Weltcupfinale 2018 (Spring- und Dressurreiten)

Weltcupfinale 2018
Turnierserien: FEI-Weltcup Dressurreiten 2017/2018, FEI-Weltcup Springreiten 2017/2018
Austragungsort: Paris, Frankreich Frankreich
Teilnehmende Reiter: 18 Dressurreiter; 39 Springreiter (ohne Rahmenprüfungen)
Austragungsort: AccorHotels Arena
Internet: feiworldcupfinals-paris.com

Das Weltcupfinale 2018 im Spring- und Dressurreiten war das Finale der Weltcupserien in zwei Pferdesportdisziplinen. Es wurde vom 10. bis zum 15. April 2018 in der AccorHotels Arena in Paris-Bercy durchgeführt.

Pferdesport in Paris[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die Dressurreiter über kein regelmäßiges internationales Turnier in Paris verfügen, zählt Paris zu den Millionenstädten mit der größten Dichte an wichtigen Springreitturnieren: Der erstmals in den 1860er Jahren ausgerichtete Concours central hippique de Paris zählte zu den ersten großen Springreitveranstaltungen weltweit. Das Turnier wurde letztmals 1958 im Grand Palais durchgeführt,[1] wo seit 2010 der CSI 5* Saut Hermès seine Austragungsstätte hat.

In Villepinte wird jeweils im November/Dezember der Salon du Cheval de Paris mit einem Weltcupturnier der Voltigierer und einer Etappe des Longines Masters Grand Slam im Springreiten durchgeführt. Die Global Champions Tour/League führt eine ihrer Stationen auf dem Champ de Mars durch und auch Versailles war bereits Austragungsort eines CSI 5*-Springreitturniers.[2]

Die AccorHotels Arena, damals noch unter dem Namen Palais Omnisports, war selbst bis 2005 Veranstaltungsort einer Etappe des Springreiterweltcups – des Jumping International Paris-Bercy. Letzte Sieger des hiesigen Weltcupspringens waren Rodrigo Pessoa und Baloubet du Rouet.[3][4]

Beide Disziplinen richteten zuvor bereits einmal ein Weltcupfinale in Paris aus: Im Springreiten 1987 und im Dressurreiten im Jahr 1991.

Dressurreiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qualifizierte Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Dressurreitern gab es zwei Absagen kurz vor dem Finale: Die Australierin Mary Hanna hatte die weite Anreise nach Europa bereits im Februar hinter sich gebracht, verzichtete jedoch aus gesundheitlichen Gründen ihres Pferdes. Die FEI fragte daraufhin bei Cathrine Dufour (als weltranglistenhöchste nicht qualifizierte Reiterin) für eine Finalteilnahme an, diese sah aufgrund der zu kurzen Vorbereitungszeit von nur vier Tagen für ihr Pferd davon ab. Den Wildcard-Platz übernahm gemäß Weltranglistenreihung Hayley Watson-Greaves, nachdem zuvor auch der noch in den Vereinigten Staaten befindliche Steffen Peters angefragt worden war.[5]Einen Tag später verzichtete auch Tinne Vilhelmson Silfvén, die Teil der Wintersaison in Florida verbracht hatte, auf ihren Finalstartplatz. Auch ihr Pferd war nicht fit für den Wettkampf. Die somit zur Verfügung stehende weitere Wildcard erhielt Morgan Barbançon Mestre.[6]

Weltcupliga Anzahl der Reiter, die sich aus dieser Liga für das Weltcupfinale qualifizieren qualifizierte Teilnehmer[7]
Zentraleuropaliga 2 Russland Inessa Merkulowa
Weissrussland Hanna Karasiowa
Nordamerikanische Liga 2 Vereinigte Staaten Laura Graves
Vereinigte Staaten Shelly Francis
Pazifische Liga 1 Australien Mary Hanna (Absage, damit weitere Wildcard)
Westeuropaliga 9 Schweden Patrik Kittel
Deutschland Dorothee Schneider
Deutschland Jessica von Bredow-Werndl
Niederlande Madeleine Witte-Vrees
Niederlande Edward Gal
Danemark Daniel Bachmann-Andersen
Schweden Tinne Vilhelmson Silfvén (Absage, damit weitere Wildcard)
Osterreich Belinda Weinbauer
Vereinigtes Konigreich Emile Faurie
Teilnehmer aus Gebieten ohne Weltcupliga 1 Dominikanische Republik Yvonne Losos de Muñiz
Weltcupsieger 2016/2017 1 Deutschland Isabell Werth
Wildcards der FEI 2 Philippinen Ellesse Tzinberg
Frankreich Ludovic Henry
Vereinigte Staaten Hayley Watson-Greaves
Spanien Morgan Barbançon Mestre

Ablauf und Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Prix[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Dressurreiter stand am Nachmittag des Freitags (13. April) die erste Prüfung des Finalturniers auf dem Programm. Der Grand Prix diente als Einlaufprüfung: Die Teilnahme war (wie bei den Qualifikationen) verpflichtend, das Ergebnis hat jedoch für den Ausgang des Finals keine direkte Bedeutung.

Die sechste Starterpaar des Grand Prix schien mit der Aufgabe vor der Atmosphäre der gut 15.000 Zuschauer fassenden Halle nicht gewachsen: Die für die Philippinen reitende Ellesse Tzinberg und ihr erfahrener Wallach Triviant hatten bei Freiluftturnieren in den Vereinigten Staaten mehrfach Grand Prix-Ergebnisse von etwa 65 Prozent erzieht.[8] In Paris kamen sie nur auf 58,292 Prozent. Im versammelten Schritt, in der Passage und den Einerwechseln erhielt sie von einzelnen Richtern nur eine Eins als Wertungsnote („sehr schlecht“). Da ein Ergebnis von 60 Prozent das Mindestqualifikationskritierung für die Grand Prix Kür waren, verpasste sie den Einzug in die Finalprüfung.

Deutlich besser verkrafteten den Wechsel von der Sonne Floridas zur Halle von Paris Laura Graves und ihr inzwischen 16-jähriger Verdades. Mit über 81 Prozent setzte sie sich als viertletzte Starterin klar in Führung. Die Weltcupfinalsieger des Vorjahres, Isabell Werth und Weihegold OLD, zeigten sich bis zur 17. Lektion erwartungsgemäß stark mit mehreren mit Neun bewerteten Lektionen. Doch dann leisten sie sich Fehler im starken Galopp, in den Zick-Zack-Traversalen und in den Einerwechseln. Auch wenn sie sich anschließend wieder auf 9er-Noten-Niveau einpendelten, kam Werth im Gesamtergebnis auf drei Prozent weniger als Graves, die damit zum zweiten Mal nach dem CHIO Aachen 2017 gegen Isabell Werth siegreich war.[9][10]

Ergebnis:

Reiter Pferd Bewertung
1 Vereinigte Staaten Laura Graves Verdades 81,413 %
2 Deutschland Isabell Werth Weihegold OLD 78,261 %
3 Deutschland Jessica von Bredow-Werndl Unee BB 75,668 %
4 Deutschland Dorothee Schneider Sammy Davis Jr. 75,311 %
5 Schweden Patrik Kittel Deja 74,689 %

(beste 5 von 18 Teilnehmern)

Grand Prix Kür (Finale)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ohne einen Pausentag stand weniger als 24 Stunden später bereits das Finale an: Am 14. April ab 14:00 Uhr wurde die Grand Prix Kür durchgeführt. Anhand des Ergebnisses dieser Prüfung wurde der Weltcupsieger ermittelt.[11] Die Weltcupkür war mit 275.000 Euro dotiert.

Erste Starterin in der Kür war die US-Amerikanerin Shelly Francis mit dem Rappwallach Danilo. Nachdem sie im Grand Prix mit 68,326 Prozent nur auf Rang 17 gekommen war, überzeugte sie die Richter insbesondere in der B-Note. Mehrere Richter gaben ihr dort über 80 Prozent, 74,189 Prozent als Gesamtnote reichten am Ende für den zwölften Platz. Die beste Bewertung der ersten Hälfte des Starterfelds erhielten Daniel Bachmann-Andersen und der KWPN-Hengst Zack. Ihnen gelang als ersten der Sprung über 80 Prozent als Gesamtergebnis. Als letztes Paar der ersten Hälfte verpassten Inessa Merkulowa und ihr Trakehner Mister X die 80 Prozent, bewiesen jedoch erneut ihre Stellung als stärkstes osteuropäisches Paar im Dressursport.

Den Auftakt zur zweiten Hälfte machten Edward Gal und Zonik, ein Sohn des kurz zuvor gestarteten Zack (79,654 Prozent). Bestes niederländisches Paar waren jedoch nachfolgend angetretenen Madeleine Witte-Vrees und Cennin. Mit Belinda Weinbauer war auch eine Reiterin aus Österreich am Start. Doch Weinbauer kam mit dem 16-jährigen Söhnlein Brilliant MJ aufgrund von Fehlern in den Einer- und Zweierwechseln[12] nicht an ihre Bestleistungen dieser Weltcupsaison heran, 74,050 Prozent reichten am Ende für Rang 13.

Hochkonzentriert zeigte sich Deja, die 14-jährige Stute von Patrik Kittel. Seine Kür mit Stevie Wonders Isn't she lovely als zentralem Musikstück wurde vom Publikum frenetisch gefeiert, auch die Richter vergaben sehr hohe B-Noten (zwei Richter sogar im 90-Prozent- Bereich). Mit 83,146 Prozent war dies die neue Führung. Mit weniger mitreißender, dafür sehr tragender Musik und einer technisch sehr anspruchsvollen Lektionsfolge gingen die Sieger des Vortages ins Viereck. Laura Graves und Verdades erhielten A-Noten um 83 Prozent und B-Noten weit über 90 Prozent. Mit der Gesamtnote von 89,082 Prozent bestand eine realistische Chance auf den Weltcupfinalsieg.

Unglücklich war der Kürauftakt für die nach Graves startende Dorothee Schneider. Ihre Kürmusik erklang nicht auf ihr Handzeichen. Erst nach längerem Warten konnte sie ihre Kür dann doch mit Musik starten. Doch Schneider ließ sich hiervon nicht verunsichern und kam mit ihrem 12-jährigen Sammy Davis Jr. auf 81,843 Prozent. Schneiders Ritt hatte ein deutsches Trio zum Abschluss der Prüfung eröffnet, es folgte Isabell Werth. Anders als am Vortag leistete sie sich mit Weihegold OLD keine Fehler und konnte an die Bestergebnisse der Stute anknüpfen. Mit 90,657 Prozent gelang es ihr, Laura Graves noch die Führung abzunehmen. Dies sollte auch das beste Ergebnis bis zum Prüfungsende bleiben, Werth verteidigte ihren Weltcupfinalsieg.

Jessica von Bredow-Werndl hatte das Los den letzten Startplatz der Kür zugewiesen. Nachdem sie beim ihrem letzten Weltcupstart in Göteborg mit Unee BB noch aufgab, zeigte sich der Hengst in Paris wieder in Topform. 83,725 Prozent reichten – wie bereits beim Finale 2016 – für den dritten Rang.[13][14]

Ergebnis:

Reiter Pferd Bewertung
1 Deutschland Isabell Werth Weihegold OLD 90,657 %
2 Vereinigte Staaten Laura Graves Verdades 89,082 %
3 Deutschland Jessica von Bredow-Werndl Unee BB 83,725 %
4 Schweden Patrik Kittel Deja 83,146 %
5 Deutschland Dorothee Schneider Sammy Davis Jr. 81,843 %
6 Niederlande Madeleine Witte-Vrees Cennin 81,336 %
7 Danemark Daniel Bachmann-Andersen Zack 80,532 %
8 Niederlande Edward Gal Zonik 79,654 %
9 Russland Inessa Merkulowa Mister X 79,139 %
10 Spanien Morgan Barbançon Mestre Sir Donnerhall II OLD 76,207 %
11 Vereinigtes Konigreich Hayley Watson-Greaves Rubins Nite 75,346 %
12 Vereinigte Staaten Shelly Francis Danilo 74,189 %
13 Osterreich Belinda Weinbauer Söhnlein Brilliant MJ 74,050 %
14 Frankreich Ludovic Henry After You 72,786 %
15 Dominikanische Republik Yvonne Losos de Muñiz Foco Loco W 72,679 %
16 Niederlande Patrick van der Meer Zippo 72,289 %
17 Weissrussland Hanna Karasiowa Zodiak 70,621 %

Springreiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qualifizierte Teilnehmer (Weltcup)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedingt durch den Finalstandort in Mitteleuropa traten die aus der Westeuropaliga qualifizierten Reiter fast komplett in Paris an. Absagen kamen nur von den Reitern aus dem Stall von Jan Tops, Edwina Tops-Alexander und Alberto Zorzi, sowie von Christian Ahlmann. Ahlmann verzichtete, da sein für den Start im Weltcupfinale vorgesehenes Pferd Epleaser van´t Heike sich verletzt hatte. Damit verringerte sich das Aufgebot des ohnehin in einer Schwächephase befindlichen deutschen Springreitsports auf zwei Reiter: Marcus Ehning und Daniel Deußer.[15]

Die Schweiz ist ebenso mit zwei Reitern in Paris vertreten: Steve Guerdat hatte sich ohnehin über die Westeuropaliga qualifiziert. Paul Estermann war dort nur 23. geworden, profitierte jedoch davon, dass kurzfristig Max Kühner (der selbst Nachrücker war) seinen Start absagte.[16] Der in den Vereinigten Staaten lebende Beat Mändli war über die Nordamerikanische Liga für das Finale qualifiziert, scheute jedoch die lange Anreise und legt den Fokus mehr auch die Weltreiterspiele im Spätsommer.[17] Trotz eben dieser weiten Anreise stellten die Vereinigten Staaten das größte Aufgebot beim Weltcupfinale, man nutzte alle seine zehn Startplätze.

Die wohl weiteste Anreise hatten die zwei über die Australische Liga qualifizierten Teilnehmer, die beide die Reise nach Europa antraten.

Weltcupliga Anzahl der Reiter, die sich aus dieser Liga für das Weltcupfinale qualifizieren qualifizierte Teilnehmer[18][19]
Arabische Liga 3 Jordanien Ibrahim Hani Bisharat
Agypten Mohammad Osama El Borai (Absage)
Saudi-Arabien Abdulrahman Alrajhi (Nachrücker)
Kaukasus-Kaspische Liga 1 Georgien Shalva Gachechiladze (Absage)
Zentralasiatische Liga 1 Usbekistan Nurjon Tuyakbaev (Absage)
Chinesische Liga 1 China Volksrepublik Ruiji Liang (Absage)
Zentraleuropaliga 3 Estland Urmas Raag
Tschechien Ales Opatrny (Absage)
Lettland Kristaps Neretnieks
Estland Rein Pill (Nachrücker)[20]
Japanliga 1 Japan Keisuke Koike (Absage)
Nordamerikanische Liga 7 US-Amerikaner aus der Ostküsten-Subliga Vereinigte Staaten Alison Robitaille
Vereinigte Staaten Devin Ryan
Vereinigte Staaten Beezie Madden
Vereinigte Staaten Kristen Vanderveen
Vereinigte Staaten Sarah Scheiring
Vereinigte Staaten Andrew Kocher
Vereinigte Staaten Jack Towell (Absage)
Vereinigte Staaten Charlie Jacobs (Nachrücker)
3 US-Amerikaner aus der Westküsten-Subliga Vereinigte Staaten Richard Spooner
Vereinigte Staaten Mandy Porter (Absage)
Vereinigte Staaten Jamie Barge
Vereinigte Staaten Jenni McAllister (Nachrücker)
2 Kanadier (beide Subligen) Kanada Isabelle Lapierre (Absage)
Kanada Ali Ramsay (Absage)
2 Mexikaner (beide Subligen) Mexiko Luis Alejandro Plascencia Oñate (Absage)
Mexiko Gustavo Ramos
Zusatzreiter (beide Subligen) Schweiz Beat Mändli (Absage)
Irland Conor Swail (Absage)
Australische Liga 2 Australien Billy Raymont
Australien Jamie Kermond
Neuseeländische Liga 1 Neuseeland Rose Alfeld (Absage)
Südafrikaliga 1 Sudafrika Lisa Williams (Absage)
Mittelamerikanische und Karibische Liga 1 Liga nicht ausgetragen
nördliche Südamerikanische Liga 1 Kolumbien Santiago Medina (Absage)
südliche Südamerikanische Liga 2 Brasilien Felipe Amaral
Brasilien Artemus de Almeida (Absage)
Südostasiatische Liga 1 Thailand Jaruporn Limpichati (Absage)
Westeuropaliga 18 Schweden Henrik von Eckermann
Frankreich Kevin Staut
Deutschland Marcus Ehning
Australien Edwina Tops-Alexander ° (Absage)
Irland Denis Lynch
Deutschland Christian Ahlmann (Absage)
Vereinigtes Konigreich Michael Whitaker
Frankreich Roger-Yves Bost
Belgien Pieter Devos
Deutschland Daniel Deußer
Kolumbien Carlos Enrique Lopez Lizarazo °
Niederlande Harrie Smolders
Italien Alberto Zorzi (Absage)
Schweiz Steve Guerdat
Spanien Eduardo Álvarez Aznar
Vereinigtes Konigreich Robert Whitaker
Schweden Douglas Lindelöw
Irland Mark McAuley
Belgien Olivier Philippaerts
Frankreich Simon Delestre
Frankreich Julien Epaillard (Nachrücker)
Osterreich Max Kühner (Nachrücker, Absage)
Schweiz Paul Estermann (Nachrücker)
Sonderstartplatz für Teilnehmer des Gastgeberlandes 1 nicht zutreffend, da französische Reiter für das Weltcupfinale qualifiziert sind
Weltcupsieger 2016/2017 1 Vereinigte Staaten McLain Ward

° Zusatzreiter: Soweit ein Reiter seinen Wohnsitz in einem anderen Staat als seinem Heimatland hat, kann er in der Liga dieses Landes teilnehmen und wird zunächst auch für diese Liga gewertet. Soweit er sich anhand des Reglements dieser Liga für das Weltcupfinale qualifiziert, zählt er als zusätzlicher Teilnehmer nicht für die (begrenzte) Startplatzanzahl dieser Liga.

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 10. April war ein Tag noch ohne Prüfungen, an den neben der erste Untersuchung der am Weltcup teilnehmenden Pferde ein Trainingsparcours aufgebaut war. Pro Pferd durfte dieser 90 Sekunden lang genutzt werden, um Pferde mit der Halle vertraut zu machen. Einen Tag später konnten die Weltcupreiter mit bis zu zwei Pferden an einer Einlaufprüfung teilnehmen, die nicht für die Weltcupwertung zählte.

1. Teilprüfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Abend des 12. April (Donnerstag) stand die erste Teilprüfung des Weltcupfinals des Springreiter auf dem Programm. Aufgabe für die Teilnehmer war eine Zeitspringprüfung. Das Ergebnis wurde anschließend, wie im Artikel FEI-Weltcup Springreiten erläutert, in Punkte umgerechnet.

Der Parcours war für ein Zeitspringen anspruchsvoll aufgebaut, so dass es bis zum achten Reiter dauerte, bis erstmals eine fehlerfreie Runde verzeichnet werden konnte. Nur acht der 37 Starter blieben ohne Hindernisfehler. Die schnellste Ritt zeigte eines der stärksten Paare der Weltcupsaison: Henrik von Eckermann kam mit Mary Lou in 60,33 Sekunden in das Ziel. Dabei leisteten sie sich zwar einen Hindernisfehler, trotz der hierdurch hinzukommenden vier Sekunden reichte es für Platz fünf in der ersten Teilprüfung. Vor ihm platzierten sich zwei US-Amerikaner sowie die zwei deutschen Reiter. Beezie Madden kassierte mit ihrem Tagessieg den größten Anteil des Prüfungspreisgeldes von 100.000 Euro.

Ergebnis:[21][22]

Reiter Pferd Zeit Punkte (Gesamtwertung)
1 Vereinigte Staaten Beezie Madden Breitling 61,89 s + 0 Strafsekunden = 61,89 38
2 Deutschland Daniel Deußer Cornet d'Amour 62,61 s + 0 Strafsekunden = 62,61 36
3 Vereinigte Staaten Devin Ryan Eddie Blue 62,84 s + 0 Strafsekunden = 62,84 35
4 Deutschland Marcus Ehning Cornado NRW 62,90 s + 0 Strafsekunden = 62,90 34
5 Schweden Henrik von Eckermann Mary Lou 60,33 s + 4 Strafsekunden = 64,33 33
6 Belgien Pieter Devos Espoir 64,67 s + 0 Strafsekunden = 64,67 32
7 Spanien Eduardo Álvarez Aznar Rokfeller de Pleville 65,02 s + 0 Strafsekunden = 65,02 31
8 Kolumbien Carlos Enrique Lopez Lizarazo Admara 65,30 s + 0 Strafsekunden = 65,30 30
9 Schweden Douglas Lindelöw Zacramento 65,40 s + 0 Strafsekunden = 65,40 29
10 Vereinigte Staaten McLain Ward Azur 61,67 s + 4 Strafsekunden = 65,67 28

(beste 10 von 37 Teilnehmern)

2. Teilprüfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

24 Stunden nach Beginn der ersten Teilprüfung folgte der zweite Teil des Weltcupfinals der Springreiter. Ausgerichtet wurde die zweite Teilprüfung als Springprüfung mit einmaligem Stechen. Parcoursbauer Santiago Varela hatte einen Springkurs mit Hindernissen von bis zu 1,60 Meter Höhe aufgebaut, dessen erlaubte Zeit von 75 Sekunden sich als äußerst knapp erweisen sollte.

Es gingen noch 36 Reiter an den Start. Gustavo Ramos trat nicht mehr an, nachdem er in der ersten Teilprüfung 40 Strafpunkten auf seine Zeit von 88,84 hinzubekommen hatte. Denis Lynch wurde disqualifiziert, nachdem (wohl durch einen Sporenstich) eine leicht blutende Stelle an seinem Wallach festgestellt wurde. Nicht disqualifiziert, aber unter Beobachtung stand nach seinem Ritt Carlos Enrique Lopez Lizarazo. In aussichtsreicher Lage in der Rangierung befindlich, zog sein Wallach Admara beim Überwinden der Hindernisse die Hinterbeine unnatürlich vorsichtig extrem hoch. Lopez Lizarazo blieb ohne Hindernisfehler, lag mit nur einem Zeitstrafpunkt in der Zwischenwertung anschließend auf dem siebenten Rang. Vor dem Hintergrund des Verbots bestimmter Hinterbeingamaschen ab 2021, die extrem festgezogen werden können, kamen im Rahmen der Pressekonferenz Fragen hierzu auf. Erklärt wurde des Verhalten des Pferdes damit, dass es beim Abreiten mit den Hinterbeinen einmal hart angeschlagen sei. Der Direktor der FEI für den Springreitsport, John Roche, ermahnte den Reiter und lies sich zusagen, dass Lopez Lizarazo die Gemaschen nicht mehr verwenden würde.[23][24][25]

Henrik von Eckermann konnte sich mit einer Runde ohne Fehler nach deutlich vorne in der Weltcuprangierung arbeiten, da die beiden vor ihm platzierten deutschen Reiter patzten. Marcus Ehning unterliefen drei Hindernisfehler, hiervon zwei in der dreifachen Kombination. Daniel Deußer bekam sogar 14 Strafpunkte: Er bekam keine richtige Distanz zur zweifachen Kombination, Cornet d'Amour riss deutlich die Stange des Einsprungs und bekam keine Absprungdistanz mehr zum zweiten Sprung des Hindernisses.

Ein weites Mal ohne Springfehler und damit auf Platz drei der Zwischenwertung war ein in Europa noch weitestgehend unbekanntes Paar: Der 36-jährige Weltcupfinaldebütant Devin Ryan und sein Schimmel Eddie Blue, mit neun Jahren das jüngste Pferd im Starterfeld.[26] Ihren Spitzenplatz halten konnte Beezie Madden, die mit Breitling auch fehlerfrei blieb.

Im Stechen fanden sich mehrere Reiter wieder, die vor dem Weltcupfinale als aussichtsreich eingeschätzt wurden, jedoch in der ersten Teilprüfung diesen Erwartungen nicht gerecht geworden waren. Kevin Staut hatte in der ersten Teilprüfung 20 Strafsekunden kassiert und daraufhin zusammen mit den Pferdeeigner beschlossen, seinen 17-jährigen Wallach Reveur de Hurtebise zeitnah aus dem Sport zu verabschieden.[27] Mit Silver Deux de Virton hingegen blieb er in der zweiten Teilprüfung ohne Fehler und legte als erster Reiter im Stechen auch gleich einen fehlerfreie Stechritt in 36,87 Sekunden vor. Auch Harrie Smolders hatte nach der ersten Prüfung des Pferd gewechselt und hatte sich mit seinem Fuchshengst Emerald für das Stechen qualifiziert. Hier wurde er seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich deutlich in Führung. Doch die Schlussreiterin war nochmals schneller: Beezie Madden gewann auch die zweite Teilprüfung, die mit 150.000 Euro dotiert war.[28][29]

Ergebnis:

Reiter Pferd 1. Umlauf Stechen Punkte
(Gesamtwertung)
Straf-
punkte
Zeit
(s)
Straf-
punkte
Zeit
(s)
1 Vereinigte Staaten Beezie Madden Breitling 0 - 0 33,22 38
2 Niederlande Harrie Smolders Emerald 0 - 0 33,44 36
3 Schweden Henrik von Eckermann Mary Lou 0 - 0 33,92 35
4 Belgien Olivier Philippaerts Legend of Love 0 - 0 35,19 34
5 Frankreich Kevin Staut Silver Deux de Virton 0 - 0 36,87 33
6 Vereinigte Staaten Jamie Barge Luebbo 0 - 0 37,02 32
7 Vereinigte Staaten McLain Ward Azur 0 - 4 32,74 31
8 Schweden Douglas Lindelöw Zacramento 0 - 4 32,85 30
9 Frankreich Simon Delestre Chesall 0 - 4 35,57 29
10 Vereinigte Staaten Devin Ryan Eddie Blue 1 75,09 28

(beste 10 von 36 Teilnehmern)

3. Teilprüfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Tag Pause für die Pferde des Weltcupfinals stand die dritte und damit letzte Teilprüfung auf dem Programm. Diese wurde am 15. April ab 14:00 Uhr durchgeführt. Ausgeschrieben war die Prüfung als Springprüfung mit zwei unterschiedlichen Umläufen. Sie wurde nicht gegen die Zeit geritten, eine erlaubte Zeit war jedoch vorgesehen.[11] Bei Punktgleichheit im Gesamtreglement wurde jedoch die Zeit des zweiten Umlaufs als Unterscheidungskriterium herangezogen.

29 Starter waren im ersten Umlauf noch am Start. Für die Schweizer Reiter verlief der erste Umlauf gut: Paul Estermann war der erste Reiter, der hier ohne Fehler blieb, auch Steve Guerdat beendete den Umlauf fehlerfrei. Marcus Ehning bekam einen Hindernisfehler hinzu, während Daniel Deußer mit Cornet d'Amour mit einem Null-Fehler-Ritt sein Ergebnis halten konnte.

Simon Delestre war von den vier Franzosen derjenige gewesen, der nach zwei Teilprüfungen am besten rangiert war (auf Platz zwölf). Im ersten Umlauf der dritten Teilprüfung jedoch bekam er mit Chesall gleich 19 Strafpunkt, so dass er sich nicht mehr für den zweiten Umlauf der besten 20 Reiter qualifizieren konnte. Auch Kevin Staut verpasste einen Platz unter den besten 20, nur Roger-Yves Bost gelang diese Qualifikation. Während die drei mit acht Punkten in diese Teilprüfung gestarteten Reiter (Lindelöw, Philippaerts, Ward) jeweils vier Strafpunkte hinzubekamen, blieb die Spitzengruppe (Ryan, von Eckermann, Madden) fehlerfrei.

Der zweite Umlauf war, wie vom Weltcupregelment vorgegeben, etwa gleich lang wie der des ersten Umlauf, doch vom Anspruch her nochmals spürbar höher. Michael Whitakers Pferd Hot Stuff war im ersten Umlauf des Tages noch ohne Hindernisfehler geblieben, im zweiten Umlauf zeigte sich die nachlassende Kraft. Nach mehreren Abwürfen verzichtete Whitaker gegen Ende des Umlaufs auf das Anreiten einer nicht ganz passende Distanz, kassierte vier Strafpunkte für eine „Verweigerung“ und ritt den Sprung erneut an. Mit 17 Strafpunkten aus diesem Umlauf kam er auf Rang 20. Nach hinten durchgereicht wurde auch Harrie Smolders: Nach acht Strafpunkten im ersten Umlauf kam sein Hengst Emerald auch im zweiten Umlauf nicht an die gewohnten Leistungen heran (zwölf weitere Strafpunkte, Platz 17).

Das Finale zufrieden abschließen konnte der Sieger der Zentraleuropaliga: Mit nur zwei Zeitstrafpunkten in diesem letzten Umlauf kam Urmas Raag auf Rang 15. Seine Stute Ibelle van de Grote Haart lies sich von ihrem Reiter mit lockeren, zeitweise hängenden Zügeln über die Hindernisse des Weltcupfinals steuern und wurde noch in Paris in die Vereinigten Staaten verkauft. Steve Guerdat konnte sich mit einer weiteren fehlerfreien Runde von Bianca weiter nach vorne arbeiten, gleiches galt für Marcus Ehning und Daniel Deußer (letzterer mit einem Zeitstrafpunkt). Für Deußer sollte es am Ende sogar zu Rang acht reichen, da von den nachfolgenden Reitern nur noch einer ohne Fehler bleiben sollte.

Aufgrund mehrerer Vier-Fehler-Ritte lagen vor den letzten drei Startern vier Reiter mit 16 Punkten in Führung, so dass sich ein deutlicher Abstand zur Spitzengruppe herausgebildet hatte. Auch Henrik von Eckermann unterlief mit Mary Lou früh im Umlauf ein Fehler. Die sich daraus ergebende Chance ergriff Devin Ryan, mit Eddie Blue blieb er (als einziger Reiter) über alle Runden hinweg ohne Hindernisfehler. Doch aufgrund ihrer Siege in den ersten beiden Prüfungen hatte Beezie Madden einen Vorsprung von sechs Strafpunkten. Eine fallende Stange ließ den Abstand zusammenschmelzen, doch Madden kam mit Breitling ohne weitere Fehler in das Ziel. Damit stand ihr zweiter Weltcupfinalsieg nach 2013 fest.[25]

Den Tagessieg und damit die größten Anteile am Tagespreisgeld von 300.000 Euro sicherten sich Steve Guerdat und Devin Ryan mit ihren Doppel-Nullrunden. Unter den besten 16 der Weltcupfinal-Gesamtwertung wurden nochmals 750.000 Euro ausgeschüttet.

Ergebnis:[30]

Reiter Pferd Strafpunkte
1. Umlauf 2. Umlauf Gesamt
1 Schweiz Steve Guerdat Bianca 0 0 0
Vereinigte Staaten Devin Ryan Eddie Blue 0 0 0
3 Deutschland Daniel Deußer Cornet d'Amour 0 1 1
4 Deutschland Marcus Ehning Cornado NRW 4 0 4
Spanien Eduardo Álvarez Aznar Rokfeller de Pleville 0 4 4
Schweden Henrik von Eckermann Mary Lou 0 4 4
Vereinigte Staaten Beezie Madden Breitling 0 4 4
8 Estland Urmas Raag Ibelle van de Grote Haart 5 2 7
Kolumbien Carlos Enrique Lopez Lizarazo Admara 5 2 7

(beste neun von 29 Teilnehmern)

Endstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Reiter Pferd/
Pferde
1. Prüfung 2. Prüfung Punkte aus Prüfung 1 und 2 Punkte, umgerechnet in Strafpunkte[31] 3. Prüfung Straf-
punkte[32]
Punkte Punkte Straf-
punkte
Straf-
punkte
1 Vereinigte Staaten Beezie Madden Breitling 38 38 76 0 0 4 4
2 Vereinigte Staaten Devin Ryan Eddie Blue 35 28 63 6 0 0 6
3 Schweden Henrik von Eckermann Mary Lou 33 35 68 4 0 4 8
4 Vereinigte Staaten McLain Ward Azur 28 31 59 8 4 4 16 (65,72 s)
5 Belgien Olivier Philippaerts Legend of Love 25 34 59 8 4 4 16 (66,49 s)
6 Spanien Eduardo Álvarez Aznar Rokfeller de Pleville 31 20 51 12 0 4 16 (66,68 s)
7 Kolumbien Carlos Enrique Lopez Lizarazo Admara 30 27 57 9 5 2 16 (73,24 s)
8 Deutschland Daniel Deußer Cornet d'Amour 36 5 41 17 0 1 18
9 Belgien Pieter Devos Espoir 32 22 54 11 0 8 19 (66,22 s)
10 Schweiz Steve Guerdat Bianca 27 10 37 19 0 0 19 (66,25 s)
11 Schweden Douglas Lindelöw Zacramento 29 30 59 8 4 8 20
12 Deutschland Marcus Ehning Cornado NRW 34 8 42 17 4 0 21 (67,68 s)
13 Frankreich Roger-Yves Bost Sangria du Coty 26 25 51 12 0 9 21 (70,77 s)
14 Vereinigte Staaten Alison Robitaille Ace 24 23 47 14 1 9 24
15 Estland Urmas Raag Ibelle van de Grote Haart 16 24 40 18 5 2 25
16 Vereinigte Staaten Jamie Barge Luebbo 14 32 46 15 8 4 27
17 Niederlande Harrie Smolders Zinius
und Emerald
22 36 58 9 8 12 29
18 Schweiz Paul Estermann Lord Pepsi 15 18 33 21 0 9 30 (68,61 s)
19 Vereinigtes Konigreich Robert Whitaker Catwalk IV 18 17 35 20 5 5 30 (70,57 s)
20 Vereinigtes Konigreich Michael Whitaker Hot Stuff 23 19 42 17 1 17 35
21 Frankreich Kevin Staut Reveur de Hurtebise
und Silver Deux de Virton
5 33 38 19 8 (27)
22 Vereinigte Staaten Kristen Vanderveen Faustino de Tili 13 21 34 21 8 (29)
23 Jordanien Ibrahim Hani Bisharat Chactino 7 26 33 21 9 (30)
Irland Mark McAuley Miebello 19 13 32 22 8 (30)
Frankreich Julien Epaillard Usual Suspect d'Auge 17 15 32 22 8 (30)
26 Australien Jamie Kermond Constellation 12 11 23 26 5 (31)
27 Frankreich Simon Delestre Chadino
und Chesall
21 29 50 13 19 (32)
28 Brasilien Felipe Amaral Premiere Carthoes 8 16 24 26 9 (35)
29 Vereinigte Staaten Andrew Kocher Navalo de Poheton 20 3 23 26 12 (38)
30 Vereinigte Staaten Richard Spooner Arthos R
und Chatinus
9 14 23 26 N.GES.
31 Estland Rein Pill A Brok 10 7 17 29
32 Vereinigte Staaten Sarah Scheiring Dontez 4 12 16 30
Australien Billy Raymont Oaks Redwood 6 9 15 30
34 Saudi-Arabien Abdulrahman Alrajhi Chilli Pepper van de Helle 2 6 8 34
Vereinigte Staaten Charlie Jacobs Cassinja S 3 4 7 34
36 Irland Denis Lynch All Star 11 DISQ
37 Mexiko Gustavo Ramos Izzy Miaki 1 N.GES.

AUFG = aufgegeben / verzichtet
AUSG = ausgeschieden
DISQ = disqualifiziert
N.GES. = nicht gestartet

Weitere Prüfungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Weltcupfinalturniers von Paris findet zudem ein CSI 2*-Turnier mit sechs Springprüfungen statt. Dessen Hauptprüfung ist eine Springprüfung mit einmaligem Stechen über 1,45 m Höhe am Sonntagmorgen. Die Weltcupreiter haben außerdem die Möglichkeit, in einem mit 100.000 Euro dotierten Springen am Samstagabend anzutreten.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max E. Ammann: Geschichte des Pferdesports: Springen, Military, Dressur, Fahren. Sonderausgabe, Prisma-Verlag, Gütersloh 1983, ISBN 3-570-09074-4, S. 22–23, 141.
  2. Turnierkalender der FEI
  3. FEI World Cup Jumping Update: Paris Bercy, inside.fei.org, 13. März 2005, abgerufen am 31. März 2018
  4. Ergebnisse Jumping International Paris-Bercy 2005
  5. Watson-Greaves Gets Hanna's Vacant Spot at 2018 World Cup Final, eurodressage.com, 6. April 2018
  6. 2018 World Cup Finals, Barbançon Substitutes, eurodressage.com, 7. April 2018
  7. FEI World Cup Dressage Final - PARIS (FRA) – Season 2017/2018, Definite Entries List, Stand 5. April 2018
  8. FEI Athlete Performance: Ellesse Tzinberg
  9. Ergebnis Grand Prix de Dressage
  10. Weltcupfinale Dressur: Graves gewinnt Quali, Deutsche auf Plätzen zwei bis vier, Jan Tönjes / St. Georg, 13. April 2018
  11. abc Zeitplan und Ergebnisse Weltcupfinale Paris 2018
  12. Platz 13 für Belinda Weinbauer und Söhnlein Brilliant MJ, eqwo.net, 14. April 2018
  13. Ergebnis Grand Prix Kür
  14. Weltcup-Finale: Dressurkönigin Isabell Werth, Sabine Gregg / Reiter Revue International, 14. April 2018
  15. Mini-Aufgebot in Paris mit einem deutschen Top-Favoriten, Handelsblatt / dpa, 11. April 2018
  16. Last minute change for the FEI World Cup finals in Paris, equnews.com, 9. April 2018 (englisch)
  17. Mändli verzichtet auf Weltcup-Final, Aargauer Zeitung, 3. April 2018, abgerufen am 12. April 2018
  18. Rangierungen der Weltcupligen Springen, Saison 2017/2018, fei.org
  19. Longines FEI World Cup Jumping Final 2018 - Definite Entries
  20. FEI World CupTM Jumping - Season 2017-2018, Central European League Final Standings following the Central European League Final (PDF)
  21. Ergebnis Springreiten, 1. Teilprüfung Weltcupfinale
  22. Gesamtwertung Weltcupfinale Springreiten, Zwischenstand nach der 1. Teilprüfung
  23. Weltcupfinale in Paris: Erste Disqualifikation nach der sogenannten Blutregel, Thomas Borgmann / reitturniere.de, 14. April 2018
  24. Admara- A Storm In A Jump Cup?, Lulu Kyriacou / grandprix-replay.com, 14. April 2018
  25. ab Weltcup der Springreiter 2018 an Beezie Madden, Gabriele Pochhammer / St. Georg, 15. April 2018
  26. Eddie Blue - der heimliche Favorit?, grandprix-replay.com, 13. April 2018
  27. Reveur de Hurtebise wird verabschiedet – „Er hat uns gestern gesagt, dass es ihm nicht mehr so viel Spaß macht“, Dominique Wehrmann / St. Georg, 13. April 2018
  28. Ergebnis Longines FEI World Cup™ Jumping Final II, longinestiming.com
  29. Weltcup-Finale: Geplatzte Träume bei den deutschen Springreitern, Sabine Gregg / Reiter Revue International, 14. April 2018
  30. Ergebnis Springreiten, 3. Teilprüfung Weltcupfinale
  31. Springreiten: Zwischenstand nach zwei Teilprüfungen (PDF)
  32. Gesamtwertung Springreiten, Endstand (PDF)
Weltcupfinale 2018
Turnierserien: FEI-Weltcup Dressurreiten 2017/2018, FEI-Weltcup Springreiten 2017/2018
Austragungsort: Paris, Frankreich Frankreich
Teilnehmende Reiter: 18 Dressurreiter; 39 Springreiter (ohne Rahmenprüfungen)
Austragungsort: AccorHotels Arena
Internet: feiworldcupfinals-paris.com

Das Weltcupfinale 2018 im Spring- und Dressurreiten war das Finale der Weltcupserien in zwei Pferdesportdisziplinen. Es wurde vom 10. bis zum 15. April 2018 in der AccorHotels Arena in Paris-Bercy durchgeführt.

Pferdesport in Paris[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die Dressurreiter über kein regelmäßiges internationales Turnier in Paris verfügen, zählt Paris zu den Millionenstädten mit der größten Dichte an wichtigen Springreitturnieren: Der erstmals in den 1860er Jahren ausgerichtete Concours central hippique de Paris zählte zu den ersten großen Springreitveranstaltungen weltweit. Das Turnier wurde letztmals 1958 im Grand Palais durchgeführt,[1] wo seit 2010 der CSI 5* Saut Hermès seine Austragungsstätte hat.

In Villepinte wird jeweils im November/Dezember der Salon du Cheval de Paris mit einem Weltcupturnier der Voltigierer und einer Etappe des Longines Masters Grand Slam im Springreiten durchgeführt. Die Global Champions Tour/League führt eine ihrer Stationen auf dem Champ de Mars durch und auch Versailles war bereits Austragungsort eines CSI 5*-Springreitturniers.[2]

Die AccorHotels Arena, damals noch unter dem Namen Palais Omnisports, war selbst bis 2005 Veranstaltungsort einer Etappe des Springreiterweltcups – des Jumping International Paris-Bercy. Letzte Sieger des hiesigen Weltcupspringens waren Rodrigo Pessoa und Baloubet du Rouet.[3][4]

Beide Disziplinen richteten zuvor bereits einmal ein Weltcupfinale in Paris aus: Im Springreiten 1987 und im Dressurreiten im Jahr 1991.

Dressurreiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qualifizierte Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Dressurreitern gab es zwei Absagen kurz vor dem Finale: Die Australierin Mary Hanna hatte die weite Anreise nach Europa bereits im Februar hinter sich gebracht, verzichtete jedoch aus gesundheitlichen Gründen ihres Pferdes. Die FEI fragte daraufhin bei Cathrine Dufour (als weltranglistenhöchste nicht qualifizierte Reiterin) für eine Finalteilnahme an, diese sah aufgrund der zu kurzen Vorbereitungszeit von nur vier Tagen für ihr Pferd davon ab. Den Wildcard-Platz übernahm gemäß Weltranglistenreihung Hayley Watson-Greaves, nachdem zuvor auch der noch in den Vereinigten Staaten befindliche Steffen Peters angefragt worden war.[5]Einen Tag später verzichtete auch Tinne Vilhelmson Silfvén, die Teil der Wintersaison in Florida verbracht hatte, auf ihren Finalstartplatz. Auch ihr Pferd war nicht fit für den Wettkampf. Die somit zur Verfügung stehende weitere Wildcard erhielt Morgan Barbançon Mestre.[6]

Weltcupliga Anzahl der Reiter, die sich aus dieser Liga für das Weltcupfinale qualifizieren qualifizierte Teilnehmer[7]
Zentraleuropaliga 2 Russland Inessa Merkulowa
Weissrussland Hanna Karasiowa
Nordamerikanische Liga 2 Vereinigte Staaten Laura Graves
Vereinigte Staaten Shelly Francis
Pazifische Liga 1 Australien Mary Hanna (Absage, damit weitere Wildcard)
Westeuropaliga 9 Schweden Patrik Kittel
Deutschland Dorothee Schneider
Deutschland Jessica von Bredow-Werndl
Niederlande Madeleine Witte-Vrees
Niederlande Edward Gal
Danemark Daniel Bachmann-Andersen
Schweden Tinne Vilhelmson Silfvén (Absage, damit weitere Wildcard)
Osterreich Belinda Weinbauer
Vereinigtes Konigreich Emile Faurie
Teilnehmer aus Gebieten ohne Weltcupliga 1 Dominikanische Republik Yvonne Losos de Muñiz
Weltcupsieger 2016/2017 1 Deutschland Isabell Werth
Wildcards der FEI 2 Philippinen Ellesse Tzinberg
Frankreich Ludovic Henry
Vereinigte Staaten Hayley Watson-Greaves
Spanien Morgan Barbançon Mestre

Ablauf und Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Prix[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Dressurreiter stand am Nachmittag des Freitags (13. April) die erste Prüfung des Finalturniers auf dem Programm. Der Grand Prix diente als Einlaufprüfung: Die Teilnahme war (wie bei den Qualifikationen) verpflichtend, das Ergebnis hat jedoch für den Ausgang des Finals keine direkte Bedeutung.

Die sechste Starterpaar des Grand Prix schien mit der Aufgabe vor der Atmosphäre der gut 15.000 Zuschauer fassenden Halle nicht gewachsen: Die für die Philippinen reitende Ellesse Tzinberg und ihr erfahrener Wallach Triviant hatten bei Freiluftturnieren in den Vereinigten Staaten mehrfach Grand Prix-Ergebnisse von etwa 65 Prozent erzieht.[8] In Paris kamen sie nur auf 58,292 Prozent. Im versammelten Schritt, in der Passage und den Einerwechseln erhielt sie von einzelnen Richtern nur eine Eins als Wertungsnote („sehr schlecht“). Da ein Ergebnis von 60 Prozent das Mindestqualifikationskritierung für die Grand Prix Kür waren, verpasste sie den Einzug in die Finalprüfung.

Deutlich besser verkrafteten den Wechsel von der Sonne Floridas zur Halle von Paris Laura Graves und ihr inzwischen 16-jähriger Verdades. Mit über 81 Prozent setzte sie sich als viertletzte Starterin klar in Führung. Die Weltcupfinalsieger des Vorjahres, Isabell Werth und Weihegold OLD, zeigten sich bis zur 17. Lektion erwartungsgemäß stark mit mehreren mit Neun bewerteten Lektionen. Doch dann leisten sie sich Fehler im starken Galopp, in den Zick-Zack-Traversalen und in den Einerwechseln. Auch wenn sie sich anschließend wieder auf 9er-Noten-Niveau einpendelten, kam Werth im Gesamtergebnis auf drei Prozent weniger als Graves, die damit zum zweiten Mal nach dem CHIO Aachen 2017 gegen Isabell Werth siegreich war.[9][10]

Ergebnis:

Reiter Pferd Bewertung
1 Vereinigte Staaten Laura Graves Verdades 81,413 %
2 Deutschland Isabell Werth Weihegold OLD 78,261 %
3 Deutschland Jessica von Bredow-Werndl Unee BB 75,668 %
4 Deutschland Dorothee Schneider Sammy Davis Jr. 75,311 %
5 Schweden Patrik Kittel Deja 74,689 %

(beste 5 von 18 Teilnehmern)

Grand Prix Kür (Finale)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ohne einen Pausentag stand weniger als 24 Stunden später bereits das Finale an: Am 14. April ab 14:00 Uhr wurde die Grand Prix Kür durchgeführt. Anhand des Ergebnisses dieser Prüfung wurde der Weltcupsieger ermittelt.[11] Die Weltcupkür war mit 275.000 Euro dotiert.

Erste Starterin in der Kür war die US-Amerikanerin Shelly Francis mit dem Rappwallach Danilo. Nachdem sie im Grand Prix mit 68,326 Prozent nur auf Rang 17 gekommen war, überzeugte sie die Richter insbesondere in der B-Note. Mehrere Richter gaben ihr dort über 80 Prozent, 74,189 Prozent als Gesamtnote reichten am Ende für den zwölften Platz. Die beste Bewertung der ersten Hälfte des Starterfelds erhielten Daniel Bachmann-Andersen und der KWPN-Hengst Zack. Ihnen gelang als ersten der Sprung über 80 Prozent als Gesamtergebnis. Als letztes Paar der ersten Hälfte verpassten Inessa Merkulowa und ihr Trakehner Mister X die 80 Prozent, bewiesen jedoch erneut ihre Stellung als stärkstes osteuropäisches Paar im Dressursport.

Den Auftakt zur zweiten Hälfte machten Edward Gal und Zonik, ein Sohn des kurz zuvor gestarteten Zack (79,654 Prozent). Bestes niederländisches Paar waren jedoch nachfolgend angetretenen Madeleine Witte-Vrees und Cennin. Mit Belinda Weinbauer war auch eine Reiterin aus Österreich am Start. Doch Weinbauer kam mit dem 16-jährigen Söhnlein Brilliant MJ aufgrund von Fehlern in den Einer- und Zweierwechseln[12] nicht an ihre Bestleistungen dieser Weltcupsaison heran, 74,050 Prozent reichten am Ende für Rang 13.

Hochkonzentriert zeigte sich Deja, die 14-jährige Stute von Patrik Kittel. Seine Kür mit Stevie Wonders Isn't she lovely als zentralem Musikstück wurde vom Publikum frenetisch gefeiert, auch die Richter vergaben sehr hohe B-Noten (zwei Richter sogar im 90-Prozent- Bereich). Mit 83,146 Prozent war dies die neue Führung. Mit weniger mitreißender, dafür sehr tragender Musik und einer technisch sehr anspruchsvollen Lektionsfolge gingen die Sieger des Vortages ins Viereck. Laura Graves und Verdades erhielten A-Noten um 83 Prozent und B-Noten weit über 90 Prozent. Mit der Gesamtnote von 89,082 Prozent bestand eine realistische Chance auf den Weltcupfinalsieg.

Unglücklich war der Kürauftakt für die nach Graves startende Dorothee Schneider. Ihre Kürmusik erklang nicht auf ihr Handzeichen. Erst nach längerem Warten konnte sie ihre Kür dann doch mit Musik starten. Doch Schneider ließ sich hiervon nicht verunsichern und kam mit ihrem 12-jährigen Sammy Davis Jr. auf 81,843 Prozent. Schneiders Ritt hatte ein deutsches Trio zum Abschluss der Prüfung eröffnet, es folgte Isabell Werth. Anders als am Vortag leistete sie sich mit Weihegold OLD keine Fehler und konnte an die Bestergebnisse der Stute anknüpfen. Mit 90,657 Prozent gelang es ihr, Laura Graves noch die Führung abzunehmen. Dies sollte auch das beste Ergebnis bis zum Prüfungsende bleiben, Werth verteidigte ihren Weltcupfinalsieg.

Jessica von Bredow-Werndl hatte das Los den letzten Startplatz der Kür zugewiesen. Nachdem sie beim ihrem letzten Weltcupstart in Göteborg mit Unee BB noch aufgab, zeigte sich der Hengst in Paris wieder in Topform. 83,725 Prozent reichten – wie bereits beim Finale 2016 – für den dritten Rang.[13][14]

Ergebnis:

Reiter Pferd Bewertung
1 Deutschland Isabell Werth Weihegold OLD 90,657 %
2 Vereinigte Staaten Laura Graves Verdades 89,082 %
3 Deutschland Jessica von Bredow-Werndl Unee BB 83,725 %
4 Schweden Patrik Kittel Deja 83,146 %
5 Deutschland Dorothee Schneider Sammy Davis Jr. 81,843 %
6 Niederlande Madeleine Witte-Vrees Cennin 81,336 %
7 Danemark Daniel Bachmann-Andersen Zack 80,532 %
8 Niederlande Edward Gal Zonik 79,654 %
9 Russland Inessa Merkulowa Mister X 79,139 %
10 Spanien Morgan Barbançon Mestre Sir Donnerhall II OLD 76,207 %
11 Vereinigtes Konigreich Hayley Watson-Greaves Rubins Nite 75,346 %
12 Vereinigte Staaten Shelly Francis Danilo 74,189 %
13 Osterreich Belinda Weinbauer Söhnlein Brilliant MJ 74,050 %
14 Frankreich Ludovic Henry After You 72,786 %
15 Dominikanische Republik Yvonne Losos de Muñiz Foco Loco W 72,679 %
16 Niederlande Patrick van der Meer Zippo 72,289 %
17 Weissrussland Hanna Karasiowa Zodiak 70,621 %

Springreiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qualifizierte Teilnehmer (Weltcup)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedingt durch den Finalstandort in Mitteleuropa traten die aus der Westeuropaliga qualifizierten Reiter fast komplett in Paris an. Absagen kamen nur von den Reitern aus dem Stall von Jan Tops, Edwina Tops-Alexander und Alberto Zorzi, sowie von Christian Ahlmann. Ahlmann verzichtete, da sein für den Start im Weltcupfinale vorgesehenes Pferd Epleaser van´t Heike sich verletzt hatte. Damit verringerte sich das Aufgebot des ohnehin in einer Schwächephase befindlichen deutschen Springreitsports auf zwei Reiter: Marcus Ehning und Daniel Deußer.[15]

Die Schweiz ist ebenso mit zwei Reitern in Paris vertreten: Steve Guerdat hatte sich ohnehin über die Westeuropaliga qualifiziert. Paul Estermann war dort nur 23. geworden, profitierte jedoch davon, dass kurzfristig Max Kühner (der selbst Nachrücker war) seinen Start absagte.[16] Der in den Vereinigten Staaten lebende Beat Mändli war über die Nordamerikanische Liga für das Finale qualifiziert, scheute jedoch die lange Anreise und legt den Fokus mehr auch die Weltreiterspiele im Spätsommer.[17] Trotz eben dieser weiten Anreise stellten die Vereinigten Staaten das größte Aufgebot beim Weltcupfinale, man nutzte alle seine zehn Startplätze.

Die wohl weiteste Anreise hatten die zwei über die Australische Liga qualifizierten Teilnehmer, die beide die Reise nach Europa antraten.

Weltcupliga Anzahl der Reiter, die sich aus dieser Liga für das Weltcupfinale qualifizieren qualifizierte Teilnehmer[18][19]
Arabische Liga 3 Jordanien Ibrahim Hani Bisharat
Agypten Mohammad Osama El Borai (Absage)
Saudi-Arabien Abdulrahman Alrajhi (Nachrücker)
Kaukasus-Kaspische Liga 1 Georgien Shalva Gachechiladze (Absage)
Zentralasiatische Liga 1 Usbekistan Nurjon Tuyakbaev (Absage)
Chinesische Liga 1 China Volksrepublik Ruiji Liang (Absage)
Zentraleuropaliga 3 Estland Urmas Raag
Tschechien Ales Opatrny (Absage)
Lettland Kristaps Neretnieks
Estland Rein Pill (Nachrücker)[20]
Japanliga 1 Japan Keisuke Koike (Absage)
Nordamerikanische Liga 7 US-Amerikaner aus der Ostküsten-Subliga Vereinigte Staaten Alison Robitaille
Vereinigte Staaten Devin Ryan
Vereinigte Staaten Beezie Madden
Vereinigte Staaten Kristen Vanderveen
Vereinigte Staaten Sarah Scheiring
Vereinigte Staaten Andrew Kocher
Vereinigte Staaten Jack Towell (Absage)
Vereinigte Staaten Charlie Jacobs (Nachrücker)
3 US-Amerikaner aus der Westküsten-Subliga Vereinigte Staaten Richard Spooner
Vereinigte Staaten Mandy Porter (Absage)
Vereinigte Staaten Jamie Barge
Vereinigte Staaten Jenni McAllister (Nachrücker)
2 Kanadier (beide Subligen) Kanada Isabelle Lapierre (Absage)
Kanada Ali Ramsay (Absage)
2 Mexikaner (beide Subligen) Mexiko Luis Alejandro Plascencia Oñate (Absage)
Mexiko Gustavo Ramos
Zusatzreiter (beide Subligen) Schweiz Beat Mändli (Absage)
Irland Conor Swail (Absage)
Australische Liga 2 Australien Billy Raymont
Australien Jamie Kermond
Neuseeländische Liga 1 Neuseeland Rose Alfeld (Absage)
Südafrikaliga 1 Sudafrika Lisa Williams (Absage)
Mittelamerikanische und Karibische Liga 1 Liga nicht ausgetragen
nördliche Südamerikanische Liga 1 Kolumbien Santiago Medina (Absage)
südliche Südamerikanische Liga 2 Brasilien Felipe Amaral
Brasilien Artemus de Almeida (Absage)
Südostasiatische Liga 1 Thailand Jaruporn Limpichati (Absage)
Westeuropaliga 18 Schweden Henrik von Eckermann
Frankreich Kevin Staut
Deutschland Marcus Ehning
Australien Edwina Tops-Alexander ° (Absage)
Irland Denis Lynch
Deutschland Christian Ahlmann (Absage)
Vereinigtes Konigreich Michael Whitaker
Frankreich Roger-Yves Bost
Belgien Pieter Devos
Deutschland Daniel Deußer
Kolumbien Carlos Enrique Lopez Lizarazo °
Niederlande Harrie Smolders
Italien Alberto Zorzi (Absage)
Schweiz Steve Guerdat
Spanien Eduardo Álvarez Aznar
Vereinigtes Konigreich Robert Whitaker
Schweden Douglas Lindelöw
Irland Mark McAuley
Belgien Olivier Philippaerts
Frankreich Simon Delestre
Frankreich Julien Epaillard (Nachrücker)
Osterreich Max Kühner (Nachrücker, Absage)
Schweiz Paul Estermann (Nachrücker)
Sonderstartplatz für Teilnehmer des Gastgeberlandes 1 nicht zutreffend, da französische Reiter für das Weltcupfinale qualifiziert sind
Weltcupsieger 2016/2017 1 Vereinigte Staaten McLain Ward

° Zusatzreiter: Soweit ein Reiter seinen Wohnsitz in einem anderen Staat als seinem Heimatland hat, kann er in der Liga dieses Landes teilnehmen und wird zunächst auch für diese Liga gewertet. Soweit er sich anhand des Reglements dieser Liga für das Weltcupfinale qualifiziert, zählt er als zusätzlicher Teilnehmer nicht für die (begrenzte) Startplatzanzahl dieser Liga.

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 10. April war ein Tag noch ohne Prüfungen, an den neben der erste Untersuchung der am Weltcup teilnehmenden Pferde ein Trainingsparcours aufgebaut war. Pro Pferd durfte dieser 90 Sekunden lang genutzt werden, um Pferde mit der Halle vertraut zu machen. Einen Tag später konnten die Weltcupreiter mit bis zu zwei Pferden an einer Einlaufprüfung teilnehmen, die nicht für die Weltcupwertung zählte.

1. Teilprüfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Abend des 12. April (Donnerstag) stand die erste Teilprüfung des Weltcupfinals des Springreiter auf dem Programm. Aufgabe für die Teilnehmer war eine Zeitspringprüfung. Das Ergebnis wurde anschließend, wie im Artikel FEI-Weltcup Springreiten erläutert, in Punkte umgerechnet.

Der Parcours war für ein Zeitspringen anspruchsvoll aufgebaut, so dass es bis zum achten Reiter dauerte, bis erstmals eine fehlerfreie Runde verzeichnet werden konnte. Nur acht der 37 Starter blieben ohne Hindernisfehler. Die schnellste Ritt zeigte eines der stärksten Paare der Weltcupsaison: Henrik von Eckermann kam mit Mary Lou in 60,33 Sekunden in das Ziel. Dabei leisteten sie sich zwar einen Hindernisfehler, trotz der hierdurch hinzukommenden vier Sekunden reichte es für Platz fünf in der ersten Teilprüfung. Vor ihm platzierten sich zwei US-Amerikaner sowie die zwei deutschen Reiter. Beezie Madden kassierte mit ihrem Tagessieg den größten Anteil des Prüfungspreisgeldes von 100.000 Euro.

Ergebnis:[21][22]

Reiter Pferd Zeit Punkte (Gesamtwertung)
1 Vereinigte Staaten Beezie Madden Breitling 61,89 s + 0 Strafsekunden = 61,89 38
2 Deutschland Daniel Deußer Cornet d'Amour 62,61 s + 0 Strafsekunden = 62,61 36
3 Vereinigte Staaten Devin Ryan Eddie Blue 62,84 s + 0 Strafsekunden = 62,84 35
4 Deutschland Marcus Ehning Cornado NRW 62,90 s + 0 Strafsekunden = 62,90 34
5 Schweden Henrik von Eckermann Mary Lou 60,33 s + 4 Strafsekunden = 64,33 33
6 Belgien Pieter Devos Espoir 64,67 s + 0 Strafsekunden = 64,67 32
7 Spanien Eduardo Álvarez Aznar Rokfeller de Pleville 65,02 s + 0 Strafsekunden = 65,02 31
8 Kolumbien Carlos Enrique Lopez Lizarazo Admara 65,30 s + 0 Strafsekunden = 65,30 30
9 Schweden Douglas Lindelöw Zacramento 65,40 s + 0 Strafsekunden = 65,40 29
10 Vereinigte Staaten McLain Ward Azur 61,67 s + 4 Strafsekunden = 65,67 28

(beste 10 von 37 Teilnehmern)

2. Teilprüfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

24 Stunden nach Beginn der ersten Teilprüfung folgte der zweite Teil des Weltcupfinals der Springreiter. Ausgerichtet wurde die zweite Teilprüfung als Springprüfung mit einmaligem Stechen. Parcoursbauer Santiago Varela hatte einen Springkurs mit Hindernissen von bis zu 1,60 Meter Höhe aufgebaut, dessen erlaubte Zeit von 75 Sekunden sich als äußerst knapp erweisen sollte.

Es gingen noch 36 Reiter an den Start. Gustavo Ramos trat nicht mehr an, nachdem er in der ersten Teilprüfung 40 Strafpunkten auf seine Zeit von 88,84 hinzubekommen hatte. Denis Lynch wurde disqualifiziert, nachdem (wohl durch einen Sporenstich) eine leicht blutende Stelle an seinem Wallach festgestellt wurde. Nicht disqualifiziert, aber unter Beobachtung stand nach seinem Ritt Carlos Enrique Lopez Lizarazo. In aussichtsreicher Lage in der Rangierung befindlich, zog sein Wallach Admara beim Überwinden der Hindernisse die Hinterbeine unnatürlich vorsichtig extrem hoch. Lopez Lizarazo blieb ohne Hindernisfehler, lag mit nur einem Zeitstrafpunkt in der Zwischenwertung anschließend auf dem siebenten Rang. Vor dem Hintergrund des Verbots bestimmter Hinterbeingamaschen ab 2021, die extrem festgezogen werden können, kamen im Rahmen der Pressekonferenz Fragen hierzu auf. Erklärt wurde des Verhalten des Pferdes damit, dass es beim Abreiten mit den Hinterbeinen einmal hart angeschlagen sei. Der Direktor der FEI für den Springreitsport, John Roche, ermahnte den Reiter und lies sich zusagen, dass Lopez Lizarazo die Gemaschen nicht mehr verwenden würde.[23][24][25]

Henrik von Eckermann konnte sich mit einer Runde ohne Fehler nach deutlich vorne in der Weltcuprangierung arbeiten, da die beiden vor ihm platzierten deutschen Reiter patzten. Marcus Ehning unterliefen drei Hindernisfehler, hiervon zwei in der dreifachen Kombination. Daniel Deußer bekam sogar 14 Strafpunkte: Er bekam keine richtige Distanz zur zweifachen Kombination, Cornet d'Amour riss deutlich die Stange des Einsprungs und bekam keine Absprungdistanz mehr zum zweiten Sprung des Hindernisses.

Ein weites Mal ohne Springfehler und damit auf Platz drei der Zwischenwertung war ein in Europa noch weitestgehend unbekanntes Paar: Der 36-jährige Weltcupfinaldebütant Devin Ryan und sein Schimmel Eddie Blue, mit neun Jahren das jüngste Pferd im Starterfeld.[26] Ihren Spitzenplatz halten konnte Beezie Madden, die mit Breitling auch fehlerfrei blieb.

Im Stechen fanden sich mehrere Reiter wieder, die vor dem Weltcupfinale als aussichtsreich eingeschätzt wurden, jedoch in der ersten Teilprüfung diesen Erwartungen nicht gerecht geworden waren. Kevin Staut hatte in der ersten Teilprüfung 20 Strafsekunden kassiert und daraufhin zusammen mit den Pferdeeigner beschlossen, seinen 17-jährigen Wallach Reveur de Hurtebise zeitnah aus dem Sport zu verabschieden.[27] Mit Silver Deux de Virton hingegen blieb er in der zweiten Teilprüfung ohne Fehler und legte als erster Reiter im Stechen auch gleich einen fehlerfreie Stechritt in 36,87 Sekunden vor. Auch Harrie Smolders hatte nach der ersten Prüfung des Pferd gewechselt und hatte sich mit seinem Fuchshengst Emerald für das Stechen qualifiziert. Hier wurde er seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich deutlich in Führung. Doch die Schlussreiterin war nochmals schneller: Beezie Madden gewann auch die zweite Teilprüfung, die mit 150.000 Euro dotiert war.[28][29]

Ergebnis:

Reiter Pferd 1. Umlauf Stechen Punkte
(Gesamtwertung)
Straf-
punkte
Zeit
(s)
Straf-
punkte
Zeit
(s)
1 Vereinigte Staaten Beezie Madden Breitling 0 - 0 33,22 38
2 Niederlande Harrie Smolders Emerald 0 - 0 33,44 36
3 Schweden Henrik von Eckermann Mary Lou 0 - 0 33,92 35
4 Belgien Olivier Philippaerts Legend of Love 0 - 0 35,19 34
5 Frankreich Kevin Staut Silver Deux de Virton 0 - 0 36,87 33
6 Vereinigte Staaten Jamie Barge Luebbo 0 - 0 37,02 32
7 Vereinigte Staaten McLain Ward Azur 0 - 4 32,74 31
8 Schweden Douglas Lindelöw Zacramento 0 - 4 32,85 30
9 Frankreich Simon Delestre Chesall 0 - 4 35,57 29
10 Vereinigte Staaten Devin Ryan Eddie Blue 1 75,09 28

(beste 10 von 36 Teilnehmern)

3. Teilprüfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Tag Pause für die Pferde des Weltcupfinals stand die dritte und damit letzte Teilprüfung auf dem Programm. Diese wurde am 15. April ab 14:00 Uhr durchgeführt. Ausgeschrieben war die Prüfung als Springprüfung mit zwei unterschiedlichen Umläufen. Sie wurde nicht gegen die Zeit geritten, eine erlaubte Zeit war jedoch vorgesehen.[11] Bei Punktgleichheit im Gesamtreglement wurde jedoch die Zeit des zweiten Umlaufs als Unterscheidungskriterium herangezogen.

29 Starter waren im ersten Umlauf noch am Start. Für die Schweizer Reiter verlief der erste Umlauf gut: Paul Estermann war der erste Reiter, der hier ohne Fehler blieb, auch Steve Guerdat beendete den Umlauf fehlerfrei. Marcus Ehning bekam einen Hindernisfehler hinzu, während Daniel Deußer mit Cornet d'Amour mit einem Null-Fehler-Ritt sein Ergebnis halten konnte.

Simon Delestre war von den vier Franzosen derjenige gewesen, der nach zwei Teilprüfungen am besten rangiert war (auf Platz zwölf). Im ersten Umlauf der dritten Teilprüfung jedoch bekam er mit Chesall gleich 19 Strafpunkt, so dass er sich nicht mehr für den zweiten Umlauf der besten 20 Reiter qualifizieren konnte. Auch Kevin Staut verpasste einen Platz unter den besten 20, nur Roger-Yves Bost gelang diese Qualifikation. Während die drei mit acht Punkten in diese Teilprüfung gestarteten Reiter (Lindelöw, Philippaerts, Ward) jeweils vier Strafpunkte hinzubekamen, blieb die Spitzengruppe (Ryan, von Eckermann, Madden) fehlerfrei.

Der zweite Umlauf war, wie vom Weltcupregelment vorgegeben, etwa gleich lang wie der des ersten Umlauf, doch vom Anspruch her nochmals spürbar höher. Michael Whitakers Pferd Hot Stuff war im ersten Umlauf des Tages noch ohne Hindernisfehler geblieben, im zweiten Umlauf zeigte sich die nachlassende Kraft. Nach mehreren Abwürfen verzichtete Whitaker gegen Ende des Umlaufs auf das Anreiten einer nicht ganz passende Distanz, kassierte vier Strafpunkte für eine „Verweigerung“ und ritt den Sprung erneut an. Mit 17 Strafpunkten aus diesem Umlauf kam er auf Rang 20. Nach hinten durchgereicht wurde auch Harrie Smolders: Nach acht Strafpunkten im ersten Umlauf kam sein Hengst Emerald auch im zweiten Umlauf nicht an die gewohnten Leistungen heran (zwölf weitere Strafpunkte, Platz 17).

Das Finale zufrieden abschließen konnte der Sieger der Zentraleuropaliga: Mit nur zwei Zeitstrafpunkten in diesem letzten Umlauf kam Urmas Raag auf Rang 15. Seine Stute Ibelle van de Grote Haart lies sich von ihrem Reiter mit lockeren, zeitweise hängenden Zügeln über die Hindernisse des Weltcupfinals steuern und wurde noch in Paris in die Vereinigten Staaten verkauft. Steve Guerdat konnte sich mit einer weiteren fehlerfreien Runde von Bianca weiter nach vorne arbeiten, gleiches galt für Marcus Ehning und Daniel Deußer (letzterer mit einem Zeitstrafpunkt). Für Deußer sollte es am Ende sogar zu Rang acht reichen, da von den nachfolgenden Reitern nur noch einer ohne Fehler bleiben sollte.

Aufgrund mehrerer Vier-Fehler-Ritte lagen vor den letzten drei Startern vier Reiter mit 16 Punkten in Führung, so dass sich ein deutlicher Abstand zur Spitzengruppe herausgebildet hatte. Auch Henrik von Eckermann unterlief mit Mary Lou früh im Umlauf ein Fehler. Die sich daraus ergebende Chance ergriff Devin Ryan, mit Eddie Blue blieb er (als einziger Reiter) über alle Runden hinweg ohne Hindernisfehler. Doch aufgrund ihrer Siege in den ersten beiden Prüfungen hatte Beezie Madden einen Vorsprung von sechs Strafpunkten. Eine fallende Stange ließ den Abstand zusammenschmelzen, doch Madden kam mit Breitling ohne weitere Fehler in das Ziel. Damit stand ihr zweiter Weltcupfinalsieg nach 2013 fest.[25]

Den Tagessieg und damit die größten Anteile am Tagespreisgeld von 300.000 Euro sicherten sich Steve Guerdat und Devin Ryan mit ihren Doppel-Nullrunden. Unter den besten 16 der Weltcupfinal-Gesamtwertung wurden nochmals 750.000 Euro ausgeschüttet.

Ergebnis:[30]

Reiter Pferd Strafpunkte
1. Umlauf 2. Umlauf Gesamt
1 Schweiz Steve Guerdat Bianca 0 0 0
Vereinigte Staaten Devin Ryan Eddie Blue 0 0 0
3 Deutschland Daniel Deußer Cornet d'Amour 0 1 1
4 Deutschland Marcus Ehning Cornado NRW 4 0 4
Spanien Eduardo Álvarez Aznar Rokfeller de Pleville 0 4 4
Schweden Henrik von Eckermann Mary Lou 0 4 4
Vereinigte Staaten Beezie Madden Breitling 0 4 4
8 Estland Urmas Raag Ibelle van de Grote Haart 5 2 7
Kolumbien Carlos Enrique Lopez Lizarazo Admara 5 2 7

(beste neun von 29 Teilnehmern)

Endstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Reiter Pferd/
Pferde
1. Prüfung 2. Prüfung Punkte aus Prüfung 1 und 2 Punkte, umgerechnet in Strafpunkte[31] 3. Prüfung Straf-
punkte[32]
Punkte Punkte Straf-
punkte
Straf-
punkte
1 Vereinigte Staaten Beezie Madden Breitling 38 38 76 0 0 4 4
2 Vereinigte Staaten Devin Ryan Eddie Blue 35 28 63 6 0 0 6
3 Schweden Henrik von Eckermann Mary Lou 33 35 68 4 0 4 8
4 Vereinigte Staaten McLain Ward Azur 28 31 59 8 4 4 16 (65,72 s)
5 Belgien Olivier Philippaerts Legend of Love 25 34 59 8 4 4 16 (66,49 s)
6 Spanien Eduardo Álvarez Aznar Rokfeller de Pleville 31 20 51 12 0 4 16 (66,68 s)
7 Kolumbien Carlos Enrique Lopez Lizarazo Admara 30 27 57 9 5 2 16 (73,24 s)
8 Deutschland Daniel Deußer Cornet d'Amour 36 5 41 17 0 1 18
9 Belgien Pieter Devos Espoir 32 22 54 11 0 8 19 (66,22 s)
10 Schweiz Steve Guerdat Bianca 27 10 37 19 0 0 19 (66,25 s)
11 Schweden Douglas Lindelöw Zacramento 29 30 59 8 4 8 20
12 Deutschland Marcus Ehning Cornado NRW 34 8 42 17 4 0 21 (67,68 s)
13 Frankreich Roger-Yves Bost Sangria du Coty 26 25 51 12 0 9 21 (70,77 s)
14 Vereinigte Staaten Alison Robitaille Ace 24 23 47 14 1 9 24
15 Estland Urmas Raag Ibelle van de Grote Haart 16 24 40 18 5 2 25
16 Vereinigte Staaten Jamie Barge Luebbo 14 32 46 15 8 4 27
17 Niederlande Harrie Smolders Zinius
und Emerald
22 36 58 9 8 12 29
18 Schweiz Paul Estermann Lord Pepsi 15 18 33 21 0 9 30 (68,61 s)
19 Vereinigtes Konigreich Robert Whitaker Catwalk IV 18 17 35 20 5 5 30 (70,57 s)
20 Vereinigtes Konigreich Michael Whitaker Hot Stuff 23 19 42 17 1 17 35
21 Frankreich Kevin Staut Reveur de Hurtebise
und Silver Deux de Virton
5 33 38 19 8 (27)
22 Vereinigte Staaten Kristen Vanderveen Faustino de Tili 13 21 34 21 8 (29)
23 Jordanien Ibrahim Hani Bisharat Chactino 7 26 33 21 9 (30)
Irland Mark McAuley Miebello 19 13 32 22 8 (30)
Frankreich Julien Epaillard Usual Suspect d'Auge 17 15 32 22 8 (30)
26 Australien Jamie Kermond Constellation 12 11 23 26 5 (31)
27 Frankreich Simon Delestre Chadino
und Chesall
21 29 50 13 19 (32)
28 Brasilien Felipe Amaral Premiere Carthoes 8 16 24 26 9 (35)
29 Vereinigte Staaten Andrew Kocher Navalo de Poheton 20 3 23 26 12 (38)
30 Vereinigte Staaten Richard Spooner Arthos R
und Chatinus
9 14 23 26 N.GES.
31 Estland Rein Pill A Brok 10 7 17 29
32 Vereinigte Staaten Sarah Scheiring Dontez 4 12 16 30
Australien Billy Raymont Oaks Redwood 6 9 15 30
34 Saudi-Arabien Abdulrahman Alrajhi Chilli Pepper van de Helle 2 6 8 34
Vereinigte Staaten Charlie Jacobs Cassinja S 3 4 7 34
36 Irland Denis Lynch All Star 11 DISQ
37 Mexiko Gustavo Ramos Izzy Miaki 1 N.GES.

AUFG = aufgegeben / verzichtet
AUSG = ausgeschieden
DISQ = disqualifiziert
N.GES. = nicht gestartet

Weitere Prüfungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Weltcupfinalturniers von Paris findet zudem ein CSI 2*-Turnier mit sechs Springprüfungen statt. Dessen Hauptprüfung ist eine Springprüfung mit einmaligem Stechen über 1,45 m Höhe am Sonntagmorgen. Die Weltcupreiter haben außerdem die Möglichkeit, in einem mit 100.000 Euro dotierten Springen am Samstagabend anzutreten.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max E. Ammann: Geschichte des Pferdesports: Springen, Military, Dressur, Fahren. Sonderausgabe, Prisma-Verlag, Gütersloh 1983, ISBN 3-570-09074-4, S. 22–23, 141.
  2. Turnierkalender der FEI
  3. FEI World Cup Jumping Update: Paris Bercy, inside.fei.org, 13. März 2005, abgerufen am 31. März 2018
  4. Ergebnisse Jumping International Paris-Bercy 2005
  5. Watson-Greaves Gets Hanna's Vacant Spot at 2018 World Cup Final, eurodressage.com, 6. April 2018
  6. 2018 World Cup Finals, Barbançon Substitutes, eurodressage.com, 7. April 2018
  7. FEI World Cup Dressage Final - PARIS (FRA) – Season 2017/2018, Definite Entries List, Stand 5. April 2018
  8. FEI Athlete Performance: Ellesse Tzinberg
  9. Ergebnis Grand Prix de Dressage
  10. Weltcupfinale Dressur: Graves gewinnt Quali, Deutsche auf Plätzen zwei bis vier, Jan Tönjes / St. Georg, 13. April 2018
  11. abc Zeitplan und Ergebnisse Weltcupfinale Paris 2018
  12. Platz 13 für Belinda Weinbauer und Söhnlein Brilliant MJ, eqwo.net, 14. April 2018
  13. Ergebnis Grand Prix Kür
  14. Weltcup-Finale: Dressurkönigin Isabell Werth, Sabine Gregg / Reiter Revue International, 14. April 2018
  15. Mini-Aufgebot in Paris mit einem deutschen Top-Favoriten, Handelsblatt / dpa, 11. April 2018
  16. Last minute change for the FEI World Cup finals in Paris, equnews.com, 9. April 2018 (englisch)
  17. Mändli verzichtet auf Weltcup-Final, Aargauer Zeitung, 3. April 2018, abgerufen am 12. April 2018
  18. Rangierungen der Weltcupligen Springen, Saison 2017/2018, fei.org
  19. Longines FEI World Cup Jumping Final 2018 - Definite Entries
  20. FEI World CupTM Jumping - Season 2017-2018, Central European League Final Standings following the Central European League Final (PDF)
  21. Ergebnis Springreiten, 1. Teilprüfung Weltcupfinale
  22. Gesamtwertung Weltcupfinale Springreiten, Zwischenstand nach der 1. Teilprüfung
  23. Weltcupfinale in Paris: Erste Disqualifikation nach der sogenannten Blutregel, Thomas Borgmann / reitturniere.de, 14. April 2018
  24. Admara- A Storm In A Jump Cup?, Lulu Kyriacou / grandprix-replay.com, 14. April 2018
  25. ab Weltcup der Springreiter 2018 an Beezie Madden, Gabriele Pochhammer / St. Georg, 15. April 2018
  26. Eddie Blue - der heimliche Favorit?, grandprix-replay.com, 13. April 2018
  27. Reveur de Hurtebise wird verabschiedet – „Er hat uns gestern gesagt, dass es ihm nicht mehr so viel Spaß macht“, Dominique Wehrmann / St. Georg, 13. April 2018
  28. Ergebnis Longines FEI World Cup™ Jumping Final II, longinestiming.com
  29. Weltcup-Finale: Geplatzte Träume bei den deutschen Springreitern, Sabine Gregg / Reiter Revue International, 14. April 2018
  30. Ergebnis Springreiten, 3. Teilprüfung Weltcupfinale
  31. Springreiten: Zwischenstand nach zwei Teilprüfungen (PDF)
  32. Gesamtwertung Springreiten, Endstand (PDF)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Weltcupfinale 2018 (Spring- und Dressurreiten) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.