Universiade

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Die Universiade – auch Weltsportspiele der Studenten – ist eine internationale Multisportveranstaltung, die seit 1959 in zweijährlichem Rhythmus stattfindet und von der Fédération Internationale du Sport Universitaire (FISU) organisiert wird. Alternierend mit den diversen Studierenden-Weltmeisterschaften in geraden Jahren, werden die Universiaden in ungeraden Jahren durchgeführt. Das Wort Universiade ist eine Zusammensetzung aus Teilen der Wörter Universität und Olympiade.

Die Universiade wird, ähnlich wie die Olympischen Spiele, im Winter und im Sommer ausgetragen. Im Winter gehen bei der Universiade rund 3500 studentische Athleten an den Start. An den Sommer-Universiaden nehmen knapp 8000 Sportler sowie Offizielle teil (Anzahl der Athleten: Peking/China: 4484, Daegu/Südkorea: 4462, Izmir/Türkei: 5338, Bangkok/Thailand: 6006). Die Sommer-Universiade ist somit, gemessen an der Zahl der Teilnehmenden, neben den Olympischen Sommerspielen die zweitgrößte Multisportveranstaltung der Welt.

Vertretene Sportarten bei der Sommer-Universiade sind: Leichtathletik, Basketball, Fechten, Fußball, Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen, Wasserspringen, Wasserball, Tennis, Tischtennis, Judo, und Volleyball. Zur Sommer-Universiade 2017 wird die Liste der obligatorischen Sportarten um Taekwondo und 2019 um Bogenschießen erweitert. Zu diesen obligatorischen Sportarten kann der jeweilige Ausrichter optional drei weitere Sportarten aus dem FISU-Sportarten-Kanon aufnehmen.[1]

Zum festen Programm der Winter-Universiaden gehören folgende acht Sportarten: Ski Alpin, Ski Nordisch (Langlauf, Skispringen, Nordische Kombination), Eiskunstlauf, Eishockey, Shorttrack, Biathlon, Snowboard und Curling. Bei den Winter-Universiaden kann der Ausrichter zusätzlich bis zu drei optionale Sportarten wählen.

Austragungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Sommer-Universiade wurde von der FISU 1959 in Turin (Italien) und die erste Winter-Universiade 1960 in Chamonix (Frankreich) veranstaltet. Davor waren es lediglich „Weltwinter- bzw. Weltsommerspiele der Studierenden“. Die zuletzt ausgetragene Sommer-Universiade 2017 in Taipeh (Taiwan) war also die 29. Sommer-Universiade und die Winter-Universiade 2017 in Almaty (Kasachstan) die 28. Winter-Universiade.

In Duisburg, als bisher einzige deutsche Stadt, fand 1989 eine Sommer-Universiade statt. In Österreich fanden sowohl 1968 als 2005 in Innsbruck die Winter-Universiaden statt, wobei 2005 auch Seefeld als gemeinsamer Austragungsort mit Innsbruck auftrat.

Brasilia zog sich von der für 2019 geplanten Ausrichtung zurück, da die finanzielle Situation zu riskant sei.[2] Am 5. März 2016 vergab die FISU die Ausrichtung an Neapel und die Region Kampanien.[3]

Duisburg 1989
Duisburg 1989
Duisburg 1989
Duisburg 1989
Duisburg 1989
Jahr Sommer-Universiade Winter-Universiade
1959 1 Italien Turin
1960 1 Frankreich Chamonix
1961 2 Bulgarien 1948 Sofia
1962 2 Schweiz Villars
1963 3 Brasilien 1960 Porto Alegre
1964 3 Tschechoslowakei Špindlerův Mlýn
1965 4 Ungarn 1957 Budapest
1966 4 Italien Sestriere
1967 5 Japan Tokio
1968 5 Osterreich Innsbruck
1970 6 Italien Turin 6 Finnland Rovaniemi
1972 7 Vereinigte Staaten Lake Placid
1973 7 Sowjetunion 1955 Moskau
1975 8 Italien Rom 8 Italien Livigno
1977 9 Bulgarien 1971 Sofia
1978 9 Tschechoslowakei Špindlerův Mlýn
1979 10 Mexiko Mexiko-Stadt
1981 11 Rumänien 1965 Bukarest 10 Spanien Jaca
1983 12 Kanada Edmonton 11 Bulgarien 1971 Sofia
1985 13 Japan Kōbe 12 Italien Belluno
1987 14 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Zagreb 13 Tschechoslowakei Štrbské Pleso
1989 15 Deutschland Duisburg 14 Bulgarien 1971 Sofia
1991 16 Vereinigtes Konigreich Sheffield 15 Japan Sapporo
1993 17 Vereinigte Staaten Buffalo 16 Polen Zakopane
1995 18 Japan Fukuoka 17 Spanien Jaca
1997 19 Italien Sizilien 18 Korea Sud Muju
1999 20 Spanien Palma de Mallorca 19 Slowakei Poprad
2001 21 China Volksrepublik Peking 20 Polen Zakopane
2003 22 Korea Sud Daegu 21 Italien Tarvis
2005 23 Turkei Izmir 22 Osterreich Innsbruck/Seefeld
2007 24 Thailand Bangkok 23 Italien Turin
2009 25 Serbien Belgrad 24 China Volksrepublik Harbin
2011 26 China Volksrepublik Shenzhen 25 Turkei Erzurum
2013 27 Russland Kasan 26 Italien Trentino
2015 28 Korea Sud Gwangju 27 Spanien Granada, Slowakei Osrblie/Štrbské Pleso
2017 29 Taipei Taipeh 28 Kasachstan Almaty
2019 30 Italien Neapel 29 Russland Krasnojarsk
2021 30 Schweiz Luzern

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschen Teilnehmer werden vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband nominiert.

An der Winter-Universiade 2009 im Februar 2009 in Harbin nahmen 22 Aktive, unter ihnen 14 Bundeskaderathleten teil. Die deutschen Studierenden gingen in den Sportarten Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Eistanz, Nordische Kombination, Biathlon, Skisprung, Skicross und Snowboard an den Start. Begleitet wurde die adh-Delegation von einem 17-köpfigen Betreuerteam, das medizinisches Personal, Trainer, Servicekräfte, und Kampfrichter sowie die Delegationsleiter Nico Sperle (adh-Vorstandsvorsitzender) und Roland Joachim (adh-Vorstand Finanzen) umfasste. Darüber hinaus waren sechs deutsche Teammitglieder als Vertreter des Weltverbands FISU in Harbin im Einsatz. Mit einer Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen kam das deutsche Team auf den 14. Platz der Nationenwertung. Den einzigen Sieg holte Steffen Tepel (Universität Konstanz) in der Nordischen Kombination. Silber ging unter anderem an Andreas Tischendorf (Fachhochschule Ansbach) im Skicross und Bronze an Franziska Hildebrand (Fachhochschule Ansbach) im Biathlon.

Die 25. Sommer-Universiade fand vom 1. bis 12. Juli 2009 in Belgrad statt. An ihr nahmen 114 deutsche Sportler teil, die durch den Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) nominiert wurden. Sie waren in elf von insgesamt 15 Sportarten vertreten. Dazu zählten: Basketball (Männer), Fechten, Fußball (Frauen), Judo, Leichtathletik, Schwimmen, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Volleyball (Männer) und Wasserspringen. 78 % der Athleten erreichen die Plätze eins bis zwölf. Mit drei Gold-, drei Silber- und elf Bronzemedaillen erzielten die Aktiven Platz elf im internationalen Ranking. Zur Universiade waren 8166 Teilnehmer aus 145 Nationen gereist.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das „Universiade-Team Austria“ wird vom im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ansässigen „Unisport Austria“ nominiert und zu den Universiaden gesandt.

Erfolge Österreichs bei Universiaden:

Winter-Universiade 2005 Innsbruck / Seefeld:Bei Österreichs „Heim-Universiade“ wurden von österreichischen Studentenspitzenathleten insgesamt 21 Medaillen (10 Gold-, 9 Silber- und 2 Bronzemedaillen) errungen, damit führten sie die Medaillenwertung an. Erfolgreichste Athleten waren mit jeweils drei Medaillen der Ski-Alpin-Rennläufer Dominik Schweiger (2 × Gold und 1 × Silber) und der Skispringer Manuel Fettner (2 × Gold und 1 × Bronze).

Sommer-Universiade 2005 Izmir:In Izmir konnte eine Goldmedaille im Degenfechten von Christoph Marik errungen werden. Markus Rogan erreichte in der Disziplin Freestyle über 200 Meter nur eine Bronzemedaille. In der Medaillenwertung schaffte es Österreich hier nur auf den 35. Platz.

Winter-Universiade 2007 Turin:Vier Goldmedaillen wurden von österreichischen studentischen Spitzensportler errungen, wobei zwei Goldmedaillen von Anna Rokita im Eisschnelllauf über 3000 und 5000 Meter mit hervorragenden sportlichen Leistungen gewonnen wurden. Sie stellte über die 5000 Meter einen neuen österreichischen Rekord mit einer Zeit von 7:14,72 min auf. Eine weitere Goldmedaille errang das österreichische Team Skispringen mit Florian Liegl, Bastian Kaltenböck und Manuel Fettner. Die vierte Goldmedaille schließlich gewann Daniela Iraschko bei Skispringen der Damen. In der Gesamtmedaillenwertung liegt Österreich auf dem 7. Platz.

Sommer-Universiade 2007 Bangkok:3 × Gold, 2 × Silber, 3 × Bronze - für Österreich ein (für Sommersportarten) Spitzenresultat. Markus Rogan erschwamm eine Goldmedaille im 200-m-Rücken- und eine Silberne im 100-m-Rückenwettbewerb. Gold gewann auch Fabienne Nadarajah im 50-m-Schmetterling, sowie der Leichtathlet Gerhard Mayer im Herren Diskuswurf. Die Schützin Regina Time holte eine Silbermedaille. Jördis Steinegger schwamm sich auf den 3. Platz 400 m Freestyle, Mirna Jukic holte im 200-m-Brustbewerb auch eine Bronzemedaille. Die Judokerin Hilde Drexler schaffte es ebenfalls eine Bronzene für Österreich zu holen. Von den österreichischen Schwimmern wurden bei dieser Universiade insgesamt 10 neue österreichische Schwimmrekorde aufgestellt! In der Gesamtmedaillenwertung schaffte es Österreich auf den guten 18. Platz.

Winter-Universiade 2009 Harbin:Mit vier Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen nahm das österreichische Team den sechsten Platz in der Nationenwertung ein.

Sommer-Universiade 2009 Belgrad:Clemens Zeller konnte eine Silbermedaille (Leichtathletik, 400-m-Lauf) erringen.

Winter-Universiade 2011 Erzurum:Bernhard Graf konnte im Ski Alpin-Bewerb 2 Gold- (Super Kombination, Riesentorlauf) und eine Bronzemedaillen (Parallel-Riesentorlauf) erringen und erreichte in der FIS-Kombinationswertung Platz 7 (nachdem er nicht beim Slalom angetreten war). Sebastian Kislinger holte eine Silbermedaille beim Snowboard-Parallel-Riesentorlauf. Mit diesen 4 Medaillen kam Österreich auf Platz 13 der Gesamtmedaillenwertung.

Sommer-Universiade 2011 Shenzhen:Die Schützin Lisa Ungerank errang Silber im Bewerb 10 m Luftgewehr. Jördis Steinegger holte Bronze im Schwimmen über 400 m Lagen.

Sommer-Universiade 2013 Kazan:Das Ruderduo Bernhard Sieber und Paul Sieber holten im LM 2 × Gold. Kathrin Unterwurzacher holte Bronze im Judo der Damen bis 63 kg. Bronze sicherten sich auch die Leichtathleten Elisabeth Eberl im Speerwurf und Andreas Vojta über 800 Meter.

Winter-Universiade 2013 Trentino:3 × Gold, 2 × Silber und 1 × Bronze für Österreich. Goldmedaillengewinner: Hanno Douschan im Snowboard Cross, Julia Dujmovits im Snowboard PGS, Sebastian Kislinger im Snowboard PGS. Silber holten: Sabine Schöffmann im Snowboard PGS und Michelle Morik im Riesenslalom. Bronze schaffte das Skisprung Team auf der Normalschanze: Daniel Huber, Clemens Aigner und David Unterberger.

Medaillenspiegel 1959–2013

Gold Silber Bronze Total
Winter-Universiaden 38 44 45 127
Sommer-Universiaden 11 10 22 43
Gesamt 49 54 67 170

Liechtenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Liechtensteinische Hochschulsportverband (LHSV) ist seit 2011 Mitglied in der FISU und organisiert seither die Beschickung der liechtensteinischen Athletinnen und Athleten.[4]

Ewiger Medaillenspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ewige Medaillenspiegel ist eine Auflistung von allen Medaillen, geordnet nach Teilnehmerländern, die in der Geschichte der Universiade vergeben worden sind. Die Athleten (oder Mannschaften), die sich an erster, zweiter oder dritter Stelle klassieren, erhalten Medaillen als Auszeichnung. Der Gewinner erhält eine Medaille, die als „Goldmedaille“ bezeichnet wird. Der Zweite erhält eine Medaille aus Silber, der Dritte eine Medaille aus Bronze.

Sommer-Universiade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünf besten Nationen
Ewiger Medaillenspiegel der Sommer-Universiade (Stand: 17. Februar 2018)
Platz Kürzel Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
1 RUS Russland Russland 823 673 637 2133
2 USA Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 490 425 387 1302
3 CHN China Volksrepublik Volksrepublik China 425 295 244 962
4 JPN Japan Japan 324 316 407 1047
5 KOR Korea Sud Südkorea 207 195 208 610

Derzeitige Nationen angetreten als:

(Stand: 17. Februar 2018)
Kürzel Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
RUS URS Sowjetunion Sowjetunion (1959–1991) 409 329 253 991
RUS Russland Russische Föderation (seit 1996) 414 344 384 1142

Winter-Universiade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünf besten Nationen
Ewiger Medaillenspiegel der Sommer-Universiade (Stand: 17. Februar 2018)
Platz Kürzel Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
1 RUS Russland Russland 261 234 209 704
2 KOR Korea Sud Südkorea 104 74 65 243
3 JPN Japan Japan 83 94 90 267
4 CZE Tschechien Tschechien 76 82 55 213
5 CHN China Volksrepublik Volksrepublik China 72 61 74 205

Derzeitige Nationen angetreten als:

(Stand: 17. Februar 2018)
Kürzel Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
CZE TCH Tschechoslowakei Tschechoslowakei (1959–1991) 53 59 23 135
CZE Tschechien Tschechien (seit 1993) 23 23 32 78
(Stand: 17. Februar 2018)
Kürzel Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
RUS URS Sowjetunion Sowjetunion (1959–1991) 95 85 62 242
RUS Russland Russische Föderation (seit 1996) 166 149 147 462

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Universiade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

2001

2011

2013

2015

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FISU: Summer Universiade. Summer Universiade Sports Programme. fisu.net, abgerufen am 11. Juli 2013 (englisch).
  2. Daniel Etchells: Brasilia pull out of hosting 2019 Summer Universiade, auf: insidethegames.biz, vom 5. Januar 2015, abgerufen 24. August 2016
  3. Official attribution of the Universiade 2019 to the city of Naples, auf: fisu.net, vom 29. Mai 2016, abgerufen 24. August 2016
  4. Rekord-Delegation für die Universiade in Taipei, Sport, auf: vaterland.li, vom 14. Juli 2017, abgerufen 22. August 2017
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Struktur & Inhalte des Artikels komplett überarbeiten; willkürliche Konzentration auf das Abschneiden von DEU, AUT und LIE, aber noch nicht einmal ein Medaillenspiegel?
Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Die Universiade – auch Weltsportspiele der Studenten – ist eine internationale Multisportveranstaltung, die seit 1959 in zweijährlichem Rhythmus stattfindet und von der Fédération Internationale du Sport Universitaire (FISU) organisiert wird. Alternierend mit den diversen Studierenden-Weltmeisterschaften in geraden Jahren, werden die Universiaden in ungeraden Jahren durchgeführt. Das Wort Universiade ist eine Zusammensetzung aus Teilen der Wörter Universität und Olympiade.

Die Universiade wird, ähnlich wie die Olympischen Spiele, im Winter und im Sommer ausgetragen. Im Winter gehen bei der Universiade rund 3500 studentische Athleten an den Start. An den Sommer-Universiaden nehmen knapp 8000 Sportler sowie Offizielle teil (Anzahl der Athleten: Peking/China: 4484, Daegu/Südkorea: 4462, Izmir/Türkei: 5338, Bangkok/Thailand: 6006). Die Sommer-Universiade ist somit, gemessen an der Zahl der Teilnehmenden, neben den Olympischen Sommerspielen die zweitgrößte Multisportveranstaltung der Welt.

Vertretene Sportarten bei der Sommer-Universiade sind: Leichtathletik, Basketball, Fechten, Fußball, Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen, Wasserspringen, Wasserball, Tennis, Tischtennis, Judo, und Volleyball. Zur Sommer-Universiade 2017 wird die Liste der obligatorischen Sportarten um Taekwondo und 2019 um Bogenschießen erweitert. Zu diesen obligatorischen Sportarten kann der jeweilige Ausrichter optional drei weitere Sportarten aus dem FISU-Sportarten-Kanon aufnehmen.[1]

Zum festen Programm der Winter-Universiaden gehören folgende acht Sportarten: Ski Alpin, Ski Nordisch (Langlauf, Skispringen, Nordische Kombination), Eiskunstlauf, Eishockey, Shorttrack, Biathlon, Snowboard und Curling. Bei den Winter-Universiaden kann der Ausrichter zusätzlich bis zu drei optionale Sportarten wählen.

Austragungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Sommer-Universiade wurde von der FISU 1959 in Turin (Italien) und die erste Winter-Universiade 1960 in Chamonix (Frankreich) veranstaltet. Davor waren es lediglich „Weltwinter- bzw. Weltsommerspiele der Studierenden“. Die zuletzt ausgetragene Sommer-Universiade 2017 in Taipeh (Taiwan) war also die 29. Sommer-Universiade und die Winter-Universiade 2017 in Almaty (Kasachstan) die 28. Winter-Universiade.

In Duisburg, als bisher einzige deutsche Stadt, fand 1989 eine Sommer-Universiade statt. In Österreich fanden sowohl 1968 als 2005 in Innsbruck die Winter-Universiaden statt, wobei 2005 auch Seefeld als gemeinsamer Austragungsort mit Innsbruck auftrat.

Brasilia zog sich von der für 2019 geplanten Ausrichtung zurück, da die finanzielle Situation zu riskant sei.[2] Am 5. März 2016 vergab die FISU die Ausrichtung an Neapel und die Region Kampanien.[3]

Duisburg 1989
Duisburg 1989
Duisburg 1989
Duisburg 1989
Duisburg 1989
Jahr Sommer-Universiade Winter-Universiade
1959 1 Italien Turin
1960 1 Frankreich Chamonix
1961 2 Bulgarien 1948 Sofia
1962 2 Schweiz Villars
1963 3 Brasilien 1960 Porto Alegre
1964 3 Tschechoslowakei Špindlerův Mlýn
1965 4 Ungarn 1957 Budapest
1966 4 Italien Sestriere
1967 5 Japan Tokio
1968 5 Osterreich Innsbruck
1970 6 Italien Turin 6 Finnland Rovaniemi
1972 7 Vereinigte Staaten Lake Placid
1973 7 Sowjetunion 1955 Moskau
1975 8 Italien Rom 8 Italien Livigno
1977 9 Bulgarien 1971 Sofia
1978 9 Tschechoslowakei Špindlerův Mlýn
1979 10 Mexiko Mexiko-Stadt
1981 11 Rumänien 1965 Bukarest 10 Spanien Jaca
1983 12 Kanada Edmonton 11 Bulgarien 1971 Sofia
1985 13 Japan Kōbe 12 Italien Belluno
1987 14 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Zagreb 13 Tschechoslowakei Štrbské Pleso
1989 15 Deutschland Duisburg 14 Bulgarien 1971 Sofia
1991 16 Vereinigtes Konigreich Sheffield 15 Japan Sapporo
1993 17 Vereinigte Staaten Buffalo 16 Polen Zakopane
1995 18 Japan Fukuoka 17 Spanien Jaca
1997 19 Italien Sizilien 18 Korea Sud Muju
1999 20 Spanien Palma de Mallorca 19 Slowakei Poprad
2001 21 China Volksrepublik Peking 20 Polen Zakopane
2003 22 Korea Sud Daegu 21 Italien Tarvis
2005 23 Turkei Izmir 22 Osterreich Innsbruck/Seefeld
2007 24 Thailand Bangkok 23 Italien Turin
2009 25 Serbien Belgrad 24 China Volksrepublik Harbin
2011 26 China Volksrepublik Shenzhen 25 Turkei Erzurum
2013 27 Russland Kasan 26 Italien Trentino
2015 28 Korea Sud Gwangju 27 Spanien Granada, Slowakei Osrblie/Štrbské Pleso
2017 29 Taipei Taipeh 28 Kasachstan Almaty
2019 30 Italien Neapel 29 Russland Krasnojarsk
2021 30 Schweiz Luzern

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschen Teilnehmer werden vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband nominiert.

An der Winter-Universiade 2009 im Februar 2009 in Harbin nahmen 22 Aktive, unter ihnen 14 Bundeskaderathleten teil. Die deutschen Studierenden gingen in den Sportarten Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Eistanz, Nordische Kombination, Biathlon, Skisprung, Skicross und Snowboard an den Start. Begleitet wurde die adh-Delegation von einem 17-köpfigen Betreuerteam, das medizinisches Personal, Trainer, Servicekräfte, und Kampfrichter sowie die Delegationsleiter Nico Sperle (adh-Vorstandsvorsitzender) und Roland Joachim (adh-Vorstand Finanzen) umfasste. Darüber hinaus waren sechs deutsche Teammitglieder als Vertreter des Weltverbands FISU in Harbin im Einsatz. Mit einer Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen kam das deutsche Team auf den 14. Platz der Nationenwertung. Den einzigen Sieg holte Steffen Tepel (Universität Konstanz) in der Nordischen Kombination. Silber ging unter anderem an Andreas Tischendorf (Fachhochschule Ansbach) im Skicross und Bronze an Franziska Hildebrand (Fachhochschule Ansbach) im Biathlon.

Die 25. Sommer-Universiade fand vom 1. bis 12. Juli 2009 in Belgrad statt. An ihr nahmen 114 deutsche Sportler teil, die durch den Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) nominiert wurden. Sie waren in elf von insgesamt 15 Sportarten vertreten. Dazu zählten: Basketball (Männer), Fechten, Fußball (Frauen), Judo, Leichtathletik, Schwimmen, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Volleyball (Männer) und Wasserspringen. 78 % der Athleten erreichen die Plätze eins bis zwölf. Mit drei Gold-, drei Silber- und elf Bronzemedaillen erzielten die Aktiven Platz elf im internationalen Ranking. Zur Universiade waren 8166 Teilnehmer aus 145 Nationen gereist.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das „Universiade-Team Austria“ wird vom im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ansässigen „Unisport Austria“ nominiert und zu den Universiaden gesandt.

Erfolge Österreichs bei Universiaden:

Winter-Universiade 2005 Innsbruck / Seefeld:Bei Österreichs „Heim-Universiade“ wurden von österreichischen Studentenspitzenathleten insgesamt 21 Medaillen (10 Gold-, 9 Silber- und 2 Bronzemedaillen) errungen, damit führten sie die Medaillenwertung an. Erfolgreichste Athleten waren mit jeweils drei Medaillen der Ski-Alpin-Rennläufer Dominik Schweiger (2 × Gold und 1 × Silber) und der Skispringer Manuel Fettner (2 × Gold und 1 × Bronze).

Sommer-Universiade 2005 Izmir:In Izmir konnte eine Goldmedaille im Degenfechten von Christoph Marik errungen werden. Markus Rogan erreichte in der Disziplin Freestyle über 200 Meter nur eine Bronzemedaille. In der Medaillenwertung schaffte es Österreich hier nur auf den 35. Platz.

Winter-Universiade 2007 Turin:Vier Goldmedaillen wurden von österreichischen studentischen Spitzensportler errungen, wobei zwei Goldmedaillen von Anna Rokita im Eisschnelllauf über 3000 und 5000 Meter mit hervorragenden sportlichen Leistungen gewonnen wurden. Sie stellte über die 5000 Meter einen neuen österreichischen Rekord mit einer Zeit von 7:14,72 min auf. Eine weitere Goldmedaille errang das österreichische Team Skispringen mit Florian Liegl, Bastian Kaltenböck und Manuel Fettner. Die vierte Goldmedaille schließlich gewann Daniela Iraschko bei Skispringen der Damen. In der Gesamtmedaillenwertung liegt Österreich auf dem 7. Platz.

Sommer-Universiade 2007 Bangkok:3 × Gold, 2 × Silber, 3 × Bronze - für Österreich ein (für Sommersportarten) Spitzenresultat. Markus Rogan erschwamm eine Goldmedaille im 200-m-Rücken- und eine Silberne im 100-m-Rückenwettbewerb. Gold gewann auch Fabienne Nadarajah im 50-m-Schmetterling, sowie der Leichtathlet Gerhard Mayer im Herren Diskuswurf. Die Schützin Regina Time holte eine Silbermedaille. Jördis Steinegger schwamm sich auf den 3. Platz 400 m Freestyle, Mirna Jukic holte im 200-m-Brustbewerb auch eine Bronzemedaille. Die Judokerin Hilde Drexler schaffte es ebenfalls eine Bronzene für Österreich zu holen. Von den österreichischen Schwimmern wurden bei dieser Universiade insgesamt 10 neue österreichische Schwimmrekorde aufgestellt! In der Gesamtmedaillenwertung schaffte es Österreich auf den guten 18. Platz.

Winter-Universiade 2009 Harbin:Mit vier Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen nahm das österreichische Team den sechsten Platz in der Nationenwertung ein.

Sommer-Universiade 2009 Belgrad:Clemens Zeller konnte eine Silbermedaille (Leichtathletik, 400-m-Lauf) erringen.

Winter-Universiade 2011 Erzurum:Bernhard Graf konnte im Ski Alpin-Bewerb 2 Gold- (Super Kombination, Riesentorlauf) und eine Bronzemedaillen (Parallel-Riesentorlauf) erringen und erreichte in der FIS-Kombinationswertung Platz 7 (nachdem er nicht beim Slalom angetreten war). Sebastian Kislinger holte eine Silbermedaille beim Snowboard-Parallel-Riesentorlauf. Mit diesen 4 Medaillen kam Österreich auf Platz 13 der Gesamtmedaillenwertung.

Sommer-Universiade 2011 Shenzhen:Die Schützin Lisa Ungerank errang Silber im Bewerb 10 m Luftgewehr. Jördis Steinegger holte Bronze im Schwimmen über 400 m Lagen.

Sommer-Universiade 2013 Kazan:Das Ruderduo Bernhard Sieber und Paul Sieber holten im LM 2 × Gold. Kathrin Unterwurzacher holte Bronze im Judo der Damen bis 63 kg. Bronze sicherten sich auch die Leichtathleten Elisabeth Eberl im Speerwurf und Andreas Vojta über 800 Meter.

Winter-Universiade 2013 Trentino:3 × Gold, 2 × Silber und 1 × Bronze für Österreich. Goldmedaillengewinner: Hanno Douschan im Snowboard Cross, Julia Dujmovits im Snowboard PGS, Sebastian Kislinger im Snowboard PGS. Silber holten: Sabine Schöffmann im Snowboard PGS und Michelle Morik im Riesenslalom. Bronze schaffte das Skisprung Team auf der Normalschanze: Daniel Huber, Clemens Aigner und David Unterberger.

Medaillenspiegel 1959–2013

Gold Silber Bronze Total
Winter-Universiaden 38 44 45 127
Sommer-Universiaden 11 10 22 43
Gesamt 49 54 67 170

Liechtenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Liechtensteinische Hochschulsportverband (LHSV) ist seit 2011 Mitglied in der FISU und organisiert seither die Beschickung der liechtensteinischen Athletinnen und Athleten.[4]

Ewiger Medaillenspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ewige Medaillenspiegel ist eine Auflistung von allen Medaillen, geordnet nach Teilnehmerländern, die in der Geschichte der Universiade vergeben worden sind. Die Athleten (oder Mannschaften), die sich an erster, zweiter oder dritter Stelle klassieren, erhalten Medaillen als Auszeichnung. Der Gewinner erhält eine Medaille, die als „Goldmedaille“ bezeichnet wird. Der Zweite erhält eine Medaille aus Silber, der Dritte eine Medaille aus Bronze.

Sommer-Universiade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünf besten Nationen
Ewiger Medaillenspiegel der Sommer-Universiade (Stand: 17. Februar 2018)
Platz Kürzel Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
1 RUS Russland Russland 823 673 637 2133
2 USA Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 490 425 387 1302
3 CHN China Volksrepublik Volksrepublik China 425 295 244 962
4 JPN Japan Japan 324 316 407 1047
5 KOR Korea Sud Südkorea 207 195 208 610

Derzeitige Nationen angetreten als:

(Stand: 17. Februar 2018)
Kürzel Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
RUS URS Sowjetunion Sowjetunion (1959–1991) 409 329 253 991
RUS Russland Russische Föderation (seit 1996) 414 344 384 1142

Winter-Universiade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünf besten Nationen
Ewiger Medaillenspiegel der Sommer-Universiade (Stand: 17. Februar 2018)
Platz Kürzel Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
1 RUS Russland Russland 261 234 209 704
2 KOR Korea Sud Südkorea 104 74 65 243
3 JPN Japan Japan 83 94 90 267
4 CZE Tschechien Tschechien 76 82 55 213
5 CHN China Volksrepublik Volksrepublik China 72 61 74 205

Derzeitige Nationen angetreten als:

(Stand: 17. Februar 2018)
Kürzel Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
CZE TCH Tschechoslowakei Tschechoslowakei (1959–1991) 53 59 23 135
CZE Tschechien Tschechien (seit 1993) 23 23 32 78
(Stand: 17. Februar 2018)
Kürzel Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
RUS URS Sowjetunion Sowjetunion (1959–1991) 95 85 62 242
RUS Russland Russische Föderation (seit 1996) 166 149 147 462

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Universiade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

2001

2011

2013

2015

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FISU: Summer Universiade. Summer Universiade Sports Programme. fisu.net, abgerufen am 11. Juli 2013 (englisch).
  2. Daniel Etchells: Brasilia pull out of hosting 2019 Summer Universiade, auf: insidethegames.biz, vom 5. Januar 2015, abgerufen 24. August 2016
  3. Official attribution of the Universiade 2019 to the city of Naples, auf: fisu.net, vom 29. Mai 2016, abgerufen 24. August 2016
  4. Rekord-Delegation für die Universiade in Taipei, Sport, auf: vaterland.li, vom 14. Juli 2017, abgerufen 22. August 2017
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