Wir töten Stella (Film)

Filmdaten
Originaltitel Wir töten Stella
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe JMK 12[1]
Stab
Regie Julian Roman Pölsler
Drehbuch Julian Roman Pölsler, basierend auf dem Roman von Marlen Haushofer
Produktion Dieter Pochlatko,
Julian Roman Pölsler
Kamera Walter Kindler,
J.R.P. Artman
Schnitt Bettina Mazakarini
Besetzung

Wir töten Stella ist ein österreichischer Spielfilm aus dem Jahr 2017 von Julian Roman Pölsler basierend auf dem gleichnamigen Roman von Marlen Haushofer (1958). Nach Die Wand (2012) ist dies Pölslers zweite Verfilmung eines Haushofer-Romanes. Martina Gedeck ist erneut in einer der Hauptrollen zu sehen. Die Premiere erfolgte am 26. September 2017 auf der Filmkunstmesse Leipzig.[2] Der Film kam in Österreich am 29. September 2017 in die Kinos.[3] In Deutschland startete der Film am 18. Jänner 2018.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptfigur Anna schreibt ihre Geschichte nieder, in der sie von der neunzehnjährigen Stella erzählt. Stella verbringt zum Studium einige Zeit bei Anna und ihrer Familie in der Großstadt. Annas Mann Richard ist ein erfolgreicher und gutaussehender Rechtsanwalt, er beginnt mit Stella eine Affäre. Seine Frau beobachtet die Affäre mit kühlem Blick, die kaputte bürgerliche Familienidylle muss mit allen Mitteln aufrechterhalten werden. Richard lässt Stella daher fallen. Nachdem Stella auch noch zu einem Schwangerschaftsabbruch gezwungen wird, begeht sie Suizid, indem sie sich vor einen Lastwagen wirft. Anna versucht durch die Niederschrift der Geschichte, ihre Mitschuld an dieser Tragödie zu verarbeiten.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden von 30. Mai bis zum 14. Oktober 2016 statt, gedreht wurde in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark, einer der Drehorte war Gosau.[4] Unterstützt wurde der Film vom Österreichischen Filminstitut, dem Filmfonds Wien, den Ländern Niederösterreich und Oberösterreich sowie Filmstandort Austria, beteiligt war der Österreichische Rundfunk. Produziert wurde der Film von der Epo-Film, Koproduzent war die österreichische Juwel Film. Für den Ton zeichnete Walter Fiklocki verantwortlich, für das Kostümbild Ingrid Leibezeder, für das Szenenbild Enid Löser und für das Maskenbild Monika Puymann.[3][5]

In einigen Szenen wird auf „Die Wand“ verwiesen. Pölsler gab in einem Interview an, er sehe den Film als Prequel zu Die Wand, weil Haushofer den Roman Wir töten Stella (1958) vor Die Wand (1963) schrieb. Er plane auch den Haushofer-Roman Die Mansarde (1969) zu verfilmen. Alle drei Werke sind in der Ich-Form geschrieben und handeln von einer Frau, die sich etwas von der Seele schreiben möchte. Pölsler habe versucht, in der Stilistik in beiden Filmen gleich zu arbeiten, daher kommen auch wieder Gosau, der Hund und Ulrike Beimpold vor. Aus Gründen der Finanzierung habe er mit Die Wand begonnen, weil seiner Ansicht nach die anderen beiden Teile nicht gefördert worden wären.[6]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Norbert Mayer bezeichnete in der Tageszeitung Die Presse den Film als Pölslers zweiten gelungenen Versuch über ein Werk von Haushofer. „Die Szenen, in denen man Gedecks Stimme hört, während sie stumm am Fenster steht oder auf ihrem Tablet die Erinnerungen an Stella festhält, sind voller Intensität. [...] Die beklemmende Wirkung der Novelle hat die Regie hervorragend umgesetzt. Ihre Stärke liegt in der Nüchternheit einer Sezierübung.“[7]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alterskennzeichnung für Wir töten Stella. Jugendmedien­kommission.
  2. Filmkunstmesse Leipzig: Wir töten Stella. Abgerufen am 26. September 2017.
  3. ab Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 17. August 2017.
  4. Oberösterreichische Nachrichten: Hinter dem Gosausee beginnt der Film: "Wir töten Stella!" kommt ins Kino. Artikel vom 5. Oktober 2016, abgerufen am 17. August 2017.
  5. Filmfonds Wien: Wir töten Stella. Abgerufen am 17. August 2017.
  6. Regisseur Julian Pölsler über „Wir töten Stella“, den zweiten Teil seiner Haushofer-Trilogie. Artikel vom 25. September 2017, abgerufen am 26. September 2017.
  7. diepresse.com: Abgrundtief böses Kalkül: „Wir töten Stella“. Artikel vom 25. September 2017, abgerufen am 26. September 2017.
  8. Nominierungen Österreichischer Filmpreis 2018. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
Filmdaten
Originaltitel Wir töten Stella
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe JMK 12[1]
Stab
Regie Julian Roman Pölsler
Drehbuch Julian Roman Pölsler, basierend auf dem Roman von Marlen Haushofer
Produktion Dieter Pochlatko,
Julian Roman Pölsler
Kamera Walter Kindler,
J.R.P. Artman
Schnitt Bettina Mazakarini
Besetzung

Wir töten Stella ist ein österreichischer Spielfilm aus dem Jahr 2017 von Julian Roman Pölsler basierend auf dem gleichnamigen Roman von Marlen Haushofer (1958). Nach Die Wand (2012) ist dies Pölslers zweite Verfilmung eines Haushofer-Romanes. Martina Gedeck ist erneut in einer der Hauptrollen zu sehen. Die Premiere erfolgte am 26. September 2017 auf der Filmkunstmesse Leipzig.[2] Der Film kam in Österreich am 29. September 2017 in die Kinos.[3] In Deutschland startete der Film am 18. Jänner 2018.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptfigur Anna schreibt ihre Geschichte nieder, in der sie von der neunzehnjährigen Stella erzählt. Stella verbringt zum Studium einige Zeit bei Anna und ihrer Familie in der Großstadt. Annas Mann Richard ist ein erfolgreicher und gutaussehender Rechtsanwalt, er beginnt mit Stella eine Affäre. Seine Frau beobachtet die Affäre mit kühlem Blick, die kaputte bürgerliche Familienidylle muss mit allen Mitteln aufrechterhalten werden. Richard lässt Stella daher fallen. Nachdem Stella auch noch zu einem Schwangerschaftsabbruch gezwungen wird, begeht sie Suizid, indem sie sich vor einen Lastwagen wirft. Anna versucht durch die Niederschrift der Geschichte, ihre Mitschuld an dieser Tragödie zu verarbeiten.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden von 30. Mai bis zum 14. Oktober 2016 statt, gedreht wurde in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark, einer der Drehorte war Gosau.[4] Unterstützt wurde der Film vom Österreichischen Filminstitut, dem Filmfonds Wien, den Ländern Niederösterreich und Oberösterreich sowie Filmstandort Austria, beteiligt war der Österreichische Rundfunk. Produziert wurde der Film von der Epo-Film, Koproduzent war die österreichische Juwel Film. Für den Ton zeichnete Walter Fiklocki verantwortlich, für das Kostümbild Ingrid Leibezeder, für das Szenenbild Enid Löser und für das Maskenbild Monika Puymann.[3][5]

In einigen Szenen wird auf „Die Wand“ verwiesen. Pölsler gab in einem Interview an, er sehe den Film als Prequel zu Die Wand, weil Haushofer den Roman Wir töten Stella (1958) vor Die Wand (1963) schrieb. Er plane auch den Haushofer-Roman Die Mansarde (1969) zu verfilmen. Alle drei Werke sind in der Ich-Form geschrieben und handeln von einer Frau, die sich etwas von der Seele schreiben möchte. Pölsler habe versucht, in der Stilistik in beiden Filmen gleich zu arbeiten, daher kommen auch wieder Gosau, der Hund und Ulrike Beimpold vor. Aus Gründen der Finanzierung habe er mit Die Wand begonnen, weil seiner Ansicht nach die anderen beiden Teile nicht gefördert worden wären.[6]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Norbert Mayer bezeichnete in der Tageszeitung Die Presse den Film als Pölslers zweiten gelungenen Versuch über ein Werk von Haushofer. „Die Szenen, in denen man Gedecks Stimme hört, während sie stumm am Fenster steht oder auf ihrem Tablet die Erinnerungen an Stella festhält, sind voller Intensität. [...] Die beklemmende Wirkung der Novelle hat die Regie hervorragend umgesetzt. Ihre Stärke liegt in der Nüchternheit einer Sezierübung.“[7]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alterskennzeichnung für Wir töten Stella. Jugendmedien­kommission.
  2. Filmkunstmesse Leipzig: Wir töten Stella. Abgerufen am 26. September 2017.
  3. ab Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 17. August 2017.
  4. Oberösterreichische Nachrichten: Hinter dem Gosausee beginnt der Film: "Wir töten Stella!" kommt ins Kino. Artikel vom 5. Oktober 2016, abgerufen am 17. August 2017.
  5. Filmfonds Wien: Wir töten Stella. Abgerufen am 17. August 2017.
  6. Regisseur Julian Pölsler über „Wir töten Stella“, den zweiten Teil seiner Haushofer-Trilogie. Artikel vom 25. September 2017, abgerufen am 26. September 2017.
  7. diepresse.com: Abgrundtief böses Kalkül: „Wir töten Stella“. Artikel vom 25. September 2017, abgerufen am 26. September 2017.
  8. Nominierungen Österreichischer Filmpreis 2018. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
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