Siegfriedbrunnen (Worms)

Der Siegfriedbrunnen in Worms. Im Hintergrund das Haus zur Münze.

Der Siegfriedbrunnen ist ein unter Denkmalschutz stehender Brunnen in der rheinland-pfälzischen Stadt Worms.[1] Er erinnert an Siegfried den Drachentöter, eine der Hauptpersonen der Nibelungensage.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Siegfriedbrunnen steht vor dem Haus zur Münze, in dem die Stadtbücherei beheimatet ist, etwa 100 Meter südwestlich des Rathauses und fast unmittelbar neben der Dreifaltigkeitskirche an der Kreuzung Hagenstraße/Marktplatz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Idee, einen mit der Nibelungensage in Verbindung stehenden Brunnen südlich der Dreifaltigkeitskirche zu errichten und ihn Nibelungenbrunnen zu nennen, stammte aus dem Jahr 1895 und von dem Wormser Industriellen und Mäzen Cornelius Wilhelm Heyl. Der zu dieser Zeit in Worms tätige, aus Herborn stammende Architekt Karl Hofmann griff den Vorschlag auf und entwickelte dazu einen Entwurf, der jedoch vom Rat nicht akzeptiert wurde.[2]

Der Brunnen wurde in seiner jetzigen Form 1913 von dem Münchner Bildhauer Adolf von Hildebrand geschaffen.[3] Die finanziellen Mittel für den aus Muschelkalk errichteten Brunnen wurden von Heyl und seiner Frau Sophie gestiftet.[4]

Der fertiggestellte Brunnen wurde wegen der Wirren des Ersten Weltkriegs erst 1921 vor dem damaligen Cornelianum aufgestellt. Das Cornelianum wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt, später vollständig abgetragen und durch das Haus zur Münze ersetzt. Der Siegfriedbrunnen blieb an seinem Standort.[5]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um einen achteckigen Kuppelbau, auf dessen höchstem Punkt Siegfried der Drachentöter mit seinem Schwert steht. In diesem Zusammenhang steht unter anderem auch das Hagendenkmal, das wenige Jahre früher erstellt wurde, an Hagen von Tronje erinnert und sich heute am Wormser Rheinufer befindet.[5] Der Brunnen enthält Elemente, die der Romanik nachempfunden sind.[4] Der Brunnen gilt als Kulturdenkmal und ist nach dem rheinland-pfälzischen Denkmalschutzgesetz geschützt.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Generaldirektion Kulturelles Erbe: Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreisfreie Stadt Worms. In: denkmallisten.gdke-rlp.de. 6. Juni 2017, S. 13, abgerufen am 21. Januar 2018 (pdf).
  2. Fritz Reuter: Geschichte der Stadt Worms – Baugeschichte und Baudenkmäler. Hrsg.: Gerold Bönnen. 2. Auflage. Konrad Theiss Verlag, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-3158-8, S. 534.
  3. ab Spille: Denkmaltopographie, S. 126.
  4. ab Volker Gallé: Das war das 20. Jahrhundert in Worms – Freiherr Heyl zu Herrnsheim gestorben. 1. Auflage. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 978-3-86134-807-8, S. 25.
  5. ab Irene Spille/Otto Böcher: Geschichte der Stadt Worms – Baugeschichte und Baudenkmäler. Hrsg.: Gerold Bönnen. 2. Auflage. Konrad Theiss Verlag, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-3158-8, S. 786.

Koordinaten: 49° 37′ 47,4″ N, 8° 21′ 40,5″ O

Der Siegfriedbrunnen in Worms. Im Hintergrund das Haus zur Münze.

Der Siegfriedbrunnen ist ein unter Denkmalschutz stehender Brunnen in der rheinland-pfälzischen Stadt Worms.[1] Er erinnert an Siegfried den Drachentöter, eine der Hauptpersonen der Nibelungensage.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Siegfriedbrunnen steht vor dem Haus zur Münze, in dem die Stadtbücherei beheimatet ist, etwa 100 Meter südwestlich des Rathauses und fast unmittelbar neben der Dreifaltigkeitskirche an der Kreuzung Hagenstraße/Marktplatz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Idee, einen mit der Nibelungensage in Verbindung stehenden Brunnen südlich der Dreifaltigkeitskirche zu errichten und ihn Nibelungenbrunnen zu nennen, stammte aus dem Jahr 1895 und von dem Wormser Industriellen und Mäzen Cornelius Wilhelm Heyl. Der zu dieser Zeit in Worms tätige, aus Herborn stammende Architekt Karl Hofmann griff den Vorschlag auf und entwickelte dazu einen Entwurf, der jedoch vom Rat nicht akzeptiert wurde.[2]

Der Brunnen wurde in seiner jetzigen Form 1913 von dem Münchner Bildhauer Adolf von Hildebrand geschaffen.[3] Die finanziellen Mittel für den aus Muschelkalk errichteten Brunnen wurden von Heyl und seiner Frau Sophie gestiftet.[4]

Der fertiggestellte Brunnen wurde wegen der Wirren des Ersten Weltkriegs erst 1921 vor dem damaligen Cornelianum aufgestellt. Das Cornelianum wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt, später vollständig abgetragen und durch das Haus zur Münze ersetzt. Der Siegfriedbrunnen blieb an seinem Standort.[5]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um einen achteckigen Kuppelbau, auf dessen höchstem Punkt Siegfried der Drachentöter mit seinem Schwert steht. In diesem Zusammenhang steht unter anderem auch das Hagendenkmal, das wenige Jahre früher erstellt wurde, an Hagen von Tronje erinnert und sich heute am Wormser Rheinufer befindet.[5] Der Brunnen enthält Elemente, die der Romanik nachempfunden sind.[4] Der Brunnen gilt als Kulturdenkmal und ist nach dem rheinland-pfälzischen Denkmalschutzgesetz geschützt.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Generaldirektion Kulturelles Erbe: Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreisfreie Stadt Worms. In: denkmallisten.gdke-rlp.de. 6. Juni 2017, S. 13, abgerufen am 21. Januar 2018 (pdf).
  2. Fritz Reuter: Geschichte der Stadt Worms – Baugeschichte und Baudenkmäler. Hrsg.: Gerold Bönnen. 2. Auflage. Konrad Theiss Verlag, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-3158-8, S. 534.
  3. ab Spille: Denkmaltopographie, S. 126.
  4. ab Volker Gallé: Das war das 20. Jahrhundert in Worms – Freiherr Heyl zu Herrnsheim gestorben. 1. Auflage. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 978-3-86134-807-8, S. 25.
  5. ab Irene Spille/Otto Böcher: Geschichte der Stadt Worms – Baugeschichte und Baudenkmäler. Hrsg.: Gerold Bönnen. 2. Auflage. Konrad Theiss Verlag, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-3158-8, S. 786.

Koordinaten: 49° 37′ 47,4″ N, 8° 21′ 40,5″ O

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