Votivblech

Silbernes Votivblech aus dem Mithräum beim Kastell Stockstadt, ausgestellt im Saalburgmuseum.
Mercur-Votivblech aus dem Schatzfund von Weißenburg.

Das Votivblech (von lateinisch vovere = geloben, votum = Gelübde) ist in der griechisch-römischen Antike eine Votivgabe oder Weihgabe aus getriebenem Blech für einen Gott oder mehrere Götter. Die erhalten gebliebenen Votivbleche sind aus Gold, Silber oder Bronze und bis zu 30 cm hoch. Gute Beispiele finden sich im Römermuseum Weißenburg aus dem Weißenburger Schatzfund, es wurden 11 Votivbleche gefunden. Aus Österreich liegt ein ähnlicher geschlossener Fund aus Mauer bei Amstetten vor. Unklar und strittig ist die Verwendung der Bleche: entweder wurden sie unmittelbar an Wände genagelt oder sie wurden auf bemalten Holzbrettern befestigt und als Schmuck an Tempelwände gehängt und gehörten so zu deren Inventar oder sie dienten als Beschlag für geweihte Kisten und Schreine oder als Schutz und Abdeckung für geweihte Götterstatuetten, die auf oder in der Erde abgelegt wurden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Jörg Kellner, Gisela Zahlhaas: Der römische Schatzfund von Weißenburg. 3. erweiterte Auflage, Schnell und Steiner, Regensburg 1997 ISBN 3-7954-1104-1 (Ausstellungsführer Prähistorische Staatssammlung München 2).
  • Rudolf Noll: Das Inventar des Dolichenusheiligtums von Mauer an der Url (Noricum). Verlag der Österr. Akad. d. Wiss., Wien 1980 (Der römische Limes in Österreich 30).
  • Gisela Zahlhaas: Der römische Schatzfund von Weißenburg. in: Antike Welt 3/1985, S. 38ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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