Tatort: Pechmarie

Folge der Reihe Tatort
Originaltitel Pechmarie
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
WDR
Länge 85 Minuten
Einordnung Folge 625 (Liste)
Erstausstrahlung 19. März 2006 auf Das Erste
Stab
Regie Hendrik Handloegten
Drehbuch Stefan Cantz,
Jan Hinter
Produktion Sonja Goslicki
Musik Dieter Schleip
Kamera Peter Przybylski
Schnitt Elena Bromund
Besetzung
Chronologie

← Vorgänger
Feuerkämpfer

Nachfolger →
Der schwedische Freund

Pechmarie ist ein Fernsehfilm aus der Kriminalreihe Tatort. Der vom Westdeutschen Rundfunk unter der Regie von Hendrik Handloegten produzierte Film wurde am 19. März 2006 im Ersten Programm der ARD ausgestrahlt. Es ist der 34. Fall des Kölner Ermittler-Teams Ballauf und Schenk und die 625. Tatortfolge.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einem Hotelparkplatz wollen zwei Unbekannte spät abends einen Juwelenhändler berauben, doch eskaliert der Überfall und der Juwelier Colb wird dabei er- und einer der Täter angeschossen. Der zweite Täter flieht mit der Beute auf einem Motorrad und lässt seinen verletzten Kumpan zurück.

Die Kommissare Ballauf und Schenk werden zum Tatort gerufen und sehen sich als erstes die Überwachungsbänder an. Ballauf meint unter den maskierten Tätern eindeutig eine Frau zu erkennen. Auch der Gerichtsmediziner Dr. Roth, wurde benachrichtigt, der allerdings missgelaunt erscheint, da man ihn aus einem erfolgversprechenden Spiel aus dem Casino geholt hat. Zügig beendet er seine Arbeit und steigt wieder in sein Auto. Dort erwartet ihn der angeschossene Räuber und zwingt Roth, sich um dessen Wunde zu kümmern, was er notgedrungen auch tut.

Unterdessen treffen Ballauf und Schenk auf die Hotelangestellte Julia Hirsch, die schuldbewusst eingesteht, dass sie im Urlaub mit einer Marie Menke und deren Freund Heiner Wolff darüber gesprochen hatte, dass regelmäßig ein Juwelier zu ihnen ins Hotel käme, um sich mit Gästen zu treffen, die Schmuck und Juwelen von ihm kaufen würden. Somit konzentriert sich die Suche der Beamten auf diese beiden Personen. Zurück im Präsidium will Ballauf mit Dr. Roth sprechen, den er gefesselt in seinen Untersuchungsräumen vorfindet. Der Räuber hat Roths Anzug und dessen Brieftasche an sich genommen. Seiner Meinung nach, wird er versuchen, sich Schmerzmittel zu besorgen.

Die Ermittler suchen die Schwester von Marie Menke auf, die in Köln gemeldet und vor kurzem aus Amerika zurückgekommen ist. Entsprechend frisch eingeräumt wirkt deren Wohnung auch. Sie gibt an, kein gutes Verhältnis zu ihrer Schwester und demzufolge Angst vor ihr zu haben. Verwundert sind die Kommissare, als ihr Verlobter Antonio erscheint und sie diesen nicht sehen möchte. Angeblich hätte sie ihre Beziehung beendet, was er wohl nicht so einfach hinnehmen will.

Ballauf beauftragt einen stadtbekannten Hehler, dass er umgehend die Polizei benachrichtigen solle, wenn ihm von den gestohlenen Juwelen welche angeboten werden sollten. Schenk kümmert sich unterdessen um Sophie Menke und hilft ihr ein wenig, die Wohnung wohnlich herzurichten. Da er sie sowieso observieren soll, macht er sich dabei gleich nützlich.

Am nächsten Tag wird eine Frauenleiche am Rheinufer angeschwemmt, von der sich bald herausstellt, dass es sich um die gesuchte Marie Menke handelt, die von ihrer Schwester Sophie zweifelsfrei identifiziert wird. Dr. Roth stellt dabei fest, dass sie schon tot war, als sie in den Fluss geworfen wurde und ein Genickbruch wahrscheinlich ist. Ballauf und Schenk vermuten, dass der flüchtige Heiner Wolff für ihren Tod verantwortlich sein dürfte und forcieren die Suche nach dem Mann.

Eine Zeugin hatte in der Nacht des Überfalls einen roten Toyota gesehen, der gegen einen Baum und dann einfach aber weitergefahren wäre. Als Schenk das Auto zufällig am Straßenrand stehen sieht, lässt er es untersuchen und offensichtlich ist damit die Leiche zum Wasser transportiert worden. Der Halter ist der Schauspiellehrer Christof Rüter, der angibt, dass der Wagen ihm gestohlen wurde. Er war in der Vergangenheit mit Marie Menke befreundet gewesen und gibt an, sie aus den Augen verloren zu haben, aber vor kurzen wäre sie bei ihm gewesen und hätte sich sein Auto geliehen, was sie aber nicht zurückbrachte. Deshalb hätte er es als gestohlen gemeldet.

Sophie wird weiterhin von Ballauf und Schenk gut bewacht, da sie hoffen, dass Heiner Wolff sie kontaktiert und sie auf diesem Weg ein Spur zu ihm bekommen. Das erweist sich als richtig, denn es dauert nicht lange und Wolf erscheint tatsächlich in Menkes Wohnung. Zu Schenks Überraschung, begrüßt er sie mit „Hallo Marie“. Wolff bringt den Kommissar und Marie in seine Gewalt und will von ihr die Juwelen, die sie mitgenommen hatte, als sie ihn nach dem Überfall zurück ließ. So erfährt Schenk auch, dass Marie ihre Schwester nicht umgebracht hat, sondern dass sie unglücklich gestürzt war, nachdem sie ihr beim Streichen der Decke helfen wollte.

Inzwischen findet auch Ballauf heraus, dass Marie mit ihrer Schwester Sophie die Rollen getauscht hat, was auch erklärt, warum sie „ihren“ Verlobter Antonio so plötzlich nicht mehr sehen wollte, da dieser sofort erkannt hätte. Nachdem Schenk auf Ballaufs Anruf nicht reagiert, ahnt er, dass da etwas nicht stimmt. Zusammen mit Hauptmeister Heinz Obst macht er sich auf die Suche nach seinem Kollegen und es gelingt ihnen Heiner Wolff zu überwältigen und auch die Juwelen zu sichern, die Marie im Grab ihrer Schwester versteckt hatte.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pechmarie wurde von Colonia Media im Auftrag des WDR produziert. Die Dreharbeiten erfolgten vom 22. Februar bis zum 23. März 2005 unter den Arbeitstiteln Juwelen, Pechmarie und Goldsophie und Nebelloch in Köln und Umgebung.[1][2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einschaltquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei seiner Erstausstrahlung am 19. März 2006 wurde die Folge Pechmarie in Deutschland von 9,32 Millionen Zuschauer gesehen, was einem Marktanteil von 24,90 Prozent entsprach.[1]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm urteilen: „Die Auflösung liegt schnell in der Luft, aber skurrile Typen und die visuelle Umsetzung überzeugen. Köln-Fall mit Märwert: top erzählt, 1-a Optik.“[3]

„Den Film 'Pechmarie' darf man getrost zu den besten Krimis aus Köln zählen. Ganz richtig stellt Hauptdarsteller Klaus J. Behrendt fest, dass der Film 'auf bemerkenswerte Weise' Handloegtens Handschrift trage: 'So habe ich uns noch nie gesehen'.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ab Drehort und Einschaltquote bei tatort-fundus.de, abgerufen am 18. Oktober 2014.
  2. Tatort: Pechmarie bei crew united
  3. Kurzkritik bei tvspielfilm.de, abgerufen am 18. Oktober 2014.
  4. Tilmann P. Gangloff: Reihe „Tatort – Pechmarie“. In: tittelbach.tv. November 2014, abgerufen am 12. November 2017.
Folge der Reihe Tatort
Originaltitel Pechmarie
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
WDR
Länge 85 Minuten
Einordnung Folge 625 (Liste)
Erstausstrahlung 19. März 2006 auf Das Erste
Stab
Regie Hendrik Handloegten
Drehbuch Stefan Cantz,
Jan Hinter
Produktion Sonja Goslicki
Musik Dieter Schleip
Kamera Peter Przybylski
Schnitt Elena Bromund
Besetzung
Chronologie

← Vorgänger
Feuerkämpfer

Nachfolger →
Der schwedische Freund

Pechmarie ist ein Fernsehfilm aus der Kriminalreihe Tatort. Der vom Westdeutschen Rundfunk unter der Regie von Hendrik Handloegten produzierte Film wurde am 19. März 2006 im Ersten Programm der ARD ausgestrahlt. Es ist der 34. Fall des Kölner Ermittler-Teams Ballauf und Schenk und die 625. Tatortfolge.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einem Hotelparkplatz wollen zwei Unbekannte spät abends einen Juwelenhändler berauben, doch eskaliert der Überfall und der Juwelier Colb wird dabei er- und einer der Täter angeschossen. Der zweite Täter flieht mit der Beute auf einem Motorrad und lässt seinen verletzten Kumpan zurück.

Die Kommissare Ballauf und Schenk werden zum Tatort gerufen und sehen sich als erstes die Überwachungsbänder an. Ballauf meint unter den maskierten Tätern eindeutig eine Frau zu erkennen. Auch der Gerichtsmediziner Dr. Roth, wurde benachrichtigt, der allerdings missgelaunt erscheint, da man ihn aus einem erfolgversprechenden Spiel aus dem Casino geholt hat. Zügig beendet er seine Arbeit und steigt wieder in sein Auto. Dort erwartet ihn der angeschossene Räuber und zwingt Roth, sich um dessen Wunde zu kümmern, was er notgedrungen auch tut.

Unterdessen treffen Ballauf und Schenk auf die Hotelangestellte Julia Hirsch, die schuldbewusst eingesteht, dass sie im Urlaub mit einer Marie Menke und deren Freund Heiner Wolff darüber gesprochen hatte, dass regelmäßig ein Juwelier zu ihnen ins Hotel käme, um sich mit Gästen zu treffen, die Schmuck und Juwelen von ihm kaufen würden. Somit konzentriert sich die Suche der Beamten auf diese beiden Personen. Zurück im Präsidium will Ballauf mit Dr. Roth sprechen, den er gefesselt in seinen Untersuchungsräumen vorfindet. Der Räuber hat Roths Anzug und dessen Brieftasche an sich genommen. Seiner Meinung nach, wird er versuchen, sich Schmerzmittel zu besorgen.

Die Ermittler suchen die Schwester von Marie Menke auf, die in Köln gemeldet und vor kurzem aus Amerika zurückgekommen ist. Entsprechend frisch eingeräumt wirkt deren Wohnung auch. Sie gibt an, kein gutes Verhältnis zu ihrer Schwester und demzufolge Angst vor ihr zu haben. Verwundert sind die Kommissare, als ihr Verlobter Antonio erscheint und sie diesen nicht sehen möchte. Angeblich hätte sie ihre Beziehung beendet, was er wohl nicht so einfach hinnehmen will.

Ballauf beauftragt einen stadtbekannten Hehler, dass er umgehend die Polizei benachrichtigen solle, wenn ihm von den gestohlenen Juwelen welche angeboten werden sollten. Schenk kümmert sich unterdessen um Sophie Menke und hilft ihr ein wenig, die Wohnung wohnlich herzurichten. Da er sie sowieso observieren soll, macht er sich dabei gleich nützlich.

Am nächsten Tag wird eine Frauenleiche am Rheinufer angeschwemmt, von der sich bald herausstellt, dass es sich um die gesuchte Marie Menke handelt, die von ihrer Schwester Sophie zweifelsfrei identifiziert wird. Dr. Roth stellt dabei fest, dass sie schon tot war, als sie in den Fluss geworfen wurde und ein Genickbruch wahrscheinlich ist. Ballauf und Schenk vermuten, dass der flüchtige Heiner Wolff für ihren Tod verantwortlich sein dürfte und forcieren die Suche nach dem Mann.

Eine Zeugin hatte in der Nacht des Überfalls einen roten Toyota gesehen, der gegen einen Baum und dann einfach aber weitergefahren wäre. Als Schenk das Auto zufällig am Straßenrand stehen sieht, lässt er es untersuchen und offensichtlich ist damit die Leiche zum Wasser transportiert worden. Der Halter ist der Schauspiellehrer Christof Rüter, der angibt, dass der Wagen ihm gestohlen wurde. Er war in der Vergangenheit mit Marie Menke befreundet gewesen und gibt an, sie aus den Augen verloren zu haben, aber vor kurzen wäre sie bei ihm gewesen und hätte sich sein Auto geliehen, was sie aber nicht zurückbrachte. Deshalb hätte er es als gestohlen gemeldet.

Sophie wird weiterhin von Ballauf und Schenk gut bewacht, da sie hoffen, dass Heiner Wolff sie kontaktiert und sie auf diesem Weg ein Spur zu ihm bekommen. Das erweist sich als richtig, denn es dauert nicht lange und Wolf erscheint tatsächlich in Menkes Wohnung. Zu Schenks Überraschung, begrüßt er sie mit „Hallo Marie“. Wolff bringt den Kommissar und Marie in seine Gewalt und will von ihr die Juwelen, die sie mitgenommen hatte, als sie ihn nach dem Überfall zurück ließ. So erfährt Schenk auch, dass Marie ihre Schwester nicht umgebracht hat, sondern dass sie unglücklich gestürzt war, nachdem sie ihr beim Streichen der Decke helfen wollte.

Inzwischen findet auch Ballauf heraus, dass Marie mit ihrer Schwester Sophie die Rollen getauscht hat, was auch erklärt, warum sie „ihren“ Verlobter Antonio so plötzlich nicht mehr sehen wollte, da dieser sofort erkannt hätte. Nachdem Schenk auf Ballaufs Anruf nicht reagiert, ahnt er, dass da etwas nicht stimmt. Zusammen mit Hauptmeister Heinz Obst macht er sich auf die Suche nach seinem Kollegen und es gelingt ihnen Heiner Wolff zu überwältigen und auch die Juwelen zu sichern, die Marie im Grab ihrer Schwester versteckt hatte.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pechmarie wurde von Colonia Media im Auftrag des WDR produziert. Die Dreharbeiten erfolgten vom 22. Februar bis zum 23. März 2005 unter den Arbeitstiteln Juwelen, Pechmarie und Goldsophie und Nebelloch in Köln und Umgebung.[1][2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einschaltquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei seiner Erstausstrahlung am 19. März 2006 wurde die Folge Pechmarie in Deutschland von 9,32 Millionen Zuschauer gesehen, was einem Marktanteil von 24,90 Prozent entsprach.[1]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm urteilen: „Die Auflösung liegt schnell in der Luft, aber skurrile Typen und die visuelle Umsetzung überzeugen. Köln-Fall mit Märwert: top erzählt, 1-a Optik.“[3]

„Den Film 'Pechmarie' darf man getrost zu den besten Krimis aus Köln zählen. Ganz richtig stellt Hauptdarsteller Klaus J. Behrendt fest, dass der Film 'auf bemerkenswerte Weise' Handloegtens Handschrift trage: 'So habe ich uns noch nie gesehen'.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ab Drehort und Einschaltquote bei tatort-fundus.de, abgerufen am 18. Oktober 2014.
  2. Tatort: Pechmarie bei crew united
  3. Kurzkritik bei tvspielfilm.de, abgerufen am 18. Oktober 2014.
  4. Tilmann P. Gangloff: Reihe „Tatort – Pechmarie“. In: tittelbach.tv. November 2014, abgerufen am 12. November 2017.
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