Schleifbahn

Schleifbahn
Streckenlänge: 3,1 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Bundesland (D): Baden-Württemberg
Betriebsstellen und Strecken
von Ludwigshafen
Mannheim Hauptbahnhof
0,0 Badische Bahnen und Main-Neckar-Eisenbahn
Alter Bahnhof
Friedrichring
Neckar-Hafen
Luisenring
3,1 Rheinhafen
Hauptzollamt
zum Hauptbahnhof

Die Schleifbahn war eine Bahnstrecke im Stadtgebiet von Mannheim, die ausschließlich dem Güterverkehr diente.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprünglich 3,1 km lange Strecke war eingleisig. Sie verband das Gleisvorfeld des Alten Bahnhofs mit Rhein- und dem Neckarhafen[1] und wurde später von dort bis in den Hauptbahnhof verlängert.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke fädelte sich im Gleisvorfeld des „Alten Bahnhofs“ aus dessen Zufahrt aus und verlief dann auf dem Gürteldamm entlang den Ringstraßen, Friedrichring und Luisenring, einmal um die heutige Innenstadt herum. Dort gab es je einen Güterbahnhof für den Neckar- und den Rheinhafen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Mannheims erster Bahnhof, später „Alter Bahnhof“ genannt, Ende der 1830er Jahre geplant und schließlich am 12. September 1840 eingeweiht wurde, erlagen die Planenden der Fehlprognose, dass Eisenbahnen nur im Personen- nicht aber im Güterverkehr Bedeutung erlangen würden.[1] So lag die Eisenbahn in Mannheim weit ab von den Hafenanlagen, was den Güterumschlag sehr aufwändig machte.

Ab 1852 übertrafen aber bei den Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen die Einnahmen aus dem Güterverkehr die des Personenverkehrs. Der Bahnhof und die Hafenanlagen wurden deshalb mit einer Strecke verbunden, die die Bezeichnung Schleifbahn erhielt, aber auch „Hafen-“, „Ring-“ oder „Gürtelbahn“ genannt wurde. Der Bau kostete 370.000 Gulden. Eröffnet wurde sie am 9. November 1854.[1]

Bei den Planungen war in Mannheim – wie an vielen anderen Orten – der von der Eisenbahn generierte Verkehr völlig unterschätzt worden. Mehrfach mussten deshalb die Bahnanlagen in der Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umgestaltet werden: 1867 wurde der „Alte Bahnhof“ als Personenbahnhof durch den Hauptbahnhof abgelöst, aber als Ortsgüterbahnhof weiter verwendet. Die Schleifbahn wurde hinter dem Rheinhafen verlängert und in den Nordkopf des Hauptbahnhofs eingeführt.[2] Damit war eine volle Umfahrung Mannheims auf der Schleifbahn möglich. 1879 ging in Mühlau ein neuer Güterbahnhof in Betrieb. „Alter Bahnhof“ und der auf dem Ring verlaufende Abschnitt der Schleifbahn wurden aufgegeben, die Anlagen in der Folge abgerissen und die Brachflächen von der expandierenden Stadt Mannheim überbaut.[3] Baulich ist davon heute nichts mehr erhalten. Rhein- und Neckarhafen waren über die Einfädelung der Strecke in den Nordkopf des Hauptbahnhofs weiterhin für Güterzüge erreichbar.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Kuntzemüller: Die erste Mannheimer Eisenbahn. Zur Säkularfeier der badischen Staatsbahn am 12. September 1940. In: Mannheimer Geschichteblätter. 41. Jahrgang. Heft 1 / 1940, S. 1–26.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. abcd Kuntzemüller, S. 15
  2. W. Mayher: Plan von Mannheim und Ludwigshafen. Heckel, Mannheim ca. 1875.
  3. Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Stadtkreises Mannheim 1. Deutscher Kunstverlag, München 1982. ISBN 3-42200556-0, S. 840.
Schleifbahn
Streckenlänge: 3,1 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Bundesland (D): Baden-Württemberg
Betriebsstellen und Strecken
von Ludwigshafen
Mannheim Hauptbahnhof
0,0 Badische Bahnen und Main-Neckar-Eisenbahn
Alter Bahnhof
Friedrichring
Neckar-Hafen
Luisenring
3,1 Rheinhafen
Hauptzollamt
zum Hauptbahnhof

Die Schleifbahn war eine Bahnstrecke im Stadtgebiet von Mannheim, die ausschließlich dem Güterverkehr diente.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprünglich 3,1 km lange Strecke war eingleisig. Sie verband das Gleisvorfeld des Alten Bahnhofs mit Rhein- und dem Neckarhafen[1] und wurde später von dort bis in den Hauptbahnhof verlängert.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke fädelte sich im Gleisvorfeld des „Alten Bahnhofs“ aus dessen Zufahrt aus und verlief dann auf dem Gürteldamm entlang den Ringstraßen, Friedrichring und Luisenring, einmal um die heutige Innenstadt herum. Dort gab es je einen Güterbahnhof für den Neckar- und den Rheinhafen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Mannheims erster Bahnhof, später „Alter Bahnhof“ genannt, Ende der 1830er Jahre geplant und schließlich am 12. September 1840 eingeweiht wurde, erlagen die Planenden der Fehlprognose, dass Eisenbahnen nur im Personen- nicht aber im Güterverkehr Bedeutung erlangen würden.[1] So lag die Eisenbahn in Mannheim weit ab von den Hafenanlagen, was den Güterumschlag sehr aufwändig machte.

Ab 1852 übertrafen aber bei den Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen die Einnahmen aus dem Güterverkehr die des Personenverkehrs. Der Bahnhof und die Hafenanlagen wurden deshalb mit einer Strecke verbunden, die die Bezeichnung Schleifbahn erhielt, aber auch „Hafen-“, „Ring-“ oder „Gürtelbahn“ genannt wurde. Der Bau kostete 370.000 Gulden. Eröffnet wurde sie am 9. November 1854.[1]

Bei den Planungen war in Mannheim – wie an vielen anderen Orten – der von der Eisenbahn generierte Verkehr völlig unterschätzt worden. Mehrfach mussten deshalb die Bahnanlagen in der Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umgestaltet werden: 1867 wurde der „Alte Bahnhof“ als Personenbahnhof durch den Hauptbahnhof abgelöst, aber als Ortsgüterbahnhof weiter verwendet. Die Schleifbahn wurde hinter dem Rheinhafen verlängert und in den Nordkopf des Hauptbahnhofs eingeführt.[2] Damit war eine volle Umfahrung Mannheims auf der Schleifbahn möglich. 1879 ging in Mühlau ein neuer Güterbahnhof in Betrieb. „Alter Bahnhof“ und der auf dem Ring verlaufende Abschnitt der Schleifbahn wurden aufgegeben, die Anlagen in der Folge abgerissen und die Brachflächen von der expandierenden Stadt Mannheim überbaut.[3] Baulich ist davon heute nichts mehr erhalten. Rhein- und Neckarhafen waren über die Einfädelung der Strecke in den Nordkopf des Hauptbahnhofs weiterhin für Güterzüge erreichbar.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Kuntzemüller: Die erste Mannheimer Eisenbahn. Zur Säkularfeier der badischen Staatsbahn am 12. September 1940. In: Mannheimer Geschichteblätter. 41. Jahrgang. Heft 1 / 1940, S. 1–26.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. abcd Kuntzemüller, S. 15
  2. W. Mayher: Plan von Mannheim und Ludwigshafen. Heckel, Mannheim ca. 1875.
  3. Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Stadtkreises Mannheim 1. Deutscher Kunstverlag, München 1982. ISBN 3-42200556-0, S. 840.
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