Tritheismus

Anhänger des Tritheismus glauben nicht an die Dreifaltigkeit, sondern an eine Art Familie. Diese Familie besteht aus dem christlichen Gott als Vater, Jesus Christus als Sohn und Maria als Mutter.

Der Tritheismus des frühen Mittelalters ging im Wesentlichen auf Johannes Asotzanges zurück, der im Konstantinopel des Jahres 557 hinsichtlich Gott und Christus die Zweinaturenlehre neu mit der Trinitätslehre kombinierte. Danach gab es in Gott drei Wesen, drei Substanzen, drei Naturen. Der Tritheismus rief gerade in den monophysitischen Kirchen im oströmischen Reich als „Dreigötterglauben“ heftigen Widerstand hervor. Die syrisch-orthodoxen Christen und Jakob Baradai († 578) bekämpften den Tritheismus.

Auch im Antitrinitarismus der Reformationszeit bildeten sich tritheistische Standpunkte heraus. So sprachen sich unter anderem Matteo Gribaldi und Giovanni Valentino Gentile für einen subordinatianischen Tritheismus aus. Später entwickelte sich aus der von Gribaldi formulierten Theologie der christliche Unitarismus[1].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wassilios Klein (Hrsg.): Syrische Kirchenväter (= Urban Tb 587). Stuttgart 2004, S. 196f.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Antitrinitarier. European History Online (EGO); abgerufen am 4. Oktober 2011.
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