Rohrbach Ro XI

f2
Rohrbach Ro XI Rostra
Typ: Fracht- und Verkehrsflugboot
Entwurfsland: Deutsches Reich Deutsches Reich
Hersteller:

Rohrbach

Erstflug: 30. Oktober 1928
Produktionszeit:

1928

Stückzahl: 1

Das Flugboot Rohrbach Ro XI Rostra entstand zum Ende der 1920er Jahre und sollte als Langstrecken-Frachter auf den transatlantischen Routen der Luft Hansa zum Einsatz kommen.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ro XI entstand 1928 unter Verwendung von Baugruppen des Flugboots Robbe II, das im Herbst 1927 während eines Testfluges für eine geplante Atlantiküberquerung in Ost-West-Richtung durch eine zerborstene Luftschraube beschädigt und im Anschluss abgerüstet worden war. Von ihm wurde das Rumpfboot übernommen. Das Tragwerk war eine Neukonstruktion mit zur Erhöhung der Zuladung größerer Spannweite und höherer Flächenbelastung. Die beiden BMW-Motoren mit Luftschrauben in Druckauslegung wurden gegen zwei Gnôme-Rhône-Antriebe mit Zugpropellern ausgetauscht. Die Flugerprobung wurde bei der E-Stelle See in Travemünde durchgeführt und begann am 30. Oktober 1928. Sie verlief zufriedenstellend; lediglich das Seitenruder musste wegen unzureichender Wirksamkeit vergrößert werden. Für den Transatlantikverkehr waren neben der Frachtversion auch eine Verkehrsausführung für die Beförderung von fünf Passagieren vorgesehen, deren Reichweite allerdings durch das dadurch reduzierte Treibstoffvolumen auf 2300 km begrenzt wurde. Während der Erprobung kam es allerdings nie zu einem derartigen Umbau. Aus nicht bekannten Gründen erfolgte nach dem Ende der Tests weder eine Übergabe an die Luft Hansa noch eine Registrierung der einzigen gebauten Rostra.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ro XI ist ein freitragender Schulterdecker in Metallbauweise.

Rumpf

Das Rumpfboot ist zweistufig ausgeführt und stark gekielt. Es ist durch Schotts in mehrere Sektionen unterteilt, die dem Flugboot auch bei einem Wassereinbruch bis zu 5 m noch Schwimmfähigkeit verleihen. Die geschlossene, zweisitzige Führerkabine ist vor der Tragflügelvorderkante angeordnet. Dahinter befindet sich der mit verstärktem Boden und Zurrbeschlägen ausgerüstete Frachtraum, an den sich die Besatzungskabine für den Funker anschließt.

Tragwerk

Der Tragflügel besteht aus dem rechteckigen Mittelstück, auf dem auch die Triebwerke an Verstrebungen aufgesetzt sind, und den spitz zulaufenden, leicht gepfeilten Außenflügeln mit leichter V-Stellung, in dem die Kraftstoffbehälter untergebracht sind.

Leitwerk

Höhen- und Seitenleitwerk sind trapezförmig ausgeführt, wobei das Höhenruder spritzwassergeschützt hoch angesetzt und mit I-Stielen zum Rumpf hin abgestützt ist.

Schwimmwerk

Zur Stabilität auf dem Wasser verfügt die Rostra über zwei beidseitig unter den Außenflügeln durch Streben befestigte Stützschwimmer, die im Gegensatz zu früheren Rohrbach-Flugbooten etwas weiter vom Rumpf entfernt angeordnet sind.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung 3
Passagiere 5 (optional)
Spannweite 26,90 m
Länge 15,60 m
Höhe 6,30 m
Flügelfläche 77,00 m²
Flächenbelastung 97,4 kg/m²
Rüstmasse 4340 kg
Zuladung 4060 kg (Frachtausführung)
Startmasse 8400 kg (Frachtausführung)
7500 kg (Passagierausführung)
Antrieb zwei luftgekühlte Neunzylinder-Viertakt-Sternmotoren
mit starren Vierblatt-Luftschrauben
Typ Gnôme-Rhône Jupiter VI 9
Startleistung
Dauerleistung
je 610 PS (ca. 450 kW)
je 450 PS (ca. 330 kW)
Höchstgeschwindigkeit 208 km/h
Reisegeschwindigkeit 158 km/h
Dienstgipfelhöhe 3000 m
Reichweite 3800 km (Frachtausführung)
2300 km (Passagierausführung)
Flugdauer 23 h (Frachtausführung)
13,8 h (Passagierausführung)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Jürgen Becker: Wasserflugzeuge – Flugboote, Amphibien, Schwimmerflugzeuge. In: Die deutsche Luftfahrt. Band 21. Bernard & Graefe, Bonn 1994, ISBN 3-7637-6106-3, S. 133 und 137.
  • Fred Gütschow: Die deutschen Flugboote. Motorbuch, Stuttgart 1978, ISBN 3-87943-565-0, S. 271 ff.
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Rohrbach Ro XI Rostra
Typ: Fracht- und Verkehrsflugboot
Entwurfsland: Deutsches Reich Deutsches Reich
Hersteller:

Rohrbach

Erstflug: 30. Oktober 1928
Produktionszeit:

1928

Stückzahl: 1

Das Flugboot Rohrbach Ro XI Rostra entstand zum Ende der 1920er Jahre und sollte als Langstrecken-Frachter auf den transatlantischen Routen der Luft Hansa zum Einsatz kommen.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ro XI entstand 1928 unter Verwendung von Baugruppen des Flugboots Robbe II, das im Herbst 1927 während eines Testfluges für eine geplante Atlantiküberquerung in Ost-West-Richtung durch eine zerborstene Luftschraube beschädigt und im Anschluss abgerüstet worden war. Von ihm wurde das Rumpfboot übernommen. Das Tragwerk war eine Neukonstruktion mit zur Erhöhung der Zuladung größerer Spannweite und höherer Flächenbelastung. Die beiden BMW-Motoren mit Luftschrauben in Druckauslegung wurden gegen zwei Gnôme-Rhône-Antriebe mit Zugpropellern ausgetauscht. Die Flugerprobung wurde bei der E-Stelle See in Travemünde durchgeführt und begann am 30. Oktober 1928. Sie verlief zufriedenstellend; lediglich das Seitenruder musste wegen unzureichender Wirksamkeit vergrößert werden. Für den Transatlantikverkehr waren neben der Frachtversion auch eine Verkehrsausführung für die Beförderung von fünf Passagieren vorgesehen, deren Reichweite allerdings durch das dadurch reduzierte Treibstoffvolumen auf 2300 km begrenzt wurde. Während der Erprobung kam es allerdings nie zu einem derartigen Umbau. Aus nicht bekannten Gründen erfolgte nach dem Ende der Tests weder eine Übergabe an die Luft Hansa noch eine Registrierung der einzigen gebauten Rostra.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ro XI ist ein freitragender Schulterdecker in Metallbauweise.

Rumpf

Das Rumpfboot ist zweistufig ausgeführt und stark gekielt. Es ist durch Schotts in mehrere Sektionen unterteilt, die dem Flugboot auch bei einem Wassereinbruch bis zu 5 m noch Schwimmfähigkeit verleihen. Die geschlossene, zweisitzige Führerkabine ist vor der Tragflügelvorderkante angeordnet. Dahinter befindet sich der mit verstärktem Boden und Zurrbeschlägen ausgerüstete Frachtraum, an den sich die Besatzungskabine für den Funker anschließt.

Tragwerk

Der Tragflügel besteht aus dem rechteckigen Mittelstück, auf dem auch die Triebwerke an Verstrebungen aufgesetzt sind, und den spitz zulaufenden, leicht gepfeilten Außenflügeln mit leichter V-Stellung, in dem die Kraftstoffbehälter untergebracht sind.

Leitwerk

Höhen- und Seitenleitwerk sind trapezförmig ausgeführt, wobei das Höhenruder spritzwassergeschützt hoch angesetzt und mit I-Stielen zum Rumpf hin abgestützt ist.

Schwimmwerk

Zur Stabilität auf dem Wasser verfügt die Rostra über zwei beidseitig unter den Außenflügeln durch Streben befestigte Stützschwimmer, die im Gegensatz zu früheren Rohrbach-Flugbooten etwas weiter vom Rumpf entfernt angeordnet sind.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung 3
Passagiere 5 (optional)
Spannweite 26,90 m
Länge 15,60 m
Höhe 6,30 m
Flügelfläche 77,00 m²
Flächenbelastung 97,4 kg/m²
Rüstmasse 4340 kg
Zuladung 4060 kg (Frachtausführung)
Startmasse 8400 kg (Frachtausführung)
7500 kg (Passagierausführung)
Antrieb zwei luftgekühlte Neunzylinder-Viertakt-Sternmotoren
mit starren Vierblatt-Luftschrauben
Typ Gnôme-Rhône Jupiter VI 9
Startleistung
Dauerleistung
je 610 PS (ca. 450 kW)
je 450 PS (ca. 330 kW)
Höchstgeschwindigkeit 208 km/h
Reisegeschwindigkeit 158 km/h
Dienstgipfelhöhe 3000 m
Reichweite 3800 km (Frachtausführung)
2300 km (Passagierausführung)
Flugdauer 23 h (Frachtausführung)
13,8 h (Passagierausführung)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Jürgen Becker: Wasserflugzeuge – Flugboote, Amphibien, Schwimmerflugzeuge. In: Die deutsche Luftfahrt. Band 21. Bernard & Graefe, Bonn 1994, ISBN 3-7637-6106-3, S. 133 und 137.
  • Fred Gütschow: Die deutschen Flugboote. Motorbuch, Stuttgart 1978, ISBN 3-87943-565-0, S. 271 ff.
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