The Game Awards

Vereinfachte Darstellung des von Weta Workshop gestalteten Preises

The Game Awards sind eine jährliche Preisverleihung, die Leistungen in der Computerspielbranche würdigt. Bei den Feierlichkeiten sind auch Vorstellungen neuer Titel und ausführliche Blicke auf bereits angekündigte Spiele zu sehen. Die Shows werden von Geoff Keighley produziert und moderiert, der über zehn Jahre lang am Vorgänger, den Spike Video Game Awards, gearbeitet hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2003 bis 2013 hat der amerikanische Fernsehsender Spike TV, gegen Ende eines jeden Kalenderjahres, die Spike Video Game Awards (VGA) ausgestrahlt, um Computerspiele zu ehren, die in diesem Jahr veröffentlicht wurden. Geoff Keighley war der Produzent und Moderator dieser Sendungen. Im Jahr 2013 entschied sich Spike, die Auszeichnungen von VGA in VGX umzubenennen, um zu zeigen, dass sie sich mehr auf die nächste Generation von Spielen konzentrieren wollten, die mit dem Beginn der achten Generation von Konsolen eingeführt wurden und platzierte auch den Comedian und Schauspieler Joel McHale als Komoderator neben Keighley.[1] Die Veranstaltung 2013 galt als Enttäuschung und stellte eher die kommerzielle Leistung als eine Feier der Computerspiele in den Mittelpunkt.[2]

Keighley entschied sich für den Ausstieg aus einem weiteren Engagement bei den VGX und erlaubte Spike, das Eigentum an den VGX zu behalten; im November 2014 gab Spike TV bekannt, dass sie sich dafür entschieden hatten, die Preisverleihung komplett zu beenden.[3] Stattdessen arbeitete Keighley mit mehreren Unternehmen der Branche zusammen, darunter die Konsolen-Hersteller Sony, Microsoft und Nintendo sowie mehrere große Publisher, um eine neue Preisverleihung, die Game Awards, finanziell zu unterstützen und mit Spikes Erlaubnis zu realisieren.[4] Keighley konnte sich einen Veranstaltungsort für das Live-Event sichern. Ohne einen Fernsehsender vereinbarten Keighley und die Partner die Live-Show auf den Konsolennetzwerken und bei Valves Steam-Plattform zu streamen, um ein größeres Publikum als Spike TV zu erreichen.[3]

Das Verfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Game Awards haben ein beratendes Komitee, dem Vertreter der Hardwarehersteller Microsoft, Sony, Nintendo und AMD sowie die Softwarehersteller Electronic Arts, Activision, Rockstar Games, Telltale Games, Ubisoft, Valve und Warner Bros. Interactive Entertainment angehören. Dieses Gremium wählt etwa dreißig einflussreiche Pressevertreter aus der Computerspielbranche aus, die in der Lage sind, Computerspiele in mehreren Kategorien zu nominieren und anschließend abzustimmen. Der Beirat beteiligt sich ansonsten nicht am Nominierungs- oder Abstimmungsprozess. Während der Nominierungsrunde stellt jede der Nachrichtenredaktionen eine Liste von Spielen in mehreren Kategorien vor; Spiele für E-Sport-Kategorien werden von einer spezialisierten Gruppe dieser Redaktionen ausgewählt. Das Komitee hält sich an die Nominierungen und wählt die am häufigsten nominierten Titel für die Abstimmung über dieselben Vertreter aus.[5] Vor 2017 wurden die Preisträger von 28 Branchenexperten und -vertretern ausgewählt, bei den Auszeichnungen 2017 waren es 52.[6]

Gewinner und Nominierte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preisverleihung 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Game Awards 2014 fanden am 5. Dezember 2014 im AXIS, Las Vegas, statt.[7] Zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt oder neue Trailer wurden gezeigt von Nintendos Super Mario Maker, Code Name: S.T.E.A.M. und The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Kojima Productions Metal Gear Solid V: The Phantom Pain, Visceral Gamess Battlefield Hardline, FromSoftwares Bloodborne, Supermassive Gamess Until Dawn, Ready at Dawns The Order: 1886, Crystal Dynamics Lara Croft and the Temple of Osiris, CD Projekt REDs The Witcher 3: Wild Hunt, The Odd Gentlemens King’s Quest, Three One Zeros Adrift und Natsumes Godzilla. Während der Zeremonie wurden zudem Facepunch Studios Before, Stoics The Banner Saga 2, Fullbrights Tacoma, Robotokis Human Element und Hello Games' No Man’s Sky.

Mit jeweils drei Auszeichnungen waren Call of Duty: Advanced Warfare, Dark Souls II, Destiny, Hearthstone: Heroes of Warcraft, Mittelerde: Mordors Schatten und South Park: Der Stab der Wahrheit die erfolgreichsten Spiele der Verleihung.

Jurypreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel des Jahres (Game of the Year) Entwickler des Jahres (Developer of the Year)
Bestes Indie-Spiel (Best Independent Game) Bestes mobile/Handheld Spiel (Best Mobile/Handheld Game)
Beste Erzählung (Best Narrative) Bester Score/Soundtrack (Best Score/Soundtrack)
Beste schauspielerische Leistung (Best Performance) Spiele für Veränderungen (Games for Change)
Bester Shooter (Best Shooter) Bestes Action-Adventure (Best Action/Adventure)
Bestes Rollenspiel (Best Role Playing Game) Bestes Kampfspiel (Best Fighting Game)
Bestes Familienspiel (Best Family Game) Bestes Sport-/Rennspiel (Best Sports/Racing Game)
Bestes Onlineerfahrung (Best Online Experience) Beste Neuauflage (Best Remaster)

Publikumspreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist erwartetes Spiel (Most Anticipated Game) E-Sport-Spieler des Jahres (ESports Player of the Year)
E-Sport-Team des Jahres (ESports Team of the Year) Aufsteigender Spieler (Trending Gamer)
Beste Fankreation (Best Fan Creation)
  • Twitch Plays Pokémon – von „Anonymous“
    • Luigi Death Stare – von CZBwoi und Rizupicorr
    • It’s Dangerous to Go Alone – von Starbomb
    • Minecraft – Titan City – von Colonial Puppet
    • Mine the Diamond (Minecraft Song) – von Tobuscus

Ehrenpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ikone der Computerspielbranche (Industry Icon Award)

Preisverleihung 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Preisverleihung fand am 3. Dezember 2015 im Microsoft Theater in Los Angeles statt. Zu den Weltpremieren gehörten Telltale Games' Batman: The Telltale Series und The Walking Dead: Michonne, Double Fine Productions' Psychonauts 2 und Harmonixs Rock Band VR.

Mit sechs Auszeichnungen war The Witcher 3: Wild Hunt das erfolgreichste Spiel der Veranstaltung.

Jurypreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel des Jahres (Game of the Year) Entwickler des Jahres (Developer of the Year)
Bestes Indie-Spiel (Best Independent Game) Bestes mobile/Handheld Spiel (Best Mobile/Handheld Game)
Beste Erzählung (Best Narrative) Beste künstlerische Gestaltung (Best Art Direction)
  • Her Story – geschrieben von Sam Barlow
    • Life Is Strange – geschrieben von Christian Divine und Jean-Luc Cano
    • Tales from the Borderlands – geschrieben von Pierre Shorette, Adam Hines, Jeremy Breslau, Chuck Jordan, Eric Stirpe, Anthony Burch, und Zack Keller
    • The Witcher 3: Wild Hunt – geschrieben von Marcin Blacha und Borys Pugacz-Muraszkiewicz
    • Until Dawn – geschrieben von Graham Reznick und Larry Fessenden
Bester Score/Soundtrack (Best Score/Soundtrack) Beste schauspielerische Leistung (Best Performance)
Spiel mit Auswirkungen (Games for Impact) Bester Shooter (Best Shooter)
Bestes Action-Adventure (Best Action/Adventure) Bestes Rollenspiel (Best Role Playing Game)
Bestes Kampfspiel (Best Fighting Game) Bestes Familienspiel (Best Family Game)
Bestes Sport-/Rennspiel (Best Sports/Racing Game) Bester Mehrspieler (Best Multiplayer)

Publikumspreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist erwartetes Spiel (Most Anticipated Game) E-Sport-Spieler des Jahres (ESports Player of the Year)
E-Sport-Team des Jahres (ESports Team of the Year) ESports Spiel des Jahres (Game of the Year)
Aufsteigender Spieler (Trending Gamer) Beste Fankreation (Best Fan Creation)
  • Portal Stories: Mel – von Prism Studios
    • GTA V – Targets – von Hoodoo Operator
    • Real GTA – von Corridor Digital
    • Twitch Plays Dark Souls – von der Twitch-Community

Ehrenpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ikone der Computerspielbranche (Industry Icon Award)

Preisverleihung 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Preisverleihung fand am 1. Dezember 2016 erneut im Microsoft Theater statt. Sie wurde zum ersten Mal auch in China ausgestrahlt. Insgesamt sahen etwa 3,8 Millionen Zuschauer die Übertragung über YouTube, Twitch, Xbox Live, PlayStation Network und Steam.[8] Neue Trailer wurden von Mass Effect: Andromeda, The Walking Dead: A New Frontier, Prey, The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Shovel Knight: Specter of Torment, Halo Wars 2, Death Stranding, Dauntless, einer Bulletstorm- Neuauflage, Telltale’s Guardians of the Galaxy, LawBreakers, Warframe, Assassin’s Creed: The VR Experience und Ausschnitte aus dem Assassin’s Creed Kinofilm vorgeführt.

Mit acht Auszeichnungen war Uncharted 4: A Thief’s End das erfolgreichste Spiel der Verleihung, gefolgt von Firewatch, Inside und Overwatch (jeweils fünf Preis).

Jurypreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel des Jahres (Game of the Year) Beste Regie eines Spiels (Best Game Direction)
Beste Erzählung (Best Narrative) Beste künstlerische Gestaltung (Best Art Direction)
Beste Musik/Tongestaltung (Best Music/Sound Design) Beste schauspielerische Leistung (Best Performance)
Spiel mit Auswirkungen (Games for Impact) Bestes Indie-Spiel (Best Independent Game)
Bestes mobile/Handheld Spiel (Best Mobile/Handheld Game) Bestes VR-Spiel (Best VR Game)
Bestes Action-Spiel (Best Action Game) Bestes Action-Adventure (Best Action/Adventure)
Bestes Rollenspiel (Best Role Playing Game) Bestes Kampfspiel (Best Fighting Game)
Bestes Strategiespiel (Best Strategy Game) Bestes Familienspiel (Best Family Game)
Bestes Sport-/Rennspiel (Best Sports/Racing Game) Bester Mehrspieler (Best Multiplayer)

Publikumspreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist erwartetes Spiel (Most Anticipated Game) Aufsteigender Spieler (Trending Gamer)
  • Boogie2988
Beste Fankreation (Best Fan Creation) E-Sport-Spieler des Jahres (esports Player of the Year)
  • Enderal: The Shards of Order
    • Brutal Doom 64
    • AM2R1
    • Pokémon Uranium1
1 Nominierung aberkannt nach DMCA-Benachrichtigung von Nintendo.
E-Sport-Team des Jahres (esports Team of the Year) E-Sport-Spiel des Jahres (esports Game of the Year)

Ehrenpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ikone der Computerspielbranche (Industry Icon Award)

Preisverleihung 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Game Awards 2017 wurden am 7. Dezember 2017 erneut im Microsoft Theater verliehen. Mit jeweils drei Auszeichnungen waren Cuphead, Hellblade: Senua’s Sacrifice und The Legend of Zelda: Breath of the Wild die erfolgreichsten Spiele der Preisverleihung. Präsentiert wurden die jeweiligen Preise unter anderem von Hideo Kojima, Guillermo del Toro, Justin Roiland, Conan O’Brien, Norman Reedus, Andy Serkis, Felicia Day, Aisha Tyler und Zachary Levi. Insgesamt sahen 11,5 Millionen Zuschauer die Übertragung über verschiedene Plattformen.[10]

Jurypreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel des Jahres (Game of the Year) Beste Regie eines Spiels (Best Game Direction)
Beste Erzählung (Best Narrative) Beste künstlerische Gestaltung (Best Art Direction)
Beste/r Score/Musik (Best Score/Music) Beste Audiogestaltung (Best Audio Design)
Beste schauspielerische Leistung (Best Performance) Spiel mit Auswirkungen (Games for Impact)
Bestes fortlaufendes Spiel (Best Ongoing Game) Bestes Indie-Spiel (Best Independent Game)
Bestes mobiles Spiel (Best Mobile Game) Bestes Handheld-Spiel (Best Handheld Game)
Bestes VR/AR-Spiel (Best VR/AR Game) Bestes Action-Spiel (Best Action Game)
Bestes Action-Adventure (Best Action/Adventure) Bestes Rollenspiel (Best Role Playing Game)
Bestes Kampfspiel (Best Fighting Game) Bestes Familienspiel (Best Family Game)
Bestes Strategiespiel (Best Strategy Game) Bestes Sport-/Rennspiel (Best Sports/Racing Game)
Bester Mehrspieler (Best Multiplayer) Studentenspielpreis (Student Game Award)
Bestes Debüt-Indie-Spiel (Best Debut Indie Game)

Publikumspreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist erwartetes Spiel (Most Anticipated Game) Aufsteigender Spieler (Trending Gamer)
  • Guy Beahm („Dr. Disrespect“)
    • Andrea Rene (What’s Good Games)
    • Clint Lexa („Halfcoordinated“)
    • Mike Grzesiek („Shroud“)
    • Steven Spohn (AbleGamers)
Beste E-Sport-Spiel (Best eSports Game) Bester E-Sport-Spieler (Best eSports Player)
Bestes E-Sport-Team (Best eSports Team) Chinesischer Spielepublikumspreis (Chinese Fan Game Award)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Samit Sarkar: Spike Video Game Awards renamed VGX, set for Dec. 7. In: Polygon. Vox Media, 15. November 2013, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  2. Owen Good: Gamers Care More About the VGX Than the Show Did. That’s the Problem. In: Kotaku. Univision Communications, 8. Dezember 2013, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  3. ab Marc Graser: Videogame Industry Rallies Around First ‘Game Awards’ (EXCLUSIVE). In: Variety. Penske Media Corporation, 10. November 2014, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  4. Jason Schreier: There's A Big New Game Award Show Happening This December. In: Kotaku. Univision Communications, 10. November 2014, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  5. FAQ/RULES. In: thegameawards.com. The Game Awards, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  6. Todd Spangler: 2017 Game Awards Expands Distribution, Adds Fan Voting via Google Search, Twitter, Facebook. In: Variety. Penske Media Corporation, 9. November 2017, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  7. Samit Sarkar: Here are the winners of The Game Awards 2014. In: Polygon. Vox Media, 5. Dezember 2014, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  8. Brian Crecente: The Game Awards audience up 65 percent to 3.8M. In: Polygon. Vox Media, 6. Dezember 2016, abgerufen am 23. November 2017 (englisch).
  9. Mat Paget: Blocked From Attending Last Year, Hideo Kojima to Receive Award Next Month. GameSpot. 17. November 2016. Abgerufen am 17. November 2016.
  10. Allegra Frank: Despite Game Awards 2017’s record success, Geoff Keighley doesn’t want it to be gaming’s Oscars. In: Polygon. Vox Media, 12. Dezember 2017, abgerufen am 13. Dezember 2017 (englisch).
Vereinfachte Darstellung des von Weta Workshop gestalteten Preises

The Game Awards sind eine jährliche Preisverleihung, die Leistungen in der Computerspielbranche würdigt. Bei den Feierlichkeiten sind auch Vorstellungen neuer Titel und ausführliche Blicke auf bereits angekündigte Spiele zu sehen. Die Shows werden von Geoff Keighley produziert und moderiert, der über zehn Jahre lang am Vorgänger, den Spike Video Game Awards, gearbeitet hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2003 bis 2013 hat der amerikanische Fernsehsender Spike TV, gegen Ende eines jeden Kalenderjahres, die Spike Video Game Awards (VGA) ausgestrahlt, um Computerspiele zu ehren, die in diesem Jahr veröffentlicht wurden. Geoff Keighley war der Produzent und Moderator dieser Sendungen. Im Jahr 2013 entschied sich Spike, die Auszeichnungen von VGA in VGX umzubenennen, um zu zeigen, dass sie sich mehr auf die nächste Generation von Spielen konzentrieren wollten, die mit dem Beginn der achten Generation von Konsolen eingeführt wurden und platzierte auch den Comedian und Schauspieler Joel McHale als Komoderator neben Keighley.[1] Die Veranstaltung 2013 galt als Enttäuschung und stellte eher die kommerzielle Leistung als eine Feier der Computerspiele in den Mittelpunkt.[2]

Keighley entschied sich für den Ausstieg aus einem weiteren Engagement bei den VGX und erlaubte Spike, das Eigentum an den VGX zu behalten; im November 2014 gab Spike TV bekannt, dass sie sich dafür entschieden hatten, die Preisverleihung komplett zu beenden.[3] Stattdessen arbeitete Keighley mit mehreren Unternehmen der Branche zusammen, darunter die Konsolen-Hersteller Sony, Microsoft und Nintendo sowie mehrere große Publisher, um eine neue Preisverleihung, die Game Awards, finanziell zu unterstützen und mit Spikes Erlaubnis zu realisieren.[4] Keighley konnte sich einen Veranstaltungsort für das Live-Event sichern. Ohne einen Fernsehsender vereinbarten Keighley und die Partner die Live-Show auf den Konsolennetzwerken und bei Valves Steam-Plattform zu streamen, um ein größeres Publikum als Spike TV zu erreichen.[3]

Das Verfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Game Awards haben ein beratendes Komitee, dem Vertreter der Hardwarehersteller Microsoft, Sony, Nintendo und AMD sowie die Softwarehersteller Electronic Arts, Activision, Rockstar Games, Telltale Games, Ubisoft, Valve und Warner Bros. Interactive Entertainment angehören. Dieses Gremium wählt etwa dreißig einflussreiche Pressevertreter aus der Computerspielbranche aus, die in der Lage sind, Computerspiele in mehreren Kategorien zu nominieren und anschließend abzustimmen. Der Beirat beteiligt sich ansonsten nicht am Nominierungs- oder Abstimmungsprozess. Während der Nominierungsrunde stellt jede der Nachrichtenredaktionen eine Liste von Spielen in mehreren Kategorien vor; Spiele für E-Sport-Kategorien werden von einer spezialisierten Gruppe dieser Redaktionen ausgewählt. Das Komitee hält sich an die Nominierungen und wählt die am häufigsten nominierten Titel für die Abstimmung über dieselben Vertreter aus.[5] Vor 2017 wurden die Preisträger von 28 Branchenexperten und -vertretern ausgewählt, bei den Auszeichnungen 2017 waren es 52.[6]

Gewinner und Nominierte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preisverleihung 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Game Awards 2014 fanden am 5. Dezember 2014 im AXIS, Las Vegas, statt.[7] Zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt oder neue Trailer wurden gezeigt von Nintendos Super Mario Maker, Code Name: S.T.E.A.M. und The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Kojima Productions Metal Gear Solid V: The Phantom Pain, Visceral Gamess Battlefield Hardline, FromSoftwares Bloodborne, Supermassive Gamess Until Dawn, Ready at Dawns The Order: 1886, Crystal Dynamics Lara Croft and the Temple of Osiris, CD Projekt REDs The Witcher 3: Wild Hunt, The Odd Gentlemens King’s Quest, Three One Zeros Adrift und Natsumes Godzilla. Während der Zeremonie wurden zudem Facepunch Studios Before, Stoics The Banner Saga 2, Fullbrights Tacoma, Robotokis Human Element und Hello Games' No Man’s Sky.

Mit jeweils drei Auszeichnungen waren Call of Duty: Advanced Warfare, Dark Souls II, Destiny, Hearthstone: Heroes of Warcraft, Mittelerde: Mordors Schatten und South Park: Der Stab der Wahrheit die erfolgreichsten Spiele der Verleihung.

Jurypreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel des Jahres (Game of the Year) Entwickler des Jahres (Developer of the Year)
Bestes Indie-Spiel (Best Independent Game) Bestes mobile/Handheld Spiel (Best Mobile/Handheld Game)
Beste Erzählung (Best Narrative) Bester Score/Soundtrack (Best Score/Soundtrack)
Beste schauspielerische Leistung (Best Performance) Spiele für Veränderungen (Games for Change)
Bester Shooter (Best Shooter) Bestes Action-Adventure (Best Action/Adventure)
Bestes Rollenspiel (Best Role Playing Game) Bestes Kampfspiel (Best Fighting Game)
Bestes Familienspiel (Best Family Game) Bestes Sport-/Rennspiel (Best Sports/Racing Game)
Bestes Onlineerfahrung (Best Online Experience) Beste Neuauflage (Best Remaster)

Publikumspreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist erwartetes Spiel (Most Anticipated Game) E-Sport-Spieler des Jahres (ESports Player of the Year)
E-Sport-Team des Jahres (ESports Team of the Year) Aufsteigender Spieler (Trending Gamer)
Beste Fankreation (Best Fan Creation)
  • Twitch Plays Pokémon – von „Anonymous“
    • Luigi Death Stare – von CZBwoi und Rizupicorr
    • It’s Dangerous to Go Alone – von Starbomb
    • Minecraft – Titan City – von Colonial Puppet
    • Mine the Diamond (Minecraft Song) – von Tobuscus

Ehrenpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ikone der Computerspielbranche (Industry Icon Award)

Preisverleihung 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Preisverleihung fand am 3. Dezember 2015 im Microsoft Theater in Los Angeles statt. Zu den Weltpremieren gehörten Telltale Games' Batman: The Telltale Series und The Walking Dead: Michonne, Double Fine Productions' Psychonauts 2 und Harmonixs Rock Band VR.

Mit sechs Auszeichnungen war The Witcher 3: Wild Hunt das erfolgreichste Spiel der Veranstaltung.

Jurypreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel des Jahres (Game of the Year) Entwickler des Jahres (Developer of the Year)
Bestes Indie-Spiel (Best Independent Game) Bestes mobile/Handheld Spiel (Best Mobile/Handheld Game)
Beste Erzählung (Best Narrative) Beste künstlerische Gestaltung (Best Art Direction)
  • Her Story – geschrieben von Sam Barlow
    • Life Is Strange – geschrieben von Christian Divine und Jean-Luc Cano
    • Tales from the Borderlands – geschrieben von Pierre Shorette, Adam Hines, Jeremy Breslau, Chuck Jordan, Eric Stirpe, Anthony Burch, und Zack Keller
    • The Witcher 3: Wild Hunt – geschrieben von Marcin Blacha und Borys Pugacz-Muraszkiewicz
    • Until Dawn – geschrieben von Graham Reznick und Larry Fessenden
Bester Score/Soundtrack (Best Score/Soundtrack) Beste schauspielerische Leistung (Best Performance)
Spiel mit Auswirkungen (Games for Impact) Bester Shooter (Best Shooter)
Bestes Action-Adventure (Best Action/Adventure) Bestes Rollenspiel (Best Role Playing Game)
Bestes Kampfspiel (Best Fighting Game) Bestes Familienspiel (Best Family Game)
Bestes Sport-/Rennspiel (Best Sports/Racing Game) Bester Mehrspieler (Best Multiplayer)

Publikumspreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist erwartetes Spiel (Most Anticipated Game) E-Sport-Spieler des Jahres (ESports Player of the Year)
E-Sport-Team des Jahres (ESports Team of the Year) ESports Spiel des Jahres (Game of the Year)
Aufsteigender Spieler (Trending Gamer) Beste Fankreation (Best Fan Creation)
  • Portal Stories: Mel – von Prism Studios
    • GTA V – Targets – von Hoodoo Operator
    • Real GTA – von Corridor Digital
    • Twitch Plays Dark Souls – von der Twitch-Community

Ehrenpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ikone der Computerspielbranche (Industry Icon Award)

Preisverleihung 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Preisverleihung fand am 1. Dezember 2016 erneut im Microsoft Theater statt. Sie wurde zum ersten Mal auch in China ausgestrahlt. Insgesamt sahen etwa 3,8 Millionen Zuschauer die Übertragung über YouTube, Twitch, Xbox Live, PlayStation Network und Steam.[8] Neue Trailer wurden von Mass Effect: Andromeda, The Walking Dead: A New Frontier, Prey, The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Shovel Knight: Specter of Torment, Halo Wars 2, Death Stranding, Dauntless, einer Bulletstorm- Neuauflage, Telltale’s Guardians of the Galaxy, LawBreakers, Warframe, Assassin’s Creed: The VR Experience und Ausschnitte aus dem Assassin’s Creed Kinofilm vorgeführt.

Mit acht Auszeichnungen war Uncharted 4: A Thief’s End das erfolgreichste Spiel der Verleihung, gefolgt von Firewatch, Inside und Overwatch (jeweils fünf Preis).

Jurypreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel des Jahres (Game of the Year) Beste Regie eines Spiels (Best Game Direction)
Beste Erzählung (Best Narrative) Beste künstlerische Gestaltung (Best Art Direction)
Beste Musik/Tongestaltung (Best Music/Sound Design) Beste schauspielerische Leistung (Best Performance)
Spiel mit Auswirkungen (Games for Impact) Bestes Indie-Spiel (Best Independent Game)
Bestes mobile/Handheld Spiel (Best Mobile/Handheld Game) Bestes VR-Spiel (Best VR Game)
Bestes Action-Spiel (Best Action Game) Bestes Action-Adventure (Best Action/Adventure)
Bestes Rollenspiel (Best Role Playing Game) Bestes Kampfspiel (Best Fighting Game)
Bestes Strategiespiel (Best Strategy Game) Bestes Familienspiel (Best Family Game)
Bestes Sport-/Rennspiel (Best Sports/Racing Game) Bester Mehrspieler (Best Multiplayer)

Publikumspreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist erwartetes Spiel (Most Anticipated Game) Aufsteigender Spieler (Trending Gamer)
  • Boogie2988
Beste Fankreation (Best Fan Creation) E-Sport-Spieler des Jahres (esports Player of the Year)
  • Enderal: The Shards of Order
    • Brutal Doom 64
    • AM2R1
    • Pokémon Uranium1
1 Nominierung aberkannt nach DMCA-Benachrichtigung von Nintendo.
E-Sport-Team des Jahres (esports Team of the Year) E-Sport-Spiel des Jahres (esports Game of the Year)

Ehrenpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ikone der Computerspielbranche (Industry Icon Award)

Preisverleihung 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Game Awards 2017 wurden am 7. Dezember 2017 erneut im Microsoft Theater verliehen. Mit jeweils drei Auszeichnungen waren Cuphead, Hellblade: Senua’s Sacrifice und The Legend of Zelda: Breath of the Wild die erfolgreichsten Spiele der Preisverleihung. Präsentiert wurden die jeweiligen Preise unter anderem von Hideo Kojima, Guillermo del Toro, Justin Roiland, Conan O’Brien, Norman Reedus, Andy Serkis, Felicia Day, Aisha Tyler und Zachary Levi. Insgesamt sahen 11,5 Millionen Zuschauer die Übertragung über verschiedene Plattformen.[10]

Jurypreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel des Jahres (Game of the Year) Beste Regie eines Spiels (Best Game Direction)
Beste Erzählung (Best Narrative) Beste künstlerische Gestaltung (Best Art Direction)
Beste/r Score/Musik (Best Score/Music) Beste Audiogestaltung (Best Audio Design)
Beste schauspielerische Leistung (Best Performance) Spiel mit Auswirkungen (Games for Impact)
Bestes fortlaufendes Spiel (Best Ongoing Game) Bestes Indie-Spiel (Best Independent Game)
Bestes mobiles Spiel (Best Mobile Game) Bestes Handheld-Spiel (Best Handheld Game)
Bestes VR/AR-Spiel (Best VR/AR Game) Bestes Action-Spiel (Best Action Game)
Bestes Action-Adventure (Best Action/Adventure) Bestes Rollenspiel (Best Role Playing Game)
Bestes Kampfspiel (Best Fighting Game) Bestes Familienspiel (Best Family Game)
Bestes Strategiespiel (Best Strategy Game) Bestes Sport-/Rennspiel (Best Sports/Racing Game)
Bester Mehrspieler (Best Multiplayer) Studentenspielpreis (Student Game Award)
Bestes Debüt-Indie-Spiel (Best Debut Indie Game)

Publikumspreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist erwartetes Spiel (Most Anticipated Game) Aufsteigender Spieler (Trending Gamer)
  • Guy Beahm („Dr. Disrespect“)
    • Andrea Rene (What’s Good Games)
    • Clint Lexa („Halfcoordinated“)
    • Mike Grzesiek („Shroud“)
    • Steven Spohn (AbleGamers)
Beste E-Sport-Spiel (Best eSports Game) Bester E-Sport-Spieler (Best eSports Player)
Bestes E-Sport-Team (Best eSports Team) Chinesischer Spielepublikumspreis (Chinese Fan Game Award)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Samit Sarkar: Spike Video Game Awards renamed VGX, set for Dec. 7. In: Polygon. Vox Media, 15. November 2013, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  2. Owen Good: Gamers Care More About the VGX Than the Show Did. That’s the Problem. In: Kotaku. Univision Communications, 8. Dezember 2013, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  3. ab Marc Graser: Videogame Industry Rallies Around First ‘Game Awards’ (EXCLUSIVE). In: Variety. Penske Media Corporation, 10. November 2014, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  4. Jason Schreier: There's A Big New Game Award Show Happening This December. In: Kotaku. Univision Communications, 10. November 2014, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  5. FAQ/RULES. In: thegameawards.com. The Game Awards, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  6. Todd Spangler: 2017 Game Awards Expands Distribution, Adds Fan Voting via Google Search, Twitter, Facebook. In: Variety. Penske Media Corporation, 9. November 2017, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  7. Samit Sarkar: Here are the winners of The Game Awards 2014. In: Polygon. Vox Media, 5. Dezember 2014, abgerufen am 15. November 2017 (englisch).
  8. Brian Crecente: The Game Awards audience up 65 percent to 3.8M. In: Polygon. Vox Media, 6. Dezember 2016, abgerufen am 23. November 2017 (englisch).
  9. Mat Paget: Blocked From Attending Last Year, Hideo Kojima to Receive Award Next Month. GameSpot. 17. November 2016. Abgerufen am 17. November 2016.
  10. Allegra Frank: Despite Game Awards 2017’s record success, Geoff Keighley doesn’t want it to be gaming’s Oscars. In: Polygon. Vox Media, 12. Dezember 2017, abgerufen am 13. Dezember 2017 (englisch).
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