Saarbrücker Schule

Die Saarbrücker Schule ist eine Gruppe von Forschern um den Religionswissenschaftler Karl-Heinz Ohlig, die die Entstehung des Islams mit der historisch-kritischen Methode ergründet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saarbrücker Schule der Islamwissenschaft wendet auf alle Sachverhalte der frühen Islamgeschichte und des Korans die historisch-kritische Methode an. Die in der sogenannten Traditionsliteratur überlieferte frühe Geschichte des Islams gilt ihr nicht als Geschichtsquelle, sondern als literarisches Erzeugnis der Zeit, in der sie aus bestimmten theologischen, literarischen oder anderen Beweggründen jeweils niedergeschrieben wurde. Die Entstehung der islamischen Religion stellt sich im Lichte dieser Forschungen als ein Prozess dar, der sich über mehr als zwei Jahrhunderte hingezogen hatte. Die Konzentration der Macht im arabischen Reich, der Beginn der arabischen Jahreszählung, der Umbau und die Errichtung sakraler Bauten wie die Johannesbasilika / Umayyadenmoschee in Damaskus, der Felsendom in Jerusalem, die sogenannte Prophetenmoschee in Medina und die Kaaba in Mekka, die Abfassung und Verwendung des Korans, der islamische Kalender, die Abfassung einer Lebensgeschichte des arabischen Propheten, die Einrichtung eines Pilgerwesens in Mekka, die Entwicklung der Traditionsliteratur und des islamischen Rechts, sind Elemente der neuen Weltreligion, für die Forscher der Saarbrücker Schule jeweils andere Ursprünge ermittelt haben, als dies die Traditionsliteratur behauptet. Im Ergebnis stellt sich die frühe Geschichte des arabischen Reiches als der kreative Prozess der Schöpfung eines Reichsglaubens durch die Elite des arabischen Reiches dar, in dem synkretistische - vorwiegend christliche - Gegebenheiten in Auseinandersetzung mit Byzanz, dem rabbinischen Judentum und der Kultur des Sasanidenreichs unter Aufnahme buddhistischer Elemente zu einer neuen Weltreligion geformt wurden. Die traditionelle Vorstellung eines arabischen Propheten mit einer in den Jahre 610-632 in Mekka und Medina empfangenen Offenbarung steht nach den Erkenntnissen der Saarbrücker Schule nicht am Beginn dieses Prozesses, sondern stellt eine mittlere Entwicklungsstufe dar, die in das 8. christliche Jahrhundert datiert.

Vorläufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits Ignaz Goldziher, Joseph Schacht, Günter Lüling, Suliman Bashear, Yehuda Nevo, John Wansbrough, Patricia Crone und Michael Cook waren der Ansicht gewesen, daß der traditionelle Bericht nicht dem tatsächlichen Gang der Geschichte entspricht. Mit Inârah hat sich erstmals eine interdisziplinär arbeitende Forschergruppe dieses Themas angenommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saarbrücker Schule geht auf den Religionswissenschaftler Prof. Dr. Karl-Heinz Ohlig zurück, der im Zuge seiner 2006 erfolgten Emeritierung an der Universität des Saarlands eine multidisziplinäre Gruppe von Forschern um sich versammelt hatte, die im Jahre 2007 den gemeinnützigen Verein „Inârah e.V. - Institut zur Erforschung der frühen Islamgeschichte und des Korans“ gründeten. Diese Gruppe, zu der außer Ohlig u. a. der Orientalist Gerd-Rüdiger Puin, die Philologen Markus Groß und Christoph Luxenberg, sowie der Numismatiker Volker Popp gehören, haben 2008, 2010, 2012 und 2014 vier Fachtagungen durchgeführt, in denen über 40 Forscher vorgetragen haben, deren Arbeiten in bis jetzt acht Sammelbänden (Inârah 1-8) veröffentlicht wurden. Ferner gibt es zahlreiche kleinere Artikel in der Saarbrücker Zeitschrift „imprimatur“.

Rezeptionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeiten der Saarbrücker Schule stellen ein eigenes multidisziplinäres Korpus der Forschungsliteratur dar, dessen Wirkung auf die zahlreichen betroffenen Fachrichtungen noch nicht absehbar ist. Eine breitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Thesen und Ergebnissen von Inârah steht noch aus.

Einzelne Thesen und Forschungsergebnisse von Inârah[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

- Der Name Muhammad bezeichnete ursprünglich nicht eine Person, sondern ein christologisches Prädikat (Popp,[1] Luxenberg,[2] Ohlig[3] Thomas[4]).

- Vermeintliche Erwähnungen von Muhammad, Muslimen oder Islam in Werken des orientalischen Mittelalters beziehen sich nicht auf einen arabischen Propheten, Anhänger einer neuen Religion oder einen neuen Glauben (Ohlig[5]).

- Die Genealogie des arabischen Propheten und seines Geschlechts, der Quraisch, ist unhistorisch; es lässt sich angeben, an welchem Punkt sie geschichtlich wird (Dequin[6]).

- Die Lebensgeschichte des arabischen Propheten stammt zum großen Teil aus dem Leben des Abu Muslim (Dequin[7]).

- Mekka und Medina gehörten zum Raum südarabischer Schriftkultur, und es wurden dort andere nordarabische Sprachen gesprochen, die nicht Vorläufer des klassischen Arabischen waren. Dieser Raum kann deshalb nicht als Emergenzterritorium des Korans gelten. Denkbar hingegen, hierfür die in den Osten des Sasanidenreichs deportierten Einwohner von Hatra oder anderen Orten Nordarabiens anzunehmen. (Kerr[8]).

- Das Arabisch des Korans enthält grammatikalische Elemente, die nach Zentralasien weisen (Groß[9]).

- Der Koran enthält sprachliche Merkmale, die auf eine syro-aramäische Vorlage schließen lassen (Luxenberg[10]).

- Namen und Begriffe aus dem Koran, die für das islamische Selbstverständnis grundlegend sind wie Mekka, Badr, Huris (Paradiesjungfrauen) erweisen sich als Fehllesungen oder haltlose Interpretationen (Luxenberg[11]).

- Der Koran wurde um 700 unter dem Herrscher ʿAbd al-Malik unter Leitung von dessen Berater al-Ḥağğāğ ibn Yūsuf redigiert (de Prémare[12]).

- Die Untersuchung des koranischen Texts ist noch weit von einer kritischen Edition entfernt (Gerd-Rüdiger Puin[13]).

- Der Koran enthält mit dem Alexander-/ Ḏū l-Qarnayn-Material einen Stoff, der jünger ist, als die Lebenszeit des von der Traditionsliteratur behaupteten arabischen Propheten; gleichwohl gibt es hiervon Versionen, die textgeschichtlich älter als der Koran sind (Popp,[14] Causse[15]).

- Die sogenannten „Geheimnisvollen Buchstaben“ des Korans lassen sich als Überreste einer syrischen christlichen Liturgie deuten (Luxenberg[16]).

- Der Koran enthält in seiner ältesten Schicht (etwa einem Drittel des Textes) hymnische christliche Strophenlieder im Sinne Lülings, deren Struktur und Sinn später durch Hinzufügungen in Richtung einer „islamischen Reinterpretation“ verändert wurden (Younes[17]).

- Der heutige Text des Korans ist Ergebnis einer redaktionellen Überarbeitung; in einzelnen Fällen kann man versuchen, die ursprüngliche Form herauszuarbeiten und so Einblicke in die Gedankenwelt und Seelenverfassung des Urhebers zu gewinnen (Kropp[18]).

- Das Werk von Laktanz enthält eine Reihe theologischer Gedankengänge, die mit solchen im Koran übereinstimmen (Gobillot[19]).

- Das im Koran erwähnte Abendmal muß eine Art manichäische oder paulikianische eucharistische Mahlzeit gewesen sein, die dem Pascha- oder Bèma-Fest am ehesten nahekam (Luxenberg,[20] van Reeth[21]).

- Der Koran ist kein dogmatischer, sondern ein konsensorientierter Text, der in religiösen Streitfragen der Zeit Minimalkompromisse formuliert hatte (Kalisch[22]).

- Mit mathematischen Methoden lässt sich zeigen, daß der Koran etwa 50 Verfasser hatte (Walter[23]).

- Ein in Sana’a aufgefundener Koran-Palimpsest enthält zahlreiche Abweichungen vom Standardtext (Elisabeth Puin[24]).

- Die Aufschriften frühislamischer Münzen sind in der Regel als religiöse und politische Losungen zu lesen, nicht als Eigennamen arabischer Herrscher und Gouverneure (Popp[25]).

- Der Ursprung der arabischen Ära im Jahre 622 geht auf den damaligen Sieg des Heraklius über die Sasaniden zurück, in dem die arabischen Eliten des byzantinischen Ostens Selbstregierung erlangt hatten (Popp[26]).

- Das mekkanische Pilgerritual ist in wesentlichen Teilen dem buddhistischen ähnlich und muß einst aus dem Buddhismus übernommen worden sein (Groß[27]).

- Die Einrichtung des Pilgerwesens im Mekka geschah unmittelbar nach der abbassidischen Machtergreifung nach dem Vorbild des buddhistischen Nowbahar bei Balch / Masar-e Scharif (Dequin[28]).

- Der islamische Kalender ist das Ergebnis einer Hin- und Wiederabwendung vom Judentum; als Relikt zeugt hiervon das Datum der sogenannten Hidschra, das mit Jom Kippur identisch ist (Dequin[29]).

- Der Islam in der heute bekannten Form ist ein Produkt des 3. Jh. arabischer Zeitrechnung; Überlieferungen in Form des isnāds wurden eingeführt, um die wahren Verhältnisse besser verschleiern zu können (Kalisch[30]).

- Die Herausbildung der islamischen Traditionsliteratur folgt einem Bildungsgesetz, das ihre tatsächliche Geschichte verschleiert und sie älter erscheinen lässt, als sie tatsächlich ist (Dequin[31]).

- Buddhistische Traditionen Ostirans, wo sich der Islam wesentlich herausgebildet hat, sind sowohl dogmatisch (Übereinstimmung von Form und Inhalt im Glauben, Negierung des Willens), institutionell (Medrese) als auch in Einzelheiten (Daten aus dem Leben des arabischen Propheten, Name seiner Tochter Fatima) in den Islam eingegangen (Groß,[32] Dequin[33]).

- Araber als Nachkommen Ismaels sind eine Erfindung des Flavius Josephus; auch in säkularer Geschichtsschreibung gibt es nur biblisch beeinflusste Abstammungserzählungen der Araber auf Grundlage der griechischen Ethnographie (Kerr[34]).

- Eine „islamische“ Eroberung Spaniens im Jahre 711 lässt sich weder aus zeitgenössischen Quellen, noch aus dem archäologischen Befund, oder aus späteren erzählenden Chroniken rekonstruieren; es ist davon auszugehen, daß die tatsächlichen Ereignisse wesentlich anders verlaufen sind als die Traditionsliteratur sie behauptet (Thomas[35]).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl-Heinz Ohlig, Gerd-Rüdiger Puin (Hrsg.): Die dunklen Anfänge – Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam. (= Inârah. 1). Verlag Hans Schiler, Berlin 2005, ISBN 3-89930-128-5.
  • Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Der frühe Islam – Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen. (= Inârah. 2). Verlag Hans Schiler, Berlin 2007, ISBN 978-3-89930-090-1.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Schlaglichter – Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte. (= Inârah. 3). Verlag Hans Schiler, Berlin 2008, ISBN 978-3-89930-224-0.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Vom Koran zum Islam – Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran. (= Inârah. 4). Verlag Hans Schiler, Berlin 2009, ISBN 978-3-89930-269-1.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Die Entstehung einer Weltreligion I – Von der koranischen Bewegung zum Frühislam. (= Inârah. 5). Verlag Hans Schiler, Berlin 2010, ISBN 978-3-89930-318-6.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Die Entstehung einer Weltreligion II – Von der koranischen Bewegung zum Frühislam. (= Inârah. 6). Verlag Hans Schiler, Berlin 2011, ISBN 978-3-89930-345-2.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Die Entstehung einer Weltreligion III – Die heilige Stadt Mekka – eine literarische Fiktion. (= Inârah. 7). Verlag Hans Schiler, Berlin 2014, ISBN 978-3-89930-418-3.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Die Entstehung einer Weltreligion IV – Mohammed – Geschichte oder Mythos? (= Inârah. 8). Verlag Hans Schiler, Berlin 2017, ISBN 978-3-89930-100-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volker Popp, Bildliche Darstellungen aus der Frühzeit des Islam (IV), in: imprimatur, Hefte 5 und 6, S. 242–50, Saarbrücken 2004.
  2. Christoph Luxenberg, Neudeutung der arabischen Inschrift im Felsendom zu Jerusalem, in: Karl-Heinz Ohlig und Gerd-Rüdiger Puin (Hrsg.), Die dunklen Anfänge - Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam (= Inârah 1), S. 124–47, Tübingen und Berlin 2005.
  3. Karl-Heinz Ohlig, Vom muhammad Jesus zum Propheten der Araber - Die Historisierung eines christologischen Prädikats, in: Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Der frühe Islam - Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen (= Inârah 2), S. 327–376, Tübingen und Berlin 2007.
  4. Johannes Thomas, Noch einmal zur mḥmd-Fomel im Felsendom - Münzinschriften bestätigen die philologische Korrektheit der Interpretation von Christoph Luxenberg, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion III - Die heilige Stadt Mekka - eine literarische Fiktion (= Inârah 7), S. 731–733, Tübingen und Berlin 2014.
  5. Karl-Heinz Ohlig, Hinweise auf eine neue Religion in der christlichen Literatur „unter islamischer Herrschaft“?, in: Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Der frühe Islam - Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen (= Inârah 2), S. 223–326, Tübingen und Berlin 2007.
  6. Raymond Dequin, Frühe ʿAlī-Verehrung und die Schöpfung des abbasidischen Weltbilds, in: Die Entstehung einer Weltreligion II - Von der koranischen Bewegung zum Frühislam (= Inârah 6), S. 164–310 (Hrsg.): Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig, Tübingen und Berlin 2011.
  7. Raymond Dequin, Das Leben des Abū Muslim und die Lebensbeschreibung des arabischen Propheten – Mit neuen Ansätzen für das Verständnis der islamischen Traditionsliteratur, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 207–295, Tübingen und Berlin 2017.
  8. Robert M. Kerr, Von der aramäischen Lesekultur zur arabischen Schreibkultur - Kann die semitische Epigraphik etwas über die Entstehung des Korans erzählen?, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion I - Von der koranischen Bewegung zum Frühislam (= Inârah 5), S. 354–76, Berlin und Tübingen 2010.
  9. Markus Groß, Die erfundenen arabischen Relativpronomen - Ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte des Klassisch-Arabischen, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion II - Von der koranischen Bewegung zum Frühislam (= Inârah 6), S. 441–552, Tübingen und Berlin 2011.
  10. Christoph Luxenberg, Die syro-aramäische Lesart des Koran - Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache, Berlin und Tübingen 2000.
  11. Christoph Luxenberg, Kein „Mekka“ (Makka) und kein „Bakka“ im Koran - Zu Sure 48:24 und 3:96. Eine philologische Analyse, in: imprimatur, Heft 7, Saarbrücken 2012. Derselbe, Keine Schlacht von Badr - Zu syrischen Buchstaben in frühen Koranmanuskripten, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Vom Koran zum Islam - Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran (= Inârah 4), S. 642–76, Tübingen und Berlin 2009. Derselbe, Die syro-aramäische Lesart des Koran - Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache, Berlin und Tübingen 2000.
  12. Alfred-Louis de Prémare, ʿAbd al-Malik ibn Marwān et le Processus de Constitution du Coran, in: Karl-Heinz Ohlig und Gerd-Rüdiger Puin (Hrsg.), Die dunklen Anfänge - Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam (= Inârah 1), S. 179–210, Tübingen und Berlin 2005.
  13. Gerd-Rüdiger Puin, Die Utopie einer kritischen Koranedition: Ein Arbeitsbericht, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 516–71, Tübingen und Berlin 2008.
  14. Volker Popp, Eine Bemerkung zur Herkunft des Alexander-/ Ḏū l-Qarnayn-Materials im koranischen Text (Sure 18:83-102), in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 199–206, Tübingen und Berlin 2017.
  15. Maurice Causse, De la méthode synoptique appliqué au Coran et au Ḥadīṯ, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion III - Die heilige Stadt Mekka - eine literarische Fiktion (= Inârah 7), S. 619–34, Tübingen und Berlin 2014.
  16. Christoph Luxenberg, Die syrische Liturgie und die „geheimnisvollen Buchstaben“ im Koran - eine liturgievergleichende Studie, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 411–56, Tübingen und Berlin 2008.
  17. Munther Younes, „In Suffering“ or „in Honor“? - A Reinterpretation of Q 90 (al-Balad), in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion I - Von der koranischen Bewegung zum Frühislam (= Inârah 5), S. 306–20, Berlin und Tübingen 2010.
  18. Manfred Kropp, Koranische Texte als Sprechakte am Beispiel der Sure 85, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Vom Koran zum Islam - Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran (= Inârah 4), S. 483–91, Tübingen und Berlin 2009.
  19. Geneviève Gobillot, Grundlinien der Theologie des Koran, Grundlagen und Orientierungen, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 320–69, Tübingen und Berlin 2008.
  20. Christoph Luxenberg, Die syro-aramäische Lesart des Koran - Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache, Berlin und Tübingen 2000.
  21. J. M. F. van Reeth, Eucharistie im Koran, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 457–60, Tübingen und Berlin 2008.
  22. Sven Kalisch, Der qur’ān als ein Dokument des Konsenses - Ein Beitrag zur Funktion des qur’ān bei der Entstehung des Islam, in: Markus Groß / Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 707–815, Berlin und Tübingen 2017.
  23. Jean-Jacques Walter, Analysis of the Koran Using Mathematical Code Theory, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 851–83, Tübingen und Berlin 2017. Derselbe, Le Coran révélé par la Théorie des Codes, Paris 2014 (Dissertation Toulouse 2013).
  24. Elisabeth Puin, Ein früher Koranpalimpsest aus Ṣanʿā’ (DAM 01-27.1), in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 461–93, Tübingen und Berlin 2008; in den folgenden Inârah-Bänden fortgesetzt.
  25. Volker Popp, Von Ugarit nach Sâmarrâ - Eine archäologische Reise auf den Spuren Ernst Herzfelds, in: Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Der frühe Islam - Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen (= Inârah 2), S. 13–222, Tübingen und Berlin 2007. Derselbe, Maavia der Aramäer und seine Zeitgenossen. Die muslimische Geschichtsschreibung als Mythologisierung eines theologischen Konzepts, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Vom Koran zum Islam - Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran (= Inârah 4), S. 107–76, Tübingen und Berlin 2009.
  26. Volker Popp, Die frühe Islamgeschichte nach inschriftlichen und numismatischen Zeugnissen, in: Karl-Heinz Ohlig und Gerd-Rüdiger Puin (Hrsg.), Die dunklen Anfänge - Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam (= Inârah 1), S. 16–123, Tübingen und Berlin 2005.
  27. Markus Groß, Buddhistische Einflüsse im frühen Islam? in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 220–74, Tübingen und Berlin 2008. Derselbe, Frühislam und Buddhismus. Neue Indizien, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Vom Koran zum Islam - Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran (= Inârah 4), S. 347–96, Tübingen und Berlin 2009.
  28. Raymond Dequin, Das Leben des Abū Muslim und die Lebensbeschreibung des arabischen Propheten – Mit neuen Ansätzen für das Verständnis der islamischen Traditionsliteratur, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 207–95, Tübingen und Berlin 2017.
  29. Raymond Dequin, Der arabische Prophet als ein neuer Moses - Anhaltspunkte aus der Frühzeit des islamischen Kalenders, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 297–329, Tübingen und Berlin 2017.
  30. Sven Kalisch, Anmerkungen zum isnād - Ein Beitrag zum Verständnis islamischer Geschichtskonstruktion, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion III - Die heilige Stadt Mekka - eine literarische Fiktion (= Inârah 7), S. 292–347, Tübingen und Berlin 2014.
  31. Raymond Dequin, Das Leben des Abū Muslim und die Lebensbeschreibung des arabischen Propheten – Mit neuen Ansätzen für das Verständnis der islamischen Traditionsliteratur, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 207–95, Tübingen und Berlin 2017.
  32. Markus Groß, Frühislam und Buddhismus. Neue Indizien, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Vom Koran zum Islam - Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran (= Inârah 4), S. 347–96, Tübingen und Berlin 2009.
  33. Raymond Dequin, Das Leben des Abū Muslim und die Lebensbeschreibung des arabischen Propheten – Mit neuen Ansätzen für das Verständnis der islamischen Traditionsliteratur, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 207–95, Tübingen und Berlin 2017.
  34. Robert M. Kerr, Die blauen Blumen von Mekka - Von Ismaels Stadt zum Heiligtum der Ismaeliten, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion III - Die heilige Stadt Mekka - eine literarische Fiktion (= Inârah 7), S. 52–174, Tübingen und Berlin 2014.
  35. Johannes Thomas, Frühe spanische Zeugnisse zum Islam. Vorschläge für eine differenzierte Betrachtung der Konflikte und der religiösen Gemeinsamkeiten zwischen dem Osten und dem Westen des arabischen Reiches, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 93–186, Tübingen und Berlin 2008. Derselbe, Araboislamische Geschichtsschreibung und ihre Auswirkungen auf Geschichtsbilder von al-Andalus (8. Jh.) - Quellen- und Tradentenprobleme, fiktionale Geschichte bei Ibn ʿAbd al-Ḥakam und das Märchen von den arabischen Stammesfehden, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion I - Von der koranischen Bewegung zum Frühislam (= Inârah 5), S. 140–232, Berlin und Tübingen 2010. Derselbe, Al-Andalus: Historiographie und Archäologie, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 547–635, Tübingen und Berlin 2017.

Die Saarbrücker Schule ist eine Gruppe von Forschern um den Religionswissenschaftler Karl-Heinz Ohlig, die die Entstehung des Islams mit der historisch-kritischen Methode ergründet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saarbrücker Schule der Islamwissenschaft wendet auf alle Sachverhalte der frühen Islamgeschichte und des Korans die historisch-kritische Methode an. Die in der sogenannten Traditionsliteratur überlieferte frühe Geschichte des Islams gilt ihr nicht als Geschichtsquelle, sondern als literarisches Erzeugnis der Zeit, in der sie aus bestimmten theologischen, literarischen oder anderen Beweggründen jeweils niedergeschrieben wurde. Die Entstehung der islamischen Religion stellt sich im Lichte dieser Forschungen als ein Prozess dar, der sich über mehr als zwei Jahrhunderte hingezogen hatte. Die Konzentration der Macht im arabischen Reich, der Beginn der arabischen Jahreszählung, der Umbau und die Errichtung sakraler Bauten wie die Johannesbasilika / Umayyadenmoschee in Damaskus, der Felsendom in Jerusalem, die sogenannte Prophetenmoschee in Medina und die Kaaba in Mekka, die Abfassung und Verwendung des Korans, der islamische Kalender, die Abfassung einer Lebensgeschichte des arabischen Propheten, die Einrichtung eines Pilgerwesens in Mekka, die Entwicklung der Traditionsliteratur und des islamischen Rechts, sind Elemente der neuen Weltreligion, für die Forscher der Saarbrücker Schule jeweils andere Ursprünge ermittelt haben, als dies die Traditionsliteratur behauptet. Im Ergebnis stellt sich die frühe Geschichte des arabischen Reiches als der kreative Prozess der Schöpfung eines Reichsglaubens durch die Elite des arabischen Reiches dar, in dem synkretistische - vorwiegend christliche - Gegebenheiten in Auseinandersetzung mit Byzanz, dem rabbinischen Judentum und der Kultur des Sasanidenreichs unter Aufnahme buddhistischer Elemente zu einer neuen Weltreligion geformt wurden. Die traditionelle Vorstellung eines arabischen Propheten mit einer in den Jahre 610-632 in Mekka und Medina empfangenen Offenbarung steht nach den Erkenntnissen der Saarbrücker Schule nicht am Beginn dieses Prozesses, sondern stellt eine mittlere Entwicklungsstufe dar, die in das 8. christliche Jahrhundert datiert.

Vorläufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits Ignaz Goldziher, Joseph Schacht, Günter Lüling, Suliman Bashear, Yehuda Nevo, John Wansbrough, Patricia Crone und Michael Cook waren der Ansicht gewesen, daß der traditionelle Bericht nicht dem tatsächlichen Gang der Geschichte entspricht. Mit Inârah hat sich erstmals eine interdisziplinär arbeitende Forschergruppe dieses Themas angenommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saarbrücker Schule geht auf den Religionswissenschaftler Prof. Dr. Karl-Heinz Ohlig zurück, der im Zuge seiner 2006 erfolgten Emeritierung an der Universität des Saarlands eine multidisziplinäre Gruppe von Forschern um sich versammelt hatte, die im Jahre 2007 den gemeinnützigen Verein „Inârah e.V. - Institut zur Erforschung der frühen Islamgeschichte und des Korans“ gründeten. Diese Gruppe, zu der außer Ohlig u. a. der Orientalist Gerd-Rüdiger Puin, die Philologen Markus Groß und Christoph Luxenberg, sowie der Numismatiker Volker Popp gehören, haben 2008, 2010, 2012 und 2014 vier Fachtagungen durchgeführt, in denen über 40 Forscher vorgetragen haben, deren Arbeiten in bis jetzt acht Sammelbänden (Inârah 1-8) veröffentlicht wurden. Ferner gibt es zahlreiche kleinere Artikel in der Saarbrücker Zeitschrift „imprimatur“.

Rezeptionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeiten der Saarbrücker Schule stellen ein eigenes multidisziplinäres Korpus der Forschungsliteratur dar, dessen Wirkung auf die zahlreichen betroffenen Fachrichtungen noch nicht absehbar ist. Eine breitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Thesen und Ergebnissen von Inârah steht noch aus.

Einzelne Thesen und Forschungsergebnisse von Inârah[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

- Der Name Muhammad bezeichnete ursprünglich nicht eine Person, sondern ein christologisches Prädikat (Popp,[1] Luxenberg,[2] Ohlig[3] Thomas[4]).

- Vermeintliche Erwähnungen von Muhammad, Muslimen oder Islam in Werken des orientalischen Mittelalters beziehen sich nicht auf einen arabischen Propheten, Anhänger einer neuen Religion oder einen neuen Glauben (Ohlig[5]).

- Die Genealogie des arabischen Propheten und seines Geschlechts, der Quraisch, ist unhistorisch; es lässt sich angeben, an welchem Punkt sie geschichtlich wird (Dequin[6]).

- Die Lebensgeschichte des arabischen Propheten stammt zum großen Teil aus dem Leben des Abu Muslim (Dequin[7]).

- Mekka und Medina gehörten zum Raum südarabischer Schriftkultur, und es wurden dort andere nordarabische Sprachen gesprochen, die nicht Vorläufer des klassischen Arabischen waren. Dieser Raum kann deshalb nicht als Emergenzterritorium des Korans gelten. Denkbar hingegen, hierfür die in den Osten des Sasanidenreichs deportierten Einwohner von Hatra oder anderen Orten Nordarabiens anzunehmen. (Kerr[8]).

- Das Arabisch des Korans enthält grammatikalische Elemente, die nach Zentralasien weisen (Groß[9]).

- Der Koran enthält sprachliche Merkmale, die auf eine syro-aramäische Vorlage schließen lassen (Luxenberg[10]).

- Namen und Begriffe aus dem Koran, die für das islamische Selbstverständnis grundlegend sind wie Mekka, Badr, Huris (Paradiesjungfrauen) erweisen sich als Fehllesungen oder haltlose Interpretationen (Luxenberg[11]).

- Der Koran wurde um 700 unter dem Herrscher ʿAbd al-Malik unter Leitung von dessen Berater al-Ḥağğāğ ibn Yūsuf redigiert (de Prémare[12]).

- Die Untersuchung des koranischen Texts ist noch weit von einer kritischen Edition entfernt (Gerd-Rüdiger Puin[13]).

- Der Koran enthält mit dem Alexander-/ Ḏū l-Qarnayn-Material einen Stoff, der jünger ist, als die Lebenszeit des von der Traditionsliteratur behaupteten arabischen Propheten; gleichwohl gibt es hiervon Versionen, die textgeschichtlich älter als der Koran sind (Popp,[14] Causse[15]).

- Die sogenannten „Geheimnisvollen Buchstaben“ des Korans lassen sich als Überreste einer syrischen christlichen Liturgie deuten (Luxenberg[16]).

- Der Koran enthält in seiner ältesten Schicht (etwa einem Drittel des Textes) hymnische christliche Strophenlieder im Sinne Lülings, deren Struktur und Sinn später durch Hinzufügungen in Richtung einer „islamischen Reinterpretation“ verändert wurden (Younes[17]).

- Der heutige Text des Korans ist Ergebnis einer redaktionellen Überarbeitung; in einzelnen Fällen kann man versuchen, die ursprüngliche Form herauszuarbeiten und so Einblicke in die Gedankenwelt und Seelenverfassung des Urhebers zu gewinnen (Kropp[18]).

- Das Werk von Laktanz enthält eine Reihe theologischer Gedankengänge, die mit solchen im Koran übereinstimmen (Gobillot[19]).

- Das im Koran erwähnte Abendmal muß eine Art manichäische oder paulikianische eucharistische Mahlzeit gewesen sein, die dem Pascha- oder Bèma-Fest am ehesten nahekam (Luxenberg,[20] van Reeth[21]).

- Der Koran ist kein dogmatischer, sondern ein konsensorientierter Text, der in religiösen Streitfragen der Zeit Minimalkompromisse formuliert hatte (Kalisch[22]).

- Mit mathematischen Methoden lässt sich zeigen, daß der Koran etwa 50 Verfasser hatte (Walter[23]).

- Ein in Sana’a aufgefundener Koran-Palimpsest enthält zahlreiche Abweichungen vom Standardtext (Elisabeth Puin[24]).

- Die Aufschriften frühislamischer Münzen sind in der Regel als religiöse und politische Losungen zu lesen, nicht als Eigennamen arabischer Herrscher und Gouverneure (Popp[25]).

- Der Ursprung der arabischen Ära im Jahre 622 geht auf den damaligen Sieg des Heraklius über die Sasaniden zurück, in dem die arabischen Eliten des byzantinischen Ostens Selbstregierung erlangt hatten (Popp[26]).

- Das mekkanische Pilgerritual ist in wesentlichen Teilen dem buddhistischen ähnlich und muß einst aus dem Buddhismus übernommen worden sein (Groß[27]).

- Die Einrichtung des Pilgerwesens im Mekka geschah unmittelbar nach der abbassidischen Machtergreifung nach dem Vorbild des buddhistischen Nowbahar bei Balch / Masar-e Scharif (Dequin[28]).

- Der islamische Kalender ist das Ergebnis einer Hin- und Wiederabwendung vom Judentum; als Relikt zeugt hiervon das Datum der sogenannten Hidschra, das mit Jom Kippur identisch ist (Dequin[29]).

- Der Islam in der heute bekannten Form ist ein Produkt des 3. Jh. arabischer Zeitrechnung; Überlieferungen in Form des isnāds wurden eingeführt, um die wahren Verhältnisse besser verschleiern zu können (Kalisch[30]).

- Die Herausbildung der islamischen Traditionsliteratur folgt einem Bildungsgesetz, das ihre tatsächliche Geschichte verschleiert und sie älter erscheinen lässt, als sie tatsächlich ist (Dequin[31]).

- Buddhistische Traditionen Ostirans, wo sich der Islam wesentlich herausgebildet hat, sind sowohl dogmatisch (Übereinstimmung von Form und Inhalt im Glauben, Negierung des Willens), institutionell (Medrese) als auch in Einzelheiten (Daten aus dem Leben des arabischen Propheten, Name seiner Tochter Fatima) in den Islam eingegangen (Groß,[32] Dequin[33]).

- Araber als Nachkommen Ismaels sind eine Erfindung des Flavius Josephus; auch in säkularer Geschichtsschreibung gibt es nur biblisch beeinflusste Abstammungserzählungen der Araber auf Grundlage der griechischen Ethnographie (Kerr[34]).

- Eine „islamische“ Eroberung Spaniens im Jahre 711 lässt sich weder aus zeitgenössischen Quellen, noch aus dem archäologischen Befund, oder aus späteren erzählenden Chroniken rekonstruieren; es ist davon auszugehen, daß die tatsächlichen Ereignisse wesentlich anders verlaufen sind als die Traditionsliteratur sie behauptet (Thomas[35]).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl-Heinz Ohlig, Gerd-Rüdiger Puin (Hrsg.): Die dunklen Anfänge – Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam. (= Inârah. 1). Verlag Hans Schiler, Berlin 2005, ISBN 3-89930-128-5.
  • Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Der frühe Islam – Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen. (= Inârah. 2). Verlag Hans Schiler, Berlin 2007, ISBN 978-3-89930-090-1.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Schlaglichter – Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte. (= Inârah. 3). Verlag Hans Schiler, Berlin 2008, ISBN 978-3-89930-224-0.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Vom Koran zum Islam – Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran. (= Inârah. 4). Verlag Hans Schiler, Berlin 2009, ISBN 978-3-89930-269-1.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Die Entstehung einer Weltreligion I – Von der koranischen Bewegung zum Frühislam. (= Inârah. 5). Verlag Hans Schiler, Berlin 2010, ISBN 978-3-89930-318-6.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Die Entstehung einer Weltreligion II – Von der koranischen Bewegung zum Frühislam. (= Inârah. 6). Verlag Hans Schiler, Berlin 2011, ISBN 978-3-89930-345-2.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Die Entstehung einer Weltreligion III – Die heilige Stadt Mekka – eine literarische Fiktion. (= Inârah. 7). Verlag Hans Schiler, Berlin 2014, ISBN 978-3-89930-418-3.
  • Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.): Die Entstehung einer Weltreligion IV – Mohammed – Geschichte oder Mythos? (= Inârah. 8). Verlag Hans Schiler, Berlin 2017, ISBN 978-3-89930-100-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volker Popp, Bildliche Darstellungen aus der Frühzeit des Islam (IV), in: imprimatur, Hefte 5 und 6, S. 242–50, Saarbrücken 2004.
  2. Christoph Luxenberg, Neudeutung der arabischen Inschrift im Felsendom zu Jerusalem, in: Karl-Heinz Ohlig und Gerd-Rüdiger Puin (Hrsg.), Die dunklen Anfänge - Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam (= Inârah 1), S. 124–47, Tübingen und Berlin 2005.
  3. Karl-Heinz Ohlig, Vom muhammad Jesus zum Propheten der Araber - Die Historisierung eines christologischen Prädikats, in: Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Der frühe Islam - Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen (= Inârah 2), S. 327–376, Tübingen und Berlin 2007.
  4. Johannes Thomas, Noch einmal zur mḥmd-Fomel im Felsendom - Münzinschriften bestätigen die philologische Korrektheit der Interpretation von Christoph Luxenberg, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion III - Die heilige Stadt Mekka - eine literarische Fiktion (= Inârah 7), S. 731–733, Tübingen und Berlin 2014.
  5. Karl-Heinz Ohlig, Hinweise auf eine neue Religion in der christlichen Literatur „unter islamischer Herrschaft“?, in: Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Der frühe Islam - Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen (= Inârah 2), S. 223–326, Tübingen und Berlin 2007.
  6. Raymond Dequin, Frühe ʿAlī-Verehrung und die Schöpfung des abbasidischen Weltbilds, in: Die Entstehung einer Weltreligion II - Von der koranischen Bewegung zum Frühislam (= Inârah 6), S. 164–310 (Hrsg.): Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig, Tübingen und Berlin 2011.
  7. Raymond Dequin, Das Leben des Abū Muslim und die Lebensbeschreibung des arabischen Propheten – Mit neuen Ansätzen für das Verständnis der islamischen Traditionsliteratur, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 207–295, Tübingen und Berlin 2017.
  8. Robert M. Kerr, Von der aramäischen Lesekultur zur arabischen Schreibkultur - Kann die semitische Epigraphik etwas über die Entstehung des Korans erzählen?, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion I - Von der koranischen Bewegung zum Frühislam (= Inârah 5), S. 354–76, Berlin und Tübingen 2010.
  9. Markus Groß, Die erfundenen arabischen Relativpronomen - Ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte des Klassisch-Arabischen, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion II - Von der koranischen Bewegung zum Frühislam (= Inârah 6), S. 441–552, Tübingen und Berlin 2011.
  10. Christoph Luxenberg, Die syro-aramäische Lesart des Koran - Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache, Berlin und Tübingen 2000.
  11. Christoph Luxenberg, Kein „Mekka“ (Makka) und kein „Bakka“ im Koran - Zu Sure 48:24 und 3:96. Eine philologische Analyse, in: imprimatur, Heft 7, Saarbrücken 2012. Derselbe, Keine Schlacht von Badr - Zu syrischen Buchstaben in frühen Koranmanuskripten, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Vom Koran zum Islam - Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran (= Inârah 4), S. 642–76, Tübingen und Berlin 2009. Derselbe, Die syro-aramäische Lesart des Koran - Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache, Berlin und Tübingen 2000.
  12. Alfred-Louis de Prémare, ʿAbd al-Malik ibn Marwān et le Processus de Constitution du Coran, in: Karl-Heinz Ohlig und Gerd-Rüdiger Puin (Hrsg.), Die dunklen Anfänge - Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam (= Inârah 1), S. 179–210, Tübingen und Berlin 2005.
  13. Gerd-Rüdiger Puin, Die Utopie einer kritischen Koranedition: Ein Arbeitsbericht, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 516–71, Tübingen und Berlin 2008.
  14. Volker Popp, Eine Bemerkung zur Herkunft des Alexander-/ Ḏū l-Qarnayn-Materials im koranischen Text (Sure 18:83-102), in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 199–206, Tübingen und Berlin 2017.
  15. Maurice Causse, De la méthode synoptique appliqué au Coran et au Ḥadīṯ, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion III - Die heilige Stadt Mekka - eine literarische Fiktion (= Inârah 7), S. 619–34, Tübingen und Berlin 2014.
  16. Christoph Luxenberg, Die syrische Liturgie und die „geheimnisvollen Buchstaben“ im Koran - eine liturgievergleichende Studie, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 411–56, Tübingen und Berlin 2008.
  17. Munther Younes, „In Suffering“ or „in Honor“? - A Reinterpretation of Q 90 (al-Balad), in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion I - Von der koranischen Bewegung zum Frühislam (= Inârah 5), S. 306–20, Berlin und Tübingen 2010.
  18. Manfred Kropp, Koranische Texte als Sprechakte am Beispiel der Sure 85, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Vom Koran zum Islam - Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran (= Inârah 4), S. 483–91, Tübingen und Berlin 2009.
  19. Geneviève Gobillot, Grundlinien der Theologie des Koran, Grundlagen und Orientierungen, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 320–69, Tübingen und Berlin 2008.
  20. Christoph Luxenberg, Die syro-aramäische Lesart des Koran - Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache, Berlin und Tübingen 2000.
  21. J. M. F. van Reeth, Eucharistie im Koran, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 457–60, Tübingen und Berlin 2008.
  22. Sven Kalisch, Der qur’ān als ein Dokument des Konsenses - Ein Beitrag zur Funktion des qur’ān bei der Entstehung des Islam, in: Markus Groß / Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 707–815, Berlin und Tübingen 2017.
  23. Jean-Jacques Walter, Analysis of the Koran Using Mathematical Code Theory, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 851–83, Tübingen und Berlin 2017. Derselbe, Le Coran révélé par la Théorie des Codes, Paris 2014 (Dissertation Toulouse 2013).
  24. Elisabeth Puin, Ein früher Koranpalimpsest aus Ṣanʿā’ (DAM 01-27.1), in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 461–93, Tübingen und Berlin 2008; in den folgenden Inârah-Bänden fortgesetzt.
  25. Volker Popp, Von Ugarit nach Sâmarrâ - Eine archäologische Reise auf den Spuren Ernst Herzfelds, in: Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Der frühe Islam - Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen (= Inârah 2), S. 13–222, Tübingen und Berlin 2007. Derselbe, Maavia der Aramäer und seine Zeitgenossen. Die muslimische Geschichtsschreibung als Mythologisierung eines theologischen Konzepts, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Vom Koran zum Islam - Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran (= Inârah 4), S. 107–76, Tübingen und Berlin 2009.
  26. Volker Popp, Die frühe Islamgeschichte nach inschriftlichen und numismatischen Zeugnissen, in: Karl-Heinz Ohlig und Gerd-Rüdiger Puin (Hrsg.), Die dunklen Anfänge - Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam (= Inârah 1), S. 16–123, Tübingen und Berlin 2005.
  27. Markus Groß, Buddhistische Einflüsse im frühen Islam? in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 220–74, Tübingen und Berlin 2008. Derselbe, Frühislam und Buddhismus. Neue Indizien, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Vom Koran zum Islam - Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran (= Inârah 4), S. 347–96, Tübingen und Berlin 2009.
  28. Raymond Dequin, Das Leben des Abū Muslim und die Lebensbeschreibung des arabischen Propheten – Mit neuen Ansätzen für das Verständnis der islamischen Traditionsliteratur, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 207–95, Tübingen und Berlin 2017.
  29. Raymond Dequin, Der arabische Prophet als ein neuer Moses - Anhaltspunkte aus der Frühzeit des islamischen Kalenders, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 297–329, Tübingen und Berlin 2017.
  30. Sven Kalisch, Anmerkungen zum isnād - Ein Beitrag zum Verständnis islamischer Geschichtskonstruktion, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion III - Die heilige Stadt Mekka - eine literarische Fiktion (= Inârah 7), S. 292–347, Tübingen und Berlin 2014.
  31. Raymond Dequin, Das Leben des Abū Muslim und die Lebensbeschreibung des arabischen Propheten – Mit neuen Ansätzen für das Verständnis der islamischen Traditionsliteratur, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 207–95, Tübingen und Berlin 2017.
  32. Markus Groß, Frühislam und Buddhismus. Neue Indizien, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Vom Koran zum Islam - Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran (= Inârah 4), S. 347–96, Tübingen und Berlin 2009.
  33. Raymond Dequin, Das Leben des Abū Muslim und die Lebensbeschreibung des arabischen Propheten – Mit neuen Ansätzen für das Verständnis der islamischen Traditionsliteratur, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 207–95, Tübingen und Berlin 2017.
  34. Robert M. Kerr, Die blauen Blumen von Mekka - Von Ismaels Stadt zum Heiligtum der Ismaeliten, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion III - Die heilige Stadt Mekka - eine literarische Fiktion (= Inârah 7), S. 52–174, Tübingen und Berlin 2014.
  35. Johannes Thomas, Frühe spanische Zeugnisse zum Islam. Vorschläge für eine differenzierte Betrachtung der Konflikte und der religiösen Gemeinsamkeiten zwischen dem Osten und dem Westen des arabischen Reiches, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Schlaglichter - Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (= Inârah 3), S. 93–186, Tübingen und Berlin 2008. Derselbe, Araboislamische Geschichtsschreibung und ihre Auswirkungen auf Geschichtsbilder von al-Andalus (8. Jh.) - Quellen- und Tradentenprobleme, fiktionale Geschichte bei Ibn ʿAbd al-Ḥakam und das Märchen von den arabischen Stammesfehden, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion I - Von der koranischen Bewegung zum Frühislam (= Inârah 5), S. 140–232, Berlin und Tübingen 2010. Derselbe, Al-Andalus: Historiographie und Archäologie, in: Markus Groß und Karl-Heinz Ohlig (Hrsg.), Die Entstehung einer Weltreligion IV - Mohammed - Geschichte oder Mythos? (= Inârah 8), S. 547–635, Tübingen und Berlin 2017.
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