim [18]
          6. Elisabeth Maria von Reuschenberg [17]
          7. Heinrich von Reuschenberg [17]
13. Jahrhundert

Archäologische Untersuchungen belegen, dass die Burg Reuschenberg nach ihrer Erbauung um 1250 nur relativ kurz bewohnt war. Die Gebäude verfielen anschließend und wurden erst im Laufe des 15. Jahrhunderts wieder errichtet.[21] Aus welchen Gründen an dieser Stelle eine Festungsanlage errichtet wurde, konnte bislang nicht zufriedenstellend geklärt werden. Möglicherweise sollte der Schutz der Handelsstraße Köln–Aachen verbessert werden, welche ungefähr einen Kilometer von dieser entfernt verlief.

Erstmals wird 1278 mit Cuno de Rusenberg ein Mitglied der Familie erwähnt. Wahrscheinlich ist er identisch mit dem Vogt zu Esch, welcher 1287 als „Ritter C.“ erwähnt wurde. In diesem Jahr verpachtete Abt Godfried vom Kloster Pantaleon den Hof Esch dem zuvor erwähnten Ritter und seiner Frau.[22] Es gibt Hinweise, dass im Rheinland Vögte für die Hohe Gerichtbarkeit zuständig waren und somit Todesurteile fällen konnten.[23] Sollte das ebenfalls für die Herren von Reuschenberg zutreffen, wäre die Deutung ihrer Wappensymbole (Raben und Querbalken) als Zeichen der Hohen Gerichtsbarkeit wahrscheinlich (→ Wappen).

Entwicklung der Linie zu Reuschenberg
14. Jahrhundert

Um 1314 lässt sich Wolter von Esch gnt. Reuschenberg als Schultheiß zu Esch nachweisen.[24] Den klösterlichen Fronhof zu Esch erbte nach seinem Tod sein ältester Sohn Theoderich Runhard von Esch. Dessen Bruder Gerard von Reuschenberg versuchte 1337 vergeblich ihm das Erbe streitig zu machen.[13] Gerard kann insofern als Begründer der Linie zu Reuschenberg gelten, als dass er als erster mit dem Reuschenberg’schen Stammwappen ohne die Darstellung einer Lilie im Querbalken siegelte (→ von Esch). Gerard hatte wahrscheinlich mindestens zwei Söhne: Johann und der nachgeborene Cuno von Reuschenberg.

15. Jahrhundert

Johann, Sohn von Johann, wurde 1412 als Knappe und Burgmann zu Bergheim erwähnt.[15] Die Hauptlinie zu Reuschenberg endete mit seinem Tod vor 1435. Dessen Erbe ging zunächst an seinen gleichnamigen Verwandten Johann von Reuschenberg zu Setterich, welcher seinerseits vor 1436 verstarb. Wiederum dessen Sohn Conrad erbte die Güter zu Reuschenberg und begründete so erneut eine Linie zu Reuschenberg. Die Hauptlinie lässt sich folglich in eine ältere Linie und eine jüngere Linie unterteilen. Diese Unterteilung ist zu unterscheiden von der seit dem 17. Jahrhundert in vielen Publikationen erwähnte „jüngeren“ oder „älteren Linie“. Dessen Definition bezieht sich darauf, dass die Linien zu Reuschenberg und zu Setterich bereits vor 1400 unabhängig voneinander entwickelten.[14] Nicht berücksichtig wurde bei dieser These allerdings, dass sich die Adelssitze Reuschenberg und Setterich zeitweise im Besitz von einer Person (namentlich Johann von Reuschenberg zu Setterich) befanden.

Johann, Sohn von Conrad, war einer der Erben seines Onkels Harper von Reuschenberg. Von diesem erbte er 1482 die Burg Laufenburg (Louvenberg), beziehungsweise wurde damit belehnt. Harper selbst wurde 1469 erstmals als Herr zu Louvenberg erwähnt.[25] Die weiteren Besitzverhältnisse der Höhenburg bei Langerwehe konnten bislang nicht geklärt werden. Vermutlich blieb der Rittersitz für einige Generationen im Besitz der Herren zu Reuschenberg. Erst 1560 wurde mit Johann von Reuschenberg zu Luppenau wieder ein Herr von Louvenberg erwähnt (→ Reuschenberg zu Luppenau).

16. Jahrhundert

Die Brüder Conrad und Otto von Reuschenberg, beides Söhne von Johann, fielen 1552 während der Belagerung von Metz. In dieser kriegerischen Auseinandersetzung versuchte die kaiserlichen Truppen in den Jahren 1552 und 1553 vergeblich die französische Festung zu erobern.[18] 1570 wurde deren Neffe Franz von Reuschenberg, Sohn von Jacob, mit dem Burghof zu Erb belehnt.[17]

Heinrich, Sohn von Franz von Reuschenberg, war Oberstleutnant im Regiment von Oberst la Barotte unter der Führung von Moritz von Oranien. Er fiel in der Schlacht bei Turnhout (→ Spanisch-Niederländischer Krieg).[26]

17. Jahrhundert

1608 wurde der Burghof mit Haus und Hofgebäuden usw. an den Abt des Klosters von Siegburg verkauft.[27]

Die jüngere Linie zu Reuschenberg endete 1622 mit dem Tod von Johann, Sohn von Franz. Die Burg Reuschenberg ging als Teil des Erbes in den Besitz seiner Töchter, beziehungsweise deren Ehemänner über. Nach Erbstreitigkeiten übernahm 1635 Dietrich von Zweibrüggen den ehemaligen Stammsitz und verkaufte diesen einige Jahre später an die Familie von Hanxler.[28] 1670 überlässt der schwer kranke Hermann von Hanxler die Burg Reuschenberg seinem Halbbruder Jobst Edmund von Reuschenberg zu Setterich.[29]

Reuschenberg zu Setterich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Setterich
  1. Konrad (Cuno) von Reuschenberg ∞ Agnes (Nesa) von Setterich [30]
    1. Adelheid (Aleid) von Reuschenberg [31]
    2. Annegret (Grietgin) von Reuschenberg [31]
    3. Johann von Reuschenberg ∞ Catharina von Heinsberg [32][Anmerkung 3]
      1. Elisabeth von Reuschenberg ∞ Dietrich von Betgenhausen zu Betgenhausen [33]
      2. Barbara von Reuschenberg ∞ Gerhard von der Linden gnt. van den Eychoultz [34]
      3. Catharina von Reuschenberg [35]
      4. Grietgin von Reuschenberg [35]
      5. Harper von Reuschenberg ∞ Mechtild (Mettel) von der Horst [35]
        1. Christine (Styng) von Reuschenberg [35]
      6. Conrad von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Reuschenberg)
      7. Heinrich von Reuschenberg ∞ 1. Heilwich von Horrich [36], 2. ∞ Gertrud Ketge von Ringsheim [36]
        1. Conrad von Reuschenberg [36]
        2. Heinrich von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Eicks und Rurich)
        3. Johann von Reuschenberg ∞ Maria Margarethe von Grein zu Overbach und Hasenfeld[37]
          1. Maria von Reuschenberg [36]
          2. Katharina von Reuschenberg [36]
          3. Franz von Reuschenberg [37]
          4. Johann Wilhelm von Reuschenberg [37]
          5. Johann Wilhelm von Reuschenberg [36]
          6. Anna von Reuschenberg [36]
          7. Margaretha von Reuschenberg ∞ Johann von Holtorf zu Bollendorf [36]
          8. Katharina von Reuschenberg ∞ Gillis von Eynatten zur Neuerburg [36]
          9. Maria Katharina von Reuschenberg [36]
          10. N.N. von Reuschenberg [36]
          11. Edmund von Reuschenberg ∞ Philippina von Nesselrode zu Holtrop [37]
            1. Gertrud von Reuschenberg [38]
            2. Winand von Reuschenberg [36]
            3. Wilhelm von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Overbach und Rochette)
            4. Maria Agnes von Reuschenberg ∞ Caspar Huyn van Amstenrade zu Hausen [36]
            5. Johann Heinrich von Reuschenberg [37]
            6. Johann von Reuschenberg ∞ 1. Maria von Gülpen [37], ∞ 2. Julante Huyn von Amstenrath zu Rivieren [37]
              1. Catharina von Reuschenberg [37]
              2. Maria von Reuschenberg [37]
              3. Edmund von Reuschenberg ∞ Anna von Schwarzenberg zu Hohenlandsberg [37]
                1. Agnes von Reuschenberg [12]
                2. Claudia von Reuschenberg [12]
                3. Anna Maria von Reuschenberg ∞ 1. Johann Wilhelm von Wittenhorst zu Endt und Holtum [39], 2. ∞ Alexander von Cortenbach [40]
                4. Johannes Ernst von Reuschenberg [41]
                5. Heinrich Friedrich von Reuschenberg [42]
                6. Franz von Reuschenberg [42]
                7. Edmund von Reuschenberg ∞ Anna Maria von Werminghausen [20]
                  1. Anna Margaretha von Reuschenberg ∞ Johann Bernhard von dem Bongart und Rickolt [43]
                  2. Johannes Franz von Reuschenberg [32]
                  3. Philippina Agnes von Reuschenberg ∞ Degenhard von Wolff-Metternich zu Gracht, Rath und Vorst [44]
                  4. Johannes von Reuschenberg [45]
                  5. Jobst Edmund von Reuschenberg ∞ 1. Catharina Maria Antoinette von Virmond [46]
                    1. Johann Severinus von Reuschenberg [45]
                    2. Anna Margaretha Agnes von Reuschenberg [45]
                    3. Maria Odilia Godfrieda von Reuschenberg ∞ 1. Franz Damian Wilhelm von Bourscheid zu Burgbrohl [47], ∞ 2. Ferdinand Waldbott von Bassenheim zu Bornheim und Olbrück [48]
                    4. Anna Maria von Reuschenberg ∞ Leonhard Maximilian Cleuter (bürgerlich) [46]
                    5. Philippa von Reuschenberg [45]
                    6. Olympia von Reuschenberg [45]
                    7. Anna Gertrud Maria von Reuschenberg [32]
                    8. Alexander Ambrosius Johannes von Reuschenberg ∞ Maria Elisabeth Raitz von Frentz zu Kendenich [46]
                      1. Johannes Sigismund Wilhelm von Reuschenberg [32]
                      2. Jobst Edmund Franz Christoph von Reuschenberg ∞ 1. Maria Agnes Odilia Therese von Goltstein zu Breil [32]
                        1. Maria Elisabeth Theresia Alexandra von Reuschenberg ∞ N. N. von Hoen zu Neuchâteau [49]
                      3. Jobst Edmund Franz Christoph von Reuschenberg ∞ 2. Maria Klara Emerentia Sofia von Virmond zu Neersen [50]
                        1. Maria Luise Anna Franziska von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Selikum) [49]
                        2. Maria Theresia Odilia Ambrosia von Reuschenberg ∞ Johann Maximilian Franz von Coudenhove zu Fraiteur und Setterich [49]
                        3. Maria Felicitas Odilia Franziska von Reuschenberg [45]
                        4. Maria Adolphina Theresa Catharina Sophia von Reuschenberg ∞ Franz Karl von Forstmeister zu Gelnhausen [49][45]
                  6. Jobst Edmund von Reuschenberg ∞ 2. Maria Cleuter (bürgerlich) [51]
                    1. Maria Philippine Ernestina von Reuschenberg ∞ 1. Franz Friedrich von Andler [50], 2. ∞ Rudolf Christoph Graf von Witten [50]
14. Jahrhundert

Die Seitenlinie zu Setterich wurde von Cuno von Reuschenberg und dessen Ehefrau Nesa von Setterich vermutlich um 1360 begründet. Nesa brachte nach dem Tod ihres Vaters Johann von Louvenberg Setterich mit in die Ehe. Diese Nebenlinie war nicht nur die älteste, sondern auch die einflussreichste Linie innerhalb der Sippe. Macht und Einfluss des Hauses Setterich lassen sich auf die Tatsache zurückführen, dass Setterich eine jülich’sche Unterherrschaft war. Damit einher ging das Recht der Besitzer an den sogenannten Unterherrentagen teilzunehmen. Das wiederum erhöhte die Chance die Politik des Herzogs beeinflussen zu können, sowie sich attraktive Positionen am Hof oder der Landesherrlichen Verwaltung zu sichern. Mit dem Tod von Johann von Louvenberg wurde dessen Erbe unter seinen zwei Töchtern aufgeteilt. Nesa erhielt das Dorf und die Unterherrschaft Setterich, während Elisabeth Eicks und Louvenberg erhielt. Offenbar verstarb ihre Schwester und deren Ehemann kinderlos, denn Harper von Reuschenberg aus dem Hause Setterich wurde ab Mitte des 15. Jahrhunderts als Herr von Eicks und Louvenberg erwähnt. Weniger bekannt war bislang, dass Cuno und Nesa neben ihrem Sohn Johann auch noch zwei Töchter hatten.[52] Kurz nach dem Sturz der Patrizier im Jahr 1396 (→ Kölner Verbundbrief) erklärte ihr Sohn gemeinsam mit anderen landadeligen Ritter der Reichsstadt Köln die Fehde.[53]

15. Jahrhundert

Knapp vier Jahre nach Beginn der Fehde schloss Johann von Reuschenberg mit den Ratsherren der Stadt Köln einen Waffenstillstand.[54] Um 1432 wurde er von Johann von Pallandt entführt und über längere Zeit gefangen gehalten. Herzog Adolf VII. von Jülich forderte im Jahr 1434 den Herrn von Pallandt zum wiederholten Mal auf den von ihm entführten Reuschenberg wieder frei zu lassen.[55] Wann dieser letztlich wieder frei kam, ist nicht überliefert. Johann verstarb jedoch noch vor 1436 und hinterließ seinem Sohn Heinrich die Unterherrschaft Setterich.

Heinrich von Reuschenberg erbte 1446 die Burg Streversdorp von seinem verstorbenen Schwiegervater Johann von Horrich. Erst 1475 verkaufte er die Festung wieder an seinem Schwager Johann, dem gleichnamigen Sohn seines Schwiegervaters.[56] Spätestens 1469 erklärte er der Reichsstadt Köln die Fehde. Seine Worte an den Boten der Stadt sind schriftlich überliefert und zeugen von einem überraschend robusten Selbstbewusstsein: [57][58]

„Ich heyssche Heynrich Ruysschenberg, Herre zo Setterich, die kerle schryvent sich boyven an, off weren sy eyn hertzogh van Bourgondien ind synt doch wever, schroeder, smede ind schoenmecher ind alreleye luyde ind dartzo duwent sy mich in yren brieven ind trotzent myr mit etlichen worden.“

Offensichtlich war der Unterhändler trotz der schwierigen Ausgangslage erfolgreich, denn Heinrich legte noch im selben Jahr vor dem Rat der Stadt Köln die Urfehde ab.[59] Die Herrschaft Setterich wurde 1470, unabhängig von der Fehde mit der Stadt Köln, im Auftrag des Kölner Erzbischofs Ruprecht angegriffen. Angeblich hatte ein Einwohner Setterichs im Erzbistum einen Raub durchgeführt. Der Erzbischof kündigte Heinrich eine Fehde mit „rouffe, brant ind doitslach“ an.[60]

Johann von Reuschenberg, der älteste Sohn von Heinrich, erbte 1484 von seinem Onkel Harper das freiadelige Haus Eicks und Ländereien.[61] Im Jahr 1500 wurde sein Bruder Heinrich von Reuschenberg als Herr zu Eicks erwähnt, dem späteren Gründer der Seitenlinie zu Eicks und Rurich. Offenbar hat Johann noch vor 1500 ihm die Güter zu Eicks überlassen.[62]

16. Jahrhundert

Maria Grein von Aldenhoven, Ehefrau von Johann, brachte Haus Overbach mit in ihre Ehe ein. Nach einem Vertrag von 1535 erbte offenbar der Artilleriemeister und spätere jülich’sche Rat Johann von Reuschenberg, Sohn von Johann, diesen Adelssitz von seinen Eltern.[37][Anmerkung 4]

Die herausgehobene Stellung des Hauses Setterich unter den jülich’schen Landadel lässt sich dadurch belegen, dass Edmund von Reuschenberg, ebenfalls ein Sohn von Johann, spätestens 1525 zum Vertreter des niederländisch-westfälischen Kreises im Rahmen des Reichsregimentes unter Kaiser Karl V. ernannt wurde.[63] Edmunds Ehefrau Philippina von Nesselrode erbte die Burg Holtrop von ihren Eltern und brachte somit den Rittersitz mit in die Ehe ein. Nach ihrem Tod ging der Rittersitz an ihren Sohn den Erbmarschall Wilhelm von Reuschenberg und damit an die Seitenlinie zu Overbach und Rochette.

Nach dem Ewigen Landfrieden lässt sich zumindest für die Familie von Reuschenberg keine Fehde mehr nachweisen. Sie wurden offenbar ab dem 16. Jahrhundert in erster Linie von überregionalen Konflikten konfrontiert. So wurde 1542/43 die Burg Setterich während des 3. Geldrischen Erbfolgekrieg überfallen und niedergebrannt.[64] Mit der Reformation veränderten sich die politischen Rahmenbedingungen für das Herzogtum Jülich-Berg. Als Mitglied der herzoglichen Gesandtschaft nahm der jülich’sche Rat (Johann) Wilhelm von Reuschenberg im Jahr 1555 am Reichstag zu Augsburg teil und gehörten damit zu den Gründungsvätern des Augsburger Religionsfrieden.[65] Obwohl Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg versuchte sich konfessionell neutral zu verhalten, befand sich das Herzogtum, insbesondere ab Mitte des 16. Jahrhunderts, zunehmend im Spannungsfeld der machtpolitischen Interessen der katholischen Dynastie der Habsburger (Spanische Niederlande und Österreich) einerseits und der protestantischen Fürsten andererseits. Die Ernennung eines Erziehers für den ältesten Sohn Wilhelms V. war insofern eine Angelegenheit auf höchster politischer Ebene. So bat der spanische Gesandte Luis de Requesens im Jahr 1575 den bayrischen Herzog Albrecht V. seinem Schwager Herzog Wilhelm V. dem Marschall Johann von Reuschenberg zu Setterich, Sohn von Edmund, als künftigen Hoffmeister zu empfehlen. Ziel war es dem zukünftigen Erbfolger Wilhelms V. einen katholischen Erzieher zur Seite zu stellen.[66]

Edmund von Reuschenberg, Sohn von Johann, heiratete um 1590 Anna von Schwarzenberg zu Hohenlandsberg. Annas Stiefmutter Margarethe T’Serclaes war die Schwester des katholischen Feldmarschalls Graf von Tilly.[67] Diese verwandtschaftlichen Beziehungen trugen wahrscheinlich mit dazu bei, dass Johannes Ernst, Sohn von Edmund von Reuschenberg und Anna von Schwarzenberg, später als als junger Offizier im Regiment „Geleen“ dienen durfte. Bei diesem Regiment handelt es sich um das ehemalige Eliteregiment „Anholt“. Dieses galt insbesondere in den frühen 1620er Jahren als Kaderschmiede der Bayrischen Armada.[68]

17. Jahrhundert
Setterich
Kendenich
Vienenburg
Saal
Neuerburg
Klusenstein
Ehemalige Adelssitze der Familie Reuschenberg zu Setterich

Edmund von Reuschenberg, ebenfalls ein Sohn von Edmund, kam 1629 durch eine Erbschaft seiner Frau Anna Maria von Werminghausen in den Besitz von Burg Klusenstein bei Hemer. Anna Marias Mutter war Margarethe von Reuschenberg zu Reuschenberg, eine Tochter von Franz.[20]

Die Brüder Johannes Ernst und Heinrich Friedrich von Reuschenberg zu Setterich, beides Söhne von Edmund und seiner Frau Anna, wurden 1639 für ihre Verdienste während des Dreißigjährigen Krieges vom Kaiser Ferdinand  III. in den Reichsfreiherrenstand erhoben. 1648 übernahm für kurze Zeit der Feldmarschall Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg als stellvertretender kaiserlicher Generalfeldmarschall das Oberkommando über die vereinigte kaiserlich-bayerische Armee.[69] Für seine Verdienste für das Hildesheimer Stift wurde ihm im Jahr darauf das Amt Vienenburg bei Goslar, übertragen.[70]

Hermann Adrian Theodor von Hanxler verkauft 1670 seinem Halbbruder Jobst Edmund von Reuschenberg, Sohn von Edmund, die Burg und Güter zu Reuschenberg, welche bis zum Erlöschen dieser Linie Mitte des 18. Jahrhunderts in deren Besitz blieb.[29] Jobst Edmund berichtete im Jahr 1684, dass jülich’sche Soldaten das Haus Setterich überfallen haben.[71] In welchem Zusammenhang dieser Überfall stand, ist bislang noch unklar.

Alexander Ambrosius Johannes Freiherr von Reuschenberg, Sohn von Jobst Edmund, heiratete 1671 Maria Elisabeth Freiin Raitz von Frentz. Diese brachte als Erbin der Burg Neuerburg bei Neuss- Rosellen den Rittersitz mit in die Ehe ein.[72]

1691 erbte Johann Sigismund Wilhelm Freiherr von Reuschenberg, Sohn von Alexander Ambrosius, von seiner Tante Amalie Agatha von der Leyen geb. von Frentz das Haus Saal südwestlich von Lückerath. Nach 1745 wurde das Haus an den kölnischen Bürgermeister Melchior Rutger von Kerich verkauft.[73] Ein Jahr später übernahmen Johann Sigismund Wilhelm und dessen Bruder Jost Edmund mit der Burg und Herrlichkeit von Kendenich in Hürth-Kenedich einen weiteren Erbteil ihrer Tante.[74]

Burg Klusenstein wurde schließlich 1694 an den Hildesheimer Domkapitular Jobst Edmund Freiherr von Brabeck weiterverkauft.[75]

18. Jahrhundert

Spätestens mit Beginn des 18. Jahrhunderts standen die Schulden der Familie in keinem ausgeglichenen Verhältnis zu den Einnahmen mehr. Insbesondere der katholische Domherr zu Trier und Hildesheim Johann Sigismund Wilhelm Freiherr von Reuschenberg gab sprichwörtlich ein Vermögen für seine langjährigen Reisen durch Europa, sowie den Ankauf von zum Teil seltenen Büchern aus.[76] Er setzte sich später in einer Reihe von Briefen mit dem Philosophen Leibniz über konfessionelle Differenzen auseinander.[77] Offenbar schätzte der protestantische Gelehrte den streitbaren Domherren, denn er schrieb 1702, dass der Freiherr von Reuschenberg zum großen Verlust für das öffentliche Wohl von einem frühen Tod hinweggerafft wurde.[78] Das der Freiherr zu einer strikten Haltung neigte, zeigte sich bereits in seinem Buch „Abbrege De Devoir D’Un Jeune Cavalier Voyageur“ aus dem Jahr 1698. In diesem plädierte er nachdrücklich für eine klare Abgrenzung und Distanz zu den niederen Ständen.[79]

Die uneheliche geborene Maria Philippine Ernestina Freiin von Reuschenberg zu Setterich, Tochter von Jobst Edmund, wurde 1717 in den Sternkreuzorden für hochadelige Damen aufgenommen.[80] Ihre adelige Halbschwester Odilia Godefrieda Freifrau von Reuschenberg zu Setterich war wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt bereits Mitglied in diesem hochadeligen Orden.[81] Ermöglicht wurde die Aufnahme durch deren gräfliche Ehemänner. Damit befanden sie sich die beiden Halbschwestern im direkten Umfeld der österreichischen Kaiserin. Eine sehr ungewöhnliche Karriere für landadelige Damen aus dem Rheinland. Offenbar hielten sich nicht nur die beiden Schwestern in Wien auf, denn ein junger Freiherr von Reuschenberg schaffte es am Wiener Hoftheater als Hauptdarsteller einer Komödie die besondere Aufmerksamkeit der Kaiserin Maria Theresia auf sich zu ziehen.[82]

Aufgrund der finanziellen Belastungen, musste schließlich der gesamte Besitz 1746 versteigert werden.[83]

Reuschenberg zu Eicks und Rurich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Eicks und Rurich
  1. Heinrich von Reuschenberg ∞ Sophie von Rurich [84]
    1. Adam (Daem) von Reuschenberg [84]
    2. Heilwig von Reuschenberg [84]
    3. Margaretha von Reuschenberg ∞ Stefan von Stommel zu Stockem [84]
    4. Heinrich von Reuschenberg ∞ 1. Agnes von Boedberg [84]
      1. Heilwig von Reuschenberg [84]
      2. Heinrich von Reuschenberg [84]
    5. Heinrich von Reuschenberg ∞ 2. Anna von Gymnich zu Vischel [84]
      1. Margaretha von Reuschenberg ∞ Adolf von Merfeldt zu Merveldt [84]
      2. Anna Maria von Reuschenberg ∞ Hermann von Hompesch zu Tetz, Eicks, Frauenberg und Bolheim [84]
      3. Johann von Reuschenberg [84]
      4. Maria von Reuschenberg [84]
      5. Adolpha von Reuschenberg [84]
      6. Heinrich von Reuschenberg ∞ Barbara Scheiffart von Merode zu Nörvenich [84]
        1. Reinhard Dietrich von Reuschenberg [84]
Siegel Heinrichs von Reuschenberg zu Eicks (1521)
16. Jahrhundert

Diese Seitenlinie entwickelte sich Anfang des 16. Jahrhunderts durch die Heirat von Heinrich, dem Sohn von Heinrich von Reuschenberg zu Setterich, und Sophie von Rurich, welche als Erbin das Haus Rurich mit in die Ehe einbringt.Heinrich erhält noch vor 1500 die Güter zu Eicks von seinem Bruder Johann von Reuschenberg zu Setterich.[85] Um den Besitz der Herrlichkeit Eicks mussten die Herren von Reuschenberg bereits seit langen gestritten. So führte bereits Harper von Reuschenberg zu Setterich im Jahr 1450 eine Fehde mit den Grafen von Virnenburg und Saffenburg.[86] Die Tatsache, dass die Herrlichkeit Eicks nur zu einem Teil den Herren von Reuschenberg gehörte, führte in Folge zu Streitigkeiten mit den Herren von Pallandt. Diese zogen sich über viele Jahrzehnte bis in das Jahr 1576, als Johann von Pallandt zu Issem schließlich seinen Anteil an die Witwe Anna von Reuschenberg, geb. von Gymnich verkaufte.[87]

Vermutlich in den 1530er Jahren trat Heinrich von Reuschenberg (der Ältere) zum Calvinismus über. Bei einem Verhör um 1535 gab der Priester Giesbert van Breberen an, dass er das heilige Sakrament bei dem von Reuschenberg zu Rurich in beiderlei Formen empfangen habe (und damit evangelisch war). Van Breberen fiel vor allem durch seine Reise zu den Wiedertäufer nach Münster auf.[88] Der Augustinermönch und spätere Wiedertäufer Johann Clopreisgab ebenfalls an einem Reuschenberg gekannt zu haben. Angeblich hatte er bei diesem übernachtet.[89]

Heinrich der Ältere erbt 1534 die Burg Stockem bei Eupen, überlässt diese aber 1545 Johann von Groesbeek, dem Ehemann seiner Nichte Sophie von Stommel.[90]

Heinrich, der Sohn von Heinrich (der Jüngere) und seiner ersten Frau Agnes von Boedberg, entführte 1567 die Nonne Elisabeth von Horrich und heiratete diese anschließend. Sehr wahrscheinlich war er psychisch krank, denn er wurde auch als „irrsinnig“ bezeichnet. Seine Familie hatte offenbar wenig Verständnis für seine Lage und verstieß ihn.[91]

Johann von Reuschenberg zu Eicks und Rurich, Sohn von Heinrich (der Jüngere) und seiner zweiten Frau Anna von Gymnich, war zunächst Domherr zu Trier, bevor er 1582 resignierte. Noch im Frühjahr desselben Jahres wurde er zum Procurator der Universität Orléans gewählt.[92] Er ertrank allerdings nur wenige Monate später beim Baden in der Loire bei Orléans. [93]

1594 wird Heinrich von Reuschenberg, Sohn von Heinrich (der Jüngere) und seiner zweiten Frau Anna von Gymnich, als Besitzer der Unterherrschaft Neurath erwähnt. Seine Ehefrau Barbara Scheiffart von Merode brachte als Erbin der halben Herrlichkeit Neurath dieser Güter mit in die Ehe ein.[94] Ihr einziger gemeinsamer Sohn und Erbe Reinhard Dietrich verstarb 1612 in Düsseldorf. Mit seinem Tod erlosch die männliche Erbfolge der Linie zu Eicks und Rurich.

17. Jahrhundert

Im Jahr 1648, wurde Anna von Reuschenberg, geb. von Gymnich und ihrer Tochter Anna Maria wegen ihre „unkatholischen“ Religionsausübung verhört.[95]

Reuschenberg zu Overbach und Rochette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Overbach und Rochette
  1. Wilhelm von Reuschenberg ∞ Margarethe von Gülpen zu Roschette [36]
    1. Emund von Reuschenberg [37]
    2. Johann von Reuschenberg ∞ 1. Margarethe von Loë zu Palsterkamp [36], 2. ∞ Maria Sibylle von Plettenberg zu Schwarzenberg [36]
      1. Constance von Reuschenberg ∞ Jodocus von Kerckhoven [36]
      2. Edmund von Reuschenberg [36]
    3. Philippine von Reuschenberg ∞ Adolf von Cortenbach zu Helmont und Oeckene [36]
    4. Adam von Reuschenberg [96]
    5. Gertrud von Reuschenberg [96]
    6. Wilhelm von Reuschenberg [96]
    7. Johanna von Reuschenberg [37]
    8. Franz von Reuschenberg [96]
    9. Elisabeth von Reuschenberg [96]
    10. Anna von Reuschenberg [37]
    11. Catharina von Reuschenberg [96]
    12. Florenz von Reuschenberg [96]
    13. Agnes von Reuschenberg [96]
    14. Heinrich von Reuschenberg [37]
    15. Maria von Reuschenberg [96]
    16. Catharina von Reuschenberg [96]
    17. Margarethe von Reuschenberg [96]
Epitaph des Johann von Reuschenberg zu Overbach
16. Jahrhundert

Wilhelm von Reuschenberg begründete Mitte des 16. Jahrhunderts mit seiner Frau Margarethe von Gülpen die Seitenlinie zu Overbach und Rochette. Margarethe war die Erbin von Rochette und brachte diesen Adelssitz mit in die Ehe. Nach dem Tod ihres Vaters erbte Wilhelm auch dessen Titel „Erbmarschall von Limburg“ und konnte so seinen Einfluss in zwei Herzogtümern gelten zu machen. Es konnte bislang weder das Datum seines Todes, bzw. seines Begräbnisses, noch der Ort seiner Grabstätte eindeutig belegt werden. Die verfügbaren Quellen widersprechen sich und geben die Jahre 1585, 1586 oder 1587 als Todesjahr an.[97][98][99] Darüber hinaus existieren von ihm zwei Grabsteine: einer in der Kirche St. Martinus im Jülicher Stadtteil Barmen und der andere in der belgischen Ortschaft Fonds de Forêt.[100][101]

Während des Truchsessischen Krieges entführten „Freibeuter“ Edmund von Reuschenberg zu Overbach, dem ältesten Sohn von Wilhelm. Dieser war der Komtur der Deutschordenskommende Ramersdorf. Bauern aus der Umgebung stellten die Entführer und befreiten ihn anschließend.[102]

17. Jahrhundert

Der Domherr zu Lüttich und Münster Heinrich von Reuschenberg zu Overbach, ein weiterer Sohn von Wilhelm, wurde 1605 des Landesfriedensbruchs angeklagt. Zuvor überfielen der Dekan des Stiftes Lüttich mit seinen Verbündeten Burg Horn. Heinrich wurde als Verwalter eingesetzt und ließ den zu Verhandlungen angereisten Burgherren Rene de Cerclair einkerkern. Er wurde anschließend wegen seiner Vorgehensweise kritisiert und zur Rechtfertigung zum Landtag geladen. Als studierter Jurist war es ihm allerdings offenbar möglich sein Vorgehen weitestgehend zu rechtfertigen.[103]

Die Witwe Philippine von Reuschenberg zu Overbach, Tochter von Wilhelm, verhandelte während des niederländischen-spanischen Krieges mit Moritz von Oranien und erreichte für die Stadt Helmond einen neutralen Status.[104]

Ein weitere Tochter Wilhelms war die Äbtissin und Zisterzienserin Anna von Reuschenberg zu Overbach. Diese wehrte sich nachhaltig gegen die strengen Vorschriften ihres Ordens und wurde aufgrund dessen 1626 zu einer Kerkerhaft verurteilt.[105] Wenige Jahre später besuchte sie die Heilquellen in Aachen, wo sie vermutlich an den Folgen der Haft verstarb.

Johann von Reuschenberg zu Overbach, Sohn von Wilhelm, wurde ab 1602 im Zusammenhang mit den Aachener Religionsunruhen mehrfach des Landfriedensbruch angeklagt.[106] Während des während des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits sicherte er 1610 vergeblich die Festungsstadt Jülich im Auftrag von Erzherzog Leopold gegen eine Allianz protestantischer Truppen unter Führung von Moritz von Oranien (siehe Belagerung von Jülich). In den folgenden Jahren rekrutierte in Lothringen bei Straßburg Soldaten und stellte diesen den bestehenden Regimentern des Erzherzog Leopold zur Verfügung. Im Jahr 1619, ein Jahr nach Beginn des Dreißigjährigen Krieges, wurde dem Oberst Reuschenberg ein Patent erteilt aus fünf Fähnlein das kaiserliche Regiment zu Fuß „Ruischenberg“ zu bilden. Dieses Regiment ist nicht zu verwechseln mit dem 1635 nach dem Oberst Johannes Ernst von Reuschenberg zu Setterich benannten Regiment „Ruischenberg“ (ehemals Regiment „Anholt“, später Regiment „Geleen“). Während des „Großen Krieges“ gab es zwei Obristen mit Namen Johann von Reuschenberg mit entsprechen gleichnamigen Regimentern. Mit seinem Tode im Jahr 1638 erlosch die männliche Erbfolge dieser Seitenlinie.

Reuschenberg zu Selikum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Selikum
  1. Johann Wilhelm von Reuschenberg ∞ Maria Margarethe Spies von Büllesheim [107]
    1. Johann von Reuschenberg [107]
    2. Margarethe von Reuschenberg ∞ Gerhard von Elmp zu Elmp [107]
    3. Wilhelm Heinrich von Reuschenberg ∞ Elisabeth Staël von Holstein [107]
      1. Dietrich Stephan von Reuschenberg [107]
      2. Mechtild von Reuschenberg ∞ 1. Georg von Neuhoff zu Elbroich [107], ∞ 2. Otto Ludwig von Blanckart zu Ahrweiler [107]
      3. Anna von Reuschenberg [107]
      4. Maria von Reuschenberg [107]
      5. Elisabeth von Reuschenberg [107]
      6. Mechtild von Reuschenberg [107]
      7. Guda von Reuschenberg [107]
      8. Johann Wilhelm von Reuschenberg ∞ Anna Maria von Bentinck zu Obbicht und Papenhoven [108]
        1. Johann Dietrich Theodor von Reuschenberg ∞ 1. Maria Barbara von Wendt zu Holtfeld [109], ∞ 2. Margarethe Christine Elise Gogreve zu Langewische [109]
          1. Johann Christian Arnold von Reuschenberg [109]
        2. Wilhelm Constantin von Reuschenberg [109]
        3. Mechtild Petronella von Reuschenberg [109]
        4. Johanna Maria Elisabeth von Reuschenberg [109]
        5. Heinrich Wilhelm von Reuschenberg ∞ 1. Maria Elisabeth Freifrau von Harff zu Alsdorf [108], ∞ 2. Agnes Antonetta von Claw [110]
          1. Maria Anna von Reuschenberg [108]
          2. Philipp Wilhelm von Reuschenberg [108]
          3. Carl Philipp von Reuschenberg [108]
          4. Goswin von Reuschenberg [108]
          5. Maria Walburga von Reuschenberg [108]
          6. Clara Anna Maria Ursula von Reuschenberg [111]
          7. Johann Theodor Ernst von Reuschenberg [112]
          8. Catharina Agnes von Reuschenberg ∞ N.N. de Castelli [109]
          9. Maria Theodora von Reuschenberg [108]
          10. Balduin Philipp Friedrich von Reuschenberg ∞ Maria Anna von Brünninghausen zu Hamm und Schimmelhof [108]
            1. Maria Alexandrina von Reuschenberg [109]
            2. Carolina von Reuschenberg [113]
            3. Maria Theresa von Reuschenberg [108]
            4. Johann Maria Georg von Reuschenberg ∞ Maria Alexandrina von Cölln [109]
            5. Karl von Reuschenberg [114]
            6. Franz Carl Philipp von Reuschenberg ∞ Maria Luise Anna Franziska von Reuschenberg zu Setterich [114]
              1. Carl Ambrosius von Reuschenberg ∞ Maria Helena Tassier [109]
                1. Maria Johanna Leopoldine Ambrosia Helena von Reuschenberg ∞ Lorenz de L'Eau [109]
                2. Franz Carl Ambrosius von Reuschenberg [109]
              2. Franz Edmund Joseph Johannes von Reuschenberg ∞ Antonetta Francoise D' Alverado y Bracamonte, Frau zu Beaulieu [114]
              3. Maria Elisabeth Josephine Clementina Godfrieda von Reuschenberg [109]
              4. Ferdinand Franz Xaver Joseph von Reuschenberg [109]
              5. Eugen Theodor Franz Joseph von Reuschenberg [109]
              6. Johann Jakob Philipp Joseph von Reuschenberg [109]
              7. Maria Theresa Ambrosia Jakobina von Reuschenberg ∞ Ernst Franz Freiherr von Bottlenberg gnt. Schirp gnt. Schirp zu Dürwiss [109]
        6. Heinrich Wilhelm von Reuschenberg ∞ 2. Agnes Antonetta von Claw [115]

Das Stammhaus derer zu Selikum befand sich im Gegensatz zu den der anderen Linien im Bereich des Kurfürstentums Köln nahe der Stadt Neuss.

Schloss Selikum
Burg Juntersdorf
Burg Mittelheiligenhoven
Schloss Berensberg
Burg Hürth
Burg Dorp
Ehemalige Adelssitze der Familie Reuschenberg zu Selikum
16. Jahrhundert

Johann Wilhelm von Reuschenberg wurde 1549 mit Haus und Gütern zu Selikum belehnt.[107] Der Rittersitz wurde 1583 während des Truchsessischen Krieges schwer beschädigt.[116] Zwei Jahre später wurde das zum Besitz der Familie gehörige Haus in der Stadt Neuss ebenfalls ausgeplündert und 1586 niedergebrannt.[117]

17. Jahrhundert

Von den wirtschaftlichen Schäden erholte sich die Familie längerfristig nicht mehr, so dass der Adelssitz 1699 schließlich versteigert wurde.[108] Der Verlust ihres Stammhauses hatte sehr wahrscheinlich auch einen negativen Einfluss auf die soziale Stellung der Familie. Es ist daher wenig verwunderlich, dass „Selikum“ weiterhin als Zuname geführt wurde.

Vergleichsweise viele Töchter der Familie machten Karriere innerhalb einer Ordensgemeinschaft. So wurden gleich drei Töchter von Wilhelm Heinrich von Reuschenberg und Elisabeth Staël von Holstein Äbtissinnen. Anna in der Abtei Susteren bei Roermond, Maria im adeligen Frauenstift St. Hippolyt in Gerresheim und Guda im Kloster St. Maria im Kapitol zu Köln. Ihr Bruder Dietrich Stephan von Reuschenberg wurde Komtur des Deutschen Ordens.[108]

18. Jahrhundert

Die Bedeutung des verwandtschaftlichen Netzwerks für den Familienverband von Reuschenberg lässt sich an folgender Begebenheit gut darstellen: In dem Religionsrezess von 1672 wurde festgelegt, dass in trikonfessionellen Stiften jede Konfession zu einem Drittel vertreten sein muss. Die Äbtissin des ostwestfälischen Stifts Schildesche verlieh dennoch entgegen den Bestimmungen eine frei werdende Präbande nicht einer katholischen Dame, sondern ihrer evangelische Nichte. Mehrere katholische Stiftsdamen beschwerten sich daraufhin beim Paderborner Bischof von Wolff-Metternich, einem Sohn Degenhards und seiner Frau Philippina Agnes von Reuschenberg zu Overbach. Der Bischof intervenierte erfolgreich bei dem preußischen König Friedrich I. und ernannte 1706 Maria (Walburga?) von Reuschenberg zu Selikum zur Kanonisse.[118][119]

Der Benediktiner und Domkapitular Carl von Reuschenberg zu Selikum, vermutlich ein Sohn von Franz Carl Philipp, übernahm während des Siebenjährigen Krieges im Jahr 1760 die Pfarrei von Höxter-Ovenhausen. Er versuchte während seiner dreijährigen Tätigkeit der notleidenden Bevölkerung mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen. Für seine aufopferungsvolle Art wurde von dieser von den Dorfbewohnern verehrt.[120]

Die Herren zu Selikum konnten ab spätestens Mitte des 18. Jahrhunderts landesherrliche Posten besetzen. Das kostspielige Leben am Hof führte allerdings zu einer Schuldenlast, welche die Familie zum wiederholten Mal in den finanziellen Ruin trieb. Insbesondere Franz Edmund Joseph von Reuschenberg, Sohn von Franz Carl Philipp, scheint diesbezüglich eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt zu haben. Es ist bemerkenswert, dass er 1761 vor dem Reichskammergericht wegen Wechselbriefschulden, sowie um unbezahlte Schuhe und Strümpfe angeklagt wurde.[121] Bis 1778 hat sich die Situation offenbar soweit verschlechtert, dass Franz Edmund Joseph insgesamt dreimal an Benjamin Franklin, einen der Gründungsväter der Vereinigten Staaten schrieb und diesem (vergeblich) seine Dienste als Offizier anbot.[122] Dagegen vermittelte Benjamin Franklin nur ein Jahr zuvor dem preußischen Adeligen von Steuben einen Posten als Offizier in der amerikanischen Kontinentalarmee.

Im Jahre 1782 trafen sich in Aachen der Generalleutnant Toll, ein Abgesandter des schwedischen Königs Gustav III., sowie der Baron von Reuschenberg. Toll versuchte in dem Gespräch mehr über die Situation der Rosenkreuzer in Norditalien zu erfahren. Der Baron selbst war ein führendes Mitglied dieser Geheimgesellschaft.[123] Vermutlich handelte es sich bei dem Baron um Franz Edmund Joseph, denn eine Mitgliedschaft in einer Geheimgesellschaft würde gut zu seiner Persönlichkeit passen. Immerhin besaß der adelige Herr zu Selikum Bücher des Philosophen Étienne-Gabriel Morelly.[124] Dessen Werk „Code de la Nature“ wird als frühsozialistisches Werk bezeichnet, da er in diesem Privatbesitz als Grund allen Übels beschrieb. Dessen ungeachtet hinterließ von Reuschenberg in dem Einband eines der Werke von Morelly ein Gedicht zu Ehren des Kurfürsten Carl Theodor folgendes Gedicht:[125]

„Das vierzig sechste jahr hat schier den lauf beschräncket,
seith dem der Menschen Lust uns golde blicke schencket;
die Neu-Begierde frägt: wo blickt sie denn hervor?
Gülich und Berge rufft: Es ist Carl Theodor.“

Als einer der letzten männlichen Nachkommen seiner Sippe führte 1795 der bereits verwundete Oberstleutnant Edmund Franz von Reuschenberg, Sohn von Carl Ambrosius, während des Ersten Koalitionskriegs von der Festung Ehrenbreitstein aus einen Ausfall gegen die französischen Belagerer an und fiel. Er wurde als sehr fähiger Offizier bezeichnet und wurde von der Mannschaft verehrt. Die Hälfte der Besatzung wurde nach seinem Tod zusammengerufen, um ihn mit militärischen Ehren zu verabschieden.[126]

Im Jahr 1779 verkaufte Antonetta Francoise von Reuschenberg, geb. D' Alverado y Bracamonte, das Haus Dorp an Anselm Freiherr Spies von Büllesheim.[127] Diese Burg war der letzte bekannte Adelssitz der Familie. Soweit bekannt, wurden alle anderen zuvor verkauft. Wann genau der letzte männliche Nachkomme und Erbe der zu Selikum verstarb ist nicht bekannt.

Reuschenberg zu Luppenau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammliste von Reuschenberg zu Luppenau
  1. Johann von Reuschenberg ∞ Barbara von Berg gnt. Blens [18]
    1. Johann von Reuschenberg ∞ Elisabeth von Rolshausen [18]
    2. Agnes von Reuschenberg ∞ Johann von Randerath zu Horrich [18]
    3. Maria Elisabeth von Reuschenberg ∞ Johann von Friemersheim zu Berg [18]
16. Jahrhundert

Der Besitz der Herren zu Luppenau umfasste unter anderem die kleine Unterherrschaft Hetzingen, welche sich in unmittelbarer Nähe des landtagsfähigen Rittersitzes befand. Das Ehewappen der Begründer dieser Seitenlinie Johann von Reuschenberg und Barbara von Berg zu Hetzingen befindet sich auf einer Kaminplatte im Haus Rath bei Düren-Arnoldsweiler.[18] Über welchen Zeitraum diese im Besitz des Hauses waren ist bislang noch nicht geklärt.Ihr gemeinsamer Sohn Johann, beziehungsweise dessen Vormund Johann Kolff von Vettelhoven wurde 1563 stellvertretend für diesen mit Burg Laufenburg belehnt.

17. Jahrhundert

Die Seitenlinie zu Luppenau erlosch 1624 mit dem Tod von Johann von Reuschenberg, dem Sohn von Johann (also bereits in der 2. Generation).

Kirche und Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnenprobe von Wilhelm Constantin von Reuschenberg zu Selikum

Die Familie von Reuschenberg bekannte sich nach der Reformation ausdrücklich zum Katholizismus. Einzig Heinrich von Reuschenberg der Ältere, Herr zu Eicks und Rurich trat zum Calvinismus über.[128]

Unabhängig von der konfessionellen Zugehörigkeit war es üblich, dass bereits Kinder oder Jugendliche einem Kloster oder Stift übergeben wurden. Stiftsdamen konnten jedoch im Gegensatz zu Nonnen jederzeit resignieren und heiraten. Offenbar traten weit mehr Töchter in eine christliche Ordensgemeinschaft ein als Söhne, was sicherlich auch an der Verpflichtung der Eltern lag, einer Tochter zu ihrer Hochzeit eine Mitgift mitzugeben.Einige von Ihnen machten innerhalb der Ordensgemeinschaften Karriere, wie beispielsweise Anna von Reuschenberg zu Overbach, der Äbtissin des Zisterzienserinnenkloster Roermond. Wie hart das Leben für eine Nonne dieses Ordens sein konnte, zeigt der hartnäckige Widerstand der erwähnten Äbtissin gegen die Regeln. Ihr wurden von ihren Vorgesetzten vorgeworfen, die Vorschriften zu vernachlässigen. Die Äbtissin Anna von Reuschenberg, sowie einige Stiftsdamen, widersetzten sich der Visitation durch den Abt van Kamp. Ihrer Ansicht nach seien die Vorschriften des Ordens mit seinen strengen Regeln ein Grund dafür, warum sich nur wenige geeignete Personen um die Aufnahme in den Orden bemühten. Am 2. Juni 1626 beantragten sie die Genehmigung des Erzherzogs, um den Papst davon zu überzeugen, das Kloster zu einem adeligen Stift umzuwandeln. Der Plan scheiterte und der Äbtissin wurde die Führung entzogen. Als die abgesetzte Äbtissin sich anschließend ihrer Nachfolgerin widersetzte, wurde vom Visitator zu einer Haftstrafe in einem Klosterkerker verurteilt. Ein Appell ihrer Verwandten an das Generalkapitel des Klosters Cîteau, sowie an den Papst änderte nichts an dieser Entscheidung. Anna erkrankte vermutlich an den Folgen der Kerkerhaft und verstarb nur wenige Jahre später am 15. August 1629 in Aachen, wo sie die Heilbäder der Stadt besuchte.[129]

Für die nachgeborenen Söhne war grundsätzlich die Stellung als Domherr begehrt, da durch diese ein weiterer sozialer Aufstieg möglich war. Nicht selten war ein Bischof zuvor Mitglied des Domkapitels. Der Domkapitular Carl von Reuschenberg zu Selikum, vermutlich ein Sohn von Franz Carl Philipp, unterlag 1758 bei der Wahl zum Fürstabt des Stifts Corvey nur knapp seinem Kontrahenten.[130] Als Abt hätte er einen Sitz und Stimme im Reichsfürstenrat des Reichstages innegehabt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiherrliches Wappen um 1690

Das Wappen war für den Adel identitätsstiftend und sollte die Zugehörigkeit zu einem Sippenverband beweisen. Das Familienwappen des Hauses von Reuschenberg veränderte sich über die Jahrhunderte nur geringfügig. Die drei Raben auf dem Querbalken deuten vermutlich auf das Recht der Besitzer auf die Hohe Gerichtsbarkeit hin.[131]Mit der Standeserhebung der Familie zu Setterich wurde ausschließlich dieser Mitte des 17. Jahrhunderts ein freiherrliches Wappen vergeben.

Stamm- oder Familienwappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stammwappen stellt drei schwarze Raben über einen schwarzen Querbalken auf weißem (= silbernen) Feld dar, wobei die Raben oft durch Merletten ersetzt wurden. Bis zum Tod des Ritters Wolter von Esch gnt. Reuschenberg war der Querbalken im Wappenschild mit einer heraldischen Lilie versehen. Erst dessen Sohn Gerard siegelte ohne Lilie und kann damit als Stifter des Reuschenberg’schen Wappens gelten. Dieses Stammwappen blieb in dieser Form bis zum Aussterben des letzten männlichen Nachkommen um 1800 erhalten. Das Vollwappen mit Helm, welcher mit einer schwarz-weißen Helmdecke bedeckt war, wurde spätestens 1530 durch einen schwarzen, gestulpten Turnierhut ergänzt. Als Helmzier entspringt ein weißer Windhund mit einem schwarzen Halsband an dem ein goldener Ring befestigt ist, dem Turnierhut (vor 1530 entsprang dieser direkt der Helmdecke).

Freiherrliches Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Erhebung in den Reichsfreiherrenstand wurde Johannes Ernst von Reuschenberg zu Setterich und seinen Geschwistern ein freiherrliches Wappen verliehen („Wappenverbesserung“), in dem neben dem Stammwappen der Settericher Löwe dargestellt wird. Dieser war ursprünglich das Wappentier der Adelsfamilie von Louvenberg gen. Setterich und ist damit ein Hinweis auf den Ursprung der Linie von Reuschenberg zu Setterich. Das quadrierte Wappenschild zeigt in Feld 1 und 4 das Wappen des Hauses Reuschenberg mit den drei Raben über dem Querbalken. Feld 2 und 3 stellt in Schwarz einen silbernen, aufrecht schreitenden Löwen dar. Das Feld ist mit fünf silbernen Herzen belegt. Auf dem Wappenschild zwei gekrönte Helme, welche mit einer schwarz-weißen Helmdecke bedeckt sind. Dem (aus heraldischer Sicht) rechten Helm entspringt ein weißer Windhund mit schwarzem Halsband und einem goldenen Ring. Auf dem linken Helm ein weißer oder silberner, goldgekrönter Löwe, welcher in der rechten Pranke ein Schwert und in der linken einen goldenen Reichsapfel hält. Die silbernen Herzen auf dem Wappenschild wurden spätestens ab 1690 durch Ringe ersetzt oder teilweise ganz weggelassen.

Komturwappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bastardwappen

Die Komture und Landkomture belegten ihre Zugehörigkeit zum Deutschen Orden durch die Zusammenlegung des Familien- und des Deutschordenswappens. Das Wappen von Johann Heinrich von Reuschenberg zu Setterich zeigt das Deutschordens-Kreuz, welches mit dem Familienwappen als Mittelschild belegt wurde. Spätestens im 17. Jahrhundert führten die Landkomture ein quadriertes Schild. Das Deutschordenswappen von Heinrich Friedrich Freiherr von Reuschenberg zu Setterich zeigt in Feld 1 und 4 ein schwarzes Kreuz und in Feld 2 und 3 das Stammwappen mit den 3 Raben über einen Querbalken (→ Adelsarchive).

Bastardwappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Linie zu Setterich entstammen vermutlich zwei „Bastardlinien“ (→ Reuschenberg). Für die ältere, welche um 1500 begründet wurde, ist kein Wappen bekannt. Die jüngere Bastardlinie muss dagegen nach 1639 entstanden sein, da sich deren Wappen an das freiherrliche Wappen der adeligen Herren zu Setterich orientiert.

Auf blauen Grund sind im 2. und 3. Feld drei rote Merlen auf einem braunen Querbalken abgebildet. Dagegen zeigt das 1. und 4. Feld einen schwarzen Löwen auf gelben Grund. Eine Krone scheint über dem Ritterhelm zu „schweben“ und ein darüber angeordneter schwarzer Windhund entspringt dem erwähnten Helm. Der stark stilisierte Helmdecke ist in rot und gelb gehalten. Dem Bastardwappen fehlt der sogenannte Bastardfaden, dass ansonsten hierfür oft verwendet wurde. Insgesamt fällt es durch eine Tinktur und Anordnung auf, welche zumindest teilweise durch die heraldischen Regeln untersagte wurde.[132]

Adelsarchive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Hilfe von Urkunden und Dokumente konnten Besitz- und Machtansprüche belegten werden und wurden daher sorgfältig aufbewahrt. Als Aufbewahrungsort kamen neben den Familienarchiven Archive verschiedener Organisationen in Fragen, wie beispielsweise die Archive des Deutschen Ordens (→ Bibliographie).

Jede Linie der Familie von Reuschenberg besaß zweifellos ein eigenes Familienarchiv. Diese wurden nach dem Tod des letzten männlichen Erben vermutlich von den Schwiegersöhnen übernommen und in deren Archiv mit eingegliedert. Ein vollständiges Familienarchiv der von Reuschenberg existiert vermutlich nicht mehr. Soweit es das Haus Setterich betrifft, ging dieses bei einem Brand verloren.[133] 38 Urkunden wurden jedoch im Familienarchivs Coudenhove wiederentdeckt. Dieses Archiv ist heute Teil des Staatlichen Gebietsarchives Pilsen. Unter den Urkunden befindet sich beispielsweise das Diplom zur Erhebung in den Reichsfreiherrenstand. Umfangreicher ist das Archiv der Herren zu Eicks und Rurich überliefert worden. Die zahlreichen Unterlagen werden heute zum einen im Mährischen Landesarchiv Brünn und zum anderem im Archiv des Schlosses Eicks aufbewahrt.

Gemälde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Ahnengalerie diente dem Adel zu repräsentativen Zwecken und war im Hochadel weitverbreitet. Der Niederadel übernahm diese Art der Selbstdarstellung und erstellte selbst Bildergalerien ihrer Vorfahren. Die Familie von Reuschenberg besaß vermutlich zu keinem Zeitpunkt eine Ahnengalerie. Immerhin konnten bislang acht Gemälde nachgewiesen werden, auf denen ein Familienmitglied der Sippe abgebildet wurde. Diese Bilder wurden jedoch an verschiedenen Orten erstellt und aufbewahrt, etwa in einem Kloster oder einer Dombibliothek. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die bislang bekannten Gemälde und deren aktueller Aufbewahrungsort.

Dargestellte Person Entstehung Ort der Aufbewahrung
Johann „Heinrich“ von Reuschenberg zu Setterich um 1599 Schloss Alden Biesen in Bilzen.[134]
Johann „Heinrich“ von Reuschenberg zu Setterich vor 1595 ehem. DO-Haus in Köln.[135] Das Werk gilt als verschollen.
Anna Maria Freiin von Reuschenberg zu Setterich nach 1628 Gemeentemuseum Helmond.[136]
Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich um 1650 Dombibliothek Hildesheim.[40]
Gudar von Reuschenberg zu Selikum nach 1650 Sammlung Dieter Bogs in Bielefeld.[134]
Johannes Sigismund Wilhelm Freiherr von Reuschenberg zu Setterich um 1700 Dombibliothek Hildesheim.[137]
Maria Theresia von Reuschenberg zu Selikum 1730 Kloster Saarn in Mülheim an der Ruhr.[138]
Johann Heinrich von Reuschenberg zu Setterich 1762 Kirche St. Johannes in Siersdorf.[139]

Genealogische Forschungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegel des Landkomturs Heinrich Freiherr von Reuschenberg zu Setterich

Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde eine Übersicht über die verwandtschaftlichen Beziehungen der Familie von Reuschenberg erstellt. Seit dieser Zeit wurden zahlreiche Beiträge unterschiedlicher Qualität zu diesem Thema publiziert. Die Ergebnisse folgender Genealogen bildeten oft entweder direkt oder indirekt die Basis für die Forschungen nachfolgender Generationen:

Die Familien von Cortenbach und von Reuschenberg waren miteinander verwandt, so dass Wilhelm von Cortenbach vermutlich seine Informationen aus erster Hand bezog (→ Reuschenberg zu Overbach und Rochette und Reuschenberg zu Setterich). Seine ursprünglichen Unterlagen sind, zumindest soweit bekannt, nicht erhalten geblieben. Johann Gottfried von Redinghoven kopierte dessen Aufzeichnungen, so dass seine Aufzeichnungen in Form einer Abschrift Verfügbar sind (→ Bibliographie). Die Darstellungen des Ursprungs der Familie von Reuschenberg der beiden erwähnten Genealogen widersprechen deutlich den Forschungsergebnissen von Ernst von Oidtman. Dieser weist verweist im Gegensatz zu seinen Vorgängern auf die Blutsverwandtschaft der männlichen Linien der beiden Familien von Reuschenberg und von Esch hin. Darüber hinaus korrigierte und ergänzte Oidtman die Forschungsergebnisse von Redinghoven erstmals auf wissenschaftlicher Basis. Teile seiner Unterlagen galten über Jahrzehnte als verschollen. Seit 2006 stehen Kopien der verlorengegangenen Blätter der Universitäts-Bibliothek Köln wieder zur Verfügung.

Die Veröffentlichungen der im folgendem aufgeführten Autoren widersprechen weitestgehend dem aktuellen Stand der Forschung und sollten nur nach eingehender Prüfung übernommen werden:

Heinz Marx (1978)

In dem Artikel „Das Geschlecht derer von Reuschenberg“ versucht Heinz Marx die bislang bekannte Genealogie zu aktualisieren und ergänzen.[140] Seine Arbeit beinhaltet keine Quellenangaben und widersprechen teilweise eklatant den Forschungen Oidtmans oder anderer Genealogen. So übernimmt er beispielsweise eine fehlerhafte Darstellung aus dem frühen 18. Jahrhundert und beschreibt einem Herrn von Reuschenberg das Bischofsamt von Hildesheim und Köln zu. Diese Fehlinterpretation wurde allerdings bereits 1755 als solche erkannt.[141]Hanns Merckens schreibt bezüglich der Datenqualität „(…) in vielen Teilen auch noch unrichtige Angaben enthält, mit großer Vorsicht zur Kenntnis zu nehmen.“ und „(…) insbesondere die Angaben in der Sippentafel, nicht ungeprüft übernehmen“.[142]

Johann Seifert (1729)

Der Regensburger Genealoge Johann Seifert veröffentlichte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine Stammtafel der Familie von Reuschenberg zu Setterich.[143] Nach dieser Darstellung war der Vater der Maria Philippine Ernestina Freifrau von Reuschenberg der Feldmarschall Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich. Der Feldmarschall war jedoch der Bruder ihres Großvaters. Als Mitglied des Deutschordens lebte er darüber hinaus (zumindest soweit bekannt) zölibatär. Eine Heirat und damit offizielle Nachkommen war für ihn undenkbar.[144] Maria selbst war ein uneheliches Kind ihres adeligen Vaters Edmund Jobst mit seiner „Haushälterin“ Maria Cleuter. Trotz ihrer Herkunft gelang es ihrer Familie sie mit dem Reichshofrat Franz Friedrich Freiherr von Andlern zu verheiraten. Ihr neuer Lebensmittelpunkt wurde Wien, wo Sie nach dem Tod ihres Mannes den späteren Graf Rudolf Christoph von Witten heiratete. Im Jahr 1717 wurde sie als Mitglied in den hochadeligen Sternkreuzorden zu Wien aufgenommen.[145] Damit gehörte sie dem Hofstaat der Kaiserin Eleonore Magdalene an.[146]

Die von dem Regensburger Genealogen veröffentlichte Stammtafel war daher vermutlich eine Auftragsarbeit der Familie von Reuschenberg zu Setterich. Ziel war es offenbar die illegitime Herkunft von Maria Philippine Ernestina Freifrau von Reuschenberg zu verheimlichen und zugleich aufzuwerten. Ernst von Oidtman bezeichnete diese Stammtafel als Fälschung und hielt diese darüber hinaus für „unverschämt“.[147]

Bibliographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz-Josef Bender: Georg v. Neuhoff und Mechtildt v. Reuschenberg zu Haus Elbroich, Düsseldorf, ihre Familien, ihre Kinder und ihre Vorfahren. In: Düsseldorfer Familienkunde. Heft 3, Düsseldorf 1996, S. 95–113.
  • Rudolf Brandts: Haus Selikum. In: Schriftreihe des Stadtarchivs Neuss. Band 1, Neuss 1962, ISBN 3-922980-00-7.
  • Michel van der Eycken, et al. (Hrsg.): Leden van de Duitse orde in de Balije Biesen. In: Bijdragen tot de geschiedenis van de Duitse orde in de balije Biesen. Bilzen 1994, ISBN 90-802208-1-7.
  • Benno Hilliger (Hrsg.): Rheinische Urbare: Sammlung von Urbaren und anderen Quellen zur rheinischen Wirtschaftsgeschichte: Die Urbare von St. Pantaleon in Köln, Band 1. In: Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 20/1, Bonn 1902.
  • Bernd Reuschenberg: Aufstieg der Familie von Reuschenberg – die Vorgeschichte. In: Mitteilungen des Baesweiler Geschichtsvereins e. V. Nr. 42/2012.
  • Bernd Reuschenberg: Aufstieg der Familie von Reuschenberg – die Vorgeschichte (Fortsetzung). In: Mitteilungen des Baesweiler Geschichtsvereins e. V. Nr. 43/2013.
  • Bernd Reuschenberg: Von Reuschenberg: Die heraldische Entwicklung des Familienwappens. In: Mitteilungen des Baesweiler Geschichtsvereins e. V. Nr. 44/2013.
  • Bernd Reuschenberg: Bastarde der Familie von Reuschenberg – Eine Spurensuche. In: Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V., Band 3/2013–14, S. 94–101.
  • Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12, Köln 1997, ISBN 3-933364-09-4, S. 692–753.
  • Engelhart Freiherr von Weichs (Bearb.): Inventar des Archivs von Schloss Eicks. In: Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 29, Köln 1985, ISBN 3-7927-0550-8.

Quellen, gedruckte Inventare, Ahnenproben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Theodor Oppenhoff: Nachtrag zu dem Aufsatz über die Aachener Sternzunft. Aachen 1896 (= Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Band 18), S. 348.
  2. Deutsche Nachnamen. Website von Edwin Großgoerge. Abgerufen am 04. Januar 2018.
  3. Timo Bremer: Die Burganlage Reuschenberg, Rhein-Erft-Kreis, vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit. Universität Bonn, Dissertation, 2015, S. 96–97.
  4. Landesarchiv NRW: Abteilung Rheinland, 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.4. Reichsbehörden, 1.4.1. Reichskammergericht, Reichskammergericht AA 0627, 115.05.02 Reichskammergericht, Teil II, C-D, C 890/2000. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
  5. Heinrich Boxler: Die Burgnamengebung in der Nordostschweiz und in Graubünden. Frauenfeld / Stuttgart 1976 (= Studia Linguistica alemmanica. Forschungen zum alemannischen Sprachraum. Band 6), S. 46.
  6. Thomas Bohn: Gräfin Mechthild von Sayn (1200/03–1285). Eine Studie zur rheinischen Geschichte und Kultur. Köln 2002 (= Rheinisches Archiv. Band 140), S. 598.
  7. Heinrich Ferber: Geschichte der Familie Schenck von Nydeggen: insbesondere des Kriegsobristen Martin Schenk von Nydeggen. Köln / Neuß 1860, S. 102.
  8. Gudrun Gersmann, Hans-Werner Langbrandtner (Hrsg.): Adlige Lebenswelten im Rheinland: kommentierte Quellen der Frühen Neuzeit. Köln 2009 (= Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e. V. Band 3), S. 237.
  9. E. Kühlwetter und F. Custodis (Hrsg.): Chronik des Beer von Lahr. 1594–1609. In: Original-Denkwürdigkeiten eines Zeitgenossen am Hofe Joh. Wilhelms III., Herzogs von Jüllich, Cleve, Berg. Nebst einem Anhange von Original-Briefen und Verhandlungen betreffend den Proceß der Herzogin Jakobe. Düsseldorf 1834, S. 5.
  10. Theodor von Haupt: Jacobe, Herzogin von Jülich, geborene Markgräfin von Baden. Biographische Skizze. Coblenz 1820, S. 49–52.
  11. Brigitte Kasten (Bearb.): Die jülich-kleve-bergischen Hof-, Hofämter- und Regimentsordnungen 1456/1521 bis 1609. Ostfildern 2015 (= Residenzenforschung. Band 26), S. 519.
  12. abc Reuschenberg, Bernd: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Aachen 2012 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2), S. 32.
  13. ab Landesarchiv NRW: Historisches Archiv der Stadt Köln, 2 Nichtstädtische amtliche und geistliche Überlieferung, 2.2 Geistliche Provenienzen, 2.2.2 Einzelne Stifte und Klöster Pantaleon, Bestand 259 Pantaleon, U 1/160. Abgerufen am 06. Dezember 2017.
  14. ab Johann Gottfried von Redinghoven: Jülich’scher Adel. L bis Z, s.l., S. 224.
  15. ab Landesarchiv NRW: Abteilung Rheinland, 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.1. Landesarchive, 1.1.2. Jülich-Berg, 1.1.2.1. Urkunden, Jülich, Urkunden AA 0021, 102.02.01-02 Jülich, Urkunden, U 626. Abgerufen am 09. Oktober 2017.
  16. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 694.
  17. abcdefghijkl Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 696.
  18. abcdefghijk Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 697.
  19. Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe: Haus Hameren, Urkunde 1577. Abgerufen am 03. Dezember 2017.
  20. abc David Gropp und Kurt Röckener und Thomas Spohn: Das Viehhaus von 1749/50 auf Burg Klusenstein bei Hemer. In: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe. Erster Westfälischer Tag für Denkmalpflege 2004. Heft 1/04, Münster 2004, S. 4.
  21. Timo Bremer: Burg Reuschenberg bei Elsdorf. Archäologischer Befund und Schriftquellen im Vergleich. In:Die Burg in der Ebene Petersberg 2016, S. 155.
  22. Landesarchiv NRW: Historisches Archiv der Stadt Köln, 2 Nichtstädtische amtliche und geistliche Überlieferung, 2.2 Geistliche Provenienzen, 2.2.2 Einzelne Stifte und Klöster, U 1/79. Abgerufen am 04. September 2017.
  23. Reinhard Steger: Die Gerichtsbarkeit im Amt Oedt. In: Genealogische Zusammenstellung der Familie Steger vom linken Niederrhein. Abgerufen am 05. September 2017.
  24. Benno Hilliger (Hrsg.): Rheinische Urbare: Sammlung von Urbaren und anderen Quellen zur rheinischen Wirtschaftsgeschichte: Die Urbare von St. Pantaleon in Köln, Band 1. In: Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 20/1, Bonn 1902, S. 72.
  25. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 695.
  26. O. V.: Eigentliche Erzehlung Welcher gestalt S. Excellentie Moritz von Nassav das Spanische Kriegsvolk auff der Tielschen Heyden Bey Turnhout geschlagen unnd einen herrlichen Sieg erobert. Geschehen in dem Jahr Anno 1597 in: Der Nassavische Lorbeerkranz oder Triumphwagen. Wahrhaftige Beschreibung und eigentliche Abbildung aller Züge und Victorian zu Wasser unnd zu Landt die Gott der Allmechtige den Hochmögenden Herrn Staten der Vereinigten Niderlendischen Provintzen verliehen hat, durch Raht und That des hochgebornen Fürsten und Herrn Mavrits von Nassav & c. Mit besondern Fleiß versamlet unnd mit vielen Kupfferstucken geziert. s. l. 1612, S. 132 online Website der Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Abgerufen am 30. Oktober 2017.
  27. Landesarchiv NRW: 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.2. Geistliche Institute, 1.2.5. O– U, 940. Abgerufen am 24. August 2017.
  28. Landesarchiv NRW: Abteilung Rheinland: 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.4. Reichsbehörden, 1.4.1. Reichskammergericht, 3230 - K 809/2186. Abgerufen am 24. August 2017.
  29. ab Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 736.
  30. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 699.
  31. ab Gelders Archive: 0370 Heren en graven van Culemborg, Inventaris, 4. Regesten, 4.2.05. 401-500, Urkunde 423. Abgerufen am 23. Oktober 2017.
  32. abcde Sammlung Ernst von Oidtman: Mappe 993 Reuschenberg. Blatt 1, s.l.
  33. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 2: Mappe 86–147 (Bet–Bre). Köln 1992, S. 10.
  34. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 716.
  35. abcd Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 717.
  36. abcdefghijklmnopqrs Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 701.
  37. abcdefghijklmno Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 700.
  38. Heinrich Candels: Das Zisterzienserinnenkloster St. Jöris in Eschweiler (1274-1802). Mönchengladbach 1982 (= Veröffentlichungen des Bischöflichen Diözesanarchivs Aachen. Band 24), S. 102.
  39. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1607-1852. Band 5: Regesten Nr. 2251 bis 3507. Köln 1988 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 31), S. 72.
  40. ab Reuschenberg, Bernd: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Aachen 2012 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2), S. 30.
  41. Reuschenberg, Bernd: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Aachen 2012 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2), S. 29.
  42. ab Reuschenberg, Bernd: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Aachen 2012 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2), S. 31.
  43. Regionaal Historisch Centrum Limburg: Archief van de heerlijkheid, Familie von Bongart, 01.193 Vrije Rijksheerlijkheid Wijnandsrade, 248. Abgerufen am 30. Oktober 2017.
  44. Gudrun Gersmann, Hans-Werner Langbrandtner (Hrsg.): Adlige Lebenswelten im Rheinland: kommentierte Quellen der Frühen Neuzeit. Köln 2009 (= Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e. V. Band 3), S. 73.
  45. abcdefg Genealogische Werkgroep Waubach: GWW-2. CD-ROM Nr. 2: Familienbuch Setterich, s.l. 2009.
  46. abc Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 727.
  47. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1607-1852. Band 5: Regesten Nr. 2251 bis 3507. Köln 1988 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 31), S. 329.
  48. Landeshauptarchiv Koblenz: Bestand 54,032 - Waldbott v. Bassenheim, Sachakte 464. Abgerufen am 27. Oktober 2017.
  49. abcd Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 734.
  50. abc Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 739.
  51. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 735.
  52. Gelders Archive: 0370 Heren en graven van Culemborg, Inventaris, 4. Regesten, 4.2.05. 401-500, Urkunde 423. Abgerufen am 08. September 2017.
  53. Leonard Ennen (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Stadt Köln. Band 6: Urkunden (1390–1397), Köln 1879, S. 478.
  54. Landesarchiv NRW: Historisches Archiv der Stadt Köln, 1 Stadt Köln, 1.1 Reichsstädtische Überlieferung, 1.1.2. Urkundliche Überlieferung, Haupturkundenarchiv (HUA), Best. 1 (HUA) 5926-6669 (1397-1400), U 6508A. Abgerufen am 25. September 2017.
  55. Georg von Below (Hrsg.): Die Landtagsakten von Jülich-Berg 1400–1610. Band 1: 1400–1562, Düsseldorf 1895 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 11), S. 227.
  56. Wolf D. Pfennig: Vom Pagen am kurkölnischen Hof zum Komtur des Deutschen Ordens. Zur Jugend- und Familiengeschichte Caspar Antons von Belderbusch. Köln 2008 (= Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein. Band 211), S. 107.
  57. Goswin Freiherr von der Ropp (Bearb.): Hanserecesse: 1431–1476. Abteilung 2, Band 6, Leipzig 1890, S. 238.
  58. Friedrich-Arnold Lassotta: Formen der Armut im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit: Untersuchungen vornehmlich an Kölner Quellen des 14. bis 17. Jahrhunderts. Band 2, Köln 1993, S. 57.
  59. Historisches Archiv der Stadt Köln: Stadt Köln/Reichsstädtische Überlieferung, Urkundliche Überlieferung, Best. 2 Urkundenkopiare (HUA Kop.) - 1157-1788, Kopiare, B 7 - Urfehdebuch - 1441-1474. Abgerufen am 06. Dezember 2017.
  60. Klaus Peschke: 1470: Erzbischof Ruprecht kündigt Setterich die Fehde an mit rouffe, brant ind doitslach. Baesweiler 2012 (= Mitteilungen des Geschichtsvereins Baesweiler. Nr. 39), S. 8.
  61. Armin Tille (Bearb.): Übersicht über den Inhalt der kleineren Archive der Rheinprovinz. Band 1, Bonn 1899 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 19), S. 23.
  62. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1467-1536. Band 2: Regesten 451-1050. Köln 1979 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 22), S. 190.
  63. Jürgen Arndt (Bearb.): Das Wappenbuch des Reichsherolds Caspar Sturm. Mit Beiträgen von Heinz Angermeier, Albert Barthelmeß, Heinz Duchhardt, Gerhard Hirschmann und Irmgard Höß, Neustadt/Aisch 1984 (= Wappenbücher des Mittelalters. Band 1), S. 58.
  64. A. Jürgens und W. Krüger: Archäologische Untersuchungen der mittelalterlichen Burganlage Baesweiler-Setterich, Kreis Aachen. In: Ausgrabungen im Rheinland 1981/82. Bonn 1983, S. 216.
  65. Alois Schröer: Die Reformation in Westfalen. Der Glaubenskampf einer Landschaft. Band 1, Münster 1979, S. 577.
  66. Max Lossen: Der Kölnische Krieg. Vorgeschichte 1565–1581. Band 1, München 1882, S. 268.
  67. Historischer Verein Alt-Tilly e.  V.(Hrsg): Die Grafen und Fürsten von Tilly a. d. H. der Herren T´Serclaes. Abgerufen am 30. November 2017.
  68. Edmund Strutz (Hrsg.): Rheinische Lebensbilder. Band. 1, Düsseldorf 1971, S. 67.
  69. Ernst Höfer: Vilshofen und das letzte Jahr des Dreißigjährigen Krieges. Vilshofen 1998 (= Vilshofener Jahrbuch. Band 6), S. 16.
  70. Niedersächsisches Hauptstaatsarchiv Hannover: NLA HA, Hild. Br. 12, Nr. 349. Abgerufen am 06. September 2017.
  71. Margarete Bruckhaus und Roland Rölker (Bearb.): Reichskammergericht P-R. In: Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen. Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände. Band 9, Teil 8, Siegburg 1998, S. 454.
  72. Wolfgang Antweiler und Brigitte Kasten (Bearb.): Reichskammergericht C–D. In: Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen. Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände. Band 9, Teil 2, Siegburg 1988, S. 406.
  73. Willi Ommer: Lückerath, ein Ortsteil in Bergisch Gladbach und seine Geschichte bis zur Zeit der Uraufnahme um 1830. Bergisch Gladbach 2006 (= Schriftenreihe des Bergischen Geschichtsvereins. Band 48), S. 127.
  74. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1607-1852. Band 5: Regesten Nr. 2251 bis 3507. Köln 1988 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 31), S. 297.
  75. David Gropp und Kurt Röckener und Thomas Spohn: Das Viehhaus von 1749/50 auf Burg Klusenstein bei Hemer. In: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe. Erster Westfälischer Tag für Denkmalpflege 2004. Heft 1/04, Münster 2004, S. 4. online Website des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Abgerufen am 14. Juli 2017.
  76. Jochen Bepler: Johannes Sigismund Wilhelm von Reuschenberg († 1703). In: Kirche und Adel in Norddeutschland, Das Aufschwörungsbuch des Hildesheimer Domkapitels. Regensburg 2009 (= Quellen und Studien zur Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim. Band 3), S. 95.
  77. Richard Henry Popkin, Charles B. Schmitt (Hrsg.): Scepticism from the Renaissance to the Enlightenment. Wiesbaden 1987 (= Wolfenbütteler Forschungen. Band 35), S. 164–165.
  78. Gottfried Wilhelm Leibniz: Der Briefwechsel mit Des Bosses. Hrsg. v. Cornelius Zehetner. Hamburg 2007 (= Philosophische Bibliothek. Band 585), S. 10.
  79. Johannes Sigismund von Reuschenberg: Abbrege De Devoir D’Un Jeune Cavalier Voyageur, s.l. 1698, o.S. online Website der Staatsbibliothek Berlin. Abgerufen am 14. Juli 2017.
  80. Bernd Reuschenberg: Bastarde der Familie von Reuschenberg – Eine Spurensuche. Aachen 2014 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 3), S. 95.
  81. Michael Ranft: Der genealogische Archivarius. Band 5, Leipzig 1733, S. 214.
  82. Johann J. von Khevenhüller-Metsch: Zur Geschichte des Theaters am Wiener Hofe. Wien 1896, S. 4.
  83. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 729.
  84. abcdefghijklmno Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 702.
  85. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg. 1467-1536, Band 2: Regesten 451-1050. Köln 1979 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 22), S. 190.
  86. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 715.
  87. Engelhart von Weichs (Bearb.): Inventar des Archivs von Schloß Eicks., Köln 1985 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 29), S. 136.
  88. Otto Reinhard Redlich: Jülich-Bergische Kirchenpolitik am Ausgange des Mittelalters und in der Reformationszeit. Band 2: Visitationsprotokolle und Berichte. Teil 1: Jülich 1533 – 1589. Bonn 1911 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 28), S. 856.
  89. Joseph Niesert: Urkunden zur Geschichte der Münsterschen Wiedertäufer. Coesfeld 1826 (= Münstersche Urkundensammlung. Band 1), S. 109.
  90. Bulletin de la Société d'art et d'histoire du diocèse de Liège. Band 9, Liège 1895, S. 342.
  91. Ernst von Oidtman: Boltheim bei Zülpich und seine Besitzer insbesondere die Herren von Hompesch. Aachen 1884 (= Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Band 6), S. 158–159 (online Internet Archive. Abgerufen am 30. Oktober 2017.).
  92. Cornelia M. Ridderikhoff (Hrsg.): Troisième Livre des procurateurs de la nation germanique de l'ancienne Université d'Orléans 1567–1587. Leiden 2013 (= Education and Society in the Middle Ages and Renaissance. Vol. 45), S. 444.
  93. Cornelia M. Ridderikhoff (Hrsg.): Troisième Livre des procurateurs de la nation germanique de l'ancienne Université d'Orléans 1567–1587. Leiden 2013 (= Education and Society in the Middle Ages and Renaissance. Vol. 45), S. 457.
  94. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 11: Mappe 832–915 (Mo–Pal). Köln 1996, S. 670.
  95. Engelhart von Weichs (Bearb.): Inventar des Archivs von Schloß Eicks., Köln 1985 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 29), S. 244.
  96. abcdefghijk O. V.: Bulletin de l'Institut archéologique liégeois. Tome XXII, Liège 1891, S. 130 (online Internet Archive. Abgerufen am 30. Oktober 2017.).
  97. Theodor Oppenhoff: Die Aachener Sternzunft. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Band 15, Aachen 1893, S. 237.
  98. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 720.
  99. Georg von Below: Landtagsakten von Jülich-Berg: 1400-1610. Band 2. Düsseldorf 1907 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 11), S. 635–929.
  100. Uwe Cormann: Die katholische Pfarrkirche St. Martinus in Barmen. In: Jülich, Stadt - Territorium - Geschichte: Festschrift zum 75jährigen Jubiläum des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e. V. Jülich 2000, S. 643.
  101. O. V.: Bulletin de l'Institut archéologique liégeois. Tome XXII, Liège 1891, S. 130–131.
  102. Helmut Holtz: Die Deutschordenskommende Ramersdorf: Geschichte eines rheinischen Hauses des Deutschen Ritter-Ordens. Bonn 1961, S. 54.
  103. O. V.: Neueste Sammlung auserlesener Deductionen: worinn allerhand wichtige Fragen aus dem Staats- Lehen- und Privat-Recht, in verschiedenen bey denen höchsten Reichs-Gerichten anhängigen Rechts-Sachen, ausgeführt werden. Band 2, Wetzlar 1765, S. 40–44.
  104. Roosenboom, Henk: Philippine van Ruyschenberg († 1618 of 1619), vrouwe van Helmond. In: Brabantse biografieën van bekende en onbekende Noord-Brabanders. Vol. 5, 's-Hertogenbosch 1999, S. 116.
  105. P. C. Molhuysen, P. J. Blok (Hrsg.): Ruissenbergh, Anna. In: Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Abgerufen am 03. Januar 2017.
  106. Hugo Altmann und Paul Hoffmann (Bearb.): Reichskammergericht A–B. In: Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände. Band 9, Teil 1, Siegburg 2003, S. 49–51.
  107. abcdefghijklm Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 698.
  108. abcdefghijkl Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 704.
  109. abcdefghijklmnopq Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 705.
  110. Hermann Deitmer (Bearb.): Generalvikariatsprotokolle des Erzbistums Köln. Band 1/I: Aus der Zeit vor 1700, A-L. Köln 1970, S. 122.
  111. [1] Website von FamilySearch. Abgerufen am 26. Oktober 2017.
  112. [2] Website von FamilySearch. Abgerufen am 26. Oktober 2017.
  113. Hermann Keussen: Das adelige Frauenkloster Meer bei Neuss. Zur Erinnerung an die vor 700 Jahren vollzogene Stiftung dieses Klosters. Krefeld 1866, S. 41 online Website der Universitätsbibliothek Düsseldorf. Abgerufen am 26. Oktober 2017.
  114. abc Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 742.
  115. Hermann Deitmer (Bearb.): Generalvikariatsprotokolle des Erzbistums Köln. Band 1/I: Aus der Zeit vor 1700, A-L. Köln 1970, S. 122.
  116. Rudolf Brandts: Haus Selikum. Neuss 1962 (= Schriftreihe des Stadtarchivs Neuss. Band 1), S. 59.
  117. Franz-Josef Bender: Georg v. Neuhoff und Mechtildt v. Reuschenberg zu Haus Elbroich, Düsseldorf, ihre Familien, ihre Kinder und ihre Vorfahren. In: Düsseldorfer Familienkunde. Heft 3, Düsseldorf 1996, S. 101.
  118. Hermann Nottarp: Das katholische Kirchenwesen der Grafschaft Ravensberg im 17. und 18. Jahrhundert. Paderborn 1961 (= Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte. Band 2), S. 158.
  119. Peter Ringenberg: Dotumentum, Installationis und was dabei vorgefallen, Ihrer hochwohlgeboren Fräulein von Reuschenberg ins hochadelige Stift Schildesche. In: Ravensberger Blätter. Organ des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e. V. Bielefeld 1917, S. 49–50.
  120. Joseph Redegeld: Geschichte des Dorfes und der Pfarre Ovenhausen : mit Beiträgen zur Geschichte der Abtei Corvey und der Hauptstadt Höxter. Paderborn 1895, S. 159.
  121. Wolfgang Antweiler und Brigitte Kasten (Bearb.): Reichskammergericht E–G. In: Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände. Band 9, Teil 3, Siegburg 1989, S. 469.
  122. Hays, Isaac Minis: The record of the celebration of the two hundredth anniversary of the birth of Benjamin Franklin. Philadelphia 1908, S. 473.
  123. Marie Mulvey Roberts und ‎Hugh Ormsby-Lennon: Secret Texts: The Literature of Secret Societies. New York 1995, S. 150.
  124. Gerhard Kurz (Hrsg): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte (1750-1850). Düsseldorf 1984, S. 41.
  125. Manfred von Stosch: Düsseldorfs "öffentliche Bibliotheque". 1770-1809. In: Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte, 1750-1850. Düsseldorf 1984, S. 41.
  126. Christian von Stramberg: Denkwürdiger und nützlicher Rheinischer Antiquarius, welcher die wichtigsten und angenehmsten geographischen, historischen und politischen Merkwürdigkeiten des ganzen Rheinstroms, von seinem Ausflusse in das Meer bis zu seinem Ursprunge darstellt. Mittelrhein. Abteilung 2, Band 1, Coblenz 1845, S. 702–703.
  127. Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1607-1852. Band 5: Regesten Nr. 2251 bis 3507. Köln 1988 (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 31), S. 440.
  128. Otto Reinhard Redlich (Bearb.): Jülich-Bergische Kirchenpolitik am Ausgange des Mittelalters und in der Reformationszeit. Band 2/1: Visitationsprotokolle und Berichte, Jülich 1533–1589, Bonn 1911 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 28), S. 856.
  129. P. C. Molhuysen, P. J. Blok (Hrsg.): Ruissenbergh, Anna. In: Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Abgerufen am 03. Januar 2017.
  130. Ulrich Faust (Bearb.): Die Benediktinerklöster in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen. Erzabtei St. Ottilien 1979 (= Germania Benedictina. Band 6), S. 359.
  131. Edmund von Wecus: Der Rog. In: Blätter für Mosel, Hochwald und Hunsrück. Jahrgang 4, Nr. 1 und 2), Trier 1913, S. 3.
  132. Bernd Reuschenberg: Bastarde der Familie Reuschenberg – Eine Spurensuche. Aachen 2014 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 3), S. 96.
  133. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 711.
  134. ab Website des Rheinischen Bilderarchivs. Abgerufen am 18. September 2017.
  135. Friedrich Lau (Hrsg.): Das Buch Weinsberg. Kölner Denkwürdigkeiten aus dem 16. Jahrhundert. Bonn 1898 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 16/4), S. 230.
  136. Website des Gemeentemuseums Helmond. Abgerufen am 18. September 2017.
  137. Website der Dombibliothek Hildesheim. Abgerufen am 18. September 2017.
  138. Website des Klosters Saarn. Abgerufen am 18. September 2017.
  139. Adi Zantis: Baron von Reuschenberg wandert ein letztes Mal. In: Aachener Zeitung. Abgerufen am 18. September 2017.
  140. Heinz Marx: Das Geschlecht derer von Reuschenberg: nach einer Aufstellung verschiedener Genealogen und dem Material aus Archiven und Bibliotheken. Neustadt 1978 (= Deutsches Familienarchiv. Band 70), S. 14–18.
  141. Reuschenberg, Bernd: Der Ursprung der Familie von Reuschenberg. In: Elsdorfer Ge-schichte. Jahrbuch des Geschichtsvereins Elsdorf, Band 5 /2012, Kreuzau 2012, S. 37.
  142. Hanns Merckens: Beitrag zur Geschichte der Familie Reuschenberg. Düsseldorf 1983 (= Düsseldorfer Familienkunde. Jahrgang 19, Heft 1), S. 2.
  143. Johann Seifert: Hoch-Adeliche Stam[m]-Taffeln : Nach Ordnung des Alphabets ; ... ; Durch lange und kostbahre Correspondentz Mit unermüdeten Fleieß zusammen getragen und ausgefertiget. Band 4, Regensburg 1732, Blatt 17.
  144. Reuschenberg, Bernd: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben (Jahrbuch Nr. 2 / 2011-12 des Geschichtsverein Baesweiler), s.l. 2012, S. 29–31.
  145. Bernd Reuschenberg: Bastarde der Familie von Reuschenberg – Eine Spurensuche. Aachen 2014 (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 3), S. 95–97.
  146. O. V.: Erneuerte vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat Band 2, Ausgabe 2, Wien 1817, S. 210.
  147. Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 741.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Als Stammhaus wird ein Wohnsitz bezeichnet, welcher über Generationen von einer Familie bewohnt wurde. Im Gegensatz dazu kann jede Burg oder Schloss als Adelssitz bezeichnet werden – unabhängig von der Dauer der Nutzung als Wohnsitz.
  2. Zwischen 1350 und 1380 wird mehrfach ein Ritter namens Cuno von Giesendorf erwähnt, dessen Zuordnung unter Genealogen umstritten ist. Offenbar handelte es sich hier um zwei unterschiedliche Personen. Der eine Ritter war vermutlich Cuno von Reuschenberg, Herr zu Giesendorf (Historisches Archiv der Stadt Köln: 1 Stadt Köln, 1.1 Reichsstädtische Überlieferung, 1.1.2. Urkundliche Überlieferung, Haupturkundenarchiv (HUA), Best 1 HUA 1990-2963 (1350-1375), U1 2810. Abgerufen am 07.Dezember 2017.) In einer Urkunde von 1373 wurde offenbar der Beiname Giesendorf statt des Familiennamens verwendet, denn er siegelte mit dem Reuschenberg’schen Wappen. Es lässt sich darüber hinaus ein weiterer Ritter namens Cuno von Giesendorf nachweisen, welcher allerdings ein anderes Siegel verwendete. Da dieses identisch mit dem der Herren von Esch war, entstammten beide demselben Sippenverband (Heinrich Schläger: Geschichte von Giesendorf. Abgerufen am 25.09.2017.) Darüber hinaus lässt sich gegen Ende des 14. Jahrhunderts neben Cuno von Reuschenberg zu Setterich noch ein weiterer Cuno von Reuschenberg nachweisen. Dieser ließ sich im Jahr 1393 von der Stadt Köln als Söldner anwerben Historisches Archiv der Stadt Köln: 1 Stadt Köln, 1.1 Reichsstädtische Überlieferung, 1.1.2 Urkundliche Überlieferung, Haupturkundenarchiv Bestand 1, 4001-5925 (1388-1396), U K/4887. Abgerufen am 08. Dezember 2017.
  3. Die Genealogische Sammlung von Oidtman wurde durch Herbert Schleicher transkribiert, geordnet und veröffentlicht (Herbert M. Schleicher: Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung. 18 Bände, Köln 1992-1999). Zu diesem Zeitpunkt fehlten zwei von insgesamt fünf Blätter. Diese wurde später der Universitätsbibliothek Köln übergeben und stehen seit dem der Öffentlichkeit zur Verfügung.
  4. Der Artilleriemeister und jülich’sche Rat Johann von Reuschenberg wurde auch Wilhelm von Reuschenberg genannt. Die jeweilige Verwendung des Vornamens Johann oder Wilhelm lässt sich auch für dessen Bruder, dem Pastor von Barmen (heute Jülich-Barmen), nachweisen (Otto Reinhard Redlich (Bearb.): Jülich-Bergische Kirchenpolitik am Ausgange des Mittelalters und in der Reformationszeit. Band 2/1: Visitationsprotokolle und Berichte, Jülich 1533–1589, Bonn 1911 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 28), S. 341.) Darüber hinaus hieß ein Neffe der beiden Brüder ebenfalls Wilhelm von Reuschenberg. Er war der Begründer der Seitenlinie zu Overbach und Rochette.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Reuschenberg (Adelsgeschlecht) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.